Woher kommt der Opportunismus*?

Opprtunismus
Wieder einmal stehen in der BRD Wahlen bevor. Um es kurz zu machen: auch wenn die Wahllosungen noch so griffig sind und überzeugend scheinen, keine einzige von all den bürgerlichen Parteien vertritt die Interessen des Proletariats. Keine einzige ist bereit, dafür an den Grundfesten der Ausbeuterordnung zu rütteln. Weder die CDU, noch die SPD, FDP, die Linke oder die Grünen sind dafür geeignet! Wir sehen zwar, daß der Kapitalismus als alte, überlebte Gesellschaftsordnung abgewirtschaftet hat und zu keinerlei menschen-würdigen Lösungen mehr imstande ist, wir sehen, daß die Verbrechen der Imperialisten auf der Welt rapide zunehmen, doch wir wundern uns darüber, daß die deutsche Arbeiterklasse so wenig revolutionär ist, daß sie so gespalten ist und daß sie ein so schwach entwickeltes Klassenbewußtsein besitzt. Und dabei ist es doch aus historischer Sicht sehr leicht erklärlich, wie es dazu kam.

Der Zusammenhang zwischen Imperialismus und Opportunismus

In der Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Imperialismus nimmt der Kampf der Kommunisten gegen den Opportunismus eine wichtige Stellung ein. In allen imperialistischen Ländern erweist sich der Opportunismus – gleich, in welcher Gestalt er auftritt und wirksam wird – als ein tragendes Element des parasitären und faulenden Kapitalismus. Die Geschichte beweist, er ist Bestandteil des imperialistischen Herrschaftssystems bei der Sicherung höchster Profite, bei der Aufrechterhaltung der Spaltung der Arbeiterklasse, bei der ideologischen Manipulierung der Werktätigen, bei der Verhinderung des politischen und sozialen Fortschrittes, bei der Militarisierung der Wirtschaft und der‘ Vorbereitung und Führung von Eroberungskriegen, bei der Ausplünderung anderer Völker sowie vor allem beim Kampf gegen den Kommunismus.

Wie erklärt sich der Opportunismus der SPD-Führung?

Auch die Politik der SPD-Führung nach dem zweiten Weltkrieg – ob in der „Opposition“ oder in der Regierungsverantwortung – kann man nicht einfach aus dem Tagesgeschehen erklären. Sie wurzelt tief in den gesellschaftlichen Bedingungen des Imperialismus, in der Herrschaft der kapitalistischen Monopole. Deshalb liegt der Schlüssel für das prinzipielle Verständnis der Rolle rechter sozialdemokratischer Führer in der Lehre Lenins über den Imperialismus, ins besondere in der Kenntnis des von ihm aufgedeckten gesetzmäßigen Zusammenhanges von Imperialismus und Opportunismus. Um den Opportunismus wirksam entlarven und bekämpfen zu können, ist es erforderlich, seine Entstehung, seine Wurzeln, sein Wesen und seine Funktion genau zu kennen. Ohne Kenntnis dieses Zusammenhanges, ohne Begreifen der gesellschaftlichen Funktion des Opportunismus, hielt Lenin es für „unmöglich, auch nur einen Schritt zur Lösung der praktischen Aufgaben der kommunistischen Bewegung und der kommenden sozialen Revolution zu machen“ [1]. Der Opportunismus wurde im Laufe von Jahrzehnten durch die Entwicklung des Kapitalismus, insbesondere aber durch die Herausbildung der Herrschaft des Monopolkapitals am Ende des 19. Jahrhunderts hervorgebracht.

Der Opportunismus ist ein Produkt des Kapitalismus

Lenin begründete in seiner Imperialismustheorie. daß der Opportunismus kein Zufall, keine Sünde, kein Fehltritt, kein Verrat einzelner Personen ist, sondern das soziale Produkt einer ganzen historischen Epoche.[2] Zwischen Opportunismus und Imperialismus besteht ein gesetzmäßiger Zusammenhang.[3] Der Opportunismus wurzelt in der Wirtschaftsordnung und im Charakter der Entwicklung aller imperialistischen Länder. Darum ist er gleich ihnen keine zufällige und auch keine vereinzelte, sondern eine internationale Erscheinung.[4] Lenin lehrt, daß der Imperialismus der Vorabend der proletarischen Revolution ist. Mit der Herausbildung der Herrschaft der Monopole reiften alle materiellen Bedingungen für den Übergang zum Sozialismus heran. Die Überlebtheit der kapitalistischen Produktionsverhältnisse trat immer offener hervor. Sie wurden zum Hemmnis der weiteren Entwicklung der gesamten Gesellschaft. Die dem kapitalistischen System innewohnenden Widersprüche verschärften sich. Besonders der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit erreichte eine neue Stufe. Die Kampfbereitschaft der Arbeiter drückte sich in der rasch ansteigenden Zahl der Streiks und Demonstrationen aus. Die Streikbewegungen als ein Ausdruck der Verschärfung des Klassenkampfes nahmen beträchtlich zu. Sie wurden mit größerer Hartnäckigkeit geführt, wiesen bedeutend mehr Teilnehmer auf als früher und erhielten oftmals politischen Charakter, weil sie sich immer stärker gegen die Kriegspläne des Monopolkapitals, insbesondere des damaligen deutschen Imperialismus, richteten.

Die Sozialdemokratie wurde von innen heraus zersetzt

Die kapitalistische Gesellschaftsordnung ging tiefen Erschütterungen entgegen. Die soziale Basis der Monopolbourgeoisie wurde infolge der Konzentration der ökonomischen und politischen Macht außerordentlich schmal. Ihre Profit und Machtinteressen gerieten immer stärker in Gegensatz zum gesamten Volk. Vor allem aber hatte sich die Arbeiterklasse, der Todfeind der Bourgeoisie und ihr Totengräber, politisch entwickelt. Das fand seinen Ausdruck darin, daß sich der Marxismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in der internationalen Arbeiterbewegung durchgesetzt hatte. Das veranlaßte die Bourgeoisie, im Interesse der Erhaltung ihrer Macht dazu überzugehen, ihre politisch-ideologische Basis unter den Werktätigen, besonders unter der Arbeiterklasse, zu verbreitern und die Kampfkraft der Arbeiterklasse durch Zersetzung zu lähmen. Zu diesem Zweck schuf sie sich in der Arbeiterbewegung ihre Agenturen. Dabei stützte sie sich vor allem auf die kleinbürgerlichen Elemente innerhalb der Sozialdemokratie. Besonders das Auftreten Eduard Bernsteins als „Theoretiker“ des Opportunismus machte deutlich, daß die Sozialdemokratie von innen heraus zersetzt werden sollte.

Bernstein und seine „Revision“ der Marxismus

Die sogenannte Revision des Marxismus durch Bernstein und seinesgleichen, die insbesondere in der Ablehnung der Notwendigkeit des Klassenkampfes bis zur Zerbrechung der Macht der Kapitalistenklasse und der Errichtung der Macht der Arbeiterklasse zum Ausdruck kam, nahm der Arbeiterklasse die sozialistische Perspektive ihres Kampfes und ordnete sie den Interessen der Bourgeoisie unter. Jenen Führern der Sozialdemokratie, die wir als rechte Sozialdemokraten bezeichnen, weil sie eine bürgerliche Politik betreiben, gelang es, die revolutionäre sozialdemokratische Partei in eine bürgerliche Arbeiterpartei zu verwandeln. Diese brauchte die Bourgeoisie lebensnotwendig, um ihre historisch überholte Macht aufrechtzuerhalten. Zwischen dem Imperialismus als sterbendem Kapitalismus und dem Opportunismus besteht also ein gesetzmäßiger Zusammenhang.

Warum ist der Opportunismus eine unvermeidliche Erscheinung?

Die Unvermeidlichkeit des Opportunismus im Imperialismus ist durch seine Klassenwurzeln bedingt. Einerseits gibt es in jedem kapitalistischen Land neben dem Proletariat immer auch große Schichten des Kleinbürgertums, der Kleineigentümer, von denen das Proletariat durch keine Scheidewand getrennt ist. Es ist deshalb auch möglich, daß die kleinbürgerliche Weltanschauung in große Arbeiterparteien eindringt.[5] Andererseits weiß die imperialistische Bourgeoisie genau, daß sie ohne eine bürgerliche Arbeiterpartei (eine Partei, in der zwar Arbeiter organisiert sind, die aber eine bürgerliche Politik betreibt) ihre Macht nicht halten kann. Darum benutzt sie einen Teil der riesigen, aus dem eigenen Volk und aus anderen Völkern herausgepreßten Monopolprofite dazu, gewisse Schichten „ihrer“ Arbeiterklasse zu bestechen.

Die Opportunisten als Kettenhunde des Kapitalismus

Diesen ökonomischen Zusammenhang zwischen der imperialistischen Bourgeoisie und dem Opportunismus kennzeichnend, schrieb Lenin, daß „die Opportunisten objektiv jenen Teil der Kleinbourgeoisie und gewisser Schichten der Arbeiterklasse darstellen, der mittels der imperialistischen Extraprofite bestochen wird und in Kettenhunde des Kapitalismus, in Verderber der Arbeiterbewegung verwandelt worden ist“ [6]. Es ist eine „ganze soziale Schicht von Parlamentariern, Journalisten, Beamten der Arbeiterbewegung, privilegierten Angestellten und gewissen Kategorien des Proletariats her angewachsen, die mit ihrer nationalen Bourgeoisie verwachsen ist“ [7].

Das Wesen des Opportunismus

Der gesetzmäßige Zusammenhang von Imperialismus und Wesen des Opportunismus hat verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen. Manche der Erscheinungsformen des Opportunismus haben sich dabei gewandelt. Unverändert blieb jedoch sein Wesen, das Lenin wie folgt charakterisierte: „Zusammenarbeit der Klassen, Lossagung von der Diktatur des Proletariats, Verzicht auf revolutionäre Aktionen, Anbetung der bürgerlichen Legalität, Mißtrauen gegen das Proletariat, Vertrauen zur Bourgeoisie“ [8].

Antikommunismus ist der Hauptinhalt des Opportunismus

Eine Entwicklungstendenz trat dabei aber immer deutlicher zutage: Im Prozeß der Klassenauseinandersetzung unseres Jahrhunderts, im Resultat der mit dem Sieg des Sozialismus in einem Teil der Welt, mit der Entstehung des sozialistischen Weltsystems, einhergehenden zunehmenden Labilität des imperialistischen Systems, sind die opportunistischen sozialdemokratischen Führer – gegen den Widerstand vieler Mitglieder und Anhänger der sozialdemokratischen Bewegung, die sich an den Interessen der Arbeiter und der breiten Volksschichten orientierten – immer unmittelbarer und stärker zu „besseren Verteidigern“ der Bourgeoisie geworden. Der Antikommunismus wurde zum Hauptinhalt der Ideologie und Politik des Opportunismus.

Opportunisten = Verräter der Arbeiterklasse

So war auch die Wiedererrichtung und der Ausbau der Macht der Monopole in der BRD nur möglich dank der Politik des Antikommunismus und der Spaltung der Arbeiterbewegung durch rechte Führer der Sozialdemokratie. „Es entsprach durchaus der Logik der Dinge, daß die Monopolbourgeoisie der BRD nach dem Scheitern der Politik der CDU/CSU eine Regierungskonstellation in Bonn anstrebte, die ihre Grundkonzeption unter den veränderten Bedingun gen weiter verfolgt.“ [9] Wie aktuell sind doch Lenins Worte, die er 1920 in einem Bericht vor dem II. Kongreß der Kommunistischen Internationale aussprach: „Die Praxis hat bewiesen, daß die Politiker innerhalb der Arbeiterbewegung, die der opportunistischen Richtung angehören, bessere Verteidiger der Bourgeoisie sind als die Bourgeoisie selbst. Hätten sie nicht die Führung der Arbeiter in ihrer Hand, so könnte sich die Bourgeoisie nicht behaupten. Das beweist nicht nur die Geschichte des Kerenski-Regimes in Rußland, das beweist auch die demokratische Republik in Deutschland mit ihrer sozialdemokratischen Regierung an der Spitze …“ [10]

Kampf gegen Imperialismus UND Opportunismus!

Der Antikommunismus rechter sozialdemokratischer Führer richtet sich vor allem gegen den wachsenden Einfluß des Sozialismus. Er ist für sie das Hauptmittel, die zunehmende Unzufriedenheit der Werktätigen mit den sozialen und politischen Mißständen in den imperialistischen Ländern zu dämpfen und sie am revolutionären Kampf zur Beseitigung des Kapitalismus zu hindern. Diese Tatsache bestätigt erneut die von Lenin für die Strategie und Taktik des Klassenkampfes gültig formulierte Erkenntnis, „daß der Kampf gegen den Imperialismus eine hohle, verlogene Phrase ist, wenn er nicht unlöslich verknüpft ist mit dem Kampf gegen den Opportunismus“ [11].

Warum war die Abgrenzung zwischen DDR und BRD objektiv notwendig?

Der Parasitismus und die Fäulnis des Kapitalismus in der heutigen Zeit beweisen, daß es zwischen dem Imperialismus und dem Sozialismus nichts Gemeinsames gibt. Im Gegenteil! Der grundsätzliche Unterschied zwischen diesen beiden Systemen wird immer größer und sichtbarer. Das trifft auch auf die sozialistische DDR und die imperialistische BRD zu. „Die Feststellung, daß sich zwischen der sozialistischen DDR und der imperialistischen BRD ein objektiver Prozeß der Abgrenzung … vollzieht, ist deshalb sowohl für die Politik als auch für die ideologische Arbeit unserer Partei von großer prinzipieller Bedeutung.“ [12] …

Der Imperialismus ist sterbender Kapitalismus

Gestützt auf seine tiefgründige marxistische Analyse des Imperialismus, kam Lenin zu dem Schluß, daß der Imperialismus das höchste und letzte Stadium des Kapitalismus ist, der Vorabend der sozialen Revolution des Proletariats. Seine Schlußfolgerung lautet: „Aus allem, was über das ökonomische Wesen des Imperialismus gesagt wurde, geht hervor, daß er charakterisiert werden muß als Übergangskapitalismus oder, richtiger, als sterbender Kapitalismus“ [13] … Die historische Überlebtheit des Imperialismus tritt besonders kraß in der untrennbar mit ihm verbundenen Entwicklung des staatsmonopolistischen Kapitalismus zutage. Lenin hat immer wieder darauf hingewiesen, daß die vom staatsmonopolistischen Kapitalismus verkörperte „Vereinigung der Riesenmacht des Kapitalismus mit der Riesenmacht des Staates zu einem einzigen Mechanismus“ alle kapitalistischen Widersprüche aufs äußerste zuspitzt. Gleichzeitig charakterisierte er den staatsmonopolistischen Kapitalismus als die „vollständige materielle Vorbereitung des Sozialismus, seine unmittelbare Vorstufe“ [14].

Quelle:
Politisches Grundwissen, Dietz Verlag Berlin (DDR), 1972, S.258-263.
(Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

Zitate:
[1] W.I. Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. In: Werke, Bd.22, S.198.
[2] Siehe W.I. Lenin: Der Zusammenbruch der II. Internationale. In: Werke, Bd.21, S.243.
[3] 58 Siehe W.I. Lenin: Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus. In: Werke, Bd. 23, S. 102–118.
[4] Siehe W.I. Lenin: Marxismus und Revisionismus. In: Werke, Bd.15, S.26.
[5] Ebenda, S.27.
[6] W.I. Lenin: Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus. In: Werke, Bd.23, S.107.
[7] W.I. Lenin: Der Zusammenbruch der II. Internationale. In: Werke, Bd.21, S.246.
[8] W.I. Lenin: Der Opportunismus und der Zusammenbruch der II. Internationale. In: Werke, Bd.21, S.450.
[9] Bericht des Zentralkomitees an den VIII. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. Berichterstatter: Genosse Erich Honecker, S.22.
[10] W.I. Lenin: II. Kongreß der Kommunistischen Internationale. 19. Juli bis 7. August 1920. In: Werke, Bd.31, S.219.
[11] W.I. Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. In: Werke, Bd. 22, S. 307.
[12] Bericht über den Umtausch der Parteidokumente. Berichterstatter:
Genosse Erich Honecker. 14. Tagung des ZK der SED, 9.–11. Dezember 1970, Berlin 1970, S.26.
[13] W.I. Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. In: Werke, Bd.22, S.307.
[14] W.I. Lenin: Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpfen soll. In: Werke, Bd.25, S.370.

Begriffserklärung:
Was ist Opportunismus? Prinzipienlosigkeit, Zurückweichen vor Schwierigkeiten; in der Arbeiterbewegung: das Aufgeben der Klasseninteressen des Proletariats und die Unterordnung unter die Interessen der Bourgeoisie.

Siehe auch:
Woher kommt der deutsche Opportunismus?

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5 Antworten zu Woher kommt der Opportunismus*?

  1. Vorfinder schreibt:

    Hervorragender Artikel! Und pünktlich🙂
    Ich habe den Artikel ausgedruckt und hier im Arbeitshaus in den Kästen verteilt. Vielleicht kommt hier vor den „Wahlen“ ja noch wer zum Nachdenken. Obwohl „Wahlen“ in dem herrschenden, imperialistischen System an sich ein Widerspruch sind.

  2. Harry 56 schreibt:

    Was ist Opportunismus, wo kommt er her?
    Man könnte ihn auch ganz einfach erklären als relativ freiwillige Unterwerfung der Besitzlosen, Lohnabhängigen unter die Herrschaft der Besitzenden, der Reichen, des Kapitals.
    Was ist die Ursache hierfür?
    Die Ursachen sind mannigfaltig, komplex: mangelndes Selbstvertrauen in die Fähigkeiten seiner selbst samt seiner Klasse, Unwissenheit, mangelnde gute wissenschaftliche Bildung, Bequemlichkeit, Verlockungen und Manipulationen durch die Herrschenden, die herrschenden Verhältnisse aller Art, der – zumeist vergebliche! – Traum nicht weniger kleiner armer Würstchen, es irgend wie doch noch „nach oben“ zu bringen, Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung und Verächtlichmachung im Falle aktiver „kommunistischer Agitation“, dass zuweilen nur abstoßende anmaßende Auftreten gewisser „Marxisten“ mit Anspruch auf absolute Gefolgschaft, Gläubigkeit etc…., etc….., etc…..
    Ich wollte damit nur mal andeuten, dass man den ganz gewöhnlichen Opportunismus, die ganz alltägliche Unterwerfung so vieler kleiner armer Proletarier unter die gegebenen Machtverhältnisse auch jenseits hochtrabender wissenschaftlich- akademischer „Begriffs-Huberei“ in ganz klaren einfachen Worten für jedermann verständlich erklären könnte.
    Und der Revisionismus ist doch nur die theoretische Weihe, Heiligung, Rechtfertigung dieser ganzen rein praktischen Unterwerfung der Lohnknechte unter das Kapital, seines Staates.
    Übrigens: Dies wusste und verstand auch ein Eduard Bernstein sehr gut.
    Er verwahrte sich ausdrücklich dagegen, mit seinen neuen Theorien („Die Voraussetzungen des Sozialismus“) die SPD auf „gefährliche Abwege“ vom „heiligen Pfad“ des Marxismus gebracht zu haben, in dem er ganz trocken darauf verwies, dass seine neuen Theorien ja nur die ganz alltägliche Praxis vieler damaliger Sozialdemokraten, des Großteils der SPD überhaupt, theoretisch zusammenfasste, auf den Punkt brachte.
    Pardon Freunde, aber er hatte mit dieser Begründung, fast schon Entschuldigung leider Recht!

  3. Harry 56 schreibt:

    Zu meinem gestrigen Beitrag und meinen Überlegungen zu der scheinbar freiwilligen Unterwerfung so vieler Lohnabhängiger unter dieses System fand ich soeben bei „Stimme Russlands“ folgenden, meines Erachtens guten, ebenfalls erhellenden Beitrag:

    „Habnix 21 Mai, 10:41
    Wirtschaft ist Krieg im Frieden.Erst wird der Konkurrent und der mögliche Konkurrent(Arbeitnehmer) bekämpft und falls das Ziel erreicht und es nichts mehr zu gewinnen gibt,folgt der Satz: “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln” “Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”, lautet ein berühmtes Zitat des preußischen Generals Carl von Clausewitz,der Anfang des 19. Jahrhunderts in den napoleonischen Kriegen eine entscheidende Rolle spielte. 1.) Abhängigkeit Selbst wenn es den Leuten peinlich ist, die Lohnabhängigkeit bleibt bestehen und wenn ein neuer Adolf Hitler käme, so würden sie ihm rein aus Lohnabhängigkeit folgen. Und wenn irgend einer kam und sagte: “Wie konntet ihr nur Adolf Hitler folgen?”, dann hätte die Antwort lauten müssen: “Ihr doch auch!” 2.)Abhängigkeit Ohne Lohntüte und nur ein Konto bei einer Bank ohne Bankgeheimnis, ist das so als wenn mein Portmonnaie bei der Bank irgend ein X-beliebigen Dritter hat, den ich nicht kenne und jeder Gangster sieht rein ob noch was zu holen ist Wen wundert da noch eine Banken und Wirtschaftskriese ? 3.) Abhängigkeit Infrastruktur wie Straßen,Wasser(Rom),Strom,Gas,Telekommunikation. Des einen Abhängigkeit ist des anderen Macht.
    Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2014_05_20/Montagsdemos-sollen-kaputtgemacht-werden-5347/

    Dieser aufklärerische Herr „Habnix“ wird sicherlich gegen diese Kopie nix dagegen haben, oder?🙂

  4. Pingback: Ljubow Pribytkowa: Warum ist der Kampf gegen den Opportunismus heute so wichtig? | Sascha's Welt

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