Die „Neue Ökonomische Politik“ in der Sowjetunion (1921-1925)

Gelegentlich hört man, daß die Sowjetunion kurz nach dem Sieg der Oktoberrevolution wieder zu kapitalistischen Wirtschaftsmethoden zurückgekehrt sei, weil diese angeblich besser funktionierten. Das zeugt jedoch von wenig Sachkenntnis. Der X.Parteitag faßte den Beschluß, die Ablieferungspflicht durch die Naturalsteuer zu ersetzen und zu einer neuen ökonomischen Politik überzugehen. Damit war es privaten Unternehmern gestattet, kleine Betriebe zu eröffnen. Die Neue Ökonomische Politik (NÖP) war eine von Lenin 1921 begründete Wirtschaftspolitik, die in dieser Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus, unter den konkreten historischen Bedingungen im damaligen Sowjetrußland, absolut notwendig war…

Und Lenin hatte recht behalten:
Lenin NÖP
Aus dem Rußland der NÖP wird das sozialistische Rußland werden. (LENIN)

Warum? Die Partei war in ihrer ökonomischen Offensive bei der Beseitigung kapitalistischer Bastionen zu weit vorausgeeilt, ohne sich ihre rückwärtige Basis ausreichend gesichert zu haben. Die NÖP bestand – kurz gesagt – darin, daß der sozialistische Staat die Ware-Geld-Beziehungen, den Handel und das Geld- und Kreditsystem entwickelte, um
a) das Wachstum der Produktivkräfte zu beschleunigen,
b) das Bündnis zwischen der Arbeiterklasse und den Bauern zu festigen,
c) die sozialistischen Elemente in der Wirtschaft zu stärken und
d) die Reste des Kapitalismus zu überwinden.
„Geschichtlich gesehen löste die NÖP in der Sowjetunion den Kriegskommunismus (1918/21) ab, der unmittelbar nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution im Kampf gegen die Konterrevolution und die ausländische imperialistische Intervention notwendig geworden war und im wesentlichen in der straffen militärischen Organisation der Produktion für die Front und in der totalen Ablieferungspflicht für landwirtschaftliche Erzeugnisse der Bauern bestanden hatte.“ [1]

Und im Handbuch der UdSSR liest man:
„Da jedoch die Diktatur des Proletariats nicht angetastet wurde und die ökonomischen Schlüsselpositionen in den Händen der Sowjetmacht verblieben, gewährleistete die NÖP den Sieg der sozialistischen Elemente über die kapitalistischen.“ [2]
So konnten schließlich in allen wichtigen Bereichen der Volkswirtschaft sozialistische Produktionsverhältnisse geschaffen werden. Es hat sich gezeigt, daß dies in der nachrevolutionären Periode im wesentlichen für alle Länder gültig ist.

F. Kosmin
Zur Politik der Kommunistischen Partei nach der Oktoberrevolution

In der Periode des Übergangs zur friedlichen Arbeit, zur Wiederherstellung der Volkswirtschaft (1921-1925) vollzog die Partei der Bolschewiki die schwierige Wendung von der Politik des Kriegskommunismus zur Neuen Ökonomischen Politik (NÖP) und stärkte auf der neuen ökonomischen Grundlage das Bündnis der Arbeiter und Bauern. Der historische Beschluß des X.Parteitages der KPR(B) (1921) über den Übergang von der Ablieferungspflicht zur Naturalsteuer, über den Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik, deren Schöpfer und Initiator Lenin war, sicherte das feste ökonomische Bündnis der Arbeiterklasse und der Bauernschaft zum Aufbau des Sozialismus. „In dieser Wendung vom Kriegskommunismus zur NÖP trat die Weisheit und Weitsicht der Leninschen Politik in ihrer ganzen Größe zutage.“ [3] Mit dem Übergang zur Neuen Ökonomischen Politik führte die Partei der Bolschewiki mit Lenin und Stalin an der Spitze eine Taktik des zeitweiligen Rückzugs durch, eine Taktik der Sammlung der Kräfte und Mittel für eine neue, entschiedenere Offensive gegen den Kapitalismus. „Wir ziehen uns jetzt zurück, wir gehen gleichsam zurück, aber wir tun das, um uns zuerst zurückzuziehen, dann aber einen Anlauf zu nehmen und einen um so größeren Sprung vorwärts zu machen.“ [4]
Sucharewskiplatz Moskau 1924
Der Große Sucharewski-Platz in Moskau während der NÖP (1924)

Bereits ein Jahr nach der Einführung der NÖP (1922) erklärte Lenin auf dem XI.Parteitag der KPR(B), daß der Rückzug beendet sei, und stellte die Aufgabe, die Kräfte umzugruppieren, um auf der Grundlage der Wahrung und Stärkung des Zusammenschlusses der Arbeiterklasse und der Bauernschaft zur entschiedenen Offensive gegen das Privatkapital überzugehen. Ohne Stärkung des Bündnisses der Arbeiterklasse und der Bauernschaft, ohne Stärkung der führenden Rolle der Arbeiterklasse in diesem Bündnis war eine Stärkung des Sowjetstaates und ein siegreicher Aufbau des Sozialismus unmöglich. „Es gilt, uns eng mit der Bauernmasse, mit der einfachen werktätigen Bauernschaft zusammenzuschließen und zu beginnen, uns vorwärts zu bewegen, zwar unvergleichlich, unendlich langsamer, als wir es geträumt haben, dafür aber so, daß die ganze Masse wirklich mit uns vorwärts schreiten wird. Dann wird auch zur gegebenen Zeit eine solche Beschleunigung dieser Bewegung einsetzen, von der wir augenblicklich nicht einmal träumen können“. [5] Der XI.Parteitag der KPR(B) war der letzte Parteitag, dem W.I. Lenin beiwohnte und den er unmittelbar leitete. Auf dem XI.Parteitag gab Lenin eine sehr hohe Einschätzung der leitenden Tätigkeit J.W. Stalins im Zentralkomitee der Partei und in den beiden äußerst wichtigen Volkskommissariaten: dem Volkskommissariat für nationale Angelegenheiten und dem Volkskommissariat für die Arbeiter- und Bauerninspektion. Am 3.April 1922 wählte das Zentralkomitee auf Lenins Vorschlag Stalin, den besten and treuesten Schüler und Kampfgefährten Lenins, zum Generalsekretär des ZK der Partei. Seit dieser Zeit arbeitete J.W. Stalin ununterbrochen auf diesem Posten.

Die Trotzkisten, die Bucharin-Leute und die anderen Oppositionellen waren der Auffassung, daß die NÖP lediglich ein Rückzug sei. Sie hielten den Sieg des Sozialismus im Sowjetlande für unmöglich und steuerten auf die Wiederherstellung des Kapitalismus hin. Stalin definierte das Wesen der Neuen Ökonomischen Politik auf dem XIV. Parteitag der KPdSU(B) mit den Worten: „Die NÖP ist eine besondere Politik des im Besitz der Kommandohöhen befindlichen proletarischen Staates, berechnet auf Zulassung des Kapitalismus, berechnet auf den Kampf zwischen den kapitalistischen und den sozialistischen Elementen, berechnet auf die wachsende Rolle der sozialistischen Elemente zum Nachteil der kapitalistischen, berechnet auf den Sieg der sozialistischen Elemente über die kapitalistischen, berechnet auf die Abschaffung der Klassen, auf die Herstellung des Fundamentes der sozialistischen Wirtschaft.“ [6] In seiner Rede vor dem Plenum des Moskauer Sowjets am 20.November 1922 zog Lenin die Bilanz des fünfjährigen Bestehens der Sowjetmacht und brachte die feste Zuversicht zum Ausdruck, daß „aus dem Rußland der NÖP das sozialistische Rußland werden wird“ [7]

Im Dezember 1922 wurde auf dem I.Unionskongreß der Sowjets auf Vorschlag Lenins und Stalins die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) gebildet. Die Bildung der UdSSR bedeutete einen gewaltigen Sieg der Lenin-Stalinschen Politik der Partei der Bolschewiki in der nationalen Frage und eine weitere Stärkung der Sowjetmacht.

Quelle:
Wawilow/Woroschilow/Wyschinski/Lebedew-Polanski/Losowski/Petrow/Rotstein/Schmidt (Herausgeberkollektiv): Große Sowjetenzyklopädie, Verlag Kultur und Fortschritt Berlin, 1952, Bd.II, S.1760f.

Zitate:
[1] Gottschalg/Just/Schlegel (Hrsg.): Jugendlexikon Politische Ökonomie, VEB Bibliographisches Institut Leipzig; 1981, S.138
[2] Autorenkoll.: Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Handbuch, VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1971, S.233.
[3] Geschichte der KPdSU (B), Kurzer Lehrgang, Dietz Verlag Berlin 1951, S.319.
[4] Lenin, Werke, Bd.XXVII, S.351; deutsch: Lenin, Ausgewählte Werke, Bd.9, Moskau-Leningrad 1936, S.406.
[5] Lenin, ebd., S.231/232; deutsch: Lenin, Ausgewählte Werke in zwei Bänden, Bd.II, Moskau 1947, S.920.
[6] Stalin, Politischer Rechenschaftsbericht des ZK an den XIV.Parteitag der KPdSU (B), 1935, S.252/253; deutsch: ebd., Berlin 1951, S.98-99)
[7] Lenin, Werke, Bd. XXVII, S.366; deutsch: zitiert nach Geschichte der KPdSU (B), Kurzer Lehrgang, Berlin 1951, S.326.

Und hier noch ein Zitat von Stalin zur Neuen Ökonomischen Politik (NÖP):
„Die NÖP ist die Politik der proletarischen Diktatur, die gerichtet ist auf die Überwindung der kapitalistischen Elemente und den Aufbau der sozialistischen Wirtschaft durch Ausnutzung des Marktes, vermittels des Marktes … Können die kapitalistischen Länder, zumindest die entwickeltsten von ihnen, beim Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus ohne die NÖP auskommen? Ich denke, sie können das nicht. In diesem oder jenem Grade ist die Neue Ökonomische Politik mit ihren Marktbeziehungen in der Periode der Diktatur des Proletariats für jedes kapitalistische Land absolut unerläßlich.“ (J.W.Stalin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.11, S.128.)

Die NÖP war also ein zeitweiliges Zugeständnis gegenüber den kapitalistischen Elementen im Lande, weil ohne sie nach dem Bürgerkrieg die Basis für den sozialistischen Aufbau nicht zu errichten war.

Diesen Text herunterladen: Sowjetunion Neue Oekonomische Politik (pdf-Datei)

Dieser Beitrag wurde unter Geschichte, Geschichte der UdSSR veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Antworten zu Die „Neue Ökonomische Politik“ in der Sowjetunion (1921-1925)

  1. rheinlaender schreibt:

    Hallo Sascha,
    1) Hab durch Deinen Hinweis, Lenins NÖP gelesen. Klar, verständlich und vor allem praktisch, was die Verhältnisse (Analphabetentum, Kulakendominierung / Abhängigkeit von denen) betraf.
    2) Vielleicht kennst Du das Video zur NÖP ? https://www.youtube.com/watch?v=-6DDstvaSnI&index=3&list=UUvaOUsMpf7JsRADOwPZx_Qw Dort wird auch der Revisionismus einigermassen erklärt. MAN hätte mehr Beispiele bringen können, aber besser als gar nichts.
    3) Dass Kuba von NÖP, Revisionismus (bis vor kurzem jedenfalls) verschont geblieben ist, verdanken die sicher der Tatsache, dass der Kapitalismus und verkommene Grossgrundbesitzer in der Bevölkerung abgrundtief verhasst waren.Die kubanischen Massen kannten Rassismus und Imperialismus konkret beim Namen. Nicht nur abstrakt. Insofern hatte Fidel auch das Glück, keine 5te terroristische Kolonne als Verräter zu fürchten. Im Gegenteil die reichen, feigen Verbrecher gingen nach Miami und überwiesen brav Geld an ihre Familien nach Kuba, was der Revolution nur nutzen konnte.

    • sascha313 schreibt:

      Hallo rheinlaender,
      ich weiß natürlich nicht woher red-channel diese Informationen beziehen. Tatsache ist aber, daß Lenin und auch Stalin sehr genau wußten, was sie taten, als sie mit der „Neue Ökonomische Politik“ den Privathandel zuließen. Am 8.März 1921 trat die Bolschewistische Partei zu ihrem X.Parteitag zusammen. Hier wurde der Beschluß gefaßt, zur Neuen Ökonomischen Politik (NÖP) überzugehen. Am 19. März 1921 nahm das Zentralexekutivkomitee ein Gesetz an, wonach an die Stelle der Pflichtablieferungen dine Naturalsteuer trat. Der freie Verkauf von Getreide und anderen Lebensmitteln wurde erlaubt. Das neue Gesetz bezweckte einen stärkeren Zusammenschluß zwischen Arbeiterklasse und Bauernschaft und entzog damit der konterrevolutionären antisowjetischen Tätigkeit unter Bauern die Grundlage.

      J.W.Stalin definierte die NÖP in klassischer Weise dahin: „Sie ist eine besondere Politik des proletarischen Staates. Sie läßt zwar den Kapitalismus bewußt zu, beläßt jedoch die Schlüsselstellungen in den Händen des proletarischen Staates. Sie rechnet damit, daß die kapitalistischen und sozialistischen Elemente untereinander in Kampf geraten und dabei letztere gegenüber den kapitalistischen Elementen die Oberhand gewinnen. Sie rechnet schließlich mit einem Sieg der sozialistischen Elemente über die kapitalistischen und mit der Vernichtung der Klassen, damit das Fundament für den Aufbau einer sozialistischen Wirtschaft gelegt werden kann.“ (Stalin, Über die Opposition, 1928, S.211).- siehe: Große Sowjet-Enzyklopädie (2Bd.), Band I, Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin 1952, S.701.

  2. Tobi schreibt:

    Heute wurden in vielen ehemals sozialistische Staaten, kapitalistische Elemente in der Wirtschaft wieder eingeführt, wie in Laos, Vietnam, China (nach meiner Meinung kein sozialistisches Land mehr, genauso wie Vietnam) und auch Kuba. Dort sollten in einigen Nischen (keine Ahnung was das sein soll) die sogenannte „Marktwirtschaft“ wieder zugelassen worden sein. Nur Nordkorea ist wohl das einzigste sozialistische Land mit einer reinen Planwirtschaft. Kann das sein, dass sich die Menschen in der KDVR schon im Kommunismus befinden? Weil der Marxismus-Leninismus wurde da schon lange von der Juche-Ideologie unter Kim Il-Sung und der Songun-Revolution unter Kim Jong-Il abgelöst, deswegen frage ich mich das.

    • Nun, Tobi, einfach mal nach Korea reisen und selber nachschauen, inwieweit die Menschen dort bereits im Kommunismus leben. Was meinst du, weshalb es der treibenden Kraft des Kapitalismus – also dem Imperialismus der USA – so leicht fällt, Korea (KDVR) wieder los zu werden?😉

      „Eine Nische“ wäre beispielsweise in Kuba, dass du dir da das vollkommen unnötige Produkt eines westlichen Autos kaufen darfst. Da das aber nun volkswirtschaftlich dort weder sinnvoll ist, sondern einen Schaden verursacht, musst du den Schaden gleich beim Kauf dieses sinnloses Produktes bezahlen – wenn du da eben einen VW für 10.000 Euro kaufen willst, wirst du irgendwas zwischen 27.000 und 54.000 EUR „Steuern“ dazu legen müssen. Sehr vernünftig! Das regt übrigens die Kapitalisten total auf, wie in einschlägigen Anti-Kuba-Foren beobachtet werden kann. Kluge Menschen die Leute auf Kuba. Mögen die USA dort nie wieder einen Fuß in die Tür bekommen!

      In Kuba wird übrigens die „Krankheit“ Parkinson sehr erfolgreich behandelt („geheilt“) während einen hier damit nur Siechtum und Tabletten ohne Ende erwarten. Komisch, den Nobelpreis bekommt Kuba TROTZDEM nicht! Schon das beweist die ganze abgrundtiefe Verdorbenheit des Kapitalismus und seiner westlichen „Werte“-Gesellschaften. Und Mao ist es zu verdanken, dass das sehr alte Heilmittel Artemisia gegen Malaria wieder entdeckt wurde und seit den 1970-er wohl bis heute mindestens 1.500 Millionen Menschen das Leben gerettet hat. Alleine die Firma Novartis hat seit 2002 um die 700 Millionen „Therapien“ mit dem Wirkstoff aus dieser Pflanze vermarktet. (Klar kein Lob für den Sozialismus von deren Seite) Ist es da eigentlich verkehrt, wenn ich sage: Mao hat eine Milliarde Menschen auf dem Gewissen? denn schließlich ist es doch ihm zu danken, dass er den Wissenschaftlern in China „Beine gemacht hat“, jetzt mal endlich was gegen Malaria zu finden.

  3. sascha313 schreibt:

    Der Kommunismus ist eine klassenlose Gesellschaft, in der alle Produktionsmittel einheitliches Volkseigentum und alle Mitglieder der Gesellschaft sozial gleichgestellt sein werden; in der alle Mitglieder der Gesellschaft ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten allseitig entwickeln und zum Wohle der Gesellschaft einsetzen; zweite (höhere) Phase der kommunistischen Gesellschaftsformation. … Das Kernproblem bei der Schaffung der materiell-technischen Basis des Kommunismus ist die organische Verbindung der Vorzüge des Sozialismus mit den Errungenschaften der wissenschaftlich-technischen Revolution. (aus: Wörterbuch der Ökonomie des Sozialismus, Dietz Verlag Berlin, 1984, S.471ff.) Zu gut deutsch: wenn die Arbeitsproduktivität im Sozialismus höher ist als im Kapitalismus, dann ist der Sozialismus auch wirtschaftlich überlegen. Und man wird auch für eine gewisse Zeit nicht auf die Kleinunternehmer verzichten können. Wirtschaftlich „ÜBERHOLEN“ – das ist das Entscheidende! Mal sehn, was in China künftig passiert…

    • Tobi schreibt:

      Also dann sind die kapitalistischen Elemente in China nur vorübergehend wie damals in der UdSSR unter Lenin wieder eingeführt worden?
      Und Georg, in die DVRK würde ich schon gerne mal reisen. Nur mit 19 Jahren und während einer Schulzeit geht das erstmals nicht😉

      • sascha313 schreibt:

        … naja, zu China will ich mich nicht festlegen. Es gibt da durchaus gegensätzliche Ansichten. Und was die KVDR betrifft, so halte ich die Dtschutsche-Ideologie nicht für marxistisch. Aber bitte, die Frage ist doch: in wessen Händen befinden sich die entscheidenden Produktionsmittel? In der KVDR – eindeutig Volkseigentum. Und in China sind offenbar ganze Industriezweige privatisiert. Darüber werden wir sicherlich eines Tages später Klarheit haben…

      • rheinlaender schreibt:

        Hallo Tobi, nur meine Meinung:
        1) Kleinunternehmer wie Taxifahrer, Buchhalter, Kneipenbesitzer, Anwälte, Handwerker oder medizinisches Personal sind als Einzelkämpfer (die kaum Angestellte haben) keine Kapitalisten, da ihr Betrieb überwiegend auf eigene Arbeit und NICHT auf die Arbeit anderer beruht. Ausbeutung wäre, wenn jemand gar nicht arbeitet, aber von seinen Taxifahrern oder 100 Fensterputzern, oder Handwerksgehilfen lebt. Fidel Castro hatte damals selbständige Kleinunternehmer abgelehnt, weil sie ja antikommunistische Organisationen gründen könnten. ZU RECHT, wie die Erfahrung mit diesem Typ vom Mensch zeigt..
        2) Diese Markt NISCHEN – KleinSTunternehmer machen das Alltagsleben eventuell angenehmer, aber wirklich wichtig sind die weder im Kapitalismus noch im Kommunismus.
        3) Marktwirtschaft ist NUR ein PropagandaWort. Wenn es die in der kapitalistischen BRD wirklich geben würde, könnte ja ein Altenpfleger mehr als ein Bankfilialleiiter verdienen. Auch würde dann jeder Gabelstaplerfahrer mehr Knete kriegen, als ein Lehrer für Deutsch oder Englisch.. OK und ich find es gut: Das gibt es schon.
        4) NAch NordKorea reisen ist sicher gut. Aber emotionale, subjektive Erlebnissen sind oft schlecht und führen zu falschen Ergebnissen. Bsp. : Ich war 2 mal in Kuba.. ich hatte danach aber nicht die tollen sozialistischen Errungenschaften im Kopf / Gedächtnis. Sondern nur den einen Tag bzw. die zwei Stunden, an dem ich halbverdurstet zur Mittagszeit kein erfrischendes Getränk auftreiben konnte. Also Reisen bildet nicht immer, im Gegenteil, viele bürgerliche Globetrotter reisen nur um ihr reaktionäres Weltbild (ach wie schön ist Teuschland) bestätigt.

      • Das kann natürlich niemals jemand vorhersagen.
        Der Kapitalismus hat ja nun einmal ein paar Jahrtausende mehr Erfahrung als die Internationale.

        Also während meiner Schulzeit gab es so etwas, … nannte sich Ferien oder machst du die nächsten Monate dein Abi … dann musst du das auf danach verschieben … Meine Erfahrung ist, Mann muss es planen und dann tun, sonst wird es nichts … mit 12, also vor 40 Jahren, wollte ich immer nach China … und bin bis heute nicht über Afrika hinausgekommen …

      • Tobi schreibt:

        Hallo Norbert, mich würde gerne mal interessieren warum die Nordkoreanische Juche-Ideologie nicht marxistisch sein soll? Und mir ist schon klar in wessen Händen sich die Produktionsmittel befinden müssen damit Sozialismus herrscht. Genau darum gehts mir auch. Nämlich wenn die Juche-Ideologie nicht marxistisch sein soll, wie kann man denn sonst den Revisionismus in einem sozialistisches Land verhindern?

      • sascha313 schreibt:

        Damit kenne ich mich wenig aus. Aber Kim Dschong Il schrieb 1987 bspw.: „Der große Führer Genosse Kim Il Sung hat erstmalig in der Geschichte eine philosophische Weltanschauung begründet, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt…“ (Kim Dschong Il: Zu einigen Fragen der Erziehung in der Dschudsche-Ideologie. Pjongjang, Korea, 1987, S.2) – das ist natürlich hochgradiger Unsinn, weil bisher in jeder Philosophie der Mensch im Mittelpunkt stand. Wer sonst. „Die Philosophie“, schrieb 1987 das Jugendlexikon, „ist eine Form des gesellschaftlichen Bewußtseins, die die Welt und das Verhältnis des Menschen zur Welt auf theoretische Weise zu erfassen sucht und daraus Normen und Orientierungen ableitet für das Handeln der Menschen.“ (Jugendlexikon Philosophie, Lpz. 1987, S.144f.) Und weiter Kim Dschong Il: „In dieser Hinsicht kann die Dschudsche-Weltanschauung als eine Weltanschauung betrachtet werden, die die Einseitigkeit der früheren philosophischen Weltanschauungen überwunden und die Fragen nach dem Wesen der Welt und dem Schicksal des Menschen am tiefgründigsten und umfassendsten geklärt hat.“ (a.a.O. S.7) – Das soll vorerst reichen. Urteile selber!😉

    • CHINA hat den „Westen“ bereits „überholt“:
      Das Welt-BSP soll etwa 65.000 Milliarden (BIP) ohne China, bzw. 74.000 Milliarden (BIP-PPP) ohne China betragen. ANGEBLICH CHINA 9.200 Milliarden (BIP), bzw. 13.400 Milliarden (BIP-PPP)

      China hat jedoch nach „offiziellen“ Angaben auch nur 1.366.040.000 Einwohner, obwohl die längst die zweieinhalb Milliarden Bevölkerung überschritten haben.

      Wer Orwell-1984-gemäß den Statistiken des Kapitalismus GLAUBT – dem ist natürlich nicht zu helfen …

      Das BIP von China liegt bei etwa 50.000 Milliarden, das BIP-PPP bei 75.000 Milliarden und ist damit bereits größer als das Welt-BIP (mit China), bzw. größer als das Welt BIP-PPP (ohne China).

      All das steht im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Russland und dem Wirtschafts- und Handelskrieg mit China:

      DIE PROPAGANDA GEGEN PUTIN UND RUSSLAND GEHT WEITER
      “über den Absturz der russischen Währung bzw. des ganzen Finanzsystems und die Prognose, dass bis Ende 2015 Russland pleite sein wird!”

      Meine Analyse:

      – Russland KANN überhaupt nicht pleite gehen
      – der Absturz der russischen Währung ist von Putin gewollt
      – gemeinsames Ziel mit China und anderen ist es, die Wirtschaftskraft und Ressourcen aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen

      [daher auch die Entscheidung des US-Senats, Russlands Ressourcen-Giganten, wie etwa Gazprom, mit Sanktionen zu bestrafen, “sollte nicht mehr ausreichend Gas an die NATO-Mitglieds-Staaten geliefert werden / oder die nicht mehr ausreichende Gasversorgung der Ukraine nicht zurückgenommen werden”]

      – das jetzige Finanzsystem kann nicht abstürzen

      – es stürzt entweder die Menschheit in den Abgrund, was nahezu zur Annihilation der letzten überlebenden der ART Mensch der GATTUNG homo weltweit führen wird
      oder es wird in einem klugen, gemeinsamen Akt aller Völker, die schon über ein wenig Erkenntnis verfügen, überwunden. Leider gehören die hier mental und in ihrem Bewusstsein gestörten und betäubten deutschen und die meisten europäischen Völker nicht dazu, wenn auch von dem einen oder der anderen die Dinge klar genannt werden (siehe unten Naomi Klein oder oben Putin)

      – Es ist zu verstehen, dass es diese “russische” Währung so noch gar nicht gibt.
      Der jetzige Rubel hängt doch wie fast alle “Währungen” – es handelt sich gar nicht um Währungen, sondern um Rechen-Einheiten gegenüber der BIZ in Basel – auch an diesem PRIVATEN Internationalen Bankster Syndikat des PAPSTES
      [PIBS-P].

      Eine Bank oder ein Finanzinstitut, dass dort nicht [mehr] “mitspielt” [nicht (mehr) mitspielen will] wird liquidiert. Jedes Land, dass eine Zentralbank hat und – aus welchen Gründen auch immer (zum Beispiel macht- oder gesellschaftspolitisch) – nicht mehr weisungsgebunden von der BIZ sein will und “ausschert” oder auszuscheren versucht, wird in den wirtschaftlichen Ruin getrieben. Unsere ach so frei und demokratisch gewählten Politiker, müssen deren Anweisungen gehorchen.

      Jedes Land – als ein sehr gutes Beispiel gilt hier Libyen, aber auch Syrien – daß
      „das unverzeihliche Verbrechen begeht zu versuchen, seine Wirtschaftskraft oder Ressourcen aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen kann”
      [- Winston Churchill, “Der Zweite Weltkrieg”, 1960 -]
      wird platt gemacht und ins Chaos gestürzt.

      Siehe hierzu auch das Buch von Naomi Klein, das auch einer verstehen kann, der keine Ahnung von Volkswirtschaft oder vom Finanz- und Wirtschaftssystem hat: Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus; Aus dem Engl.; S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039611-2.

      „Papiergeld ist eine Hypothek auf den Wohlstand, der gar nicht existiert, gedeckt durch Pistolen, welche auf die gerichtet sind, die den Wohlstand erarbeiten müssen. Da wir nur mit echtem Geld zu tun haben wollen, beteiligen wir uns nicht an irgendwelchen Betrugssystemen der Zentralbanken.“
      Selbstdarstellung der freien Bank der Lakota-Indianer, 2008

      „Es kümmert mich nicht, welche Marionette auf den Thron Englands gehoben wird, um das Empire in dem die Sonnen nie untergeht zu regieren. Der Mensch der Britanniens Geld-Versorgung kontrolliert, beherrscht das Britische Empire – und ich kontrolliere Britanniens Geld-Versorgung.“ Nathan Mayer Rothschild (1777 – 1836)

      „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein.“ Johann Wolfgang von Goethe

      „Der Durchschnittsmensch hingegen gleicht einem eingepferchten Tier, das noch nie bis zum Gatter vorgedrungen ist und daher völlig verständnislos die Berichte seiner Leidensgenossen hört, die von Begrenzung und Gefangenschaft sprechen. Weil es noch nie so weit genug gegangen ist, weiß es nicht, daß es im Käfig sitzt.“ Baba Ram Das

      „Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet, von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern. Der, der sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr. Der, der sie aufzuklären versucht, stets ihr Opfer.“ Gustav Le Bon 1895

      „Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, daß aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, daß das System ihren Interessen feindlich ist.“ Rothschild, 1863.

      Die Matrix DES WESTLICHEN WERTE-SYSTEMS

      BIZ – PRIVATES INTERNATIONALES BANKSTER SYNDIKAT DES PAPSTES
      UNO – DIE VERWALTERIN
      NAZI-NATO – DER MILITÄRISCHE GEWALT-APPARAT

      Der Widerstand: (der Bunzel einer – Deppen Doof Geboren, dennoch was dazu gelernt)

      H.E. GD HRM HMSG CT MMM
      Seine Göttliche Gnade
      georg löding
      राम अवत कृष्ण יוחנן אליהו
      ram avatara krishna jauhuchanam ulijauhu

      Satyameva Jayate
      „Allein die Wahrheit siegt“

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s