Wer War Pol Pot? Und was geschah 1975-1979 tatsächlich in Kambodscha?

democratic-kampucheaEs ist ziemlich eindeutig: auch Kambodscha ist ein an Bodenschätzen überaus reiches Land. „Es gibt Vorkommen an Phosphaten, Eisenerz, Kupfer, Kalkstein, Mangan, Gold, Edelsteinen. … Ein wichtiger Naturreichtum sind die Vorkommen an Edelhölzern und Naturkautschuk.“ [1] Und gerade das weckte die Begehrlichkeiten der Imperialisten.

Wer wollte die Möglichkeit bestreiten, daß hier nicht – mangels eigenen, besseren Wissens – ebenfalls die von der CIA so erfolgreich in Umlauf gesetzte Version des blutrünstigen Pol-Pot-Regimes, von angeblichen „100 Vernichtungslagern“ und von „1,4 bis 2,2 Millionen Opfern“ ungeprüft übernommen wurde, zumal die UdSSR dasselbe auch tat. Eine Geschichtsfälschung. Beispiele dafür gibt es zur Genüge, wie das im Falle der angeblichen „millionenfachen Opfer des Stalinismus“, des sog. „Holodomor“ in der Ukraine, der Toten von Katyn und nicht zuletzt der angeblich massenhaften „Opfer der SED-Diktatur“ geschah. Nichts ist dem Imperialismus lieber, als andere des Massenmordes zu beschuldigen, wo bereits die eigenen Schandtaten alle menschliche Vorstellungskraft übersteigen.

Was allerdings dann im DDR-Handbuch „Länder der Erde“ über die Jahre 1975-1978 geschrieben steht, unterscheidet sich kaum von dem was auch die imperialistischen Massenmedien berichteten. „Kampuchea ist ein Agrarstaat mit schwach entwickelter Industrie, der 1979 ein schweres Erbe Antrat. Durch das Pol-Pot-Regime war von 1975 bis 1979 die Wirtschaft weitgehend ruiniert worden. Die Mehrzahl der Betriebe und Handwerkstätten, die Landwirtschaft und die Infrastruktur wurde stark zerstört, die Ware-Geld-Beziehungen beseitigt, eine Natural- und Tauschwirtschaft eingeführt. Die Städte wurden entvölkert, die sozialen Strukturen vernichtet, die Mehrzahl der Facharbeiter, der technischen und wissenschaftlichen Intelligenz und andere Kader umgebracht.“ [2] …

Warum erinnert sich das Volk von Kambodscha voller Zuneigung an Pol Pot?

von Ljubow Pribytkowa

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelang es dem Anführer der imperialistischen Globalisierung, den Vereinigten Staaten von Amerika, eine außergewöhnlich erfolgreiche Desinformationskampagne gegen die progressiven Kräfte des Planeten durchzuführen. Mit Erfolg wurde in der öffentlichen Meinung das verlogene Zerrbild des Führers der kambodschanischen Khmer (der Roten Partisanen), Pol Pot, als eines blutigen Diktators verbreitet, der angeblich in Indochina eine „Todesmaschine“ geschaffen und einen „Völkermord“ am eigenen Volk veranstaltet habe.

Westliche Propagandalügen

Das ist kaum verwunderlich, hat doch der Propagandaapparat der USA und Europas nicht wenige Bemühungen dafür aufgewandt, um hervorragende Kämpfer gegen den Kolonialismus und gegen die soziale Ungleichheit auf der Erde, die ihr Leben einsetzten für die Befreiung ihres Volkes vom ausländischen imperialistischen Joch, für soziale Gerechtigkeit und Gleichheit, in den schwärzesten Farben zu malen. Lenin und Stalin, Mao Tse-tung und Ho Chi Minh, Fidel Castro und Patrice Lumumba, Farabundo Marti und Julius Nerere, Robert Mugabe und Martin Luther King, Gamal Abdel Nasser und Muhammar Ghaddafi, Abdullah Öcalan und Nelson Mandela.

Die Befreiung Kambodschas vom Imperialismus

Von Rechts wegen sollte soll auch der Name von Pol Pot, des Kämpfers für die Befreiung Kambodschas von seiner hundertjährigen Unterdrückung durch die französischen und amerikanischen Kolonisatoren, auf dieser Liste stehen. Doch seltsamerweise hat auch die sowjetische Presse zur Schaffung dieses schmutzigen Mythos über diese heldenhafte Persönlichkeit beigetragen. Im Nachschlagewerk „Länder der Welt“ von 1986 bezeichnet der Autor des Artikels über Kampuchea die Roten Khmer, die Befreier, die in Kambodscha das volksfeindliche Regime des USA-Günstlings General Lon Nol stürzten, als „reaktionäre Clique Pol Pot – Ieng Sari“. Und weiter lesen wir die verlogenen Erfindungen des Autors, daß „das ganze Land in ein Konzentrationslager umgewandelt“ worden sei, und daß „in fast vier Jahren mehr als 3 Millionen Menschen durch Terror, Hunger und Epidemien umgekommen“ seien.

Die Lügen über den Terror der Roten Khmer

Ende 2012 hielt sich der bekannte Publizist Israel Shamir einige Zeit in Kambodscha auf. Während die westliche „Einflüsterungsfabrik“ im Bewußtsein der Spießbürger schon „das Bild der blutigen Kommunjaken der Roten Khmer verbreiteten, die unter der Führung des schrecklichen Pol Pot – dieser Personifikation eines unbarmherzigen Despoten – das Volk auf den Feldern des Todes fressen“, wurde der Publizist mit der für ihn „überraschenden Wahrnehmung“ konfrontiert, daß „die Kambodschaner jener Zeit nicht im Bösen“ gedenken, als die Khmer im Lande herrschten, und sie „die schrecklichen Geschichten über den kommunistischen Holocaust als eine westliche Erfindung verspotten“.

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Pol Pot – ein bedeutender Patriot

Auf der Webseite Inoforum im Artikel „Pol Pot im Volksgedächtnis von Kambodscha“ schreibt er: „Der Pol Pot, an den sich die Kambodschaner erinnern, war nicht ein Tyrann, sondern ein bedeutender Patriot und Nationalist, ein Verehrer der Kultur und der Lebensweise des Volkes. Er wuchs auf in der höfischen Umgebung; seine Tante war eine Mätresse des vormaligen Königs. Er studierte in Paris, kehrte aber, anstatt Geld und Karriere zu machen, nach Hause zurück, lebte einige Jahre bei den Waldbewohnern und lernte von den Bauern. In ihm wuchs das Mitgefühl mit den einfachen Dorfbewohnern, die tagtäglich von den Städtern, den Kompradoren-Parasiten, ausraubt wurden. Und er gründete eine Armee, um die Landbevölkerung vor den machthabenden Räubern zu schützen. Pol Pot, ein Mensch von spartanisch einfachen Bedürfnissen, suchte für sich weder Reichtum, noch Ruhm oder Macht. Er hatte ein einziges großes Ziel, in Kambodscha den verfallenden kolonialen Kapitalismus abzuschaffen, zu den Traditionen der ländlichen Gemeinschaft zurückzukehren und von da aus das Land von Neuem aufzubauen”. [3]

Die Yankees wüteten in Indochina

„Der Völkermord in Kampuchea zu den Zeiten von Pol Pot ist ein zynischer und dreister Mythos“ [4], so lautet ein Artikel [5] des Journalisten Mike Ely. Dieser Mythos wurde von den amerikanischen Besatzern verfaßt, um von sich ihrer Verantwortung zu entziehen für den Genozid an den Völkern von Vietnam, Laos und Kambodscha, den sie Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts angerichtet hatten, nachdem sie in das Gebiet von Indochina eingedrungen waren. Die Yankees wüteten buchstäblich 7 Jahre in Vietnam. Doch gleichzeitig bombardierten sie auch Kambodscha. Von 1970 bis 1973 warfen die USA auf dieses Land mehr als 500.000 Tonnen Bomben – dreimal so viel wie sie im Verlaufe des 2.Weltkriegs über Japan abgeworfen hatten. 1973 warfen die Flugzeuge der USA innerhalb von 160 Tagen „Bombenteppiche“ von mehr als 240.000 Tonnen Bomben auf die landwirtschaftlichen Flächen entlang des Mekong-Flusses und deckten das übrige Territorium mit Minen ab. Mike Ely betont, daß die Amerikaner buchstäblich das ganze Land zerstörten…

Apokalyse is Now: Bomben, Geschosse und Napalm… [6]

Infolge der Bombenangriffe kamen mehr als 500.000 Menschen ums Leben. Durch Bomben, durch Geschosse und durch Napalm. Etwa 2 Millionen Menschen – also etwa ein Drittel der Bevölkerung des Landes – flüchtete vom Land in die Hauptstadt Pnom Penh, wo sie vom Hunger bedroht waren. Doch mit dem Ende des Krieges in Indochina stellten die Yankees ihre aggressiven Überfälle nicht ein. Im Mai 1975 zerstörten sie den einzigen Erdölverarbeitungsbetrieb Kambodschas.

Ein schreckliches Bild

Als die Partisanen-Abteilungen der Roten Khmer im April 1975 die amerikanische Marionette, General Lon Nol, der in Kambodscha mit 1970 bis 1975 herrschte, gestürzt hatten, und in Pnom Penh einmarschiert waren, bot sich ihnen ein schreckliches Bild. In Kambodscha waren drei Viertel der Betriebe zerstört, die landwirtschaftliche Produktion war ruiniert, die Kautschukplantagen verwüstet und das Volk hungerte. Die Krankenhäuser waren überfüllt. Mehr als die Hälfte der Ärzte hatten das Land verlassen. Um Pnom Penh hatten sich die riesige Flüchtlingslager gebildet. Die Lebensmittelvorräte in diesen Lagern reichten nur noch für wenige Tage…

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Haß auf die amerikanischen Besatzer und Kollaborateure

Der Schmerz über die zerstörte Heimat, über das zertrümmerte Erde erfüllte die Seelen der Sieger. Auch waren sie von Haß erfüllt auf diejenigen, die den Kolonisatoren und Besatzern halfen, die an der Not der Menschen verdienten und die den Amerikanern, welche den Massenmord am kambodschanischen Volk anrichteten, keinen Widerstand entgegengesetzt hatten. Denn Lon Nol und seine Schmarotzer hatten sich nicht orientiert auf die Schaffung einer nationalen Produktion und die Entwicklung des Landes, aus dem das “zivilisierte” Frankreich durch unbarmherzige Ausbeutung der Arbeit der kambodschanischen Sklaven fast 100 Jahre lang hunderttausende Tonnen Kautschuk, Reis, Mais, Kaffee, Pfeffer und Öl ausgeführt hatte. Nicht die Probleme des Volkes beunruhigten sie. Sie klebten den Amerikanern am Mund und richteten sich nach deren Interessen. Ihrem Rat folgend nahmen sie ausländische Kredite auf, die sie zur eigenen Bereicherung und für den Kauf von Lebensmitteln und ausländischen Waren im Ausland verwendeten.

Eine fast unlösbare Aufgabe…

Vor den Roten Khmer stand eine sehr schwere und komplizierte Aufgabe. Wie kann man das völlig zerstörte Land wieder herstellen? Wie kann man es vor möglichen neuen Aggressionen schützen? Wie kann man die hungernde Bevölkerung ernähren? Wie kann man Arbeitsplätze schaffen? Wie soll man mit den Feinden der Heimat umgehen? Notwendig waren außergewöhnliche Maßnahmen, um diese Aufgaben zu lösen und eine neue Gesellschaft aufzubauen, die von ihnen von Kampuchea genannt wurde. Und sie wurden gelöst.

Die Abrechnung

Entschlossenheit mußten Pol Pot und seine Kampfgenossen nach dem Kampf nicht erst annehmen. Mit den Feinden wurde sofort Schluß gemacht. In Kambodscha wurden Gendarmen, Angehörige eines Strafkommandos, und Soldaten, die nicht bis zum 17. April 1975 auf die Seite der Roten Khmer übergetreten waren, an Ort und Stelle erschossen. Hatten sie nicht die gefangenen Partisanen bei lebendigem Leib auf Autoreifen verbrannt oder mit Abgasen vergiftet? Auch Kompradoren und Wucherer wurden erschossen. Viele Reiche mußten ihr Leben lassen. Einen anderen Weg gab es nicht!

Stalin: Unversöhnlichkeit mit den Feinden des Volkes

Die Analyse der Konterrevolution in der UdSSR und den europäischen volksdemokratischen Ländern gibt Anlaß, sich noch einmal mit der Weisheit der Stalinschen „Politik der Unversöhnlichkeit im Kampf mit den Feinden des Volkes” zu überzeugen, und von der Notwendigkeit einer solchen Politik für die Zukunft.

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Eine neue Politik …

Die Banken wurden gesprengt, das Geld abgeschafft und das Privateigentum beseitigt. Der kapitalistische Markt hatte aufgehört zu existieren. So haben Pol Pot und seine Kampfgenossen den Kampf gegen den verhaßten Imperialismus begonnen. Die Mitarbeiter der Banken, der geschlossenen staatlichen Institutionen wurden abgesandt, um die Reisfelder zu bebauen. Auch die übrigen Stadtbewohner wurden in die ländlichen Genossenschaften geschickt. Massenhaft wurde die Bevölkerung aus Pnom Penh ausgesiedelt. Es war so nicht einfach, eine solche Politik durchzuführen – viele Stadtbewohner zu zwingen, ihre gewohnte Lebensweise aufzugeben und sich mit der für sie ungewöhnlich schweren Arbeit zu beschäftigen – Reis anzubauen, neue Bewässerungssysteme zu bauen, die Landwirtschaft und die Wege wiederherzustellen. Aber anderen Weg sahen die Roten Khmer nicht. Man mußte das Volk vor dem Verhungern bewahren. Siegestrunkenen begannen die jungen Partisanen damit, wie ein Autor schreibt, „die Sachen hinzurichten” – demonstrativ zerschlugen sie mit Vorschlaghämmern ausländische Fahrzeuge, Toaster, Mixer und den übrigen bürgerlichen Flitter. Heute kann man sie verstehen…

Eine kurze Episode des progressiven Aufbaus

Nur drei Jahre dauerte der progressive nationale Aufbau Kampucheas. Vieles konnte für das Volk verwirklicht werden. Doch dann geschah etwas Paradoxes. Im Jahre 1979 überfielen vietnamesische Truppen, die den Krieg gegen die amerikanischen Imperialisten gewonnen hatten, Kampuchea und richteten die Waffen gegen ihre Brüder, die Abteilungen der Roten Khmer, die gleichfalls die amerikanischen Aggressoren aus ihrem Land vertrieben hatten. Die Abteilungen von Pol Pot mußten sich in die Berge zurückziehen. Mit ihm gingen Hunderttausende junger Leute weg, um den Kampf fortzusetzen. Und das Land fiel wieder in den Feudalismus zurück, die Monarchie wurde wiederhergestellt.

Das objektive Urteil der Geschichte

Es kommt eine Zeit, um die Geschichte des Ganzen einer objektiven Bewertung zu unterziehen. Heute hat Vietnam aufgehört, ein sozialistisches Land zu sein. Die kommunistische Partei Vietnams wird sich nicht nur für den Verrat der Partisanen der Roten Khmer verantworten müssen. Sie wird sich auch verantworten müssen für die Preisgabe der sozialistischen Positionen in ihrem Land, und für den Verrat der Interessen des eigenen Volkes. Und Pol Pot bleibt in der Geschichte Kambodschas als ein Nationalheld und geht in der Geschichte der Menschheit ein als ein hervorragender Kämpfer für die Freiheit und gegen Imperialismus und Kolonialismus.

12. Juli 2013

Quelle:
Kommunisten-online
russisches Original: http://south-worker.com/pochemu-narod-kambodzhi-s-teplotoj-vspominaet-tirana-pol-pota/
Zitate:
[1] Autorenkollektiv, Länder der Erde, Politisch-ökonomisches Handbuch, Verlag Die Wirtschaft Berlin (DDR), 1985, S.318
[2] ebd. S.317.
[3] Israel Shamir: Pol Pot revisited.
Siehe: http://www.counterpunch.org/2012/09/18/pol-pot-revisited/
[4] Майк Эли: Прямой разговор о суде над Пол Потом.
Siehe: http://cccp-2.ru/teory/249-q-q-
[5] Mike Ely: Straight Talk on the Trial of Pol Pot
Siehe: http://www.revcom.us/a/v19/910-19/918/polpot.htm
[6] Wer kennt nicht die Verbrechen des USA-Imperialismus: Zielschießen US-amerikanischer Soldaten auf unschuldige Dorfbewohner. Apocalypse is Now!
siehe: http://www.youtube.com/watch?v=Gz3Cc7wlfkI
(Ähnlich dem, was auch der mutige, des Verbrechens unschuldige Bradley Manning an die Öffentlichkeit brachte.)
Weitere Quellen:
Israel Shamir: Pol Pot revisited
Tony Iltis: Cambodia – media lies exposed
Mike Ely: Straigth Talk on the Trial of Pol Pot
Holiday Hotel Sianoukville, Cambodia: Myth about Pol Pot
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5 Antworten zu Wer War Pol Pot? Und was geschah 1975-1979 tatsächlich in Kambodscha?

  1. Tobi schreibt:

    Ja genau diese Seite habe ich gemeint. Ist interessant erzählt aus Kommunisten-Online! Schade das die chinesische Volksbefreiungsarmee Kambodscha nicht mehr retten konnte. Sollte das schon damals revisionistisch-pseudosozialistische Vietnam überrant werden und den Sozialismus wiederhergestellt werden!

    • Tobi schreibt:

      Hallo Norbert, mich beschäftigt irgendwie das Thema China in letzter Zeit sehr: Du hast einmal in diesem Artikel https://sascha313.wordpress.com/2013/12/04/sowjetischer-rubel-anstatt-dollar/comment-page-1/#comment-1771
      erwähnt, dass es auch unter Mao Zedong erhebliche Abweichungen vom Marxismus-Leninismus gegeben hätte. Neue Erkenntnisse, die ich selbst entdeckt habe, beruft sich die Kommunistische Partei Großbritanniens (Marxisten-Leninisten) neben Stalin auch auf Mao und sieht die BEIDEN als Schüler Lenins. Natürlich ist diese Partei nicht mit der maoistischen Partei in der BRD nämlich der MLPD zu vergleichen. Die MLPD warf ab dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 der UdSSR und andere Volksrepubliken (die mit der Sowjetunion verbündet waren) „Sozialimperialismus“ vor, den es natürlich nicht gab. Die CPGB (ML) liegt da allerdings richtig. Diese beschreibt, dass die (revisionistischen) sozialistischen Länder die neue Führung den Sozialismus untergraben haben, bis zu dem Punkt wo die UdSSR schließlich zusammenbrach. Was hältst du davon? Auch auf der Kommunistischen Initiative (KI) wurde diese Partei in einem Artikel per Zitat positiv aufgenommen. Ich glaube es war der Artikel wo es um die Schottlandfrage ging.

      • Tobi schreibt:

        Entschuldige Sascha, macht nix, wenn du den Kommentar mal wieder übersehen hast. Erinnere dich aber mal dran😉

  2. sascha313 schreibt:

    Danke Tobi – und sorry. Ich hatte angefangen, bin aber dann wieder unterbrochen worden und da war mein Kommentar wieder weg. Also: Was die späteren Irrtümer anbelangt, so muß man das dialektisch sehen. Es ist äußerst wichtig, sich stets und ständig mit M/L zu beschäftigen, sich weiterzuentwickeln, aber nie die Grundlagen aus den Augen zu verlieren. Stalin sagte mal, daß man nicht überheblich werden darf, sich nicht scheuen darf, die eigenen Fehler zuzugeben, und auch, daß man den Kontakt zu den Massen nicht verlieren darf (Goldene Worte!!!) – https://sascha313.wordpress.com/2014/09/26/uber-den-kommunistischen-hochmut/ Nun kann man schwer einschätzen, was da oft eine Rolle gespielt hat (oder jedenfalls ist es mühselig). Ich habe jetzt ein Bild gesehen, mit welchem Hochmut Chruschtschow in die USA geflogen ist, und welchen Neid er dort entwickelt hat…

    Und dann ist noch eine andere Sache. Da fragen oft junge Genossen, was man denn noch alles tun soll, um die Massen zu überzeugen. Und sie schweben weit über den Dingen. Damit kann man doch keinen Arbeiter überzeugen. Man muß einfach bleiben.

    Und dann ist noch eines: Man muß wachsam sein, darf sich nicht einlullen lassen von denen, die Stalin auf dem Titelbild tragen und Lenin zitieren – die aber in Wirklichkeit Rattenfänger sind. Bei dieser KI ist das so – da stecken oft Leute dahinter, die in Wirklichkeit keine Kommunisten sind, sondern die nur so reden und kämpferische Grußbotschaften verbreiten. Aber sie verraten sich z.B. dadurch, daß sie sowas sagen wie: “ Es ist äußerst gefährlich, die Praxis als das Kriterium der Wahrheit zu sehen!“ – Macht Dich das nicht auch stutzig???

    Tja, und zu Pol Pot. Ich bin wegen dieses Artikels heftig angegriffen worden. Aber die Genossin, die das schrieb, kommt aus dieser Ecke und kennt sich bestens aus. Natürlich war es dumm und unmarxistisch, ein solches Vandalentum zuzulassen. Aber man muß die Menschen auch verstehen, die jahrzehntelang ausgebeutet und unterdrückt waren. Und natürlich gab es 1917 auch im Winterpalais Plünderungen. Die gab es auch später noch. Und auch die Sowjetsoldaten, die Deutschland befreiten, haben sich (verständlicherweise!!!) nicht immer „with political correctness“ verhalten, natürlich nicht! (darauf legt ja die Bourgeoisie immer großen Wert, handelt aber stets entgegengesetzt). Aber es gab eben auch viele sowjetische Ärzte, die verwundete Nazisten gepflegt haben. Uneigennützig und sehr menschlich. Auch die kubanischen Ärzte tun das. Das muß man übereinbringen, wenn man den Kommunismus verstehen will…!

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