Viele Grüße aus Rußland !

1377664386_prosvirinDiesen Brief veröffentlichte einartysken auf seiner Website. Auch wenn diese „neutrale“ Einordnung von Deutschland und Europa, jenseits aller Klassenpositionen, völlig an der Realität vorbeigeht, und sogar die Illusion nährt, der Kapitalismus sei bereits überwunden, übernehmen wir diesen bitteren Brief aus Rußland, weil er deutlich macht, wie die Machtverhältnisse heute sind. Lächerlich ist die Vorstellung, daß es zwischen einem sozialistischen Land (wie der Sowjetunion) und einem imperialistischen Land (wie den USA oder der BRD) jemals eine „Freundschaft“ gegeben habe oder überhaupt geben könne. Und lächerlich ist auch die Vorstellung von einem „vereinten Europa“, denn unter dem Kapitalismus kann es keine Einigkeit geben und schon gar keine soziale Gerechtigkeit. Diese revisionistische (genauer: antikommunistische!) Haltung, wie sie der Briefschreiber hier vertritt, war auch die Ursache für die Vernichtung des Sozialismus und der Grundgedanke der „Perestrojka“, die für die sagenhafte Bereicherung einzelner Oligarchen, für massenhaftes Elend und für zahllose menschliche Katastrophen in den ehemals sozialistischen Ländern verantwortlich sind.Es ist wohl auch nicht nur Dummheit zu glauben, daß der Faschismus (wie heute in der Ukraine) menschlicher Bosheit entspringt. Wir leben bekanntlich in einer vom USA-Imperialismus dominierten Welt. Diese Sitution wird sich erst dann ändern, wenn die Macht und die Arroganz der Bourgeoisie gebrochen ist und das Proletariat von seinem Recht Gebrauch macht, die Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse abzuschaffen, und wenn das Volk die Macht und die Produktionsmittel in die eigenen Hände genommen hat. Vorerst also soll dieser Brief ein wenig zum Nachdenken darüber anregen, wie einige Leute in Rußland über die Deutschen denken! … Und der Autor ist ganz gewiß kein Kommunist! … eher ein unterentwickelter Milchreisbubi!

14. August 2014

Mein Name ist Jegor Proswirnin und ich bin der Chefredakteur der russischen Webseite sputnikipogrom.com die europäische Werte vertritt. Ich habe gehört, daß ein Lebensaspekt, der Europäern am Herzen liegt, und besonders den Deutschen, die Geschichte ist. Wenn wir uns also die jüngste Geschichte in Erinnerung rufen, können wir uns erinnern, daß eine große Armee von 300.000 sowjetischen Truppen zusammen mit 5.000 Panzern, 1.500 Flugzeugen und 10.000 Geschützen (einschließlich taktischer Atomwaffen) einfach das gerade vereinte Deutschland verließen, ohne daß ein Schuß abgefeuert wurde. Es war eine in Umfang und Kürze nie dagewesene Operation, als sich ganze Sowjetarmee buchstäblich auf das offene Feld verlagerte. Zehntausende Sowjetoffiziere gehorchten dem Befehl der obersten Führung, verließen ihre warmen Kasernen und lebten in feuchten Zelten inmitten schneebedeckter Felder. In manchen Fällen sogar mit ihren Familien.

Wofür? Für die Hoffnung. Hoffnung, daß die dunklen Seiten der Geschichte zwischen unseren beiden Ländern endlich und für immer vergangen sind. Hoffnung, daß wir nicht länger Armeen und Panzer im Zentrum Europas halten müßten, und daß Europa unsere Interessen respektieren und berücksichtigen würde. Die Hoffnung, daß wir an einem wiedervereinten Deutschland einen guten Freund und Alliierten haben würden, mit dem Rußland den Traum von Charles de Gaulle eines vereinten Europa von Lissabon bis Wladiwostok erfüllen würde. Als unsere Armeen Deutschland verließen, wurde unseren Soldaten erzählt, daß Deutschland seine Fehler in der Vergangenheit erkannt und abgelöst habe, und daß wir nicht mehr deutsche Stimmen hören würden, die Rache an Rußland fordern würden, weshalb wir nicht mehr unsere Armee und Panzer in der Mitte Europas brauchten.

Von dem Augenblick an waren Russen und Deutsche Freunde und Freunde brauchen keine riesigen Armadas von Panzern und Waffen. Die Russen könnten aufhören, Angst vor einem vereinten Deutschland zu haben und könnten abrüsten. Und wir rüsteten ab. Und 20 Jahre lang fühlten wir, daß wir das Richtige getan haben, daß die Vergangenheit für immer vergessen ist, und daß die Deutschen es schätzten, wie bereitwillig wir unsere Basen schlossen und unsere Truppen nach Hause holten (wohingegen US-Basen bis zum heutigen Tage in Deutschland bestehen). In guten Zeiten kennen uns unsere Freunde; in schlechten Zeiten lernen wir unsere Freunde kennen; und die unruhigen Zeiten kam mit der ukrainischen Krise. Es wurde klar, daß die Deutschen sich nicht der guten Dinge erinnerten. Es zeigte sich, daß die Deutschen nicht die Lehren der Geschichte gelernt haben, es scheint, daß die Deutschen die freiwillige Auflösung und Rückzug unserer Kriegsmaschine nicht als Humanismus und guten Willen sahen, sondern als Schwäche.

Es stellt sich heraus, als die Amerikaner laut und scharf mit der deutschen Kanzlerin sprachen, die sie in all den Jahren unter Beobachtung gehalten haben wie eine langfingrige Dienstmagd, daß die gesamte deutsche Gesellschaft aufsprang wie ein unterwürfiger Hund, der gehorsam zu seinem amerikanischen Herrn rennt … obwohl der Konflikt mit Rußland den deutschen ökonomischen und politischen Interessen zuwider läuft. Es scheint daher, daß wenn man das Schwert ablegt und seine Waffen zerstört und den Deutschen die Hand reicht, daß sie bei der erstbesten Gelegenheit in die ausgestreckte Hand spucken.

Es stellt sich heraus, daß die Russen wieder einmal die „Untermenschen“ sind, die straflos in den Seiten der deutschen Presse schonungslos verrissen werden können und von der Tribüne des Bundestags Strafsanktionen gefordert werden können, und Rußland nicht einmal die Gelegenheit gegeben wird, offen und gerecht seinen Fall darzulegen. Hingegen stellt sich heraus, daß die ukrainische Regierung unverantwortlich die russische Sprache verbieten kann, russische Aktivisten ins Gefängnis werfen kann, Wohnviertel mit Artillerie-Salven belegen kann, tausende Zivilisten töten kann, die zufällig meistens Russen sind – und das ist in Ordnung. Es ist in Ordnung, weil sie eine Demokratie ist und es paßt Deutschland, weil die Russen „Untermenschen“ sind, weil Russen Juden sind, deren Blut für die Deutschen nichts gilt. Und obendrein, wenn sie versuchen sich zu verteidigen, versuchen, das Feuer gegen die ukrainischen bewaffneten Kräfte zu erwidern, dafür sollen die Russen bestraft werden, öffentlich schikaniert werden, soll ihr Widerstandswille gebrochen werden, und sie sollen in ein internationales russisches Ghetto gesperrt werden. Dann wird das Ghetto angezündet, wie das Gewerkschaftshaus in Odessa mit 49 pro-russischen Demonstranten niedergebrannt wurde. Wißt ihr, wie die ukrainischen Netzwerke auf diesen Holocaust reagierten? Sie verglichen sie mit ‚Kartoffelkäfern‘. Das schrieben zehntausende Menschen in den ukrainischen sozialen Netzwerken und kopierten sogar Bilder von den verbrannten Leichen hinein.

Wir sind wieder die Untermenschen, wir sind nichts anderes als Tiere, die ukrainische Nazis straflos töten können, um eine „russenfreie Ukraine“ zu schaffen. Laut den Zahlen von Human Rights Watch haben die Ukrainer allein im vergangenen Juli eintausendeinhundertfünfzig FRIEDLICHE RUSSEN im östlichen Teil des Landes getötet und dieses Morden geht täglich weiter. Wo sind eure Proteste, Deutschland? Wo sind eure Sanktionen gegen die Ukraine? Wo ist euer viel gepriesener Humanismus, von dem ihr behauptet, ihn nach 1945 gelernt zu haben, nachdem ihr eure Fehler der Vergangenheit eingesehen habt?
Saur mogila1967 Saur mogila 2014
Saur-Mogila, das auf einer strategischen Anhöhe steht und ein Denkmal für die russischen Soldaten* ist, die vor 70 Jahren in einer harten Schlacht mit der Wehrmacht gefallen sind, ist wieder einmal gestürmt worden, diesmal von dem ukrainischen Battaillon „Azow“, mit ihren Wolfsangel-Abzeichen, ein Symbol der 2., 4. und 34. SS-Divisionen. Und Ihr schweigt! Russische Miliz duckt sich hinter den Granitstatuen sowjetischer Soldaten vor den Neo-Nazi-Kugeln, die von der „Nationalgarde“ der Ukraine abgefeuert werden, und ihr wagt es, dem amerikanischen Nonsense von einer „russischen Aggression“ zuzustimmen! Ukrainer beschießen Städte mit ballistischen Raketen, die Krater zurücklassen, wo einst Häuser standen, und Ihr erlegt Sanktionen nicht der Ukraine, sondern den Russen auf! Wieder töten Truppen unbewaffnete russische Zivilisten und ihr debattiert, ob es an der Zeit sei, Waffen an diese Mörder zu liefern, damit sie mehr Russen töten können? All eure viel gepriesene „Politik der Erinnerung“ und „Lernen aus der Vergangenheit“ ist schlicht ein Haufen Hundescheiße, da wieder vor euren Augen Zivilisten abgeschlachtet werden und ihr Beifall klatscht und versprecht diesen ukrainischen Mördern mehr Geld.

Ihr habt keinen Humanismus gelernt, Ihr Deutschen. Ihr habt nicht Verantwortung gelernt. Ihr habt nicht gelernt, dem Bösen zu widerstehen und nicht gelernt, dem Bösen ins Gesicht zu sagen: „Nein, ihr seid die Mörder, ich werde euch nicht helfen, ihr müßt sofort mit dem Morden aufhören“. Ihr habt nicht gelernt, verantwortlich, unabhängig zu sein, ein freies Volk zu sein, das fähig ist, Gutes mit Gutem zu vergelten. Ihr seid Sklaven, die glauben, daß Güte Schwäche ist.

1934 trieb euch Hitler wie die Schafe in den Krieg und 2014 ist Obama euer Hirte. Wenn morgen die Amerikaner in Deutschland ein KZ für Russen öffnen, wird die Hälfte von euch sofort ihren Lebenslauf schicken für einen Job als Bediener der Gasöfen, und eure Presse wird anfangen zu erklären, wie patriotisch das Lager ist und wie gut für die deutsche Wirtschaft. Dann würde das Morden der Russen-„Untermenschen“ folgen, das Basteln von Lampenschirmen aus ihrer Haut, weil sie wagten, Widerstand zu leisten, und dann das Versenden, nett verpackt, nach Washington, um den amerikanischen Alliierten zu gefallen.

Die Deutschen haben den Test nicht bestanden. Als das Böse wieder nach Europa zurückkehrte, versuchtet ihr nicht, Widerstand zu leisten, sondern fielt sofort auf die Knie wie Sklaven nach der eifrig erwarteten, lang hinausgeschobenen Rückkehr eures Herrn. Dem Bösen zu dienen, Sanktionen aufzuerlegen, den Mord an Russen zu unterstützen, Waffen an die Mörder der Russen zu liefern, den Genozid zu rechtfertigen – das Ende eurer Geschichte wird bekannt sein, weil das Böse nicht gewinnen kann.

Ich werde diesen Text mit einem beliebten Zitat der berühmten amerikanischen Staatsmännin Frau Victoria Nuland beenden, die offensichtlich die Entscheidungen in der Ukraine trifft an Stelle eurer Kanzlerin: „Fuck the EU!“

Ob es euch gefällt oder nicht, müßt ihr zugeben, daß die Amerikaner ein smartes Volk sind, in der Lage, exakt den „Preis“ festzulegen für ein vereintes Deutschland und ein vereintes Europa.

Jegor Proswirnin

* Man könnte hier mehrere Fußnoten anbringen, um Fehler in diesem Brief richtigzustellen, doch belassen wir es dabei: Es waren nicht die „russischen“ Soldaten, sondern es waren sowjetische Soldaten, die hier im heldenhaften Kampf gegen die faschistischen deutschen Eroberer fielen!

Siehe auch:
Niederländische Bürger: Wir bitten um Entschuldigung, Mr. Putin, für die Lügen unserer Regierungen und der Massenmedien !

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11 Antworten zu Viele Grüße aus Rußland !

  1. Einar Schlereth schreibt:

    Lieber Sascha, habe dir heute bereits geschrieben, ist aber nicht angekommen, wie WordPresse schrieb. Stimme dir vollkommen zu. ABER, die heutigen Leute vor allem in Deutschland, wo es die starke Zäsur durch Hitler gab, und besonders die jungen Leute, haben NULLKOMMANULL Ahnung von Kommunismus, Revolution etc. Die wissen nicht einmal, was Solidarität bedeutet. Wir müssen also bei NULL anfangen.

    • sascha313 schreibt:

      Danke Einar, mir will das nicht in den Kopf! Die Russen reden von Kutusow, Wrangel und Charles de Gaulle … und haben keine Ahnung von der sowjetischen Geschichte??? Na, klar – bei solchen Idiotenfilmen, wie sie jetzt von N.Michalkow und F.Bondartschuk produziert werden, und von den Lügengeschichten von Kara-Mursa muß man ja blöd im Kopf werden! Dennoch man kann sich informieren! Nicht gerade bei diesem Proswirnin und seinen z.T. erfundenen Sensationsgeschichtchen, die auch nur die historischen Tatsachen verwirren, sondern im Internet (auf den richtigen Seiten) und in Büchern von Marx, Engels, Lenin und Stalin… Diese geistige Leere in der Birne macht anfällig für einen neuen Führerkult!

  2. sukhan schreibt:

    Im Prinzip ein Beitrag, der den einleitenden Kommentar wirklich nötig hat. Die zutreffenden Beobachtungen des russischen Autoren werden gewissermaßen relativiert, wenn nicht entwertet, durch den (russisch-) nationalistischen Blickwinkel des Autoren, der aufgrund des Fehlers einer solchen „über den Klassen(kämpfen) stehenden“ Sichtweise auch in seiner Ansprache an „die Deutschen“ von der falschen Identifikation eines Staatsvolkes mit seiner Obrigkeit im imaginierten Ganzen einer völkischen Ideologie namens „Nationalität“ ausgeht.
    Immerhin lohnen die eindeutig antifaschistischen Elemente seines Textes dennoch die Lektüre, und insofern ist der Re-Post gerechtfertigt.

  3. Harry 56 schreibt:

    Hallo lieber Norbert, das Beste an diesem „Brief aus Russland“ ist im Grunde deine Einleitung dazu! Man mag da nur noch den Kopf schütteln über so viel typische heutige geistige (klein?)bürgerliche Verwirrung in den Köpfen so vieler Menschen seit ganz speziell 1989/90.

    Immer wieder diese Faselei von „den Deutschen“. Als ob nicht jeder heutzutage ganz gut wissen könnte, wer „die Deutschen“, „die Franzosen“, „die Engänder“, „die Amerikaner“, „die Italiener“ etc…. in Wahrheit sind, nämlich: Die herrschenden Eliten und deren lautsttarken allseits überall herumlärmenden Lakaien, Trommler, Speichellecker, „intellektuellen“ Schoßhündchen……

    Die letzte WM hätte jeden einigermaßen noch vernünftigen Menschen hierzu genügend Aufklärung bieten können. Dennoch ist dieser Text jenseits aller dieser „klassenübergreifenden“ Macken nicht ganz uninteressant, zeigt er doch an Hand eines gerade heutigen typischen (klein?)bürgerlichen Wirrkopfes einige interessante aktuelle Dinge auf, die trotz der offensichtlichen politischen Wirrköpfigkeit dieses Autors nicht ganz falsch sind. Ich denke, hin und wieder sind auch solche Texte nicht ganz falsch und sollten auch veröffentlicht und diskutiert werden, zeigen sie doch, wie viel Arbeit und Aufklärung gerade heute wieder von Nöten sind.

    Sagte doch schon 1927 Genosse Stalin geradezu prophetisch, daß nach einer eventuellen Niederlage des Sozialismus (in der UdSSR 1927!) „schwärzeste Reaktion“ folgen würde. Und dieser obige Text und viele andere (weltweit) ähnliche zeugen noch immer vom absoluten Wahrheitsgehalt dieser alten Aussage, fast schon „klassisch“, ein „Evergreen“. Dennoch kein Grund zur Freude oder gar Selbstgerechtigkeit, sondern Aufruf zu viel geistiger und nicht zuletzt mutiger Gegenwehr gegen all diesen „geistigen“ Abfall!

    • sascha313 schreibt:

      Ja, Harry, das ist das eine – diese kleinürgerliche Wirrköpfigkeit. Und der Herr Verfasser ist ja einer von denen, die sie auch noch von sich aus verbreiten. Das andere ist die Verschleierung und Vertuschung, wie sie die „Täter“ (also die Nazis und deren Helfershelfer!) betreiben und schon immer betrieben haben, um den Faschismus salonfähig zu machen. Man muß viel mehr dazu sagen, um den Faschismus (wie eben auch den in der Ukraine!) zu entlarven als das, was er ist: nämlich das organisierte Verbrechen! Da sitzt z.B. so ein Galgenstrick wie dieser Jazenjuk grinsend neben der Frau Merkel…. kein Wort über Bandera, kein Wort über die Toten in Odessa und Mariupol, kein Wort über die Schuld an den Massenmorden im Donbass, kein Wort über den Abschuß der malaysischen Boeing durch ukrainische Jagdflieger, kein Wort über die Verfolgung und Ermordung Andersdenkender in Kiew… ist das alles unklar, unerkenntlich??? Stattdessen „Friedensgeheuchel“. Für wen? Mit Faschisten wird es keinen Frieden geben!

  4. Inson schreibt:

    Also wenn man „europäische Werte“ vertritt wie Jegor Proswirnin und vor ihm jener Mineralwasser-Generalsekretär der heute als Louis Vuitton Vertreter unterwegs ist, dann ist dieses Geheule nach einem Blick ins „gemeinsame Haus Europa“ nicht verwunderlich.
    Der „Gezeichnete“ hat die DDR für ein paar Silberlinge preigegeben und anschließend mit einem notorischen Säufer über das Schicksal der UdSSR entschieden.
    Für diese Typen und ihre Entourage hat sich der Verrat ausgezahlt. Viele der heutigen sogenannten Oligarchen in Russland und den anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion kamen direkt aus der Nomenklatura. Aber auch von diesem Abschaum wird verlangt das „gemeisame Haus“ tief gebückt zu betreten, denn das Imperium kennt keine Herrscher neben sich, es akzeptiert nur Diener und Sklaven.
    Wenn es das ist was diesen Schmierlappen von einem Chefredakteur betrübt, dann kann ich ihm nur raten sich ein Beispiel am Schöpfer der „Katastroika“ zu nehmen, der hat es sich als vollgefressener Lakai im „gemeinsamen Haus“ bequem gemacht und wurde von seinen Herren mit Orden für die geleisteten Dienste behängt!

  5. sascha313 schreibt:

    Sehr gut, Inson, dieser сволоч (Scheißkerl) von Redakteur hat nur ein Interesse – auch etwas vom großen Kuchen abzubekommen, indem er sein minderwertiges Geschreibsel verkaufen kann. Zum Glück sind die Leser heute nicht mehr ganz so dumm, daß sie alles glauben, was so ein Aas für die reine Wahrheit und die neuesten Erkenntnisse „nach Öffnung der Archive“ ausgibt! Er kam zu spät und versucht sich nun ins Gerede zu bringen ))))

  6. Inson schreibt:

    Hallo Sascha, mich kotzen solche Typen nur noch an und das was hier ein Kommentator als „eindeutige antifaschistische Grundelemente“ des Textes bezeichnet ist für mich nur Heuchelei. Wer nicht begreift oder so tut als wenn er nicht begreift, daß die heutigen Ereignisse in der Ukraine eine direkte Folge der Konterrevolution von 1989/90 sind und den Menschen vorgaukelt der Abzug der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland wäre aus Gründen der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in Europa erfolgt, ist entweder gnadenlos naiv oder führt die Menschen absichtlich in die Irre.
    Die Dummheit ist ein internationales Phänomen und seit Einstein wissen wir, daß die menschliche Dummheit ebenso wie das Universum grenzenlos ist. Beim Universum war er sich nicht so sicher. Also machen die „Deutschen“ hier keine Ausnahme und tun sich, vielleicht mit der Ausnahme der Bevölkerung einer als „Heldenstadt“ gefeierten ostdeutschen Gemeinde, auch nicht sonderlich hervor. Wobei, … dieser „Chefredakteur“ gibt mir zu denken….
    Dem derzeitigen geschäftsführenden Ausschuss (Ausschuss ist gut, ;- ) der deutschen Monopolbourgeosie genannt „Regierung“ vorzuwerfen, daß sie so handelt wie sie handelt und sie auch noch mit den „Deutschen“ gleichzusetzen, mag unter den gegenwärtigen Umständen in Russland vielleicht populär sein, erklärt aber gar nichts. Und da „das Böse nicht gewinnen kann“ brauchen wir uns ja auch keine Gedanken zu machen, sondern die Definition dessen nur solchen „Chefredakteuren“ ob bei sputnikipogrom.com oder bild.de überlassen.
    Versteht mich nicht falsch, ich nehme hier weder die „Deutschen“ noch deren „Volksvertreter“ bzw. die, deren Interessen diese „Volksverteter“ wirklich vertreten in Schutz, noch habe ich irgendwelche Sympathien für die Politik der Letztgenannten. Aber es ist völlig kontraproduktiv alle diese Menschen als einheitlich denkende und handelnde Ethnie in einen Sack zu stecken und mit dem Knüppel draufzuhauen. Das sollte auch Herr Proswirnin begreifen.

  7. Harry 56 schreibt:

    Das Problem mit Herrn Proswirnin besteht ganz einfach darin, dass er nicht klassenmäßig denken will oder kann.
    Er will und kann nicht sehen, begreifen, dass die Masse der Bewohner eines jeden kapitalistischen/imperialistischen Staates so gut wie keinerlei Einfluß auf die jeweilige Politik „ihres Landes“ nehmen kann.(außer natürlich in Revolutionen oder zumindest ernsthaften Klassenkämpfen!)
    Diese sogn. „freien Wahlen“ sind im wahrsten Sinne des Wortes ein tatsächliches ABGEBEN der eigenen Stimme mit nachfolgender vierjähriger quasi Taubstummheit und völliger praktischer Unterwerfung.
    Ökonomische Abhängigkeit und Massenverdummung rund um die Uhr für die große Masse der Bewohner runden die Sache endgültig ab.
    Alle wirkliche Politik findet in exklusiven Zirkeln statt, welche von keiner „freien Wahl“ jemals wirklich tangiert werden, ob in Deutschland oder sonstwo.
    Auffällig ist bei Herrn Proswirnins Geheule über die bösen und undankbaren „Deutschen“, dass er die gleiche Latte nicht auch an andere europäische „Völker“ ebenso gnadenlos anlegt wie bei „den Deutschen“.
    Finden diese widerliche Hetze und Verleumdungen, Beschimpfungen, Unterstellungen und verhängten Sanktionen gegen Russland, Präsident Putin nur in Deutschland und USA statt?
    Warum wettert er nicht gegen andere Länder bzw. „Nationen“, die da ebenso brav mitmachen, wie etwa die Niederlande, Belgien, Norwegen, Frankreich, Dänemark, Schweden, oder die ach so so so so „neutrale“ Schweiz und weitere ?
    Warum bringt er nicht seinen – im Grunde wohl verdienten! – Ekel vor Ländern zum Ausdruck, welche sich heute an Hetze und Sanktionen gegen Russland munter beteiligen, Länder, welche einst, von 1940 – 1945 unter deutscher Besatzung und Ausplünderung standen und letztlich ihre Freiheit 1945 NUR wiedererlangen konnten, weil „Russland“, die UdSSR, der „Despot Stalin“ die gewaltigen Kriegsmaschine „der Deutschen“ samt deren Millionen Hilfswilligen und Mitkämper aus fast allen Ländern Europas fast im Alleingang unter gewaltigen eigenen Opfern in Stücke schlug?
    Müssten sich nicht alle diese „Völker“ heute abgrundtief schämen für diese schäbige niederträchtige Politik ihrer jeweiligen bürgerlichen Regime?
    Aber ganz klar, die Masse auch in diesen Ländern hat ebensowenig zu sagen, mitzubestimmen so wie bei uns, also ebenso kapitalistisch/imperialistisch unterjochte Sklaven- und Untertanenvölker…, ganz wie „die Deutschen“….
    Herr Proswirnin sollte unbedingt seine „nationale Brille“ absetzen und anschließend nochmals die Schulbank drücken und – – LERNEN, LERNEN, UND NOCHMALS LERNEN….(LENIN)!
    Ob er es noch kann?🙂

  8. Harry 56 schreibt:

    Inson schreibt:
    25. August 2014 um 17:15
    „Der “Gezeichnete” hat die DDR für ein paar Silberlinge preigegeben ……“

    Silberlinge, das isses irgendwie wohl doch!

    In ihren um 1995 herum erschienen Memoiren schreibt „Maggi“/Margret Thatcher, dass Herr Gorbatschow die DDR für die in seinen Augen wohl große Summe von 13 Mrd DM an die BRD verkauft hätte.
    Ich hatte beim Lesen dieser Zeilen sofort so ein Gefühl von Ironie im Magen, als ob „Maggi“, die berühmte „Eiserne Lady“ (der britischen Imperialisten)sich im Nachhinein über diesen kleinen willfähigen Perestrioika- „Gorbie“ doch ein wenig lustig machen wollte.
    Hat sie, wollte sie? Hm…… 🙂

  9. rheinlaender schreibt:

    Sicher träumte dieser romantische Kapitalistenfreund von einem Europa, in dem auch russische Bonzen europäische Arbeiter ausplündern dürfen. Ebenso vergisst er, dass Russen wie Gorbatschow / Jelzin die Menschen, die militärische / soziale Sicherheit, das Volksvermögen verraten und verkauft bzw. verschenkt haben. Die USA / BRD usw. haben nur das gemacht was absolut vorhersagbar war und die russischen Verräter haben das bewusst in Kauf genommen und sich bezahlen lassen. Trotzdem finde ich die Rhetorik genial „Wenn morgen die Amerikaner in Deutschland ein KZ für Russen (oder Kommunisten ?) öffnen, wird die Hälfte von euch sofort ihren Lebenslauf schicken für einen Job als Bediener der Gasöfen“. Kurze knappe Sätze, logisch aufgebaut: treffen die mitten ins Herz. Gut, dass die Deutschen nicht so anti russisch, – kommunistisch sind wie es die hetzenden Medien gerne hätten. Auf jeden Fall werde ich morgen mal die Frage mit den Gasöfenjobs mit ein paar nach Rechts driftenden Arbeitslosen / Rentnern besprechen.

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