Die unwandelbare antideutsche Politik des USA-Imperialismus

GeneralkriegsvertragIm Jahre 1952 war in der DDR ein „Weißbuch über den Generalkriegsvertrag“ erschienen. Es enthielt zahlreiche Dokumente und Beweise dafür, wie die Politik des USA-Imperialismus nach 1945 einer Kontinuität folgte, die noch heute unverändert gilt: In verbrecherischer Weise wurden den Weltmacht-Ambitionen der USA nicht nur die Demokratie und die Menschenrechte geopfert, sondern in eiskaltem Kalkül auch das Leben von Millionen Menschen…

Unverändert: Die antideutsche Politik der USA

Die Bonner und Pariser Verträge sind nur dann richtig einzuschätzen, wenn man sie als einen – freilich entscheidenden – Teil der groß angelegten Kriegsverschwörung erkennt, mit deren Hilfe das amerikanische Finanzkapital seine Weltherrschaft zu errichten versucht. Das unmittelbare Ziel, dem die amerikanischen Monopole dabei zustreben, ist die Anzettelung eines dritten Weitkrieges in Europa, wobei sie ebenso wie die ihnen dienstbaren westdeutschen Politiker die Gefahr eines Bruderkrieges zwischen den Deutschen bewußt heraufbeschwören.

Gegen die sozialistische Sowjetunion

Die Vorgeschichte dieser Verschwörung reicht weit zurück. Seit der Gründung der Sowjetmacht hörten die maßgebenden politischen und wirtschaftlichen Kreise der USA nicht auf, Deutschland gegen die Sowjetunion zu hetzen in der Hoffnung, beide Staaten so zu schwächen, daß die Milliardäre der Wall Street und ihre in Washington regierenden Sachwalter schließlich die Oberherrschaft über die ausgebluteten Völker Deutschlands und der Sowjetunion antreten. Schon am 15. Januar 1920, am ersten Jahrestag der Ermordung der Friedensvorkämpfer Liebknecht und Luxemburg, schrieb der Oberbefehlshaber der amerikanischen Besatzungsarmee in Deutschland, General Henry T. Allen, in sein Tagebuch:

„Je mehr ich über die Schaffung des polnischen Staates und die Verweigerung der Erlaubnis an Deutschland, sich nach Osten auszudehnen, nachdenke, je fesler wird meine Uberzeugung, daß … eine falsche Politik angewandt worden ist. Das befähigste Staatswesen, den Bolschewismus erfolgreich abzuwehren, ist Deutschland … Eine Ausdehnung Deutschlands auf russisches Gebiet würde die Deutschen für lange Zeit in Anspruch genommen und dadurch die Spannung gegenüber Westeuropa vermindert haben.“(Henry T. Allen, „Mein Rheinland-Tagebuch“, Berlin 1923, S.51.).

Zwei Jahre später wurde Allen noch deutlicher. Am 24. April 1922 bemerkte er:

„Westeuropa sollte Deutschlands Ausdehnung nach Osten hin in der Voraussicht gestalten, daß es mit den Russen derartig in Konflikt kommen wird, daß der Druck im Westen dadurch stark vermindert würde.“ (Ebenda, S. 224.)

Die deutschen Imperialisten konspirieren mit den USA

Diesen schriftlichen Bekenntnissen entsprach die politische Praxis der USA-Regierung und ihrer Vertreter. Der amerikanische Botschafter in Berlin konspirierte mit dem deutsch-faschistischen Wirtschaftskönig Hugo Stinnes, dem Finanzier von Freikorps und Soldaienbünden und nationalistischen Zeitungen. Stinnes bediente sich aller, auch der verbrecherischsten Mittel, um den Außenminister Walter Rathenau zu stürzen, weil dieser den Vertrag von Rapallo mit der Sowjetunion abgeschlossen hatte. Wer dabei hinter Stinnes stand, verrät der damalige britische Botschafter in Berlin, Viscount d’Abernon, der am 7. September 1922 in sein Tagebuch eintrug:

„Er (Stinnes) steht in enger Verbindung mit der hiesigen amerikanischen Botschaft, die ihm … unendlich viel Vertrauen entgegenbringt.“ (Viscount d’Abernon, „Ein Botschafter der Zeitwende“, Leipzig 1929, Bd. 2, S. 129.)

Als Rathenau ermordet war, beteiligte sich Stinnes an den Intrigen, die zum Sturz des Reichskanzlers Dr. Wirth führten (der mit Rathenau den RapalleVertrag unterzeichnet hatte), und half mit, dessen Nachfolger, den Generaldirektor der HAPAG, Cuno, in den Sattel zu heben, von dem d’Abernon feststellt, daß „er proenglisch und noch mehr proamerikanisch ist“. (Ebenda, S. 161.)

Zweihundert Millionen Dollar für die deutsche Rüstungsindustrie

Cuno war es, der den Boden für die zügellose Dollarinvasion bereitete, die von 1924 ab den imperialistischen Waffentrusts Deutschlands wieder auf die Beine half. So erhielten die westdeutschen Kanonenkönige Stinnes und Thyssen, der Siemens-Konzern und die Deutsche Bank allein von der Investitionsfirma Dillen, Read & Company zwischen 1925 und 1930 an 200 Millionen Dollars. Der Präsident dieser Bank, James Forrestal, wurde nach dem zweiten ‚Weltkrieg Kriegsminister der USA, während der Vizepräsident, General Draper, wirtschaftspolitischer Berater General Clays, dann bis 1949 stellvertretender Kriegsminister war. Gegenwärtig ist er europäischer Sonderbotschafter der USA für Auslandshilfe, also der Wirtschaftsdiktator Westeuropas. Mit Hilfe der nach Deutschland fließenden Anleihen eroberte das Finanzkapital der USA einen großen Teil der deutschen Elektrizitäts- und Automobilindustrie, drang auch in andere Wirtschaftszweige ein und bemächtigte sich z. B. der Trümmer des Stinneskonzerns.

USA-Konzerne unterstützten den deutschen Faschismus

Das Anwachsen der hitlerfaschistischen Bewegung wurde vom amerikanischen Finanzkapital mit Vergnügen beobachtet und gefördert. Nach Hitlers Machtantritt häuften sich die Kartellvereinbarungen zwischen den deutschen Rüstungs- und Giftgaskönigen einerseits und jenen amerikanischen Riesentrusts, die den Regierungsapparat in Washington in hohem Maße kontrollieren, wie der Chemietrust Dupont, der Standard-Oil-Trust Rockefellers, der Elektrizitätstrust General Electric und der Automobiltrust General Motors. Diese Trustherren und maßgebenden Politiker im amerikanischen Parlament und im State Department befürworteten und betrieben eine Politik der Begünstigung Hitlers und der Kanalisierung seiner Aggression nach Osten. Das Münchener Abkommen, durch das Großbritannien und Frankreich die Tschechoslowakei auf dem Altar des Hitlerfaschismus opferten, kam nicht zuletzt dank des Beistandes der USA zum Abschluß.

Eine antideutsche menschenfeindliche Konzeption

Die antideutsche menschenfeindliche Konzeption damals einflußreicher und heute ausschlaggebender Kreise der USA-Regierung formulierte· der Vorsitzende des Senatsausschusses für auswärtige Angelegenheiten und gegenwärtige Präsident der USA, Truman, am Tage des ÜberfaIls Hitlers auf die Sowjetunion:

„Wenn wir sehen, daß Deutschland gewinnt, so sollten wir Rußland helfen, und wenn Rußland gewinnt, so sollten wir Deutschland helfen, sollen sie auf diese Weise gegenseitig soviel als möglich töten.“ (“New York Times”, 23. Juni 1941.)

Blitzartig erhellt dieses Wort gerade die heutige. Politik der Regierung der Vereinigten Staaten. Freilich erfüllten sich die Träume Trumans nicht. Die Sowjetunion ging aus dem ungeheueren Ringen nicht geschwächt, sondern gestärkt hervor, und in dem von ihr geführten Lager des Friedens und der nationalen Unabhänqiqkeit der Völker befinden sich heute viele Staaten Europas und Asiens.

Deutschland – eine Militärkolonie der USA

Um so erbitterter verfolgen die USA seit dem zweiten Weltkrieg die Politik der Verwandlung Westeuropas in eine amerikanische Militärkolonie, um die Wirtschaft dieser Länder einzusacken und die Menschen der westeuropäischen Staaten, vor allem Westdeutschlands, in die Rolle der Aggressionssöldner gegen die Sowjetunion zu pressen. In schärfstem Gegensatz zu dem sowjetischen Standpunkt, daß Deutschlands nationale Existenz und Einheit nach der Niederschlagung des Hitlerfaschismus aufrechterhalten bleiben müsse, standen die imperialistischen Kriegsziele.

Der Grund für die Spaltung Deutschlands

Der Morgenthau-Plan vom September 1944 ist bekannt, der aus Deutschland zwei autonome und unabhängige Staaten machen wollte und das Ruhrgebiet zusammen mit dem Rheinland als das Herz der deutschen Wirtschaft einer amerikanischen Kontrolle unterstellen wollte. In diesem Morgenthau-Plan waren auch die Direktiven für die militärische Besatzungszeit vorgeschlagen. Darin hieß es wörtlich:

„Die MiIitärverwaltung solle von Anfang an auf die spätere Teilung Deutschlands hinarbeiten.“

Noch weiter gehende Pläne auf eine achtfache Aufsplitterung Deutschlands waren von der Delegation der USA auf der Konferenz in Teheran (1943) vorgelegt worden und wurden auf späteren Konferenzen und Besprechungen in den verschiedensten Varianten unablässig wiederholt. Aber nicht nur Pläne und Projekte zur Zerstörung Deutschlands waren hierzu ausgearbeitet worden, sondern auf einer amerikanisch-englischen Separatkonferenz hinter dem Rücken der Sowjetunion war sogar am 16. September 1944 das „Quebecer Abkommen“ unterzeichnet worden, in welchem es wörtlich hieß:

„Dieses Programm hat die Umwandlung Deutschlands in ein Land zum Ziel, das in erster Linie den Charakter des Ackerbaues und der Weidewirtschaft trägt. “

Alle diese Vernichtungspläne scheiterten an dem eindeutigen Veto von Generalissimus Stalin, und der Weg zur Einheit Deutschlands wurde im potsdamer Abkommen völkerrechtlich verbindlich in Texten niedergelegt, die oben bereits zitiert worden sind. Das Potsdamer Abkommen trägt auch die Unterschrift des amerikanischen Präsidenten Truman. Es besteht heute kein Zweifel, daß diese Unterschrift unter das alliierte Programm der Deutschlandpolitik, die zur Einheit und zu einem Friedensvertrag mit Deutschland führen sollte, eine bewußte Heuchelei war.

Quelle: „Weißbuch über den Generalkriegsvertrag“. Herausgegeben vom Amt für Information der Deutschen Demokratischen Republik. 1952, S.33-36 (Hervorhebungen und Zwischenüberschriften von mir, N.N.)

Übernommen von: kommunisten-online

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2 Antworten zu Die unwandelbare antideutsche Politik des USA-Imperialismus

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