Kurt Gossweiler: Werner Roß‘ Schwierigkeiten, Licht und Schatten zu unterscheiden

OffensivEs gibt immer wieder Leute, die sich uns gegenüber als Kommunisten ausgeben, die jedoch in Wahrheit keine sind. Sie benutzen kommunistische Begriffe und eine kommunistische Symbolik, und sie glauben gar, uns die DDR aus ihrer Sicht heraus erklären zu müssen. Doch sie tun im Grunde nichts anderes, als dem Ansehen des Sozialismus zu schaden, anstatt ihn gegenüber seinen Feinden zu verteidigen. Solche Pseudokommunisten entpuppen sich oft als Hilfswillige der Bourgeoisie, und sind – wie Peter Hacks einmal sagte – nur allzu gerne bereit, die Friedensangebote der Bourgeoisie wohlwollend zu prüfen. In der Zeitschrift „offen-siv“ (1/2014) ließ sich der Herr Professor Dr. Werner Roß, der ebenso wie die Herren Professoren Wagner, Kretzschmar. Lieberam und der Herr Münchow zu einem Klüngel von beinahe schon krankhaften Stalinhassern gehört, herab, einen längeren Beitrag über „Stalins langen Schatten“ abzusondern, der nur so von Behauptungen, Beschuldigungen und Vorwürfen trieft.

Da ist
– von ‚gravierenden Fehlentwicklungen in der Gesellschaftspolitik der Sowjetunion‘,
– von ‚ausgeprägtem Machtwillen‘ Stalins,
– von ‚zu verantwortenden Verbrechen‘,
– von ‚großem Schaden für das sozialistische Ansehen‘,
– von ‚allmählichem Verfall der sozialistischen Gesellschaft‘,
– vom ‚Scheitern des sowjetischen Modells‘,
– von der ‚messianischen Berufung‘ (Stalins) auf den ‚Dominanzstatus‘,
– von der ‚Versperrung demokratischer Reformen‘,
– vom starren Festhalten an einer ‚ultralinken Ideologie‘,
u. dgl. die Rede. Es jammert den Hund! Alles das befindet sich in ungebrochener Tradition von Joseph Goebbels bis hin zu Stephan Courtois, Robert Conquest und dergleichen antikommunistischem Gesindel. Fein, Herr Professor, da haben Sie sich eine tolle Gesellschaft ausgesucht!

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Die Antwort:

Dr. Kurt Gossweiler

Dr. Kurt Gossweiler

Der Historiker Genosse Dr. Kurt Gossweiler gab darauf nur eine einzige, lakonische Antwort:

Die Ausführungen von Werner Roß bezeugen, daß er die historischen Vorgänge, über die er sich ausläßt, bewußt fälscht, wenn er Stalin als den Urheber des Untergangs der Sowjetunion hinstellt. Jeder, der die Dinge real sieht und sich sein Urteil nicht durch die anti-stalinistischen Hetzer trüben läßt, weiß, daß, solange Stalin lebte und an der Spitze der Sowjetunion stand, diese von Jahr zu Jahr erstarkte und Hitlers bis dahin unbesiegten Armeen eine vernichtende Niederlage beibrachte, als sie die Sowjetunion überfielen. Und der weiß auch, daß Stalins Nachfolger Chruschtschow und Gorbatschow, deren beider Wirken das Ende der Sowjetunion herbeiführte, sich darin überboten, Stalin als Verderber der Sowjetunion hinzustellen.

Die Geschichte jedoch bezeugt, daß der Ausspruch von Henri Barbusse wahr ist, der sagte: „Stalin – das ist der Lenin unserer Tage“. Und ebenso wahr ist, daß der Antistalinismus Antikommunismus und ein Wegbereiter des Faschismus ist.

Kurt Gossweiler, 1.3.2014


Siehe auch:
Henri Barbusse: Die zwei Welten
Der Verräter Sjuganow und die russischen Liberalen
Chruschtschow, der Mörder Stalins und der UdSSR
Danke, lieber Genosse Gorbatschow!
Ljubow Pribytkowa: … und wieder mal über Stalin
Einem aufrechten deutschen Kommunisten zum 96. Geburtstag: Dr. Kurt Gossweiler
Ein Gespräch im Hause Chruschtschow nach der erfolgreichen Beseitigung des Genossen Stalin

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9 Antworten zu Kurt Gossweiler: Werner Roß‘ Schwierigkeiten, Licht und Schatten zu unterscheiden

  1. Nadja Norden schreibt:

    Hallo Genosse Norbert,
    Gab es zwischen Chruschtschow und Gorbatschow denn nicht „kampferprobten Marxist-Leninisten“ wie L. Breschnew (Chruschtschow der Zweiter), Yuri Andropow, … und Beratern? Soz. Grüße, Nadja

  2. Pingback: Zum Tag des Sieges der Sowjetunion über den Hitlerfaschismus! | Sascha's Welt

  3. Vorfinder schreibt:

    geben wir dr. kurt gossweiler unserer jugend zu lesen! was hingegen verbreitet aus den kreisen der linksparteien in diesem land zu diesen themenkreisen zu hören ist taugt nicht, um den imperialisten die welt zu entreißen.

    kurt gossweiler sieht sein langes leben über wo der feind ist und benennt es beharrlich und einleuchtend. wir müssen nur die lehren daraus ziehen! schon solange wissen das viele. viele aber sind noch nicht genug, solange die Menschheit zuläßt, dass die die doch in der minderheit sein sollten die welt immer wieder in kriege stürzt.

    solche geschichtsfälscher wie werner roß bereiten immer wieder den boden für den spielraum derer die Stalin nicht ertragen, da Stalin zeigte, dass der imperialismus zu besiegen ist. schlimm ist, das leser linker blätter sich solche inneren feinde wie werner roß und kreise gefallen lassen.

  4. sascha313 schreibt:

    Danke, vorfinder! Aus seinen langjährigen Erfahrungen bei Erforschung der Ursachen des Faschismus und aus seiner genauen Kenntnis des Antistalinismus (der eine Form des ANTIKOMMUNISMUS ist!), sagt Kurt Gossweiler: Dieser Antikommunismus ist „ein Wegbereiter des Faschismus“ – das muß man heute ganz klar und deutlich sagen! Auch solchen Leuten wie z.B. Harry Nick, Werner Roß, Eckhard Lieberam, Herbert Münchow und Robert Steigerwald, um hier Namen zu nennen, die sich damit hervortun, den Kommunismus hintenrum mit Dreck zu bewerfen!

  5. Pingback: Antikommunisten… | Sascha's Welt

  6. Pingback: Einige Besonderheiten der „Linken“ | Sascha's Welt

  7. So ist das! Antikommunismus ist „ein Wegbereiter des Faschismus“!

    • Harry56 schreibt:

      Der Antikommunismus kann in vielen Gewändern, in vielen Facetten, mit vielen unterschiedlichen Gesichtern auftauchen, und so natürlich auch der Faschismus. Es geht dabei keinesfalls nur um die Frage der „Farbe“ aller antikommunistischen EINHEITSPARTEIEN, die Übergänge sind dabei oft sehr fließend,

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