Grover Furr: »Chruschtschows Lügen über Stalin«

furrg002In der Werbung zu seinem Buch heißt es:

„In seinem 2011 in den USA erschienenen und seither in acht Sprachen übersetzten Buch »Chruschtschows Lügen« kommt Grover Furr mit der äußersten Vorsicht des strikt quellengestützt arbeitenden Historikers zum Ergebnis: Die »Geheimrede« von 1956 hält in keiner ihrer Aussagen der Konfrontation mit Archivquellen und Zeugenaussagen stand.“

Und im russischen Internet ist dazu folgendes zu lesen (Übersetzung N.N.):

Die 61 Lügen Chruschtschows über Stalin

Eine der ungewöhnlichsten Neuheiten der letzten Zeit ist das Buch des amerikanischen Historikers, des Professors der staatlichen Montclair-Universität, Grover Furr, „Die stalinfeindliche Fälschung“ („Algorithmus“ Verlag, 2007, russ.), der sich bis ins Detail mit der berüchtigten Rede von N.S.Chruschtschow auf dem ХХ.Parteitag der KPdSU befaßt hat. In kürzester Zeit konnten sich Tausende Leser mit dem Buch bekanntmachen, es ist in einigen Buchhandlungen in die Kategorie der Bestseller avanciert, es wurde in kritischen Rezensionen beschimpft und verleumdet, und es wurde nun sogar schon zu einer bibliographischen Rarität…

Deshalb schien es uns interessant, uns an Professor Furr zu wenden, um den Autor besser kennenzulernen, und um aus erster Hand seine Meinung kennenzulernen.

Herr Professor, sagen Sie, warum haben Sie, der Sie ein Absolvent von Princeton sind, und dessen Dissertation zum Dr. phil. dem französischen Mittelalter gewidmet ist, sich für die sowjetische Geschichte, die Epoche Stalins interessiert?

Meine hauptsächliche Spezialisierung war das Mittelalter. Es gibt nicht irgendein besonderes Zertifikat, das einem das Recht auf das Studium der Geschichte UdSSR unter Stalin einräumt. Dafür konnte ich mir aber dank des Mittelalters professionelle Fertigkeiten in historischen Forschungen aneignen: wie zum Beispiel, nicht englischsprachige Primärquellen zu lesen und zu untersuchen, und mich niemals auf „allgemeingültige“ Ansichten zu verlassen, nicht auf Meinungen „anerkannter Autoritäten“ zu vertrauen, wenn ich von etwas nicht überzeugt war.

Als Aspirant nahm ich 1965-1969 an den Protestaktionen gegen den Vietnam-Krieg der USA teil. Und einmal sagte jemand zu mir: die vietnamesischen Kommunisten und alle diese „Stalinisten“ können einfach keine „guten Kerle“ sein – „Stalin hat Millionen unschuldiger Menschen“ umgebracht. Diese Bemerkung habe ich mir eingeprägt. Wahrscheinlich habe ich mir deshalb Anfang 1970 die Erstausgabe des „Großen Terrors“ von R.Conquest besorgt. Und ich war erschüttert von dem Gelesenen!

Man muß sagen, daß ich schon zu jener Zeiten auf Russisch las, da ich schon in der Schule begonnen hatte, diese Sprache zu studieren. Und so habe ich das Buch von Conquest auf sorgfältigste Weise studiert. Bis jetzt hatte wahrscheinlich niemand etwas derartiges mit dem Buch dieses ehrwürdigen Sowjetologen gemacht. Mir wurde hier klar, daß die historischen Belege über den „Großen Terror“ vom Autor auf betrügeriste Weise verwendet worden waren. Die getroffenen Schlußfolgerungen entsprechen einfach nicht dem, was Conquest hier als Beweise in den Verweisen des Buches anbringt. Nun, und alle seine Quellen wurden, unabhängig von ihrer Zuverlässigkeit, je nach dem Grad ihrer Feindschaft gegenüber Stalin ausgewählt.

Daraus wurde bei mir schließlich die Idee einer eigenen Erforschung dieses Themas des sogenannten „Terrors“ geboren. Für die Arbeit ist ziemlich viel Zeit draufgegangen. Der erste Artikel „Alte Geschichten über den Marschall Tuchatschewski im neuen Licht“ erschien im Jahre 1988 … Nach einiger Zeit sah ich, daß dies mit neueren historischen Forschungen übereinstimmte, und ich widmete mich dann dem Studium der Werke auch solcher Wissenschaftler, wie John Arch Getty , Robert W. Thurston , Robert J.Manning , Sheila Fitzpatrick , Jerry F. Hough , Lewis H. Siegelbaum und Lynne Viola .

Ich denke, diese Namen sagen dem russischen Leser kaum etwas. Es ist schwer, sich vorzustellen, daß nach Conquest die Vertreter irgendwelcher neuer westlicher „Schulen“ fähig sind, ein anderes Verständnis für die Geschichte der Sowjetunion aufzubringen.

Ganz im Gegenteil. Die Schulen, über die ich sprach, sind als eine Antithese zu Conquest und zu den Konzeptionen der totalitären, sowjetologischen Zeiten des „kalten Krieges“ entstanden. Es wurden alle vorhandenen Belege durchstudiert und, was noch wichtiger sind, man bemühte sich, Objektivität zu bewahren. Die Wissenschaftler der neuen Schule haben gezeigt, daß die trotzkistischen, chruschtschowistischen und Gorbatschow-Jelzinschen Interpretationen der sowjetischen Vergangenheit in keiner Weise stichhaltig sind. Die Letzteren haben es sogar fertiggebracht, sich durch ihre politische Voreingenommenheit zu kompromittieren, so daß ihre Äußerungen schneller als Propaganda – als ein Umschreiben der Geschichte – erkannt wurden.

In der wissenschaftlichen Welt wurde das Buch „Quellen der großen Säuberung“ von einem der Begründer der neuen Schule, J.A.Getty, zu einer echten Sensation, weil es dem Wissenschaftler gelang, eine Menge schwülstiger Mythen zu widerlegen, unter anderem die Vorstellung über die Repressalien der 1930er Jahre als einer Aktion, die von Stalin im Voraus geplant worden sei. Das ganze „Unglück“ dieses Wissenschaftlers bestand nun darin, daß in den USA sein Werk in den Jahren der „Perestrojka“ veröffentlicht wurde, als unter dem „Schutz der Öffentlichkeit“ in der UdSSR nur die Literatur seiner Gegner in Massenauflagen verlegt wurde. Woher sollten auch den russischen Lesern die Pionierarbeiten Gettys bekannt werden, wenn in Rußland bis heute keines seiner Bücher über die sowjetische Geschichte herausgebracht wurde?

So verhält sich die Sache mit der Mehrzahl der von mir genannten Historiker. Aber es gibt zum Glück auch Beispiele anderer Art: vor einigen Monaten wurde in einer ukrainischen Internet-Zeitschrift die hervorragende Arbeit von Professor M.Tauger von der Universität West Virginia veröffentlicht, die Stück für Stück den nazistischen Mythos über einen von den Behörden inspirierten „Golodomor“ 1932-1933 widerlegt.

Und wie und warum ist bei Ihnen das Interesse für die Rede Chruschtschows auf dem ХХ. Parteitag entstanden?

Die „geschlossene“ – oder wie wir im Westen sagen: die „geheime“ – Rede Chruschtschows ist ohne Übertreibung eine der einflußreichsten Reden des 20. Jahrhunderts. Wie soll man auch die Rede unter einem positiven oder negativen Vorzeichen bewerten, wo sie doch den Verlauf der Geschichte der UdSSR und Rußlands so radikal verändert hat. Es ist nicht unwesentlich, daß diese Rede eines der Fundamente der politischen Konzeption des „Antistalinismus“ und eine ihrer grundlegenden Quelle wurde, was man bedingt als „Paradigma des ХХ. Parteitages“ bezeichnen kann. Mit einem Wort, niemand der sich für die Vergangenheit der Sowjetunion interessiert, kann an einem so wichtigen Dokument vorbeigehen.

Dieses Thema wurde ja oft bearbeitet. Womit läßt sich Ihrer Meniung nach das Interesse für „stalinfeindlichen Fälschungen“ erklären?

Schwer zu sagen. Mögen die Leser darüber zu urteilen … Ich spreche mal darüber, was mich als Forscher verwundert hat. Als ich über diese Arbeit nachdachte, erschien es mir wünschenswert, die „entlarvenden“ Thesen des „geschlossenen“ Vortrags den historischen Zeugnissen gegenüberzustellen, die dank der Öffnung der Dokumente aus den ehemaligen sowjetischen Archiven bekannt wurden. Eine solche Forschung hätte auch ein russischer, oder sagen wir, ein chinesischer Historiker machen können, da den Wissenschaftlern in den letzten 10-15 Jahren eine Menge neuer Quellen zur Verfügung standen, die es ermöglichten, eine objektive Einschätzung dieser oder jener Thesen der Chruschtschowschen Behauptungen zu geben. Hier begann sich ein ziemlich interessantes Bild abzuzeichnen: es zeigte sich, daß – nach eingehender Prüfung – von all den „beschuldigenden“ Behauptungen der Rede, keine einzige wahr war. Nicht eine einzige!

Die Unwahrheit war natürlich auch schon früher bekannt. So haben zum Beispiel im Verlaufe der Klausurtagung einige der Delegierten des Parteitages bemerkt, daß eine Reihe der Chruschtschowschen „Entlarvungen“ (wie z.B. die absurde Behauptung, daß Stalin „militärische Operationen“ angeblich am Globus geplant hätte) – gelinde gesagt – fern von aller Wahrheit waren. Doch die ganze Rede strotzte nur so von derartigen „Entlarvungen“ … Darüber hätte man sich schon wundern müssen.

Übertreiben Sie da nicht? Die Rede bestand doch durchweg aus Unwahrheiten, die sehr schwierig nachzuprüfen waren. Sie verteidigen Stalin und setzen doch damit Chruschtschow und seine epochale Rede einfach herab.

Ich muß Sie enttäuschen. Ich „verteidige“ weder Stalin, noch irgendjemanden anderes. Als Forscher und Wissenschaftler habe ich mit Tatsachen und Beweisen zu tun. Wenn ein Forschungsgegenstand wie die Rede Chruschtschows, sagen wir, vom Kosmos, vom Mais oder vom Programm der KPdSU gehandelt hätte, dann hätte ich ebenso die Quellen studiert, die zu dem entsprechenden Sachgebiet gehören. Aber hier ging es darum, daß eine Rede, welche die Verbrechen Stalins und Berijas aufdeckt, zum Thema meiner Forschung wurde.

Mir gelang es, 61 „beschuldigende“ Behauptungen herauszufinden. Ich habe jede von ihnen anhand der historischen Beweise untersucht, bis im Ergebnis klar wurde, daß Chruschtschow in der „geschlossenen“ Rede über Stalin und Berija absolut nichts gesagt hatte, was der Wahrheit entspricht. Wobei die „Verteidigung“ Stalins hier darin besteht, daß die Beweislast die beschuldigende Seite trägt. Und alle „entlarvenden“ Behauptungen der „geschlossenen“ Rede sind als Beweise untauglich.

Und nun etwas zum „Glauben“ daran. Kein ernstzunehmender Forscher ist berechtigt, etwas für wahr zu halten, was Überzeugungen entspricht oder infolge von Präferenzen entstanden ist. Es mag jemandem gefallen oder nicht, aber angesichts der wissenschaftlichen-historischen Beweise über die „stalinfeindlichen Fälschungen“ ist es unmöglich, die Geschichte der Sowjetunion weiterhin durch den Zerrspiegel der „geschlossenen“ Rede zu betrachten.

Ist denn nicht der Titel „Stalinfeindliche Fälschungen“ eine allzu übertriebene Bezeichnung für eine Forschungsarbeit?

Das Buch ist in der Anlage mit einem bibliographischen Verzeichnis, einem Namenregister, sowie Hinweisen und Dokumenten versehen – mit einem Wort, ich bin über die Anforderungen hinausgegangen, die an eine solide akademische Arbeit gestellt werden. Es gab auch eine hohe Auflage.Was will man als Autor mehr?

Natürlich war der Arbeitstitel während der Arbeit am Manuskript ein anderer. Es war auch ein origineller Titel, der das Wesen der gemachten Forschung widerspiegelte, aber wegen der Länge, meine ich, oder aus irgendwelchen anderen Gründen habe ich ihn nicht verwendet. Der Verlag hat mir einen anderen Titel vorgeschlagen. Auch das ist normal. Schließlich haben doch gerade der Verlag, der Redakteur, der Grafiker, die Korrektoren sich bemüht und sind berechtigt, einen kommerziellen Erfolg zu erwarten.

Doch trotzdem ist am Ende nicht klar: einerseits wurde die Rede Chruschtschows, wie Sie schreiben, aus Lügen zusammengestellt, und andererseits hat sich in der Führungsspitze der UdSSR niemand gefunden, der die Falschheit der „Entlarvungen“ aufgedeckt hätte.

Darüber hinaus wurde von allen Chruschtschow gegenüber einheitlich und stillschweigend volle Unterstützung zugesagt. Und gerade stoßen wir hier auf eine der spannendsten Fragen. Trotz der weitverbreiteten Vorstellung, war nicht Stalin die Hauptzielscheibe der „geschlossenen“ Rede, sondern der politische Kurs und eine bestimmte Tendenz, die sich mit seinem Namen verbanden. Der russische Historiker Juri Shukow erklärte das so: Das Ziel Chruschtschows bestand gerade darin, mit den demokratischen Reformen, die noch zu Lebzeiten Stalins begonnen worden waren, aber nicht beendet wurden, Schluß zu machen.

Heute sind für viele (und man muß sagen, nicht ohne Einfluß der Chruschtschowschen Rede) die Begriffe „Stalin“ und „Demokratie“ in der Vorstellung gegensätzliche Begriffe, zwei unvereinbare Extreme, die zwei gegensätzliche Pole kennzeichnen. Aber eine solche Meinung ist falsch. Stalin teilte die Leninschen Ansichten über eine repräsentative Demokratie und war bestrebt, deren Prinzipien im Staatsapparat der UdSSR zu verwirklichen. Gerade Stalin stand an der Spitze des Kampfes für die Demokratisierung der sowjetischen Gesellschaft, eines Kampfes, der sich in den Jahren 1930 bis 1950 in der UdSSR im Herzen der politischen Prozesse abspielte. Ihr Wesen wurde darauf zurückgeführt, daß damit die Rolle der kommunistischen Partei bei der Verwaltung des Staates (wie auch in anderen Ländern) bis hin zu „normalen“ Grenzen eingeschränkt worden wäre, und die Aufstellung der Staatslenker nicht nach deren Parteimitgliedschaft zu geschehen hat, sondern aufgrund demokratischer Prozeduren.

Nicht nur Chruschtschow, sondern offenbar auch andere sowjetische Führer waren mit dem Kurs solcher Reformen nicht einverstanden. Jedenfalls waren Malenkow, Molotow und Kaganowitsch – die bedeutendsten, mit Stalin verbundenen politischen Figuren, wenn auch ungern, doch im geheimen, mit dem unausgesprochenen Sinn der „geschlossenen“ Rede einverstanden und haben ihm zugestimmt. An die Macht kommen und mit der Idee einer solchen explosiven „geschlossenen“ Rede übertölpeln, konnte Chruschtschow nur, weil er die sowjetische Parteielite auf seine Seite brachte.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um den Historikern Juri Shukow (Rußland) und John A.Getty (die USA) meine Dankbarkeit auszusprechen, deren Arbeiten mich für die Arbeit an der „geschlossenen“ Rede begeistert haben, und die die zu Chruschtschows Zeiten noch tief versteckte Tatsache der Zuneigung Stalins gegenüber den demokratischen Prinzipien erneut aufgedeckt haben.

Das Gespräch führte S.Charzisow


Von der Redaktion:

Wir sind seit langem mit den Arbeiten Furrs bekannt – aber auch für den russischen Leser, der von Anfang an mit dem Thema bekannt ist, enthalten sie einiges Neue. Der enorme Wert dieser Arbeit besteht darin, daß diese westliche Forschung von unabhängigen Fachleuten durchgeführt wurde. Von Anfang an hatte das Solidaritätskomitee mit dem Sowjetischen Volk für seine Arbeiten geworben – den Arbeiten eines amerikanischen Historikers wird oft mehr geglaubt als den russischen Quellen.

In Wirklichkeit versteht man im Westen sehr gut, daß die angebliche „Stalinschen Massenmorde“ u.a.m. – nichts anderes sind als ein frecher Betrug, der nicht einmal einfachsten wissenschaftlichen Anforderungen standhält. Furr war weder jemals Kommunist, noch ein besonderer Anhänger der UdSSR, doch immer war er ein einfacher und ehrlicher Wissenschaftler. Wir werden künftig beachten, daß es im Westen eine Schule gibt, deren Vertreter Furr bereits aufzählte. Sie übernehmen es, sich mit den gegnerischen Stalinfeinden auseinanderzusetzen – nicht etwa, weil sie Propagandisten unter der Maske von Wissenschaftlern sind, sondern ausschließlich sie Wissenschaftler sind. Gerade deshalb werden sie heute auf eine beliebte „demokratische Weise“ behandelt – ihre Informationen werden völlig verschwiegen. Was wurde über sie bekannt? Die Informationen über sie werden praktisch vollständig blockiert und den breiten Massen in Wirklichkeit vorenthalten. Während die Lügen ihrer Gegner auf größtmögliche Weise verbreitet werden.

Die endlosen Hinweise auf die Rede Chruschtschows sind schon nicht mehr lustig – Furr hat wieder einmal gezeigt, daß die Anschuldigungen Chruschtschows zu 100 % Verleumdungen sind. Es ist übrigens im Westen nicht leicht, die Arbeiten Furrs zu finden. Versuchen Sie beispielsweise einmal, das von ihm erwähnte Buch im Internet zu kaufen – es wird von keiner westlichen Handelskette übernommen. Die vorhandene Zensur im Westen hindert ihn, seine Ansichten frei und demokratisch zu äußern. Und deshalb ist es unmöglich, offiziell unerwünschte Standpunkte kennenzulernen.

Versuchen Sie beispielsweise einmal, den 20teiligen Dokumentarfilm „Der unbekannte Krieg“ von Burt Lancaster (der in Rußland als „Der Große Vaterländische Krieg“ bekannt ist) zu finden, so ist das in der Regel tatsächlich unmöglich, da sogar Informationen über die Existenz eines solchen Filmes entfernt wurden.

Quelle des Textes: http://www.litrossia.ru/article.php?article=3003

(Übersetzung: N.N. – den Nachbemerkungen der Redaktion können wir nur bedingt zustimmen. In der Sowjetunion und nicht zu vergessen in der DDR war der Betrug der Chruschtschow-Clique unter Marxisten hinlänglich bekannt oder wurde zumindest vermutet. Es gab daher lange Zeit heftige Auseinandersetzungen innerhalb der KPdSU und auch in anderen kommunistischen Parteien. Zahlreiche Autoren haben bereits darüber berichtet: Juri Muchin, Kurt Gossweiler, Ludo Martens, Andrea Schön, Juri Shukow, Juri Jemeljanow, Arsen Martirosjan… und in jüngster Zeit auch N.Starikow,  W.Warnawski, D.Lyskow und viele andere. Das hat Professor Furr anscheinend noch nicht zur Kenntnis genommen. /d.Übers.)


Hier nun einige Links zu Arbeiten von Grover Furr in Englisch:

Über die Demokratie und Stalin:
http://clogic.eserver.org/2005/furr.html
http://clogic.eserver.org/2005/furr2.html
Zur persönlichen Website Grover Furrs:
http://chss.montclair.edu/english/furr/

Das Buch von Furr auf Russisch: http://bolshevik.ucoz.ru/ferr/ferr.htm

http://nnm.me/blogs/antinato/shestdesyat_odna_nepravda_nikity_hrusheva_3/

Siehe auch: Grover Furr „Chruschtschows Lügen“

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14 Antworten zu Grover Furr: »Chruschtschows Lügen über Stalin«

  1. karlnapp59 schreibt:

    Die Dokumentarreihe „Der unbekannte Krieg“ ist nahezu vollständig abrufbar auf Youtube.

    • 9:50 „genau enthüllt, was die Deutschen vor hatten“

      Passt zu heute: Der Aufmarsch der NATO in der Ukraine sowie die Verlegung von Truppen und schwerem Kriegsgerät an die „Ostfront“ gegen Russland ENTHÜLLT; was der Kapitalismus – das Mittel der Katholischen Kirche – vor hat: mit Hilfe der USA und ihrer europäischen Marionetten-Regime, Russland in einem Krieg zerstören, einnehmen, unterwerfen und Land und Leute ausplündern.

    • 23:25 „nach dem Sieg … !!! das ist niemals aufgegeben worden !!!

      23:45 !!! „als erste sollten die Mitglieder der Kommunistischen Partei liquidiert [sprich: ERMORDET] werden …“ !!!
      Mann darf sich keiner Illusionen hingeben: auch wir – also ich selber zum Beispiel – stehen längst auf den abzuarbeitenden Todeslisten. !!! Klar, heute scheint das alles: „kann doch nicht wahr sein“, denn die den Verstand und die Gefühle des Menschen einnehmende Propaganda, erzeugt so schöne irreligiöse Illusionen von einer „Heilen Welt“ in der man lebe und selbst die meisten Menschen, denen das System verhasst ist, können sich nicht einmal vorstellen, wie subtil und perfektioniert die weltweite Ermordung von Systemgegnern voran geschritten ist.

      Mann muss das selbstverständlich nüchtern sehen und rational-logisch angehen, da es einen sonst plötzlich und unerwartet auf dem Falschen Fuß erwischt und das eigene Sein dermaßen erschüttert wird, dass jeder Widerstand, der heute noch geleistet werden kann, aussichtslos erscheinen könnte.

  2. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Bravo. Bravo. Bravo.

    Auch wenn es manchmal scheinbar lange dauert: die Wahrheit bahnt sich ihren Weg.

  3. Harry 56 schreibt:

    Ja, ja , ja, um diesen Chrustschow zu entlarven, braucht man gerade solche beinahe schon hollywoodmäßen „Dokus“ als „Beweis“…….., ich möchte beinahe schon lachen.

    Ich erspare mir wirklich jegliche Mühe, derartige rein bürgerliche, also auch revisionistische geschichtlichen Machwerke näher zu betrachten, eräutern oder gar zu widerlegen. Wer wirklich über rein innerimperialistischen Motive, Hintergründe von WK II etwas erfahren, lernen will, warum sich etwa die sozialistische UDSSR trotz aller Versuche, sich aus diesem rein innerimperialistische Gemetzel herauszuhalten letztlich dennoch scheiterte, erfährt aus dieser wirklichen Hollywood- Doku absolut – NICHTS,NICHTS, NICHTS…..!

    Rein bürgerliches Entertainment……, Pseudo-Wissen getarnt als Wissen. Und die „lieblichen“ USA mit ihrem ATOM-MÖRDER Harry S. Truman an der Spitze traten schließlich ab Mai 1945 ihre, bereits im Dezember 1941 von Adolf Hitler ihnen als Ambition vorgehaltene, beinahe schon Weltherrschaft (Bretton Woodes 1944, NATO ab 1948) an, aber nur beinahe, weil die UDSSR sich weigerte diese anzuerkennen, und so begann ganz rasch, die Leichen des bösen bösen Adolfs und Josephs waren kam abgekühlt, der neue Kalte Krieg…., aufgebaut auf den Leichen von Millionen von Rotarmisten, Sowjetbürgern, Millionen anderer Europäer….

    Und so ist HEUTE der russische Präsident Putin der neue „Hitler“, klaro, denn er weigert sich ebenso wie der Genosse Stalin 1945, sein Land der politischen Herrschaft der US-Elite zu unterwerfen………, für die heutigen NATO-Imperialisten und deren Schakale und Hyänen wiederum irgendwie „unlogisch“…. Warum die sich aber immer noch vom alten Adolf und Joseph distanzieren, DAS ist mir wirklich ein „Rätsel“!🙂

    Sorry!😦

    • Du irrst dich, Harry 56, ich habe sogar sehr viel Neues und Gutes aus dieser „Doku“, etwa über Stalin erfahren, was mir „Kommunisten“ bisher jedenfalls – außer Sascha – verschwiegen haben. Und wenn du schon erwähnst, dass daraus nichts zu erfahren wäre und dass „aus der Doku, warum sich etwa die sozialistische UdSSR trotz aller Versuche, sich aus diesem rein innerimperialistische Gemetzel herauszuhalten letztlich dennoch scheiterte“, solltest DU vielleicht einmal selber wenigstens einen Aufsatz darüber verfassen oder uns mitteilen, wo denn zum Beispiel ich erfahren und lernen kann, wie sich die UdSSR hätte heraushalten können.

      Die UdSSR befand sich GERADE MAL AM ANFANG einer Epochalen Zeitenwende für die ganze Menschheitsgeschichte und ist, als sie vom „Abendland-Christentum“ – sprich: von der „Katholischen Kirche“, die durch ihren religiösen, politischen, wirtschaftlichen und MILITÄRISCHEN Führer, dem Papst repräsentiert wird – überfallen wurde, noch nicht einmal 24 Jahre alt gewesen.

      Diese ganzen Hitlers, Adenauers, Kohls, Brandts, Schmidts, Schröders, Fischers, Merkels, Kennedys, Bushes und Obamas dieser Welt und die hinter ihnen stehenden Magnaten des Kapitalismus sind bloße Lakaien dieser mittlerweile 1415 Jahre alten Kriminellen Vereinigung. Eine große Mafia-Organisation mit weltweit Millionen von Niederlassungen, Unternehmen, Banken, Medien, Krankenhäusern, Kindergärten, Schulen, Universitäten, Parteien ist das.

      Im übrigen kann ich kein „Inner-Imperialistisches Gemetzel“ entdecken. Ich sehe, dass hier das Kriminelle System Kirche ein Gemetzel gegen dieses „Wunderwerk“ menschlicher Geschichte anstiftete und durchführte und dabei fast die Slavischen Völker ausgerottet hätte, die sich seit über 1200 Jahren sehr wechselvoll und trotz aller Leiden seit über 1200 Jahren des Zugriffs dieser Verbrecher aus Rom tapfer erwehren.

      Irgendwie scheinst du aber auch die praktische Seite gar nicht zu erfassen. Die UdSSR MUSSTE nach dem Krieg scheitern, auch wenn es ein scheinbar langsames Sterben war. Kein Staat – und dann auch noch mit einer derart in der Bewusstheit rückständigen Gesellschaft – kann einen derartigen Blutzoll von über 40 Millionen Toten und 120 Millionen Krüppeln und Verletzten überstehen. … und wenn das eigene Staatswesen dann auch noch von seinen eigenen Führern verraten und verschachert wird …

  4. Harry 56 schreibt:

    Diese Dokumentation enthält so ziemlich alle Verdehungen und Verkleisterungen über Ursache und Verlauf des WK II seit nunmehr schon 70 jahren. Man findet es praktisch in allen Schulbüchern oder beim ehemalgigen „Chefhistoriker“ Guido Knopp vom ZDF und allen ähnlichen Märchenonkels, getarnt als „Historiker“. Erfunden und verbreitet natürlich von den Siegern, hauptsächlich von den angloamerikanischen, aber in gewissen Teilen auch von den sowjetischen Revisionisten nach dem Tode des Genossen Stalin. Das Märchenerzählen und Lügen fängt schon damit an, als hätte diese „seltsamste Koalition der Weltgeschichte“ (so völlig richtig Adolf Hitler in einem seiner aufgezeichneten Tischgespräche), allgemein rein euphemistisch als „Antihitlerkoalition“ dem unwissenden Menschen vorgegaukelt, einen „Kampf gegen den Faschismus“ geführt.

    Ist es nicht sonderbar und nachdenkenswert, dass allein schon dieses bürgerliche Märchen in OST und WEST geradezu einträchtig den Völkern über Jahrzehnte eingetrichtert wurde? Alle inzwischen aus den Archiven ans Tageslicht gezogenen Dokumente zeigen aber ganz andere Hintergründe und Motive. So etwa, wenn der Amtsleiter des britischen Außenministeriums allen seinen Mitarbeitern, allen weltweit tätigen Botschaftern in einem Arbeitspapier unmißverständlich klar macht, dass Großbritannien keinesfalls einen „Kampf gegen den Nazismus“ führt sondern gegen das – Deutsche Reich. Oder wie verhält es sich mit Churchills Aussage, dass man auch gegen Deutschland Krieg führen müsse, wenn an Stelle von Adolf Hitler ein JESUITENPATER Deutschland regierte?

    Und die UdSSR, Molotow, Stalin, die gesamte damalige Führung, versuchte sie nicht, zunächst durch Versuche, mit Großbritannien, Frankreich, Polen und der CSR ein Bündnis zur Erhaltung des Friedens in Europa ein Bündnis gegen Nazideutschland zu schließen? Da diese Bemühungen durch die beiden wichtigsten Westmächte zunichte gemacht wurden, schloß die UdSSR eben dann in letzter Minute den Nichtangriffsvertrag mit Deutschland, wohl ganz sicher, um sich aus den sich bereits deutlich abzeichnenden imperialistischen Konflikt zwischen Deutschland und den Westmächten heraus zu halten. wenigstens wohl, um noch Zeit für weitere Verteidigungsanstrengungen zu erhalten. Im Gegensatz zu den heutigen Lügen und Märchen über einen „Hitler-Stalin-Pakt“ bezeichnete Churchill noch 1948 in seinen Memoiren den Abschluß dieses Vertrages seitens der UdSSR als völlig logisch und vernünftig. Interssant, nicht wahr?

    Doch warum war der WK II von seinen Ursachen und Motiven her ein rein innerimperialitische Gemetzel, und warum konnte die UdSSR sich trotz aller verzweifelten Anstrengunen schlielich doch nicht heraushalten? Es ging damals wie heute um eine de facto existierende Weltherrschaft, ausgeübt in einer Art Doppelrolle von Großbritannien und den USA, mit den damaligen doppelten Leitwärungen Pfund und Dollar.

    Erfolgreiche Teilnahme am Weltmarkt bedeutete damals wie übrigens auch heute, über genügend Pfund oder Dollars zu verfügen um am „Welthandel“ teilnemen, von ihm profitieren zu können. sich also schon mal der reien finanziellen Weltherrschaft des anglo-amerikanischen Imperialismus, Finanzkapitals zu unterwerfen, diesen/dieses so mitzufüttern. Dieser Zustand seit dem Ende von WK I behagte logischerweise einer ganzen Reihe anderer imperialistischer Mächte überhaupt nicht, weshalb sie auf Abhilfe dieses für sie so unerfreulichen und vor allem ökonomischen Einschneidungszustandes sannen. So bildete sich dann in den 30er Jahren eine Achse der nach der nach den USA und GB wichtigsten imperialistischen Mächte mit dem Kern aus Deutschland, Italien und Japan.

    Um diesen Kern herum gruppierten sich noch eine Menge weiterer europäischer und außereuropäischer Länder, welche teils offen, teils verdeckt die Achsenmächte in ihren Bestrebungen unterstützten, darunter nicht wenige arabische Führer und lateinamerikanische Regierungen. Auch die Befreiungsbewegung etwa in Indien setzte stark auf Deutschland und seine Verbündeten, um mit deren Hilfe die verhaßten britischen Kolonialherren zu vertreiben. So sah die Lage 1939 aus nachdem die Jahre langen Verhandlungen und erzielten Abkommen zwischen Deutschland und Italien einerseites, England und Frankreich andererseits zu keinem gegenseitigen friedlichen Einvernehmen mehr führten.

    Ebenso lagen die Dinge am Ende 1941 zwischen den USA und Japan. Keiner aller dieser damaligen bürgerlichen imperialistischen Staatsmänner „wollten“ um schier jeden Preis einen Krieg, nein, sie führten ihn schließlich als ultima ratio. Warum dann aber der Angriff Deutschlands und vieler seiner europäischen Verbündeten auf die UdSSR im Jahre 1941 trotz des weiter bestehenden Kriegszustandes zwischen Deutschland, Italien etc… und Großbritanien? Die Nazipropaganda behauptete sofort ganz geschickt, es ginge um einen „Kampf gegen den Weltbolschewismus“, eine in der Tat geschickte und äußerst erfolgreiche Lüge, welche die bürgerlichen Klassen und deren antikommunistischen Anhang von fast ganz Europa veranlasste, Deutschland in dem Krieg zu unterstützen, nicht zuletzt auch, um nach der geplanten Unterwerfung und Ausbeutung der UdSSR mit reichliche Beute und Profite machen zu können.

    Dass diese Nazilüge von einem „Kampf Hitlers gegen den Sozialismus“ auch heute noch von vielen Scheinkommunisten und Revisionisten, also rein bürgerlichen Schwätzern, brav nachgepalappert wird, sagt über diese eigentlich schon alles….

    Es ging in Wahrheit in diesem Fall allein um die massenhaft benötigten Resourcen dieses riesigen Landes, darum, mit Hilfe dieser dann zusammengeraubten Resourcen die damals zu Beginn des Krieges noch bestehende starke materielle Überlegenheit des gesamten Britischen Empire und der USA zumindest auszugleichen, diese möglichst noch zu übertreffen. Die deutsche Führung war sich 1941 vollkommen bewusst, dass die USA spätestens 1943 in den Krieg auf seiten Großbritannien unter erneut erlogenen Vorwänden eingreifen würden wie bereits einmal, 1917.

    Sich auf Kosten Russlands materiell gewaltig aufzupumpen, auch das alles waren ganz selbstverständlich keine „Ideen Hitlers“, sondern Ideen, welche schon um den Oktober 1918 in der OHL des kaiserlichen Deutschland von Hindenburg und Ludendorff angesichts der sich rasch abzeichnenden deutschen militärischen Niederlage ersonnen wurden. Die ganze Graumsamkeit und Rücksichtslosigkeit der deutschen Kriegsführung und seiner Alliierten gegenüber Soldaten wie auch Zivilisten war genau dem Umstand geschuldet, ohne jegliche Rücksicht auf eigenes und fremdes menschlichen Leben einen schnellen Sieg zu erringen, sich schnell gewaltig aufzupumpen, denn die USA lagen bereits in Lauerstellung.

    Diese Grausamkeit und Rücksichtslosigeit war also keinesfalls in einer „faschistischen Ideologie“ begründet, umgekehrt, diese diente lediglich der Bemäntelung der eigentlichen materiellen und machtpolitischen Ziele. Die „Nazis“ haben weder aus rassischen noch aus nationalistischen Gründen Millionen von Menschen in den Tod gebracht, sondern aus ganz materiellen und machtpolitischen Gründen heraus.

    Dr. Mengele experimentierte ebenfalls nicht auf so grausame Weise an gefangenen Menschen aus Lust und Freude, sondern als akademischer Lohnknecht der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie (IG Farben, d.h. Bayer, Hoechst, BASF etc…), welche übriges eng mit amerikanischen und englischem Kapital verflochten war.

    Und in der Tat, so falsch lagen Hitler und seine Mannen gar nicht, kaum waren die Grenzen der UdSSR überschritten, besetzen die USA sofort Grönland und Island, errichteten dort militäriche Stützpunkte, man nutzte schnell die Zeit, „so lange die Deutschen noch im russischen Sumpf stecken“, so ganz freimütig ein hoher amerikanischer Militär im Juli 1941!

    Wie kann man nun nach allen diesen Tatsachen, welche seit 70 Jahren verschwiegen, verdrängt, verbogen wurden, von mir erwarten zu erklären, wie sich die UdSSR doch hätte aus diesem rein innerimperialitisch motivierten Gemetzel heraushalten können? Ihre einzige Möglichkeit unter den damaligen Umständen hätte nur darin bestanden, entweder militärisch so stark gewesen zu sein, dass der deutschen Führung jeder Gedanke an einen Krieg sofort als völlig wahnsinnig erschienen wäre, oder sie hätte sich am 23., 24, 25.Juni sofort ergeben müssen. Für sie stand seitens Deutschlands und seiner Verbündeten nur Unterwerfung und Ausplünderung auf dem „Programm“, auf JEDEN Fall aber Ausplünderung. Trotz schwerer Bedenken einer Reihe hoher deutscher Pollitiker wie etwa Göring, Ribbenbtrop und weiterer führender Leute war die Mehrheit der deutschen Führung von einem schnellen Sieg, spätestens in 2 Monaten(!), fest überzeugt.

    Sie waren so fest von diesem schnellen Sieg überzeugt, dass sie gleich nach dem Einmarsch am 22. Juni 1941 nicht etwa den Sieg über die UdSSR planten, dafür verschwendeten sie so ganz siegessicher keine Zeit. Gleich nach dem Einmarsch begannen sie eiligst mit den Planungen für den nächsten großen und vor allem FINALEN Krieg, nämlich gegen die USA! Am 5.Dezember schlossen dann Deutschland, Italien und Japan ein Abkommen, welches den vollständigen Sieg über Großbritannien und die USA beinhaltete und – die anschließende Errichtung einer neuen und „gerechteren Weltordung“. Alles gut nachzulesen in Hitlers Kriegserklärung an die USA vom 5.Dezember 1941!

    Um es zum Schluß ganz kurz zu sagen, damals ging es – wie übrigens heute wieder! – um Weltherrschaft, wer wen „führt“, leitet, bestimmt, ausnimmt.
    Den Achsenmächten ging es einfach um das Brechen der britisch-amerikanischen Weltherrschaft, Briten und Amerkanern zunächst um den Erhalt dieser, wobei wiederum die USA insgeheim nach der Niederwerfung der Achsenmächte die Übernahme des Britischen Empire und die Errichtung einer eigenen Weltherrschaft kontinuierlich anstrebten. Ganz konkret ab 1944, Errichtung der Zweiten Front, Bretton Wood.

    Mit dem ersten großen Sieg der Roten Armee vor den Toren Moskaus im September 1941 verteidigte die UDSSR, fast dem Untergang nahe, ihre staatliche Existenz und Freiheit, verteidigte damit aber auch, so scheinbar ganz „nebenbei“, die anglo-amerikanische Weltherrschaft, und zwar bis zum 8/9 Mai 1945 und darüber hinaus. Gegen den „Faschismus“ kämpfte von den damaligen Hauptmächte keiner, alle kämpften im Grunde für ihre eigenen Interessen.
    Der ganze Verlauf der Kriegsführung aller Beteiligten spricht hier für sich, ebenso alle weiteren Entwicklung nach 1945.

    Schlimm für dich, Georg, wenn du trotz deiner 5000 Bücher von allen diesen Dingen nichts gelernt hast. Es müssen wohl doch die falschen gewesen sein, rein theologische etwa, oder net? 🙂 (Vielleicht hierzu noch eine kleine Buchempfehlung: Valentin Falin, ZWEITE FRONT)

    • Ich denke, es hat mir nicht geschadet theologische Bücher zu lesen, denn sonst hätte ich ja nicht begreifen können, wie diese Wahnsinnigen denken, auf welchen Grundlagen ihre Überlegungen und ihr Handeln beruht und wie sie die Illusionen in den Köpfen der Menschen seit Jahrtausenden erzeugen. Übrigens ein ganz gewöhnlicher materieller Vorgang von dem der „Kult des Todes“, wie ich das Christentum nenne, sehr viel mehr versteht, als sonst eine der Religionen oder auch „Ideologien“ – „mit allen Wassern gewaschen“, wie es so im Volksmund heißt.
      Aber ich kann dich durchaus beruhigen, die Bücher, die ich gelesen habe, handelten meistens von Geschichte, Biologie, Geometrie, Wirtschaft, Architektur, (und) Religionen als „Former“ und „Macher“ Gesellschaftlichen Seins und dessen, was als „Kultur“ bezeichnet wird / auch wenn selbstverständlich „der Mensch die Religion macht“ – nämlich um das Denken der Menschen zu formen, zu erziehen, zu dressieren – denn es ist eines der wirklich echt besten Mittel, die Menschen Deppen Doof und Arm zu halten, schließlich wird jeder Mensch so geboren und als Viehhüter und Viehhalter – ähm, Menschen-Hüter und Menschen-Halter – … aber der Mensch lernt dennoch das Denken [oft jedoch nur rudimentär, oder wie meine Mutter zu sagen pflegte: „soweit ein Schwein scheißt, nicht viel, nur ein Stück und das ist so viel“ und nahm dabei Daumen und Zeigefinger auseinander]… das gefährdet die Macht der Sklavenhalter, wie sinnvoll, dass sie sich dafür die Religion erdacht haben und anschließend auch noch das Recht mit all seinen Gesetzen, die ständig geändert werden können, aber an die sich alle halten müssen … tja, so was aber auch – die „Gesetzestreue“ geht denen über alles …

      „Inner-Imperialistisches Gemetzel“ – ganz ehrlich? Für mich nichts als eine gigantische Truman-Show-LIVE. Offensichtlich ist dir entgangen über wie viele Millionen überzeugte Diener der Papst verfügt und wie diese Gigantische Mafia-Organisation funktioniert und über welche wirtschaftliche und Militärische Macht diese Supra-Nationale-Organisation tatsächlich verfügt. Du denkst in echt, dass Churchill gegen Hitler oder umgekehrt gekämpft hätte? … das was passierte (nicht all die kleinen Details), war alles geplant und vorbereitet, das Drehbuch längst geschrieben …

  5. Harry 56 schreibt:

    Hi Georg, noch ein kleiner Nachtrag.

    Müsste es nicht allen bürgerlichen und „kommunistischen“ Märchenonkels zu denken geben, ihnen schier den Verstand rauben, dass fast alle damaligen europäischen Verbündeten und Unterstützerstaaten Hitlers HEUTE durch die Bank brave Vasallen der USA, NATO-Mitglieder sind, nicht einer aller dieser 1945 angeblich von dem bösen Hitler „befreiten“ Staaten, deren Staatsführer, an der Siegesparade zum 70.Jahrestages des Sieges der UDSSR über Nazideutschland UND seine vielen emsigen Verbündeten teilnahm?

    Hätten denn solche heutigen NATO-Hyänen- und Schakalstaaten wie CZ, PL, NL, Belgien, Norwegen, Dänemark, Rumänien, Bulgarien etc…. OHNE die UdSSR, ihrer Roten Armee ihre „Befreiung“ 1945 je erlebt? Warum schämen alle diese „befreiten Völker“ und deren Staatsführer sich heute nicht für dieses undankbare schäbige Verhalten? Warum beteiligen alle diese einst von dem bösen Adolf „unterjochten Völker“ und Staaten sich heute so emsig an den NATO-Kriegsvorbereitungen gege Russland, einschließlich aller Sanktionen? Fragen über Fragen….., nicht zu beantworten durch rein ideologische oder gar theologische Plattheiten!

    Pardon! 🙂

  6. Peter Schäfer schreibt:

    Wir brauchen eine soziale Welt. Dann gibt es kein Geld für Waffen und keine Soldaten, die welche benutzen würden. Die Propaganda ist zu stark, um normal Mehrheiten zu gewinnen. Also muß man Forderungen stellen, die die Kriegstreiber (Milliardäre) entwaffnet. Als Weg sehe ich zum Beispiel die 16 Punkte für einen Weg zu einer gerechten und stabilen Gesellschaft.

    Jens Berger: Wem gehört Deutschland?
    -Beginn einer ernsthaften statistischen Erhebung der Vermögen der Wohlhabenden
    -Wiedereinführung einer Vermögenssteuer und vielleicht auch einer einmaligen Vermögensabgabe
    -Rücknahme aller Steuersenkungen und Steuererleichterungen seit 1998
    -Einführung einer Millionärssteuer von 75 %
    -Abschaffung der Sonderregelungen bei der Erbschaftssteuer
    -Einführung einer Steuerpflicht auf die weltweiten Einkünfte
    -Einführung einer wirksamen Finanztransaktionssteuer
    -Abschaffung von Steuerschlupflöchern
    -Verschärfung des Stiftungsrechts
    -Rücknahme der Umsatzsteuererhöhung von 2007
    -Rücknahme der Hartz-Reformen
    -Einführung eines Mindestlohns von 10 Euro und politische Flankierung zur Steigerung der Lohnquote
    -Ausweitung der staatlichen Eigenheimförderung und Einführung einer wirksamen Mietpreisbremse
    -Verbesserung der schulischen und universellen Ausbildung und bessere Förderung von armen Kindern und Jugentlichen
    -Sofortiges Ende der Privatisierungspolitik
    -Stärkung der gesetzlichen Rente, sofortiges Ende der Zuschüsse für Riester- und Rürup-Rente und Rückabwicklung der privaten Krankenversicherung

    P.S. Mutwillig wird mit falschen Geschichtsbilder der neue Krieg vorbereitet. Der Durchschnittsmensch ist ein Geschichtschimpanse. Mit den angeführten Punkten werden nach meiner Auffassung die Kriegsgrundlagen beseitigt. (Kriegsminister: Ich hab kein Geld !)

    • Albanien: „Ob du das Rechte triffst, das weiß ich nimmer,
      Wer bessern will, macht oft das Gute schlimmer.“

      William Shakespeare in König Lear (etwa um 1600 n.Chr.), 1. Aufzug, am Schluß des 5. Auftritts

      Nur ist das Gute, was du bessern willst, das Böse ist, und das kann nicht reformiert werden, wie die menschliche Geschichte beweist. Sklaven brauchen keinen besseren Stall. Sklaven brauchen die Freiheit. WEIL WIR MENSCHEN SIND.

  7. sascha313 schreibt:

    In der Tat – ein schöner Forderungskatalog! Und wer soll den dann – bitteschön – durchsetzen??? Den Wünschen sind ja keine Grenzen gesetzt…

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