Xenija Simonowa (Ukraine): Ein Requiem aus Sand – Erinnerungen an den Großen Vaterländischen Krieg

Simonowa1Auch das ist die Ukraine! Dieser Film der ukrainischen Künstlerin entstand im Jahre 2009 – und zwar in diesem Land, wo heute der von den USA und der NATO finanzierte und militärisch unterstützte Faschismus herrscht. Dort, wo heute Kommunisten und andere Antifaschisten systematisch von der ukrainischen Gestapo (sie heißt dort SBU) verfolgt und in die Kerker geworfen werden, wo eine korrupte Junta aus Oligarchen, Nazi-Anhängern und Hitlerverehrern im Südosten des Landes (im Donbass) fortwährend Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt, wo Frauen, alte Menschen und Kinder ermordet und Wohngebiete,  Schulen und Krankenhäuser bombardiert werden. Die Zuschauer sаhen diese in Sand gemalten Bilder aus ihrer sowjetischen Heimat mit Tränen in den Augen. Der Film erinnert an den heimtückischen Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion und an den Großen Vaterländischen Krieg…

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Hier ist ein Link zu dem eindrucksvollen Film:

(Sollte es nicht möglich sein, den Film auf diese Weise anzusehen, dann empfehlen wir diesen Link http://video.nur.kz/kk/view=yysrdy3z oder Youtube Unblocker zu verwenden.)


Xenija Simonowa wurde am 22. April 1985 als Tochter eines Offiziers der Sowjetarmee und einer Künstlerin in Jewpatorija (Krim) geboren. Schon frühzeitig beschäftigte sie sich mit der Kunst, las Shakespeare und zeichnete. Nach ihrem Psychologiestudium nahm sie an der Kunstakademie ein externes Studium für Malerei und Grafik auf. In einem Wettbewerk präsentierte sie erstmals diese beeindruckenden Sandbilder, welche die junge Künstlerin in aller Welt plötzlich sehr bekannt machten. Heute lebt sie auf der Krim und ist eine sehr gefragte Malerin. Die Website von Xenija Simonowa: http://simonova.tv/

Erklärend zu dem Film muß man folgendes bemerken:

Das erste Bild ist klar: ein Liebespaar auf einer Parkbank, dann der Lautsprecher, die Stimme von Juri Lewitan, des Rundfunksprechers von Radio Moskau, am 22. Juni 1941:

Erklarung1

Erklarung2

Die Sowjetunion hatte bis zum Sieg über die Nazibarbarei und deren bedingungsloser Kapitulation die größten Opfer zu beklagen: 26,6 Millionen Tote, Tausende dem Erdboden gleichgemachte Dörfer – verbrannte Erde, 1.700 zerstörte Städte, 127.000 zerstörte Schulen, Universitäten, Bibliotheken und 6 Millionen zerstörte Wohnhäuser, materielle Schäden in Höhe von geschätzten 128 Mrd. Dollar, eine zu großen Teilen zerstörte Industrie (32.000 zerstörte Industriebetriebe) usw. usf. fielen auf das Schuldkonto des deutschen Imperialismus*. Wer damals die Verbrechen der Wehrmacht und der SS in der Sowjetunion miterlebt hat – es gibt ja noch Überlebende! – der wird das wohl niemals vergessen!

* Die Angaben sind dem Buch von Erich Hanke, Ins nächste Jahrhundert, Urania-Verlag Leipzig-Jena-Berlin, 1987, S. 103 entnommen.

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7 Antworten zu Xenija Simonowa (Ukraine): Ein Requiem aus Sand – Erinnerungen an den Großen Vaterländischen Krieg

  1. Die angemerkten Zahlen möchte ich immer ergänzt wissen, denn so schrecklich das Blutopfer der über 27 Millionen Toten der Sowjetunion ist – Gott segne sie und schenke ihnen Ewiges Heil und mögen wir ihnen ein ehrenvolles Andenken bewahren – es wird fast nie erwähnt, dass auf jeden dieser Toten mindestens zwei Krüppel und drei Waisen kommen. 54 Millionen Krüppel und 81 Millionen Waisen – dann wird einem vielleicht noch klarer, dass die Nazi-Faschisten wirklich eine Rassenkrieg führten. Vordergründig ging es ihnen um „Ideologie“ (das war der Aufhänger ihrer Propaganda) und die Durchsetzung des Kapitalismus und die Vernichtung des Sozialismus (dafür wurde ja die BIZ in Basel 1930 gegründet), das eigentliche Ziel aber war (wie es schon Jahrhunderte davor gewesen ist) die Vernichtung einer als unwert gedachten „Rasse“, was eben tief im Kult, der sich mal „Abendland“, mal Papsttum, mal Christentum – heute „Demokratie“ – nennt, verwurzelt ist.

    Neu ist das eben übrigens nicht. Ich habe ja die Schriften von Luther, Calvin (und Dante vor ihnen) gelesen und kenne das „Denken“ der „Theologen“ und auf welchem absurden und irren Wahn das alles beruht. Die Vernichtung des Menschen, weil er Mensch ist, stand schon immer auf deren Programm und zieht sich wie ein Roter Faden durch die Geschichte der letzten 1400 Jahre, wenn dieser Faden auch schon schlecht sogar noch 2000 Jahre früher aufgenommen werden kann. (Aber das führt hier im Kommentar selbstverständlich zu weit.)

  2. rheinlaender schreibt:

    Hab grad ein Video gefunden. Hier wird gezeigt wie auch andere Länder den faschistischen Krieg gegen die UDSSR unterstützten. Obwohl sie als neutral galten (Schweden, Schweiz) oder untereinander in kapitalistischer Konkurrenz standen.

    Vielleicht kann das jemand bei youtube kommentieren.

  3. sascha313 schreibt:

    Naja, das ist eine dieser verkürzten neuzeitlichen Versionen der Geschichtsdarstellung. Bei dem Historiker Pätzold wäre anzumerken, daß seine Haltung zu Stalin der eines Antikommunisten und Geschichtsfälschers entspricht, obwohl Pätzold ansonsten sehr klare antifaschistische Positionen vertritt. (Aber das nur am Rande!) Das Filmchen ist keineswegs für eine korrekte Darstellung geeignet, wird also dem Ereignis des Großen Vaterländischen Krieges in keiner Weise gerecht.

    • rheinlaender schreibt:

      Ich fand das Video gut weil es Fakten über die ausländischen Beteiligten des faschistischen Überfall nennt.
      1)Vor allem, dass es auf youtube erscheint
      2)Auch die ausländischen Konterrevolutionäre zu Lenins Zeit sollten immer wieder erwähnt werden
      Zum vaterländischen Krieg :
      Dazu muss man Wohl Millionen Seiten von Historikern lesen ?
      Was aber sind Historiker ? Bestimmt keine Wissenschaftler ! Das sind meist Romanschreiber, die irgendwelche unwichtigen Fakten aneinanderreihen, damit das bezahlte Ergebnis oder das unterhaltsame Märchen / Legende stimmt.
      Da ich mich für historische Zänkereien nicht interessiere, versuche ich mit Logik, Reifegrad der Arbeiterklasse und ökonomischen Betrachtungen die jüngere Historik zu verstehen. Wenn man das nicht macht, fällt man schnell auf Stalinhasser wie Peter Feist rein. Der hatte in einem youtube Video den vaterländischen Krieg ganz anders dargestellt. Allerdings mit Militärkarten und scheinbar sauberen Fakten. Was tun ? Seinen Antikommunismus kann man sicher in 5 Minuten beweisen. ABER Kann man seine Fakten widerlegen ? Ich habe mich schon als Kind gefragt, warum das kleine Deutschland so viele Soviet Menschen in so einem riesigen, deren eigenem Land ermorden konnte ?
      Vor allem wo die UDSSR – nach einigen westlichen Historikern – doch ein hochgerüsteter Staat war. Also den Deutschen hoch überlegen.
      Mit den imperialistischen ausländischen Helfern / Geld in dem Video, kann ich das wenigstens ein bischen nachvollziehen.
      PS: Auch habe ich mich gefragt, ob sich diese zig Millionen Toten / Krüppel / Gefolterten Russen wirklich gelohnt haben ? Wofür ?
      Schon vor Kriegsende haben sich die USA Imperialisten die reichen europäischen Saaten geholt. Dann haben die mitten im Osten der DDR einfach und dreist eine westdeutsche Grosstadt geschaffen. Paar Jahre später die NATO. Paar weitere Jahre später wird der USA Freund Chrustchov mächtigster Mann in der UDSSR.

  4. rheinlaender schreibt:

    Vielen Dank, für den Link, den ich bei Kommentaren auf youtube / anderen Blogs weitergeben werde. Der sagt mehr als 1000 Historiker Seiten.
    Was anders: Ich hab manchmal Fragen, die an TROLL Kommentare bzw. Alltagsdiskusionen anknüpfen. Wie kann ich die HIER stellen, ohne gleichzeitig antikommunistische Hetze zu fördern?

    • sascha313 schreibt:

      rheinlaender, wir sehen uns ständig solcher Hetze ausgesetzt. Die Iswestija recherchierte unlängst darüber, welche neuen Maßnahmen von Seiten der USA und deren Vasallen unternommen werden, um die ideologische Diversion in Europa zu verstärken. Damit muß man rechnen! Feindliche und Troll-Kommentare werden hier sowieso gelöscht, es sei denn sie dienen mal als Beispiel – und dann wird das auch kommentiert. Ich erinnere nur an Stalin, der sagte: „Was wollen Sie mit den Faschisten machen? Mit ihnen diskutieren? Sie zu überzeugen versuchen? Aber damit erreichen Sie bei ihnen nicht das Geringste.“ (SW, Bd.14, S.16)

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