Die Illusion von der Überwindung der Krisen im Kapitalismus

Ein Parkplatz? Nein! Eine Überproduktionskrise! Wohin mit den Millionen überflüssigen, neuen Autos? Keiner kauft sie, bis sie verrostet sind – hier: Corby/Northamptonshire …
Überproduktion1  Überproduktion2
Welch‘ ein Irrsinn, welch‘ eine Verschwendung! Immer wieder versuchen uns die Anhänger der sogenannten „freien Marktwirtschaft“ und Verteidiger des Kapitalismus weiszumachen, daß Überproduktionskrisen durch die Einschränkung der Produktion, durch Kartellbildung und eine „vernünftige Planung“ eines Tages verschwinden würden. Sie versuchen uns weiszumachen, daß es zu den heutigen monopolkapitalistischen Verhältnissen keine Alternative gäbe. Doch die Praxis beweist das Gegenteil.

Schon damals, auf dem SPD-Parteitag von 1894 erklärte ein gewisser Max Schippel: „Wir haben zwar in vielen Fällen eine Produktionseinschränkung infolge einer Kartellbildung, aber das ist … nichts anderes, als was auch bei freier Konkurrenz nach einer Krisis eintritt. Für die Gewerkschaften ist nichts gefährlicher als das ewige Auf und Ab zwischen Krisis und Überproduktion. Viel regelmäßigere Lebensbedingungen haben wir aber, wenn eine größere Stetigkeit der Produktion durch die Kartelle eintritt. Die englischen Arbeiter haben daher öfter an dem mitgewirkt, was wir an den Kartellen tadeln: sie haben oft eine teilweise Stillsetzung der Produktion (4, 5 Tage wöchentlich, Bergwerke, Spinnereien) mit durchsetzen helfen, um nicht die Überproduktion noch maßloser zu machen und dann unter dem vollständigen Stillstand aus allen ihren erreichten Gewerkschaftspositionen herausgetrieben zu werden.“ [1]

Kann man die kapitalistische Wirtschaft regulieren?

Dazu erklärte der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Jürgen Kuczynski: „Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die These von der Überwindung der Krisen durch Monopole in abgewandelter Form (organisierter-Kapitalismus-Theorie) von Hilferding und Tarnow und zahlreichen rechten Sozialdemokraten zu einer ‚theoretischen Grundlehre‘ ausgearbeitet. Wir Marxisten haben sie stets abgelehnt – bis sie in verwandelter Form Mitte der sechziger Jahre unter Marxisten auftrat. Sie ist in unseren Reihen natürlich nur auf dem Hintergrund der Vernachlässigung einer gründlichen Analyse der Konjunktur der ersten zwei Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg verständlich.“ [2]

Betrachtet man die Industrieproduktion der BRD nach 1945, so ergibt sich folgendes Bild:
Industrieproduktion
Da die meisten Menschen in der BRD jedoch nur die Entwicklung nach 1945 vor Augen hatten, erschien ihnen diese Steigerung der Produktion natürlich außerordentlich groß. Tatsache ist jedoch, daß diese Steigerung nur möglich war aufgrund der relativ günstigen ökonomischen Bedingungen jener Zeit.  Es herrschte, wie schon Friedrich Engels in einer Fußnote zum III.Band des Kapitals sagte, „relativ günstiges ökonomisches Wetter“:

„Die Tatsache, daß die rasch und riesig anschwellenden modernen Produktivkräfte den Gesetzen des kapitalistischen Warenaustausches, innerhalb deren sie sich bewegen sollen, täglich mehr über den Kopf wachsen – diese Tatsache drängt sich heute auch dem Bewußtsein der Kapitalisten selbst mehr und mehr auf. Dies zeigt sich namentlich in … den Kartellen (Trusts) der Fabrikanten ganzer großer Produktionssphären zur Regulierung der Produktion und damit der Preise und Profite. Es ist selbstredend, daß diese Experimente nur bei relativ günstigem ökonomischem Wetter durchführbar sind. Der erste Sturm muß sie über den Haufen werfen und beweisen, daß, wenn auch die Produktion einer Regulierung bedarf, es sicher nicht die Kapitalistenklasse ist, die dazu berufen ist.“ [3]

Beherrschen die Kapitalisten  ihre eigene Wirtschaft?

Ist es so, wie einige bürgerliche Ökonomen behaupten, daß die Monopolbourgeoisie durch gewachsene Bewußtheit den Reproduktionsprozeß der Wirtschaft mit Hilfe von staatsmonopolistischen Regulierungsmaßnahmen wieder in ein ruhigeres Fahrwasser bringen kann? Sind daher Überproduktionskrisen vermeidbar? Dazu schreibt der Wirtschaftwissenschaftler Prof. Kuczynski: „Was die historischen Bemerkungen über die Gesetzeserkenntnisse der Bourgeoisie betrifft, so war die Entwicklung genau die umgekehrte, worauf ja schon Marx wahrlich deutlich genug hingewiesen hat. In ihrer Frühzeit, als sie noch eine progressive Rolle spielte, war die Bourgeoisie durchaus in der Lage, eine Reihe ökonomischer Gesetze zu erkennen und für sich auszunutzen.“ [4]

Es läutet die Totenglocke der bürgerlichen Ökonomie

Mit der Entfaltung des Klassenkampfes aber, so sagte Karl Marx, „läutete die Totenglocke der wissenschaftlichen bürgerlichen Ökonomie. Es handelte sich jetzt nicht mehr darum, ob dies oder jenes Theorem wahr sei, sondern ob es dem Kapital nützlich oder schädlich, bequem oder unbequem, ob polizeiwidrig oder nicht. An die Stelle uneigennütziger Forschung trat bezahlte Klopffechterei, an die Stelle unbefangner wissenschaftlichen Untersuchung das böse Gewissen und die schlechte Absicht der Apologetik.“ [5] Offenbar sind aber einige bürgerliche Ökonomen heute immer noch der Meinung, daß sich das im staatsmonopolistischen Kapitalismus nunmehr geändert hat.

Hatte Karl Marx Unrecht?

Die Geschichte hat genau das Gegenteil bewiesen. Sie hat gezeigt, daß die Einschätzung von Marx heute mehr denn je gilt. Im seinem Rechenschaftsbericht auf dem XVIII.Parteitag über die Arbeit des ZK der KPdSU (B) vom 10. März 1939 sagte J.W.Stalin: „Die Wirtschaftskrise, die in den kapitalistischen Ländern in der zweiten Hälfte 1929 begann, dauerte bis Ende 1933. Dann ging die Krise in eine Depression über, worauf eine gewisse Belebung der Industrie, ein gewisser Aufschwung der Industrie einsetzte. Doch ging diese Belebung der Industrie nicht in eine Prosperität über, wie dies gewöhnlich in der Periode der Belebung geschieht. Im Gegenteil, angefangen mit der zweiten Hälfte 1937 setzte eine neue Wirtschaftskrise ein, die zunächst die USA und sodann England, Frankreich und eine Reihe anderer Länder erfaßte. Somit sahen sich die kapitalistischen Länder, noch ehe sie sich von den Schlägen der jüngsten Wirtschaftskrise erholen konnten, einer neuen Wirtschaftskrise gegenüber … Schließlich ist die jetzige Krise zum Unterschied von der vorhergegangenen keine allgemeine Krise, sondern erfaßt zunächst hauptsächlich die wirtschaftlich starken Länder, die noch nicht zur Kriegswirtschaft übergegangen sind. Was die aggressiven Länder betrifft, wie Japan, Deutschland und Italien, die ihre Wirtschaft bereits auf den Krieg umgestellt haben, so machen sie, da sie ihre Kriegsindustrie verstärkt entwickeln, noch nicht den Zustand einer Überproduktionskrise durch, obwohl sie sich diesem Zustande nähern. Das bedeutet, daß zu einer Zeit, da die wirtschaftlich starken, nichtaggressiven Länder beginnen werden, aus der Phase der Krise herauszukommen, die aggressiven Länder, nachdem sie ihre Gold- und Rohstoffvorräte während des Kriegsfiebers erschöpft haben, in eine Phase schärfster Krise geraten müssen.“ [6]

Zitate und Anmerkungen:
[1] Protokoll über die Verhandlungen des Parteitages der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Berlin 1894, S.164.
[2] Jürgen Kuczynski: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte, Sonderband 1984, 60 Jahre Konjunkturforscher, Erinnerungen und Erfahrungen, Akademie-Verlag, Berlin 1984, S.144.
[3] Karl Marx: Das Kapital, Bd.3, in: Marx/Engels: Werke, Dietz Verlag, Berlin 1964, Bd.25, S.130.
[4] Jürgen Kuczynskis, a.a.O., S.149
[5] Karl Marx: Nachwort zur zweiten Aufl. von Das Kapital, Bd.1, in: Marx/Engels, Werke, Dietz Verlag, Berlin, 1964, Bd.23, S.21.
[6] J.W. Stalin: Rechenschaftsbericht an den XVIII.Parteitag über die Arbeit des ZK der KPdSU (B), Berlin, 1958, S.4.

Siehe auch:
Kapitalistischer Wahnsinn: Überproduktion – Krise – Krieg
Woher kommt die Krise?

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17 Antworten zu Die Illusion von der Überwindung der Krisen im Kapitalismus

  1. A.Led. schreibt:

    Auf dem NATO Gipfel hat man ja nun beschlossen, die Rüstungsausgaben zu erhöhen, dass passt ja dann wohl zu Stalins Bericht!
    D.h. aber m. Ansicht nach auch, dass es vorerst wohl zu keinen neuen Weltkrieg kommt, da ja erst mal aufgerüstet werden muss! Vorab beginnt man also mit der Feindbildsuche, dann rüstet man auf und dann …
    Weißt Du was, ich würde am liebsten wegziehen! Mir gefällt diese kapitalistische Weltpolitik nicht! Nur wohin?

    • sascha313 schreibt:

      … ja, das kann ich gut verstehen. Viele Russen haben das inzwischen auch gemacht, Sie leben überall in der Welt, sogar in den USA, zumindest „ruhig und friedlich“. Was aber geschieht mit ihrem Heimatland? Allein wird da wohl keiner etwas ändern können, außerdem braucht es ein klares Ziel: den Sozialismus. Und solange es hier keine führende Kraft gibt, ist da auch nichts zu machen.

  2. „… daß Überproduktionskrisen durch die Einschränkung der Produktion, durch Kartellbildung und eine „vernünftige Planung“ eines Tages verschwinden würden.“

    Im Grunde handelt es sich nicht um eine „Krise“ der Überproduktion, denn danach fragt der Kapitalist auch gar nicht. Ihm geht es allein darum, das „Produkt“ so „kostengünstig“ herzustellen, wie möglich. Dabei tappt er in die Falle seines eigenen absurden Denkens: er bildet sich nämlich ein, dass durch die produzierte Anzahl die „Stückkosten“, die sich bei entsprechender Masse angeblich verringern, auch die Kosten sinken würden, um so einen höheren Gewinn zu erzielen. Er kann halt nur bis Drei zählen und die Logik der Mathematik ist ihm genauso wie Lieschen Müller ein fremdes Wesen.

    Er glaubt wirklich, dass die Produktion „billiger“ würde, wenn die „Stückkosten“ sinken und sich dadurch sein „Gewinn“ erhöht. Seine Einbildung und Verblendung über die Wirklichkeit ist dabei so stark, dass er nicht erkennen kann, dass sein angeblicher Gewinn immer nur der Schaden und Verlust anderer Menschen ist.

    Und so muss es in der materiellen Welt, die nach den Gesetzen der Logik funktioniert, kommen, wie es kommen muss: der Kapitalismus geht nachdem er die Welt in den Ruin und das Chaos gestürzt hat, mit seinen Milliarden von „Anbetern“ gewaltsam unter. Denn in der Natur der Sache (materielle Welt) liegt es, dass sowohl der Mensch selber als auch die künstlichen Systeme, die geschaffen hat, „dem Untergang geweiht sind“, wenn er – zumal dauerhaft – gegen das „innere“ Gesetz der Materie selbst „verstößt“ und dieses „sieht nun einmal keinen „Gewinn“ – und schon gar keinen Gewinn auf Kosten anderer – vor.“

    Ein Stein muss zum Grunde des Wassers sinken und „wer in sein Unglück läuft, kommt darin um“ – egal wie dick sein Bankkonto auch scheinen mag.

    • rheinlaender schreibt:

      Lieber Georg, Sascha, Harry,
      Wenn der Unternehmer eine Maschine kauft, die das doppelte kostet, aber das 10 fache an Stückzahl leistet nennt man das in der BWL oder simplen Hauswirtschaftslehre Fixkostendegression. Auf Deutsch das Einzelstück wird viel, viel billiger. In der VWL – besonders nach Marx – kann folgendes passieren :
      1) Die teure Maschine kann sich kaum ein Unternehmer leisten. Also geben die, die es können, mangels Konkurrenz den Kostenvorteil nicht weiter. Es wird also kein Wohlstand produziert.
      2) Viele können sich die Maschine leisten, machen aber keinen Mehrgewinn, da die Nachfrage nicht entsprechend steigt. Das Zeug wird zwar für den Konsument billiger. Aber die Löhne (VWL/MARX) insgesamt werden noch weniger. Da die Kapitalisten nur Maschinen kaufen, wenn die Handarbeit verdrängen. Hier profitieren neben dem Kapital auch die EINZELNEN qualifizierteren Arbeiter, die diese Maschinen herstellen. Insgesamt sinkt die Lohnsumme aber, da der Kapitalist die Handarbeit sonst gar nicht gegen die Maschinen austauschen würde.
      3) Viele Kapitalisten kaufen sich die tollen Maschinen auf Kredit, Pump und produzieren alle zB. soviele Autos, dass auf jeden Bürger drei kommen.
      a) die stehen jahrelang auf Halde und verrotten. Guck Dir mal die verrosteten Bremsscheiben bei Neuautos an.
      b) die Hersteller können weder Kredite bei Banken noch bei Lieferanten bezahlen und gehen Pleite. Löhne stehe aus, die Maschinen verrotten (Detroit, Chikago) und sehr viele gehen Pleite. Also KAPITALVERNICHTUNG.
      c) die schwachen Unternehmen geben die Waren zum Selbstkostenpreis weiter. Durch das Überangebot gehen sie sowieso pleite, aber auch die „Starken“, die besonders teure Maschinen also FIXKOSTEN haben .

      • „Fixkostendegression. Auf Deutsch das Einzelstück wird viel, viel billiger.“

        Das ist der typische Schmarren, der vom Kapitalismus verbreitet wurde, genauso wie der andere Blödsinn vom „Markt“ und dem „Gesetz“ von Angebot und Nachfrage, das die „Preise“ auf ganz mystische Art und Weise „regelt“. Was ein wahnsinniger Aberglaube!

        Mir ist das ziemlich wurst, wie die Haumiblaus das nennen. Äpfel können nicht durch Birnen geteilt werden.

        FAKT ist, dass es sich um eine richtige GLEICHUNG in einem FALSCHEN Bezugssystem handelt, das auch noch ein Kunstprodukt irgendwelcher Hirnis ist.
        Diese Art der Berechnung verstößt gegen jede Logik und die Gesetze der Geometrie und Mathematik! Sie ist sowohl irrational als auch dumm. Strohdumm!

        Ich versuche es mal plastisch zu umschreiben und benutze dazu eine Menge von 500 Kilogramm Kaffee. Die Menge beträgt also 1. Diese Menge 1 kostet 8000 Euro. Die Menge wird in 1000 Beutel zu je 500 Gramm abgepackt. Die Menge Kaffee ändert sich dabei überhaupt nicht. Sie beträgt 1. Was ich vorliegen habe sind aber 1000 Einzelstücke der Menge 1. Aha, 8000 Euro geteilt durch 1000 = 8 Euro. Oha! Das Einzelstück ist viel, viel billiger geworden! Gut, ich mache das Einzelstück noch billiger. Die Menge 1 wird in 2000 Beutel zu 250 Gramm verpackt. Das Einzelstück verkaufe ich jetzt zu 4 Euro. Und siehe da: das Einzelstück ist noch viel, viel mehr billiger!

        Und weil derart viele Schlaumeier auf diese Milchmädchenrechnung hereinfallen, kann ich das Einzelstück statt für 4 Euro zu 6 Euro verkaufen, damit ist es immer noch viel billiger als 8 Euro.

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        Und wenn mich jemand fragt, wie ich das mache, das Einzelstück billiger, noch billiger, ja billigst anzubieten, erzähle ich den Leuten etwas von „Fixkostendegression“, dann bin ich schon ein wahrer Held und man hält mich für einen besonders schlauen Zeitgenossen.

        Nein, das Einzelstück wird niemals billiger! Die ursprüngliche Menge 1 wird nur in immer kleinere Einheiten aufgeteilt. Und dieses Teilen „kostet“. Aber diese Kosten kommen in der Gleichung unserer Haumiblaus nicht vor, denn dann würden sie erkennen, dass das Einzelstück nämlich nicht nur nicht billiger wird, sondern tatsächlich teurer geworden ist, als sie sich vormachen und einbilden. Und ich muss das wissen, denn schließlich bin ich doch schon seit 12 Jahren ein kleiner Kaffeehändler.

  3. Inson schreibt:

    Zitat: „Seine Einbildung und Verblendung über die Wirklichkeit ist dabei so stark, dass er nicht erkennen kann, dass sein angeblicher Gewinn immer nur der Schaden und Verlust anderer Menschen ist.“
    Zitat: „Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“
    Multimillardär Warren E. Buffet im manager magazin online vom 07.03.2004
    Die meisten sind durchaus in der Lage zu erkennen, was sie tun. Lt. Michael Moore wundern sich die „Reichen“ darüber, daß die Armen in den USA noch nicht auf das Naheliegende gekommen sind und sich das Geld bei ihnen holen.

  4. Harry 56 schreibt:

    Im Gegensatz zu den proletarischen Armen, Ausgebeuteten, Verblendeten, Dummgemachten, proletarischen und kleinbürgerlichen dienstbaren Quisslingen haben die herrschenden bürgerlichen – (und vormals adeligen) – Ausbeuter-klassen ein sehr ausgepägtes Klassenbewusstsein, einen geradezu genialen „tierischen“ Instinkt für ihre Klasseninteressen. Das beweisen diese Klassen schon seit dem ausgehenden Mittelalter.

    Was sind ihre Pluspunkte?
    Ihre gute Organisiertheit, ihr Herrschaftswissen, ihre zum Teil auch gute allgemeine wissenschaftliche Bildung, und nicht zuletzt natürlich das Privileg der finanziellen, staatlichen, gesellschaftlichen Macht, ausgeübt mit Hilfe eines riesigen Herreres staatlicher und medialer, wissenschaftlicher und sonstiger kleiner, arbeitender Diener, proletarischer Sklaven und Duckmäusern, Gebrochenen, Hoffnungslosen, Fatalisten…..

    Was dagegen haben die Proletarier dem zunächst entgegenzusetzen?
    Den DGB und ähnliche schein-proletarische Zuhältervereinigungen, verlängerten Armen des Kapitals? Kegelvereine? 🙂 Das Proletariat ist revolutionär oder nichts, so immer wieder Karl Marx. Ohne selbstständige Organisation, selbstständige Bildungungsarbeit, Bildung in wissenschaftlicher Weltanschauung, wissenschaftlichen Sozialismus wird es sich niemals von seinen bürgerlichen Drohnen befreien, es wird eher mit diesen im Falle der Fälle gemeinsam untergehen.

    Wir alle sollten uns keine Minute mehr mit allen diesem bürgerlichen Blödsinn von „Krisenbewältung“, „Finanzkrisen“, „Schuldenbergen“ „Konjunkturen“ abgeben, dieses System ist die KRISE für Milliarden von Menschen schlechthin, gehört daher für immer auf die Müllkippe der Geschichte. Eines muss aber absolut klar sein: Von allein, freiwillig werden alle Drohnen und Wanzen dieses Systems niemals ihre Plätze an den Fettnäpfen dieser Ausbeuterordnung aufgeben. Von dort müssen sie mit aller Macht vertrieben werden, und zwar ohne erneute Rückkehr anno 1989/90.

    • rheinlaender schreibt:

      Die Bonzen haben – zum eigenen Schaden – ein echtes Klassenbewusstsein.
      Vor ca. 150 Jahren wussten Marx / Engels : Die nationalen Bonzen verzichten auf Gewinne, wenn es gemeinsam gegen streikende Arbeiter geht. Kein Unternehmer sagt bei einem Streik, super ich zahl jetzt einfach mehr Lohn und
      verschaffe mir so gegenüber den anderen einen Marktvorteil. Lieber geht der Kleinunternehmer zum Vorteil des grösseren pleite. Entgegen jeder betriebswirtschaftlichen (BWL) Regel.
      Vor bald 90 Jahren wussten Lenin / Stalin : Die internationalen Bonzen, verzichten auf Gewinne, wenn es gemeinsam gegen nichtimperialistische Staaten geht (aktuell Sanktionen gegen Iran, Russland). Da gehen reihenweise kleine Länder zugunsten der reicheren Länder Pleite, obwohl die sich besser einen Marktvorteil schaffen sollten. Auch hier irrational gegen jede volkswirtschaftliche (VWL) Regel. Wieso sonst bieten die Hungerländer Griechenland / Irland / Spanien / Portugal nicht den Russen / Chinesen Militär- und Wirtschaftsstandorte gegen gutes Geld / Waren an. Aber das kommt davon, wenn national-einheimische Kleinbonzen meinen beim internationalen Monopoly der Global Player mitspielen zu können.

  5. rheinlaender schreibt:

    Hallo Georg,
    Dass hohe Fixkosten (teure Maschinen / Schwerindustrie) gegenüber variablen Kosten wie der Handarbeit oder niedrigen Fixkosten wie die der Leichtindustrie bei Massenprodukten (wie Möbel, Agrarerzeugnissen oder Transportmitteln) die Stückpreise in der Praxis senken, gilt auch im Sozialismus. Ja es gilt selbst, wenn man mal nicht in Geld sondern in Arbeitszeit denkt https://sascha313.wordpress.com/2014/03/14/stalins-bedeutende-rede-am-9-februar-1946-in-moskau (Unterschiede zur kapitalistischen Wirtschaftform). Natürlich kosten Landwirtschaftsmachinen erstmal 10 mal soviel wie die Produktion von Schaufel und Pflug. Dafür leisten die aber auch 100 mal mehr und machen Lebensmittel viel billiger. Dass im Kapitalismus die überflüssigen Bauer zu zukunftslosen Hartz4 Empfänger werden und im Sozialismus diese Bauern andere / qualifiziertere Aufgaben wahrnehmen können steht wieder auf einem anderen Blatt. Im Gegensatz zur industriellen Massenproduktion (Elektroartikel, Autos) spielen im Handel Fixkosten kaum eine Rolle, wenn es darum geht das Einzelstück billiger herzustellen oder zu verkaufen. Einfach mal googeln unter break even point, variablen Kosten, Einzelkosten, Gemeinkosten, (sprung) fixe Kosten, Deckungsbeitrag. Fixkostendegression ist wirklich leicht zu verstehen und keine kapitalistische Verschwörung. Dass besonders im Kapitalband 2 die variablen Kosten in Form von „direkten Materialkosten“ aufgrund der Mehrwerttheorie anders definiert sind als bei Smith, Ricardo, der BWL würde jetzt aber ohne Zusatzinformation zu weit führen.

    • „Dass … die Stückpreise in der Praxis senken, gilt auch im Sozialismus.“

      Ich weiß da einfach nicht mehr weiter, außer dass ich die wahre Gleichung wiederhole:
      1 + 1 = 2 [lies: „eins PLUS eins GLEICHT zwei“]

      Wenn aber „alle Welt“ bei dieser Gleichung Eins UND Eins IST Zwei liest, spricht und denkt, ist ihr eben nicht zu helfen, denn damit wird aus Brot und Wein das Fleisch und Blut einer Gottheit GEMACHT. Aus der Realität wird eine Illusion. Als Metapher nannte „Jesus“ es: „eine Hütte auf Sand bauen.“

      „PREISE“ werden im BETRUGS-Bezugssystem „GELD“ GEMACHT / dies ist jedoch eine künstlich erdachte Welt und hat mit der Realität gar nichts zu tun. Aus Brot und Wein wird nicht das Fleisch und Blut einer Gottheit. Nur in dieser „Welt“ steigen oder sinken die Preise. Das aber ist nicht rational sondern künstlich irrational, weil es sich bei diesem ganzen UNSINN, wie „Schuld“, „Geld“ und „Preise“ um absurde Vorstellungen von der Realität handelt.
      Es handelt sich dabei um irrationalen Schwachsinn, der auf Aberglauben fußt!

      Insofern ich den Dialektischen Materialismus von Karl Marx bereits gedanklich erfasst und durchdrungen habe, gilt deine oben von mir zitierte Aussage eben gerade nicht im Sozialismus, denn dieser fußt auf Rationalität und nicht auf dem Aberglauben des und im Kapitalismus. Im Sozialismus kann – wie ich ihn verstehe – es keine „Preise“ geben, weil den „Dingen“ kein „Wert“ mehr zugeordnet wird, sondern danach gefragt wird – und zwar rational und anhand empirisch verifizierbarer Analyse – ob ein Ding oder eine Sache, eine Produktion von Gütern oder die Herstellung von Nahrungsmitteln dem Leben und Überleben dient und nicht irgendeinem „Geldkreislauf“, Kredit, Schulden-Sein, Forderung-Haben und Zinsen-Nehmen.

      Kapitalismus ist irrational. Im Denken der Menschen wird die Illusion geschaffen, dass es „Geld“ wirklich geben würde. Die zweite Illusion ist, dass er sich einzubilden vermag, herausfinden zu können, wie das wohl funktioniert. Und meine Antwort ist, dass das genauso funktioniert, wie aus Brot und Wein das Fleisch und Blut einer Gottheit zu machen. Denn, wenn ein Mensch das „glaubt“ also für wirklich wahr und real hält, dann „ist“ das eben für ihn auch „praktisch“ so – obwohl es sich um eine irrationale Verblendung über die Wirklichkeit an sich handelt..

      All das gleicht für mich einem Menschen-Baby, das an der Brust des weiblichen Muttertieres Milch saugt und der Erwachsene Säuger hier über Quantität und Qualität der Milch Buch führt, die das Baby zu sich nimmt, die Milch als „Geld“ bezeichnet wird und, wenn das Baby ausgewachsen ist, diese Muttermilch mit Zinsen von ihm zurückverlangt wird. Klar gibt es in einer derartigen Welt „Preise“ die sinken und steigen, denn es muss dort immer Mangel herrschen, weil niemand etwas geben kann, was nicht vorhanden ist oder beim Vorhandensein sofort verbraucht wird.

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