Wem gehört die Ukraine? Eine geschichtliche Betrachtung.

UkrainagranizyDie Geschichte der Sowjetunion in den ersten Jahren nach dem Sieg der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution liest sich wie ein Krimi. Es ist klar, daß die Errichtung der Sowjetmacht und die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln nicht nur auf den allergrößten Widerstand der russischen Großbourgeoisie und der Kulaken stieß, sondern auch die Pläne des internationalen Imperialismus nach einer Kolonialisierung des zerrütteten Landes durchkreuzte.  So hatte die junge Sowjetmacht von Anbeginn ihrer Staatsgründung mit erheblichen Widerständen zu kämpfen. Die rohstoffreichen und fruchtbaren Gebiete der Ukraine, das Erdöl von Baku und Grosny hatten auch die Begehrlichkeiten der deutschen Imperialisten geweckt. Von allen Seiten wurde die UdSSR bedrängt und überfallen, im Westen vor allem von Deutschland und dessen Verbündeten (Entente) und im Fernen Osten von den USA und Japan. In diesem Zusammenhang muß man auch die Geschichte der Ukraine betrachten.

Das Ziel der Geschichtsfälschung durch die ukrainischen und deutschen Nazis und deren Hintermänner ist klar: Man versucht die Gründung der Sowjetunion als einen terroristischen Akt Lenins darzustellen, die Befreiung der Ukraine von den Weißgardisten und von den Nazis als Invasion, und die Grenzfestlegungen im Osten Europas als sowjetische Willkür. Der heroische Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus wird als Eroberungsfeldzug dargestellt, und die ukrainischen und deutschen Nazis sind sich darin einig, daß der faschistische Massenmord in den Konzentrationslagern der Nazis niemals stattgefunden hat. Ebensowenig wie der heimtückische Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion, den man als „Vorsichtsmaßnahme“ Hitlers gegen eine angebliche „bolschewistische Bedrohung“ umfälscht. Mit diesen Lügen, die allesamt aus der Giftküche der deutschen Nazis stammen, konstruiert man eine Rechtfertigung für neuerliche Verbrechen des Imperialismus. Das muß man klar erkennen, um all diesen Lügen die historische Wahrheit entgegenzuhalten. Der Imperialismus ist immer aggressiv, eroberungssüchtig und rücksichtslos, egal wo auf der Welt. In seiner faschistischen Ausprägung ist er zudem noch außerordentlich menschenverachtend und  blutrünstig. Das sollten wir nie vergessen! Auch wenn der nun folgende Text etwas länger ist, sind hier einige historische Zusammenhänge dargestellt, die die Schwierigkeiten der jungen Sowjetmacht bei der Schaffung der Grundlagen für den Aufbau des Sozialismus beschreiben…

I. DIE SOWJETMACHT UND IHRE FEINDE

1. Die Zerschlagung des alten Staatsapparates

Mit der Errichtung und Ausbreitung der Sowjetmacht über das ganze Land ging die Zerschlagung der alten Staatsmaschinerie, des bürgerlichen Machtapparates, und die Schaffung des neuen Sowjetapparates Hand in Hand. Konterrevolutionäre suchten die Beamten des alten Apparates zur Sabotage zu bewegen. Zur Schaffung des neuen Staatsapparates, der Volkskommissariate, wurden Arbeiter, Soldaten und Matrosen herangezogen. Draußen im Lande vollzog sich die Bildung der örtlichen Organe der Sowjetmacht der Dorfsowjets, der Wolost-, der Kreis- und Gouvernements-vollzugsausschüsse der Sowjets der Arbeiter-, Soldaten- und Bauerndeputierten.

2. Feinde im eigenen Land

Die Menschewiki und die rechten Sozialrevolutionäre suchten dem Aufbau der Sowjetmacht in jeder Weise Hindernisse in den Weg zu legen. Die Bolschewiki waren gezwungen, gegen Opportunisten und Feinde in den eigenen Reihen (Kamenew, Sinowjew, Rykow u. a.) zu kämpfen, ebenso gegen die vom Allrussischen Vollzugsausschuß der Eisenbahner („Wikshel“) gebildete „einheitssozialistische Regierung“ unter Beteiligung der Menschewiki, Sozialrevolutionäre und anderer unter einer „sozialistischen“ Maske getarnter Feinde der Sowjetmacht. …

Sowjetrepublik 1920

Auch im Rat der Volkskommissare tauchten Vertreter der „linken“ Sozialrevolutionäre auf. Aber das währte nicht lange. Während des Kampfes um den Frieden und infolge der Verschärfung des Klassenkampfes auf dem Lande gingen auch die „linken“ Sozialrevolutionäre, die in Wirklichkeit den Grundprinzipien der Sozialrevolutionäre treu geblieben waren und die Interessen der Großbauern vertraten, in das Lager der Feinde der Sowjetmacht über.

3. Die schrittweise Vernichtung der Konterrevolution im Lande

Ende 1917 und Anfang 1918 ging die Vernichtung der konterrevolutionären Herde im Lande vor sich. Sie waren hauptsächlich in den Randgebieten anzutreffen, in den nationalen Bezirken und in den von Kosaken besiedelten Gebieten, wo der proletarische Einfluß schwach, der der einheimischen Bourgeoisie und der konterrevolutionären Elemente des Kosakentums hingegen stark war. Einer der gefährlichsten konterrevolutionären Herde war das Hauptquartier des Oberbefehlshabers in Mogiljow am Dnepr. Dort befanden sich die Militärmissionen der Alliierten – Englands, der USA und Frankreichs –, die alle antisowjetischen Kräfte unterstützten.

4. Flucht der Kornilowtruppen ins Don-Gebiet

General N. N. Duchonin, der nach der Flucht Kerenskis die Führung des Hauptquartiers als Stabschef übernommen hatte, lehnte es ab, sich weiterhin dem Rat der Volkskommissare unterzuordnen, und trat deshalb mit General Kornilow in Verbindung. Sein Hauptquartier wurde jetzt zum Ausgangspunkt der Konterrevolution. Die Sowjetregierung ernannte einen neuen Oberbefehlshaber und entsandte Truppen, welche das konterrevolutionäre Hauptquartier am 20. November aushoben. Die Kornilow-Generäle waren am Vorabend des Eintreffens der Sowjettruppen in Mogiljow von General Duchonin gewarnt worden. Geführt von Kornilow, flohen sie aus Bychow zu ihrem Gesinnungsgenossen, General A. M. Kaledin, ins Don-Gebiet.

5. Zarengeneral flieht in das von Deutschen besetzte Gebiet

In Belorußland befand sich ein weiterer Herd der Konterrevolution, und zwar das polnische Korps unter Führung des ehemaligen Zarengenerals I. P. Dowbor-Musnizki. Dieses von der Provisorischen Regierung aufgestellte Korps machte sich zum Verteidiger der Interessen der belorussischen Konterrevolutionäre und erhob sich gegen die Sowjetmacht. Im bewaffneten Kampf geschlagen, flohen die Reste des Korps in das von den Deutschen besetzte Gebiet.

III. DIE UKRAINE

1. Die Ukraine – ein weiteres Zentrum der Konterrevolution

Kosakengeneral Kaledin

Kosakengeneral Kaledin

Die stärkste Basis der Konterrevolution befand sich im Süden und Südosten des Landes. In der Ukraine war die Zentrale Rada an der Macht. Diese bürgerlich-nationalistische Regierung der Ukraine hatte sich zwar in dem Kampf, der sich in Rußland abspielte, für „neutral“ erklärt, war jedoch in Wirklichkeit ein Bündnis mit der konterrevolutionären Oberschicht des Kosakentums in seinem Kampf gegen die Sowjetmacht eingegangen. Am Don, Kuban und Terek hatten konterrevolutionäre Kosakenoffiziere die Macht an sich gerissen. Die Seele der Konterrevolution war hier der Ataman der Don-Kosaken, General Kaledin. Noch vor dem Siege der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution war auf seine Initiative hin der „Südöstliche Bund“ der Kosakengebiete und der Völker Nordkaukasiens geschaffen worden. Dieser Bund der kosakischen und der bürgerlich-nationalistischen Konterrevolution in Nordkaukasien sollte den Sieg der proletarischen Revolution im Südosten des Landes verhindern. Ihm schlossen sich auch noch andere Kosakengebiete des Südostens an, und zwar die konterrevolutionären Elemente der Kosakengebiete von Astrachan, Orenburg und des Ural.

2. Eine neue konterrevolutionäre Armee mit englischer Unterstützung

Nach dem Sieg der proletarischen Revolution im Zentrum des Landes wurden von Kaledin alle konterrevolutionären Kräfte zum Kampf gegen die Sowjetmacht zusammengefaßt. In Nowotscherkassk traf der ehemalige Chef des Stabes im Oberkommando und spätere (1917) Oberkommandierende, General M. W. Alexejew, ein. An den Don waren auch die Generäle Kornilow, Denikin und andere geflohen. Dort wurde im Dezember 1917 eine Freiwilligenarmee aus Offizieren gebildet, die den Grundstock zu einer antisowjetischen Armee abgeben sollte. Unter Beteiligung der Vertreter aller antisowjetischen Parteien wurde hier eine Art allrussische konterrevolutionäre Regierung unter Führung der drei Generäle Alexejew, Kornilow und Kaledin geschaffen. Die Mittel zur Schaffung ihrer konterrevolutionären Armee waren von der englischen Militärmission zur Verfügung gestellt worden.

3. Die englische Militärmission flüchtet nach Kiew

Vor der Besetzung des Hauptquartiers in Mogiljow durch die Sowjettruppen hatte die englische Militärmission die Stadt noch rechtzeitig verlassen können und war von Mogiljow nach Kiew übergesiedelt, wo die konterrevolutionäre Ukrainische Zentrale Rada an der Macht war. Die konterrevolutionären Generäle hatten große Hoffnungen darauf gesetzt, daß die Kosaken am Kampf gegen die Sowjetmacht teilnehmen würden. Die Sowjetregierung maß der Vernichtung der Truppen Kaledins und der Zentralen Rada, die den Sowjettruppen den Durchzug zum Don verweigert hatte, große Bedeutung bei.

4. Der Sturz und die Flucht der sowjetfeindlichen Kiewer Rada und die Errichtung des Sowjetmacht in der Ukraine

Die Zentrale Rada in der Ukraine und die Truppen Kaledins in den Kosakengebieten des Südostens waren die stärksten Stützen der Konterrevolution. Aus diesem Grunde wurden gegen sie starke Kräfte eingesetzt. Bei ihrem Durchbruch zum Don halfen die Abteilungen der Rotgardisten den ukrainischen Werktätigen, die konterrevolutionäre Zentrale Rada zu stürzen und in der Ukraine die Sowjetmacht zu errichten. Der am 11. Dezember 1917 in Charkow eröffnete 1. Ukrainische Sowjetkongreß proklamierte den Sturz der Zentralen Rada und erklärte die Ukraine zur Sowjetrepublik. Am 26. Januar wurde Kiew befreit. Die Zentrale Rada floh nach dem Westen. Die Ukraine erhielt nunmehr ein Sowjetregime.

5. Die Zerschlagung der weißgardistischen Freiwilligenarmee

Die sowjetischen Truppen kämpften sich bis Nowotscherkassk und Rostow durch. Die werktätigen Kosaken folgten dem Aufruf des Rates der Volkskommissare und erhoben sich für die Sowjetmacht gegen ihre konterrevolutionären Führer. Nur die kleine Freiwilligenarmee kämpfte noch gegen die Sowjettruppen, General Kaledin erschoß sich. Am 26.Februar 1918 wurde Nowotscherkassk und am 24. Februar Rostow am Don genommen. Die Freiwilligenarmee ging auf den Kuban zurück und wurde bei dem Versuch, die Sowjetmacht am Kuban zu stürzen, bei Jekaterinodar zerschlagen.

Grekow Im Kuban

Die sowjetischen Truppen im Kuban (Gemälde vom M.B.Grekow)

In diesen Kämpfen fiel General Kornilow. Die Reste der Armee stellten sich unter das Kommando von General Denikin. Dieser führte sie zum Don zurück, wo sie im Sommer 1918 mit Hilfe der deutschen Interventen verstärkt und bewaffnet wurden. Sodann begann in Nordkaukasien ein neuer Feldzug gegen die Sowjetrepubliken. …

III. DAS SOZIALISTISCHE VATERLAND IST IN GEFAHR

1. Eine äußerst schwierige Lage für die junge Sowjetunion

Rußland befand sich zur Zeit der Brest-Litowsker Verhandlungen in einer äußerst schwierigen Lage. Das Land erlebte einen beispiellosen Verfall. Als Erbe der zaristischen und der Provisorischen Regierung übernahm die Republik eine zerstörte Industrie, ein zusammengebrochenes Verkehrswesen und eine ruinierte Landwirtschaft. Die alte Armee fiel auseinander, begann sich zu demobilisieren. Angesichts dieser Lage wäre bei einer Fortführung des Krieges die Existenz der jungen Sowjetrepublik in Frage gestellt gewesen. Dabei waren die von den Deutschen gestellten Friedensbedingungen sehr hart. Polen, Litauen, ein Teil Lettlands und Belorußlands sollten in deutscher Hand bleiben. Die Besetzung der Rigaer Bucht hätte eine ständige Bedrohung Petrograds bedeutet. Gleichwohl trat W. I. Lenin um des Weiterbestehens der Sowjetmacht willen entschieden für den Abschluß eines Friedens mit Deutschland ein. Eine Atempause war notwendig geworden.

2. Die geflüchtete ukrainische Rada verbündet sich mit den Deutschen

Alle Feinde der Sowjetmacht, von den eingefleischten Monarchisten bis zu Trotzki und Bucharin, die sich in die Partei eingeschlichen hatten, vereinigten sich in der Frage des Friedensabschlusses gegen Lenin. Sie verlangten die Fortführung des Krieges gegen die Deutschen, in der Erwartung, dieser Krieg werde den Untergang der Sowjetordnung bedeuten. Unterdessen war in Brest-Litowsk auch eine Delegation der konterrevolutionären Ukrainischen Zentralen Rada erschienen, die vom ukrainischen Volk aus dem Lande vertrieben worden war. Sie trat in Verhandlungen mit den Deutschen und bot ihnen für die Besetzung der Ukraine und die Beseitigung der ukrainischen Sowjetregierung Millionen Tonnen von Getreide, Zucker und Vieh. Die deutschen Imperialisten nahmen das Angebot der Zentralen Rada mit Freuden an.

3. Die Gründung der Roten Arbeiter- und Bauern-Armee

Sowjetregierung und Bolschewistische Partei setzten die Friedensverhandlungen fort und drängten weiterhin auf den Abschluß eines Friedens, trafen jedoch gleichzeitig alle Maßnahmen gegen einen eventuellen Überfall seitens der deutschen Truppen. Da die alte russische Armee nicht mehr kampffähig war. entschloß man sich zwecks Verteidigung der Sowjetrepublik zur Aufstellung einer neuen Armee. Am 15. Januar 1918 erging das Dekret über die Errichtung einer Arbeiter- und Bauernarmee. am 14. Februar die Verordnung des Rates der Volkskommissare über die Schaffung einer Roten Flotte. Die ersten Korps der Roten Armee wurden aufgestellt.

4. Brest-Litowsk: Trotzki verrät die junge Sowjetmacht

Trotzki BrestL

L.Trotzki im Zug nach Brest-L.

Nach der Verhandlung mit den Vertretern der Zentralen Rada stellten die Deutschen ein Ultimatum mit erheblich härteren Friedensbedingungen. Im Namen des Zentralkomitees wurde nunmehr Trotzki, der Vorsitzende der sowjetischen Delegation. von Lenin und Stalin mit der Unterzeichnung der Friedensbedingungen beauftragt. Trotzki ignorierte jedoch in verräterischer Weise die Direktiven der Partei, indem er erklärte, die Sowjetrepublik werde zwar keinen Krieg mehr führen, aber auch keinen Friedensvertrag unterzeichnen. Den deutschen Imperialisten kam das sehr gelegen.

5. Der heimtückische Überfall der deutschen Reichswehr

Unter Verletzung der Waffenstillstandsbedingungen begannen sie am 18. Februar 1918 ihren Vormarsch an der ganzen Front, von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer. Ihr Ziel ging dahin, die Sowjets zu stürzen, Rußland zu ihrerKolonie zu mac en, as Baltikum, Belorußland, ie Ukraine, die Krim und Kaukasien hingegen dem deutschen Staat einzuverleiben. 30 deutsche Divisionen rückten jetzt auf sowjetisches Gebiet vor, davon 15 über Narwa und Pskow in Richtung auf die sowjetische Hauptstadt Petrograd. Die Reste der alten Armee, die im Begriff war, sich zu demobilisieren, hielten nicht stand. In drei Tagen des Vormarsches besetzten die Deutschen ein riesiges Gebiet, und zwar mehr als das Dreifache des Territoriums, das sie in 3 ½ Kriegsjahren zu erobern vermocht hatten. Riesige Vorräte des für die Rote Armee bestimmten Kriegsmaterials fielen in Feindeshand. Später stellten die Deutschen diese Waffen- und Munitionsvorräte den weißgardistischen Armeen der Generäle Krasnow und Denikin sowie den Haidamaken Skoropadskis zur Verfügung.

6. Der Aufruf Lenins: „Das sozialistische Vaterland ist in Gefahr“ 

Am 21. Februar 1918 wandte sich der Rat der Volkskommissare mit dem von W.I. Lenin unterzeichneten Aufruf „Das sozialistische Vaterland ist in Gefahr“ an das dieser Aufruf appellierte an das Sowjetvolk, unter Einsatz des Lebens die sozialistische Heimat gegen die deutschen Okkupanten zu verteidigen. Am gleichen Tage wandte sich J. W. Stalin an das ukrainische Volk mit der Aufforderung, dem Beispiel der russischen Arbeiter und Bauern zu folgen und sich zum Kampf gegen die deutschen Eroberer zu erheben. Der Überfall der deutschen Imperialisten führte zu einem gewaltigen revolutionären Aufschwung im ganzen Lande. In kurzer Zeit wurden Truppenformationen der Roten Armee aufgestellt. Hinter der Front der vorrückenden Deutschen entstanden Partisanentrupps. Petrograd rüstete zur Verteidigung. Die jungen Formationen der Roten Armee brachten am 23. Februar in den ersten Kämpfen bei Pskow und Narva den Vormarsch der Deutschen zum Stehen.

IV. DER RAUBFRIEDEN VON BREST-LITOWSK

1. Die deutschen Invasoren stellen noch härtere Forderungen

Da es diesen offenbar klar geworden war,  daß sie mit der Einnahme von Petrograd kein leichtes Spiel haben würden, bequemten sie sich zur Fortführung der Friedens-verhandlungen. Jetzt stellten sie jedoch noch härtere Friedensbedingungen. Sie verlangten zusätzlich, daß die russischen Truppen und die Rote Armee ganz Lettland, Estland, Finnland und die Ukraine räumten und diese Gebiete von deutscher Polizei besetzt würden, daß auch die Ukrainische Zentrale Rada in den Friedensvertrag einbezogen würde und daß es bei dem für das Land äußerst ungünstigen Handelsvertrag bleiben sollte, der von der zaristischen Regierung im Jahre 1904 abgeschlossen worden war.

2. Zähneknirschend stimmte die Sowjetunion dem Raubfrieden zu

Kamenez-Podolskij oestr-ungTruppen 1918

Österr.-ung. Truppen bei der Besetzung von Kamenez-Podolskij

Das Allrussische Zentralexekutivkomitee nahm mit erdrückender Stimmenmehrheit alle Friedensbedingungen an und entsandte eine neue Delegation nach Brest-Litowsk mit G.I.Petrowski an der Spitze. Am 3. März 1918 unterzeichnete die sowjetische Delegation den Friedensvertrag mit Deutschland, ohne die räuberischen Friedensbedingungen zum Gegenstand einer nochmaligen Erörterung zu machen, jedoch mit dem besonderen Hinweis auf ihren gewalttätigen Charakter. Der VII. Parteitag der Bolschewiki billigte den Friedensschluß mit den Deutschen, und der danach einberufene IV. Sowjetkongreß bestätigte ihn.

3. Eine Atempause für die junge Sowjetunion

Der Friede von Brest-Litowsk war zwar ein schwerer Frieden, ein „schamloser“ Frieden, wie ihn Lenin nannte, er war jedoch von gewaltiger Bedeutung, denn er gab der Sowjetrepublik die dringend erforderliche Atempause für die Schaffung einer neuen, der Roten Armee. Der Brester Frieden bedeutete einen Zeitgewinn. Die Sowjets vermochten sich zu festigen, die Wirtschaft des Landes in Ordnung zu bringen und Kräfte für den weiteren Kampf zu sammeln. Nach Abschluß des Brester Friedens galt es für die Sowjetrepublik vor allem, das Fundament der sozialistischen Wirtschaft zu errichten. In seinem Aufsatz „Die nächsten Aufgaben der Sowjetmacht“ stellte W. I. Lenin die Forderung, in der Industrie den sozialistischen Wettbewerb zu entfalten, den Stücklohn einzuführen und kleinbürgerliche Gleichmacherei, Bummelantentum und Spekulation zu bekämpfen. Aus der alltäglichen praktischen Arbeit der Millionenmassen der Werktätigen. sagte Lenin, erwächst eine neue Disziplin. die Disziplin der Arbeit und der Kameradschaft, eine sowjetische Disziplin.

4. Ein heftiger Kampf gegen das konterrevolutionäre Großbauerntum

Ein heftiger Kampf spielte sich im Frühjahr und Herbst 1918 auf dem Lande ab. Es galt, das konterrevolutionäre Großbauerntum zu beseitigen. das eine antisowjetische Haltung eingenommen hatte. Am 11. Juni 1918 erging das Dekret über die Schaffung von Komitees der Dorfarmut. Im Kampf gegen die Großbauern wurden diesen etwa 50 Mill. ha Land genommen und der Dorfarmut und den Mittelbauern übergeben. Die Komitees der Dorfarmut verteilten das bei den Gutsbesitzern konfiszierte Inventar und beschlagnahmten einen Teil der Produktionsmittel der Großbauern, um sie gleichfalls der Dorfarmut zu übergeben.

V. DIE MILITÄRISCHE INTERVENTION DES AUSLANDES UND DER BÜRGERKRIEG IN DER UdSSR (1918-1920)

1. Ein Geheimabkommen der imperialistischen Mächte

Bereits seit dem ersten Tage des Bestehens der Sowjetrepublik zog die gesamte kapitalistische Welt gegen sie zu Felde. Als erstes imperialistisches Land begann Deutschland die Intervention und den bewaffneten Kampf. Die ehemaligen Verbündeten Rußlands, England, Frankreich und die USA schreckten im Kampf gegen die Sowjetrepublik vor keinem Mittel zurück. Am 10. Dezember 1917 schlossen die Regierungen Englands und Frankreichs ein Geheimabkommen über die Abgrenzung ihrer Aktionssphären gegen die Sowjetrepublik: die englischen Truppen sollten in Kaukasien, am Kuban und am Don operieren, die französischen Truppen in der Ukraine, auf der Krim und in Bessarabien.

2. Eine zweite Front im fernen Osten der Sowjetunion

Die Regierungen der Entente brachen zwar ihre Beziehungen zu Sowjetrußland nicht ab, ihre Botschaften folgten jedoch gleichwohl der Sowjetregierung nicht nach Moskau, das zur Hauptstadt der Sowjetrepublik erklärt worden war, sondern begaben sich von Petrograd nach Wologda, von wo sie auch den antisowjetischen Kampf leiteten. Die Bildung des tschechoslowakischen Korps und sein Einsatz gegen die Sowjetrepublik war ihr Werk. Die Folge war die Entstehung einer Front im Osten. Die Entente rechnete immer noch damit. daß Deutschland. dessen Truppen sich auf russischem Gebiet befanden. unter Ausnutzung der schwierigen Lage der Sowjetrepublik die Sowjets stürzen würde.

3. Die großangelegte deutsche Invasion

Und Deutschland benutzte in der Tat den Brester Frieden als Deckmantel, um auf breiter Front gegen die Sowjetrepublik vorzugehen. mit dem Ziel ihrer Beseitigung. Zwei Wochen nach Unterzeichnung des Friedensvertrags versuchten die deutschen Militärs, sich der in Helsingfors überwinternden Ostseeflotte zu bemächtigen. Auf Befehl des Rates der Volkskommissare unternahm diese Ende März/Anfang April 11361207945_ledovyy-pokhod-3-4918 vor den Augen des deutschen Geschwaders, das sich auf Helsingfors zu bewegte, eine heroische Überfahrt durch das Eis von Helsingfors nach Kronstadt.
Die Landung deutscher Truppen in Finnland unter dem Kommando des Generals von der Goltz ermöglichte es der finnischen Bourgeoisie, der Revolution in Finnland ein Ende zu bereiten. Deutschland bewaffnete die finnische Armee und trieb sie in den Kampf gegen Sowjetrußland. Deutsche Truppen besetzten Estland, Lettland, Litauen, Belorußland und die Ukraine. Die Demarkationslinie verlief über die Eisenbahnstation Orscha und weiter den Dnepr entlang.

4. Die deutsche Okkupation der Ukraine und die Besetzung der Krim

Nach der Besetzung der Ukraine begannen die deutschen Truppen auf Befehl Wilhelms II. mit der Inbesitznahme des Don-Gebietes und der Krim. Gleichzeitig versuchten sie auch, das Gebiet am Kuban und am Terek zu besetzen. Das bedeutete einen offenen Verstoß gegen den Frieden von Brest-Litowsk, da diese Gebiete zur RSFSR gehörten und nicht der deutschen Okkupation unterlagen. In allen besetzten Gebieten bewaffneten die Deutschen sofort die örtlichen weißgardistischen Kräfte. Unter Führung der deutschen Okkupanten suchten die Generäle Krasnow und Denikin in Nordkaukasien sowie General Sulkewitsch auf der Krim den deutschen Plan einer Zertrümmerung Sowjetrußlands und seiner Verwandlung in eine deutsche Kolonie zu verwirklichen.

5. Die Türkei mischt sich in die Kämpfe ein

Nach der Besetzung einiger Gebietsteile der RSFSR bemächtigte sich Deutschland im Sommer 1918,  gestützt auf ein Übereinkommen mit den Volksverrätern in Transkaukasien – den grusinischen Menschewiki. Daschnaken und Mussawatisten –, auch Grusiniens, wo zu jener Zeit die grusinischen Menschewiki an der Macht waren. Der Bundesgenosse des imperialistischen Deutschland, die Türkei, begann mit Hilfe Deutschlands und unter seiner Leitung den Angriff aufArmenien und Aserbaidshan, in jenen Tagen die einzigen Stützpunkte der Sowjetmacht in Transkaukasien. Türkische Divisionen unter dem Kommando deutscher Offiziere bewaffneten die konterrevolutionären mussawatistischen Banden in Aserbaidshan und veranstalteten eine Metzelei unter den Aserbaidshanern und Armeniern.

6. Das Erdöl von Baku und Grosny

Deutschland gedachte auch, mit Hilfe der Türkei die Erdölgebiete von Baku und Grosny an sich zu reißen. Türkische Offiziere drangen, als Mullas verkleidet, in das Innere Nordkaukasiens und Dagestans ein und versuchten mit Unterstützung ihrer Helfershelfer aus den bürgerlich-nationalistischen Kreisen der Bergvölker und in der mohammedanischen Geistlichkeit, einen „Bergstaat“ unter der Ägide des türkischen Sultans zu errichten. Die deutsche Intervention in Transkaukasien war gleichfalls ein glatter Bruch des Brester Friedens, der die Nichteinmischung Deutschlands in die Beziehungen Sowjetrußlands zu den in Transkaukasien geschaffenen Staatenbildungen vorsah.

VI. DER WEITERE VORMARSCH DER DEUTSCHEN TRUPPEN UND DER VATERLÄNDISCHE KRIEG DER SOWJETUNION GEGEN DIE INVASOREN

1. Die deutsche Besetzung Grusiniens

Um die Mitte des Jahres 1918 drangen die deutschen Truppen bis an den Kuban vor, stießen aber im Gebiet von Kustschewka auf Widerstand und mußten den weiteren Vormarsch einstellen. Sie besetzten jedoch die Krim, setzten über die Enge von Kertsch und begannen nach der Landung auf der Taman-Halbinsel ihren Vormarsch auf Jekaterinodar. Diesgruzia_1918er mißlang zwar, aber ein beträchtlicher Teil der Taman-Halbinsel blieb in ihrer Hand. Nach der Besetzung Grusiniens und – mit türkischer Hilfe – auch Armeniens und Aserbaidshans suchten sie über die Grusinische Heerstraße nach Nordkaukasien vorzudringen, wurden aber von den sowjetischen Truppen 30 km vor Wladikawkas aufgehalten. Reguläre Divisionen der türkischen Armee unter dem Kommando des Generals IzzetPascha bedrohten Dagestan.

2. Ausplünderung und Kolonialisierung der besetzten Gebiete

Den deutschen Truppen folgten deutsche Gutsherren und Kapitalisten. Zur Ausplünderung der besetzten Gebiete wurden Sonderstäbe geschaffen. Alle Unternehmen, die Eisenbahnen, Gruben und Häfen wurden den deutschen Interventen unterstellt. Alle Lebensmittel wurden requiriert und nach Deutschland gebracht. Die besetzten Gebietewurden zu regelrechten deutschen Kolonien. Wer sich den deutschen Räubern entgegenstellte, wurde erschossen oder gehenkt. Aber der Krieg gegen die Deutschen hörte nicht auf. Im Rücken der deutschen Front wüteten überall Aufstände. Das war ein wahrhaft vaterländischer Krieg des sowjetischen Volkes gegen die deutschen Eroberer.

3. Der Widerstand des Volkes in den besetzten Gebieten

Die deutsche Führung sah sich gezwungen, ihre Garnisonen in den Städten und Dörfern der besetzten Gebiete zu verstärken. Es gelang ihr nicht, die Ostfront zu liquidieren, vielmehr sah sie sich gezwungen, im Osten Truppen in Stärke von etwa 1 Million Mann zu belassen und auf deren Verlegung an die Westfront zu verzichten. Auch die Ernährungspläne brachen zusammen. Der Widerstand des Volkes durchkreuzte die deutschen Ausfuhrpläne für Getreide, Fleisch und sonstige Lebensmittel. Weder die Ablösung der Zentralen Rada in der Ukraine durch den Hetman Skoropadski, einen Söldling des deutschen Militarismus, noch die von den Deutschen in den anderen von ihnen besetzten Gebieten gebildeten Marionettenregierungen konnten hier Abhilfe schaffen. Der Krieg gegen die Deutschen ging weiter. …

4. Weitere Angriffe

Das Scheitern des Versuches der Entente, mit eigenen Kräften das Sowjetland zu vernichten. Zu Beginn des Jahres 1919 operierten Truppen der Entente, zumeist englische, im Norden, in Murmansk und Archangelsk. Im Fernen Osten landeten japanische und amerikanische Truppen; die Hauptmacht bildeten die Japaner. Im Süden, in Odessa und auf der Krim, landeten französische und griechische, in Transkaukasien englische Truppen. Insgesamt standen mehr als 300.000 Soldaten der Entente auf sowjetischem Boden. Inspirator und Organisator der Intervention war der englische Minister Winston Churchill, der 1919 zum Kriegsminister ernannt worden war. Die Ententemächte führten in den eroberten Gebieten eine konsequente Kolonialpolitik durch.

5. Ukraine: englisch-französisches „Direktorium“ kolonisiert das Land

In der Ukraine wurde nach der Flucht des Schützlings der Deutschen, des Hetmans Skoropadski, eine neue Regierung aus ehemaligen Politikern der konterrevolutionären Zentralen Rada gebildet, die sich „Direktorium“ nannte. Um der Werktätigen der Ukraine, die die Sowjetmacht wiederhergestellt hatten, Herr werden zu können, traf das „Direktorium“ ein Abkommen mit den englisch-französischen Interventen, das die Ukraine in eine Kolonie des französischen Imperialismus verwandelt hätte. So sollten sämtliche Eisenbahnlinien für 50 Jahre in die Hände der französischen Kapitalisten übergehen, und französische Sachverständige sollten in der Ukraine das Finanz-, Handels- und Militärwesen leiten. Der eigentliche Herr der Ukraine wurde der französische General d’Anselme, der die Truppen der Interventen befehligte. Im Verein mit diesen und unter ihrem Befehl kämpften auch die Denikinschen Truppen gegen die Rote Armee.

6. Die Befreiung der Ukraine von Interventen und Kollaborateuren 1919

Die Werktätigen der Ukraine, unterstützt von der Roten Armee Rußlands, wehrten sich jedoch gegen die neuen Interventen und gegen die Verräter des ukrainischen Volkes. Ein großer Teil der Ukraine war im Frühjahr 1919 von den Interventen und Weißgardisten befreit. Im Frühjahr 1919 begannen erbitterte Kämpfe gegen die Truppen der Interventen im Süden der Ukraine. Die Rote Armee rückte erfolgreich in Richtung Odessa, Cherson, Nikolajew und auf die Krim vor. Unter den Soldaten und Matrosen im Rücken der Interventen kam es zu Unruhen. In der französischen Flotte brach unter der Führung Andre Martys, eines Mechanikers auf einem vor Sewastopol liegenden französischen Schiffe, ein Aufstand aus.

7. Das haben die Imperialisten der Sowjetunion niemals verziehen!

Unter den Schlägen der Roten Armee mußten die Interventen ihre Truppen aus Odessa und anderen Bezirken der Ukraine sowie aus der Krim zurücknehmen. Das „Direktorium“ flüchtete nach dem Westen. Im April 1919 waren die Ukraine und die Krim wieder völlig in sowjetischer Hand. Auch aus dem Norden mußten sich die Interventen zurückziehen.

Kiew 5Febr1919

Die Rote Armee befreit Kiew (5.Februar 1919)

Quelle:
Große Sowjet-Enzyklopädie (2 Bd.), Verlag Kultur und Fortschritt, Berlin, 1952, Bd.1, S.665-686. (gekürzt und mit Zwischenüberschriften versehen, N.G.)

Zusammenfassung:(ebenfalls aus der o.g.Sowjet-Enzyklopädie, S.1891f.) Die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik war bis 1991 eine im Südwesten der UdSSR gelegene Unionsrepublik; ihre Gründung erfolgte im Dezember 1917. Am 1. November 1939 entsprach die 5. Außerordentliche Tagung des Obersten Sowjets der UdSSR dem Ersuchen der Nationalversammlung der West-Ukraine um Aufnahme in die UdSSR und Wiedervereinigung mit der Ukrainischen SSR. Nach der Unterzeichnung des Vertrages vom 28. Juni 1940 über die Rückgabe des im Jahre 1918 von den Rumänen besetzten Bessarabiens an die Sowjetunion wurden ein Teil Bessarabiens sowie die auf Grund des genannten Vertrages von Rumänien abgetrennte Nordbukowina der Ukrainischen SSR angegliedert. Auf Grund eines Abkommens zwischen der UdSSR und der Tschechoslowakei wurde am 29. Juni 1945 die Transkarpaten-Ukraine (jetzt Transkarpaten-Gebiet) ein Teil der Ukrainischen SSR. Hauptstadt der Ukraine: Kiew. Während des Großen Vaterländischen Krieges war die Ukraine von der deutschen Armee besetzt. Die endgültige Befreiung der Ukraine erfolgte in der ersten Oktoberhälfte 1944.

Hinzufügen muß man heute noch, daß durch die kriminelle Beloweshsker Vereinbarung von 1991 das Ende der Sowjetunion besiegelt worden war, und damit die Ukraine entgegen dem Willen der Völker aus dem Bündnis der Sowjetunion herausgelöst wurde. Der faschistische Putsch in der Ukraine von 2014 brachte ein Terror-Regime an die Macht, das mit Hilfe Galizischer Neonazis und massiver Einmischung durch die USA, die BRD und die NATO  zu einer gefährlichen Bedrohung des Weltfriedens wurde. Dabei ist die Übernahme der Krim durch Rußland (nach einem klaren Votum der dort lebenden Bevölkerung) und der antifaschistische Widerstand der Bewohner des Donbass gegen die Kiewer Machthaber der Vorwand für massive Sanktionen westlicher imperialistischer Staaten, insbesondere der USA, gegenüber Rußland und der Vorwand für einen brutalen Krieg des Kiewer Regimes gegen die im Donbass lebende Bevölkerung.

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Fortsetzung: Wem gehört die Ukraine (Teil 2)

Siehe auch:
Die Ukraine: Geschichtliche Hintergründe
Der Deutsch-Sowjetische Nichtangriffsvertrag (1939)
Kurt Gossweiler: Ist Gewalt zur Verteidigung des Kommunismus unmoralisch?

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7 Antworten zu Wem gehört die Ukraine? Eine geschichtliche Betrachtung.

  1. Ivan schreibt:

    Was kann man über dieses „Kunstwerk“ sagen? Totaler Blöd-und Schwachsinn! Noch ein Mist aus dem Kopf eines Russen, nichts zu wundern.

  2. Lumpy Gravy schreibt:

    @Ivan
    What’s wrong with you, Ivan? Been robert-conquested? Been propagandized to the hilt?

    @Sascha
    Mach dir nichts daraus. Im westlichen Exil leben unzählige solcher Hass-Ivans, die dank kapitalistischer Propaganda darauf programmiert sind, ihre eigene Herkunft, ihre Geschichte und ihr Land zu hassen, die mit grossem Eifer jede Lüge, jede Fälschung weiterverbreiten und die rabiat werden, wenn sie sich mit beweisbaren Tatsachen und mit der Wahrheit konfrontiert sehen. Bedenklicher ist, dass es auch in Russland viele einflussreiche Leute in Politik, Wirtschaft, Medien, Kultur… gibt, die aus ideologischen Gründen oder aus privater Gier ihrem Land absichtsvoll schaden. Vladimir Suchan berichtet heute auf seinem Blog …

    http://vladimirsuchan.blogspot.fr/2015/01/a-russian-duma-deputy-treats-us-hawks.html

    … von einem Duma Abgeordneten, der in Washington vor einem Neocon Publikum (Kissinger, Brzezinski etc.) einen Vortrag gehalten hat, der sich mit der Möglichkeit eines gewaltsamen Sturzes der russischen Regierung befasst. Dass so einer nicht gleich nach der Landung in Sheremetyevo verhaftet und wegen Hochverrats angeklagt wird, ist kaum zu glauben. Mit „freedom of speech“ hat solches Verhalten jedenfalls nichts mehr zu tun.

    Zu deinem aktuellen Posting: toll! Sicher sind zu dieser wohl kritischsten Phase der sich entwickelnden Sowjetmacht Berge dicker Bücher geschrieben worden (die ich alle nicht gelesen habe). Deshalb ist so ein Überblick sehr nützlich für mich. Many thanks!

    • sascha313 schreibt:

      Danke Lumpy Gravy. Oh, das war gar nicht so weit hergeholt. Ich entdecke manchmal unter „entsorgten“ Büchern wahre Schätze, die tw. sogar aus den 50er Jahren stammen.

      Daß man solche „freedom“-Typen nicht gleich verhaftet, liegt wohl an der ganzen Schnoddrigkeit der russischen Oligarchie. Solange es nicht ans Eingemachte geht, ist das denen auch egal. Sie wissen ohnehin, wie sie ihr Raubgut am besten in Sicherheit bringen. Über Geld wird woanders entschieden, und nicht da, wo diese Schwätzer sind.

  3. walterfriedmann schreibt:

    Hat dies auf Politische Theorie rebloggt und kommentierte:
    Wem gehört die Ukraine?

  4. Pingback: Wem gehört die Ukraine? (Teil 2) | Sascha's Welt

  5. Pingback: Die deutschen Nazis: Wir sind wieder wer in der Welt! | Sascha's Welt

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