Was geschah wirklich am 17. Juni 1953 und wie kam es dazu?

Sowjetische Panzer am 17.6.1953 auf dem Marktplatz in Leipzig.

Ende eines konterrevolutionären Putschversuches. Sowjetische Panzer am 17.6.1953 auf dem Marktplatz in Leipzig.

Nicht nur in den Massenmedien, auch in den Schulbüchern der BRD werden heute massiv Lügen verbreitet über den konterrevolutionären Putschversuch in der DDR am 17. Juni 1953. Erst kurz zuvor war J.W. Stalin ermordet worden, und nun richtete sich die Hoffnung der imperialistischen Kräfte darauf, die DDR einverleiben zu können. In einem BRD-Schulbuch steht: „Die Arbeiter forderten politische Freiheit, freie und geheime Wahlen und den Abzug der Roten Armee.“ Dies ist eine Lüge! Es waren die Forderungen der eingeschleusten Provokateure und der Agenten der westlichen Geheimdienste, die diese Parolen im Auftrag ihrer Hintermänner in Washington, Bonn und Bad Godesberg zu verbreiten suchten. Nur aufgrund des Einschreitens der Sowjetarmee konnte ein Staatsstreich verhindert werden. Der sozialistische Staat war vorerst gerettet. Später dienten diese Ereignisse als Vorlage für den Putsch in Ungarn, in der Ukraine, in Libyen, in Syrien….

Und sehr bald waren auch die Strukturen aufgeklärt, die zu diesen konterrevolutionären Aktivitäten geführt hatten. In einem Geschichtsbuch aus dem Jahre 1983 lesen wir:

Der antikommunistische Kreuzzug der USA

Die Vernichtung des realen Sozialismus in Gestalt der sozialistischen Länder blieb in den fünfziger Jahren das außenpolitische Hauptziel des Weltimperialismus unter Führung der USA. Nachdem aber in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre die imperialistische Konzeption von der „Zurückdrängung des Kommunismus“ durch „Eindämmung“ gescheitert war, griffen die USA — in völliger Verkennung der Macht und Festigkeit der sozialistischen Staaten — zu dem Mittel der Diversion und Aggression, um den Sozialismus gewaltsam „zurückzurollen“. USA-Außenminister Dulles, der diese neue Strategie 1950 in seinem Buch „Krieg oder Frieden“ („War or Peace“) entwickelte, bemühte sich jedoch sehr, diesen antikommunistischen Kreuzzug als „Weltkampf um Freiheit“ darzustellen. Die von ihm entwickelte Doktrin der „Befreiung“ sah die direkte Einmischung der imperialistischen Staaten in die inneren Angelegenheiten der sozialistischen Länder vor. Ihr Ziel war die gewaltsame Beseitigung der sozialistischen Gesellschaftsordnung.

NATO-Plan 1950Zur militärischen Durchsetzung dieser ideologischen Doktrin entwickelten imperialistische Militärtheoretiker der USA die Strategie der „Einkreisung“ der Welt des Sozialismus. Es sollte ein Ring von Militärstützpunkten rund um die sozialistischen Staaten gelegt werden. Zur Verwirklichung dieser Konzeption ging der USA-Imperialismus dazu über, ein ganzes System militärisch-politischer Blocks und zweiseitiger Verträge aufzubauen. Aus der Zusammensetzung der Militärpaktsysteme und der territorialen Lage der Stützpunkte ging eindeutig hervor, daß die Hauptstoßkraft gegen die sozialistischen Länder gerichtet war.

Daneben war aber besonders die Anwesenheit der USA-Truppen auch ein Instrument gegen die demokratische Bewegung in den Stationierungsländern sowie gegen die nationale Befreiungsbewegung in Asien und Afrika. Unter diesem Aspekt wurden die militärischen Kontingente besonders in Europa sowie im Nahen und Mittleren Osten konzentriert. In Ostasien spielten die amerikanischen Stützpunktabkommen mit Japan eine besondere Rolle. Die Mehrzahl der über 1.000 USA-Militärbasen im Jahre 1960 lag in diesen Räumen. Das gleiche trifft für die über 40 Länder zu, mit denen die USA bereits 1955 sogenannte „Sicherheitsverträge“ abgeschlossen hatten. Das Hauptinstrument des Angriffs gegen die sozialistischen Länder blieb, speziell für den europäischen Raum, aber auch darüber hinaus, die NATO. Sie war der Ausgangspunkt für die Schaffung weiterer Paktsysteme in anderen Regionen der Erde, wo der USA-Imperialismus seinen angemaßten Weltherrschaftsanspruch ins Wanken geraten sah.

Die NATO – ein aggressives Militärbündnis

Trotz aller Bemühungen der USA zur Schaffung weiterer Paktsysteme in verschiedenen Regionen der Erde blieb die NATO das Hauptinstrument des Imperialismus zur Vorbereitung eines neuen Krieges gegen die sozialistischen Länder. Im Verlaufe der fünfziger Jahre wurde sie zum größten Militärblock in der Geschichte des Imperialismus ausgebaut. Nachdem Griechenland und die Türkei 1952 der NATO angegliedert waren, bestand ein geschlossenes Aufmarschgebiet des Imperialismus von Skandinavien über Westeuropa bis zum östlichen Mittelmeerraum gegen die sozialistischen Staaten Europas. Der USA-Imperialismus hatte sich damit zugleich wichtige Basen zur Sicherung seiner Vorherrschaft über die kapitalistischen Staaten Europas geschaffen.

Das entscheidende Kettenglied in der Strategie des USA-Imperialismus gegen die sozialistischen Staaten Europas war aber die imperialistische BRD.

USA-Außenminister Dulles faßte die diesbezüglichen Vorstellungen des USA-Imperialismus in seinem bereits genannten Buch „Krieg oder Frieden“ in folgenden Worten zusammen: „Ein wiederbelebtes Deutschland ist ein großer Trumpf in den Händen des Westens. Indem es Ostdeutschland in den Machtbereich des Westens zieht, kann es eine vorgeschobene strategische Position in Mitteleuropa gewinnen, welche die sowjetkommunistischen militärischen und politischen Positionen in Polen, der Tschechoslowakei, in Ungarn und anderen angrenzenden Ländern unterminiert.“(1)

Pariser VerträgeDaher drängten die USA gemeinsam mit den herrschenden Kreisen der BRD auf deren Eingliederung in die NATO. Diese Eingliederung verzögerte sich durch den starken Widerstand der Werktätigen in den kapitalistischen Ländern und durch tiefe Widersprüche zwischen den imperialistischen Mächten. 1952 wurde als Umweg das Projekt einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) ausgeklügelt. Einflußreiche Kreise der französischen Großbourgeoisie lehnten die EVG aber ab, weil sie darin eine Gefahr für die eigenen Vorherrschaftspläne in Westeuropa sahen. Vor allem aber scheiterte das EVG-Projekt am massiven Widerstand der friedliebenden Menschen der betroffenen Länder. Die aggressiven Kreise der USA-Monopolbourgeoisie sahen ihre Pläne ernsthaft gefährdet. Sie griffen deshalb zum Mittel politischer Drohung und wirtschaftlicher Erpressung der von ihnen abhängigen kapitalistischen Länder. Auf diese Weise gelang es den USA schließlich, die NATO-Mächte im Oktober 1954 zur Unterzeichnung der sogenannten Pariser Verträge zu veranlassen, die am 5. Mai 1955 in Kraft traten. Diese Verträge gestatteten der BRD den Beitritt zur NATO und ermöglichten ihr, auf die Politik der NATO Einfluß zu gewinnen.

Die Eingliederung der BRD in die NATO führte zu einer erheblichen Zunahme ihrer materiell-technischen Basis sowie zu einer beträchtlichen Steigerung ihrer Aggressivität.

Bundeswehr 1959Die Aufnahme der BRD in die NATO gab den imperialistischen Kräften in diesem Lande beträchtlichen Auftrieb. Sie setzten alles daran, um — entsprechend den strategischen Vorstellungen des USA-Imperialismus — die BRD zur „Speerspitze“ des Weltimperialismus im Kampf gegen die Sowjetunion und die anderen sozialistischen Länder Europas zu machen. Dabei verkündeten die herrschenden Kreise der BRD immer unverhüllter die aggressiven und revanchistischen Ziele ihres außenpolitischen Programms. Es ging ihnen vor allem um die Wiedererrichtung eines imperialistischen Großdeutschlands in den Grenzen von 1937. Dazu entwarfen sie ein abenteuerliches Eroberungsprogramm, das sich gegen die DDR, die Volksrepublik Polen, die Sowjetunion und die Tschechoslowakei richtete. Es ging diesen kreisen aber auch um die Beseitigung des sozialistischen Gesellschaftssystems und um eine territoriale Neuordnung Mittel- und Osteuropas. Als Hauptinstrument der Verwirklichung ihrer aggressiven und revanchistischen Ziele betrachtete die Regierung der BRD die sogenannte „Politik der Stärke“. Diese „Stärke“ sollte erreicht werden durch wirtschaftliche Macht, durch Remilitarisierung und durch die Verstärkung der eigenen Potenzen über die NATO, wo die BRD deshalb nach Kommandostellen strebte.

Der Hauptstoß der „Politik der Stärke“ richtete sich gegen die DDR.

In den ersten Jahren nach 1949 hatten die herrschenden Kreise der BRD gehofft, sich die nach Territorium, Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft weit kleinere DDR schnell einverleiben zu können. Um dies möglichst reibungslos vollziehen zu können, war die Bundesregierung bemüht, die DDR als im Sinne des Völkerrechts nicht existierenden Staat hinzustellen. Es wurde behauptet, die DDR sei nur ein besetztes Gebiet, das politisch von der BRD vertreten würde und rechtens zu ihr gehöre. Diese seit 1949 ständig vorgetragene Alleinvertretungsanmaßung hatte den Zweck, die Einverleibung nicht als Aggression im Sinne des Völkerrechts, sondern nur als innerdeutsche Polizeiaktion erscheinen zu lassen. Dem gleichen Ziel diente die 1955 formulierte sogenannte Hallstein-Doktrin. Sie beinhaltete die Forderung der BRD-Regierung, daß die DDR nicht völkerrechtlich anerkannt werden dürfe. Staaten, die dies dennoch taten, drohte die BRD mit Vergeltungsmaßnahmen.

Die geplante Einverleibung der DDR

Die Politik der BRD gegenüber der DDR war bis 1961 ein ständiger verdeckter Krieg. Das Konzept für die Eroberung der DDR war folgendes: Zunächst sollten

a) durch wirtschaftliche Störmaßnahmen,
b) durch propagandistische Beeinflussung der DDR-Bürger,
c) durch die Organisierung einer illegalen Auswanderung aus der DDR und
d) durch direkte Spionage und Sabotage in der DDR

Unruhen erzeugt und Putschsituationen herbeigeführt werden. Alsdann sollten die imperialistischen Staaten gemeinsam mit der BRD den Putschisten zu Hilfe eilen und die DDR beseitigen.(2)

Spionagetunnel BerlinEine besondere Rolle spielte bei diesem Vorgehen Westberlin, das systematisch zu einem Störzentrum gegen die DDR, als Vorposten des kalten Krieges ausgebaut wurde. Anfang der sechziger Jahre glaubten die imperialistiaschen Kreise der BRD, genug „Stärke“ akkumuliert zu haben, um offensiv mit der Verwirklichung ihres aggressiven und revanchistischen Programms beginnen zu können. Ihr erster Angriff war dabei 1960/61 gegen die Deutsche Demokratische Republik gerichtet. Dieser Angriff wurde aber bereits im Ansatz zunichte gemacht durch die Stärrke der Arbeiter- und Bauern-Macht in der DDR sowie durch die Einheit und Geschlossenheit der brüderlich verbundenen sozialistischen Länder. Durch den Aufbau des imperialistischen Pakt- und Stützpunktsystems der USA war in den fünfziger Jahren eine gewaltige Aggressionsmacht des Imperialismus entstanden. Mit ihrer Hilfe versuchten die imperialistischen Mächte in den fünfziger Jahren wiederholt, die Kräfte des Friedens, der Demokratie und des sozialen Fortschritts zu zerschlagen und das Rad der Geschichte in Richtung der „einheitlichen kapitalistischen Welt“ zurückzudrehen.

Störungen in der DDR-Wirtschaft

Große Bedeutung maßen die imperialistischen Kreise der westlichen Länder — besonders die der BRD — einem Schlag gegen den sozialistischen Aufbau in der Deutschen Demokratischen Republik bei: Die planmäßigen Fortschritte Anfang der fünfziger Jahre bei der Schaffung der Grundlagen des Sozialismus in der DDR riefen besonders bei den BRD-Imperialisten wachsendes Unbehagen hervor. So versuchten sie skrupellos, ihr Konzept der Einverleibung der DDR in die Tat umzusetzen.

Anfang 1953 kam es — vor allem unter dem Einfluß des politischen, ökonomischen und ideologischen Druckes des Imperialismus — zu Störungen in der Wirtschaft der DDR. Das brachte auch größere Schwierigkeiten bei der Versorgung der Bevölkerung mit sich, was zeitweilig zu Unzufriedenheit und Mißstimmung unter den kleinbürgerlichen Schichten der Bevölkerung, aber auch unter Teilen der Arbeiterklasse führte. Das Politbüro des Zentralkomitees der SED (9. Juni 1953) und der Ministerrat der DDR (11. Juni 1953) legten unverzüglich Maßnahmen zur Überwindung der Schwierigkeiten fest. In dieser Situation entschlossen sich die imperialistischen Kräfte zu einem konterrevolutionären Putschversuch gegen die DDR, ehe die Maßnahmen von Partei und Regierung Erfolge aufweisen konnten.

Was geschah am 17. Juni 1953?

Brand im HO-KaufhausAm 17. Juni 1953 gelang es Agenten verschiedener imperialistischer Geheimdienste, die von Westberlin aus zahlreich in die Hauptstadt und einige Bezirke der DDR eingeschleust worden waren, in der Hauptstadt und in verschiedenen anderen Orten der Republik einen kleinen Teil der Werktätigen zu zeitweiligen Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen zu bewegen. In einigen Städten plünderten Gruppen von Provokateuren und Kriminellen. Sie legten Brände, rissen Transparente herunter, mißhandelten und ermordeten Funktionäre der Arbeiterbewegung, holten verurteilte Kriegsverbrecher aus Gefängnissen und forderten den Sturz der Arbeiter-und-Bauern-Macht.

Und wie reagierte der sozialistische Staat?

Doch der junge sozialistische Staat bestand unter Führung der Partei auch diese Belastungsprobe. Die Mehrheit der Arbeiterklasse und der Bevölkerung stand zu ihrem Staat. In zahlreichen Großbetrieben, wie im Eisenhüttenkombinat Ost, in den Eisenwerken West (Calbe), im Bergbau sowie im Stahl- und Walzwerk Brandenburg, wiesen die Arbeiter die Provokateure entschieden zurück. Zum Schutze des sozialistischen Aufbaus entstanden in Betrieben Arbeiterwehren, aus denen in der Folgezeit die bewaffneten Kampfgruppen der Arbeiterklasse hervorgingen. Als sie die Hintergründe des konterrevolutionären Putsches erkannten, distanzierten sich viele Teilnehmer von ihm. Sie kehrten in die Betriebe zurück und halfen vielerorts bei der Festnahme der Provokateure. Durch das entschlossene Handeln der fortgeschrittensten Teile der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten gemeinsam mit sowjetischen Streitkräften und bewaffneten Organen der DDR brach der konterrevolutionäre Putsch innerhalb von 24 Stunden zusammen. Der Versuch, die DDR und den Sozialismus auf deutschem Boden gewaltsam zu beseitigen, war gescheitert. Die imperialistischen Staaten gaben jedoch trotz dieses Rückschlages ihre aggressive Politik nicht auf. Vielmehr versuchten sie, ihre aggressiven Handlungen gegen die sozialistischen Länder nunmehr noch zu vervielfältigen und langfristiger anzulegen.

Weitere geheime Pläne für die Konterrevolution

Im Frühjahr 1955 war in den USA dafür ein detaillierter Aktionsplan ausgearbeitet worden, für dessen Durchführung spezielle Organisationen und Institutionen geschaffen wurden. Als führende Propagandazentrale betätigte sich das „Komitee Freies Europa“, das — offiziell als private Einrichtung ausgegeben — von der USA-Regierung bezahlt und gelenkt wurde. Das Komitee errichtete in München den Hetzsender „Freies Europa“ und steuerte zahllose verbrecherische Aktionen gegen die sozialistischen Länder.

Der konterrevolutionäre Putsch in Ungarn

Am Beispiel der Ereignisse in Ungarn 1956 wurde die üble Rolle dieser imperialistischen Organisationen besonders deutlich: In der ungarischen Wirtschaft waren starke Disproportionen aufgetreten, die zu Versorgungsschwierigkeiten und zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt hatten. Diese Entwicklungsschwierigkeiten beim Aufbau des Sozialismus in der Ungarischen Volksrepublik ließen der internationalen Reaktion dieses Land besonders geeignet erscheinen, seine gesellschaftlichen Veränderungen rückgängig zu machen. Es sollte in einen Vorposten der NATO gegen die sozialistischen Staaten umgewandelt werden.

Ungarn 1956
Ungarn 1956: Faschistischer Mob ermordet Kommunisten

Durch Einschleusen faschistischer Banden, von Waffen und Hetzmaterial und durch pausenlose Verbreitung antisozialistischer Losungen über den Sender „Freies Europa“ wurden die inneren Feinde des Sozialismus in Ungarn aktiv unterstützt und eine konterrevolutionäre Erhebung vorbereitet. Eine besondere Rolle spielten dabei solche Forderungen wie „Demokratisierung und Dezentralisierung“ oder „ungarischer Nationalkommunismus“, die bald offen durch antikommunistische Parolen ergänzt wurden. Ende Oktober 1956 waren die Vorbereitungen zur Durchführung eines bewaffneten Aufruhrs abgeschlossen. In Budapest und anderen Orten gingen konterrevolutionäre Banden zum blutigen Terror gegen Kommunisten und Staatsfunktionäre über.(3) (…)

Im Visier: auch die anderen sozialistischen Länder

Der Hauptangriff des Imperialismus richtete sich in den Jahren der Politik des „kalten Krieges“ also gegen die sozialistischen Länder Mittel- und Südosteuropas, die mit Hilfe und Unterstützung der Sowjetunion zunehmend erstarkten. Die imperialistischen Mächte nutzten bei ihren aggressiven Aktionen zum Teil bestimmte entwicklungsbedingte Schwierigkeiten in diesen Ländern aus. Sie griffen aber auch zu offenen und brutalen Aggressionen, wenn sich für verdeckte Aktionen keine hinreichenden Ansatzpunkte boten. Trotz des Einsatzes aller verfügbaren Mittel gelang es dem Weltimperialismus nicht, seine aggressiven Ziele auch nur annähernd durchzusetzen. Vielmehr erstarkte die Gemeinschaft der sozialistischen Länder ökonomisch, militärisch und politisch und begann ihrerseits immer stärker positiv Einfluß zu nehmen auf die Neugestaltung der internationalen Beziehungen.(4)

Das Scheitern dieser gegen die sozialistischen Länder gerichteten Politik des „kalten Krieges“ zeigte sehr nachdrücklich, daß sich das Kräfteverhältnis in der Welt im Verlaufe der fünfziger Jahre immer stärker zugunsten der Kräfte des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus verschoben hatte. Während die sozialistischen Länder sich planmäßig entwickelten und erstarkten, vertiefte sich die allgemeine Krise des Kapitalismus beträchtlich. Die außenpolitische Handlungsfähigkeit der imperialistischen Mächte wurde spürbar eingeschränkt. Der Imperialismus versuchte jedoch, alle ihm verbliebenen Mittel zu nutzen, um den weiteren gesellschaftlichen Fortschritt in der Welt aufzuhalten. Das zeigte sich auch bei dem Versuch imperialistischer Mächte, in Südostasien das Rad der Geschichte zurückzudrehen.

Quelle:
Lehrbuch „Geschichte“ für die 10.Klasse, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1980, S.125ff. (Zwischenüberschriften eingefügt)

Otto Grotewohl sagte zum 17. Juni 1953: „Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk.“ (5)

Anmerkungen:
(1) J. F. Dulles: Krieg oder Frieden. Wien/Stuttgart 1950, S. 163.
(2) Diese konterrevolutionäre Strategie hatte – leider – 1989 Erfolg!
(3) Kommunisten wurden an Straßenlaternen erhängt…
(4) Die Stärke des Sozialismus zeigte sich auch darin, daß trotz der zunehmenden revisionistischen Einflüsse seit dem XX.Parteitag der KPdSU eine offene Agression gegen die sozialistischen Länder nicht möglich war.
(5) Otto Grotewohl: Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik – Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.III, S.436/437

Wer genauer über die Hintergründe, damit auch über die inneren Auseinandersetzungen, die es auch innerhalb der SED-Führung gab, informiert sein will, der lese dazu den Beitrag von Dr.Kurt Gossweiler: „Hintergründe des 17. Juni 1953“ mit dem Anhang einer bedeutsamen Rede des damaligen KPD-Vorsitzenden Max Reimann. Darin wird deutlich, wie sich bereits 1953 im Gefolge der revisionistischen Tendenzen in der Sowjetunion auch in der DDR innerhalb der Partei eine revisionistische Gruppierung („Plattform“) gebildet hatte, die zu einer Abweichung von dem klaren antiimperialistischen Kurs der DDR führen mußte, was letztlich geeignet war, die führende Rolle der SED zu untergraben. Man beugte sich den Weisungen aus Moskau. Es ist weiterhin klar, daß dies darauf zurückzuführen ist, und auch nur deshalb möglich war, da während der Zeit des Faschismus führende deutsche Kommunisten von den Nazis ermordet worden waren und es damals in der DDR nur noch wenige führende Genossen vom Schlage eines Ernst Thälmann gab.

images Was geschah wirklich am 17. Juni 1953?

Siehe auch:
Die Konterrevolution in der DDR und ihre Handlanger
Die blutige Fratze der Konterrevolution
Gedanken und Hintergründe zum Mord an J.W. Stalin


Den faschistischen Putsch von 1956 kommentierte Karl-Eduard von Schnitzler:

„Nach anderthalb Tagen wurde ein Abenteuer beendet, das den demokratischen Sektor Berlins zu einem Brandherd machen sollte, der zu einem Weltbrand hätte entfacht werden können. […] Es ging nicht um Normen, nicht um freie Wahlen, nicht um die Verbesserung des Lebensstandards, nicht um eine – wie immer geartete – Freiheit; sondern unter Mißbrauch des guten Glaubens eines Teils der Berliner Arbeiter und Angestellten, gegen grobe Fehler bei der Normerhöhung mit Arbeitsniederlegung und Demonstrationen antworten zu müssen, wurde von bezahlten Provokateuren, vom gekauften Abschaum der Westberliner Unterwelt ein Anschlag auf die Freiheit, ein Anschlag auf die Existenz, auf die Arbeitsplätze, auf die Familien unserer Werktätigen versucht. Nicht weil Unzufriedenheit herrschte, haben Provokateure die Unruhen entfesselt, sondern weil von unserer Regierung und vom Politbüro der SED alle Maßnahmen und Schritte eingeleitet worden sind, um die Anlässe der Unzufriedenheit zu beseitigen, die Lebenshaltung unserer Werktätigen umgehend zu verbessern und Hindernisse für die Einheit Deutschlands wegzuräumen.“

Quelle:
Karl Eduard von Schnitzler: Der Anschlag auf den Frieden ist gescheitert.
DDR-Rundfunk, 18. Juni 1953. Deutsches Rundfunkarchiv.
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30 Antworten zu Was geschah wirklich am 17. Juni 1953 und wie kam es dazu?

  1. prkreuznach schreibt:

    Hat dies auf Was war die DDR ? rebloggt und kommentiert.

    (Mit Hinweis auf ein Eingeständnis der bürgerlichen Massenmedien zu den konterrevolutionären Ausschreitungen in der DDR: „Tod in Rathenow“, N.G.)

  2. Nadja schreibt:

    Habe einen Hinweis (in der Form einer Zuschrift) eingebaut in „Politiek en Cultuur“😉

  3. sascha313 schreibt:

    Danke, Nadja! In der Kürze liegt die Würze😉
    http://politiekencultuur.blogspot.de/2014/06/was-geschah-wirklich-am-17-juni-1953.html
    Besonders das Büchlein „Befehdet seit dem ersten Tag…“ ist unbedingt lesenswert!!!

    • prkreuznach schreibt:

      Das Büchlein „Befehdet seit dem ersten Tag“ ist ein wertvolles historisches Dokument. Doch noch zu als es die DDR noch gab, war es ein ständiger Begleiter, wo ich immer wieder drin gelesen habe.

  4. Rolf Preil schreibt:

    Hallo zusammen,
    eine der wichtigsten Rollen spielte der RIAS – Hauptakteur in diesem Laden für den 17. Juni 53 war Egon Bahr (heute spielt er seine Rolle natürlich runter – nach dem Motto: „Ich war ein kleines Zwiebelchen, drum nehmt mir das nicht übelchen!“ ).
    Aber vielleicht genügt das, um die Rolle des Kalten Kriegers klar zu stellen: „Als er (E. Bahr) aber die „leuchtenden und begeisterten Augen dieser Leute sah“, habe er sie trösten wollen und deshalb höflich nach ihren Forderungen gefragt. „Die haben sie dann aufgezählt, und wir haben uns in der Redaktion an einen Tisch gesetzt und das ganze in ein vernünftiges Deutsch gebracht“, schmunzelt Bahr. „Tja, daraus entstanden dann die fünf Punkte, die später überall in der DDR als zentrale Forderungen der Streikenden publik wurden.“
    Mit anderen Worten: Kriegsbrandstifter Bahr diktierte den angeblichen, sogenannten „Arbeitern“ aus Ost-Berlin (die natürlich der RICHTIGEN Teutonensprache nicht mächtig waren) ihren „Streikaufruf“ in die Maschine… siehe: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ex-minister-egon-bahr-erinnert-sich-an-den-17-juni-1953-wollen-sie-den-dritten-weltkrieg/2252630.html

  5. obshestvoiras schreibt:

    Die Geschichte wiederholt sich z. zt. in der Ukraine und auch sonst sehr global – die gleichen dunklen Methoden, aber der Westen dementiert und tut das als billige Russland Propaganda ab, die breite Masse ist so oberflaechlich und schluckt fast alles ! Die Wistle-blower, denen man nachstellt und endlich als Verraeter zum Scheigen bringen will haben es uns nur zu deutlich bestaetigt.
    Gennady Pahl-Vishnevsky
    PMOH – RUSNAS.ORG – Moscow – Berlin – Jerusalem

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  8. Kevin schreibt:

    Ich habe eine Frage : Ich habe von einem Russen gelesen das Trotzki ein Massenörder war dessen Opfer später zu großen Teilen Stalin zugeschrieben worden waren. Was hältst du von dieser Theorie und wieviel Opfer wird Trotzki auf seinem Gewissen haben!!!!!!????

    • sascha313 schreibt:

      Man ist heute sehr schnell bei der Hand mit solchen Begriffen wie „Massenmörder“, „Millionen Tote“ usw. wenn es nur darum geht, die Sowjetunion als ein Land des Terrorismus zu verleumden. Bleiben wir bei den Tatsachen. Wer war eigentlich Trotzki? (lt. Lexikon) Ein „sowj.Politiker; 1917 Mitglied der SDAPR(B); danach in verschiedenen führenden Funktionen; entwickelte sich immer mehr zum offenen Gegner der Leninschen Politik, 1927 wegen antisowj. Wühltätigkeit aus der WKP(B) ausgeschlossen, 1929 aus der UdSSR ausgewiesen.“ Dazu siehe: http://sascha313.blog.de/2010/09/12/trotzki-verraet-junge-sowjetmacht-9364223/

      Stalin verweist auf mehrere Ausfälle Trotzkis gegen Lenin und seine Partei (Bd.10, S.169f.), die jedesmal mit einer Niederlage Trotzkis endeten. Und zwar deswegen, weil die Bolschewiki einen energischen Kampf um den Aufbau des Sozialismus führten und sich nicht nur mit den ausländischen Interventen, mit der entmachteten Bourgeoisie und den Kulaken herumzuschlagen hatten, sondern auch mit allem möglichen karrieristischen und sowjetfeindlichen Gesindel.

  9. … noch mal rebloggt mit dem Zusatz

    @ Rolf Preil

    nicht nur Egon Bahr, auch Herbert Wehner und Willi Brandt und der einarmige Bandit wären wohl mit aufzuzählen …

    via Was geschah wirklich am 17. Juni 1953 und wie kam es dazu?

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  12. Harry 56 schreibt:

    „Die geplante Einverleibung der DDR. Die Politik der BRD gegenüber der DDR war bis 1961 ein ständiger verdeckter Krieg.“

    Hierzu eine kleine Richtigstellung:
    Der verdeckte Krieg der BRD gegen die DDR mit dem Endziel von deren Abschaffung und Einverleibung endete keinesfalls im August 1961.
    Dieser verdeckte Krieg wurde ohne Unterlaß erbarmungslos immer weitergetrieben, und zwar bis zum 1. Juli 1990, als mit der Einführung der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion die DDR als souveräner Staat aufhörte zu existieren. Am 3. Oktober 1990 fand lediglich das STAATSBEGRÄBNIS für die DDR statt.

    Erinnernde soz. Grüße an alle hier.

  13. Rheinlaender schreibt:

    Habe hier https://www.youtube.com/watch?v=BxaMM0EyFJk&list=UUsg8tsCLB450ef129HycVbQ u folgendes Video bei KI Deutschland gefunden. Interessant ist bei diesem Kanal (aber auch anderen „Stalin freundlichen“ Kanälen), dass die bösesten Hetz Kommentare von bürgerlich Linken kommen.

    Für „Lu“ und die Frage nach der angeblichen Luftbrücke hatte ich noch bessere Aufsätze zur Entlarvung der westlichen Lügen gesehen. Egal, ob es um den 17 Juni, die „Luftbrücke“, Vietnam, Nord Korea, Kuba, den Platz des himmlischen Frieden 1988/1989 … oder die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak geht: Die USA geben die Lügen von damals ja selber zu! Leute wie „Lu“ blamieren sich dadurch bis auf die Knochen. So Typen tun mir ehrlich leid. Besonders, wenn er carpe diem schreibt. Dieser Sprachgebrauch ist Mega Out und wird nur noch von armen Willies benutzt, die einen auf Cosmopolit machen wollen. DIese Typen nennt das Kapital verächtlich: verkrachter Abiturient mit PKW Führerschein.

    (Anmerkung Admin: Das Video wurde von youtube bereits gesperrt. Zum Anschauen unblocker.yt verwenden! N.G.)

    • Doed schreibt:

      Dieses „carpe diem“ in Verbindung mit „memento mori“ wurde bei uns Gymnasiasten auch überbracht. Wenn man das mal so überdenkt, wurde uns beigebracht, mehr an uns selbst zu denken. Nicht an die folgenden Generationen. Ob da wirklich eine Intention dahinter war, lässt sich nicht beweisen, schädlich aber wohl. Am Ende weiß man nicht, ob es vom Kultusministerium stammt oder von „Geschenken“ der Bertelsmann-Stiftung.
      Ich suche immer noch den einen Lehrplan den ein User hier(?) geschrieben hat. Das war ziemlich exakt das, was ich gelernt hatte.

  14. Auggie Wren schreibt:

    Achduscheiße, soll man einen Artikel zu Ende lesen, der sich schon im ersten Absatz in die wahnwitzige These versteift, dass Stalin ermordet wurde, ohne dafür schlüssige Beweise zu liefern? Ich glaube nicht!

    • sascha313 schreibt:

      Sie müssen hier überhaupt nicht lesen, doch wennschon – vielleicht gehen sich nachher ein wenig sorgsamer mit Ihren Urteilen um.

      • Doed schreibt:

        Hallo Sascha,
        bei mit der Ermordung Stalins muss ich zustimmen. Bisher sind mir keine eindeutigen Indizien untergekommen. Ein Schlaganfall in dem Alter ist auch nicht etwas Außergewöhnliches.

      • sascha313 schreibt:

        Es wird ja heute leicht als Verschwörungstheorie abgetan, was nicht ins Konzept der herrschenden Klasse paßt. Zudem werden jegliche Informationen, die Aufklärung versprechen, systematisch blockiert. Das ist nicht neu, denn was nützte der Ausbeuterklasse auch ein aufgeklärtes Volk! Bei google findet man (wie nicht anders zu erwarten!) nur die abenteuerlichsten Spekulationen … und bösartige Verleumdungen. Allerdings gibt es schon seit langem zahlreiche eindeutige Belege dafür, daß Stalin tatsächlich ermordet wurde – auf Russisch! Hier ist ein solches Beispiel: https://sascha313.wordpress.com/2013/12/04/chruschtschow-der-morder-stalins-und-der-udssr/
        Die Ermordung Stalins war der Ausgangspunkt für die Konterrevolution in der Sowjetunion!

    • @Auggie Wren:
      Beweise (!!!) doch, stichhaltig mit ALLEM, was verfügbar ist, dass Stalin NICHT ermordet wurde!!! —

      Nicht nur das ZDF und die ARD, SOGAR die History-Sendungen von ‚National-Geographic‘ BEWEISEN mit tausenden von Dokumenten,
      Dass dieser Mensch — einer der Besten — Josef Stalin —, dem das Überleben von mehr als 150 Millionen Menschen GUT-zu-Schreiben IST, obwohl der faschistische Kapitalismus des Todeskultes der Kirche (also der Nazis) mehr als 40 Millionen Sowjetbürger ERMORDET hat

      … und WARUM wurde Stalin gerade vor seiner Deklaration: Dass ‚Gold der Einzige Maßstab für den Austausch/die Bewertung von Gütern‘ SEIN MUß, ERMORDET???

      DU bist ein echter Pfaffen-Heini und glaubst jeden Schmutz, den die Kirche über wahrhaft GUTE Menschen verbreitet!!!

      Shame on You!!! weil DU die LÜGE verbreitest!!!

  15. Auggie Wren schreibt:

    Es geht immer noch um Belege! Allein das zählt in einem historischen Diskurs, und kein Lagerdünkel!

    • Auggie Wren schreibt:

      Im Augenblick haben wir nur eine „Cui Bono“ Argumentation, die als Motiv für eine bestimmte „Ermittlungsrichtung“ dienen kann, letztlich aber nicht beweisträchtig ist. Das angeblich alles systematisch unterdrückt würde, das anders lautend wäre, ist Unsinn! So lange es keinen Beweis gibt, wird diese Theorie nur nicht weiter verfolgt. Die ZEIT hat sich dem Thema mal gewidmet und hält sie mindestens für interessant, wenngleich sie derzeit nicht belastbar ist! Wenn’s so wäre, könnte ich es fast nachvollziehen, ein „Mensch“ wir Stalin hatte viele Feinde, weil er ein Menschenfeind war!

      • sascha313 schreibt:

        Wenn Sie Beweise wollen, dann können Sie das alles nachlesen. Da Sie sich aber ausschließlich auf Quellen der Bourgeoisie berufen, können Sie auch gleich noch Solzhenizyn und Goebbels als authentische Quellen hinzufügen. Sie wiederholen hier nichts anderes, als was im „Schwarzbuch…“ (Conquest & Co.) auch schon steht – es purer Anti-Kommunismus! Und was das Unterdrücken von Meinungen betrifft – schauen Sie sich doch mal die Mainstream-Medien an. Was ist denn aus den whistleblowern geworden? Lebt eigentlich noch einer von denen? Snowden und Assange haben sich ja glücklich der Verfolgung entzogen. Naja – und das mit dem „Menschenfeind“ ist ein Lügenmärchen aus der Mottenkiste der CIA. Haben Sie vielleicht dafür Beweise?

      • Auggie Wren schreibt:

        Das ist ja schon fast Revanchismus wie bei den Nazis, nur mit umgedrehtem Vorzeichen!
        Nüchterne Wertung ist ihnen nicht gegeben, weil der Glaube an die große Weltverschwörung (USA, CIA, Imperialismus und der böse Kapitalismus) viel einfacher ist. Vielleicht sollte man sich besser daran gewöhnen, dass die Welt kompliziert war, ist und immer bleiben wird.
        Der Bezug auf die Kategorisierung „Bourgeoisie“ und „Proletariat“ zeigt nur auf, in welch kleiner Welt sie leben.
        Kommunismus ist ein schön gedachtes Ideal! Dieses Ideal hat nur einen großen Fehler, es klammert den Menschen in all seinen Facetten aus und nimmt die falsche theoretische und zugleich märchenhafte Grundannahme zur Basis, dass Menschen irgendwann einmal alle die gleichen Bedürfnisse, die gleichen politische Überzeugung und gesellschaftliche Orientierung in sich tragen und sie ist genau deshalb auch zum Scheitern verurteilt. Ich bin auch in der DDR groß geworden, meine Eltern waren SED.Mitglieder, meine Mutter arbeitete in der Parteischule, mein Vater bei den Grenzsoldaten. Aber selbst die beiden haben sich nie das Hirn so lebensfremd versengen lassen, wie es einige Artikel hier bei Ihnen erahnen lassen.
        Stalin war ein großer Schlächter. Man muss sich nur das traurige Kapitel der Juden in den baltischen Staaten anschauen, zehntausende wurden nach Sibirien deportiert, tausende fanden den Tod. Auch die Ukraine kann ein Lied davon singen. https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor
        Stalin war ein größenwahnsinniger Machtmensch, der sich vor dem Krieg nicht zu fein war, zusammen mit Hitler die teilweise Einverleibung Polens auszuhandeln! Ach, was soll ich mich ereifern, wenn doch Argumente nicht zählen und allein die Herkunft einer Information zählt, ob sie für glaubwürdig befunden wird oder nicht. Sie sollten sich mal mit Wissenschaftstheorie beschäftigen, dann könnten Sie für sich in Erfahrung bringen, warum es gut ist, Informationen nach nüchternen Kriterien abzuwägen und einzuordnen. Aber das ist Ihnen wahrscheinlich schon zu bourgeois gedacht, nicht wahr?

      • sascha313 schreibt:

        Sie brauchen hier niemandem gute Ratschläge zu erteilen. Und Ihre Eltern lassen Sie besser aus dem Spiel. Denn wenn es denn stimmte, was Sie uns hier erzählen und nicht gelogen ist, dann müßten Ihre Eltern sich Ihretwegen schämen. Zugegeben, auch in einer Parteischule gab es ab und zu wankelmütige Gestalten; doch die gibt es leider überall. Als SED-Mitglied hatte jeder Genosse die Möglichkeit, sich über den Sozialismus und den Imperialismus und über die Gesetzmäßigkeiten der gesellschaftlichen Entwicklung zu informieren. Das wurde auch schon in den Schulen unterrichtet und ist hier nachzulesen.

        Daß Sie diese komplizierte Welt von heute nicht mehr verstehen (das ist ja – by the way – auch der Zweck der bürgerlichen „Wissenschaftstheorie“!), sondern nur noch mantramäßig das wiederholen, was in wikipedia und anderen bürgerlichen und kommunismusfeindlichen Massenmedien und Büchern steht, ist nicht verwunderlich. Es liegt möglicherweise aber auch nur daran, daß Sie unsere Schulen nicht besucht haben. Schon Goebbels wußte, wie Meinungsmanipulation funktioniert. Es ist Geschichtsfälschung!

        Der Kommunismus (den es ja bisher noch nicht gab, sondern nur seine Vorstufe – Sozialismus) ist nicht ein „schönes Ideal“, sondern war für Milliarden Menschen auf über einem Sechstel der Erde über 70 Jahre lang gelebte Realität. Das können Sie natürlich nicht wissen, da Sie ihn nicht kennen und nur das glauben, was man Ihnen darüber erzählt, nämlich das Schlechte. Wissen Sie wie man das nennt? Indoktrination.

        Und jetzt werden wir uns an Stalin halten, der da sagte: „Der Faschismus ist eine reaktionäre Kraft, die unter Anwendung von Gewalt die alte Welt zu erhalten sucht. Was wollen Sie mit den Faschisten machen? Mit ihnen diskutieren? Sie zu überzeugen versuchen? Aber damit erreichen Sie bei ihnen nicht das Geringste.“ (SW, Dortmund 1976, Bd.14, S.16) Wir werden also mit Ihnen hier – wie wir das mit allen reaktionären Kräften und Forentrollen tun – nicht weiter diskutieren, pardon: keinen „historischen Diskurs“ mehr führen. Punkt.

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