Die alles entscheidende Frage für die Zukunft der Menschheit: Wem gehören die Produktionsmittel?

Dem einen geht es gut, der andere kämpft ums Überleben. Warum gibt es arm und reich? Woher kommen die sozialen Unterschiede? Sehr oft versucht man uns einzureden, daß allein derjenige es zu großem Glück und Reichtum bringt, der fleißig und auch sparsam ist, während der Faule und Verschwenderische sein Hab und Gut und Zeit letztlich nur verplempert. Nur im Schlaraffenland gibt es da keine solchen Unterschiede, hier sind alle Menschen gleich. Als sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Klassengegensätze verschärften, gab es nicht wenige Versuche, die zunehmende soziale Ungleichheit zu erkären. Muß denn nicht einmal zu Beginn der Menschheitsgeschichte die Ausgangs-situation für alle Menschen gleich gewesen sein? Um dieser Frage nachzugehen, wenden wir uns der Geschichte zu:

Th. Müntzer: »…laßt euch durch heuchlerische Pfaffen nicht verführen«

Schon vor Jahrhunderten dachten fortschrittliche Menschen über die Ursachen der offenkundig vorhandenen sozialen Ungleichheit nach. Sie erkannten mehr oder weniger klar, daß die ins Auge springenden Erscheinungsformen sozialer Ungleichheit in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Privateigentum stehen.

Thomas Müntzer

Thomas Müntzer (1490-1525) verurteilte in seiner »Fürstenpredigt« von 1524 die auf Ausbeutung und Unterdrückung beruhende Feudalordnung und erstrebte für das einfache Volk das Himmelreich auf Erden, worunter er nichts anderes verstand als einen Gesellschaftszustand, in dem es kein Privateigentum, keine Klassenunterschiede mehr gibt, wo alle arbeiten und gesellschaftlich gleichgestellt sind.

Beseitigung der sozialen Mißstände durch Abschaffung des Privateigentums

Die Taboriten, der vorwiegend von armen Bauern, Handwerkern, Tagelöhnern und Bergarbeitern gebildete radikale Flügel der nationalen und sozialen Freiheitsbewegung des tschechischen Volkes unter Führung von Jan Hus (1369-1415), wandten sich gegen die ungleiche und ihrer Meinung nach ungerechte Verteilung des Reichtums. Auch sie forderten die Beseitigung der sozialen Mißstände ihrer Zeit durch Abschaffung des Privateigentums. Zur Sicherung der angestrebten allgemeinen Gleichheit ver­ langten sie, daß das Eigentum allen gleichermaßen gehören sollte. Ihr Ideal war eine Form des Urkommunisrnus, die weitgehend militärisch organisiert war.

Rousseau erkennt die Ursache der sozialen Ungleichheit

Jean Jacques Rousseau (1712-1778) warf die Frage nach den Ursachen der sozialen Ungleichheit mit einer bis dahin nicht gekannten Radikalität auf. Er charakterisierte in der Abhandlung »Über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen« (1754) die Gesellschaftsordnung seiner Zeit als Zivilisation maßloser Ungleichheit und Ungerechtigkeit.
Jean Jacques Rousseau
Er stellte fest, daß es im Anfangsstadium des gesellschaftlichen Zusammenlebens, im sogenannten Naturzustand, kein Privateigentum und daher keine soziale Knechtung gegeben habe. Hier waren nach Rousseaus Auffassung alle Menschen gleichgestellt. Die tiefste Ursache für die soziale Ungleichheit erblickte Rousseau in der Entstehung des Privateigentums.

»Der erste, der ein Stück Land umzäunte und auf den Einfall kam zu sagen, dies gehört mir, und einfältige Leute antraf, die es ihm glaubten, war der eigentliche Begründer der bürgerlichen Gesellschaft. Welche Verbrechen, wie viele Kriege, Morde und Greuel, wieviel Elend hätten dem menschlichen Geschlecht erspart bleiben können, wenn einer die Pfähle ausgerissen, den Graben zugeschüttet und seinen Mitmenschen zugerufen hätte: ‚Glaubt diesem Betrüger nicht! Ihr seid verloren, wenn ihr vergeßt, daß die Früchte euch allen, der Boden aber niemandem gehört!’« (Über Ursprung und Grundlagen der Ungleichheit. Berlin 1955, S.86)

Ein bemerkenswerter Hinweis

Bemerkenswert ist, daß Rousseau die entscheidende Ursache für die Entstehung des Privateigentums nicht zu erkennen vermochte. Dennoch äußerte er einige wertvolle Mutmaßungen über die Rolle, die die Erfindung von voll­ kommeneren Arbeitswerkzeugen spielte. »Die ersten Fort­ schritte gaben den Menschen Gelegenheit, sich rascher zu entwickeln. Je mehr ihr Geist sich aufklärte, desto größer wurde ihre Geschicklichkeit. Bald schliefen sie nicht mehr unter dem ersten besten Baume ein oder verkrochen sich in Höhlen. Sie fanden bald harte und scharfe Steine, die Äxten ähnlich waren, und benutzten sie, um Holz zu hauen, die Erde umzugraben und Hütten aus Laubwerk zu bauen, die man schließlich mit Ton und Lehm bestrich. Das war die Zeit der ersten Umwälzung, durch welche die Einteilung in besondere Familien erfolgte und eine Art Eigentum aufkam.« (a.a.O, S.90)

Karl Marx und Friedrich Engels: Von der Utopie zur Wirklichkeit

Betrachtet man das von Müntzer bis zu Fourier, Saint­ Simon und Owen reichende Ringen um die Aufdeckung der Ursachen der sozialen Ungleichheit, wird die Lösung des Problems, die Karl Marx und Friedrich Engels gelang, in ihrer ganzen Tragweite deutlich: Die utopischen Soziali­sten früherer Jahrhunderte hatten zwar im weltgeschicht­lichen Sinne recht, als sie das Bild einer glücklichen Gesellschaft entwarfen, aber ihre Zielstellungen mußten utopisch bleiben, weil für ihre Realisierung die objektiven Bedingungen noch gänzlich fehlten.

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Karl Marx und Friedrich Engels

Erst zu einer Zeit, als die Arbeiterklasse mit ihren gewaltigen Potenzen die Entwicklung vorantrieb, reiften diese Bedingungen heran. Mit der Aufdeckung der grundlegenden Bewegungs-und Entwicklungsgesetze der menschlichen Gesellschaft durch Karl Marx war schließlich auch die Voraussetzung gegeben, die sozialen Triebkräfte und Wege aufzuzeigen, die wirklich zu einer neuen gesellschaftlichen Ordnung füh­ren können.

Privateigentum. Ein Nachweis auf wissenschaftlicher Grundlage

Es ist das große Verdienst von Marx und Engels, daß sie die Legenden über die Herausbildung der Ungleichheit durch exakte wissenschaftliche Analysen der historischen Verhältnisse widerlegt haben. Eine hervorragende Be­deutung hatten dabei der erste Band des Marxschen »Kapitals« (1867), insbesondere das 24. Kapitel »Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation«, sowie das Werk von Friedrich Engels: »Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates« (1864). Marx und Engels wiesen nach, daß die tiefste Ursache der Ungleichheit im Privateigentum an den Produktions­ mitteln zu suchen ist. Wer über die Produktionsmittel (Werkzeuge, Maschinen, Rohstoffe, Material u.a.) verfügt, bestimmt über die Verteilung des Produzierten und damit auch über den Verbrauch, die Konsumtion.

Privateigentum besteht nicht für ewig und alle Zeiten!

Zugleich zeigten Marx und Engels in diesen und anderen Arbeiten, daß dieses Privateigentum an den Produktionsmitteln nicht ewig ist, sondern nur eine spezifische Erscheinungsform des Eigentums überhaupt, die in einer bestimmten historischen Entwicklungsetappe entsteht und ebenso wieder vergeht. Davor existierte und auch danach existiert tat­sächlich das Eigentum. Es ist aufs engste mit dem Ringen des Menschen zur Sicherung seiner Existenz verbunden, mit der ständigen Auseinandersetzung mit der Natur zur Befriedigung seiner wachsenden Bedürfnisse.

Die Produktionsverhältnisse bestimmen das Zusammenleben

Die menschliche Gesellschaft existiert nur, weil sie pro­duziert. Produktion ist Aneignung der Natur durch die Menschen im Prozeß der Arbeit. Dabei wirken sie aber nicht nur auf die Natur, sondern in allen Phasen des Reproduktionsprozesses (Produktion, Verteilung, Austausch/Zirkulation und Konsumtion) auch aufeinander ein. Sie treten damit in bestimmte Beziehungen zueinander. Die Gesamtheit dieser Beziehungen wird als Produktionsverhältnis bezeichnet.
Capitalismo
Karl Marx stellte fest: »In der Produktion beziehen sich die Menschen nicht allein auf die Natur. Sie produzieren nur, indem sie auf eine bestimmte Weise zusammenwirken und ihre Tätigkeiten gegeneinander austauschen. Um zu produzieren, treten sie in be­stimmte Beziehungen und Verhältnisse zueinander, und nur innerhalb dieser gesellschaftlichen Beziehungen und Verhältnisse findet ihre Beziehung zur Natur, findet die Produktion statt.« (Lohnarbeit und Kapital. In: MEW, Bd.6, Berlin 1961, S.407)

Woher kommen Ausbeutung und Unterdrückung?

In diesem Zusammenhang ist die Frage besonders wichtig, wodurch diese oder jene Art der Produktionsverhältnisse bestimmt ist. Es gibt in der Tat keinen anderen bestimmenden Faktor als das Eigentum an den Produktionsmitteln: Die Art der Produktionsverhältnisse hängt davon ab, in wessen Verfügung sich die Produktionsmittel befinden. Gehören sie einzelnen Gruppen in der Gesellschaft – während andere ihrer beraubt sind –, kann nur produziert werden, wenn die der Produktionsmittel beraubten unmittelbaren Produzenten ihre Arbeitskraft den Eigentümern der Produktionsmittel verkaufen. Dadurch sind sie von diesen abhängig. Die Formen der Abhängigkeit sind sehr verschieden. Aber in jedem Falle werden diese Menschen ausgebeutet und unterdrückt.

Wie aber geht es heute Milliarden Menschen?

Die Weltbevölkerung zählt heute rund 4 Milliarden Menschen. Etwa ein Drittel davon lebt unter dem Existenzminimum. Hungersnöte in Pakistan und Indonesien, in Afrika und anderen Gebieten sind weltweit bekannt. Selbst im reichsten Land der kapitalistischen Welt, in den USA, gibt es Hungernde. Mehr als 30 Millionen US-Amerikaner haben nicht die 75 Cents je Tag, die – laut Arbeitsministerium – als Existenzminimum gelten. 30 Millionen Menschen gehen täglich hungrig schlafen.

Armut USA USA

Ein Viertel der Bevölkerung der USA haust in Elendsquartieren, während ein Fünftel der neuerrichteten Wohnungen auf Grund der hohen Mieten leer steht. In Lateinamerika sind mehr als 22 Millionen Kinder chronisch unterernährt, ganz zu schweigen von den Kindern in verschiedenen Staaten. Hinzu kommt, daß gegenwärtig in den sogenannten Entwicklungsländern etwa 80 Millionen Menschen der arbeitsfähigen Bevölkerung arbeitslos sind. Noch weitaus größer ist die Zahl der Unterbeschäftigten. Zur Zeit fehlen mindestens 400 Millionen Arbeitsplätze. Im Vergleich dazu erscheint die Zahl von immerhin 18 Millionen Arbeitslosen im Jahre 1975 in den kapitalistischen Industriestaaten – das ist der höchste Stand seit 40 Jahren! – geradezu als harmlos. (Angaben von 1977)

Und die Reichen?

In der BRD verfügen 1,7 % der Familien (Haushalte) über 74 % der Produktionsmittel und über 34 % des privaten Vermögens, 0,8 % der Haushalte haben die Verfügungsgewalt über 90 % des gesamten Privatbesitzes an Aktien und Investmentzertifi­katen. 0,6 % der Sparkonten – die Konten der Angehörigen der herrschenden Klasse – haben Einlagen von durch­ schnittlich 90.000 DM, während 81,5 % der Sparkonten (der Arbeiter und Angestellten) nur durchschnittlich 525 DM aufweisen.

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In den USA besaß im Jahre 1972 nur 1 % der Bevölkerung etwa 25 % des gesamten privaten Vermögens. 5 % der Bevölkerung verfügten über 40 % des Privatvermögens. Weitere 14 % der Bevölkerung hatten dreimal mehr Ver­mögen als die restlichen 80 %. Wenn man die Eigentums-verhältnisse in der kapitalistischen Welt unter die Lupe nimmt, zeigt sich, daß 600 Kapitalbesitzer praktisch die gesamte kapitalistische Weltwirtschaft beherrschen. (Stand: 1977)

Was wäre die Alternative?

Nur dann, wenn die Produktionsmittel allen Produzenten gemeinsam gehören, also eine Identität zwischen Arbeitenden und Eigentümern der Produktionsmittel besteht, können sich derartige Herrschafts- und Unterordnungsverhältnisse nicht ausbreiten. Im Gegenteil: Es entwickeln sich Verhältnisse der kameradschaftlichen Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung. Daraus ergibt sich: Die Verhältnisse, die die Menschen in der Produktion zueinander eingehen, sind gesellschaftliche Beziehungen der Menschen in ihrer Stellung zu den Produktionsmitteln und den erzeugten Produkten. Karl Marx stellt deshalb fest: Durch die ökonomische Analyse des Eigentums ist es möglich, »das innerste Geheimnis, die verborgne Grundlage der ganzen gesellschaftlichen Konstruktion zu finden. (Das Kapital, Bd. III. In: MEW, Bd.25, Berlin 1964, S.799/800)

Was muß folglich geschehen?

(Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten!)

Quelle:
Jürgen Becher: Ist das Eigentum ewig? Urania-Verlag Leipzig/Berlin/Jena, 1977. (Auszüge; Zwischen überschriften von mir, N.G.)

Siehe auch:
Woher kommt der Reichtum?
Gibt es Armut in Deutschland?
Warum gibt es überhaupt Arbeitslosigkeit?
Marxismus-Leninismus – interessante Wissenschaft mit revolutionärer Perspektive
Der Sozialimsus war unsd ist lebensfähig!

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21 Antworten zu Die alles entscheidende Frage für die Zukunft der Menschheit: Wem gehören die Produktionsmittel?

  1. Harry 56 schreibt:

    Es ist vielleicht nicht uninteressant, mal den Blick auf die einfache Tatsache zu lenken, dass neben all dem beschönigenden und rechtfertigenden, oft auch nur eher scheinkritischen Reden über dieses System, selbst die bissigsten und schärfsten Kabarettisten gerade um die Frage des Eigentums an den Produktionsmitteln, den Naturschätzen, einen großen Bogen machen, wie die sprichwörtliche Katze um den heißen Brei!
    Warum? Nur ein Zufall?
    Ich glaube nicht ganz, siehe weiter obigen alten Becher-Text von 1926!
    Wie die meisten vielen jammernden, heulenden, sich zumeist bloß eher moralisch(!) echauffierenden Blogger, sind auch diese Spaßvögel von Kabarettisten wohl zumeist nur, wie es Marx und Engels im Kommunistischen Manifest schon so genial ausdrückten, Bourgois-Sozialisten.
    So stellt sich mir die Sache wenigstens dar.

    • prkreuznach schreibt:

      Selbst wenn es Kabarettisten gibt, die Kritik am Kapitalismus üben, so ist es spätestens da vorbei, wenn es um die DDR geht. Da reihen sie sich, z.B. in die Hetzkampagne zum Thema Knäste in der DDR, ein. Aber selbst wenn die Kabettisten wichtige Themen aufgreifen und humorvoll gut darlegen: Wer sieht sich denn Kabarett an? Es ist mehrheitlich das Bildungsbürgertum. Manchmal Politker/innen selber, die karikiert werden. Es wird dann und wann Dampf abgelassen. Doch tatsächliche Veränderung ist unerwünscht.
      Und falls es doch kommunistische Kabarettisten gibt (z.B. Dietrich Kittner), so dürfen sie nicht im Fernsehen auftreten und erreichen nur ein kleines Publikum.

      • sascha313 schreibt:

        Du hast 100%ig recht Petra. Das „Dampfablassen“ brauchen diejenigen, die ihren inneren Frust aus Angst niemandem erzählen, und hinterher gehen sie umso frustrierter heraus: Man müßte wirklich mal was ändern …“man“ müßte? Ja, wer? …und wann??? Irgendwann ist nirgendwann!

    • rheinlaender schreibt:

      Hallo lieber Harry,
      über das Privateigentum an Produktionsmittel gibt es so viel Nebel, dass selbst westliche „sogenannte“ Wirtschaftsexperten nicht durchblicken.
      1) Die denken, dass Verstaatlichung heißt, einen debilen Grünen Politiker mit abgebrochenem Germanistikstudium an die an die Spitze eines Technologie unternehmen zu bringen. Eigentlich sollte jeder wissen, dass in einer Arzneifirma Chemiker / Biologen und keine Polizisten oder Kindergärtnerinnen dominieren.
      2) Die vergessen, dass die DDR Verfassung in Artikel 14 die auf persönlicher Arbeit beruhende Selbständigkeit bejaht.
      3) Andere meinen, dass ja Jeder Aktien an DAX Unternehmen erwerben und somit am Reichtum teilhaben kann.
      4) Viele Kommunisten sehen in PROFIT Teufelswerk. Genosse Kurt Gossweiler schrieb in seinem Brief an die MLPD aber, dass Gewinne notwendig sind, um den Wohlstand zu heben.
      5) Propagandistisch und fälschlicherweise wird Kapitalismus mit Regelung durch Angebot und Nachfrage gleichgesetzt.
      a) Im Kapitalismus gibt es ein Überangebot an Politikern und geeigneten Konzernvorständen. Dennoch bekommen die Supervergütungen, statt herunterkonkurrierte Löhne.
      b) Krebsmedikamente die kaum nachgefragt werden, sind trotzdem unerschwinglich.
      c) Schwere und unangenehme Arbeit müsste in der BRD eigentlich hoch bezahlt werden. Wird sie aber nicht, weil die Menschen durch H4 Schikanen zwangsrekrutiert werden.
      d) In der DDR und auch in der BRD bis Ende 70 wurden Arbeiten die jeder gern macht und kann, geringer bezahlt als Arbeiten die unangenehm sind oder sehr schwer zu erlernen.
      6) Auch ich weiß nicht so recht den PRAKTISCHEN Unterschied zwischen Vergesellschaftung und Verstaatlichung. Dies ist ja seit einem Jahr ein brandheisses Thema in Kuba,
      7) Wer kommt eigentlich auf die Idee, dass Wasser, Rostoffe, Energie, Grundstücke in grossem Umfang Privatbesitzern gehören sollen.
      Ich denke, dass Wohlstand die beste Waffe gegen Imperialismus ist.

      • sascha313 schreibt:

        Hä? Wohlstand als „Waffe“ gegen den Imperialismus??? … statt Klarheit noch ein großes Stück Nebel dazu, rheinlaender! Was soll das? Du mußt hier nicht immer wieder mit den gleichen Fragen kommen, die längst beantwortet sind. Was bezweckst Du eigentlich damit?
        http://sascha313.blog.de/2013/07/19/vergesellschaftung-16251057/

      • Harry 56 schreibt:

        Sei gegrüßt, Rheinlaender!
        Wenn wir über das Privateigentum an PM sprechen und deren Vergesellschaftung, Verstaatlichung im Sozialismus, so sind damit nach dem Sturz des Kapitalismus und der unmittelbar darauffolgenden 1.Phase des Kommunismus, – gewöhnlicher und besonders praktischerweise umgangssprachlich als Sozialismus bezeichnet – die wichtigsten gesellschaftlichen Produktionsmittel gemeint.
        Also für eine längere Übergangsphase keine Produktionsmittel, welche von deren Eigentümern persönlich, evtl., ua., auch mit Hilfe von Familienmitgliedern zur Warenproduktion genutzt werden.(Diese kann man daher auch in der 1.Phase noch nicht SOFORT abschaffen!)
        Dieses private kleinere Eigentum an PM schützte in der Tat sogar noch die „“Ulbricht-Verfassung“ (über ZVAB: Staatsverlag der DDR, 1968) von 1968.
        Verstaatlichungen im Kapitalismus sind dagegen kein Sozialismus, bedeutet kein Ende der Ausbeutung der Lohnabhängigen, sondern dient eher als „Stütze“ oder Ergänzung zur übrigen privaten Profitwirtschaft, manchmal auch bloß zu deren Sanierung.
        (Danach wird meist wieder privatisiert)
        Nun gibt es in einem kapitalistischen Staatsbetrieb als auch vorerst noch in einem sozialistischen „Staatsbetrieb“ alias „VEB….???“ immer noch Lohnarbeit.(siehe: 1.Phase des Kommunismus!)
        Doch was ist nun der ENTSCHEIDENDE Unterschied?
        Der entscheidende Unterschied zur Lohnarbeit in einem kapitalistischen Unternehmen ist, dass auch hier die sozialistischen Werktätigen ein Mehrprodukt zunächt an den sozialistischen Staat als gesamtgesellschaftlicher VERWALTER und Betreiber dieser Produktionsstätten abliefern müssen, dieses aber den Werktätigen im Endeffekt doch wieder zugute kommt, und zwar ziemlich gerecht und sozial ALLEN(!) Werktätigen oder noch nicht (Kinder, Schüler, Studenten, Weiterbildende etc..)oder bereits ausgeschiedenen Werktätigen.(Rentner, Kranke etc…), also NICHT größtenteil in Privattaschen, zu deren alleiniger privater Verfügung.
        Die bürgerlich-rechtlich garantierte Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ist somit weitgehend außer Kraft gesetzt. Millionäre als auch Arme würde uns bald schon so seltsam und unverständlich vorkommen wie etwa heute die einstigen Edelleute, Adligen, Fürsten oder Könige mit allen ihren sagenhaften Reichtümern und sonstigen Herrlichkeiten.
        Was dann noch an krummen Dingen möglich und übrig bleibt, sind rechtwidrige Gaunereien, Betrügereien.
        Diese Sachverhalte, Delikte müssen dann in einem neuen sozialistischen Rechtssystem entsprechen kodifiziert und bei Zuwiderhandlungen .auch KONSEQUENT(!) geahndet werden.(Diebstahl von Volkseigentum!)
        Die Sache ist doch gar nicht soooo… schwer, oder?
        Ein schönes Wochenende! 🙂

      • Politnick schreibt:

        Die Annahme, dass es im Kapitalismus zwischen Angebot und Nachfrage einen regelnden Mechanismus gibt, ist falsch. Warum das falsch ist, liegt daran, dass das Ziel der kapitalistischen Produktion darin besteht, Profite zu erzielen und nicht etwa um materielle sowie kulturelle Bedürfnisse zu befriedigen.

        Wenn eine Regelung stattfinden soll, funktioniert das nur über eine Planwirtschaft, an der ein Kapitalist, der ganz andere Ziele verfolgt, siehe oben, überhaupt gar kein Interesse hat. Im Kapitalismus gibt es daher auch keine soziale Marktwirtschaft. Im Kapitalismus werden Häuser/Wohnungen gebaut um damit Profite zu machen und nicht etwa damit es keine Obdachlosen gibt.

        Aus demselben Grund werden im Kapitalismus Supermärkte errichtet, nämlich um Profite zu erzielen und nicht etwa, damit ein Bedarf an Waren täglicher Bedarf (WTB) gedeckt wird. So hängen Bedarf und gesellschaftliche Arbeit eng zusammen, im Kapitalismus jedoch wird dieser Zusammenhang aufgehoben. Was heute an Unmengen von Gütern auf unseren Straßen unterwegs ist, hat mit WTB überhaupt nichts mehr zu tun. Und die Gehälter die REWE u.a. zahlen sind ein Witz gegen das was pro Tag in einem einzigen Supermarkt umgesetzt wird!

        Und wenn in Kleinkleckersdorf der letzte Konsum zumacht, wird dann behauptet, dass sich der Laden nicht mehr trägt!? Pekunär mag das stimmen aber anhand einer solchen Begründung sehen wir doch, dass es im Kapitalismus niemanden interessiert ob der letzte Rentner ohne Auto mit Butter und Brot versorgt ist.

        Wohlstand für Alle? Nein, Ziel ist die Befriedigung von Bedürfnissen und genau das kann der Kapitalismus eben nicht leisten. Was im Kapitalismus für soziale Leistungen übrig bleibt, ist nicht planbar weil es willkürlich ist. Wer von Steuersenkungen redet möchte bitte auch erklären, womit er den Sozialstaat finanzieren will. Dieser Widerspruch ist im Kapitalismus nämlich gar nicht lösbar.

        Freundschaft 😉

  2. Harry 56 schreibt:

    Die meisten dieser Kabarettisten erinnern mich doch ein wenig an die mittelalterlichen HOFNARREN an den Höfen der Fürsten und Könige.
    Nette lustige, zuweilen auch bissige Dampfplauderer, welche den Status Quo mit lustigen Klamauk besonders für jene Schichten erträglich-spaßig machen, deren Leben Leben im Kapitalismus ohnehin noch zumindest erträglich oder gar sehr angenehm ist.
    Ein Besuch in so einem Kabarett ist so halt ein nettes abendliches „Event“ für diese Schichten, nicht mehr.
    Man schaue sich das Publikum mal genauer hierzu an und vergleiche es nun etwa mit jenem, etwa der Münchner Lach- und Schießgesellschaft aus den 60er Jahren, so fällt einem dieses sofort auf, insbesondere, wenn sich dort auch noch (damals wie heute) herumlümmelnde führende Politiker lachend auf die Schenkel klopfen.
    Politik wird zumeist typisch bürgerlich personalisiert bis zur Parodie, die Verhältnisse selbst und jenen Klassen und Schichten, welche diese Verhältnisse mit aller Gewalt und Betrug aufrechterhalten, bleiben unerwähnt, im Dunklen, werden unter der Hand unter dem diffusen Begriff „Volk“ subsummiert, so (verbal) unsichtbar gemacht.
    Die so genannte (bürgerliche) Demokratie letztlkch nur als reines Theater……

  3. RUDI schreibt:

    hallo zu allen auf diesem blog!
    es ist mir unfassbar das es noch leute gibt wie euch im jahre 2014
    die diesen kommunistischen gedanken immer noch hinterhehr jammern!
    hat sich denn keiner von euch, mahl mit der entstehung dieser these befasst!!!!!!!
    wo she hehrgekommen ist und von welchen leuten!
    stichwort!!!! 1837 grundung der ersten kommunistischen vereinigung in europa!!!
    natuhrlich ist diese welten tauschung nicht einfach zuerkennen!!!
    ich konnte hier einige dutzent namen und jahre nennen!

    fur mich ist dieses plutokaten system genauso abscheulich wie das sogenante kommunistische system GENAU WEIL BEIDE AUS DEM GLEICHEN OFFEN KOMMEN!!! das ist die tauschung die nicht einfach
    zu endecken ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • sascha313 schreibt:

      Normalerweise kann man bei den Lesern dieses Blogs ein gewisses Bildungsniveau voraussetzen. Wenn also dieser obige Kommentar hier veröffentlicht wird, so nur deshalb, um auch mal ein abschreckendes Beispiel geistiger Umnachtung vorzuführen. Aus diesem Grund verzichten wir hier auch auf eine Korrektur der entsetzlichen Rechtschreibfehler dieses Bürgers namens „RUDI“ und verkneifen uns jeglichen Kommentar.

  4. rheinlaender schreibt:

    Sorry. Fälschlicherweise bin ich davon ausgegangen, dass sozialistische oder unabhängige Länder mit Wohlstand nach westlichen Masstäben, weniger propagandistische Angriffsfläche und Spielraum für imperialistische Hetzkampagnen und kriegerischen Terror bieten. Hab mich leider geirrt, da der Westen immer einen Kriegsgrund erfinden wird, um solch ein Land – wenn es irgendwie wirtschaftlich bzw. auch nur kriegsstrategisch profitabel sein könnte – auszuplündern bzw. militärisch zu besetzen. Beispiele gibt es massenhaft.
    Peinlich ist mir, dass ich eigentlich selber auf einer der westlichen Mainstream Hauptlügen hereingefallen bin. Und die lautet : Wir wollen ja nur das Land xyz von Hunger und dem brutalen Diktator soundso befreien.
    Trotzdem empfinde ich, dass die Ökonomie (Eigentum an Produktionsmittel) in den aktuellen Alltags-Diskussionen die wichtigste politische Rolle spielt.

    • Politnick schreibt:

      Die heutige EU ist doch das beste Beispiel für wirtschaftliche Ausbeutung bzw. Kolonialisierung mit militärischer Unterstützung, wobei die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Länder auf das Brutalste ausgenutzt wird. Es ist immer wieder dasselbe Spiel, die Länder werden in eine wirtschaftliche Abhängigkeit gebracht und gleichzeitig Mitglied der NATO. So gesehen ist die Türky doch schon längstens seit den Ankaraverträgen von 1963 Mitglied der EU, also was soll die Diskussion über eine zukünftige Mitgliedschaft!?

      Natürlich läuft dabei die Propagandamaschinerie auf Hochtouren, denn der Kapitalismus braucht viele kleine Helferlein, die er unter Anderem dadurch gewinnt, dass Fernsehsendungen wie der Weltspiegel z.B. Mitleid erzeugen und dem Durchschnittsbundesbürger suggerieren, dass Länder wie Biafra (Name frei erfunden), Haiti usw. ohne Entwicklungshilfe nicht überlebensfähig sind.

      Wenn wir jedoch da genau hinschauen, werden wir feststellen, hoppla, da wohnen doch schon seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden Menschen, und siehe da, die haben das doch auch ohne unsere Hilfe geschafft — Komisch nicht war!? Natürlich ist das überhaupt nicht komisch und es ist auch kein Zufall dass der Begriff Souveränität (Selbstbestimmung) in diesem Zusammenhang gar nicht fällt.

      Niemand hat das Recht, sich in die Entwicklung anderer Völker einzumischen. Aber das ist genau das, was der Kapitalist über die NATO macht und kriegt dafür noch Applaus vom Bundesblödbürger der aber auch jede Propagandalüge glaubt. Nicht jedes Ehrenamt ist Ehrensache, nein überhaupt nicht. Vielmehr unterstützen Ehrenamtliche die Machenschaften des Großkapitals, selbst dann wenn sie Suppe austeilen.

      Schließlich sind die Besitzverhältnisse an Produktionsmitteln die alles entscheidende Frage. So werden die Bauern von Biafra, die sich seit seit Jahrtausenden selbst ernährt haben, um ihr Land gebracht und damit gezwungen industrieell hergestellte Lebensmittel zu kaufen. Solche Enteignungen finden sehr unterschiedlich statt, im einfachsten Fall werden die Bauern einfach erschossen. Oder sie werden trickreich und Schritt für Schritt verschuldet und zwar so dass sie Kredite niemals zurückzahlen können.

      Biafra wird zum Hungerland obwohl bis zum Horizont Ölsaaten blühen, Mais und Sojabohnen prächtig wachsen. Richtig, Mais ist die Wurscht am Stengel (danke Nikita) aber hehe, nicht ohne Gegenleistung gibt es Wurst. Und so gehen die Geprellten für einen Hungerlohn ins Ausland und die Saarländer finden das auch ganz toll dass Dank der EU die Franzosen in Deutschland arbeiten dürfen (ja sie dürfen).

      Freundschaft 😉

      PS: Das Land Biafra ist frei erfunden. Im Prinzip können wir den Namen einfach austauschen, Rumänien, Griechenland usw.

    • sascha313 schreibt:

      Der letzte Satz, Rheinlaender, ist auch meiner Meinung nach der wichtigste, nämlich: daß die Ökonomie (Eigentum an Produktionsmittel) in den aktuellen Alltags-Diskussionen die wichtigste politische Rolle spielt. Das ist philosoph. Materialismus!

      Da gibt es unter den politisch Ungebildeten noch viel zu viele falsche Diskussionen. Zurückzuführen ist das m.E. auf falsche Begriffe und die damit verbundenen Fehlurteile. Sagt man zum Beispiel „Informations-gesellschaft“, so suggeriert das doch, Informationen seien in der Gesellschaft das allerwichtigste. Doch an Informationen kann es kein Privateigentum geben usw.

  5. Pingback: GEGEN DEN ANTIKOMMUNISMUS IM ROTEN GEWAND ! | Sascha's Welt

  6. Eisentor schreibt:

    Kurze Frage: Was genau verstehst du unter „Produktionsmitteln“? In einer anderen Diskussionen kamen die Verfechter des Kommunismus schon auf eher abstrakte Konzepte was „Produktionsmittel“ seien: „guter Ruf“ oder „Informationen“.

    An diese Stelle kamen wir, weil in einer modernen Dienstleistungsgesellschaft das „Privateigentum an Produktionsmitteln“ eben kein notweniges Kriterium mehr ist, um als Kapitalist die Arbeitskraft anderer auszubeuten.

    • sascha313 schreibt:

      Entschuldige, aber ich mußte lächeln, als ich Deine Frage las. Denn das lernten bei uns in der DDR damals schon die Schüler in der 7.Klasse. Es sind die Mittel mit denen produziert wird, also Produkte hergestellt werden – d.h. Werkzeuge, Maschinen, Fabriken, Grund und Boden usw.. Im Lexikon für Kinder steht bspw.: „Im Kapitalismus stehen sich als Hauptklassen die Arbeiterklasse und die Kapitalistenklasse gegenüber. Die Kapitalisten sind Eigentümer der Fabriken mit allen Maschinen und Gebäuden. Der Arbeiter muß, um leben zu können, seine Arbeitskraft dem Kapitalisten verkaufen. Der Kapitalist eignet sich an, was der Arbeiter schafft. Er beutet den Arbeiter aus. In der heutigen Zeit hat sich der Kapitalsismus zum Imperialismus entwickelt.“ (Quelle: Lexikon für Kinder, Der Kinderbuchverlag Berlin (DDR), 1985, S.302.) oder – um’s mal hochwissenschaftlich auszudrücken:

      Produktionsmittel sind Arbeitsgegenstand und Arbeitsmittel, die im Arbeitsprozeß zur Erzeugung von Gebrauchswerten und materiellen Dienstleistungen benutzt werden. Sie bilden die gegenständlichen Produktivkräfte der Gesellschaft. Zu den Produktionsmitteln gehören als Arbeitsgegenstand z.B. der Boden, Bodenschätze, Rohstoffe und Halbfabrikate, Hilfs- und Betriebsstoffe; als Arbeitsmittel z.B. Maschinen, Werkzeuge, Energiequellen, Verkehrsmittel. Sie bilden den stofflichen Inhalt der Produktionsfonds. Entscheidend für alle gesellschaftlichen Verhältnisse ist stets, wem die Produktionsmittel gehören. Davon werden der Charakter und die Stellung der Menschen im System der gesellschaftlichen Produktion bestimmt.“ (Quelle. Gottschalg/Just/Schlegel (Hrsg.), Jugendlexikon Politische Ökonomie. VEB Bibliographisches Institut Leipzig (DDR), 1981, S.158..

      Mit dem Begriff der „Dienstleistungsgesellschaft“ soll uns weisgemacht werden, daß es heute keine Produktionsmittel mehr gibt. Das ist aber falsch. Sowohl der Journalist, der am PC seiner Redaktion sitzt, als auch der Kraftfahrer benutzen Produktionsmittel der jeweiligen Firma. Selbst der Arzt oder ein Schauspieler sind hiernach produktive Arbeiter, die im Dienste eines Kapitalisten arbeiten, denen sie mehr Arbeit zurückgeben, als sie in Form des Lohnes erhalten. (MARX)

      P.S. Sieh mal zu, ob Du irgendwo das Lehrbuch „Politische Ökonomie“ aus dem Jahre 1955 (Dietz Verlag Berlin) bekommst. Da ist alles hervorragend erklärt. Und aktuell ist das heute allemal!
      Eine Neubearbeitung findest Du aber auch (hier)

      • Harry 56 schreibt:

        Den aktuellen Kapitalismus als Dienstleistungsgesellschaft zu bezeichnen ist fast schon komisch, ein Scherz. Natürlich üben Millionen von Lohnabhängigen Tätigkeiten aus mit verschiedensten Diensten außerhalb des produzierenden Gewerbes oder der Landwirtschaft
        Mit dem gleichen Recht könnte man dann aber auch das alte Römische Reich als Dienstleistungsgesellschaft bezeichnen, denn auch dort übten Massen an Sklaven Tätigkeiten aus außerhalb der unmittelbaren Produktionstätigkeit. Was nun? 🙂

  7. Politnick schreibt:

    @Harry 56,

    Dienstleistung ist ebenso Produktion. Beispielsweise sind Putzmittel Produktionsmittel und das Produkt ist eine saubere Stube. Produktion ist ein abstrakter Begriff, manchmal ist jedoch das Produkt nicht gleich als solches bzw. als Ware erkennbar. Stets jedoch ist es definiert und auch eine Dienstleistung ist ein Produkt was Profit bringt.

    Freundschaft 😉

  8. Rolf, der Waldschrat schreibt:

    Nun ja!
    Dienen nun die aus dem Boden gestampften und arbeitsplatzschaffenden „Callcenter“ wirklich der Produktion, Eigentum an PM?
    Oder sind sie nur ein Mittel um den Kapitalismus – mit seiner Theorie vom „ewigen Wachstum“ – am Laufen zu halten?
    Wir hatten schon die Lüge des Kapitalismus. Die Notwendigkeit des Kapitalisten – Arbeitsplätze zu schaffen – damit der Arbeiterklasse ihre Existenz sichern kann …

    Rolf, der Waldschrat

    • sascha313 schreibt:

      Ähnlich wie die „Scheinselbständigen“… Der Kapitalist versucht ja, sich sämtliche Kosten vom Halse zu halten: Krankenversicherung, Rentenversicherung. Arbeitslosenversicherung, Krankengeld, usw.

      Ich weiß nicht – m.E. sind die „Callcenter“ nichts weiter als eine ausgelagerte Verwaltungseinheit (Outsourcing)… Aber „Eigentum an den PM“ ist vor allem das, womit unmittelbar produziert wird.

    • Rheinlaender schreibt:

      Ich hatte mir über die kapitalistischen Kampfbegriffe Dienstleistungs- / Wissens-/ Informationsgesellschaft schon oft Gedanken gemacht. Deine Antwort mit den „ausgelagerten Abteilungen / Einheiten“ finde ich am deutlichsten, lieber Sascha. Also besser, als bei Marx selber oder im Marx-forum.

      Vor nicht langer Zeit hatten wir in den BRD Fabriken Köche, Sicherheitsleute, Rechtsanwälte, Gebäudereiniger, Grafiker, Werbeleute, Transportarbeiter …. Heute sind diese Bereiche ausgegliedert und werden Dienstleistungsbereich genannt. Die ausgegliederte Datenverarbeitung wird heute sogar Informations- oder Wissens Firma genannt. Selbst Produktionsarbeiter werden statistisch fasst immer unter Dienstleistungen erfasst, wenn sie in einer Leiharbeitsfirma eingestellt sind. Vom schein selbständigen Fuhrunternehmer oder Programmierer ganz zu schweigen.

      Wenn eine Gebäude Reinigungs- oder Sicherheitsfirma heute als Subunternehmen für ein Fabrik wie BMW tätig ist. Dann ist es egal, ob diese Subunternehmen nennenswerten Produktionsmittel besitzen. Sie partizipieren an Ausbeutung und Profit, der in der Produktion mit all den PMs – stattfindet. Solche Unternehmen sind hier mit Banken vergleichbar, wo der Fabrikbesitzer ja auch einen Teil seines Profites – in Form von Zins – abgibt.

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