Die Novemberrevolution. Was geschah 1918 in Deutschland?

Novemberrevolution 1918Die Novemberrevolution 1918/19 war die erste antiimperialistische Volksrevolution in Deutschland unter Führung der Arbeiterklasse. Die Gründung der KPD war das bedeutsamste Ergebnis der Novemberrevolution. Die junge Partei hatte jedoch nicht die Kraft und Reife, die Angriffe der Reaktion abzuwehren. Am 15.1.1919 wurden ihre Führer K.Liebknecht und R.Luxemburg ermordet. Von Januar bis Anfang Mai 1919 kam es in verschiedenen Teilen Deutschlands zu erbitterten Klassenauseinandersetzungen. Alle Bestrebungen, die Novemberrevolution in eine sozialistische Revolution hinüberzuleiten, und die Macht des Imperialismus und Militarismus zu brechen, erlitten jedoch durch den Verrat der rechten sozialdemokratischen und der zentristischen Führer der USPD eine Niederlage. Wichtige Ergebnisse der Novemberrevolution waren der Sturz der Monarchie, die Beendigung des Krieges, die Erringung demokratischer Rechte und Freiheiten (Koalitions-, Presse- und Versammlungsfreiheit, allgemeines Wahlrecht auch für Frauen, Achtstundentag, Tarifrecht, Abschaffung der Gesindeordnung). [1]

Ein Autorenkollektiv unter Leitung des Genossen Walter Ulbricht erarbeitete 1967 eine ausführliche „Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung“. Erstmalig wurde damit eine auf der Grundlage des historischen Materialismus beruhende wissenschaftliche Darstellung des Kampfes der deutschen Arbeiterklasse verfaßt, die nicht nur entscheidende Lehren vermittelt, sondern zugleich auch den Weg in eine sozialistische Zukunft weist. Dieses achtbändige Geschichtswerk beantwortet die Hauptfrage der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, nämlich die: Wie gelang es der geeinten Arbeiterklasse und den mit ihr verbündeten Kräften, unter Führung der einheitlichen marxistisch-leninistischen Kampfpartei in einem Teil Deutschlands den Imperialismus zu stürzen, die politische Macht zu erobern und den Sozialismus aufzubauen – und wie wird ihr das auch künftig gelingen.

Ende September/Anfang Oktober 1918 reifte in Deutschland das unter der Auswirkung der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution und der Kriegsniederlage zum schwächsten Kettenglied im System der imperialistischen Staaten geworden war, eine revolutionäre Situation heran. Die Arbeiterklasse und auch die anderen werktätigen Klassen und Schichten waren nicht mehr bereit, in der alten Weise weiterzuleben, und die herrschende Klasse begriff, daß sie nicht meh in der alten Weise weiterregieren konnte. W.I. Lenin schrieb am 3. Oktober 1918, daß in Deutschland „eine politische Krise ausgebrochen“ sei, die „entweder den Beginn der Revolution“ bedeute oder ankündige, „daß die Revolution unvermeidlich ist und nahe bevorsteht.“ [2]

Die verlogene Taktik der Bourgeoisie aus Angst vor ihrer Entmachtung

In dieser Lage versuchten die deutschen Imperialisten und Militaristen durch parlamentarische Reformen und die Einleitung von Friedensverhandlungen die Empörung der gequälten und betrogenen Volksmassen abzulenken und einen Weg zur Rettung ihrer Machtposition zu finden. Die Furcht vor dem Bolschewismus war zum Alpdruck für die deutsche Bourgeoisie geworden. Mit kaiserlichem Erlaß vom 30. September wurde die sogenannte Parlamentarisierung angekündigt und am 3. Oktober – in Übereinstimmung mit der Obersten Heeresleitung und den Parteien der Reichstagsmehrheit – der angeblich liberale Prinz Max von Baden zum Reichskanzler berufen. Die deutsche Großbourgeoisie war mit allen Mittel bestrebt, in die Regierung auch Vertreter der SPD und der Gewerkschaften aufzunehmen, um sie an der Verantwortung für die volksfeindliche Politik eines imperialistischen Auswegs aus der Kriegsniederlage zu beteiligen. Damit sollte der neuen Regierung der Anschein eines demokratischen Regimes gegeben, die Spaltung der Arbeiterklasse vertieft und die revolutionäre Bewegung gelähmt werden.

SPD steigt in volksfeindliche Regierung der Großbourgeoisie ein

Statt daß die Führung der SPD die imperialistischen Betrugsmanöver verhindert und sich an die Spitze der kampfbereiten Massen der Arbeiter und der anderen Werktätigen gestellt hätte, um den Krieg zu beenden, die monopolkapitalistischen Kriegsgewinnler und die Militaristen zu entmachten und wirklich demokratische Verhältnisse zu schaffen, ging sie auf das Angebot der herrschenden Klasse ein, Die Reichstagsfraktion und der Parteiausschuß der SPD sprachen sich bereits arn 23. September mit 55 gegen 10 und 25 gegen 11 Stimmen grundsätzlich für den Eintritt in eine neu zu bildende „parlamentarisch-demokratische“ Regierung aus und bereiteten damit den Übergang von der Burgfriedenspolitik der Kriegszeit zur Koalitionspolitik der Nachkriegszeit vor.

Die SPD wünscht: „Keine solchen Zustände wie in (Sowjet-)Rußland“

Zur Begründung dieser Entscheidung erklärte Friedrich Ebert, eine Ablehnung durch die SPD würde bedeuten, das „weitere Schicksal Deutschlands der Partei der Revolution zu überlassen“, aber niemand könnte „doch der Meinung sein, daß solche Zustände wie in Rußland bei uns wünschenswert sind. Wir müssen uns im Gegenteil in die Bresche werfen“.[3] Philipp Scheidermann, Mitglied des Parteivorstandes der SPD, und Gustav Bauer, zweiter Vorsitzender der Generalkommission der Gewerkschaften, traten neben Vertretern des Zentrums und der Fortschrittlichen Volkspartei als kaiserliche Staatssekretäre in die Regierung des Prinzen Max von Baden ein. Die rechten Führer der SPD und der Gewerkschaften waren in konsequenter Fortführung ihrer arbeiterfeindlichen und antinationalen Politik vom 4. August 1914 bereit, bei den Bemühungen der Monopolherren. der Junker und der Militaristen, die Monarchie und die imperialistische Klassenherrschaft zu retten, aktiv mitzuwirken.

Die Bourgeoisie fürchtet um ihre räuberische Beute

Die erste Maßnahme der neuen Regierung war das Ersuchen um Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen, das sie auf Drängen der Obersten Heeresleitung noch in der Nacht vom 3. zum 4. Oktober an den Präsidenten der USA, Woodrow Wilson, richtete. Dabei wollten die deutschen Imperialisten jedoch noch einen Frieden durchsetzen, der ihnen zumindest Elsaß-Lothringen und die Kolonien sowie ihre räuberischen Eroberungen im Osten sichern sollte. Wenn die Mächte der Entente einen solchen „Frieden des Rechts“ ablehnten, sollten die „nationale Verteidigung“ proklamiert und Volk und Armee aufgerufen werden, „den Kampf auf Leben und Tod“ [4] fortzusetzen. Offen schrieb der „Vorwärts“, das Zentralorgan der SPD: „Wehe dem Volke, das seine Waffen fünf Minuten zu früh an die Wand stellt.“ [5]

Ein fauler Trick: „Mitbestimmung“ der Abgeordneten im Kriegsfall

Auf innenpolitischem Gebiet versprachen die Regierung und die Führungen der SPD und der Gewerkschaften dem deutschen Volk eine entschiedene demokratische Umgestaltung. Nach vorheriger Zustimmung des Kaisers und des Bundesrates beschloß der Reichstag am 26. Oktober gegen die Stimmen der Konservativen Verfassungsänderungen, durch die einige Rechte der Krone auf den Reichstag und den Bundesrat übertragen wurden. Der Reichskanzler mußte in Zukunft das Vertrauen des Reichstages besitzen und war diesem und dem Bundesrat für seine Amtsführung verantwortlich; Kriegserklärung und Friedensschluß wurden an, die Zustimmung des Reichstages und des Bundesrates gebunden, und die Ernennung und Verabschiedung von Offizieren der Armee bedurfte der Gegenzeichnung durch die Kriegsminister der jeweiligen Länder und bei Offizieren der Marine durch den Reichskanzler.

Die Ablenkungsmanöver der reaktionären Sozialdemokratie

Damit wurden zwar die Rechte des Parlaments erweitert, ohne jedoch grundlegende demokratische Umgestaltungen einzuleiten, die eine Beseitigung der Macht der Rüstungsmonopole und eine gründliche Säuberung und Änderung des reaktionären Staatsapparates erfordert hätten. An den ökonomischen und politischen Machtverhältnissen. an der imperialistischen Klassenherrschaft der Monopolherren, der Junker und der Militaristen, hatte sich nichts geändert. Um die Arbeiter von ihren demokratischen und sozialistischen Forderungen abzulenken, arbeitete Gustav Bauer, kaiserlicher Staatssekretär des Reichsarbeitsamtes, Vorschläge zur Verbesserung der Kranken- und der Sozialversicherung sowie arbeitsrechtliche Reformen aus. Die rechten Führer der SPD und der Gewerkschaften versuchten, der Arbeiterklasse und den anderen Werktätigen einzureden, daß durch den Eintritt von Sozialdemokraten in die Regierung Deutschland nun zu einem „demokratischen Volksstaat“ würde und alle Voraussetzungen gegeben wären, daß der Sozialismus seinen Vormarsch antreten könnte. Eine Revolution sei daher nicht mehr notwendig, sondern sogar schädlich.

Die Kommunisten warnen vor dem Einsatz von Waffengewalt der Bourgeoisie gegen streikende und demonstrierende Arbeiter!

Die Spartakusgruppe schätzte die Bildung der Regierung des Prinzen Max von Baden und deren Politik richtig als die Reaktion der Konterrevolution auf die ersten Regungen der Revolution ein. „Die Scheidemann und Bauer“, hieß es im letzten der Spartakusbriefe vom Oktober 1918, „die jetzt mit einem Kuß auf die Hand der deutschen Monarchie beginnen, werden noch mit blauen Bohnen gegen streikende und demonstrierende deutsche Arbeiter enden. Der Regierungssozialismus stellt sich mit seinem jetzigen Eintritt in die Regierung als Retter des Kapitalismus der kommenden proletarischen Revolution in den Weg … Ihr erster Ruf, ihre erste Etappe muß sein: Deutschland – Republik.“ [6]

War die Novemberrevolution ein „Betriebsunfall“ in der Geschichte?

Bürgerliche Historiker entstellen die Grundfragen der Novemberrevolution und behaupten, daß mit der sogenannten Parlamentarisierung des monarchistischen Regimes im Oktober 1918 die für Deutschland mögliche und notwendige Umgestaltung der politischen Verhältnisse erfolgt sei. Sie leugnen, daß eine Revolution in Deutschland historisch notwendig war, die objektive, nationale, antiirnperialistische, demokratische und sozialistische Aufgaben zu erfüllen hatte. Diese Historiker sind bestenfalls bereit, die militärische Niederlage, die verheerenden Auswirkungen des Krieges auf die Volksmassen und Fehler der Regierung und der Obersten Heeresleitung als Ursachen der Novemberrevolution anzuerkennen. In ihren Darstellungen erscheint sie daher als ein zufälliges Ereignis, als ein Unglück, als ein Verhängnis unserer Geschichte, das durch eine klügere Politik durchaus hätte vermieden werden können. Auch verschiedene sozialdemokratische Historiker vertreten ähnliche Auffassungen.

Der staatsmonopolistische Kapitalismus –  Vorstufe der Revolution

Die entscheidenden Ursachen der Revolution aber lagen in den antagonistischen Widersprüchen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Diese „objektiven Voraussetzungen für die sozialistische Revolution“, schrieb W. I. Lenin im Jahre 1917, „die zweifellos in den am stärksten entwickelten fortgeschrittenen Ländern schon vor dem Kriege gegeben waren, sind noch mehr herangereift und entwickeln sich infolge des Krieges mit rasender Schnelligkeit weiter“ [7]. Bereits seit der Jahrhundertwende, als der Kapitalismus in sein monopolistisches Stadium trat, drängte in Deutschland der Grundwiderspruch des Kapitalismus zur Lösung. Seine Wirksamkeit verschärfte sich sehr durch die beschleunigte Entwicklung zum staatsmonopolistischen Kapitalismus während des Krieges. Staatsmonopolistischer Kapitalismus aber ist, wie W. I. Lenin schrieb, „die vollständige materielle Vorbereitung des Sozialismus, seine unmittelbare V o r s t u f e … , denn auf der historischen Stufenleiter gibt es zwischen dieser Stufe und derjenigen, die Sozialismus heißt, keinerlei Zwischenstufen mehr“ [8]. Die außerordentliche Verschärfung des Widerspruchs zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktivkräfte und den kapitalistischen Produktionsverhältnissen in Deutschland machte eine sozialistische Revolution objektiv möglich und notwendig.

Der deutsche Militarismus – eine Gefahr für die Völker der Welt

Die sozialen und politischen Verhältnisse Deutschlands zeigten, daß der junkerlich-bürgerliche deutsche Imperialismus, das heißt die Klassenherrschaft der Konzern- und Bankherren, der Junker und Militaristen, die größte Gefahr für die deutsche Nation war. Obwohl Deutschland ökonomisch zu den fortgeschrittensten Ländern der Welt gehörte, hatte es eine äußerst reaktionäre politische Ordnung. Da die Aufgaben der bürgerlich-demokratischen Revolution im 19. Jahrhundert nicht zu Ende geführt worden waren, war Deutschland eine halbabsolutistische Monarchie geblieben, in der jedoch die Interessen des deutschen Finanzkapitals vorherrschten. Aber die Junker hatten ihre Positionen in der Armee, in der Diplomatie und im übrigen Staatsapparae behalten. Die Verbindung mit dem preußischen Junkertum verstärkte in Deutschland die dem Monopolkapital innewohnende Tendenz zur Reaktion und Aggressivität außerordentlich, und der Militarismus nahm besonders krasse Formen an.

Was war die geschichtliche Aufgabe der Novemberrevolution?

Der erste Weltkrieg ließ die verbrecherische, antinationale Rolle des deutschen Imperialismus und Militarismus besonders deutlich werden, der in seiner Profitgier und Eroberungssucht das deutsche Volk an den Rand des Abgrundes brachte. Aus der nationalen Katastrophe am Ende des ersten Weltkrieges gab es nur einen Ausweg, der den Lebensinteressen des deutschen Volkes entsprach: den Weg der Volksrevolution unter Führung der Arbeiterklasse. Die geschichtliche Aufgabe der Revolution in Deutschland war es, den Widerspruch zu lösen, der sich seit der Jahrhundertwende zwischen den von der Arbeiterklasse geführten­ demokratischen und friedliebenden Volksmassen einerseits und den. für Krieg und Not verantwortlichen Kräften des deutschen Imperialismus und Militarismus andererseits herausgebildet hatte.

Eine äußerst günstige Situation, doch die Arbeiterklasse war gespalten …

Das Kräfteverhältnis und die Wechselbeziehungen der Klassen zeigten im Herbst 1918, als das kaiserlich-imperialistische Deutschland zusammenbrach, daß die herrschende Klasse, die Monopotherren und Junker, entscheidend geschwächt und weitgehend isoliert war. Bei den werktätigen Mittelschichten in Stadt und Land hatte sie fast jede politische Unterstützung verloren. Das wichtigste Machtinstrument, die Armee, war militärisch geschlagen, erschöpft, kriegsmüde, teilweise von revolutionären Vorstellungen erfaßt und begann zu zerfallen. Damit hatte sich eine äußerst günstige Situation für die Arbeiterklasse ergeben, die allein der Führer in der bevorstehenden Revolution gegen den volksfeindlichen Imperialismus und Militarismus sein konnte. Die Reihen der deutschen Arbeiterklasse aber waren gespalten. In der Arbeiterbewegung gab es drei politische Richtungen: die Reformisten, die Zentristen und die revolutionären Linken.

… aber das Entscheidende war es gab noch keine marxistische Partei.

Die deutsche Arbeiterklasse hatte am Vorabend der Revolution noch keine selbständige marxistische Kampfpartei. Die Mehrheit der Arbeiter stand unter dem opportunistischen Einfluß der rechten Führer der SPD und der USPD. Die Notwendigkeit des Bündnisses mit der werktätigen Bauernschaft wurde selbst von der Spartakusgruppe noch unterschätzt. Aus diesen Gründen konnte die Arbeiterklasse ihre Rolle als Führer der Revolution nicht voll verwirklichen.

Daher galt es zunächst, in einer demokratischen Revolution den Militarismus zu vernichten, den Staatsapparat zu säubern und die für den Krieg verantwortlichen Kräfte des Junkertums und des Monopolkapitals zu enteignen. Das bedeutete zugleich, die in der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/1849 nicht bewältigten Aufgaben nun im Kampf gegen den Imperialismus zu lösen. In diesem revolutionären Umwälzungsprozeß mußte sich das Kräfteverhältnis der Klassen so verändern, daß der Übergang zur sozialistischen Revolution möglich wurde, die objektiv seit der Jahrhundertwende auf der Tagesordnung stand.

Im Interesse einer glücklichen, friedlichen Zukunft der ganzen Nation mußten der deutsche Imperialismus und Militarismus gestürzt und ein friedliebendes, demokratisches und sozialistisches Deutschland geschaffen werden, das mit dem ersten Arbeiter-und-Bauern-Staat der Welt fest verbunden war und die Achtung und Sympathien aller Völker erwarb. Die Lösung dieses nationalen Grundproblems, die im Einklang mit den Erfordernissen der neuen weltgeschichtlichen Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus stand, war die historische Aufgabe der Novemberrevolution 1918 in Deutschland…

Quelle:
Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Kapitel IV, Von November 1917 bis Januar 1919. Dietz Verlag, Berlin 1967, S.70-76. (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

Zitate:
[1] BI Universallexikon, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1987, Bd.4, S.89.
[2] W.I.Lenin, Schreiben an die gemeinsame Sitzung des Gesamtrussischen Zentralexekutivkomitees und des Moskauer Sowjets mit Vertretern der Betriebskomitees und der Gewerkschaften, 3. Oktober 1918. In: Werke, Bd.28, S.90.
[3] Vorwärts (Berlin), 24. September 1918.
[4] Prinz Max von Baden; Erinnerungen und Dokumente, Stuttgart, Berlin und Leipzig 1928, S. 366.
[5] Vorwärts (BerIin), 3. Oktober 1918.
[6] Spartakusbriefe, S.467.
[7] W.I.Lenin: Resolution über die gegenwärtige Lage. In: Werke, Bd. 24, Berlin, 1959, S. 302.
[8] W.I.Lenin: Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpfen soll. In: Werke, Bd. 25, S. 370.

Stalin erklärte:
„Allerdings war die Revolution in Deutschland eine bürgerliche Revolution und keine sozialistische, waren die Räte das gefügige Werkzeug des bürgerliche Parlaments, denn in den Räten herrschten die Sozialdemokraten, Paktierer vom Schlage der russischen Menschewiki, und daraus eben erklärt sich die Schwäche der Revolution. Wie schwach die Revolution dort war, ist schon daraus ersichtlich, daß sie die straflose Ermordung so hervorragender Revolutionäre wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch deutsche Weißgardisten zuließ.“
[Geschichte der KPdSU (B), Kurzer Lehrgang, Berlin 1951, S.288-289.]

siehe auch:
Lehren aus der Weimarer Republik
Otto Grotewohl: Lehren aus der Novemberrevolution
Alexander Tscherepanow: Die aktuellen Aufgaben der Kommunisten
Wilhelm Thiele: Ein Arbeiter erlebt die Novemberrevolution

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7 Antworten zu Die Novemberrevolution. Was geschah 1918 in Deutschland?

  1. Nadja Norden schreibt:

    Genosse Norbert,
    Vielen Dank, gut gearbeitet!
    Eigentlich steht alles was man hier über wissen soll in: Otto Grotewohl, Dreißig Jahre später – Die Novemberrevolution und die Lehren der Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung, Dietz Verlag, Berlin, 1948,
    Und Deine frühere Arbeit soll auch erwähnt werden:
    http://sascha313.blog.de/2011/10/29/anlaesslich-100-jahrestages-verfehlten-buergerlichen-revolution-insbesondere-30-jahre-novemberrevolution-12087996
    Soz. Grüße,
    Nadja

  2. Pingback: Ein Arbeiter erlebt die Novemberrevolution | Sascha's Welt

  3. Harry 56 schreibt:

    Solche Erinnerungsbeiträge wie obiger über den verdienten Genossen Wilhelm Thiele sind ganz besonders wichtig, weil sich darin im Grunde auch unsere heutigen Zeiten und damit gleichzeitig auch die heutigen anstehenden Aufgaben deutlich wiederspiegeln.
    Damals war es nicht leicht, heute ist es nicht leicht, doch muss der Stier trotzdem an den Hörnern gepackt werden.
    Es gilt aus diesem reichen Reservoir an Erfahrungen der Arbeiterbewegungen Wissen und Mut zu schöpfen!

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