Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?

BankUm es gleich vorweg zu nehmen: offensichtlich JA. Und im Zusammenhang mit den kriminellen Machenschaften der Deutschen Bank erinnern wir uns wieder an die Erklärung Georgi Dimitroffs über das Finanzkapital und seinen Zusammenhang mit dem Faschismus. Die Tatsache, daß der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, seinerzeit den ebenfalls ehemaligen Geheimdienstkoordinator und wiederum ehemaligen Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, der über keine bankenspezifische Berufserfahrung verfügt, mit Zustimmung des Bundeskanzleramts anheuerte, damit er die Deutsche Bank angeblich bei der Beurteilung weltweiter Risiken unterstützen möge, scheint an den Usancen des Hauses wenig geändert zu haben.

Interessant zu lesen ist dabei ein Beitrag in der Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei. Hier schrieb bereits 2014 ein Ministerialrat Dr.Hetzer:

Angeblich hat die Gier von Mitarbeitern in den Handelsabteilungen internationaler Großbanken dazu geführt, dass über Jahre äußerst schadensträchtige Finanzoperationen durchgeführt wurden, welche die Manipulation wichtiger internationaler Referenz – Zinssätze („Euribor“, „Libor“) zum Ziel hatten. Deshalb verhängte die Europäische Kommission Anfang Dezember 2013 gegen sechs große internationale Finanzinstitute Bußgelder in Höhe von insgesamt 1,71 Milliarden Euro.  Die Deutsche Bank ist mit 725 Millionen Euro dabei. Das ist die höchste Strafe von allen. Zwei Händlerringe und insgesamt acht Banken hatten sich über mehrere Jahre mit verschwörerischen Mitteln und in Bereicherungsabsicht abgesprochen. [1]

Die herrschende Klasse ist die Bourgeoisie

In den Schlußthesen heißt es dann, daß die anhaltende Finanzkrise sei eben nur die Folge eines „Politikversagens“, das „in Gestalt absichtsvoller und klientelorientierter Deregulierung der Finanzwirtschaft kriminelle Tatgelegenheiten eröffnet hat, die in ihrer gemeinwohlschädlichen Qualität historisch beispiellos“ sei. [2] Und das ist ja wohl der größte Witz! Ein Politiversagen! Wer, bitte, macht denn die Politik, und wer hat denn diese Leute dazu ermächtigt? Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse. Und diese herrschende Klasse – das ist niemand anderes als die Bourgeoisie, wie man schon zu Marx‘ Zeiten sagte. Es ist die Klasse des Monopolkapitals, der Finanzoligarchie. Wie schon Herr Seehofer in einem Gespräch mit einem Kabarettisten in so treuherziger Weise offenbarte: „Diejenigen die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“

Richtig. Denn ENTSCHEIDEN tun nur diejenigen in der Bourgeoisie, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, und das sind die Konzernzentralen, die Aufsichtsräte und Bankvorstände. Die „Politik“ (wer ist das eigentlich?) – also diejenigen die im Bundestag sitzen und in den Parteizentralen, haben eben NICHTS ZU SAGEN, außer das, was denen ihre obersten Bosse diktieren. Es ist eine Diktatur der Bourgeoisie!


Quellen:
[1] Die Kriminalpolizei. Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei, Ausgabe 2014
[2] ebd. Schlußthesen

Siehe auch hier: Geopolitiker’s Blog

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