Das vereinigte Europa – eine Idee des Faschismus!

Euroklo
Mit über 700 Millionen Einwohnern gehört der geographische Erdteil Europa zu den am dichtesten besiedelten Teilen der Welt. Da gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten. Jedoch ist die Idee eines „vereinigten Europa“ auf dem Mist des Faschismus gewachsen. Auf diese Tatsache weist uns A. Rjabow hin, der dies folgende bereits 1980 niederschrieb…

Das „vereinigte Europa“ war Hitlers Idee

Anfangs waren die Faschisten bestrebt, überall ihre Treue zu den Ideen des „klassischen“ Faschismus zu bekunden. Als sie jedoch merkten, daß die alten Parolen und Mittel nicht mehr „zogen“, sahen sie sich nach einer neuen ideologischen und taktischen Plattform um, die die Bewegung auf nationaler und internationaler Ebene festigen könnte. Es wurde eine einheitliche, auf lange Sicht berechnete Marschrichtung festgelegt, es wurden internationale Vereinigungen gegründet. Aus dem faschistischen Gedankengut Hitlers und Mussolinis übernahm man die Parole „Vereinigtes Europa“, womit eine europäische Föderation autoritärer Staaten gemeint war. Reute ist diese Parole von der internationalen Untergrundorganisation „Neue europäische Ordnung“ auf ihre Fahnen geschrieben worden. Gegründet wurde diese Organisation des westeuropäischen Neofaschismus im Jahre 1956 auf einem geheimen Kongreß in Lausanne, dessen französische, italienische, schweizerische und dänische Teilnehmer sich offen zu der Hitler-Idee von der „Neuordnung Europas“ bekannten.

Ziel der Nazis: Unterwerfung der Völker Europas

Die faschistische Konzeption von der Neuordnung Europas beruhte auf einer geopolitischen These vom Nazireich als einem biologischen Organismus, dessen naturbedingte Entwicklung eine ständige Erweiterung des Lebensraumes voraussetzte. Die Sicherung des Lebensraumes für die deutsche Nation wäre nach Behauptungen faschistischer Geopolitiker nur dann möglich, wenn man die Bevölkerung der Nachbarstaaten Deutschlands, insbesondere der slawischen Staaten, auf ein Minimum reduzieren und unterwerfen würde. Die Faschisten strebten die Alleinherrschaft im „neuen Europa“ an, das die Territorien der west- und mitteleuropäischen Staaten, Großbritanniens und einen Teil der Sowjetunion umfassen sollte. Von der Idee einer faschistischen Föderation europäischer Staaten sprach seinerzeit Mussolini, und zwar im November 1943.

Ein Europa auf föderativer Grundlage

Diese Pläne erlitten ein Fiasko. Aber bald nach dem zweiten Weltkrieg gebaren die Anhänger der deutschen Lebensraum-Doktrin die Idee von der Schaffung einer Donauföderation aus Baden-Württemberg, Bayern. Österreich und Ungarn. Im Verlaufe der Ende 1946 in München geführten Diskussion über die Bildung einer „europäischen faschistischen Föderation“ traten Altnazis, die sich inzwischen zur Sozialistischen Reichspartei zusammengeschlossen hatten, mit dem leicht frisierten Plan des faschistischen „vereinigten Europa“ auf. Im Dezember gleichen Jahres erklärten die Führer der MSI, der neugegründeten faschistischen Partei Italiens, die Einigung Europas auf föderativer Grundlage sei eine der Aufgaben der Partei.

Internationale Verbindungen der Faschisten

Die modernen geopolitischen Theorien der Neofaschisten bekamen einen kosmopolitischen Anstrich, und alle neonazistischen und neofaschistischen Organisationen bekunden nun ihr Streben nach „Internationalismus“. Die internationale Zusammenarbeit ist für die Faschisten heute ein Gebot der Stunde. Belgische, britische und französische Neofaschisten warten mit eigenen Rezepten eines „neuen vereinigten Europa“ auf. Ihr gemeinsames Programm wurde in der im März 1962 in Venedig angenommenen „Europa-Deklaration“ [1] ausführlich dargelegt. Erstmalig wurde die Frage der Bildung einer internationalen Dachorganisation als erster Schritt zur Schaffung einer modernen Variante des „vereinigten“ Europa auf dem Kongreß der Jugendorganisation „Universitätsfront der nationalen Aktion“ (FUAN) [2] im Jahre 1950 gestellt. Der Kongreß nahm den Beschluß über die Gründung der ersten neofaschistischen Internationale an, die den Namen „Europäische Soziale Bewegung“ (ESB) erhielt.

Das erstes Nazitreffen nach 1945

Im Mai 1951 kamen führende Repräsentanten von etwa 50 neonazistischen und neofaschistischen Organisationen aus 15 Ländern in die kleine schwedische Stadt Malmö, um hier ihr erstes internationales Treffen abzuhalten. Die Teilnehmer des Treffens sprachen sich für eine allseitige Propaganda zur Schaffung eines vereinigten neofaschistischen Europa als wichtige Voraussetzung für eine Konsolidierung aller neofaschistischen Kräfte auf dem europäischen Kontinent aus. Das Grundsatzreferat hielt Per Engdahl, Führer der neofaschistischen „Neuen Ordnung“ Schwedens. Er umriß die Lage der nationalen neofaschistischen Organisationen Westeuropas und stellte ein politisches Programm der ESB zur Diskussion. Allerdings fand dieses Programm beim neofaschistischen „Fußvolk“ keine Gegenliebe. Zu deutlich war seine Ähnlichkeit mit der hitlerschen „Neuen Ordnung“. Hin zu kamen zahlreiche Widersprüche innerhalb der neofaschistischen Bewegung in Europa, die die Verwirklichung der im Programm gestellten Aufgaben erschwerten. Es bahnte sich ein scharfer Konflikt zwischen der neuen Generation der Neofaschisten und den Vertretern des harten Kerns an.

Die „rebellische“ faschistische Jugend

Bei den Führern des europäischen Neofaschismus löste das tiefe Besorgnis aus. Sie versuchten, die „rebellische Jugend“ zu beschwichtigen. Aber als 1956 in Mailand ein Kongreß der MSI stattfand und Engdahl als Gast des Kongresses im Namen der ESB die Versammelten zur Einigung im Kampf um ein „Europa von Budapest bis Toledo“ [3] aufrief, zeigte sich bei den jungen Neofaschisten kein Stimmungswandel: Sie lehnten das hitlersche Schema des vereinigten Europa ab. Erst im Dezember 1957 gelang es nach jahrelangen Diskussionen, deren Ziel die ideologische und psychologische Bearbeitung des „Jungvolkes“ war, in Salzburg den ersten internationalen Kongreß der Faschisten unter dem Motto „Europa muß wieder führende Kraft werden“ abzuhalten. (Der zweite Kongreß der Internationale“ in Salzburg wurde von den österreichischen Behörden verboten.)

„Schwarze Internationale“

Im März 1962 wurde in Venedig die bereits erwähnte „Europa-Deklaration“ unterzeichnet. Nach Meinung ihrer Verfasser sollte sie ein konkretes Aktionsprogramm werden. Die Propagandamaschinerie der europäischen neofaschistischen Bewegung gab sich alle Mühe, um die Ergebnisse des Treffens in Venedig als Ausdruck der Einmütigkeit und gleichen Gesinnung verschiedener neofaschistischer Strömungen hinzustellen. Ein führender Funktionär der MSI nannte die ESB im Überschwang der Gefühle sogar eine „national-revolutionäre Internationale“. Die demokratische Presse Italiens gab ihr einen treffenderen Namen – die „Schwarze Internationale“ –, der seither zu einem festen Begriff geworden ist, weil er die Ziele und den Charakter dieser internationalen neofaschistischen Allianz genau widerspiegelt.

Nazis auf der Suche nach weiteren geeigneten Banditen

Der gleichen Idee der Einigung neofaschistischer Kräfte galt auch das Treffen, das die westeuropäischen Zeitschriften „Mut“ und „Nation Europa“ im September 1972 durchführten. Die Teilnehmer des Treffens riefen dazu auf, Europa in eine „dritte Kraft“ (zwischen Rußland und Amerika) zu verwandeln. Diese Aufgabe wäre, wie sie glaubten, im Rahmen einer Zusammenarbeit „neugeordneter“ europäischer Staaten zu lösen. Heute vereinigt die „Schwarze Internationale“ faschistische Gruppierungen in Frankreich, England, Spanien, Chile, Griechenland, Japan, Singapur und in anderen Staaten. Ein Stehtrupp der „Schwarzen Internationale“ ist die Organisation „Paladin“, die ein gewisser Schubert, ehemaliger Mitarbeiter des Goebbels-Ministeriums, in der Stadt Alicante (Spanien) 1971 gründete [4]. Ganz Westeuropa durchstöberte er nach Meisterspionen. Provokateuren, Sprengspezialisten und Killern für sein Agentennetz. In kurzer Zeit entstanden Paladin-Filialen in vielen westeuropäischen Städten, darunter in Zürich, Basel, Paris, London und Rom.

Ein getarntes Agentennetz in ganz Europa

Ein wichtiges Koordinierungszentrum der neofaschistischen Kräfte Westeuropas ist die bereits er wähnte „Europäische Neuordnung“ (ENO). In verschiedenen Ländern hat sie ein gut getarntes Agentennetz aufgezogen. Unter der Schirmherrschaft dieser Organisation fanden Ende 1974 und im März 1975 in Lion internationale neofaschistische Treffen statt. Aber den Ton in der „Schwarzen Internationale“ gibt der italienische Extremismus an, der zum Vollstrecker des Willens dieser internationalen neofaschistischen Vereinigung avancierte. Der neofaschistische Terror bestimmt das Bild im heutigen Italien. Er erinnert ständig daran, daß die Wurzeln des Faschismus nicht ausgerottet wurden und daß die faschistische Gefahr real besteht.

Quelle:
Alexander Rjabow: Schatten der Vergangenheit, APN-Verlag, Moskau, 1980, S.52-57.

Anmerkungen:
[1] In der „Europa-Deklaration“ fanden neben Vorstellungen von einem neuen, „vereinigten“ Europa die in allen „nationalen“ Programmen der staatlichen Umgestaltung enthaltenen, von den Ideologen des westeuropäischen Neofaschismus postulierten Grundsätze ihren Niederschlag, so die Idee von der „dritten Kraft“ als Alternative zum Kapitalismus und Kommunismus, die Konzeption eines „Staates der Arbeit“, in dem die „Produktionsinteressen“ den Klassenkampf verdrängen, und schließlich als Modell des „europäischen Kolonialreiches“, in dem die weißen Kolonialherren alle Schlüsselstellungen in den farbigen Staaten der dritten Welt beibehalten, die etwas modifizierte Idee Hitlers von der „Neuordnung Europas“, (Selbstredend bedeutet der faschistische „Internationalismus“ keineswegs Verzicht auf Nationalismus. Auch in der Tätigkeit aller europäischen neofaschistischen Organisationen der Nachkriegszeit zeigt sich der Pferdefuß des Nationalismus in Form einer paneuropäischen Variante. Frank Bürger, der Theoretiker des modernen Neofaschismus, gibt unumwunden zu: „… historisch notwendig wäre, sie (die alten Sentiments und Ressentiments – Anm. d. Red.) bewußt über Bord zu werfen zugunsten eines lebenskräftigen neuen Europanationalismus.“ (F. Bürger, Europäischer Neubeginn. „Nation Europa“, 1975, Nr.1, S.10)
[2] 1970 zählte die FUAN 10.000 Mitglieder. Nach der Auflösung der paramilitärischen Gruppen der Organisation „Junges Italien“ schlossen sich etwa 70.000 Mitglieder dieser Organisation der FUAN an oder bildeten Terroristenbanden.
[3] Il Secolo d’ltalia, 4. November 1956

Siehe auch:
Die faschistische „Schwarze Internationale“

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16 Antworten zu Das vereinigte Europa – eine Idee des Faschismus!

  1. prkreuznach schreibt:

    Toller Artikel. Habe ich auf meiner Wesite „Wir wollen ein besseres Deutschland und Europa“ verwendet.

    http://www.besseresdeutschlandundeuropa.de/388185574

  2. Nadja schreibt:

    Hallo Genosse Norbert,
    Ergänzend dazu: Walther Funk: „Europäische Wirtschaftsgemeinschaft“ Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung Max Paschke, Berlin 1943. Sehr ausführliche Darstellung seiner Nazi-Europaideen in seinem Namensartikel. Die Broschüre gab es auch auf Französisch. Auch H(al)unke ist zu beachten, weil er auch nach 1945 eine wichtige Rolle im Staat spielte. Ausnahmsweise ist ein Wikipedia-Artikel zu empfehlen: „Nationalsozialistische Europapläne“.
    Und das Euroklo ist der Hammer!
    Freundschaft,
    Nadja

  3. sascha313 schreibt:

    Danke, Nadja. Aber wer ist Hunke?

  4. Harry 56 schreibt:

    Die Idee eines „vereinigten Europas“, zunächst eines eher noch mitteleuropäischen Wirtschaftsraumes unter Führung des deutschen Imperialismus, unter der Führung vor allem deutscher mächtiger Monopol- und Finanzkreise wurde in Deutschland bereits vor dem ersten Weltkrieg entwickelt. Mit der Niederlage von 1918 wurde es zunächst mal um diese Ideen natürlicherweise etwas ruhiger. Dennoch gab es insbesondere zwischen deutschen und französischen Monopolkreisen in den zwanziger Jahren verschiedene Kontakte, wurden verschiedenste Ideen ausgebrütet, um zu einer gemeisamem Ausbeutung der Proletarier und anderer beider Länder zu kommen. Mit der Errichtung des Faschismus durch das Groß- und Finanzkapitals Deutschlands erhielten diese Ideen aber bald wieder einen neuen wirkmächtigeren Auftrieb.

    Es wäre in diesem Zusammenhang sicherlich nicht ganz uninteressant, inwiefern auch jene seit dem Dawes- Plan von 1924 mächtig in Deutschland investierenden (siehe etwa GM/Opel, Ford, Continenta, Shell etc…, etc…) Monopolkreise vornehmlich aus den USA und Großbritannien bei der Schmiedung derartiger verheißungsvoller Zukunftspläne für alle diese Imperialisten jeneseits aller ihrer nationalen Herkunft kräftig mitmischten, förderten.

    Es versteht sich doch beinahe von selbst, dass alle dieser imperialistischen Ideen und Projekte auch nach dem zweiten Weltkrieg keinesfalls ausstarben, sondern bald wieder mächigen Auftrieb erhielten, nicht zuletzt durch die „amerikanischen Befreier Europas“….. Dass bei der publizistischen Propagierung und Durchsetzung dieser altbekannten Ideen auch nationalistische und faschistischen Kreise, Gruppierungen mit vermeintlichen „pan-europäischen“ Ideen und „europisches Abendland“ – Gesülze erneut kräftig mittrommelten, ist eine bekannte Tatsache.
    Die guten alten Verbindungen waren ja nie abgebrochen, man kannte und schätzte, unterstützte sich – im gemeinsamen Interesse.

    Diese Tatsache rechtfertigt aber in keinster Weise die schon seit Jahrzehnten alberne, historisch völlig falsche Behauptung vieler bürgerlicher vermeintlich „linker“ Intellektueller und Pseudo-Kommunisten, linker und linkester Poser von einem Projekt eines „vereinten Europas“ gerade und hauptsächlich! durch die bösen „deutschen Faschisten“, einer EU als quasi vergrößertes neues Nazideutschland! Alle diese „deutschen Faschisten“, ebenso die Faschisten und Nationalisten aller anderer Länder spielten zu allen Zeiten, auch wenn man ihnen denn zeitweilig die politische Macht übertrug, jenen Rolle. welche ihnen von den maßgeblichen Eliten zugedacht war.

    Es ist auch im heutigen Europa nicht anders. Dieses heutige „vereinte Europa“ ist daher auch keinesfalls ein Projekt, ein Wunsch der großen Masse der europäischen Völker nach einer Vereinigung, sondern ein gemeinsames Projekt fast aller Eliten Europas zur gemeinsamen Ausbeutung, Niederhaltung, Versklavung der großen Masse der Proletarier, Besitzlosen aller dieser europäischen Länder. Eher schon nebenbei ist dieses „vereinte Europa“ ebenfalls eine gigantische monitäre Versorgungmaschine für Massen von politischen und administrativen Lakaien der Eliten aller europäischen Länder.(Ver- und Entsorgungsanstallt für viele dieser, oftmals schon abgehalfterten Typen)

    Der Wunsch nach einem EU-Beitritt gerade vieler dieser neuen osteuropäischen Hinterhof-Gebilde durch die neuen politischen Führerganoven aller dieser nun „demokratisierten“ Staaten ist vor allem auch ein gieriger Schrei nach den „Fleischtöpfen Brüssels“, wie ich mal vor längerer Zeit in einem EU-kritischen schweizerischen Internetportal so schön lesen konnte. Dort schrieb man dies deshalb, weil es diese gierigen Aspiranten nach Brüsseler Geldern selbst in der reichen Schweiz zur Genüge gibt. Auch in diesem „vereinten Europa“ einschließlich der nach diesem angeblich ganz aktuell als lechzenden Ukraine oder Georgien spielen Nationalisten und/oder Faschisten keinesfalls den entscheidenden Motor, sondern dienen als Werkzeuge zur Mobilisierung einer bestimmten politisch-gesellschaftlich kristischen Bevölkerungmasse zwecks Anschluß und Teilhabe der dortigen Eliten an der gemeinsamen Ausbeutung im „vereinten Europa“ und nicht zuletzt auch NATO-Beitritt als Vorsorge gegen eventuelle Aufstände verelendetet Bevölkerungsteile.

    Übrigens eine Erscheinung bereits teilweise im Weltmaßstab, die allmähliche Herausbildung einer internationalen Oligarchie der Ausbeuter, Privilegierten, Herrschenden, mit USA/NATO als „Weltknüppel“. Die Ausbeuter aller Länder, manchmal mit, manchmal ohne Faschisten, aber immer mit Bündnissen unter verschiedensten Namen sind bestrebt, das „Kommunistische Manisfest“ in ihrem Sinne zu verwirklichen:

    AUSBEUTER ALLER LÄNDER, VEREINIGT EUCH !

    • Tobi schreibt:

      So ist es. Die Kapitalisten wollen in der heutigen Zeit ihre globale Diktatur durchsetzen, um die Menschheit auf dem gesamten Erdball auszubeuten. Und es ist idiotisch, wie sich sogenannte „Demokratische (utopische) Sozialisten“ wie von der PDL meinen, aus der EU einen sozialistischen Staat zaubern zu können. Die EU – sowie auch der Euro – sind vom Finanzkapital und für das Finanzkapital gemacht, und daraus kann man nichts menschlicher machen! Aber das wollen ja ein Gysi und eine Kipping nicht begreifen. Stattdessen solidarisieren diese sich auch noch mit dem zionistisch-rassistischen Regime namens Israel. Als angebliche „Schutzmacht“ der Juden soll Israel sein, musste ich mir da von einem „Anarchokommunisten“ erzählen lassen. Hab das Gefühl, dass Anarchisten sich schon den antideutschen Faschisten (als „Antifa“ verkleidet) anbiedern. Die einzige wahre Antifa ist für mich nur noch die Rote Antifa. Leider sind diese angeblichen und Gefühlslinken noch in der Mehrheit, aber das wird sich mit der Zeit ändern. Momentan aber ist die KPD noch schwach. Ich glaube, diese Partei müsste sich mehr an der Kommunistischen Partei Griechenlands orientieren.

      • Doed schreibt:

        Das ist leider genauso mein Empfinden mit den Anarchisten. Ich dachte erst, es sind allgemein die Anarchisten, die so sehr einen Hass auf Deutschland haben. Haben sie wohl auch, aber diese antideutschen Umtriebe sind mir erst seit kurzem bekannt und ich werde das weiterhin beobachten inwiefern diese eine Meinung beeinflussen. So eine antinationale Haltung lässt sich doch in Gedanken nachvollziebar einfach in Deutschlandhass ummünzen.

  5. Monnet an Schumann waren faschisten Leierbouwen

  6. sascha313 schreibt:

    Trotzki hat der Sowjetunion und der Idee des Kommunismus mehr geschadet als die bucharinistisch-sinowjewschen Banditen. Trotzkistisch-anarchistische Ideen helfen niemandem, sondern sie schaden der kommunistischen Bewegung.

    Siehe:
    Der sowjetfeindliche Verschwörer Trotzki
    Trotzki verrät die junge Sowjetmacht

  7. Heums schreibt:

    Ich gehe noch weiter und wage die These, das die Vereinten Nationen ein faschistoider Weltverband sind. Der Faschismus steckt schon im Begriff der MENSCHenrechte drin. In den 5 Büchern Mose, die zusammen die Tora bilden, steht ganz am Anfang etwas über den Sündenfall, wo der Teufel Adam und Eva verspricht, dass sie das Leben selbst in die Hand nehmen, wenn sie in den Apfel der Erkenntnis beißen, GOTTesrecht wird also hier durch MENSCHenrecht ersetzt. Tief in ihrem Kern sind die MENSCHenrechte also antisemitisch und dienen dazu, die Menschen zu unterdrücken, indem Ihnen eine falsche Freiheit versprochen wird, die Freiheit, die in Wahrheit eine Freiheit von Gott und somit die Versklavung durch Menschen ist (so wie im römischen Reich, wo sich Sklaven „frei“kauften). Statt dass wir frei von Menschen sind und uns Gott ergeben, befreien wir uns von Gott, indem wir uns den Menschen ergeben und das bedeutet Ungerechtigkeit, Elend, Krieg, Seuchen und ein ausgebeutetes Afrika. Bereits die Römer hatten imperialistische Ziele und beuteten Afrika und den nahen Osten mit ihrer „Liberalen“ Politik schamlos aus.

    Gerade weil das Böse mit seinen antisemitischen und antidaoistischen Zielen die Welt erobert hat, denke ich, dass auf Grundlage der Stexits (z.B. Brexit) ein Interexit zu erwägen wäre. Ein globales Referendum, bei dem die Weltbevölkerung darüber abstimmt, ob sie weiterhin den Befehlen der Vereinten Nationen folgen oder die Gründung einer Vereinten Internationale unterstützen möchte. In den Staaten, wo die Mehrheit für den Interexit votiert, wird dieser Prozess eingeleitet mit entsprechenden Verhandlungen als Konsequenz, außer, mehr als die Hälfte der gesamten Weltbevölkerung stimmt für den Interexit, dann werden die Vereinten Nationen aufgelöst, die Menschenrechte abgeschafft und eine Vereinte Internationale gegründet, welche das jüdisch-daoistische GOTTesrecht einführt. Dies ist der einzigste Weg, Trotzkis Weltrevolution Wirklichkeit werden zu lassen. Nach dem Interexit wird die Wirtschaft wieder in die Hand des göttlich Untergebenen Proletariats überführt!!!

    • sascha313 schreibt:

      Diese These ist rein spekulativ, denn es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, daß die 5 Bücher Moses etwas mit der heutigen Realität zu tun haben. Das Wesen der heutigen imperialistischen Staaten liegt doch nicht im verwerflichen „MENSCHenrecht“ und im erstrebenswerten „GOTTesrecht“, sondern in der alles entscheidenden Frage, in wessen Händen sich die Produktionsmittel befinden, d.h. wer die Profite kassiert, also an der Ausbeutung, am Krieg und an der Eroberung fremder Länder verdient. Welcher „Exit“ auch immer – die Machtfrage (Bourgeoisie vs. Proletariat) wird dadurch nicht verändert. Zu Trotzki hatten wir uns weiter oben schon geäußert.

      • Heums schreibt:

        Interessant ist, dass Karl Marx das Judentum angegriffen hat, indem er die Religion als Opium des Volkes verschmähte, genau das machte den Faschismus stark. Doch wenn ich mir die gegenwärtige Sicherheitspolitik anschaue, bekomme ich eher ein gegenteiliges Gefühl. So paradox es klingen mag: mich stört die Sicherheitspolitik der USA und der Bundesregierung, und die Grundlage dazu bildet, so unangenehm das klingen mag, die Charta der Menschenrechte. Ich bin ein Anarchist, doch das zuzugeben, wäre politischer Selbstmord. Daher sage ich nichts als die Wahrheit und die Wahrheit tut weh. Ich bin zur politischen Mitte zurückgekehrt, aber ein Antikapitalist bin ich weiterhin, denn Gekd wird dazu benutzt, Menschen auszubeuten. Die Menschenrechte haben zwar nichts mit Geld zu tun, sind aber auch als Problem zu betrachten. Ich bin eine Mischung aus Rechtspopulist, Linkspopulist und Anarchist, in mir kommen alle Ideologien durch, daher Kämpfe ich für den Interexit. Aber dass es eine globale, revolutionäre Idee ist, ist Trotzki und Marx entlehnt. Ich bin mehr als ein Kommunist, da der Kommunismus in Reinform gescheitert ist (Lenin selbst befürwortete undemokratische Methoden). Mir ist es wichtig, auch Menschen anzusprechen, die andere Probleme kennen.

      • sascha313 schreibt:

        Daß Karl Marx das Judentum angegriffen habe, und daß dies den Faschismus stark mache – ist einfach nur Unsinn. Aber das genau ist Ihr Problem, Heums. Sie wissen von allem nur drei, vier Sätze und setzen sich daraus Ihr Weltbild zusammen. Und das stimmt hinten und vorne nicht. Sind Sie beleidigt, wenn ich Ihnen das sage?

        Sehen Sie, normalerweise lohnt es sich nicht, auf derlei Unsinn einzugehen. Das kann man nicht ernst nehmen, doch leider sind Sie da nicht der einzige, der durch die Mühlen der kapitalistischen Unbildung gegangen ist und heute überhaupt nichts mehr versteht und nicht mehr weiß, woran er sich noch halten und orientieren kann.

        Wenn Sie hier lesen wollen, dann können Sie das gerne tun. Hier geht es um eine wissenschaftliche Weltanschauung, die Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin. Und die haben sich in der Praxis als richtig erwiesen, genau wie die Naturgesetze in den Naturwissenschaften. Rückschläge und Mißerfolge gibt es auf jedem Gebiet. Nur muß man bereit sein, zu lernen. Es gibt keine dummen Fragen, es gibt jedoch dumme, dreiste und falsche Behauptungen – und gegen solche Trollerei gibt es nur ein Mittel: löschen!

      • Doed schreibt:

        Hallo Heums,
        auch ich stande mal so ähnlich auf deinem Standpunkt, mal abgesehen vom Anarchismus. Dass Trotzki immer hervorgehoben wurde, dachte ich auch, dass es irgendwie eine historische Erkenntnis sei. Die undemokratischen Methoden eines Lenin oder Stalin, muss man aber im historischen Kontext betrachten und nicht wie es heute geschieht, isoliert von allen anderen Gegebenheiten. Die Sowjetunion konnte sich nie frei von Einmischungen entwickeln.
        Interessant ist auch, dass du dich mit „von allem etwas“ bezeichnest. Das zeugt eigentlich von Unsicherheit und keinem festen Standpunkt. Den habe ich aber bisher auch nicht. Das positive daran ist, dass man offen ist, das „Richtige“ zu finden. Den Begriff „politischen Mitte“ halte ich allerdings für Demagogie. Den Staat gänzlich abzuschaffen ist eigentlich eine typisch linke Idee. Ich glaube bei dir braucht es noch einige Zeit und Bildung.

        Dass der „Kommunismus in Reinform“ gescheitert ist, ist auch wieder Demagogie. Den Kommunismus gab es bisher noch gar nicht. Und auch hier fehlen stets konkrete Analysen abseits der freiwirtschaftlichen Thesen. Aber das ist eine wirklich komplexe Geschichte die man nicht ökonomisch isoliert betrachten kann, sondern auch mit allen kriegerischen (geheimdienstlichen) und propagandistischen Aktivitäten.

        Wenn du wirklich Anarchist bist, dann hast du sicherlich allerlei Unsinn im Internet gelesen. Alleine was da steht, sorgt dafür, dass die kritischen Bürger sich durch das Verweigern vom Wählen und Parlamentsarbeit, immer weiter von der Gesellschaft entfernen und organisatorisch kaum etwas ernstes zustande bringen. Anarchisten sind dadurch eine isolierte „Kraft“, die kaum einen gesellschaftlich relevanten Einfluss haben und nur als Vorlage für die kommerzielle Ausschlachtung dienen (Punkmusik, Klamotten etc.). Das alles stützt noch das System.

        @sascha313
        Lass es doch ruhig an Ort und Stelle stehen. Denn diese Aussagen können ruhig entkräftet und entworren werden. Die Kommentarspalten sind oft die interessantesten Dinge in Blogs und Nachrichten. So gibt es auch eine weitragendere Präsenz für entlarvte Lügen.

  8. Doed schreibt:

    Ein vereinigtes Europa als Nazierfindung halte ich doch für recht absurd. Es gab übrigens schon früher eine Bewegung zur Vereinigung: https://de.wikipedia.org/wiki/Paneuropa-Union
    Diese Vereinigung wurde von den Nazis verboten. Nebenbei bemerkt, beruft man sich auf das Christentum.

    Der deutsche Faschismus hatte ein vereinigtes Europa natürlich nur mit Führung Deutschlands (evtl. noch Italien?) im Sinn. Das heutige Deutschland hat sich durch die Politik der permanenten Exportüberschüsse den anderen europäischen Ländern geschadet und eine Hegemonie mit wirtschaftlichen Mitteln erreicht. Ob da alte Nazivorstellungen im Spiel sind, kann man nur erahnen.

    Man sollte nicht vergessen, dass die Bourgeoisie in sich nicht geeint ist. Der Faschismus ist ein radikaler Ausdruck einer national gesinnten Bourgeoisie. Und natürlich gibt es auch diesen, nennen wir ihn kosmopolitischen Typus, an Bourgeois. Für beide Seiten gilt, dass die Märkte nicht groß genug sein können. Die ersteren erzielen es mit Gewalt, die anderen mit Verträgen. Die letzteren sind einzelne Profiteure die sich Freihandel leisten können. So jedenfalls auf Akteursebene. Man wird auch immer zwei entgegengesetzte Strömungen in einem Land finden. Eine Nationalbourgeoisie und eine kosmopolitische. International gesehen, kann „der Westen“ vom Freihandel profitieren, solange er technologisch voraus ist. Deswegen haben wir hier im Allgemeinen mehr Freihandelsbefürworter. Wobei Freihandel immer relativ ist. Durch Verschränkung von Politik- und Wirtschaftseliten, wird stets gemauschelt werden.
    Was jedoch allen gemein ist, ist der Kampf gegen den Sozialismus und den Arbeiter. Diese gefährden die Märkte und legen die Macht in die Hände der Volksmassen.

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