Warum Bildung und Erziehung so wichtig sind

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Eine sowjetische Universität

Es ist kein Geheimnis, daß man dumme, ungebildete Menschen für jede Dummheit und für beinahe jedes Verbrechen kaufen kann. Das nutzt der Imperialismus schamlos aus. Da werden schnell mal dreitausend Soldaten zur Ebola-Bekämpfung nach Afrika befördert. Da rüstet man ukrainische Jugendliche mit Helm und Kalaschnikow aus, gibt ihnen einen Panzer und schickt sie in den Krieg. Da werden „Sicherheitskräfte“ in irgendeinem Teil der Welt stationiert, Banditen nach Syrien eingeschleust, „Polizisten“ ausgebildet usw. usf. Klar, alles das kostet Geld! Kein Problem – Papier ist billig. Noch ist auch der Kraftstoff billig, weil man ja Quellen hat, die reichlich sprudeln. Und in den imperialistischen Ländern selbst ist die Bevölkerung fast nur noch, wenn sie nicht gerade bei der Arbeit ausgebeutet wird, mit irgendwelchem Zeitvertreib beschäftigt: Es gibt Spiele jeder Art, und für jedes Alter, Vergnügungen für jederlei Geschmack und bürokratische Verpflichtungen ohne Ende. Lernen, Nachdenken, und sich eine eigene Meinung bilden? Fehlanzeige.

KalininBereits Ende des 19. Jahrhunderts hat W.I. Lenin darauf hingewiesen, welche Bedeutung das Wissen (знание) für die Arbeiter hat. Er entlarvte die Selbstherrschaft, welche fürchtete, daß die Arbeitermassen zu viel Wissen (знание) erwerben, als den ärgsten Feind der Bildung. „Arbeiter! Ihr seht, wie sehr sich unsere Minister vor der Verbindung des Wissens (знание) mit den arbeitenden Menschen fürchten! Zeigt doch allen, daß keine Macht es vermag, den Arbeitern ihr Bewußtsein zu nehmen! Ohne Wissen (знание) sind die Arbeiter wehrlos, mit Wissen (знание) sind sie eine Macht!“ [1] Der Kampf um das Wissen (знание), der Kampf um die Bildung sind ein wesentlicher Bestandteil des allgemeinen Kampfes, den die Arbeiterklasse gegen die Ausbeuter führt.

Im vorrevolutionären Rußland lebten die Massen der Werktätigen unter äußerst schwierigen Bedingungen. Das zaristische Rußland war ein wirtschaftlich, politisch und kulturell rückständiges Land. Unwissenheit und Unkultiviertheit der Werktätigen kamen der Selbstherrschaft zugute und wurden von ihr auf jede Art und Weise aufrechterhalten. In dem riesigen Land mit einer nach vielen Millionen zählenden Bevölkerung gah es eine verschwindend kleine Zahl von Schulen. 75 Prozent der erwachsenen Bevölkerung waren Analphabeten.

Aber gegen den Willen und den Wunsch der herrschenden Klassen wuchs und entwickelte sich die Wissenschaft im vorrevolutionären Rußland, erlangte die schöne Literatur ungeheure Bedeutung, wurden von den Meistern der bildenden Kunst herrliche Gemälde geschaffen usw. Die herrschenden Kreise im adlig-bürgerlichen Rußland bemühten sich, alles Fortschrittliche in Wissenschaft, Literatur und Kunst zu unterdrücken, da die Rückständigkeit für sie ein Mittel war, um die Selbstherrschaft zu stärken und das Volk von Kultur und Bildung fernzuhalten, das heißt, sie war ein Mittel zur Knechtung und Unterdrückung.

Die Errichtung der Diktatur der Arbeiterklasse, eine notwendige Voraussetzung für den kulturellen Auschwung des Volkes

Die großen Führer der Werktätigen, W.I. Lenin und J.W. Stalin, lehren, daß es die Trennung der Bildung und Kultur von der Politik und dem politischen Kampf unmöglich macht, durch einzelne kulturelle Maßnahmen den in der Ausbeutergesellschaft bestehenden Zustand zu ändern, weil Rückständigkeit und Unkultur eine Folge der Unterdrückung durch Gutsbesitzer und Kapitalisten sind.

Um eine neue Gesellschaft aufzubauen, die auf der bewußten Tätigkeit der Menschen heruht, ist eine hohe Kultur notwendig, die durch eine kulturelle Revolution erreicht werden muß. Um aber die kulturelle Revolution entfalten zu können, um eine neue Kultur aufzubauen, muß die Arbeiterklasse die politische Macht ergreifen. Ohne die Eroberung der politischen Macht ist die Durchführung der Kulturrevolution unmöglich. Sie ist ein Ergebnis des Sieges der proletarischen sozialistischen Revolution und kann ihr nicht vorausgehen.

Die unter Führung der Partei Lenins und Stalins vollendete Große Sozialistische Oktoberrevolution hat ein neues Blatt in der Menschheitsgeschichte, in der Geschichte des Kampfes der Werktätigen um neue gesellschaftliche Verhältnisse und um eine echte Kultur und Bildung aufgeschlagen.

Der Sieg der Oktoberrevolution bedeutet „…eine grundlegende Wendung in der Geschichte der Menschheit, eine grundlegende Wendung im historischen Schicksalslauf des Weltkapitalismus, eine grundlegende Wendung in der Befreiungsbewegung des Weltproletariats, eine grundlegende Wendung in den Kampfmethoden und den Organisationsformen, in der Lebensart und den Traditionen, in der Kultur und Ideologie der ausgebeuteten Massen der ganzen Welt … Darin liegt auch die Wurzel jener tiefen Sympathie, die die unterdrückten Klassen aller Länder für die Oktoberrevolution empfinden, in der sie das Unterpfand ihrer eigenen Befreiung erblicken.“ [2]

Die Eroberung der politischen Macht durch die Arbeiterklasse in Rußland im Oktober 1917 schuf die Voraussetzung für die kulturelle Revolution. Ihre Notwendigkeit ergab sich zwangsläufig aus der ganzen Lage selbst. Das jahrhundertelang unterdrückte Volk strebte nach einem neuen Leben. Für den Beginn eines neuen Lebens aber war ein kultureller Aufschwung des Volkes notwendig, und die Kenntnis des Lesens und Schreibens mußte erweitert werden. W. I. Lenin wies darauf hin, daß ein Analphabet außerhalb der Politik steht. Um die Bedeutung der Ereignisse zu erkennen, sie zu verstehen und an ihnen aktiv teilzunehmen, ist die Entwicklung eines bestimmten kulturellen Niveaus erforderlich.

Der Aufbau einer neuen Gesellschaft ist ohne Wissen (знание) unmöglich. Deshalb widmeten und widmen die Kommunistische Partei und die Sowjetregierung dem kulturellen Aufbau als einem organischen Bestandteil des Aufbaus der kommunistischen
Gesellschaft so große Aufmerksamkeit.

Das historische Verdienst der Kommunistischen Partei um den kulturellen Aufbau besteht insbesondere darin, daß unter ihrer Führung alle kulturellen Errungenschaften in den Dienst des Volkes gestellt und bei der Veränderung der Gesellschaft und der Heranbildung des neuen Menschen zu einem mächtigen Faktor wurden. „Jetzt dagegen werden alle Wunder der Technik, alle Errungenschaften der Kultur“, sagte W. I. Lenin, „zum Gemeingut des Volkes werden, und von jetzt an wird das menschliche Denken, der menschliche Genius nicht mehr auf Mittel der Gewalt, auf Mittel der Ausbeutung gerichtet sein. Das wissen -wir, Und lohnt es etwa nicht, für diese gewaltige geschichtliche Aufgabe zu arbeiten, lohnt es nicht, alle Kräfte dafür einzusetzen? Die Werktätigen werden dieses gewaltige geschichtliche Werk vollbringen, denn in ihnen schlummern die großen Kräfte der Revolution, der Wiedergeburt und Erneuerung.“ [3]

Der sozialistische Aufbau erweckte Millionen Werktätige in Stadt und Land zu schöpferischer Tätigkeit und gab ihnen die Gewißheit des endgültigen Sieges. Dadurch wurde unser Land zum fortschrittlichsten und kultiviertesten Land, in dem Wissenschaft, Kunst und Bildung mit dem Volk aufs engste verbunden sind und infolgedessen einen gewaltigen Aufschwung genommen haben.

Quelle:
Jessipow/Gontscharow: Pädagogik. Lehrbuch für pädagogische Lehranstalten, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1953, S.6-8 (im Original: знание = Wissen)

Zitate:
[1] Lenin: Werke, Band II, 4.Auflage, Seite 76 (russ.)
[2] Stalin: Fragen des Leninismus. Dietz Verlag Berlin, 1951, S.215 und 216.
[3] Lenin: Sämtliche Werke. Band XXII, Ring-Verlag A.-G., Zürich 1934, S.233-234.

So wurde die Sowjetunion zum fortschrittlichsten und kultiviertesten Land der Welt. Und das merkt man noch heute. Sehen Sie dazu das folgende Interview:

OSZE: Die Russen sind die bestgebildete Nation der Welt …

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