Die ukrainischen Banditen und ihre Hintermänner

Der Faschismus zeigt nun auch in der Ukraine seine blutige Fratze. Angefeuert, finanziert und ausgerüstet von westlichen Agenturen und Geheimdiensten spielen sich in Kiew brutale Szenen ab: Schon in der ersten Tagen der Proteste gingen regierungsfeindliche Banditen gegen nahezu unbewaffnete Sicherheitskräfte mit einer Planierraupe vor, bewarfen sie mit Pflastersteinen und Brandflaschen, Fahrzeuge wurden zerstört und angezündet, Barrikaden gebaut, und schließlich rissen die Protestieren unter dem Gejohle der Zuschauer das marmorne Lenindenkmal vom Sockel und zerschlugen es mit sinnloser Gewalt. Manche dieser Szenen erinnern an 1933, als in Deutschland die Faschisten an die Macht kamen, oder an Ungarn 1956, als faschistische Banditen, ebenso wie zuvor die Nazis, Kommunisten  auf offener Straße ermordeten. Diese Vorgänge in Kiew sind nun aber weder eine Revolution noch eine Konterrevolution, sondern (ähnlich wie in Syrien) der Versuch vermittels Unruhen das Land in eine Aufmarschbasis imperialistischer Mächte, allen voran der USA und der NATO, zu machen.

euromaidan9  euromaidan10

euromaidan1  euromaidan5

euromaidan4  euroaidan3

Ukraine: Die Banditen und einer ihrer Anführer (links unten) gegen Sicherheitskräfte

29.01.2014 – Die Expansion europäischer Interessen

KIEW/BERLIN (German Foreign Policy) – Die von Berlin befeuerten Proteste in der Ukraine münden immer stärker in brutale Übergriffe ultrarechter Schlägertrupps. Berichte schildern, wie Polizisten fast ohne Gegenwehr mit Dachlatten und Feuerlöschern aus Rathäusern geprügelt werden; Fotos zeigen angebliche Regierungsanhänger, die von Demonstranten aneinander gefesselt und mit Farbe beschmiert durch Kiew geschleift werden. Beobachter warnten bereits im Dezember, es gelinge Organisationen wie der extrem rechten Partei Swoboda in zunehmendem Maße, die Stimmung unter den Demonstranten zu prägen. Verantwortung dafür trägt auch Berlin, das Swoboda teils sogar direkt, vor allem aber durch seine politische Rückendeckung für den Schulterschluß der Oppositionschefs mit Swoboda-Anführer Oleg Tjagnibok* unterstützt. Tjagnibok, erklärter Anhänger der SS-Division Galizien, wurde schon Anfang 2012 zu einem „Expertengespräch“ der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Kiew eingeladen. Zu Jahresbeginn hat Tjagnibok einen Gedenkmarsch von bis zu 20.000 Personen angeführt, der dem 105. Geburtstag des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera gewidmet war. Dessen „Organisation Ukrainischer Nationalisten“ (OUN) beteiligte sich im Gefolge der Nazis an der Vernichtung des europäischen Judentums.

Quelle: German Foreign Policy

mehr: http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58786

Hinweis: seit 2002 berichtet german-foreign-policy.com kontinuierlich über die deutsche Außenpolitik – illusionslos und kritisch. Und frühzeitig. In diesen Tagen wird viel über die Ukraine diskutiert. Wenn Sie auch weiterhin über die deutsche Außenpolitik informiert werden möchten – bitte unterstützen Sie German Foreign Policy mit einem Förder-Abonnement (5,- Euro im Monat)! Die notwendigen Angaben finden Sie hier:

http://www.german-foreign-policy.com/de/info/abo.php

* Wer ist Oleg Tjagnibok?
– [Олег Ярославович Тягнибок] geb.1968 in Lwow in einer Arztfamilie,
– besuchte die Schule Nr.8 in Lwow mit erweitertem Deutschunterricht,
– 1982-1989 Mitglied des Komsomol, Wehrdienst bei den Raketentruppen,
– Medizinstudium am Lwower Staatlichen Medizinischen Institut,
– 1993 Abschluß als Chirurg mit Auszeichnung,
– 1991 Mitglied der National-Sozialistischen Partei der Ukraine,
– Vorsitzender der Vereinigung „Swoboda“ (Freiheit) der Ukraine,
– 1999 Abschluß als Diplomjurist an der Lwower Staatlichen Universität „Iwan Franko“,
– 2010 Goldenes Kreuz für Verdienste um die Veteranen der SS-Division „Galizien“,
– 2012 Deputierter des Obersten Rates der Ukraine für „Swoboda“,
– 2012 vom Simon-Wiesenthal-Zentrum als Nr. 5 der Top-10-Antisemiten und Israelhasser der Welt eingestuft;  verheiratet, 3 Kinder.
Originalton: http://www.youtube.com/watch?v=oUoxKxMXVjA

Fotos zur Diversantenausbildung durch NATO-Offiziere in der Ukraine: http://frallik.livejournal.com/729288.html

Siehe auch:
Der faschistische Mob in Kiew
Die Ukraine – Geschichtliche Hintergründe
Warum der Faschismus auf fruchtbaren Boden fällt
Über die Verbrechen der Banderafaschisten und der SS-Division Galizien in der Ukraine (Dokumentation, Fotos /russ.)

Dieser Beitrag wurde unter Faschismus, Kriminelle Gewalt, Ukraine, Verbrechen des Kapitalismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Die ukrainischen Banditen und ihre Hintermänner

  1. Nadja Norden schreibt:

    Hallo Genosse Norbert,
    „Diese Vorgänge in Kiew sind nun aber weder eine Revolution noch eine Konterrevolution, sondern (ähnlich wie in Syrien) der Versuch vermittels Unruhen das Land in eine Aufmarschbasis imperialistischer Mächte, allen voran der USA und der NATO, zu machen.“ Mit diese Umschreibung bin ich gänzlich einverstanden.
    Auch vielen Dank für der Hinweis auf „German Foreign Policy“. Dagegen verstehe ich nichts von diese Malerei „Kiew in 2025“. Gerne eine Aufklärung darüber.
    Mit soz. Gruß, Nadja

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Nadja. Das bisherige Bild war eher eine Verlegenheitslösung – stattdessen nun reale Aufnahmen, die zeigen, wie die Randalierer mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandflaschen auf die Sicherheitkräfte schießen.

  2. Vorfinder schreibt:

    Dr. Kurt Gossweiler hat Klares über Faschismus geschrieben, über das wir uns auch bei den Vorgängen in der Ukraine bewußt sein sollten.

    http://www.secarts.org/journal/index.php?show=article&id=1185

  3. Pingback: US-amerikanisches Staatsstreichgeflüster in der Ukraine | Sascha's Welt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s