Kurzgefaßt: Was ist Marxismus-Leninismus?

Marx Engels Lenin StalinDer Marxismus-Leninismus ist die wissenschaftliche Weltanschauung der Arbeiterklasse und ihrer revolutionären Partei sowie zunehmend vieler anderer fortschrittlicher Bewegungen der modernen Epoche. Er ist das einheitliche, in sich geschlossene System der wissenschaftlichen Anschauungen und Theorien, das von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin geschaffen wurde sowie dessen Fortentwicklung in ihrem Geiste durch Josef Wissarjonowitsch Stalin und die kommunistischen Parteien. Der Marxismus-Leninismus ist Quelle und theoretische Grundlage für die praktische Tätigkeit der kommunistischen und Arbeiterparteien.

Der Marxismus-Leninismus – eine wissenschaftliche Weltanschauung

Die weltverändernde Kraft des Marxismus-Leninismus besteht vor allem darin, daß er den Sozialismus und Kommunismus wissenschaftlich begründet, daß er die Theorie des proletarischen Klassenkampfes und der Revolution sowie des sozialistischen und kommunistischen Aufbaus ist. Die Einheit von Theorie und Praxis kommt in ihm darin zum Ausdruck, daß die Grundlage seiner Entwicklung der Kampf der revolutionären Arbeiterpartei, die gemeinsame Erfahrung der kommunistischen und Arbeiterbewegung ist und daß er selbst zur materiellen Gewalt, zur materiellen Wirklichkeit im sozialistischen Weltsystem als der größten Errungenschaft unserer Zeit wurde.

Eine fortschrittliche Theorie zur Veränderung der Gesellschaft

Karl Marx begann mit seinem treuen Freund Friedrich Engels in den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts die revolutionäre Lehre, die seinen Namen erhielt, auszuarbeiten. Um den Klassenkampf gegen die Bourgeoisie erfolgreich führen zu können, benötigte das junge Proletariat eine wissenschaftliche Theorie, welche die Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung aufdeckte, Ziel, Mittel und Methoden seiner Befreiung bestimmte und seine welthistorische Mission als Schöpfer des Kommunismus klärte. Marx und Engels hoben alle positiven Erkenntnisse der früheren Gesellschaftstheorien dialektisch auf und gaben Antwort auf die Fragen, die die Wirklichkeit und das fortgeschrittene Denken der Menschheit gestellt hatte.

Was sind die Bestandteile des Marxismus-Leninismus?

Die grundlegenden Bestandteile des Marxismus-Leninismus, der dialektische und historische Materialismus – die philosophische Grundlage –, die marxistische politische Ökonomie und der wissenschaftliche Kommunismus bilden eine untrennbare Einheit. Klassencharakter, offene Parteilichkeit und Wissenschaftlichkeit sind sowohl Eigenschaften der einzelnen Bestandteile als auch Ausdruck des Wesens der Gesamttheorie des Marxismus-Leninismus.

W.I. Lenin entwickelte den Marxismus weiter

Wladimir Iljitsch Lenin entwickelte die Lehre von Marx und Engels allseitig und schöpferisch weiter. Es entstand der Marxismus-Leninismus. Aufgrund der tiefen wissenschaftlichen und revolutionär-praktischen Bedeutung der Erkenntnisse von W.I. Lenin wird seine Lehre, der Leninismus, als der Marxismus der modernen Epoche bezeichnet. Lenin bestimmte den Hauptinhalt dieser Epoche und entwickelte die einzig wissenschaftliche Theorie des revolutionären Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus. Er begründete – ausgehend von den Erkenntnissen von Marx und Engels – die Rolle des Proletariats und der Partei neuen Typus bei der Errichtung der Diktatur des Proletariats und die allgemeinen Gesetzmäßigkeite~ der sozialistischen Revolution und des sozialistischen Aufbaus unter den Bedingungen der Epoche.

Auseinandersetzung mit Irrtümern und Abweichungen

Einen unerbittlichen Kampf führten Lenin und Stalin gegen alle idealistischen Entstellungen und revisionistischen Verfälschungen des Marxismus, sie verteidigten streitbar dessen entscheidende Grundlagen, den Materialismus und die Dialektik, und entwickelten diese mit den anderen Bestandteilen der Marxschen Lehre weiter. So begründete Lenin u.a. die Theorie des Imperialismus sowie die Grundlagen der politischen Ökonomie des Sozialismus, die Theorie vom Hinüberwachsen der bürgerlich-demokratischen in die sozialistische Revolution und arbeitete die Lehre von der Partei neuen Typus, vom Klassenkampf in der Periode der sozialistischen Revolution und von der Bündnispolitik der Arbeiterklasse aus. Er entwickelte ferner die marxistische Staatstheorie und begründete den Plan für den Aufbau der sozialistischen Gesellschaft.

Der klare Weg führt zu einer proletarischen Revolution

Lenin widmete sich auch der sozialistischen Jugendpolitik und sah in der Jugend eine bedeutende Kraft für die revolutionäre Umgesfaltung der Gesellschaft. Die Große Sozialistische Oktoberrevolution in Rußland unter Führung der Kommunistischen Partei leitete eine neue historische Epoche ein: die Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus. Die Theorie des Marxismus-Leninismus ist im realen Sozialismus zur praktischen Wirklichkeit geworden und hat damit ihren Wahrheitsgehalt bewiesen.

Warum hat der Sozialismus eine einstweilige Niederlage erlitten?

Nach der Ermordung Stalins begann eine Phase des Revisionismus und des Niedergangs des Sozialismus, die 1990 mit der Zerstörung des sozialistischen Weltssystems endete. Danach erfolgte wiederum eine Restauration der kapitalistischen Gesellschaftsordnung. Die Sowjetunion wurde zerspalten und die DDR vom westdeutschen Imperialismus annektiert. Auch die anderen sozialistischen Länder erlebten eine Restauration des Kapitalismus. Was sogar wie in der Ukraine, einem ehemals sozialistischen Land, zum Faschismus führte. Das allerdings beweist keineswegs eine Überlegenheit des Kapitalismus, wie das reaktionäre Kräfte gerne sehen möchten. Im Gegenteil: die Anarchie der Wirtschaft, das politische Chaos und die zunehmende Aggressivität des USA-Imperialismus und der NATO beweisen einmal mehr, wie recht Stalin hatte, als er warnend sagte:
Warnung Stalins(Quelle: J.W. Stalin, VII.erweitertes Plenum des EKKI. In: Werke, Bd.9, S.24.)

Wie geht es nun weiter?

Die bürgerlichen Gesellschaftstheorien haben allesamt Schiffbruch erlitten. Ein Beispiel für einen solchen pseudowissenschaftlichen Unsinn sind die liberalistischen Theorien des Ludwig v.Mises, auf den sich heute immer noch bürgerliche Ideologen berufen. Der Marxismus-Leninismus hingegen entwickelt sich beständig weiter und ist auch in unseren Tagen die Grundlage für einen erneuten Aufbau des Sozialismus. Auf den Parteitagen der kommunistischen Parteien wurden die Theorie der entwickelten sozialistischen Gesellschaft und die ökonomische Strategie wissenschaftlich erarbeitet, deren Realisierung den Menschen ein Leben in Frieden, Wohlstand und Glück eröffnete. Dabei ist heute erneut die Auseinandersetzung mit revisionistischen und fortschrittsfeindlichen Auffassungen, wie sie zum Beispiel die deutsche Partei „Die Linke“, die russische KPRF oder die griechische Syriza vertreten, unabdingbar, da solche Theorien in eine Sackgasse führen und den Übergang zum Sozialismus verhindern. Die bisherigen gewaltigen Erfolge des gesellschaftlichen Fortschritts des Sozialismus auf der Erde bis zu seiner zeitweiligen Niederlage sind Zeugnisse der Energie der Massen, die der Marxismus-Leninismus freisetzt. Der Marxismus-Leninismus ist und bleibt eine junge Wissenschaft; er ist kein Dogma, sondern eine Anleitung zum Handeln.

Quelle: der vorliegende Text wurde unter Verwendung eines Abschnittes aus dem Jugendlexikon Philosophie der DDR, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig, 1987, S.121ff. erstellt, der zu diesem Zweck ergänzt und leicht verändert wurde, N.G.

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Was ist Marxismus-Leninismus?


Zur Argumentation:  Gibt es eine DDR-Verklärung? (anklicken u. herunterladen)

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23 Antworten zu Kurzgefaßt: Was ist Marxismus-Leninismus?

  1. DDR Verklärung schreibt:

    Guten Tag, warum lassen Sie völlig unerwähnt, dass Lenin und besonders Stalin ein Massenmörder war, der jeden aus dem Weg räumte, der nicht in seine Welt passte. Wie viele sind in der Zeit in Russland von den eigenen Leuten umgebracht worden? Millionen. Auf diese Ideologie können wir gerne verzichte.
    DDR….da habe ich gelebt, das war ein „tolles“ Land. Keine freien und geheimen Wahlen, Umweltverschmutzung erster Güte, psychische Einflussnahme schon in der KITA/Schule, Anspruch und Realität gingen weit auseinander und die ganze Polizei und Stasi Belästigungen…ach lassen wir das, die Ewiggestrigen sterben nie aus. Die ersten freien Wahlen haben eben nicht der PDS sonder anderen Parteien zur Mehrheit verholfen und die Einheit war dann logisch, nix mit Annexion. Bereits Mitte der ´80 iger Jahre hatte Mittag selbst erklärt, dass die DDR faktisch Pleite ist….das wurde natürlich nicht veröffentlicht. Mal theoretisch, was wäre passiert, wenn die DDR über die BRD „gesiegt“ hätte? Hätte dann eine CDU z.B. (wie die PDS) zu den ersten gemeinsamen Wahlen antreten dürfen und dabei ihr gesamtes Parteivermögen retten können? Massenverhaftungen, Verbote hätte es gegeben und das Einparteiensystem wäre samt Schild und Schwert übers Land gefegt. Pläne dazu lagen alle in der Schublade beim Polizistenmörder.
    Ich möchte keine Nazis und auch keine rot lackierten, denn im Kern gibt es kaum Unterschiede.

    • sascha313 schreibt:

      Normalerweise werden Kommentare von verkappten Nazis, bezahlten Provokateuren und Forentrollen sofort gelöscht. Doch ausnahmsweise dazu mal hier ein paar Antworten:
      1. Waren Lenin oder Stalin „Massenmörder“? Gibt es dafür irgendwelche Beweise? Nein, es gibt sie nicht. Die Berichte, die darüber verbreitet werden, übertreffen sich gegenseitig in den Millionen, einer mehr als der andere. So viele Einwohner hatte die Sowjetunion in ihren besten Zeiten gar nicht. Goebbels, Hearst, Conquest, Solzhenizyn und andere antikommunistische Auftragsschreiber der Großbourgeoisie unterscheiden sich da nur wenig. Selbst bürgerliche Quellen widersprechen sich und ziehen ihre Behauptungen mitunter zurück, um ihren Ruf als seriöse Historiker nicht zu riskieren.
      2. „der jeden aus dem Weg räumte“ – das gehört ebenso ins Reich der Legende. Selbst der Märchenerzähler Solzhenizyn mußte zugeben, daß seine Gulag-Geschichten ins Reich der politischen Lyrik gehören.
      3. Wer in der DDR gelebt hat, der weiß, daß es da keine „Kitas“ gab. Wir hatten nur Kindergärten und Kinderkrippen. Ebenfalls natürlich Kinderheime, in denen Waisenkinder und Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen von unserem sozialistischen Staat liebevoll umsorgt wurden.
      4. Die Wahlen zur Volkskammer der DDR waren sehr wohl allgemein, gleich, unmittelbar und geheim. Es waren freie Wahlen; niemand wurde dazu gezwungen. Sie wurden nach den Grundsätzen des Verhältniswahlrechts durchgeführt. Die Abgeordneten wurden für die Dauer von vier Jahren gewählt. Die demokratischen Kräfte, die politischen Parteien und Massenorganisationen der DDR hatten ein gemeinsames Programm in der Nationalen Front des demokratischen Deutschland. In Wählerversammlungen erfolgte eine persönliche Vorstellung der zur Wahl aufgestellten Kandidaten, die verpflichtet waren, über ihre bisherige Tätigkeit zu berichtenund von den Wählern geprüft und ggf. auch abgelehnt werden konnten. Beispielweise wurden zur Volkskammerwahl im Oktober 1950 von den 12.325.168 Wahlberechtigten 12.144.597 Stimmen (98,5%) abgegeben. Anders als in der BRD, wo oft überhaupt nur ein Drittel der Wahlberechtigten an Wahlen teilnimmt, war die Wahlbeteiligung in der DDR sehr hoch.
      5. Polizei und „Stasi“ – eine Belästigung? Nein, das kann man nicht sagen. Die Sicherheitsorgane hatten in der DDR weit weniger Probleme zu lösen als heute in der BRD, denn die Kriminalität war vergleichsweise verschwindend gering. Mit dem Entstehen sozialistischer Produktionsverhältnisse und der Entwicklung neuer, sozialistischer Beziehungen zwischen den Menschen wurden der Kriminalität wesentliche Wurzeln entzogen. Die Überwindung rücksichtsloser, egoistischer und kapitalistischer Denkweisen war jedoch keine einfache Aufgabe. Die festgestellten Straftaten waren, wie man sieht, rückläufig:
      Jahr – Insgesamt – je 100.000 der Bevölkerung
      1950 – 230.263 – 1.252
      1957 – 169.557 – 967
      1962 – 162.280 – 948
      Das Ministerium für Staatssicherheit klärte zudem Wirtschaftverbrechen auf, auch wurden weitere Nazi- und Kriegsverbrecher entlarvt (wie z.B. 1983 der Mörder von Oradour) und die und andere Kriminelle sind zurecht verurteilt worden.
      6. War die DDR pleite? Das ist Unsinn und wurde bereits mehrfach widerlegt. Da die DDR 1990 bis zur Auflösung Kunst- und Kulturschätze, Maschinen, Bodenschätze, Immobilien, Seen, Wälder und Land im Wert von Zigtausenden Milliarden Dollar sowie nebenbei auch einige Goldreserven (60 Tonnen) hatte und bis zuletzt alle Löhne und Renten zahlen, alle Kredite und Zinsen bedienen konnte und nie zahlungsunfähig, nie überschuldet und nie kreditunwürdig war, trifft der Vorwurf einer Pleite nicht zu.
      7. War die „Wiedervereinigung“ ein von den DDR-Bürgern gewünschter Vorgang? Nein, natürlich nicht. Es gab weder eine Volksabstimmung darüber noch ein völkerrechtliches Abkommen, wie das zwischen zwei souveränen Staaten üblich ist. Die Mehrheit der DDR-Bürger wollte „eine bessere DDR“, was natürlich illusorisch war angesichts der vorangegangenen Zersetzung der KPdSU nach 1956 und des erstarkenden Einflusses der Westmächte. Doch nach der Zerstörung der Sowjetunion durch die kommunismusfeindliche Clique um Gorbatschow wurde die DDR sozusagen verkauft, danach annektiert und mit Hilfe der sog. Treuhand ausgeplündert. Das Volkseigentum, Immobilien und Grundbesitz sowie die Goldreserven gelangten in private Hände. Das Volk der DDR wurde damit praktisch vollständig enteignet.
      8. Gab es in der DDR mehrere Parteien? Ja, das ist richtig. Neben der SED (der Partei der Arbeiterklasse) gab es die CDU, die LDPD, die DBD und die NDPD. Alle diese Parteien entwickelten sich zu demokratischen Parteien.
      9. Und Umweltverschmutzung? Ja, es gab sie. Genannt seien da nur die Kohleheizungen. Doch ist die Umweltverschmutzung heute unvergleichlich größer und gefährlicher (wie Fukushima! – das wird natürlich verschwiegen) – nur eben weniger in Europa, dafür aber an anderen Plätzen in der Welt, wo die die kap. Länder ihren Plastikmüll, ihren Schrott und ihre giftigen Chemikalien gerade mal abwerfen…

      Schließlich: Ist es richtig, daß die Ewiggestrigen nie aussterben? Ja, das kann man so sagen, obwohl man ja niemals nie sagen sollte. Am Beispiel des Heinz Barth (der Mörder von Oradour) läßt sich das sehr klar belegen. Barth war 1983 von einem DDR-Gericht trotz nachgewiesener Schwere seiner Verbrechen nicht zum Tode, sondern zu lebenslangem Freiheitsentzug bestraft worden. Bekanntlich ließ er nach 1990 über seine Anwälte die Kassation seines Urteils betreiben und erlangte in der BRD sogar eine Haftentschädigung. Er blieb ein Leben lang ein „Ewiggestriger“ – überzeugter Nazi.

      Und was den Marxismus-Leninismus betrifft, um den es hier geht, so ist das die einzig wissenschaftliche Weltanschauung der Arbeiterklasse, die den Weg aus der imperialistischen Barbarei zeigt. Allerdings darf man sich dabei keinen Illusionen hingeben, denn wie auch der vorstehende Kommentar beweist, sterben die „Ewiggestrigen“ nur langsam, sehr langsam aus!

      • Jeannot Leisi schreibt:

        Die perfekte Antwort an all diesem antikommunistischen herumgeweine! Besten Dank für diese präzise Antwort.

        Rote Grüsse aus der Schweiz

      • sascha313 schreibt:

        Danke, Jeannot! Rote Grüße in die Schweiz!🙂

    • Doed schreibt:

      Bei diesem Kommentator wird ja wirklich jedes Argument aus den Medien unkritisch nachgeplappert. Also ob er uns irgendetwas erzählt, was wir nicht schon wissen (sollten).

  2. rheinlaender schreibt:

    Kompliment verehrter Sascha ! Genau das meine ich mit knapper, logischer und verständlicher Argumentation. Am besten abspeichern, da sich die wenigen Nazi, Troll LÜGEN ständig wiederholen. Grob geschätzt: ein paar Dutzend Lügen machen über 99 Prozent der antikommunistischen Gesamt Hetze aus. Diese Fascholügen sind zwar zur Zeit nicht aktuell, ABER ich halte es dennoch für äusserst wichtig, die in Deiner Form ruck zuck widerlegen zu können. Warum ? In letzter Zeit hab ich ausgerechnet von akademisch gebildeten, sich modern gebenden, kapitalfreudigen Sozialdemokraten / NATO Grünen diese Hetze gehört.
    Nur Vermutung und Erfahrung: Diese Luxus Fraktion ist bei der breiten Bevölkerung immer mehr verhasst. Und DIE wissen das ganz genau. Man muss nur mal unter grüne pädophile, spd verräter / bonzen googeln. Denen sitzt so viel Angst – vor Rechts im Nacken – dass sie jetzt einen auf treuen Antikommunisten machen.

  3. sascha313 schreibt:

    Danke, rheinlaender. (Ich habe das oben mal als pdf-Datei angehängt.) Ja, es gibt in der Welt wahrhaftig weitaus wichtigere Themen als die DDR-Polemik, und es gibt viele weitaus größere Probleme, als die, die man tagtäglich in deutschen Zeitungen lesen kann. Wer redet denn heute von Syrien, wer berichtet denn über die fortdauernden Angriffe der faschistischen Junta in der Ukraine, wer schreibt denn über schrecklichen Folgen von Fukushima. Alles das wird in den deutschen Massenmedien (die der Bourgeoisie gehören!) totgeschwiegen, verzerrt, gefälscht und durch Lügen ersetzt. Da sind so ein paar Ewiggestrige (man könnte auch sagen: reaktionäre „Betonköpfe“), die keine Gelegenheit ungenutzt lassen, um wiedwer mal über die DDR herzuziehen, völlig belanglos. Dennoch, das wußten schon Le Bon und Goebbels: Jede Lüge muß nur tausendmal wiederholt werden, irgendwas bleibt immer davon hängen. Positiv: mehr und mehr setzt sich ein kapitalismuskritischer Greist durch, und es gibt Streiks und Demonstationen überall in der Welt. Auch wenn bisher nur wenige im Sozialismus eine echte Alternative sehen. Und es wird wohl noch eine Zeit dauern, bis die Masse entdeckt, daß Marx, Engels, Lenin und Stalin 100%ig recht hatten. Man wird die gleichen Auseinandersetzungen und Kämpfe erneut führen müssen, die Lenin und Stalin schon Anfang bis Mitte des vorigen Jahrhunderts zu führen hatten…

  4. Harry 56 schreibt:

    Alle diese Antikommunisten, was immer auch ihre ganz persönlichen Motive sein mögen, erweisen sich immer wieder auch als absolut geistig versteinert und lernunwillig. Sie drehen an den alten primitiven antikommunistischen „Tibetanischen Gebetsmühlen“ noch immer so heftig, als ob es in den letzten 25 Jahren keinerlei Erkenntnisfortschritt in Sachen „Zusammenbruch des Kommunismus“ und „Mauerfall“ gegeben hätte.

    Dabei ignorieren alle diese geistigen Esel etwa die interessanten Aussagen einer ihrer nun schon wahrhaft antikommunistischen Ikonen, nämlich jener einer gewissen „Eisernen Lady“ aus England in ihren um 1995 erschienenen Memoiren. Dort schrieb sie ganz frei und offen, völlig unverblümt, dass dieser Gorbatschow die DDR damals bei den „Wiedervereinigungs“-Verhandlungen für die wohl in seinen eigenen Augen „ungeheure Summe“ von sage und schreibe 13 Milliarden DM – so Misses Thatscher etwas ironisch oder wohl auch zynisch(?) – VERKAUFT hätte. Und das schrieb und sagte nun wirklich keine „Linke“ oder gar eine Margot Honecker!

    Übrigens, wo sind eigentlich die 60 Tonnen DDR-Gold, also Volkseigemum der damaligen DDR-Bürger, nach dem „Anschluß“ verblieben? Landeten sie etwa ähnlich wie letztes Jahr das ukrainische Gold in Fort Knox, USA? Man darf da schon mal spekulieren…….

    • Also, das Gold ist bei der BIZ in Basel gelandet.

      Das riesige Vermögen der DDR-Bürger wurde als Sicherheit verpfändet sowie an Multinationale Unternehmen verschachert. Ohne diese gewaltige „Finanzspritze“ der DDR – 4.800.000.000.000 (4.800 Milliarden) alleine für die Bevölkerung der DDR – wäre das internationale Finanz-Kartell bereits damals wie das berühmte Kartenhaus zusammengefallen.

      Die Volkswirtschaft der DDR erwirtschaftete 1985 rund 150 Milliarden $ pro Jahr und lag damit auf Platz 15 in der Welt. – Faktor bezogen auf die Bevölkerung 9,38
      Die Volkswirtschaft der BRD lag 1985 bei 892 Milliarden $ pro Jahr (Platz 4) Faktor 14,86. Frankreich 13,16 – Italien 11,98 und GB 8,5

      Zur Finanzspritze müssen noch einmal 4.500 Milliarden hinzu gerechnet werden.

      Bei der Landwirtschaft stand die DDR auf Platz 4 bei der Gesamtproduktion Fleisch, Kartoffeln, Milch. Auch in allen anderen Bereichen nahm die DDR eine herausragende Stellung ein. Es wird dabei immer gerne übersehen, dass die DDR nur 16 Millionen Einwohner hatte und sie 98% aller Reparationen des II. Weltkriegs leistete!

      Das Volksvermögen wird mit 1.400 Milliarden vorsichtig geschätzt. Dafür bekommt man bei jeder Bank der Welt einen „Kredit“ von mindestens 70.000 Milliarden – was etwa dem Welt BIP pro Jahr ohne China entspricht.

      Der Raubzug durch die DDR belief sich also auf gut 80.000 Milliarden. Der Rest war politisches Theater für den Zustand der Illusionen der Massen – und das trotzt Marx!

      Dafür zahlen alle jetzigen Einwohner rund 600 Milliarden allein an Zinsen pro Jahr. Eine Tilgung lässt sich dabei nirgendwo ausmachen …

      http://www.fdj.de/pdf/ausstellung_ddr_oekonomie_okt2005.pdf

      • Montage Kurt schreibt:

        Lieber Georg, schön, mal wieder von Dir zu lesen. Man kann nicht oft genug belegen und wiederholen : Die DDR war – FAST allen kapitalistischen Staaten – ökonomisch überlegen. Trotz der extremst hohen Reparationsleistungen, der mangelnden industriellen Vorbedingungen, des westlichen Fachkräfte Diebstahls, des westlichen Embargos und der westlichen Terrorismusattacken.
        Wer westliche Lügen über den angeblichen DDR Zerfall glaubt, der soll erstmal begründen warum es noch immer Nord Korea und Kuba gibt.

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  7. xicht schreibt:

    Milliarden Yuán?

  8. VRLaos schreibt:

    Was haltet ihr von der Homophobie die in der UdSSR immer wieder vorhanden war?

    • sascha313 schreibt:

      Das läßt sich nicht so kurzgefaßt sagen. Das Wort „Homophobie“ war im Sprachgebrauch der UdSSR nicht vorhanden, d.h. im Sozialismus gab es prinizpiell auch keine Diskriminierung wegen religiöser, rassischer oder sexueller Zuordnungen. Das gilt auch für die DDR (bei Homosexualität etwa ein soziostabiler Prozentsatz von 1-4% der Bevölkerung). Im faschistischen Deutschland dagegen wurde Homosexualität ab 1941 bekanntlich sogar mit dem Tode bestraft.

      Nach der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution 1917 war die Gesetzgebung der Sowjetunion grundlegend geändert worden. Die Verfolgung homosexuellen Verhaltens, die noch im Strafgesetzbuch des zaristischen Rußlands vorhanden war, wurde aufgehoben. Im Strafgesetzbuch der RSFSR fehlte 1922 der entsprechende Artikel, ebenso war dieser Artikel über die strafrechtliche Verantwortung für Homosexualität auch aus dem Strafrecht der kaukasischen und mittelasiatischen Republiken entfernt worden. Nach einigen Ausschweifungen, die es damals in verschiedenen Klubs von Moskau und Leningrad gab, wurde nach 1934 die Gesetzgebung jedoch wieder verschärft. Das betraf insbesondere die Päderastie. Und dabei ging es vor allem um moralische Fragen.

  9. Harry 56 schreibt:

    Was soll diese Frage hier an dieser Stelle eigentlich?
    Hier geht es doch wohl um die Perspektiven eines erneut zu errichtenden Sozialismus und NICHT um bestimmte sexuelle Ausrichtungen.
    Und die UdSSR existiert auch schon lange nicht mehr.

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  14. macmarine schreibt:

    Das war ja wohl doch ein echtes Arbeiter- und Bauern-Paradies!? Aber warum wollten dann so Viele – buchstäblich ums Verrecken – da weg?
    Bei dem Satz “… Kinderheime, in denen Waisenkinder und Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen von unserem sozialistischen Staat liebevoll umsorgt wurden.” hast Du die SARKASMUS /ON /OFF Tags vergessen

    • sascha313 schreibt:

      Naja, ich weiß ja nicht, was man euch da erzählt hat. Aber um die Frage zu beantworten: „Warum wollten so viele dort weg?“ 1988 waren das ca.10.000 Fälle – also 0,05% der DDR-Bevölkerung – eine ziemliche Minderheit!

      Wie war die Situation damals? Die DDR war ihrem Staatsaufbau und ihrer Gesellschaftsstruktur nach immer noch ein sozialistischer Staat, d.h. die Produktionsmittel waren Volkseigentum. Es gab daher auch keine Ausbeutung, keine Arbeitslosigkeit, keinen Mietwucher, keine Obdachlosigkeit, keine Kinderarmut usw. Es gab keine Millionäre, keine Aktionäre – also keine Kapitalisten, die auf Kosten anderer leben, wie das heute so ist. Es gab soziale Sicherheit, kostenlose Bildung – einschl. Studium (unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und entsprechend den Leistungen), kostenlose medizinische Versorgung und es gab auskömmliche und sichere Renten und die Kriminalität war in der DDR vergleichsweise verschwindend gering. – Das kann man alles nachlesen. Und das mit den Kinderheimen stimmt auch – und zwar ohne Sarkasmus! (Ich kannte selbst einige Kinderheime, da war das so.)

      So gesehen gab es also keinen Grund auzuwandern. Auch Reisen waren möglich. Man konnte in alle sozialistischen Länder reisen, in den Westen mit Einschränkungen. Aber das war auch klar, denn die BRD war kapitalistisch und hat die DDR von Anfang an bekämpft und sabotiert. Ein ganz wesentlicher Grund für die Unzufriedenheit in der Bevölkerung war die zunehmende Abweichung vom Sozialismus (wie wir uns ihn eigentlich vorgetellt hatten). Nach der Ermordung Stalins 1953 und nach dem berüchtigten XX.Parteitag hatte in der Sowjetunion ein Verfall des Sozialismus begonnen, der sich auf alle anderen sozialistischen Länder sehr negativ auswirkte und schließlich zur Zerstörung unserer Gesellschaftsordnung führten.

      Der Marxismus-Leninismus, auch das sei noch gesagt, war (und ist immer noch!) die wissenschaftliche Grundlage für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaftsordnung, einer Planwirtschaft, in der es keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, keine Krisen und keine solche Anarchie der Produktion mehr gibt. Die Zeit, als es den Sozialismus noch gab, war übrigens die längste Friedensperiode Europas in der Geschichte.

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