B.Teplow: Charakterzüge des Sowjetmenschen

Litwjak

Lidija Litwjak (1921-1943) Heldin der Sowjetunion

In seinem Lehrbuch über Psychologie beschreibt Boris Teplow eine Reihe von Charaktereigenschaften, die einen Sowjetmenschen auszeichnen. Millionenfach waren es die Sowjetmenschen, und immer waren es die Kommunisten, die als leuchtendes Beispiel vorangingen, wenn es darum ging, alte und falsche Gewohnheiten abzulegen, für das Neue, für die Menschlichkeit und für die soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Sie bewiesen heldenhaften Mut und Standhaftigkeit, sie waren verläßlich, ehrlich und bescheiden. Und sie waren überzeugt vom Sieg des Sozialismus. Diese Helden gab es nicht nur während des Großen Vaterländischen Krieges, und nicht nur in der Sowjetunion. Es gab und gibt sie überall dort, wo Menschen gegen Faschismus und Krieg kämpften, wo Menschen sich uneigennützig und bewußt für die Lebensinteressen ihres Volkes einsetzen. „Die gemeinsamen Lebensinteressen“, schrieb Boris Teplow, „die alle Werktätigen des Sowjetstaates vereinigen, sind unendlich wichtiger und bedeutsamer als die Interessen der einzelnen sozialen Gruppen.“ Hier nun ein Ausschnitt aus dem Buch:

7. Die Bereitschaft zur Überwindung von Schwierigkeiten.
Die größte Bedeutung im Charakter haben die Willenseigenschaften der Persönlichkeit; der Wille kommt aber, wie wir wissen, in der Überwindung von Schwierigkeiten zum Ausdruck. Oft nennt man den Willen das „Rückgrat des Charakters“. Das „Rückgrat des Charakters“ kann man folglich auch die Fähigkeit zur Überwindung von Schwierigkeiten nennen.

In der Einstellung zu den Schwierigkeiten zeigt sich am besten die Stärke des Charakters, seine Festigkeit und Beharrlichkeit, und es ist nicht möglich, sich das geistige Antlitz des Sowjetmenschen ohne diese Eigenschaften vorzustellen. Der Sowjetmensch ist vor allem ein Kämpfer für den Kommunismus und Erbauer des Kommunismus. Für den Kämpfer und Erbauer ist die Härte des Charakters und die Bereitschaft, alle beliebigen Schwierigkeiten zu überwinden und alle beliebigen Hindernisse zu brechen, eine der notwendigsten psychischen Eigenschaften.

Genosse Stalin lehrt die Sowjetmenschen, sich nicht vor Schwierigkeiten zu fürchten und nicht die Augen vor ihnen zu verschließen, sondern ihnen kühn entgegenzugehen, mit ihnen zu kämpfen und sie zu überwinden.

„Habt ihr je Fischer vor dem Sturm auf einem großen Fluß, wie etwa dem Jenissei, gesehen?“, sagte Genosse Stalin in einer seiner Reden. „Ich habe sie öfter gesehen. Die eine Gruppe Fischer mobilisiert angesichts des hereingebrochenen Sturmes alle ihre Kräfte, feuert ihre Leute an und führt das Boot kühn dem Sturm entgegen: ‚Haltet euch, Jungens, fester ans Steuer, schneidet die Wellen. Wir schaffen’s!‘ Doch gibt es auch eine andere Sorte von Fischern, die, das Herannahen des Sturmes fühlend, den Mut sinken lassen, zu jammern beginnen und ihre eigenen Reihen demobilisieren: ‚Wehe uns, der Sturm bricht los, nieder, Jungens, auf den Boden des Bootes, macht die Augen zu, vielleicht werden wir auf irgendeine Weise ans Ufer getrieben.‘ “ [1]

Das kleinmütige, mutlose Streben, sich vor dem Sturm zu verstecken und vor Schwierigkeiten zurückzuweichen, ist eines Sowjetmenschen unwürdig. „Schwierigkeiten sind auch dazu da, daß man gegen sie kämpft und sie überwindet“ (Stalin).

8. Der Mut.
Mut ist ein komplizierter Charakterzug, der Tapferkeit und Kühnheit bei unmittelbarem Zusammenstoß mit einer Gefahr, Bereitschaft, vor nichts haltzumachen, den Kampf für die große Idee des Kommunismus zu führen, Beharrlichkeit, Ausdauer und Selbstbeherrschung in sich schließt. In seiner Rundfunkansprache am 3. Juli 1941 sagte Genosse Stalin: „Der große Lenin, der unseren Staat geschaffen hat, sagte, die Haupteigenschaft der Sowjetmenschen müsse Tapferkeit sein, Kühnheit, Furchtlosigkeit im Kampf und die Bereitschaft, zusammen mit dem Volk die Feinde unserer Heimat zu bekämpfen.“ [2] Die Sowjetmenschen haben auf diese Worte mit kriegerischen Heldentaten auf den Schlachtfeldern, mit selbstverleugnendem Kampf im Rücken des Feindes und mit Heldentaten an der Front der Arbeit geantwortet. Muster beispiellosen Mutes hat die Sowjetjugend gezeigt: Soja Kosmodemjanskaja, Alexander Matrossow und die Komsomolzen von Krasnodon.

Der Mut des Sowjetmenschen entspringt seinem bewußten Pflicht- und Verantwortungsgefühl. Ein mutiger Mensch zeichnet sich nicht dadurch aus, daß er niemals ein Gefühl der Furcht empfindet, sondern dadurch, daß er ungeachtet der Furcht so handelt, wie er muß. Jeder Mensch erlebt eine Gefahr anders, aber wer den Namen eines Sowjetbürgers verdienen will, muß allen Gefahren mutig entgegentreten.

Nicht der ist ein Feigling, der Furcht empfindet, sondern der, der aus Furcht seine Sache verraten kann. „Der Feigling“, sagte Nikolai Ostrowski mit Recht, „ist heute heinahe ein Verräter, und unbedingt einer im Kampf.“ Deswegen gerade „ist der Feigling in unserem Lande ein verachtetes Wesen“. Als Illustration zu diesen Worten kann die furchtbare Geschichte Stachowitschs dienen, der die Helden der Jungen Garde verraten hat.

9. Die Initiative.
Die schöpferische Einstellung zur Arbeit und die Bereitschaft zur Überwindung von Schwierigkeiten erfordern Initiative. Ein Mensch mit Initiative wartet nicht auf das „Vorsagen“ von anderer Seite; er ist zu persönlicher Initiative fähig und fürchtet kein Risiko beim Schaffen.

Die Initiative der Sowjetmenschen ist untrennbar mit schöpferischer Energie, mit der Fähigkeit, zu wagen und mit dem „Gefühl für das Neue“ verbunden, ohne das der fortschrittliche Führer der sozialistischen Gesellschaft unmöglich ist. Der Neuerungseifer unserer Stachanowarbeiter und unserer fortschrittlichen Kolchosbauern, unserer Führer der Wissenschaft, der Technik und der Kunst zeugt davon, daß die Initiative ein spezifischer Zug im geistigen Antlitz des Sowjetmenschen ist.

Die Initiative ist die wichtigste Eigenschaft der sowjetischen Jugend. Kalinin wandte sich mit folgenden Worten an die Komsomolarbeiter: „Eure Reden müssen überquellen von schöpferischen Ideen und Initiative.“ „Eure Energie sollte übersprudeln, wenn sie aber nicht übersprudelt, was seid ihr dann schon für junge Menschen, für Sowjetpatrioten?“ [3]

Quelle:
B.M. Teplow: Psychologie. Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1957, S.242/243.

Zitate:
[1] J.W.Stalin: Fragen des Leninismus. Dietz Verlag, Berlin 1950, S.267.
[2] J.W. Stalin: Über den Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion. Dietz Verlag Berlin, 1951, S.10.
[3] M.I. Kalinin: üher kommunistische Erziehung. Dietz Verlag, Berlin 1951, S.80 und 83.

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2 Antworten zu B.Teplow: Charakterzüge des Sowjetmenschen

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG schreibt:
  2. Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    … kaum vorstellbar in diesem Land voller Duckmäuser und Feiglinge

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