Laßt uns den Marxismus verteidigen!

Immer wieder auf Neue werden von den Wasserträgern der Bourgeoisie Versuche gestartet, den Marxismus, die Lehre von Marx, Engels, Lenin und Stalin, zu diffamieren, oder wenn das nicht hilft, versucht man es mit Erklärungen, der Marxismus sei hoffnungslos veraltet, nicht mehr zeitgemäß, sei längst überholt. Die Kommunisten (man sagt ja auch gern „die Ewiggestrigen“) hätten die Zeichen der Zeit nicht verstanden, der Sozialismus sei schließlich gescheitert, die Bevölkerung habe mit den Füßen abgestimmt usw. usf. … Nun ist es aber so, daß sich wissenschaftliche Erkenntnisse nicht per Dekret aus der Welt schaffen lassen – und: der Marxismus ist eine wissenschaftliche Weltanschauung. Die Wissenschaft ist da, und solange nicht das Gegenteil bewiesen ist, bleibt sie auch bestehen.  Natürlich hört das die herrschende Klasse nicht gern, wenn die Kommunisten in aller Öffentlichkeit erklären, daß der Kapitalismus eine Ausbeutergesellschaft ist, in der die herrschende Klasse, die Monopolbourgeoisie, auf Grund ihrer Stellung im Produktionsprozeß (d.h. ihres Eigentums an den Produktionsmitteln) sämtliche Profite einkassiert, während die Lohnarbeiter bei Strafe ihres Untergangs gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen. Daß die Profite in bestimmten Bereichen  in den letzten Jahrzehnten ins Astronomische angewachsen sind, ist auch kein Geheimnis mehr. Ebenso wenig ist es ein Geheimis, daß die Gier nach weiteren Profiten, die Ursache aller Kriege ist.  

Laßt uns den Marxismus verteidigen!

von Enver Hoxha

Wir sind der Meinung, daß der Imperialismus, mit jenem der USA an der Spitze, politisch und ideologisch schonungslos entlarvt werden muß; auch darf man niemals gestatten, daß jemand dem Imperialismus schöntut, ihn streichelt, ihn herausputzt. Ebenso darf man ihm keine einzige grundsätzliche Konzession machen. Die Taktiken und Kompromisse, die unsererseits gestattet sind, müssen unsere Sache und nicht die des Feindes fördern.

Eine klare politische Haltung allen Feinden gegenüber

Angesichts dieses wilden Feindes bildet unsere enge Einheit die Garantie für den Sieg unserer Sache; diese wird siegen, wenn wir die tiefen ideologischen Meinungsverschiedenheiten, die zutage getreten sind, beseitigen und die Einheit auf der Basis des Marxismus-Leninismus, der Gleichheit, Brüderlichkeit und des Geistes der Freundschaft und des proletarischen Internationalismus aufbauen. Unsere Partei ist der Auffassung, daß nicht nur kein einziger ideologischer Riß existieren darf, sondern daß wir auch eine gemeinsame politische Haltung gegenüber allen Fragen einnehmen sollen. Unsere Taktik und Strategie gegenüber den Feinden müssen von allen unseren Parteien ausgearbeitet werden, auf der Basis der Prinzipien des Marxismus-Leninismus und richtiger politischer Kriterien, welche den konkreten und realen Situationen entsprechen …

Friedliche Koexistenz, doch kein Verzicht auf den Klassenkampf

Die Verräter des Marxismus-Leninismus, Agenten des Imperialismus und Intriganten wie Josif Broz Tito, bemühen sich auf jede Weise, teuflische Pläne auszuhecken, wie beispielsweise die Gründung der sog. ‘dritten Kraft’, um die Völker und die neuen Staaten zu desorientieren, sie von ihren natürlichen Bundesgenossen zu trennen und mit dem amerikanischen Imperialismus direkt zu verbinden. Wir müssen all unsere Kräfte einsetzen, um die Pläne dieser Handlanger des Imperialismus zunichte zu machen … es gibt keinen Kommunisten, der gegen die friedliche Koexistenz ist, der ein Kriegstreiber wäre. Der große Lenin war der erste, der den Grundsatz der friedlichen Koexistenz der Staaten mit unterschiedlicher Gesellschaftsordnung als eine objektive Notwendigkeit hervorgehoben hat, solange es in der Welt nebeneinander sozialistische und kapitalistische Staaten gibt. …

Die friedliche Koexistenz zwischen zwei entgegengesetzten Systemen bedeutet aber nicht, wie das die modernen Revisionisten behaupten, einen Verzicht auf den Klassenkampf. Im Gegenteil, man muß den Klassenkampf fortsetzen, man muß den politischen und ideologischen Kampf gegen den Imperialismus, gegen die bürgerliche und revisionistische Ideologie immer mehr verstärken. Indem wir einen konsequenten Kampf für die Realisierung der Leninschen friedlichen Koexistenz führen, ohne jedoch dem Imperialismus auch nur eine einzige grundsätzliche Konzession zu machen, müssen wir den Klassenkampf in den kapitalistischen Ländern sowie die nationale Befreiungsbewegung der Kolonialländer und der abhängigen Länder noch mehr ausweiten…

Diese Frage war bisher ganz klar und erst Genosse Chruschtschow hat sie auf dem XX.Parteitag ganz unnötigerweise verwirrt, in einer Richtung, welche in der Tat den Opportunisten gefiel. Warum wurden die klaren Thesen Lenins und der sozialistischen Oktoberrevolution in solcher Weise entstellt? Die PAA hat hier einen ganz klaren Standpunkt und läßt sich nicht von den Leninschen Lehren abbringen. Bis jetzt hat noch kein Volk, kein Proletariat, keine kommunistische oder Arbeiterpartei die Macht ohne Blutzoll und Gewalt erringen können…

Keine Kapitulation vor dem Druck des Imperialismus!

In der Moskauer Deklaration vom Jahre 1957 sowie in dem vorliegenden Deklarationsentwurf wird festgestellt, daß der Revisionismus heute die Hauptgefahr für die internationale kommunistische und Arbeiterbewegung ist. In der Moskauer Deklaration vom Jahre 1957 wird mit Recht betont, daß der bürgerliche Einfluß die innere Quelle des Revisionismus bildet, während seine äußere Quelle die Kapitulation vor dem Druck des Imperalismus ist. Das Leben hat voll und ganz bewiesen, dass der moderne Revisionismus unter dem Deckmantel pseudomarxistischer und scheinrevolutionärer Losungen, mit allen Mitteln versucht, unsere große Lehre, den Marxismus-Leninismus zu diskreditieren, indem er ihn als ‘veraltet’ und für die gesellschaftliche Entwicklung von heute schon nicht mehr geeignet hinstellte. Unter der Maske eines ‘schöpferischen Marxismus’ und der ‘neuen Bedingungen’ haben die Revisionisten alle Anstrengungen gemacht, um einerseits den Marxismus seines revolutionären Geistes zu berauben und das Vertrauen der Arbeiterklasse und des werktätigen Volkes zum Sozialismus zu erschüttern. Andererseits haben sie mit allen Mitteln gearbeitet, um den Imperialismus zu beschönigen, ihn als gebändigt und friedliebend hinzustellen. Die seit der Moskauer Beratung vergangenen drei Jahre haben zur Genüge gezeigt, dass die modernen Revisionisten nichts anderes sind als Spalter der kommunistischen Bewegung und des sozialistischen Lagers, treue Lakaien des Imperalismus, geschworene Feinde des Sozialismus und der Arbeiterklasse.

Die verbrecherische Tito-Clique – ein Handlanger des Imperialismus

Die Fahnenträger des modernen Revisionismus, seine aggressivsten und gefährlichsten Vertreter sind, wie das Leben selbst bewiesen hat, die jugoslawischen Revisionisten, die verräterische titoistische Clique und ihre Anhänger. Als die Moskauer Deklaration von 1957 beschlossen wurde, hat man diese feindliche Gruppe und Agentur des amerikanischen Imperialismus nicht öffentlich angeprangert, obwohl unserer Meinung nach genug Tatsachen und Angaben vorlagen, die das erfordert hätten. Nicht nur damals, sondern auch später, als ihre Gefährlichkeit immer offener zutage trat, wurde der Kampf gegen den jugoslawischen Revisionismus, der konsequente ununterbrochene Kampf zu seiner ideologischen und politischen Vernichtung, nicht mit der nötigen Energie geführt. Das war und ist die Quelle vieler Übel und Schäden in der internationalen Arbeiterbewegung. Unsere Partei ist der Meinung, daß der Verzicht auf die restlose Entlarvung der revisionistischen Gruppe Titos und die trügerischen Hoffnungen auf eine angebliche ‘Besserung’ und positive ‘Wendung’ dieser Verrätergruppe den versöhnlerischen Neigungen zuzuschreiben sind, sowohl dem falschen Standpunkt und der falschen Einschätzung der gefährlichen revisionistischen Gruppe Titos durch Chruschtschow und etliche andere sowjetische Führer.

Genosse Stalin hatte die Gefahr richtig eingeschätzt

Es hieß, daß J.W.Stalin die jugoslawischen Revisionisten nicht richtig eingeschätzt und ihnen gegenüber eine zu scharfe Haltung eingenommen habe. Unsere Partei hatte niemals eine solche Meinung, weil die Zeit und das Leben das Gegenteil bewiesen haben. Stalin schätzte die Gefahr, welche von den jugoslawischen Revisionisten ausging, sehr richtig ein, und machte Anstrengungen, um diese Frage im richtigen Moment und auf marxistisch-leninistische Weise zu lösen. Damals trat das Kominform-Büro, als kollektives Organ, zusammen (von den Chruschtschowianern nach dem XX.Parteitag 1956 aufgelöst – N.G.) und nach der Entlarvung der titoistischen Gruppe wurde diese schonungslos bekämpft. Auch hier hat die Zeit wieder bestätigt, daß dies unerläßlich und richtig war … Die titoistische Gruppe war schon seit langem eine Gruppe von Trotzkisten und Renegaten. Jedenfalls ist sie das in der Einschätzung seitens der PAA, seit dem Jahre 1942, d.h. seit 18 Jahren.

Das falsche Spiel der Belgrader Trotzkisten

Schon im Jahre 1942, als der Kampf des albanischen Volkes großen Umfang annahm, bemühte sich die Belgrader trotzkistische Gruppe, unter Mißbrauch unserer Freundschaft und unseres Vertrauens, die Ausdehnung unseres bewaffneten Kampfes, die Bildung von mächtigen Sturmabteilungen der albanischen Partisanen mit allen Mitteln zu verhindern. Als ihr dies nicht gelang, suchte sie die politische und militärische Leitung in ihre Hand zu bekommen. Sie machte Anstrengungen, alles von Belgrad abhängig zu machen und unsere Partei und unsere Partisanenarmee zu einfachen Anhängseln der KPJ und der Nationalen Befreiungsarmee Jugoslawiens zu degradieren. Unsere Partei durchkreuzte erfolgreich diese verbrecherischen Absichten, pflegte jedoch die Freundschaft zu den jugoslawischen Partisanen weiter. Die Titogruppe versuchte damals, eine ‘Balkanföderation’ unter der Führung der Belgrader Titoisten zu schaffen, die kommunistischen Parteien vor den Wagen der KPJ zu spannen und die Partisanenarmeen der Balkanvölker dem jugoslawisch-titoistischen Generalstab unterzuordnen. Zu diesem Zweck bemühte sie sich damals, im Einvernehmen mit den Engländern, einen ‘Balkanstab’ zu bilden, d.h. unsere Armeen, den Anglo-Amerikanern zu unterstellen. Unsere Partei widersetzte sich erfolgreich diesen verräterischen Absichten.

Stalin rettete das albanische Volk vor der Unterjochung

Als dann in Tirana die Fahne der Befreiung entrollt wurde, gab die Belgrader titoistische Bande ihren Agenten in Albanien Anweisungen, die Erfolge der KP Albaniens zu leugnen und einen Putsch zum Sturz der Parteiführung zu organisieren, also jener Führung, welche die Partei aufgebaut, den Nationalen Befreiungskampf geleitet und das albanische Volk zum Sieg geführt hatte. Der erste Putsch wurde von Tito gemeinsam mit seinen verkappten Agenten in der Partei organisiert. Aber die KPA liquidierte das Komplott Titos. Die Belgrader Verschwörer warfen jedoch nicht die Flinte ins Korn, sondern schmiedeten gemeinsam mit ihrem Chefagenten in unserer Partei, dem Verräter Koci Xoxe, in einer anderen Form ein zweites Komplott gegen das neue Albanien: Albanien sollte die siebte Republik Jugoslawiens werden! … Sie hatten die Absicht, Albanien militärisch zu besetzen, jeden Widerstand dagegen zu brechen, die Führer der Partei der Arbeit Albaniens und des Staates zu verhaften und Albanien zur siebten Republik Jugoslawiens auszurufen. Jedoch die Partei zerstörte auch diesen teuflischen Plan. Die Hilfe und das Eingreifen J.W.Stalins in diesen Augenblicken waren für unsere Partei und für die Freiheit des albanischen Volkes von entscheidender Bedeutung. Das war gerade zur selben Zeit, als die titoistische Clique durch das Informbüro entlarvt wurde.

Der XX.Parteitag und die Verurteilung Stalins

Betrachten wir beispielsweise die an Stalin und seinem Werke geübte Kritik. Als marxistisch-leninistische Partei ist sich unsere Partei voll und ganz bewußt, daß der Personenkult für die kommunistischen Parteien und die kommunistische Bewegung selbst fremd und schädlich ist. Die marxistischen Partei dürfen die Entstehung des Personenkultes, welcher die Aktivität der Massen behindert, ihre Rolle herabmindert und sich im Widerspruch zur Entwicklung des Parteilebens selbst und zu den Gesetzen, die es regeln, befindet, nicht gestatten, sondern müssen alle ihre Kräfte einsetzen, um ihn mit der Wurzel auszurotten, wenn er irgendwo aufzutauchen beginnt oder aufgetaucht ist. Von diesem Standpunkt sind wir vollkommen einverstanden, den Kult mit der Person Stalins als eine schädliche Erscheinung im Parteileben zu kritisieren. Aber wir sind der Meinung, daß der XX.Parteitag, insbesondere der Geheimbericht des Genossen Chruschtschow die Stalinfrage nicht richtig, nicht objektiv und nicht marxistisch-leninistisch zur Diskussion stellte. Genosse Chruschtschow und der XX.Parteitag fällten über Genossen Stalin wegen dieser Sache ein hartes und ungerechtes Urteil. Genosse Stalin und sein Werk gehören jedoch nicht allein der KP der Sowjetunion und dem Sowjetvolk, sondern uns allen … Aber warum wurde dann Genosse Stalin auf dem 20. Parteitag ohne vorherige Beratung auch mit den anderen kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt verurteilt? Warum wurde vor den Augen der kommunistischen und Arbeiterparteien der Welt Stalin plötzlich ‘verflucht’ und erfuhren dies viele Bruderparteien erst, als der Imperialismus den Geheimbericht Chruschtschows massenweise druckte?

Die teuflischen Pläne der Chruschtschow-Clique

Genosse Chruschtschow hat der kommunistischen Bewegung und der fortschrittlichen Welt die Verurteilung des Genossen Stalin aufgezwungen … Wir alle müssen das große unsterbliche Werk Stalins verteidigen; wer das nicht tut, ist ein Opportunist, ist ein Feigling. Als Person und als Führer der bolschewistischen KP der Sowjetunion ist Genosse Stalin auch zugleich der hervorragendste Führer des internationalen Kommunismus nach dem Ableben Lenins. Auf sehr positive Weise und mit großer Autorität hat er zur Konsolidierung und Ausweitung der Erfolge des Kommunismus in der ganzen Welt beigetragen. Alle theoretischen Werke des Genossen Stalin sind ein lebendiger Beweis seiner Treue zu seinem genialen Lehrer, zu dem großen Lenin und zum Leninismus … Der Kult mit der Person Stalins mußte unbedingt überwunden werden. Kann man aber sagen, daß, wie behauptet wurde, Stalin selbst der Urheber dieses Personenkultes war? Der Personenkult mußte unbedingt überwunden werden, war es aber notwendig und richtig, so weit zu gehen, daß jeder, der Stalins Namen nannte, ein Zitat Stalins benützt, schief angesehen wird? Einige Leute vernichteten sogleich voll Eifer die Statuen Stalins und änderten die Namen von Städten, welche nach Stalin benannt waren. In Bukarest sagte Genosse Chruschtschow zu den chinesischen Genossen: ‘Ihr beschäftigt Euch mit einem verreckten Pferd! Wenn Ihr wollt, so kommt und holt auch seine Knochen ab’. Damit meinte er Stalin …

Quelle: kommunisten-online (23. Juli 2013)

Siehe auch:
XX. Parteitag: Eine verbrecherische Rede
Kurt Gossweiler: Die faschistische Tito-Clique
KP Großbritannien: Der Bruch in der kommunistischen Bewegung
Ein Gespräch im Hause Chruschtschow nach der erfolgreichen Beseitigung des Genossen Stalin

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4 Antworten zu Laßt uns den Marxismus verteidigen!

  1. Pingback: In Hessisch-Sibirien ist die Welt noch in Ordnung | Sascha's Welt

  2. Vorfinder schreibt:

    Danke! Der Beitrag ist weiterhin hoch aktuell.

  3. herbert schreibt:

    Danke für diesen Beitrag der Marxismus ist wissenschaftlich belegt, wenn man auf diesem Standpunkt bleibt kann einen nichts erschüttern und man hat immer Argumente gegen das Kapital!

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