Maskierte Interessen der herrschenden Klasse

Soweit das Auge reicht, begenet es Bildernder Fröhlichkeit und Zufriedenheit. Ernst Barlach

Soweit das Auge reicht, begegnet es Bildern der Fröhlichkeit und Zufriedenheit. Ernst Barlach

Die herrschenden Klassen haben in jeder Epoche – der Epoche der Sklaverei, der Epoche des Feudalismus, der Epoche des Kapitalismus – danach gestrebt, ihre Herrschaft zu maskieren und ihre engbegrenzten Klasseninteressen für die Interessen des gesamten Volkes auszugeben. Sie präsentierten ihre Ausbeutermoral in Form einer allgemein-menschlichen Moral, sie erhoben sie in den Rang einer ewigen Wahrheit, auf Grundlagen beruhend, die außerhalb der menschlichen Gesellschaft stehen, die vom Menschen und von der jeweiligen ökonomischen Gesellschaftsformation unabhängig sein und gleichsam von Gott ausgehen sollten. (M.I.Kalinin)

Quelle:
Von Sinn Deines Lebens, Sozialistische und bürgerliche Moral, Eine Anthologie, Verlag Neues Leben, Berlin 1959, S. 50.

Dieser Beitrag wurde unter Kapitalistische Wirklichkeit, Sozialistische Literatur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Maskierte Interessen der herrschenden Klasse

  1. … und sie erheben sie noch heute in diesen Rang, wie ich gestern @Das Wort zum Sonntag, dass ich mir mal nach Jahre wieder anhörte, um zu erfahren, über was die so faseln, bestätigt fand.
    Schlimm. eine Beleidigung des Verstandes und eine Verhöhnung, wie es in dem Bild von Ernst Barlach einfach gut wiedergegeben ist.
    Wenn deine Zeit gestattet, kannst du ja mal Kritik an meinem Text üben:
    https://seidenmacher.wordpress.com/2014/09/07/die-kirche-schweigt-wie-immer/

  2. Harry 56 schreibt:

    Hallo Georg, du hast wieder einmal das „Wort zum Sonntag“ gehört und dich anschließend darüber ein wenig geschüttelt?
    Nun ja, ich selbst, höchstpersönlich 🙂 — habe, ich gestehe es heute gern ein, in den späten 70er und frühen 80er auch häufiger diese Beiträge mir gern angeschaut. Erst später kam ich allmählich zu Bewusstsein, was es mit derartiger wohlklingender, wohliger Propaganda wirklich zu tun hat. Später hörte ich dann doch lieber bei „Stimme der DDR“ auf der Langwelle (anders war sie, DDR-Sender überhaupt, damals für mich nicht zu empfangen) viel lieber und immer mit großer Erwartung und Freude Harald Hauser’s (übrigens ein alter Freiburger/Breisgau) Kommunist „Wort zum Sonntag“! Vielleicht erinnern sich noch Genosse Norbert und andere hier an seine damaligen guten Beiträge bei „Stimme der DDR“ sonntags gleich nach den 12 Uhr Nachrichten?
    Ganz in diesem Sinne beste Grüße an alle hier!

  3. Bolschewik schreibt:

    Sehr interessantes Zitat von Kalinin. In der Tat ist er ein äußerst wichtiger Klassiker des M-L und das Studium seiner Werke unerlässlich, wenn man sich eben diesen angeignen will.

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