Lenin: Sei klug und lerne nachzudenken!

Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924)

Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924)

Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politichen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen.

Die Anhänger von Reformen und Verbesserungen werden immer von den Verteidigern des Alten übertölpelt werden, solange sie nicht begreifen, daß sich jede alte Einrichtung, wie sinnlos und faul sie auch erscheinen mag, durch die Kräfte dieser oder jener herrschenden Klasse behauptet. Um aber den Widerstand dieser Klassen zu brechen, gibt es nur ein Mittel: innerhalb der uns umgebenden Gesellschaft selbst Kräfte zu finden, aufzuklären und zum Kampf zu organisieren, die imstande – und infolge ihrer gesellschaftlichen Lage genötigt – sind, die Kraft zu bilden, die das Alte hinwegzufegen und das Neue zu schaffen vermag.

W. I. Lenin

Quelle:
W.I.Lenin, Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, Ausgewählte Werke in sechs Bänden, Bd.II, Dietz Verlag Berlin, 1980, S.333f.

Drei Fragen und drei Antworten

Gab es in der Geschichte Beispiele dafür?
Ja, es gab sie. Jede Revolution ist ein Beispiel für den gesellschaftlichen Fortschritt. Die erste sozialistische Revolution in der Geschichte der Menschheit war die Große Sozialistische Oktoberrevolution 1917 in Rußland. Ein Staatsstreich (oder Putsch) ist keine Revolution, sondern lediglich die gewaltsame Entmachtung einer Regierung und der Ersatz durch eine andere, wobei die herrschende Klasse die gleiche bleibt. Der syrische Präsident Basher al-Assad sagte über Revolutionen:
Die Revolutionen setzen Wissen und Ideen voraus, nicht Unwissen. Die Revolutionen setzen ein Vorwärts gehen voraus und nicht den Rückgang in vergangene Jahrhunderte. Revolutionen werden gemacht, um die gesamte Gesellschaft zu erleuchten, nicht ihr den Strom abzuschneiden. Normalerweise wird die Revolution vom Volke gemacht, nicht durch aus dem Ausland importierte Individuen, die ihre „Revolution“ dem Volke aufdrücken wollen. Sie wird für das Volk gemacht, nicht gegen seine Interessen. (siehe: Assad. Es geht um den Frieden)

Wie ist das in der Ukraine?
Die Ukraine befand sich in einer sich zunehmend verschärfenden ökonomischen und politischen Krise. Die herrschende Klasse der ukrainischen Oligarchen war nicht mehr in der Lage, das Land zu regieren. Am 24. Februar 2014 fand in Kiew ein faschistischer Putsch statt. Mit Unterstützung der USA und der NATO entfachten die faschistischen Banditen in Kiew und in anderen Landesteilen einen brutalen Terror gegen die Sicherheitskräfte „Berkut” und gegen unbewaffnete Einwohner. Die Erklärung: „Der Faschismus soll einen reaktionären Ausweg aus der Krise der monopolkapitalistischen Klassenherrschaft ermöglichen, indem er vor allem die revolutionäre Arbeiterbewegung und ihre marxistisch-leninistische Partei sowie alle anderen demokratischen Kräfte des Volkes unter Anwendung brutalster Methoden unterdrückt, das bürgerlich-parlamentarische System beseitigt und durch eine unverhüllt terroristische Staatsform ersetzt.” (Siehe: Kleines Polit.Wörterbuch, Dietz Verlag Berlin, 1967, S.197)

Ist die Partei „Die Linke” eine revolutionäre Kraft?
Nein. Diese Partei ist weder revolutionär, noch ist sie überhaupt imstande, „das Alte hinwegzufegen und das Neue zu schaffen”, da sie Teil des bürgerlichen Systems in der kapitalistischen BRD ist, und als solche die Interessen der Bourgeoisie vertritt und nicht die des werktätigen Volkes. Das ist zum Beispiel auch erkennbar an der zustimmenden Haltung dieser Partei zu den durch den faschistischen Putsch in der Ukraine an die Macht gekommenen Kräften. Hier spielt diese Partei eine volksfeindliche Rolle.

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21 Antworten zu Lenin: Sei klug und lerne nachzudenken!

  1. einseinsnull schreibt:

    „durch den faschistischen Putsch in der Ukraine an die Macht gekommenen Kräften“ noch ungenauer geht es ja wohl nicht mehr.🙂

    an die macht gekommen? in drei straßen in der innenstadt vielleicht. schlimm genug, keine frage. aber die macht haben immer noch die mafia und die alten eliten. übrigens unterstützt von der kommunistischen partei, die der regierungspartei nach wie vor die stange hält. DAS ist die ursache für die starke rolle der rechten: das völlige versagen der linken elite, die die eigene klasse verraten hat. da sollten wir mal für uns darüber nachdenken, auch wenn ein vergleich zwischen den ländern ein wenig hinkt.

  2. Vorfinder schreibt:

    Die Kritik ist in Teilen verständlich. Jedoch gibt eine Bagatellisierung der Faschisten („drei Straßen in der Innenstadt vielleicht“ – das ist größerer und gefährlicherer Unsinn als eine allgemeine Gefahrenbeschreibung!) die tatsächlichen Verhältnisse nicht wieder. Faschisten befehligen u.a. bereits Polizei und Justiz. Ein Faschist soll oberster Staatsanwalt werden usw. Da wurden schon in den ersten Stunden des Umsturzes Fakten geschaffen.

    Wir müssen aus der Geschichte lernen. Es ist richtig, es muß aufgearbeitet werden, wo die Fehler lagen. Aber Wunschdenken hilft da nicht weiter. Wo lag real denn die Alternative für die ukrainischen Kommunisten? Sie haben eine gewählte Regierung mitgetragen. Daß dies richtig war, zeigt sich auch darin, daß nun nach Sturz dieser gewählten Regierung sofort die Faschisten in der herbeigeputschten Regierung sitzen. Dies galt es, mit der Unterstützung der Regierung Janukowitsch zu verhindern. Klar, die ukrainischen Genossen haben schwere Fehler begangen.
    Wir haben in der BRD ja weitaus günstigere Bedingungen, als sie in der Ukraine gegeben sind. Aber wo haben denn die Linken der BRD die ukrainischen Genossen unterstützt? Von hieraus jetzt den Finger zu heben, halte ich weder für solidarisch, noch für hilfreich.

    Alle Linken und Antifaschisten in der Ukraine und international müssen jetzt zusammenstehen, um eine Einheitsfront gegen die Faschisten herzustellen. Den Faschismus kleinzureden, verleugnet die Gefahr. Die Geschichte mahnt uns! Eine Aufarbeitung, wie es dazu kommen konnte, ist freilich unerläßlich. Das geht aber nur dann, wenn auch welche da sind, die die Geschichte aufarbeiten können.

    Faschisten machen Jagd auf Kommunisten, Antifaschisten und Aufrechte. Dagegen müssen wir mobilisieren! Faschisten sind in Europa mit an der Regierung, eine solche Konstellation birgt einen Flächenbrand in sich. Dagegen laßt uns zusammen stehen! Die Faschisten in der Ukraine haben angefangen, Menschen zu töten, verschwinden zu lassen und zu vertreiben. Den Faschisten diese Möglichkeit zu nehmen, das ist aktuell die Dringlichkeit!

  3. Vorfinder schreibt:

    Weil Ungenauigkeit bemängelt wurde – obwohl es auch aktuell eben vor allem um Klassenstandpunkt!!!!!! geht, weniger um Chronistengenauigkeit – sei hier mal auf zwei Zusammenstellungen verwiesen. Inzwischen sind die Dinge schon wieder weiter. Aber die Hinweise als Orientierung und zur Sichtbarmachung, dass es gar keinen Zweifel am Zugriff der Faschisten geben kann.

    http://urs1798.wordpress.com/2014/02/22/das-herz-am-maidan-in-kiew-schlagt-fur-rechtsextreme-tradition-und-kirche/
    http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2014/02/24/wie-eurofaschisten-unbewaffnete-einwohner-der-krim-ermordet-haben/

  4. rheinlaender schreibt:

    Es wird auch in anderen Blogs berichtet, dass jeder der ein bisschen nach links riecht, jetzt um sein Leben und das seiner Familie und Freunde bangen muss. Und die westlichen Milliardäre und deren Medien den Faschisten für jede zerstörte Lenin Figur heftigen Beifall klatschen. Ich finde die bürgerlich / pseudodemokratischen Stammtischparolen von einseinsnull (nicht bös gemeint verehrter, sympatischer Herr, ich war vor 35 Jahren auch mal so drauf) gerade in diesem BLOG sehr gut, weil VIELE kritische BRDler so argumentieren. Und an solchen Argumenten muss man sich weiterentwickeln.

    Aber Sie unterstellen dem Fallobstboxer Klitschko (Lakai der antikommunistisch / rassistisch / zionistischen Konrad Adenauer Stiftung) ehrliche Absichten. Sie reden von demokratischen Wahlen in irgendeiner Form. Die hat es nach bürgerlicher Sichtweise mit eindeutigen Verlierern und einer großen Gewinnerpartei erst kürzlich doch gegeben, ODER ? Wie oft will der Westen die Menschen weltweit wählen lassen (siehe auch Palestina, Griechenland, Bulgarien, Venezuela, bei uns NRW um die Linke zu verbannen), damit seine Parteien unter seiner Wahlbeobachtung oben sitzen. Sie schreiben von russisch dominierenden Staatsmedien. Dabei sind die grössten und meisten angeblich russischen Medien, ja selbst in Russland PRO Nato und Antirussland/Putin.

    Im konkreten Fall Ukraine musste der Westen die brutalen Faschisten holen, um Blut zu vergießen. Einfach Neuwahlen nach westlich gesteuerten und bezahlten bunten Friedensdemonstranten würde nur die letzte Wahl bestätigen. Jetzt aber sagt der Westen, es wird noch brutaler, wenn ihr nicht kuscht bzw. unsere Leute (Lenin über den / parlamentarischen / Staat) in den MiniParteien wählt. Dann klappts auch mit dem Nato Beitritt und dem 3WK.

    Zu Ihrer Anmerkung über die Kommunisten, frag ich mich auch, wo die eigentlich sind. Auch geb ich als alter Kampfsportler ehrlich zu, wahnsinnig positiven Respekt vor den mutigen Strassenkämpfern (Lumpenproletariern) der Rechten zu haben. Bei einer Saalschlacht in Köln 1991 hatten sechs muskelbepackte Skinheads 21 Polizisten vermöbelt. Davon können die Linken in BRD nur träumen.

  5. einseinsnull schreibt:

    generell ist es halt immer noch so, dass wir alle immer nur informationen bekommen, die wahlweise von russischer oder westlicher seite gefärbt sind.

    die russen versuchen die faschismusgefahr aufzubauschen und dem westen in die schuhe zu schieben, der westen schweigt das derzeit akute faschismusproblem einfach tot und praktisch alle medien in deutschland scheinen hier wie gleichgeschaltet zu sein. auf demonstrationen in moskau wurden 2000 menschen festgenommen, und in regierungskreisen geht die nackte angst vor dem westen um. svoboda trifft sich mit der NDP, die in deutschland kurz vor einem verbot steht, und parallel dazu will merkel mit svoboda reden.

    @rheinländer: ihre auffassung, die nazis seien vom westen „geholt“ oder gar bezahlt worden, teile ich nicht ganz, obwohl ich sonst ja durchaus ein freund deftiger polemik und großzügiger abstraktionen bin. insbesondere polen und deutschland dürften an einer solchen entwicklung tatsächlich keinerlei interesse haben. deutschland hat mit klitschko und timotschenko wirklich genug agenten da drüben laufen, und beide sind in jeglicher hinsicht besser als svoboda.

  6. Vorfinder schreibt:

    @einseinsnull
    Sie, und das „Sie“ scheint angebracht, bei dem was Sie hier zu erkennen geben, sind nun auch einer der sich „links“ versteht, vermutlich ähnlich wie Sie „irgendwie Wahlen“ unter faschistischen Diktat gut finden und, dies durfte bei Ihrer Haltung nicht fehlen!, Stalin ablehnt.

    Denken Sie tatsächlich so blöde, Josef Stalin sei letzte Woche in Kiev gar nicht dabei gewesen? Worüber wollen Sie reden, wenn Sie Geschichte nicht kennen wollen? Die Lehren Stalins, wie die unserer anderen Klassiker benennen selbstverständlich nicht die aktuell handelnden Personen in der Ukraine, aber die Vorgänge sind bei den Klassikern völlig erklärt. Das ist unser Vorteil, wir haben ein wissenschaftliches Weltbild. So können wir die BILD Zeitung auslassen…

    Ihre Flapsigkeit zum Thema Faschismus können Sie nicht aufrecht erhalten, wenn Sie Geschichte nicht ausblenden.

    Den Schulterschluß u.a. der BRD Regierung mit Svoboda und übrigen Faschisten und Antikommunisten erkennen Sie ja und benennen es, daraus können Sie die passenden Schlußfolgerungen ziehen. Wenn Sie lernen wollen, ist dieser Blog ein guter Ort. Wenn Sie lediglich Ihre Geschichtsvergessenheit weitergeben und Propaganda, die so auch in der Taz steht, vorsagen wollen, werden Sie sehen, dass dies hier nicht Ihr Ort ist.

    • einseinsnull schreibt:

      ich stelle nicht in abrede, dass man aus der geschichte lernen kann, dass immer irgendwann der punkt kommt, an dem sich die kirchen, die kapitalisten, und der staatsapparat (bzw _die staaten) gemeinsam gegen die kommunisten stellen.

      wenn man das nicht aus der geschichte der russischen revolution gelerbnt hätte, dann wäre auch das italien der letzen 60 jahre ein prima beispiel dafür, wie staat, mafia, und kriche, die sich sonst ja eher nicht so mögen, in einem immer einig waren.

      was mein ausgangsposting vielmehr sagen wollte war, dass ich es für falsch halte, ausnahmelos alle gruppen und kräfte, die irgendwann auch mal unter umständen mit faschisten kooperieren, als „faschisten“ zu bezeichnen sind.

      für einige von euch scheint es überhaupt keinen unterschied mehr zwischen dem US geheimdienst, saschkawili, merkel, dem maidan, und kritischen kommentatoren eures blogs zu geben.

      alle, die nicht eure meinung teilen -und eure rein histotisch begründeten analysen – sind „faschisten“ und nur ihr vertretet den humanismus in reinkultur.

      wie wollt ihr so zum sturz des systems kommen, wofür solidarität und mitmenschlichkeit, eine utopie vo iner besseren zukunft, und in letzter konsequenz gewaltsame betriebsbesetzungen zur kontrolle über die produktion kommen?

      das ist keine rethorische frage, mich würde das wirklich mal interessieren.

  7. @ sascha313 und vorfinder,

    die obigen Kommentare lese ich heute das erste Mal – was für ein faschistischer Troll der „einseinsnull“ doch ist, der letztes Jahr verharmlosend plapperte: „aber du glaubst doch nicht wirklich, dass die in der ukraine jetzt dauerhaft eine rechtsdiktatur installieren können.“ Die Geschichte hat ihn schon in diesen paar Monaten Lügen gestraft: über 100.000 Tote, über 1.500.000 Menschen aus Ihrer Heimat vertrieben und auf der Flucht.

    • einseinsnull schreibt:

      man müste natürlich erst einmal darüber streiten, was eine „rechtsdiktatur“ ist. …

      — gelöscht (Red.) —

      … übrigens, was das „schärfer gegen einseinsnull vorgehen“ angeht, das könnt ihr ja dieses jahr gerne nachholen. ich bin auf alles vorbereitet, und nehme auch hausbesuche entgegen. rechnet aber damit, dass ihr dann nicht nur den staatschutz sondern auch auch die gesamte frankfurter antifa am arsch habt. alles klar?^^

      • Mal wieder zum Wochenende deine Frasendreschmaschine verschluckt?

      • einseinsnull schreibt:

        schön, dass jemandem auffällt, dass das eine phrase war, aber mal ernsthaft:

        wundert dich ernsthaft, dass ich in polemiken verfalle, nachdem ich zuvor als „faschist“ bezeichnet worden bin?

        die einheit der klasse wird man nicht herstellen können, indem man sich gegenseitig beleidigt und belehrt, der weg zur einheit und zur veränderung ist vielmehr der diskurs.

        und – nicht zu vergessen – der tägliche kampf gegen die profiteure des systems und das system an sich.

        und auch hier bin ich mir nicht so sicher, ob es dazu auslangt, propaganda im netz zu verteilen, die sich fast überwiegend gegen andere systemkritiker richtet, weil man ja leider meist unter sich bleibt.

        die emotionale distanz zur klasse an sich, die einige unterstützer dieser plattform hier konsequent an den tag legen ist bedauerlich.

  8. Harry 56 schreibt:

    Das obige Lenin-Zitat ist einfach genial, zeigt, beschreibt es doch nicht nur was ist, sondern zeigt im gleichen Atemzug auch gleich auf, WAS zu tun ist.
    Für dümmliche tölpelhaftte und zumeist auch klassenverräterische SPDler und „kämpferische Gewerkschaftler!“ (Post-KDFler) natürlich seit eh und je „unannehmbar“, „undemokratisch“, „totalitär“………
    Das „Obere Drittel“ darf also weiter laut und provokant schmatzen und feiern!

    Noch zur Ukraine:
    Ob dort wirkliche Faschisten oder nur Klein- und Großgangster unter faschistoiden oder „nationalen“ politischen Mäntelchen die „Macht“ ergriffen haben und sich so oder so persönlich, besonders finanziell, gesund zu stoßen gedenken, dabei ganz selbstverständlich neben übelsten nationalistischen Phrasen auch vor Terror, Einschüchterung und Mord nicht zurückschrecken, dürfte nicht die ALLES entscheidende Frage sein. Alle wirkliche Macht in der Ukraine liegt zunächst und eindeutig an jenen „Frühlingsmachern“, welche an alle dieses „nationalen Sturmtruppen“ genügend Griwnas und vor allem Dollars verteilen konnten und auch weiter können. Die eigentliche „Regierung“ in Kiew dürfte so ohnehin die US-Botschaft sein – mit einheimischen Anhang und Befehlsempfängern, versteht sich……, 4 oder 5 der „ukrainischen“ Minister haben sogar ausländische Pässe….

    Der in auch in der Ukraine seit 1991 wütende Kapitalismus sorgte mit seinen ökonomischen und gesellschaftlichen Verheerungen für genügend menschliche Desperados aller Art, mit und ohne politischen Mäntelchen. Genügend Geld an diese modernen Post-UdSSR-Parias verteilt, und die edlen Spender und Geldverteiler haben ihre Söldner und Sturmtruppen beieinander, „for a few Dollars more“ zu jeder Schandtat, zu jedem Verbrechen bereit. Sehr praktisch, haben die Herren in Washington, London, Paris, und nicht zuletzt auch in Berlin (Steinmeier, Merkel & Co., die ekeligen „Grünen“ etc…) so ihre dort tätigen „blutigen Hände“ in Aktion, mit dem Vorteil, die eigenen Blut besudelten Pfoten dafür um so mehr öffentlich moraltriefend in Unschuld waschen zu können. Inzwischen, so hört man hier und da, balgen diese „ukrainischen Patrioten“ sich zunehmend auch schon mal um zukünftige öffentliche Pfründe, Ämter etc…..

    Schließlich werden NATO und EU nicht JEDEN vormaligen Klein- oder Großkriminellen und jetzigen „Patrioten“ und EU/NATO-Fan mit entsprechenden fetten Pöstchen und anschließenden fetten Pensionen versorgen können. Denn es gibt von diesem „Kaliber“ auch noch jede Menge anderer Anwärter aus den anderen EU -Ländern in nicht minder hungriger Wartestellung auf all die fetten Gaben aus Washington, Brüssel, Straßbourg…….

    • sascha313 schreibt:

      @Harry 56 „…der Ukraine seit 1991 wütende Kapitalismus“ – das ist Faschismus! Siehe hier: Was ist Faschismus?

    • einseinsnull schreibt:

      „Die eigentliche “Regierung” in Kiew dürfte so ohnehin die US-Botschaft sein – mit einheimischen Anhang und Befehlsempfängern, versteht sich……, 4 oder 5 der “ukrainischen” Minister haben sogar ausländische Pässe….“

      genau so sieht es aus.

      und es ist erschreckend (wenn auch nicht überraschend), was diese mächte sich inzwischen leisten können:
      der tag als dem klar war, dass die sogar die verfassung ändern werden um ausgerechnet diesen drecksack von saaschkawili als gouverneur rüberzuholen, von dem ja auch der breiten öffentlichkeit bekannt ist, dass das ein berufskrimineller und ein agent der USA ist, war auch der tag, an dem klar war, dass es düster wird in der ukraine – denn die ach so kritische öffentlichkeit schien sich daran nicht weiter zu stören.

      bei allende hat man anfangs noch versucht seine beteiligung zu vertuschen…

  9. Pingback: Kleines marxistisches Wörterbuch: Was ist ein Irrtum? | Sascha's Welt

  10. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    „Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politichen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen.

    Die Anhänger von Reformen und Verbesserungen werden immer von den Verteidigern des Alten übertölpelt werden, solange sie nicht begreifen, daß sich jede alte Einrichtung, wie sinnlos und faul sie auch erscheinen mag, durch die Kräfte dieser oder jener herrschenden Klasse behauptet. Um aber den Widerstand dieser Klassen zu brechen, gibt es nur ein Mittel: innerhalb der uns umgebenden Gesellschaft selbst Kräfte zu finden, aufzuklären und zum Kampf zu organisieren, die imstande – und infolge ihrer gesellschaftlichen Lage genötigt – sind, die Kraft zu bilden, die das Alte hinwegzufegen und das Neue zu schaffen vermag.“

    Владимир Ильич Ульянов
    W. I. Lenin *10. April 1870 (nach dem Kalender des Julius Caesar, nach dem des Papstes 22. April)

  11. sascha313 schreibt:

    „einseinsnull“- da Sie hier mehrere Kommentare geschrieben an – nehmen wir mal das Positive an: Sie haben erkannt, daß der Kapitalismus weg muß. Das ist ja erstmal richtig! Sie verstehen auch, daß das nicht so einfach geht, weil man das ja auch nicht alleine machen kann. Dazu ist der Kapitalismus zu kompliziert strukturiert. Sie wollen also etwas verändern – ja, das wollen ganz viele. Nur wie?

    Nicht ohne Grund haben wir Bashar Assad zitiert, der sagte, daß man Wissen braucht, um eine Revolution zu machen. Man braucht nicht nur klare Vorstellungen darüber, wie das einmal werden soll, sondern man braucht auch eine führende Kraft. Daß wir die im Moment nicht haben, ist zwar tragisch (das liegt auch an den vielen wirren Vorstellungen, die es heute darüber gibt), aber ändert nichts daran, daß es sie bald geben wird. Und daß der Sozialismus keine Utopie ist, das können alle diejenigen noch berichten, die im Sozialismus gelebt haben. Um’s mal so zu sagen: Daß da nicht alles perfekt war, wissen wir ja auch! Aber es war realistisch und hat funktioniert. Die Abweichungen vom dialektischen und historischen Materialsmus (also von dem Bauplan des Sozialismus) sind bekannt, und die Zerstörer des Sozialismus sind auch bekannt

    Und schließlich braucht man dazu die Kraft der Millionenmassen des ausgebeuten Volkes. Und hier liegt zumindestens in der BRD das Problem. Noch konnten die Krisenlasten der BRD auf andere Länder, die EU-Randgebiete, abgewälzt werden. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, wann es auch hier zur Krise kommt.

    Es ist im Moment also wichtig, daß man sich das notwendige Wissen aneignet und dieses Wissen unter’s Volk trägt. Und das ist es auch, was wir hier bezwecken. Es gibt drei Hauptgegner: das ist natürlich die Bourgeoisie, der Imperialismus. Dann sind es die Revisionisten, die die Wissenschaft vom Kommunismus kaputtreden wollen, die Marx usw. für „veraltet“ halten. Das ist natürlich dumm, aber dagegen gibt es genügend Argumente und Beweise. (Von denen muß kan sich also deutlich abgrenzen, auch wenn sie behaupten, das gleiche zu wollen!) Und das ist drittens das internationale Kapital. Also kurz gesagt: Wissen ist Macht!

    Und wer sind die Verbündeten? Alle diejenigen, die sich an den Marxismus-Leninismus halten, und die bereit sind zu lernen! Das müssen wir alle! Denn anders kommt man aus dem heutigen Chaos nicht mehr raus! Das hat Marx bewiesen und das wurde auch bereits verwirklicht!

  12. einseinsnull schreibt:

    „Sie wollen also etwas verändern – ja, das wollen ganz viele. Nur wie?“

    ich denke es wäre müßig darüber zu streiten, ob dein oder mein weg der richtige ist. ob soziologie, psychologie, ökonomie oder gschichte am wichtigsten ist, ob man lieber in einem google blog oder lieber in verschlüsselten netzwerken diskutiert, oder ob man lieber theorien studiert oder lieber bewegungserfahrung sammelt. niemand, und das schließt mich ein, hat da letzte wort, und schon gar nich sollte man sich gegenseitig über solche dinge belehren.

    leute wie du beschäftigen sich mit theoretikern und versuchen sich in propaganda, leute wie ich beschäftigen sich mit kybernetik, psychologie und nehmen an aktiven kämpfen teil. das ergebnis ist bekannt: wir haben bislang alle noch nichts nennenswertes erreicht. ich bin genauso wenig wie jeder andere nicht in der lage, das „wie“ allumfassend zu beantworten.

    gerade deswegen halte ich aber das geben von einfachen antworten für nicht zielführend, und das war ungefähr mein einstieg hier mit meiner klitzekleinen kritik an der verwendung des begriffs „faschisticher staat“ im zuammenhang mit der ukraine 2014 (bzw auch feb 2015 um so ehrlich zu sein). mir ist vollkommen unklar, warum diese kleine kritik an einem wort dich und einige deiner freunde hier vollkommen zu ausrasten bringen. SO wirst du niemals das mit aufbauen, von dem du träumst und was auch ich tendenziell für nötig halte und im zweifel unterstützen würde.

    man muss sich das mal vorstellen: da verirrt sich einmal im jahr jemand in deinen blog und kritisiert ein einziges wort aus einem artikel. in der folge werde ich hier als „student“, „nazi“, „faschist“ und „trotzkist“ bezeichnet, dann wird angekündigt gegen mich „vorzugehen“. und schließlich machst du dich über meine rechtschreibung lustig. in der gesamtsumme ist das, was mir hier entgegenschlägt, nahezu identisch mit dem, was ich mit meinen diskussionsversuchen mit pegida anhängern oder investmentbankern kenne.

    das, was ich hier als antworten bekomme ist überwiegend herrschaftssprache und -denken; die rechtsschreibung ist hierfür das perfekte beispiel. wüsste ich es nicht von einigen deiner artikel besser, müsste ich nach dieser kommentarspalte das gefühl haben, dass man dich/euch nicht mal ansatzweise ernst nehmen kann.

    ich habe übrigens rein garnichts gegen die lektüre von stalin, der viel kluges zeugs geschrieben hat. und auch wenn ich kein großartiger freund von stalin bin teile ich sogar deine kritik am bürgerlichen stalinismus kampfbegriff – eine wichtige diskussion, die in trotzkistischen, anarchistischen und libertären kreisen drindend nötig wäre.

    aber ich würde trotzdem dringend anempfehlen, zwischendurch mal etwas von goethe oder schiller zu lesen, oder einfach mal mit einer hübschen frau tanzen zu gehen, gutes essen und gutes essen zu genießen, damit der blick auf die utopie nicht nur aus den hindernissen zu ihrer verwirklichung besteht.

    p.s.: für mich ist der kernpunkt in deinen posting oben die sache mit den „wirren gedanken“. ich beschäftige mich shcon sehr lange mit der frage, wie man der herrschenden propaganda etwas entgegensetzen kann, wenn doch die herrschende propaganda von einer mehrheit mitpropagiert wird. der „neoliberalismus“ ist im westen, um nicht zu sagen im norden (denn das gilt auch für china und russland und für japan sowieso) in den köpfen angekommen. es existiert keine gesellschaft mehr sondern nur noch das individuum, alles, was geld bringt, ist gut, man kann nichts verändern, denn das machen die märkte.

    und der kommunikationsweg, der uns diese propaganda eingepflanzt hat, ist mitnichten eine unidirektionale staatspropdanda, und es ist auch nicht die TV werbung der finanzdienstleister. vielmehr propagieren die massen diesen müll kollektiv mit, und diejenigen, die der herrschenden propaganda kritisch gegenüberstehen, halten dies für einen beweis dafür in der demokratie zu leben (oder ihre eigene überlegenheit), dass sie es durchschauen. kontrollieren kann diese ideenverbreitungsmaschine allerdings niemand mehr, noch nicht mal die herrschenden, genau wie auch niemand mehr die finanzströme kontrollieren kann.

    ich denke ernsthaft, dass ich niemand – also auch nicht ich oder du – davon frei sprechen kann, dass wir nicht alle auf die ein oder andere art und weise wirr sind. man müsste schon autist sein, wenn man sich in der „informationsgesellschaft“ nicht mindestens indirekt von den herrschenden ideen beeinfussen lassen will.

    ich habe da absolut keine lösung dafür – halte es aber für essentiell von einer hohen priorität.

  13. einseinsnull schreibt:

    ich bin ein freund von simplifizierung und mache mal eine formel draus:
    das ökonomische system bestimmt tendenziell die vorherrschenden ideen.
    die vorherrschenden ideen bestimmen tendenziell wie das ökonomische system ausieht. wo ist der ausgang?

  14. Werner S. schreibt:

    Naja in aller Kürze: Der Klassengegner leidet nicht an Verwirrung!!
    https://de.wikiquote.org/wiki/Warren_Buffett
    Sollte einseinsnull wirklich daran interessiert sein, die Verwirrung in seinem Kopf zu überwinden (und nicht der Agent 110 sein), so wäre als erstes festzustellen – der Marxismus/Leninismus ist eine Wissenschaft (!!!) und nicht eine Meinung oder etwas Ausgedachtes etc.

    Er bedarf einer ernsten Aneignung!!! Dann (und nur dann!) wird sich seine Verwirrung im Kopf auflösen. Als Lektüre ist das Kommunistische Manifest zu empfehlen. Des weiteren von Karl Marx das „Vorwort zur Kritik der Politischen Ökonomie“ (Basis-Überbau-Modell).

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