Imperialistische Mobilisierungsstrategien

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Ukraine: faschistische Propaganda für Kinder

Eigentlich hätte man annehmen müssen, daß mit dem Sieg der Sowjetunion über den deutschen Faschismus, nach all dem Leid und den Millionen Toten, nach der verbrannten Erde und den zertrümmerten Städten, nach der Zerschlagung des Nazireichs und dem Nürnberger Prozeß auch der Faschismus beseitigt wurde. Doch leider ist das nicht so! Die Wurzeln des Faschismus wurden nicht beseitigt! Sie existierten weiter und begannen sich erneut auszubreiten, vor allem in den USA und in der BRD. Und nun gibt es sogar ein faschistisches Regime in der Ukraine. Was ist der Grund dafür? Woher kommt nun die faschistische Ideologie? Welche Methoden verwendeten die Nazis? Und mit welchen Methoden wird der Faschismus heute in der Ukraine verbreitet? 

Man muß die Geschichte kennen, wenn man die Ursachen des Faschismus bekämpfen will. Es gibt verschiedene Methoden, um ein Volk im Interesse der Bourgeoisie für den Faschismus zu mobilisieren. Der Historiker Joachim Petzold führt hier einige Beispiele auf, warum das in Nazideutschland gelang und wer die Nazis unterstützte.

I. Imperialistische Mobilisierungsstrategien in Nazideutschland

Das Hauptanliegen der ökonomisch herrschenden und an der politischen Macht beteiligten Bourgeoisie war die Durchsetzung ihrer Klasseninteressen. Dies erforderte vor allem die Niederhaltung des Proletariats und insbesondere die Ausschaltung seiner revolutionären Führungskräfte. Spätestens im Verlaufe der Revolution von 1848/49 hatte sich gezeigt, daß das Bürgertum nicht mehr in der Lage war, die Volksmassen unter seiner Führung zu vereinen, und daß – wie Karl Marx und Friedrich Engels im „Manifest der Kommunistischen Partei“ formulierten – die Proletarier sich anschickten, zu Totengräbern der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und der Ausbeutung überhaupt zu werden. [1]

1. Ideologische Beeinflussung
Zunächst wurde der Kampf gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung in erster Linie als Polizeiangelegenheit betrachtet. Allmählich setzte sich jedoch in den herrschenden Klassen die Erkenntnis durch, es bedürfe dazu auch einer ideologischen Unterstützung. Die Gretchenfrage der Bourgeoisie an ihre Ideologen lautete immer nachdrücklicher: Wie haltet ihr’s mit eurem gesellschaftlichen Glaubensbekenntnis? In gleichem Maße, wie sich die Klassengegensätze verschärften und die Fäulniserscheinungen des Kapitalismus offenbarten, wurde jedoch die Antwort immer schwieriger. Die direkte Verteidigung der kapitalistischen Ausbeutung mußte zunehmend durch die indirekte ergänzt werden. Die groben Waffen einer offenen Apologetik verfingen nicht mehr. Selbst die sozialistische Demagogie mußte zur Anwendung gebracht werden.

2. Kampf gegen den Marxismus
Unerläßlich blieb jedoch die Bekämpfung der revolutionären Ideologie der Arbeiterklasse, wie sie von Marx und Engels geschaffen und von Lenin weiterentwickelt wurde. Die Bourgeoisie wußte mit sicherem Klasseninstinkt genau, daß das Proletariat ohne diese Ideologie letztlich ohnmächtig blieb. Alles andere – den Anarchismus Proudhons, den Reformismus Bernsteins, den Rebellionismus Marcuses und den sich nicht nur in der sogenannten Kulturrevolution offenbarenden Zerstörungswillen des Maoismus – hat sie in dieser oder jener Form hingenommen, den Marxismus-Leninismus nicht. Das Kommunistische Manifest war die große und allein wirklich gefährliehe Herausforderung an die Welt des Kapitals und der Ausbeutung überhaupt. An ihm und den daraus abzuleitenden Konsequenzen scheiden sich bis auf den heutigen Tag die Geister. Darin besteht der Kern des von allen bürgerlichen Ideologen und Ideologien geforderten Antikommunismus.

3. Wissenschaftfeindlichkeit
Es interessiert die Bourgeoisie nicht, ob Marx und Engels historische Gesetzmäßigkeiten erkannt und zum Ausdruck gebracht hatten. „Über gewisse Dinge“ – so lehrte schon Nietzsche – „fragt man nicht: erster Imperativ des Instinkts.“ [2] Eine wissenschaftliche Erkenntnis war für sie nur so lange akzeptabel, wie sie den eigenen Klassenbedürfnissen diente oder dafür mißbraucht werden konnte. Es gab jedoch keine überzeugende wissenschaftliche Rechtfertigung der bürgerlichen Klassenherrschaft und der kapitalistischen Ausbeutung, am allerwenigsten nach dem Übergang zum Imperialismus.

Aus diesem Bewußtsein heraus erklärt sich letztlich die wachsende Wissenschafts-feindlichkeit, der zunehmende Irrationalismus, der betonte Agnostizismus der modernen bürgerlichen Ideologien. Zugleich wurden jedoch mit geradezu wissenschaftlichen Methoden Möglichkeiten erkundet und praktiziert, um bestimmte Teile der Volksmassen, insbesondere das Kleinbürgertum in Stadt und Land sowie die Bauernschaft, an der Erhaltung kapitalistischer Zustände zu interessieren und in Gegensatz zum fortgeschrittensten Kern der Arbeiterklasse, dem Industrieproletariat, zu bringen.

5. Die Lüge vom „Wohlstand für alle“
Die Hauptform, in der das geschah, war der Nationalismus. Die Bourgeoisie appellierte unentwegt an das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl. Sie nutzte aus, daß sie lange Zeit der Vorkämpfer nationaler Einigungsbestrebungen gewesen war und damit einem Volksbedürfnis entsprochen hatte. Sie verwies darauf, daß wirtschaftliche Fortschritte in einem die engen kleinstaatlichen Grenzen sprengenden nationalen Rahmen möglich geworden waren. Sie suggerierte schließlich, daß der erträumte Wohlstand für alle nur in einem ständigen und erfolgreichen Kampf um einen „Platz an der Sonne“ in der Welt errungen werden könnte.

6. Der extreme Nationalismus
Da das Proletariat aus Gründen seiner sozialen Lage und seiner politischen Interessen zum Internationalismus tendierte und sein klassenbewußter Kern auch internationalistisch eingestellt war, wurde der Gegensatz zwischen bürgerlichem Nationalismus und proletarischem Internationalismus zum Ausdruck eines fundamentalen Klassengegensatzes und dadurch zum Kriterium für die klassenmäßige Beurteilung von Ideologien. Je rücksichtsloser bürgerliche Klasseninteressen nach innen und außen vertreten wurden, desto nationalistischer gebärdeten sich die dieses Ziel verfolgenden Ideologen und Organisationen.

Je entschiedener und konsequenter die revolutionäre Arbeiterbewegung dagegen die Beseitigung der kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse betrieb, desto stärker mußte im Geiste des proletarischen Internationalismus gehandelt werden. Das durfte jedoch nicht mit einer völligen Absage an das real existierende Nationalgefühl einhergehen. Die Bourgeoisie hat, wie 1871 gegenüber der Pariser Kommune demonstriert wurde, auch nicht versäumt, ihre Klassensolidarität über Ländergrenzen und sogar über Kampflinien hinweg zu beweisen.

7. Vertuschung der Klassengegensätze
Unter imperialistischen Bedingungen war und ist die Bourgeoisie in besonderem Maße bemüht, mit Hilfe des Nationalismus die Klassengegensätze zu vertuschen und die Kluft, die sie von den Volksmassen trennt, zu überbrücken. Das ohnehin durch die Verpreußung belastete Nationalbewußtsein der Deutschen wurde zu extremem Chauvinismus gesteigert und pervertiert. Zum innenpolitischen Ziel, die international eingestellte Arbeiterbewegung als vaterlandsverräterisch zu diffamieren, trat die außenpolitisch nutzbare Absicht, den Volksmassen ein gemeinsames Interesse mit den herrschenden Klassen zu suggerieren, damit sie den Feind stets außerhalb der Grenzen oder im internationalen Bereich suchten. Dergleichen gab es natürlich auch in anderen imperialistischen Ländern; es fand aber in Deutschland aus historischen Gründen seine besondere Ausprägung.  Dazu hat wesentlich die Aneignung der Rassentheorie  beigetragen. …

8. Rassistische Überlegenheit
In ihrer Propaganda knüpften die Nazis jedoch an weniger elitäre Varianten der Rassentheorie an. Für die Massenverführung wäre es nicht dienlich gewesen, allein den herrschenden Klassen die Höherrassigkeit zuzusprechen. Wer die Klassenschranken verwischen und das ganze Volk in den Dienst des imperialistischen Expansionsstrebens stellen wollte, mußte sogar eine rassisch begründete Klasseneinteilung verwerfen und verlangen, daß alle Deutschen als Angehörige einer höheren – germanischen oder arischen – Rasse zu betrachten wären. Das kam denjenigen Schichten der Bevölkerung entgegen, die „etwas Besseres“ sein, sich innerhalb der kapitalistischen Gesellschaftsordnung als Kleineigentümer behaupten oder in den sogenannten Mittelstand emporarbeiten wollten.

Wer unterstützte den deutschen Faschismus?
In erster Linie handelte es sich um das Kleinbürgertum, das sich in zunehmendem Maße zwischen Proletariat und Bourgeoisie zerrieben sah, auf Grund seiner privatwirtschaftlichen Produktionsweise und seines von der Tradition geprägten Bewußtseins aber dem Kapitalismus verbunden blieb. Als nicht minder anfällig erwies sich die ständig wachsende Schicht der Beamten und Angestellten, die einerseits unter der hierarchischen Gesellschaftsstruktur litten, andererseits über eine gewisse Kommandogewalt und sonstige Privilegien verfügten. Auch die Bauernschaft wurde angesprochen, vornehmlich in jenen Gebieten, die – wie Niedersachsen und Schleswig-Holstein – als ausgesprochen germanisch galten oder in denen – wie in Ostelbien – viele polnische Saisonarbeiter beschäftigt wurden. Schließlich übten die völkischen Rassentheorien eine bestimmte Anziehungskraft auf arbeiteraristokratische und lumpenproletarische Kreise aus.

9. Der Antisemitismus – ein Mittel zur Kriegshetze
Die Einbildung, einer höheren Rasse anzugehören, war zwangsläufig mit der Vorstellung verbunden, daß es niedere Rassen gebe, daß man sich zu erwehren habe oder die man beherrschen könne und denen gegenüber die völkisch-rassische Zusammengehörigkeit wichtiger als die Klassenschranken seien. Das rassische Feindbild wurde insbesondere durch den Antisemitismus bestimmt. … Dem einfachen Manne, selbst manchem aufstrebenden oder gescheiterten Industriellen, erschien der jüdische Geldverleiher als Repräsentant des Kapitalismus. Das bot die Möglichkeit, die wachsende Unzufriedenheit mit der Gesellschaftsordnung auf eine Bevölkerungsminderheit abzulenken und im größeren Maßstab die Pogromstimmungen des Mittelalters in die Neuzeit zu übertragen. Sogar in der Arbeiterbewegung wurden diese Zusammenhänge nicht immer durchschaut.

10. Judenhetze
Die Hetze gegen die Juden war in Deutschland und einigen anderen Ländern geradezu die ideale Form, verschiedenen Bedürfnissen der herrschenden Klasse zu entsprechen: die Gebrechen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung auf eine Minderheit zurückzuführen, Vorurteile und Fehleinschätzungen der Volksrnassen auszunutzen und ihre Erbitterung über die Folgen der Zerstörung überkommener Wirtschaftsformen durch den Kapitalismus und die der kapitalistischen Ausbeutung überhaupt zu kanalisieren. Mit seiner Hilfe ließ sich eine Massenbewegung mobilisieren, die im Dienst der äußersten Reaktion stand, vom wirklichen Kampf gegen den Kapitalismus ablenkte und der marxistischen Arbeiterbewegung entgegenwirkte.

Quelle:
Joachim Petzold: Die demagogie des Hitlerfaschismus. Akademie Verlag, Berlin, 1962, S.22-29. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)


II. Mobilisierungsstrategien des ukrainischen Faschismus

Hier nun zwei Beispiel, wie ukrainische Faschisten versuchen, junge und geschichtlich unerfahrene Studenten und Kinder zu beeinflussen und im Sinne des ukrainischen Nationalismus gegen das russische Nachbarland aufzuhetzen:

1. Geschichtsfälschung und Russenhaß

Während einer Ansprache vor Studenten der pädagogischen Universität von Tschernigow, wollte der Besetzer des ukrainischen Präsidentenamtes seine historischen Kenntnisse demonstrieren und gleichzeitig zeigen, wie überlegen doch die Ukraine gegenüber Rußland ist. “Es gibt nur wenige Universitäten in Europa, die ihre Geschichte zurück bis 1700 führen können. Als es in Tschernihiw bereits jahrhundertealte Kirchen gab, war Moskau nur ein Sumpf“, verkündete Poroschenko süffisant von seinem Podium herunter. Die Studenten klatschten lautstark nach dieser Aussage.

Studenten Tschernigow  Applaus Tschernigow

Mit seiner falschen historischen Behauptung hat die pro-westliche Marionette, die den ukrainischen Präsident spielt, wieder bewiesen, er ist ein völliger Ignorant und Lügner. Echt peinlich für ihn, denn Moskau wurde 1147 gegründet. Doch schon lange davor gab es an der Stelle, wo heute Moskau steht, menschliche Niederlassungen. Archäologische Ausgrabungen bezeugen, dass die ältesten von ihnen vor etwa 5000 Jahren entstanden waren. 1263 wurde das Umland zu einem Teilfürstentum im Großfürstentum Wladimir-Susdal, wenig später unter Fürst Daniel ein eigenständiges Fürstentum. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts – die Stadt zählte mittlerweile 30.000 Einwohner – erkannte der tatarische Großßkhan den Moskauer Grossfürsten als Oberhaupt von Rußland an.

… wie kann Poroschenko einfach dahersagen, das Gebiet wo heute Moskau steht, war 1700 ein Sumpf? Wie kann er damit die Überlegenheit der Ukraine gegenüber Rußland damit begründen? Tatsächlich war Moskau zu dieser Zeit eine Großstadt. Poroschenko zeigt nur damit, er ist ein arroganter Dummschwätzer, der keine Ahnung hat und Geschichte erfindet. …

Noch schlimmer ist der zustimmende Applaus der Studenten der Pädagogik, also angehende Lehrer. Wie unwissend sind die denn? Was bringt man ihnen an Geschichte bei, bzw. was werden sie den ukrainischen Schülern an Geschichte lehren?

(hier weiterlesen → Poroschenko beweist seine völlige Ignoranz )

2. Faschistische Indoktrination mittels Kinderbüchern

1353531In Ternopol wurde für die Erstklässler ein propagandistisches Kinderbuch herausgegeben, welches kostenlos an den Schulen verteilt wird und die Verbrechen der UPA während der Naziherrschaft als „Heldentaten“ rühmt. Der „Held“ des Buches begeistert sich für Sport, Geografie, Geschichte und Kriegskunst und kämpft an der Seite der UPA gegen „Adolfik“, „Stalin“, „Medwetschukowitsch“ und „Liliputin“.[3]


Bemerkungen:
[1] Marx/Engels, Werke, Bd.4, Berlin 1959, S.474.
[2] F.W. Nietzsche: Götzendämmerung, Kap.11. In: Nietzes Werke (Kröner), Bd.VIII, S.153; und am Ende dieses Absatzes heißt es bei Nietzsche: „…will man Sklaven, so ist man ein Narr, wenn man sie zu Herrn erzieht.“
[3] siehe: Website Antifaschist (russ.)

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