Max Zimmering: Es beginnt erst der Mensch…

Stalinallee

Es beginnt erst der Mensch,
wo die Ausbeutung endet,
wo das Brot, das du ißt,
keinen würgt,
wo die Frau ihren Pfennig
nicht tausendmal wendet,
wo das Leben das Leben verbürgt.

Es beginnt erst der Mensch,
wo das Sterben verständlich
weil die Jahre
zur Neige gelebt
und wo endlich
der menschliche Friede unendlich,
wo das Schwert
keine Gräber mehr gräbt.

Es beginnt erst der Mensch,
wo die Herzen erklingen,
wo die Flame der Menschlichkeit brennt
und wo Hände
die toten Gesteine bezwingen,
wo der Mensch
sich zum Menschen bekennt.

Quelle:
Urlaub, Erholung, Genesung
durch den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund.
FDGB (Hrsg.), 1959, S.423.

Dieser Beitrag wurde unter Bildung und Erziehung, Kommunisten, Meine Heimat DDR, Poesie, Sozialistische Literatur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Max Zimmering: Es beginnt erst der Mensch…

  1. „wo das Brot, das du ißt, keinen würgt,“

    … ein sonderbar kranker Gedanke.

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