Zur Erinnerung an den Tag des Sieges über den deutschen Faschismus!

Über die sowjetische „Gardeschleife“ und das zaristische „Georgsband“

Es nähert sich der 69. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion im Großen Vaterländischen Krieg. Schon seit einigen Jahren gibt es im untrennbaren Zusammenhang mit diesem Ereignis die „Aktion Georgsschleife“, die vom russischen Regime, von der Partei „Einiges Rußland“ und von der „Jungen Garde des Einigen Rußland“ (JGER) unterstützt wird. Diejenigen, die diese gesamtrussische „Aktion Georgsschleife“ hervorbrachten, tragen nicht zur Erinnerung an die Heldentaten des Sowjetischen Volkes bei, sondern zu ihrem Vergessen.

Das ist unser Sieg!

Es handelt sich darum, daß die „Georgsschleife“ ein Bestandteil der höchsten militärischen Auszeichnung des Russischen Reiches war, des „Ordens des Heiligen Georg“, des sogenannten „Georgskreuzes“. Nach dem Sieg der Sowjetmacht wurde jedoch (entsprechend einer Verordnung Lenins „Über die rechtliche Angleichung aller Militärangehörigen“ vom 16. Dezember 1917) die „Georgsschleife“ als staatliche Auszeichnung nicht mehr verwendet. Auch wurden die Rotarmisten in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges nicht mit dem „Georgskreuz“ ausgezeichnet, und diese Auszeichnung steht auch in keinerlei Beziehung zur Zerschlagung Hitlerdeutschlands.

Wlassowarmee

„In den Jahren des Großen Vaterländischen Kieges wurden mit dem „Georgskreuz“ (und anderen „Georgsauszeichnungen“) ausschließlich die Angehörigen der faschistischen Wlassowarmee belohnt! In der Sowjetunion gab es niemals eine „Georgsschleife“, nur eine „Gardeschleife“ und eine Schleife des Ruhmes-Ordens.

Im Gegenteil, es gab Fälle, wo Angehörige der hitlerfaschistischen Wlassow-Armee und Kollaborateure aus der sogenannten „Russischen Befreiungsarmee“ (RBA) und aus dem Wlassowschen „Komitee zur Befreiung der Völker Rußlands“ (KBVR) mit sogenannten „Georgswaffen“ und „Georgskreuzen“ belohnt wurden. Viele Offiziere der RBA waren noch im Russischen Reich zu „Kavalieren des Ordens des Heiligen Georg“ ernannt worden. In der weltlichen, und damit faktisch atheistischen UdSSR gab es, ebenso wie in der Roten Armee, keine „Georgsschleifen“, und konnte es keine geben. Das schwarz-orange Band mit der Symbolik von „Rauch und Flamme“ (oder „Feuer und Pulver“) wurde „Gardeschleife“ genannt und den sowjetischen Gardisten zum Zeichen ihres Ruhmes überreicht. Die „Gardeschleife“ sieht der „Georgsschleife“ sehr ähnlich, aber sie ist eine „GARDE-Schleife”, und keine „Georgsschleife“. Die „Gardeschleife“ steht in direkter Beziehung zur UdSSR, zur Roten Armee und zum Großen Vaterländischen Krieg, hat aber keine Beziehung zum Russischen Reich und zur orthodoxen Religion. Wer dies miteinander vermischt und damit demonstriert, der zeigt seine Unwissenheit oder seinen wilden Haß auf die sozialistische Sowjetunion und die sie schützende Rote Armee. In beiden Fällen ist der 9. Mai nicht ihr Feiertag.

Georgsband und Gardeschleife

links: zaristisches Georgsband; rechts: sowjetische „Gardeschleife“ aber sie ist eine „GARDE-Schleife“, sie wurde den sowjetischen Gardisten zum Zeichen ihres Ruhmes überreicht.

Mit dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg hat das Sowjetische Volk den Faschismus besiegt und die Sowjetische sozialistische Ordnung – die Herrschaft der Arbeiterklasse geschützt. Mehrheit des sowjetischen Volkes hat die Ordnung verteidigt, die ebendieser Mehrheit einen würdigen Lebensstandard garantierte. Das heißt, es sind objektiv die sowjetischen Arbeiter und Bauern, die um ihre objektiven Interessen kämpften. Daraus erklärt sich der bisher nie dagewesene Massenheroismus der sowjetischen Menschen im bewaffneten Kampf und in der Arbeit während des Großen Vaterländischen Krieges, daraus erklärt sich die mächtige Partisanenbewegung.

Der welthistorische Sieg der UdSSR im Großen Vaterländischen Krieg, der unter Leitung der bolschewistischen Partei Lenins und Stalins errungen wurde, war ein Triumph des Sozialismus, ein gewaltiger Sieg des sozialistischen Systems über das kapitalistische. Es war ein Sieg der Sowjetordnung und des sowjetischen Staates. „Die sozialistische Ordnung, die durch die Oktoberrevolution geschaffen wurde“, sagte J.W. Stalin, „hat unserem Volk und unserer Armee eine große und unüberwindliche Kraft gegeben.“

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Sowjetisches Plakat von 1941: „Die Errungenschaften des Oktobers werden wir nicht wieder aufgeben!“ (Künstler: M.Awwakumow und W.Schtscheglow)


О «георгиевской» ленте. Напоминание ко Дню Победы

Приближается очередная, 69-я годовщина Победы Советского Союза в Великой Отечественной войне . Вот уже несколько лет неотъемлемой частью этого события является акция «Георгиевская лента», поддерживаемая руководством страны, «Единой Россией» и МГЕР. Те, кто назвал общероссийскую акцию «Георгиевская ленточка», способствуют не памяти, а забвению подвига Советского народа.

Дело в том,что «Георгиевская лента» была частью высшей армейской награды Российской империи — ордена Святого Георгия («Георгиевский крест»). Однако с приходом Cоветской власти «Георгиевская лента» больше не использовалась ни на одной государственной награде. (Указ В.И. Ленина «Об уравнении всех военнослужащих в правах» от 16 декабря 1917 года). «Георгиевским крестом» в годы Великой Отечественной войны красноармейцев не награждали и никакого отношения к разгрому гитлеровской Германии эта награда не имеет. Наоборот, имелись случаи награждения воевавших на стороне гитлеровцев власовцев и коллаборационистов из Georgsband und GardeschleifeРОА и КОНР т. н. «георгиевским оружием» и «Георгиевскими крестами».

Georgsband und GardeschleifeМногие офицеры РОА были кавалерами ордена св. Георгия и получили его еще в Российской империи. В свет­ском, а фак­ти­чес­ки ате­ис­ти­чес­ком СССР, а так же Красной Армии ни­каких «ге­ор­ги­ев­ских лен­то­чек» не было и быть не могло.

Чёр­но-оран­же­вый би­колор «Дым и Пла­мень» (или «Огонь и Порох») в ви­де лен­ты на­зывал­ся «Гвар­дей­ской лен­той» и вру­чал­ся со зна­ком «Гвар­дия» гвар­дей­ским час­тям и су­дам. С уч­режде­ни­ем в 1943 го­ду Орде­на Сла­вы 3-х сте­пеней лен­та ста­ла но­сить наз­ва­ние «Лен­та Орде­на Сла­вы» или прос­то «Лен­та Славы». «Гвардейская лента» выглядит очень похоже, но она — «ГВАРДЕЙСКАЯ», а не «Георгиевская».

«Гвардейская лента» имеет прямое отношение к СССР, Красной Армии и Великой Отечественной войне, но не имеет никакого отношения к Российской империи и православию. Кто это смешивает в кучу – демонстрируют либо своё дикое невежество, либо ненависть к Советскому социалистическому строю и защищавшей его Красной Армии. В обеих случаях , 9 мая – это не их праздник.

Победу в Великой Отечественной войне одержал именно Советский народ и защитил он именно Советский социалистический строй — диктатуру пролетариата. Большинство защитило тот строй, который гарантировал этому большинству достойный уровень жизни. То есть, объективно советские рабочие и крестьяне воевали за свои объективные интересы. Отсюда небывало массовый боевой и трудовой героизм советских людей в годы ВОВ, мощное партизанское движение.

Всемирно-историческая Победа СССР в Великой Отечественной войне, завоеванная под руководством большевистской партии Ленина-Сталина, была триумфом социализма, торжеством социалистической системы над капиталистической, Победой советской общественной и государственной системы. «Социалистический строй, порожденный Октябрьской революцией, — утверждал И.В. Сталин, — дал нашему народу и нашей армии великую и непреоборимую силу».

(Советский плакат «Завоеваний Октября не отдадим!»
1941 год. Худ.М. Аввакумов и В. Щеглов)

http://zabolshevizm.wordpress.com/2014/04/24/post401/

Originaltext als pdf-Datei (russ.): 140424

Юрий СОЛОМАТИН
Георгиевская ленточка: белогвардейская, гвардейская или власовская?
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7 Antworten zu Zur Erinnerung an den Tag des Sieges über den deutschen Faschismus!

  1. jauhuchanam schreibt:

    Über Propaganda, Neusprech und die Verortung, wer was wann wo ist
    Begrifflichkeiten wer ein Linker ist.

    „Wurzelzwerg sagte: 8. Mai 2014 um 5:50
    @Jauhachanam
    Noch mal zum Begriff “Linker”, dessen Ursprung du im “Propaganda-Neusprech-Plapper der BRD” vermutest: Schon Marx und die seinerzeitigen Mitmenschen fassten mit dem Begriff “Linker” jene Leute zusammen, die aus irgendeinem Grunde mit der damaligen Regierung unzufrieden waren, man könnte bei einigen der Linken sogar davon sprechen, dass sie mit ihr auf Kriegsfuß standen. Marx selbst hielt sie zumindest in Teilen für nicht ganz satisfaktionsfähig, will sagen, es waren einfach nur Spinner, die ihren Marx noch nicht gelesen hatten und sich zum Beispiel bei Proudhon oder Bakunin besser aufgehoben fühlten. Keine Spinner waren für ihn Linke, die ihren Marx bereits gelesen und verstanden hatten und wussten, dass der ganze monarchische Käse und das kleinbürgerliche Gschaftlhubern mit seinen dreihundertprozentigen Revolutionären auf den Misthaufen der Geschichte gehört. Wie gesagt, schon Marx. Aber will das was sagen?

    ANTWORT
    jauhuchanam sagte:8. Mai 2014 um 9:28
    Okay, jetzt verstehe ich dich ein wenig besser. Du meinst also mit “Linke”, die Leute, die, aus welchen Gründen auch immer, unzufrieden mit dem System sind, aber das System mit Haut und Haar verteidigen, weil ihr kleiner Verstand nicht ausreicht zu erkennen, um was für einen absurden Aberglauben es sich bei ihm handelt? Also die Leute, die SPD CDUFDPAfD GRÜNELINKE PBCNPD und andere zugelassene Parteien wählen gehen und damit gegen das GG verstoßen, das die direkte Wahl von Abgeordneten vorschreibt. Ich vermutete zunächst, dass es sich hier um eine sublime “Kritik” gegen den Marxismus-Leninismus/Kommunismus handelte.

    Eher nicht, es reicht, wenn erkannt wird, dass im ganzen Lande Neusprech herrscht und der eine dies, die andere jenes unter ein und demselben Begriff versteht. So als lustiges Beispiel. Hatte mir neulich etwas gekauft auf dem VEGETARISCH drauf stand. Nach dem Verspeisen schaute ich mir die Verpackung etwas genauer an. Da hat meine Amygdalae eine Emotion ausgelöst, die dem Gefühl der Wut zu gewiesen werden kann. Der Grund dafür war, dass ich las, dass im Produkt Ei verarbeitet wird. Mein Sohn klärte mich auf, dass vegetarisch etwas anderes bedeutet … leider gelang der Versuch mich über die Bedeutung eines Wortes aufzuklären nicht, ich habe aber “begriffen”, dass es hier immer absurder zugeht, als ich ohnehin schon wahrgenommen hatte.

    1+1=2 heiß nicht mehr Eins plus Eins gleicht Zwei, sondern in Neusprech: 1 UND 1 IST 2, 1 UND 1 ergibt 2, 1 plus 1 IST 2, 1 und 1 gleich 2 “Man” wisse ja was GEMEINT sei” LOL. Als ob es um Meinung und nicht um Wissen gehen würde. Nun schlecht, SKLAVEN brauchen Meinungen, nicht Wissen ist Macht.🙂 LO LOL LOLA🙂

    Kommentar:
    Mein rechter Weg wird mir die rechte Gunst der recht guten Kommunisten einbringen, die durch die rechte Lehre des rechten Marxismus-Leninismus zur rechten Erkenntnis des Kapitalismus gelangt sind, der ein einziger Betrug an Mensch, Tier und Natur ist und das Mittel der Gewalt des Imperialen Systems, welches vom Wesen her ein faschistisches sein muss.

    So, heute ist der 8. Mai.

    Wieder einmal Zeit, den Kommunisten dafür zu danken, dass sie einen Teilerfolg *[Korr.: Sieg!] über den Faschismus des militärischen Bündnisses, das den Name ‘Deutsches Reich’ führt, vor 69 Jahren errungen haben.

    Danke den Helden der Sowjetunion, die sich in ihrem Kampf für die Freiheit nicht haben beirren lassen.

    Mein Gedenken gilt den 100 Millionen Opfern, die der Faschismus des militärischen Bündnisses, das den Name ‘Deutsches Reich’ führt auf seinem Gewissen hat.

    http://propagandaschau.wordpress.com/2014/05/07/wie-das-dlr-einem-nsu-anwalt/

    *Anm. des Blogautors N.G.: Bitte um Verständnis – ich hab‘ hier mal korrigiert! Es war kein Teilerfolg, sondern ein 100%iger Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus. (Die verspätete 2.Front der Westmächte kurz vor Ende des Krieges hat das nicht wesentlich beeinflußt.)

    • jauhuchanam schreibt:

      Das verstehe ich.
      Der Sieg war ein militärischer. Meine Formulierung „Teilerfolg“ schmälert diesen nicht, aber historisch war es – ich bedauer das – ein Teilerfolg.

      Nach dem Blutzoll den gerade die Kommunisten und die sowjetischen Völker erbracht haben, ist nachvollziehbar, dass nicht ganz Westeuropa nieder gerungen wurde, wie es erforderlich gewesen wäre, was aber den imperialen Kräften die notwendig Verschnaufpause ermöglichte, um in einem „Plan B“ die Sowjetunion selbst nieder zuwerfen, wenn auch aus jener Zeit bestimmte Grundmuster im heutigen Russland erkennbar sind.

      [Klar, der Imperialismus kann hier auf eine sehr lange Tradition von Kenntnissen zurückgreifen und denkt ja auch nicht in Zeit-Kategorien eines Menschenlebens. Außerdem soll es auch keine Kritik sein, denn mir sind ja die Kräfteverhältnisse jener Zeit gar nicht bekannt und die falsche Sehnsucht der Menschen nach einem Frieden, der ihnen letztendlich immer wieder den Krieg bescheren muss, solange das System nicht gestürzt ist, tut ein Übriges, eine Bewegung erlahmen zu lassen.]

      Es ist halt kein Spaziergang durch die Weltgeschichte den Imperialismus mit seinem „Wundmittel“ Geld/Kapital zu besiegen. Sicher siehst auch du in meinem Kommentar „die Meinungen“ anderer, die doch bloßer absurder Aberglauben sind, die diese Menschen aber für klares und logisches Denken halten.

  2. sascha313 schreibt:

    Klar, wenn man den Faschismus heute nimmt und die Niederlage nach der Konterrevolution noch dazu, dann ist das freilich nur ein Teilerfolg. Um so wichtiger ist es, zu begreifen, daß die Errungenschaften des Sieges mit aller Macht verteidigt werden müssen, so wie es auf dem Plakat zu sehen ist: „Забоеваний октября не отдадим!“

  3. Nadja schreibt:

    Hallo Genosse Norbert,
    Vielen Dank für dieser Beitrag, insbesondere das schöne Stalinplakat.
    Siehe in meinem Blog.
    „Den 8.Mai zu begehen war in der DDR eine Selbstverständlichkeit, leider aber nicht um J.W. Stalin in diesem Zusammenhang zu erwähnen“ ;-(
    Mit sozialistischem Gruß,
    Nadja

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