Was geschah wirklich am 17. Juni 1953 und wie kam es dazu?

Sowjetische Panzer am 17.6.1953 auf dem Marktplatz in Leipzig.

Ende eines konterrevolutionären Putschversuches. Sowjetische Panzer am 17.6.1953 auf dem Marktplatz in Leipzig.

Nicht nur in den Massenmedien, auch in den Schulbüchern der BRD werden heute massiv Lügen verbreitet über den konterrevolutionären Putschversuch in der DDR am 17. Juni 1953. Erst kurz zuvor war J.W. Stalin ermordet worden, und nun richtete sich die Hoffnung der imperialistischen Kräfte darauf, die DDR einverleiben zu können. In einem BRD-Schulbuch steht: „Die Arbeiter forderten politische Freiheit, freie und geheime Wahlen und den Abzug der Roten Armee.“ Dies ist eine Lüge! Es waren die Forderungen der eingeschleusten Provokateure und der Agenten der westlichen Geheimdienste, die diese Parolen im Auftrag ihrer Hintermänner in Washington, Bonn und Bad Godesberg zu verbreiten suchten. Nur aufgrund des Einschreitens der Sowjetarmee konnte ein Staatsstreich verhindert werden. Der sozialistische Staat war vorerst gerettet. Später dienten diese Ereignisse als Vorlage für den Putsch in Ungarn, in der Ukraine, in Libyen, in Syrien….

Und sehr bald waren auch die Strukturen aufgeklärt, die zu diesen konterrevolutionären Aktivitäten geführt hatten. In einem Geschichtsbuch aus dem Jahre 1983 lesen wir:

Der antikommunistische Kreuzzug der USA

Die Vernichtung des realen Sozialismus in Gestalt der sozialistischen Länder blieb in den fünfziger Jahren das außenpolitische Hauptziel des Weltimperialismus unter Führung der USA. Nachdem aber in der zweiten Hälfte der vierziger Jahre die imperialistische Konzeption von der „Zurückdrängung des Kommunismus“ durch „Eindämmung“ gescheitert war, griffen die USA — in völliger Verkennung der Macht und Festigkeit der sozialistischen Staaten — zu dem Mittel der Diversion und Aggression, um den Sozialismus gewaltsam „zurückzurollen“. USA-Außenminister Dulles, der diese neue Strategie 1950 in seinem Buch „Krieg oder Frieden“ („War or Peace“) entwickelte, bemühte sich jedoch sehr, diesen antikommunistischen Kreuzzug als „Weltkampf um Freiheit“ darzustellen. Die von ihm entwickelte Doktrin der „Befreiung“ sah die direkte Einmischung der imperialistischen Staaten in die inneren Angelegenheiten der sozialistischen Länder vor. Ihr Ziel war die gewaltsame Beseitigung der sozialistischen Gesellschaftsordnung.

nato-plan-1950Zur militärischen Durchsetzung dieser ideologischen Doktrin entwickelten imperialistische Militärtheoretiker der USA die Strategie der „Einkreisung“ der Welt des Sozialismus. Es sollte ein Ring von Militärstützpunkten rund um die sozialistischen Staaten gelegt werden. Zur Verwirklichung dieser Konzeption ging der USA-Imperialismus dazu über, ein ganzes System militärisch-politischer Blocks und zweiseitiger Verträge aufzubauen. Aus der Zusammensetzung der Militärpaktsysteme und der territorialen Lage der Stützpunkte ging eindeutig hervor, daß die Hauptstoßkraft gegen die sozialistischen Länder gerichtet war.

Daneben war aber besonders die Anwesenheit der USA-Truppen auch ein Instrument gegen die demokratische Bewegung in den Stationierungsländern sowie gegen die nationale Befreiungsbewegung in Asien und Afrika. Unter diesem Aspekt wurden die militärischen Kontingente besonders in Europa sowie im Nahen und Mittleren Osten konzentriert. In Ostasien spielten die amerikanischen Stützpunktabkommen mit Japan eine besondere Rolle. Die Mehrzahl der über 1.000 USA-Militärbasen im Jahre 1960 lag in diesen Räumen. Das gleiche trifft für die über 40 Länder zu, mit denen die USA bereits 1955 sogenannte „Sicherheitsverträge“ abgeschlossen hatten. Das Hauptinstrument des Angriffs gegen die sozialistischen Länder blieb, speziell für den europäischen Raum, aber auch darüber hinaus, die NATO. Sie war der Ausgangspunkt für die Schaffung weiterer Paktsysteme in anderen Regionen der Erde, wo der USA-Imperialismus seinen angemaßten Weltherrschaftsanspruch ins Wanken geraten sah.

Die NATO – ein aggressives Militärbündnis

Trotz aller Bemühungen der USA zur Schaffung weiterer Paktsysteme in verschiedenen Regionen der Erde blieb die NATO das Hauptinstrument des Imperialismus zur Vorbereitung eines neuen Krieges gegen die sozialistischen Länder. Im Verlaufe der fünfziger Jahre wurde sie zum größten Militärblock in der Geschichte des Imperialismus ausgebaut. Nachdem Griechenland und die Türkei 1952 der NATO angegliedert waren, bestand ein geschlossenes Aufmarschgebiet des Imperialismus von Skandinavien über Westeuropa bis zum östlichen Mittelmeerraum gegen die sozialistischen Staaten Europas. Der USA-Imperialismus hatte sich damit zugleich wichtige Basen zur Sicherung seiner Vorherrschaft über die kapitalistischen Staaten Europas geschaffen.

Das entscheidende Kettenglied in der Strategie des USA-Imperialismus gegen die sozialistischen Staaten Europas war aber die imperialistische BRD.

USA-Außenminister Dulles faßte die diesbezüglichen Vorstellungen des USA-Imperialismus in seinem bereits genannten Buch „Krieg oder Frieden“ in folgenden Worten zusammen: „Ein wiederbelebtes Deutschland ist ein großer Trumpf in den Händen des Westens. Indem es Ostdeutschland in den Machtbereich des Westens zieht, kann es eine vorgeschobene strategische Position in Mitteleuropa gewinnen, welche die sowjetkommunistischen militärischen und politischen Positionen in Polen, der Tschechoslowakei, in Ungarn und anderen angrenzenden Ländern unterminiert.“(1)

pariser-vertrageDaher drängten die USA gemeinsam mit den herrschenden Kreisen der BRD auf deren Eingliederung in die NATO. Diese Eingliederung verzögerte sich durch den starken Widerstand der Werktätigen in den kapitalistischen Ländern und durch tiefe Widersprüche zwischen den imperialistischen Mächten. 1952 wurde als Umweg das Projekt einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) ausgeklügelt. Einflußreiche Kreise der französischen Großbourgeoisie lehnten die EVG aber ab, weil sie darin eine Gefahr für die eigenen Vorherrschaftspläne in Westeuropa sahen. Vor allem aber scheiterte das EVG-Projekt am massiven Widerstand der friedliebenden Menschen der betroffenen Länder. Die aggressiven Kreise der USA-Monopolbourgeoisie sahen ihre Pläne ernsthaft gefährdet. Sie griffen deshalb zum Mittel politischer Drohung und wirtschaftlicher Erpressung der von ihnen abhängigen kapitalistischen Länder. Auf diese Weise gelang es den USA schließlich, die NATO-Mächte im Oktober 1954 zur Unterzeichnung der sogenannten Pariser Verträge zu veranlassen, die am 5. Mai 1955 in Kraft traten. Diese Verträge gestatteten der BRD den Beitritt zur NATO und ermöglichten ihr, auf die Politik der NATO Einfluß zu gewinnen.

Die Eingliederung der BRD in die NATO führte zu einer erheblichen Zunahme ihrer materiell-technischen Basis sowie zu einer beträchtlichen Steigerung ihrer Aggressivität.

bundeswehr-1959Die Aufnahme der BRD in die NATO gab den imperialistischen Kräften in diesem Lande beträchtlichen Auftrieb. Sie setzten alles daran, um — entsprechend den strategischen Vorstellungen des USA-Imperialismus — die BRD zur „Speerspitze“ des Weltimperialismus im Kampf gegen die Sowjetunion und die anderen sozialistischen Länder Europas zu machen. Dabei verkündeten die herrschenden Kreise der BRD immer unverhüllter die aggressiven und revanchistischen Ziele ihres außenpolitischen Programms. Es ging ihnen vor allem um die Wiedererrichtung eines imperialistischen Großdeutschlands in den Grenzen von 1937. Dazu entwarfen sie ein abenteuerliches Eroberungsprogramm, das sich gegen die DDR, die Volksrepublik Polen, die Sowjetunion und die Tschechoslowakei richtete. Es ging diesen kreisen aber auch um die Beseitigung des sozialistischen Gesellschaftssystems und um eine territoriale Neuordnung Mittel- und Osteuropas. Als Hauptinstrument der Verwirklichung ihrer aggressiven und revanchistischen Ziele betrachtete die Regierung der BRD die sogenannte „Politik der Stärke“. Diese „Stärke“ sollte erreicht werden durch wirtschaftliche Macht, durch Remilitarisierung und durch die Verstärkung der eigenen Potenzen über die NATO, wo die BRD deshalb nach Kommandostellen strebte.

Der Hauptstoß der „Politik der Stärke“ richtete sich gegen die DDR.

In den ersten Jahren nach 1949 hatten die herrschenden Kreise der BRD gehofft, sich die nach Territorium, Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft weit kleinere DDR schnell einverleiben zu können. Um dies möglichst reibungslos vollziehen zu können, war die Bundesregierung bemüht, die DDR als im Sinne des Völkerrechts nicht existierenden Staat hinzustellen. Es wurde behauptet, die DDR sei nur ein besetztes Gebiet, das politisch von der BRD vertreten würde und rechtens zu ihr gehöre. Diese seit 1949 ständig vorgetragene Alleinvertretungsanmaßung hatte den Zweck, die Einverleibung nicht als Aggression im Sinne des Völkerrechts, sondern nur als innerdeutsche Polizeiaktion erscheinen zu lassen. Dem gleichen Ziel diente die 1955 formulierte sogenannte Hallstein-Doktrin. Sie beinhaltete die Forderung der BRD-Regierung, daß die DDR nicht völkerrechtlich anerkannt werden dürfe. Staaten, die dies dennoch taten, drohte die BRD mit Vergeltungsmaßnahmen.

Die geplante Einverleibung der DDR

Die Politik der BRD gegenüber der DDR war bis 1961 ein ständiger verdeckter Krieg. Das Konzept für die Eroberung der DDR war folgendes: Zunächst sollten

a) durch wirtschaftliche Störmaßnahmen,
b) durch propagandistische Beeinflussung der DDR-Bürger,
c) durch die Organisierung einer illegalen Auswanderung aus der DDR und
d) durch direkte Spionage und Sabotage in der DDR

Unruhen erzeugt und Putschsituationen herbeigeführt werden. Alsdann sollten die imperialistischen Staaten gemeinsam mit der BRD den Putschisten zu Hilfe eilen und die DDR beseitigen.(2)

spionagetunnel-berlinEine besondere Rolle spielte bei diesem Vorgehen Westberlin, das systematisch zu einem Störzentrum gegen die DDR, als Vorposten des kalten Krieges ausgebaut wurde. Anfang der sechziger Jahre glaubten die imperialistiaschen Kreise der BRD, genug „Stärke“ akkumuliert zu haben, um offensiv mit der Verwirklichung ihres aggressiven und revanchistischen Programms beginnen zu können. Ihr erster Angriff war dabei 1960/61 gegen die Deutsche Demokratische Republik gerichtet. Dieser Angriff wurde aber bereits im Ansatz zunichte gemacht durch die Stärrke der Arbeiter- und Bauern-Macht in der DDR sowie durch die Einheit und Geschlossenheit der brüderlich verbundenen sozialistischen Länder. Durch den Aufbau des imperialistischen Pakt- und Stützpunktsystems der USA war in den fünfziger Jahren eine gewaltige Aggressionsmacht des Imperialismus entstanden. Mit ihrer Hilfe versuchten die imperialistischen Mächte in den fünfziger Jahren wiederholt, die Kräfte des Friedens, der Demokratie und des sozialen Fortschritts zu zerschlagen und das Rad der Geschichte in Richtung der „einheitlichen kapitalistischen Welt“ zurückzudrehen.

Störungen in der DDR-Wirtschaft

Große Bedeutung maßen die imperialistischen Kreise der westlichen Länder — besonders die der BRD — einem Schlag gegen den sozialistischen Aufbau in der Deutschen Demokratischen Republik bei: Die planmäßigen Fortschritte Anfang der fünfziger Jahre bei der Schaffung der Grundlagen des Sozialismus in der DDR riefen besonders bei den BRD-Imperialisten wachsendes Unbehagen hervor. So versuchten sie skrupellos, ihr Konzept der Einverleibung der DDR in die Tat umzusetzen.

Anfang 1953 kam es — vor allem unter dem Einfluß des politischen, ökonomischen und ideologischen Druckes des Imperialismus — zu Störungen in der Wirtschaft der DDR. Das brachte auch größere Schwierigkeiten bei der Versorgung der Bevölkerung mit sich, was zeitweilig zu Unzufriedenheit und Mißstimmung unter den kleinbürgerlichen Schichten der Bevölkerung, aber auch unter Teilen der Arbeiterklasse führte. Das Politbüro des Zentralkomitees der SED (9. Juni 1953) und der Ministerrat der DDR (11. Juni 1953) legten unverzüglich Maßnahmen zur Überwindung der Schwierigkeiten fest. In dieser Situation entschlossen sich die imperialistischen Kräfte zu einem konterrevolutionären Putschversuch gegen die DDR, ehe die Maßnahmen von Partei und Regierung Erfolge aufweisen konnten.

Was geschah am 17. Juni 1953?

brand-im-ho-kaufhausAm 17. Juni 1953 gelang es Agenten verschiedener imperialistischer Geheimdienste, die von Westberlin aus zahlreich in die Hauptstadt und einige Bezirke der DDR eingeschleust worden waren, in der Hauptstadt und in verschiedenen anderen Orten der Republik einen kleinen Teil der Werktätigen zu zeitweiligen Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen zu bewegen. In einigen Städten plünderten Gruppen von Provokateuren und Kriminellen. Sie legten Brände, rissen Transparente herunter, mißhandelten und ermordeten Funktionäre der Arbeiterbewegung, holten verurteilte Kriegsverbrecher aus Gefängnissen und forderten den Sturz der Arbeiter-und-Bauern-Macht.

Und wie reagierte der sozialistische Staat?

Doch der junge sozialistische Staat bestand unter Führung der Partei auch diese Belastungsprobe. Die Mehrheit der Arbeiterklasse und der Bevölkerung stand zu ihrem Staat. In zahlreichen Großbetrieben, wie im Eisenhüttenkombinat Ost, in den Eisenwerken West (Calbe), im Bergbau sowie im Stahl- und Walzwerk Brandenburg, wiesen die Arbeiter die Provokateure entschieden zurück. Zum Schutze des sozialistischen Aufbaus entstanden in Betrieben Arbeiterwehren, aus denen in der Folgezeit die bewaffneten Kampfgruppen der Arbeiterklasse hervorgingen. Als sie die Hintergründe des konterrevolutionären Putsches erkannten, distanzierten sich viele Teilnehmer von ihm. Sie kehrten in die Betriebe zurück und halfen vielerorts bei der Festnahme der Provokateure. Durch das entschlossene Handeln der fortgeschrittensten Teile der Arbeiterklasse und ihrer Verbündeten gemeinsam mit sowjetischen Streitkräften und bewaffneten Organen der DDR brach der konterrevolutionäre Putsch innerhalb von 24 Stunden zusammen. Der Versuch, die DDR und den Sozialismus auf deutschem Boden gewaltsam zu beseitigen, war gescheitert. Die imperialistischen Staaten gaben jedoch trotz dieses Rückschlages ihre aggressive Politik nicht auf. Vielmehr versuchten sie, ihre aggressiven Handlungen gegen die sozialistischen Länder nunmehr noch zu vervielfältigen und langfristiger anzulegen.

Weitere geheime Pläne für die Konterrevolution

Im Frühjahr 1955 war in den USA dafür ein detaillierter Aktionsplan ausgearbeitet worden, für dessen Durchführung spezielle Organisationen und Institutionen geschaffen wurden. Als führende Propagandazentrale betätigte sich das „Komitee Freies Europa“, das — offiziell als private Einrichtung ausgegeben — von der USA-Regierung bezahlt und gelenkt wurde. Das Komitee errichtete in München den Hetzsender „Freies Europa“ und steuerte zahllose verbrecherische Aktionen gegen die sozialistischen Länder.

Der konterrevolutionäre Putsch in Ungarn

Am Beispiel der Ereignisse in Ungarn 1956 wurde die üble Rolle dieser imperialistischen Organisationen besonders deutlich: In der ungarischen Wirtschaft waren starke Disproportionen aufgetreten, die zu Versorgungsschwierigkeiten und zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung geführt hatten. Diese Entwicklungsschwierigkeiten beim Aufbau des Sozialismus in der Ungarischen Volksrepublik ließen der internationalen Reaktion dieses Land besonders geeignet erscheinen, seine gesellschaftlichen Veränderungen rückgängig zu machen. Es sollte in einen Vorposten der NATO gegen die sozialistischen Staaten umgewandelt werden.

Ungarn 1956
Ungarn 1956: Faschistischer Mob ermordet Kommunisten

Durch Einschleusen faschistischer Banden, von Waffen und Hetzmaterial und durch pausenlose Verbreitung antisozialistischer Losungen über den Sender „Freies Europa“ wurden die inneren Feinde des Sozialismus in Ungarn aktiv unterstützt und eine konterrevolutionäre Erhebung vorbereitet. Eine besondere Rolle spielten dabei solche Forderungen wie „Demokratisierung und Dezentralisierung“ oder „ungarischer Nationalkommunismus“, die bald offen durch antikommunistische Parolen ergänzt wurden. Ende Oktober 1956 waren die Vorbereitungen zur Durchführung eines bewaffneten Aufruhrs abgeschlossen. In Budapest und anderen Orten gingen konterrevolutionäre Banden zum blutigen Terror gegen Kommunisten und Staatsfunktionäre über.(3) (…)

Im Visier: auch die anderen sozialistischen Länder

Der Hauptangriff des Imperialismus richtete sich in den Jahren der Politik des „kalten Krieges“ also gegen die sozialistischen Länder Mittel- und Südosteuropas, die mit Hilfe und Unterstützung der Sowjetunion zunehmend erstarkten. Die imperialistischen Mächte nutzten bei ihren aggressiven Aktionen zum Teil bestimmte entwicklungsbedingte Schwierigkeiten in diesen Ländern aus. Sie griffen aber auch zu offenen und brutalen Aggressionen, wenn sich für verdeckte Aktionen keine hinreichenden Ansatzpunkte boten. Trotz des Einsatzes aller verfügbaren Mittel gelang es dem Weltimperialismus nicht, seine aggressiven Ziele auch nur annähernd durchzusetzen. Vielmehr erstarkte die Gemeinschaft der sozialistischen Länder ökonomisch, militärisch und politisch und begann ihrerseits immer stärker positiv Einfluß zu nehmen auf die Neugestaltung der internationalen Beziehungen.(4)

Das Scheitern dieser gegen die sozialistischen Länder gerichteten Politik des „kalten Krieges“ zeigte sehr nachdrücklich, daß sich das Kräfteverhältnis in der Welt im Verlaufe der fünfziger Jahre immer stärker zugunsten der Kräfte des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus verschoben hatte. Während die sozialistischen Länder sich planmäßig entwickelten und erstarkten, vertiefte sich die allgemeine Krise des Kapitalismus beträchtlich. Die außenpolitische Handlungsfähigkeit der imperialistischen Mächte wurde spürbar eingeschränkt. Der Imperialismus versuchte jedoch, alle ihm verbliebenen Mittel zu nutzen, um den weiteren gesellschaftlichen Fortschritt in der Welt aufzuhalten. Das zeigte sich auch bei dem Versuch imperialistischer Mächte, in Südostasien das Rad der Geschichte zurückzudrehen.

Quelle:
Lehrbuch „Geschichte“ für die 10.Klasse, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1980, S.125ff. (Zwischenüberschriften eingefügt)

Otto Grotewohl sagte zum 17. Juni 1953: „Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk.“ (5)

Anmerkungen:
(1) J. F. Dulles: Krieg oder Frieden. Wien/Stuttgart 1950, S. 163.
(2) Diese konterrevolutionäre Strategie hatte – leider – 1989 Erfolg!
(3) Kommunisten wurden an Straßenlaternen erhängt…
(4) Die Stärke des Sozialismus zeigte sich auch darin, daß trotz der zunehmenden revisionistischen Einflüsse seit dem XX.Parteitag der KPdSU eine offene Agression gegen die sozialistischen Länder nicht möglich war.
(5) Otto Grotewohl: Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik – Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.III, S.436/437

Wer genauer über die Hintergründe, damit auch über die inneren Auseinandersetzungen, die es auch innerhalb der SED-Führung gab, informiert sein will, der lese dazu den Beitrag von Dr.Kurt Gossweiler: „Hintergründe des 17. Juni 1953“ mit dem Anhang einer bedeutsamen Rede des damaligen KPD-Vorsitzenden Max Reimann. Darin wird deutlich, wie sich bereits 1953 im Gefolge der revisionistischen Tendenzen in der Sowjetunion auch in der DDR innerhalb der Partei eine revisionistische Gruppierung („Plattform“) gebildet hatte, die zu einer Abweichung von dem klaren antiimperialistischen Kurs der DDR führen mußte, was letztlich geeignet war, die führende Rolle der SED zu untergraben. Man beugte sich den Weisungen aus Moskau. Es ist weiterhin klar, daß dies darauf zurückzuführen ist, und auch nur deshalb möglich war, da während der Zeit des Faschismus führende deutsche Kommunisten von den Nazis ermordet worden waren und es damals in der DDR nur noch wenige führende Genossen vom Schlage eines Ernst Thälmann gab.

images Was geschah wirklich am 17. Juni 1953?

Siehe auch:
Die Konterrevolution in der DDR und ihre Handlanger
Die blutige Fratze der Konterrevolution
Gedanken und Hintergründe zum Mord an J.W. Stalin


Den faschistischen Putsch von 1956 kommentierte Karl-Eduard von Schnitzler:

„Nach anderthalb Tagen wurde ein Abenteuer beendet, das den demokratischen Sektor Berlins zu einem Brandherd machen sollte, der zu einem Weltbrand hätte entfacht werden können. […] Es ging nicht um Normen, nicht um freie Wahlen, nicht um die Verbesserung des Lebensstandards, nicht um eine – wie immer geartete – Freiheit; sondern unter Mißbrauch des guten Glaubens eines Teils der Berliner Arbeiter und Angestellten, gegen grobe Fehler bei der Normerhöhung mit Arbeitsniederlegung und Demonstrationen antworten zu müssen, wurde von bezahlten Provokateuren, vom gekauften Abschaum der Westberliner Unterwelt ein Anschlag auf die Freiheit, ein Anschlag auf die Existenz, auf die Arbeitsplätze, auf die Familien unserer Werktätigen versucht. Nicht weil Unzufriedenheit herrschte, haben Provokateure die Unruhen entfesselt, sondern weil von unserer Regierung und vom Politbüro der SED alle Maßnahmen und Schritte eingeleitet worden sind, um die Anlässe der Unzufriedenheit zu beseitigen, die Lebenshaltung unserer Werktätigen umgehend zu verbessern und Hindernisse für die Einheit Deutschlands wegzuräumen.“

Quelle:
Karl Eduard von Schnitzler: Der Anschlag auf den Frieden ist gescheitert.
DDR-Rundfunk, 18. Juni 1953. Deutsches Rundfunkarchiv.
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52 Antworten zu Was geschah wirklich am 17. Juni 1953 und wie kam es dazu?

  1. prkreuznach schreibt:

    Hat dies auf Was war die DDR ? rebloggt und kommentiert.

    (Mit Hinweis auf ein Eingeständnis der bürgerlichen Massenmedien zu den konterrevolutionären Ausschreitungen in der DDR: „Tod in Rathenow“, N.G.)

  2. Nadja schreibt:

    Habe einen Hinweis (in der Form einer Zuschrift) eingebaut in „Politiek en Cultuur“ 😉

  3. sascha313 schreibt:

    Danke, Nadja! In der Kürze liegt die Würze 😉
    http://politiekencultuur.blogspot.de/2014/06/was-geschah-wirklich-am-17-juni-1953.html
    Besonders das Büchlein „Befehdet seit dem ersten Tag…“ ist unbedingt lesenswert!!!

    • prkreuznach schreibt:

      Das Büchlein „Befehdet seit dem ersten Tag“ ist ein wertvolles historisches Dokument. Doch noch zu als es die DDR noch gab, war es ein ständiger Begleiter, wo ich immer wieder drin gelesen habe.

  4. Rolf Preil schreibt:

    Hallo zusammen,
    eine der wichtigsten Rollen spielte der RIAS – Hauptakteur in diesem Laden für den 17. Juni 53 war Egon Bahr (heute spielt er seine Rolle natürlich runter – nach dem Motto: „Ich war ein kleines Zwiebelchen, drum nehmt mir das nicht übelchen!“ ).
    Aber vielleicht genügt das, um die Rolle des Kalten Kriegers klar zu stellen: „Als er (E. Bahr) aber die „leuchtenden und begeisterten Augen dieser Leute sah“, habe er sie trösten wollen und deshalb höflich nach ihren Forderungen gefragt. „Die haben sie dann aufgezählt, und wir haben uns in der Redaktion an einen Tisch gesetzt und das ganze in ein vernünftiges Deutsch gebracht“, schmunzelt Bahr. „Tja, daraus entstanden dann die fünf Punkte, die später überall in der DDR als zentrale Forderungen der Streikenden publik wurden.“
    Mit anderen Worten: Kriegsbrandstifter Bahr diktierte den angeblichen, sogenannten „Arbeitern“ aus Ost-Berlin (die natürlich der RICHTIGEN Teutonensprache nicht mächtig waren) ihren „Streikaufruf“ in die Maschine… siehe: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ex-minister-egon-bahr-erinnert-sich-an-den-17-juni-1953-wollen-sie-den-dritten-weltkrieg/2252630.html

  5. obshestvoiras schreibt:

    Die Geschichte wiederholt sich z. zt. in der Ukraine und auch sonst sehr global – die gleichen dunklen Methoden, aber der Westen dementiert und tut das als billige Russland Propaganda ab, die breite Masse ist so oberflaechlich und schluckt fast alles ! Die Wistle-blower, denen man nachstellt und endlich als Verraeter zum Scheigen bringen will haben es uns nur zu deutlich bestaetigt.
    Gennady Pahl-Vishnevsky
    PMOH – RUSNAS.ORG – Moscow – Berlin – Jerusalem

    • Politnick schreibt:

      Natürlich wiederholt sich Geschichte. Zuerst werden die Zielstaaten gezwungen der NATO beizutreten und danach wirtschaftlich abhängig gemacht (Balkanländer, Griechenland, Türkei…). Außer Deutschland, das ist bereits seit 1924 von der Wallstreet abhängig. Von daher hatte die westliche Allianz ein ganz besonderes Interesse, ganz Deutschland in die EU einzugliedern die ebenfalls ein Diktat der Wallstreet ist.

      Die Pariser Verträge stellen, neben der Teilung Deutschlands, den größten Bruch mit dem Potsdamer Abkommen dar, weil ab 1955 massiv Gastarbeiter nach Westdeutschland geholt wurden um entgegen dem Potsdamer Abkommen diejenigen Industrien wiederaufzubauen die maßgeblich an beiden Weltkriegen und Völkermord verdient haben.

      Freundschaft 😉

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  8. Kevin schreibt:

    Ich habe eine Frage : Ich habe von einem Russen gelesen das Trotzki ein Massenörder war dessen Opfer später zu großen Teilen Stalin zugeschrieben worden waren. Was hältst du von dieser Theorie und wieviel Opfer wird Trotzki auf seinem Gewissen haben!!!!!!????

    • sascha313 schreibt:

      Man ist heute sehr schnell bei der Hand mit solchen Begriffen wie „Massenmörder“, „Millionen Tote“ usw. wenn es nur darum geht, die Sowjetunion als ein Land des Terrorismus zu verleumden. Bleiben wir bei den Tatsachen. Wer war eigentlich Trotzki? (lt. Lexikon) Ein „sowj.Politiker; 1917 Mitglied der SDAPR(B); danach in verschiedenen führenden Funktionen; entwickelte sich immer mehr zum offenen Gegner der Leninschen Politik, 1927 wegen antisowj. Wühltätigkeit aus der WKP(B) ausgeschlossen, 1929 aus der UdSSR ausgewiesen.“ Dazu siehe: http://sascha313.blog.de/2010/09/12/trotzki-verraet-junge-sowjetmacht-9364223/

      Stalin verweist auf mehrere Ausfälle Trotzkis gegen Lenin und seine Partei (Bd.10, S.169f.), die jedesmal mit einer Niederlage Trotzkis endeten. Und zwar deswegen, weil die Bolschewiki einen energischen Kampf um den Aufbau des Sozialismus führten und sich nicht nur mit den ausländischen Interventen, mit der entmachteten Bourgeoisie und den Kulaken herumzuschlagen hatten, sondern auch mit allem möglichen karrieristischen und sowjetfeindlichen Gesindel.

  9. … noch mal rebloggt mit dem Zusatz

    @ Rolf Preil

    nicht nur Egon Bahr, auch Herbert Wehner und Willi Brandt und der einarmige Bandit wären wohl mit aufzuzählen …

    via Was geschah wirklich am 17. Juni 1953 und wie kam es dazu?

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  12. Harry 56 schreibt:

    „Die geplante Einverleibung der DDR. Die Politik der BRD gegenüber der DDR war bis 1961 ein ständiger verdeckter Krieg.“

    Hierzu eine kleine Richtigstellung:
    Der verdeckte Krieg der BRD gegen die DDR mit dem Endziel von deren Abschaffung und Einverleibung endete keinesfalls im August 1961.
    Dieser verdeckte Krieg wurde ohne Unterlaß erbarmungslos immer weitergetrieben, und zwar bis zum 1. Juli 1990, als mit der Einführung der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion die DDR als souveräner Staat aufhörte zu existieren. Am 3. Oktober 1990 fand lediglich das STAATSBEGRÄBNIS für die DDR statt.

    Erinnernde soz. Grüße an alle hier.

  13. Rheinlaender schreibt:

    Habe hier https://www.youtube.com/watch?v=BxaMM0EyFJk&list=UUsg8tsCLB450ef129HycVbQ u folgendes Video bei KI Deutschland gefunden. Interessant ist bei diesem Kanal (aber auch anderen „Stalin freundlichen“ Kanälen), dass die bösesten Hetz Kommentare von bürgerlich Linken kommen.

    Für „Lu“ und die Frage nach der angeblichen Luftbrücke hatte ich noch bessere Aufsätze zur Entlarvung der westlichen Lügen gesehen. Egal, ob es um den 17 Juni, die „Luftbrücke“, Vietnam, Nord Korea, Kuba, den Platz des himmlischen Frieden 1988/1989 … oder die angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak geht: Die USA geben die Lügen von damals ja selber zu! Leute wie „Lu“ blamieren sich dadurch bis auf die Knochen. So Typen tun mir ehrlich leid. Besonders, wenn er carpe diem schreibt. Dieser Sprachgebrauch ist Mega Out und wird nur noch von armen Willies benutzt, die einen auf Cosmopolit machen wollen. DIese Typen nennt das Kapital verächtlich: verkrachter Abiturient mit PKW Führerschein.

    • Doed schreibt:

      Dieses „carpe diem“ in Verbindung mit „memento mori“ wurde bei uns Gymnasiasten auch überbracht. Wenn man das mal so überdenkt, wurde uns beigebracht, mehr an uns selbst zu denken. Nicht an die folgenden Generationen. Ob da wirklich eine Intention dahinter war, lässt sich nicht beweisen, schädlich aber wohl. Am Ende weiß man nicht, ob es vom Kultusministerium stammt oder von „Geschenken“ der Bertelsmann-Stiftung.
      Ich suche immer noch den einen Lehrplan den ein User hier(?) geschrieben hat. Das war ziemlich exakt das, was ich gelernt hatte.

  14. Doed schreibt:

    Hallo Sascha,
    bei mit der Ermordung Stalins muss ich zustimmen. Bisher sind mir keine eindeutigen Indizien untergekommen. Ein Schlaganfall in dem Alter ist auch nicht etwas Außergewöhnliches.

    • sascha313 schreibt:

      Es wird ja heute leicht als Verschwörungstheorie abgetan, was nicht ins Konzept der herrschenden Klasse paßt. Zudem werden jegliche Informationen, die Aufklärung versprechen, systematisch blockiert. Das ist nicht neu, denn was nützte der Ausbeuterklasse auch ein aufgeklärtes Volk! Bei google findet man (wie nicht anders zu erwarten!) nur die abenteuerlichsten Spekulationen … und bösartige Verleumdungen. Allerdings gibt es schon seit langem zahlreiche eindeutige Belege dafür, daß Stalin tatsächlich ermordet wurde – auf Russisch! Hier ist ein solches Beispiel: https://sascha313.wordpress.com/2013/12/04/chruschtschow-der-morder-stalins-und-der-udssr/
      Die Ermordung Stalins war der Ausgangspunkt für die Konterrevolution in der Sowjetunion!

  15. Nicht nur das ZDF und die ARD, SOGAR die History-Sendungen von ‚National-Geographic‘ BEWEISEN mit tausenden von Dokumenten,
    Dass dieser Mensch — einer der Besten — Josef Stalin —, dem das Überleben von mehr als 150 Millionen Menschen GUT-zu-Schreiben IST, obwohl der faschistische Kapitalismus des Todeskultes der Kirche (also der Nazis) mehr als 40 Millionen Sowjetbürger ERMORDET hat
    … und WARUM wurde Stalin gerade vor seiner Deklaration: Dass ‚Gold der Einzige Maßstab für den Austausch/die Bewertung von Gütern‘ SEIN MUß, ERMORDET???

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  17. karolwojci schreibt:

    Was für Methoden US-amerikanische Geheimdienste angewandt haben (und immer noch tun), um den Lauf der Geschichte in ihrem Sinne zu beeinflussen (oder es versucht haben), kann man in dem Buch „Das Schachbrett des Teufels“ von David Talbot nachlesen. Selbst die Mainstreampresse sagt dazu: „Alle, die sich bisher über Verschwörungstheorien lustig gemacht haben, dürften ihre Meinung nach der Lektüre dieses Buches ändern.“ (Boston Globe)

    In dem Buch geht es in erster Linie um den seit 1953 Chef der CIA Allen Dulles. 1953, eben das Jahr in dem es in dem Artikel geht… Allen Dulles war der Bruder von dem im Artikel zitierten J.F. Dulles, man kann Allen also als den ausführenden Arm seines Bruders sehen. Die beiden waren ein eingespieltes Team. Der erfolgreiche Putsch im Iran und der miss“glückte“ in Kuba fielen beide in diese Zeit, auch die menschenverachtenden Experimente (MK Ultra).

    Die Dulles-Brüder haben übrigens zur Zeit des 2. Weltkrieges extrem viel Geld über Geschäfte mit den Nazis verdient. Von dem Umgang der Nazis mit den Juden haben sie von vorne rein gewusst. Sie waren froh darüber, dass sich hier faschistisches Bollwerk gegen die Sowjetunion gebildet hatte. Wie wenig Allen Dulles ein Problem mit den Nazis hatte zeigte sich auch nach dem Krieg, als er den Nazi-Kriegsverbrecher Reinhard Gehlen zum ersten BND-Chef ernannte… Gehlen hatte im Weltkrieg die Aufgabe, die Geheimdiensttätigkeiten der Nazis an der Ostfront zu leiten… Der erste BND-Chef war demnach ein paranoider notorischer Sowjethasser. Wenn man sich diese Zusammenhänge anschaut, wundert man sich über gar nichts mehr.

  18. Pingback: Ich habe den Vopo erschossen | Sascha's Welt

  19. Johann Weber schreibt:

    Zurück zum Umsturzversuch vom 17. Juni 1953.
    Seit über 50 Jahren erlebe ich diese Veranstaltung, die nur für die antikommunistische Propaganda aller Westparteien, jetzt auch noch mit der Partei die Linke gedacht war. Für die Menschen in Niederbayern war nur der Feiertag wichtig. Bereits 5 Jahre nach dem Umsturzversuch schrieb die Passauer Neue Presse am 17. Juni 1958:

    „Tag der deutschen Einheit im Zwiespalt der Meinungen
    Der 17. Juni wird in Passau als ein Feiertag wie jeder andere begangen.
    Was als ein Feiertag der Besinnung gedacht war, wird allerdings auch in Passau heute mehr oder weniger als ein arbeitsfreier Badesonntag empfunden, den man den in leeren Reden oft zitierten „Brüdern und Schwestern“ in Mitteldeutschland verdankt […] Viele wußten es nämlich nicht. So erhielt ein Lehrer in der Oberrealschule auf seine Frage: „Warum ist morgen ein Feiertag?“ die unbekümmerte Antwort: «Weil vor fünf Jahren der Stalin gestorben ist“. [….] Schulfeiern in größerem Rahmen wurden dagegen nicht abgehalten. Auch die größeren Organisationen oder Behörden, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Stadt, verzichteten auf öffentliche Kundgebungen. Der Vorsitzende des DGB in Passau, Adolf Pohland, meint dazu: „Für größere Kundgebungen ist Passau zu klein“[..] Eine dieser Familien wohnt in einem kleinen Zimmer in der Kastnergasse. Gerhard X (seinen Namen will er nicht nennen, weil er noch Verwandte in der Zone hat) kehrte vor einem Jahr dem Arbeiterparadies den Rücken, obwohl ihm als Maschinenschlosser im Arbeiter- und Bauernstaat alle Wege offenstanden. Warum er gegangen ist? „Ich wollte abends nach der Arbeit zu meiner Frau und zu meinem Kind nach Hause.“ Gerhard X. wollte kein Klassenkämpfer, sondern ein Mensch sein. Deshalb mußte er gehen.“

    Wer eins und eins zusammenzählen kann, der kann selbst feststellen, wer die „Antreiber“ dieses Umsturzversuches waren. Hier vier Beispiele:
    1.) In der Berliner Zeitung vom 5. Juli 1953 steht:
    „Mensch, wir sind doch KgU“
    Schnapsmutige Gespräche am 17. Juni / NGO hetzt zum Mord und Terror

    „ Berlin (ADN). Die Westberliner Zeitung „SOS“ veröffentlicht in ihrer Juli-Ausgabe einen Leserbrief von W. S., Berlin N., unter der Überschrift „KgU — auch diesmal dabei“. In dem die Entsendung von Provokateuren aus Westberlin in den demokratischen Sektor am 17. Juni bestätigt wird.

    Der Leser schreibt, daß sich kurz vor der Verhängung des Ausnahmezustandes am 17. Juni am Potsdamer Platz eine kleine Gruppe bemerkbar machte, die hochprozentigen Schnaps verteilte. Ein hinzukommender Westberliner Reporter, der sich durch seinen Presseausweis legitimierte, wurde gleichfalls damit traktiert. Auf seine erstaunte Frage, mit wem er es zu tun habe, bekam er die ebenso drastische wie kennzeichnende Antwort: „Mensch, wir sind doch von der KgU!“ (Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit). Als der Reporter in dem Pkw noch ein Funkgerät entdeckte, wurde er darüber unterrichtet, daß dies von dem „Einsatzleiter“ betätigt würde.

    Zu den Organisatoren der Brandstiftungen und Morde im demokratischen Sektor von Berlin und der DDR am 17. Juni gehört neben anderem auch die sogenannte NGO (Nur gewerkschaftliche Organisationen) mit dem Sitz in Berlin SW 29, Wilhelmstraße 10. Leiter dieser Agentenzentrale ist Gerhard Haas, der schon vor dem 17. Juni ständig über den Rias zur Sabotage, zum Terror und indirekt zum Mord an Arbeiterfunktionären aufforderte.

    Die schnelle Niederschlagung der faschistischen Putschversuche verhinderte jede weitere Brandstiftung oder jeden Terror. Jetzt versuchen die Banditen, aus dem Hinterhalt bezw. unter dem Schutz der Westberliner Stumm-Polizei ihre verbrecherische Tätigkeit fortzusetzen. Diesem Zweck dient ein von Gerhard Haas verfaßtes Flugblatt, in dem dazu aufgefordert wird, Brände an Arbeiterlokale zu legen und mit Mord und Terror Regen die fortschrittliche Bevölkerung des Westberliner Bezirks Wedding vorzugehen.

    Offen wird der bestialische Mord an dem Angehörigen des
    HO-Betriebsschutzes in Rathenow, Willi Hagedorn, in diesen Schmutzblättern verherrlicht. Für die nächsten Tage werden schon neue Morde angekündigt. Da die Bevölkerung die im Dienst der Kriegstreiber stehenden Provokateure energisch verurteilt, unterschrieben die NGO-Agenten zur Tarnung ihrer Flugblätter mit „Hennigsdorfer Streikleitung“. „

    2) „Im Zusammenhang mit dem Volksaufstand des 17. Juni 1953 kam die britische Militärregierung in Berlin zur Einschätzung, dass insbesondere das DGB-Ostbüro (in West-Berlin) und der RIAS ihr Möglichstes getan hätten, „um den Widerstand gegen die Erhöhung der Normen zu schüren““
    http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/1060133

    http://www.17juni53.de/chronik/530619/19juni53_telegr34.pdf

    3) „Dies war das Ende unseres über fünf Stunden dauernden Protestmarsches. Wir verteilten uns und erfuhren erst jetzt, daß seit 13.00 Uhr im Ostsektor von den Sowjets der Ausnahmezustand ausgerufen worden war. Bevor ich nach Hause ging, informierte ich in Westberlin noch das SPD-Ostbüro über die Ereignisse dieses Tages. Der Bericht ist erhalten geblieben. Meine Westberliner Genossen wollten, daß ich im Westsektor bleibe, aber ich ging zu meiner Familie zurück. Auf Schleichwegen, über Hinterhöfe gelangte ich nach Hause.“[Quelle: Siegfried Berger, „ich nehme das Urteil nicht an“ – Ein Berliner Streikführer des 17. Juni vor dem Sowjetischen Militärtribunal, Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Band 8, Berlin 1998, S. 17-19]

    4) Joseph J. Trento, Journalist und CIA-Experte trifft in dem Film „Die Geschichte der CIA – Teil 1/3 – Geheime Operationen“ gesendet von arte france, in dem Abschnitt von Minute 5:27 bis Minute 5:40 folgende Aussage:
    „[..] wenn wir bis zum Jahr 1947 zurückschauen so haben sich wo auch immer Guatemala, Ungarn, Berlin, Vietnam, Chile alle Operationen der damaligen Zeit nach immer dem selben Schema abgespielt“.

  20. Hanna Fleiss schreibt:

    Zur Zeit lese ich Vasil Bilak, „Wir riefen Moskau zu Hilfe“, genaueste, bisher gar nicht bekannte Einzelheiten aus Sicht des marxistisch-leninistischen Teils der KPTsch zum „Prager Frühling“, der sicher auch vom 17. Juni 53 inspiriert war. Und wie sich die Bilder gleichen: Nach dem Muster von Prag auch unser 89, mit dem Unterschied, dass uns diesmal keine sowjetischen Panzer halfen. Und erst wenn man das begreift, weiß man auch die Partei „Die Linke“ einzuordnen, auch wenn ihre Gründung nicht in allen Details mit den Prager Ereignissen übereinstimmt. Eines aber haben 68 und 89 gemeinsam: Die Konterrevolution konnte sich in ihren Anfängen nur in das sozialistische Mäntelchen hüllen, sonst wäre die Reaktion vom Volk davongejagt worden. Der „Prager Frühling“ als Vorbereitung auf das Jahr 89.

  21. Hanna Fleiss schreibt:

    Am 17. Juni 1953 war ich zwölf Jahre alt. Natürlich wusste ich keine Zusammenhänge, aber eines wusste ich: Es geht gegen die DDR! Vor den Läden lange Schlangen von Leuten, die sich für schlechte Zeiten „eindecken“ wollten, die Regale waren leer. Mittags, mit einem der letzten S-Bahn-Züge, kam mein Vater von der Arbeit, drückte mir Geld in die Hand: „Kauf Brot, alles, was du kriegst.“ Dann machte er sich auf den Weg in die Innenstadt. Er kam aber nur von Köpenick bis nach Karlshorst. Vor dem Bahnhof eine grölende Menge, ein sowjetischer Panzer stand in Höhe des S-Bahnhofes, erzählte er uns am nächsten Tag. Es wurde nicht geschossen, der Rias aber hatte angeblich Schüsse gehört. Meine Mutter arbeitete in der Innenstadt, und weil keine S-Bahn mehr fuhr, musste sie zusammen mit ihren Kollegen bis nach Köpenick laufen, annähernd 20 km.
    Auch am nächsten Tag fuhr noch keine S-Bahn, aber vor den Bäckereien zogen sich lange Schlangen von Leuten hin, es wurde aber nur jeweils ein Brot herausgegeben. Nichts fuhr, keine S-Bahn, keine Straßenbahn. Es war totenstill. Aus Gesprächen der Leute reimte ich mir einiges zusammen, aber wirklich verstanden hatte ich die Vorgänge zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das kam erst später. Aus Berichten von Augenzeugen erfuhr ich später von den Vorgängen Unter den Linden, als Kioske angezündet wurden, Läden geplündert, Gebäude gestürmt wurden, in denen sich Institutionen der DDR befanden, der Begriff der 8-Groschen-Jungen war aufgekommen, die aus Westberlin durch das Brandenburger Tor mit „Deutschlandfahnen“ gekommen waren, um ordentlich „aufzumischen“. Aber schon ein, zwei Tage später lief das Leben wieder seinen Gang.
    Dass der 17. Juni in der BRD zum Feiertag gekürt wurde, dürfte jedem klargemacht haben, dass es ein Feiertag nicht für uns war.

  22. Johann Weber schreibt:

    Hanna Fleiss,
    vielen Dank für Deine Schilderung. Für einen, der in Niederbayern wohnt, sehr wichtig Info´s.
    Mit solchen Berichten kann ich meine Gesprächspartner überzeugen, dass sich dieser Umsturzversuch nicht so abgespielt hatte, wie es uns alle Parteien und Medien in der Alt-BRD eintrichterten. Leider haben sich die Politiker der Partei „die Linke“ auch dieser antikommunistischen Propaganda aller Alt-BRD-Regierungen angeschlossen.

  23. Pingback: Der antikommunistische Putsch in der DDR 1953 | Sascha's Welt

  24. Gerald Buchholz schreibt:

    Du alte Stasi-Hetzfresse. Eines Tages wird man auch Dir das Maul stopfen, Du Ratte!

    (Nutzer mit der IP: 95.90.194.16 gesperrt! Admin.)

    • Ulrike Spurgat schreibt:

      Lieber Sascha,
      Karl Marx schreibt im Vorwort Das Kapital
      „Geh deinen Weg, und lass die Leute reden.“ (Dante)
      Sehr herzliche und solidarische Grüße.
      G. Buchholz:
      Ich verachte sie !!!

  25. Pingback: Was geschah wirklich am 17 Juni 1953 und wie kam es dazu? – maoistdazibao

  26. Johann Weber schreibt:

    Ein Leserkommentar, der am 2. Juli 1953 in der Berliner Zeitung stand, spricht klar die Hintergründe dieses Umsturzversuches an:

    „Vierzehn Tage sind vergangen
    Meinungen und Urteile unserer Leser zu den Ereignissen des 17. Juni
    […] Ein alter Arbeiter aus Wilmersdorf, Am Stadtpark, schreibt eindringliche Worte an die Werktätigen, deren Unzufriedenheit am 17. Juni für den faschistischen Putsch ausgenutzt wurde: „Als arbeitsloser Westberliner möchte ich zu den Vorgängen im demokratischen Sektor meine Meinung sagen. Allen, die glauben, daß wir in Westberlin ein freies und herrliches Leben führen, möchte ich nur an die Bannmeile vor dem Schöneberger Rathaus, an das Verbot von Erwerblosenkonferenzen und an die enorme Zahl der Arbeitslosen erinnern. Arbeiter Ostberlins, fällt Euch bei einem Vergleich nichts auf? Ich war bestimmt kein schlechter Arbeiter und die zehntausend anderen Erwerbslosen auch nicht Ihr habt gestreikt, nicht weil Ihr wolltet, sondern weil Ihr den Einflüsterungen aus dem Westen erlegen seid. Wir hier im Westen können mit den Regierungen nicht reden, unser Leben kümmert sie auch wenig. Ihr aber konntet es und tatet es nicht. Eure und unsere Feinde haben das sehr genau gemerkt und Eure Unzufriedenheit zu dem Putsch ausgenutzt. Wir alle müssen lernen, lernen aus unseren Fehlern und lernen wie man sich in einem Staat der ein Arbeiterstaat ist, zu bewegen hat. Diesmal waren es die sowjetischen Soldaten, die die deutschen Arbeiter vor einem Chaos bewahrten. Ich glaube, daß wir alle Ursache haben, das in Zukunft selbst zu tun.““

    • sascha313 schreibt:

      Oh, wie recht er doch hat! Man müßte seine Worte auch all den Dummköpfen um die Ohren hauen, die während der „friedlichen Revolution“ 1990 mit irgendwelchen dümmlichen Parolen auf ihren Pappschildern durch Leipzig oder anderswo gelatscht sind….

      • tommmm schreibt:

        So traurig es ist mit den kaum noch bezahlbaren Mieten in Berlin, aber wenn ich mir die Menschen ansehe, die heute Immobilienkonzerne enteigenen (eigentlich abfinden) wollen, sind diese Menschen meistens im Alter zwischen 50 und 70. Mich würde mal interessieren, wie viele von denen 1989 sinnlos „Wir sind das Volk“ gebrüllt haben.
        Und auch jetzt haben sie nichts begriffen, wollen sie doch auf Kosten der Allgemeinheit ausschließlich ihr persönliches Los verbessern.

  27. Johann Weber schreibt:

    Ach tommmmm, was soll dieses Ablenken.
    Wenn du dich schon über das angebliche „Verhalten“ zur Mietpreisexplosion äußerst, dann bitte richtig. Am meisten sind die Menschen, vor allem die Alleinerziehenden oder Familien mit einem Einkommen, betroffen, die so zwischen 20 und 40 Jahre alt sind. Das ist die Generation, die für das Wohl ihrer Kinder aufkommen muss. Es ist die Nach-1989-Generation.
    Die Generation, die du ansprichst dürften überwiegend nicht auf Kosten der Allgemeinheit (deine Worte) gelebt haben. Diese Generation hat in der DDR gelernt wie man sein Leben organisiert.

    • tommmm schreibt:

      Johann,
      du hast mich falsch verstanden. Ich habe mir öfter die Bilder der aktuellen Demonstration angesehen, und da waren die 50 bis 65-jährigen in der Überzahl. Und das sind eben die Menschen, die schon zu DDR-Zeiten beispielsweise in der Karl-Marx-Allee gewohnt haben. Und genau diese Menschen haben sich 1989 überrumpeln lassen und diese sinnlosen Parolen aufgenommen. Ich will das nicht nachträglich verurteilen, nicht alle Menschen haben das damals durchschaut. Ich übrigens auch nicht in dem vollen Umfang. Ansonsten wäre dieser Versuch der Konterrevolution ja anders ausgegangen.

      Der jetzige Versuch einer „Enteignung“, die es ja eigentlich nicht ist, da es ja ein Zurückkaufen der Wohnungen durch die Stadt werden soll und nicht entschädigungslos, ist dann eben eine örtliche Lösung auf Kosten der Allgemeinheit, und dass sich diese Menschen danach wieder zurücklehnen.

      Sascha hat es gerade in einem anderen Artikel als Zitat von Engels gebracht:
      „In einer solchen Gesellschaft ist die Wohnungsnot kein Zufall, sie ist eine notwendige Institution, sie kann mitsamt ihren Rückwirkungen auf die Gesundheit usw. nur beseitigt werden, wenn die ganze Gesellschaftsordnung, der sie entspringt, von Grund aus umgewälzt wird (…) Und solange die kapitalistische Produktionsweise besteht, solange ist es Torheit, die Wohnungsfrage oder irgendeine andre das Geschick der Arbeiter betreffende gesellschaftliche Frage einzeln lösen zu wollen. Die Lösung liegt aber in der Abschaffung der kapitalistischen Produktionsweise, in der Aneignung aller Lebens- und Arbeitsmittel durch die Arbeiterklasse selbst.“

      Ich kann hier nicht erkennen, dass die Systemfrage gestellt wird. Du?
      Ich hoffe, ich habe mich jetzt klarer ausgedrückt. Es fehlt die komplette politische Bildung….

      • Johann Weber schreibt:

        Zur Bildung gehört aber auch, sich mit den Gegnern des Weges, wie Du sascha zitiert hast, auseinanderzusetzen.
        Hier der entscheidende Fakt, der immer beachtet werden muss:

        „Das Schachbrett des Teufels“
        Markus Kompa
        Interview mit dem Allen-Dulles-Biographen David Talbot

        1) 1956 bot BND-Chef Gehlen seinem Förderer Allen Dulles für den Fall eines Wahlsiegs der Sozialdemokraten in Westdeutschland einen Staatsstreich von rechts an, wie er um diese Zeit in Griechenland, in etlichen Ländern in Afrika, Mittel- und Südamerika, sowie in Indonesien geschah. Wie realistisch wäre eine solche Option aus US-Sicht gewesen?
        David Talbot: Ich glaube, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit bestand, dass dies passiert wäre. Bedenken Sie, dass die Dulles-Brüder die Außenpolitik unter Präsident Eisenhower dominierten, mit John Foster als Außenminister und Allen als CIA-Direktor. Westdeutschland wurde als Frontlinie im Kalten Krieg gesehen und die Dulles-Brüder demonstrierten wiederholt, wie weit sie gehen würden, um US-Interessen zu schützen, selbst wenn dies eine aggressive Störung der Souveränität eines ausländischen Partners bedeutet hätte.“
        (Anmerkung Weber: Hat die USA je anders gehandelt?)
        https://www.heise.de/tp/features/Das-Schachbrett-des-Teufels-3306955.html

        Nochmals Lernwissen. Bereits Anfang der 1950-iger Jahre hatte eine von Adenauer finanzierte Terrorgruppe „Bund deutscher Jugend – Technischer Dienst“ eine Todesliste (über Menschen in der Alt-BRD) erstellt. Diese Todesliste enthielt hunderte Namen von Kommunisten, linken SPD-lern, linken Christen und anderen friedliebenden Menschen. Ich habe mir diese Liste vom Hessischen Staatsarchiv besorgt. Diese Terrorgruppe „Bund deutscher Jugend – Technischer Dienst“ war brandgefährlich für die FDJ in der DDR. Bei den Weltjungendfestspielen 1951 in Ostberlin (Die FDJ-ler wurden vom Westberliner Bürgermeiser „eingeladen“), wurden hunderte junger Menschen (FDJ) von dieser Terrorgruppe brutal misshandelt.

      • tommmm schreibt:

        Johann,
        ich muss jetzt mal hier antworten, da bei dir die Verzweigung aufhört. Du hast jetzt das Thema gewechselt, so dass ich immer noch nicht weiß ob ich mich jetzt klarer ausgedrückt habe? Ansonsten finde ich deine Recherchen immer sehr interessant. Zu Gehlen kann ich ein Buch von Julius Mader empfehlen: „Die graue Hand“

        „….„Bund deutscher Jugend – Technischer Dienst“…“
        Zu diesem Thema habe ich bisher noch nichts gehört. Hast du da irgendwelche Links?

  28. Johann Weber schreibt:

    tommmmmmmmm
    ich habe nicht das Thema gewechselt. Ich habe darauf hingewiesen, dass jetzt die Herrschenden in der BRD, zusammen mit den NATO-Staaten, einen Systemwechsel nie zulassen werden. Die Quelle „Gehlen“ aus dem Jahre 1956(1957 hatten wir wieder eine Bundestagswahl) sollte dies aufzeigen. Seit dem Korea-Krieg bis in die jüngste Vergangenheit jederzeit nachvollziehbar.
    Auch ich habe das Buch von Julius Mader und noch zig andere DDR-Bücher, die Glas klar aufzeigten, mich welchen Terrormaßnahmen, von Seiten des Westens, die Verantwortlichen in der DDR fertig werden mussten und somit die Menschen in der DDR schützen konnten.
    Zum „Bund deutscher Jugend – Technischer Dienst“ liefere ich noch die links, bzw. Artikel nach.
    Ich wollte aber zuerst meine Gedanken los werden.

  29. Johann Weber schreibt:

    Tommmmmmmmm, hier einige links:

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13502527.html
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29191885.html
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21977927.html

    Protokoll Hessischer Landtag vom 11.11.1952 – ab Seite 1294:

    http://starweb.hessen.de/cache/PLPR/02/2/00032.pdf

    In über 700 Artikel zu dieser Terrororganisation „BDJ-Technischer Dienst“ wurden die Menschen in der DDR über die Gefährlichkeit dieser Partisanentruppe informiert. Links habe ich keine.

    Nur kurz. Ein weiteres Beispiel, von welchen Terrorgruppen Gefahr für Menschen in der Alt-BRD ausging.
    Das „Neue Deutschland“ berichtet am 6.4.1960:
    „Bonn enfesselt Hexenjagd
    453 Persönlichkeiten auf der schwarzen Liste / Neben Arno Behrisch und Peter Nellen auch Viktor de Kowa und Fita Benkhoff
     Bonn (ND). 453 westdeutsche Persönlichkeiten stehen auf einer streng geheimen „Abschußliste“ der von der Bonner Regierung ausgehaltenen Kreuzzugsorganisation „Rettet die Freiheit“, die dieser Tage an besonders zuverlässige Personen in numerierten Exemplaren gegen Quittung ausgegeben wurde. Ähnlich wie der faschistische BDJ (Bund Deutscher Jugend) im Jahre 1952 geheime Listen von sozialdemokratischen und anderen Politikern der Bundesrepublik angelegt hatte, die am Tage X „liquidiert“ werden sollten, hat jetzt die Münchner Arbeitsgruppe „Kommunistische Infiltration und Machtkampftechnik“ des berüchtigten Komitees „Rettet die Freiheit“ auf Grund von Unterlagen der Westzonengerichte und des Verfassungsschutzes sowie der faschistischen Agentenorganisationen die Namen bekannter Persönlichkeiten und ganzer Organisationen gesammelt. Jeder, der irgendwann einmal eine Unterschrift für eine nicht von Bonn genehmigte Aktion gegeben hat, wird von den Kreuzzugsfaschisten zum „Kommunisten“ gemacht, auf den die Meute der Hexenjager Mc- Carthyschen Stils gehetzt wird. […]
    Als Organisationen werden der „Fränkische Kreis“, der „Deutsche Klub“, der „Schwelmer Kreis“, die „Falken“, die Gewerkschaft Druck und Papier, der Sozialistische Studentenbund und die Wanderorganisation „Die Naturfreunde“ usw. denunziert.
     Selbst Personen aus den Reihen der Regierungspartei, wie der CDU Bundestagsabgeordnete Peter Nellen, die sich gegen den Adenauer-Kurs gewendet haben, werden aufs gemeinste verleumdet. Ebenso werden die Sozialdemokraten Prof. Abendroth, Helene Wessel und Arno Behrisch angeprangert, weil sie die antikommunistische Hetze Adenauers verurteilten. Selbst vor Theologen wie dem Oberkirchenrat D. Kloppenburg und Prof. Dr. Nikolaus Koch, Dortmund, machen die Hexenjäger nicht Halt.“

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