Das verfluchte israelische ‚Green-washing‘ zur Vernichtung palästinensischer Olivenbäume

olive-tree-awarta-600x450Die völkermordähnlichen Methoden, welche Israel gegen die Palästinenser anwendet, kennen keine Grenzen. Das Ausmaß, in dem sich die Apartheid Israels gegen Palästina ausgeweitet hat, um dessen Bevölkerung, die Geschichte und Kultur auszulöschen, ist wahrlich barbarisch. Eine der Methoden, die nicht allzu bekannt sein dürfte, wird „GREENWASHING“ genannt. Um dieses Konzept gänzlich zu verstehen, muß man zuerst die Hingabe und das Vertrauen der Palästinenser zu schätzen und zu achten wissen, das sie ihrem Land im allgemeinen, und den Olivenbäumen insbesondere, entgegenbringen.Seit Jahrtausenden haben Palästinenser das Land bebaut und sich und ihre Familien auf diese Weise ernährt. Der Olivenbaum spielte schon immer eine Hauptrolle im Leben und für die Existenz der Palästinenser.

Einige Olivenbäume sind schon 2000 Jahre alt

Ein heute gepflanzter Olivenbaum braucht mehrere Jahre, um Früchte zu tragen, aber die meisten stehen seit Hunderten von Jahren und tragen Früchte. Für solche Bäume ist es nicht ungewöhnlich, daß sie 2000 Jahre alt werden. Die Oliven werden auf vielfältige Weise verwendet, nicht nur für Öl, sondern auch für die Herstellung von Seife, für die Haarpflege und für andere Produkte, sogar für die Beleuchtung der Häuser. Da viele Palästinenser auf dem Land leben, wo ihre Familien seit unzähligen Generationen beheimatet sind, haben sie eine sehr starke Bindung zu den Olivenbäumen. Einige Familien geben ihren Olivenbäumen sogar Namen, was die Bedeutung unterstreicht, die diese Bäume für sie haben.

„Wohltätige“ Kiefernbaumpflanzaktion zur Vernichtung Palästina

Israel ist sich der Bedeutung der Olivenbäume für die Palästinenser sehr wohl bewußt. Der zionistische Jüdische Nationalfonds (JNF) unterstützt seit langem ein Programm, das „Pflanze einen Baum in Israel“ genannt wird. Für einen geringen Betrag kann, wie sie sagen, jedermann in der Welt einen europäischen Kieferbaum in Israel zur Erinnerung an einen geliebten Menschen pflanzen lassen. Wem soll man das verübeln! Kann denn irgendetwas gutherziger sein als das Pflanzen eines Baumes? Doch damit sind vielfältige Probleme verbunden:

  • Die Bäume werden nicht Israel, sondern in Palästina gepflanzt;
  • Um die neuen Bäume, europäische Kiefern, pflanzen zu können werden die Olivenbäume zerstört,
  • Die neuen Bäume tragen dazu bei, die palästinensische Geschichte auszulöschen.

Die europäischen Kiefern sind, wie schon der Name sagt, in europäischen Ländern üblich. Sie sehen völlig anders aus als Olivenbäume, und sie gedeihen in Palästina nicht, wie das die Olivenbäume tun. Diese „Gedächtnis“-Bäume werden nicht nur in ehemaligen Olivenbaum-Plantagen gepflanzt, die zerstört wurden, um dafür Platz zu machen, sondern auch auf dem Boden der mit Bulldozern plattgemachten Dörfer. Wenn die Plantagen zerstört werden, erhalten die Eigentümer keine Entschädigung; und sie haben keine Möglichkeit, gegen die Entscheidung Einspruch einzulegen. Sie können zusehen, wie ihr ganzer Lebensunterhalt, das was ihre Familien seit unzähligen Generationen ernährte, zerstört wird.

Eine Tragödie wird verborgen unterm Kiefernwald

Ein Bestandteil der Völkermordmethoden Israels beinhaltet das Auslöschen der Kultur und der Geschichte Palästinas; das wird zu Teil getan, indem jedes Haus im Dorf planiert gemacht wird und so komplette Dörfer von der Landkarte ausradiert werden. Auch hier gibt es wiederum keine Entschädigung und nicht die geringste Möglichkeit, dagegen Einspruch einzulegen. Die Palästinenser müssen einfach flüchten, um nicht mit zusammen ihren Häusern, Schulen, Moscheen, Krankenhäuser, Läden und Farmen planiert zu werden. Was gäbe es, wenn das eines Tages erledigt sein wird, für eine bessere Möglichkeit, um irgendwelche verbliebenen Beweise verschwinden zu lassen, als dieses Gebiet, das einmal dicht besiedelt war mit Familien, die hier arbeiteten, Landwirtschaft betrieben, zur Schule gingen usw., als auf auf diesem Land einen Wald anzubauen? Europäische Kiefern wachsen schnell, sie verbergen die Tragödien, auf denen sie gepflanzt wurden.

Baumpflanzaktion für Israel ist Massenmord

In wenigen Jahrzehnten sind durch Israel in Palästina mindestens 280.000 Olivenbäume mutwillig zerstört worden; dafür wurden ungefähr 250.Millionen (!) Kiefernbäume gepflanzt, und das von wohlmeinenden, aber uninformierten Leuten, meistens von der israelischen Regierung finanziert. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die meisten Menschen in der Welt, die Geld geschickt haben, um einen Baum pflanzen zu lassen, dessen wahren Zweck nicht kennen. Und wer denkt dabei schon an den Rassenmord, wenn er einen Baum zum Gedächtnis eines geliebten Menschen pflanzt?

Israel hat viele Methoden des Völkermords an den Palästinensern, die in den Vereinigten Staaten nicht allgemein bekannt sind. Und wenn darüber berichtet wird, so scheinen diese Greueltaten ein bißchen besser zu sein als vieles andere, was auf der Welt geschieht. Das „GREENWASHING“ ist, genau wie alles andere, eine heimtückische Methode, der Einhalt geboten werden muß.

Gibt es Unterstützung für einen Kriegsverbrecher?

Mit der Wiederwahl des israelischen Premier-Mörders Benjamin Netanjahu ist die einzige Veränderung, die man in der israelischen Politik gegenüber Palästina erwarten kann, eine Zunahme ungesetzlicher Verhaftungen, der widerrechtlichen Siedlungspolitik, der illegalen Besetzung palästinensischen Gebietes und die Zunahme der Gewalt. Jedoch hat durch die Versprechungen des Herrn Netanjahu das zerbrechliche Glashaus der globalen Unterstützung einen großen Sprung bekommen. Sogar die Vereinigten Staaten, die Israel bisher bereitwillig gefolgt sind, „überprüfen“ im Hinblick auf die Erklärungen Netanjahus gegenüber den Israelis, daß es kein unabhängiges Palästina geben wird, solange er der Pemier-Mörder ist, ihre Beziehungen zu diesem Land erneut. Und auch von Europa, das Israels ständige Übertretungen des internationalen Rechtes so lange geduldig hingenommen hat, kann man nicht erwarten, daß es sich jetzt ruhig verhält.

Das seltsame Verhalten der USA in der UNO

Worauf könnte diese neuerliche „Überprüfung“ hinauslaufen? Ein Aspekt, der fast in ehrfurchtsvoll diskutiert wird, ist die Möglichkeit, daß die Vereinigten Staaten ihre ständige, und ganz offensichtlich ungerechte Unterstützung Israels in der UN beenden könnten. Immer wenn eine Resolution zu grundlegenden Menschenrechten der Palästinenser gefaßt werden sollte, Rechte die Israel mit voller Unterstützung der USA mit Füßen trat, legten die Vereinigten Staaten ihr Veto dagegen eine. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß sie ihr Veto einlegen, wenn sie damit einverstanden sind. Man denke nur an die seltsamen Bemerkungen der UN-Botschafterin Susan Rice, als die USA eine Beschluß verhinderten, der die ungesetzlichen Besiedelungen 2011 kritisierte. Sie sagte, daß die Vereinigten Staaten in der unverminderten israelischen Besiedlungspolitik eine „Albernheit und Unrechtmäßigkeit sehen“, obwohl sie es „für unklug halten, wenn dieses Gremium versucht, die Kernprobleme zu lösen, welche die Israelis von den Palästinensern trennen“. Doch vielleicht werden jetzt die Handschellen, die die Vereinigten Staaten so fest an Ihren Platz in der UNO knüpfen, dafür genutzt, um dort seinen Job zu tun.

Der Vernichtung der Olivenbäume durch Israel Einhalt gebieten!

Was können Palästinenser in naher Zukunft erwarten? Leider nichts Gutes. Die Räder der Diplomatie drehen sich viel langsamer als diejenigen der Planierraupen, die palästinensische Häuser und Olivenbäume zerstören. Und dennoch gab es einen Wendepunkt bei Israels wildem Rassenmord im Sommer 2014, jetzt wo Herr Netanjahu seine Absichten bezüglich Palästina so klar geäußert hat, ist die Zeit der Ausreden vorüber. Die Vereinigten Staaten, die Palästina natürlich niemals geholfen haben, können sich nicht länger hinter einer Farce von Verhandlungen verstecken. Die Zeit, zu handeln, ist gekommen.

Das aktuelle Buch von Robert Fantina heißt „Reich, Rassismus, Rassenmord – eine Geschichte der USA-Außenpolitik“ (RedPill-Press).

Quelle: Aletho News
https://alethonews.wordpress.com/2015/03/26/israel-palestine-and-greenwashing/

DOWNLOAD: Das verdammte israelische greenwashing

Dieser Beitrag wurde unter Internationale Solidarität veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Das verfluchte israelische ‚Green-washing‘ zur Vernichtung palästinensischer Olivenbäume

  1. Also, wenn das „so“ gemacht wird, verstehe ich nicht, warum die Palästinenser und ihre Freunde keine Olivenbäume zur Erinnerung eines geliebten Menschen pflanzen.

    • sascha313 schreibt:

      …tja, wenn das nur so einfach wäre – dann frag mal, wo Olivenbäume wachsen, und wer in dem Land die Macht hat.

      • … also, das ist ja nun wirklich das Einfachste von der Welt: einen Olivenbaum zu pflanzen.

        Über 1.500.000 Araber leben als Israelische „Staats“-Angehörige im Zionisten-Gebilde. 3,700.000 in Westjordanland und Gaza-Streifen und über 2.600.000 in Jordanien. Für mich ist das lediglich eine Frage der Organisation. Außerdem würden die Palästinenser dadurch ein sehr positive Außenwirkung erreichen und die westliche Feindpropaganda gegen sie stark unterlaufen. Falls die dabei Hilfe bräuchten: ich habe so etwas im kleinen Rahmen von rund einer Millionen Bäume ja schon mal in Uganda organisiert.

  2. Pingback: Zionistische Schmutzkampagne gegen den Jenaer OB Schröter | Sascha's Welt

  3. Pingback: Evelyn Hecht-Galinski: Der lange Arm von Netanjahu | Sascha's Welt

  4. Pingback: Das feige Schweigen | Sascha's Welt

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s