Einige Besonderheiten des Charakters der Arbeit im Sozialismus am Beispiel der UdSSR

63263912Die Arbeit, so schrieb Friedrich Engels, ist „die erste Grundbedingung menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, daß wir in gewissem Sinne sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.“ [1] Die Arbeit hat stets gesellschaftlichen Charakter. Die Menschen müssen also bestimmte Verhältnisse miteinander eingehen, um ihre Existenzgrundlagen zu produzieren. Im Kapitalismus wird der Charakter der Arbeit durch das kapitalistische Privateigentum bestimmt. Das heißt: Trennung des Arbeiters von den Produktionsmitteln und Verkauf der Arbeitskraft an den Eigentümer der Produktionsmittel. Im Sozialismus dagegen verleiht das gesellschaftliche Eigentum an den Produktionsmitteln der Arbeit einen völlig neuen Charakter. Sie ist frei von Ausbeutung und wird planmäßig, im Rahmen der gesamten Gesellschaft organisert. Das Recht auf Arbeit ist verfassungsmäßig garantiert. Es zählt zu den wichtigsten sozialen Errungenschaften des Sozialismus.

Daher sind Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit im Sozialismus nicht möglich. Hier nun einige Besonderheiten der Arbeit im Sozialismus:

I. DIE ARBEIT IM SOZIALISMUS

Die Arbeit in der UdSSR wird in der Hauptsache durch die grundlegenden Veränderungen charakterisiert, welche die Beseitigung des Kapitalismus und die Errichtung der sozialistischen Produktionsweise in den Produktionsverhältnissen hervorgerufen haben; durch jene Keime des Künftigen, die im Gegenwärtigen – durch den Eintritt der UdSSR in die Phase der Vollendung des sozialistischen Aufbaus und des allmählichen Übergangs vom Sozialismus zum Kommunismus – gelegt wurden; durch jene Besonderheiten, die den Sozialismus als die erste, unterste Stufe des Kommunismus kennzeichnen, in der sich sowohl in der Wirtschaft als auch im Bewußtsein der Menschen noch Überreste des Kapitalismus erhalten.

1. Das Mehrprodukt bleibt der Gesellschaft erhalten. Der Sieg des Sozialismus in der UdSSR bedeutet, daß die Werktätigen der sozialistischen Wirtschaft die Produktionsmittel gemeinschaftlich besitzen und gemeinsam, nur für sich, für ihre Klasse und ihre sozialistische Gesellschaft arbeiten. Das bedeutet, daß im Sozialismus die Arbeitskraft aufgehört hat, eine Ware zu sein, und daß die Aneignung fremder Arbeit unmöglich ist. Die Mehrarbeit bleibt auch in der sozialistischen Gesellschaft erhalten, d.h., die Arbeiter erzeugen mehr, als sie unmittelbar konsumieren. Ohne Schaffung eines Mehrproduktes ist jedoch weder der Sozialismus noch der Kommunismus aufzubauen. Entscheidend ist vielmehr, daß im Sozialismus das gesamte Mehrprodukt der Gesellschaft gehört und im Interesse der Werktätigen verwendet wird.

2. Die Ergebnisse der Arbeit kommen allen zugute. Ein Teil des Mehrproduktes entfällt auf die Akkumulation und die Bildung von Reserven. Dem Fünfjahrplan für 1946-1950 zufolge sollen 21% des Volkseinkommens der Akkumulation und 6% der Reservebildung dienen. Ein weiterer Teil des Mehrprodukts wird im Sozialismus für den Unterhalt der Armee verwendet, welche die Gesamtinteressen der Werktätigen schützt; ferner entfällt ein Teil auf die Kosten der Staatsverwaltung, auf den Unterhalt der verschiedenen Kinderbewahranstalten, Schulen, Hochschulen, Krankenhäuser, Erholungsheime und anderer Institutionen, die dem Wohl der Werktätigen und ihren kulturellen Bedürfnissen dienen, sowie auf die Unterstützung der Arbeitsunfähigen. Auf diese Weise ist die gesamte Arbeit im Sozialismus Arbeit für den Schaffenden selbst, für seinen Staat und seine Gesellschaft.

3. Die Arbeit wird zur Ehrensache. Eines der Hauptmerkmale der Arbeit im Sozialismus besteht darin, daß sie unmittelbar gesellschaftliche Arbeit ist. Im Sozialismus wird die Arbeit eines jeden bewußt und planmäßig in die Gesamtarbeit einbezogen; jeder arbeitet unmittelbar für die Gesellschaft. Die Gesellschaft als Ganzes ist am höchsten Arbeitserfolg des einzelnen interessiert, wie auch wiederum jeder Werktätige ein Interesse an der bestmöglichen Erfüllung des Plans hat und sich als „Teil der großen Armee der freien Arbeit“ betrachtet [2] Daher auch die große gesellschaftliche Bedeutung, die die Arbeit im Sozialismus erlangt, und die neue Einstellung der Werktätigen zur Arbeit selbst als einer „Sache der Ehre“ (Stalin) [3]; daher auch die Ehre und Achtung für alle die, welche gute Arbeit leisten und der Gesellschaft ihr Bestes geben.

4. Planmäßige Verwirklichung gesellschaftlicher Ziele. Infolge des unmittelbar gesellschaftlichen Charakters der Arbeit im Sozialismus wurden auch jene tiefen Widersprüche beseitigt, die im Kapitalismus zwischen der individuellen und der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, zwischen dem faktischen Arbeitsaufwand des einzelnen Produzenten und dem bei einem bestimmten Produktionsniveau gesellschaftlich notwendigen Arbeitsaufwand bestehen. Die sozialistische Gesellschaft legt den Umfang der gesellschaftlich notwendigen Arbeit für jeden Betrieb im einzelnen planmäßig fest; hierbei bedient sie sich aller ihr zur Verfügung stehenden Mittel, um dem Fortschritt den Weg zu bahnen und um die Zurückgebliebenen an das Niveau der Spitzenleistungen heranzuziehen.

5. Die sozialistische Arbeitsmoral. Die sozialistische Gesellschaft kann sich mit Rückständigkeit, schlechten Arbeitsleistungen und Verzögerung des technischen Fortschritts nicht abfinden. Gestützt auf die staatliche Planung, sorgt sie für einen allgemeinen Aufschwung, verpflichtet sie die Zurückgebliebenen, die Erfahrungen der Besten zu übernehmen und sich den Durchschnittsnormen der Besten anzugleichen. Gleichzeitig regt sie die Spitzenbetriebe an, zu der nächstfolgenden höher liegenden Stufe des Fortschritts überzugehen. Das wichtigste Instrument des sozialistischen Staates, um den neuesten Erfahrungen überall Eingang zu verschaffen, ist die technische Normung. Sie führt dazu, daß die fortschrittlichen Arbeitsnormen und die fortschrittlichen Normen für die Ausnutzung der Betriebseinrichtungen, der Roh- und Brennstoffe den Charakter von Pflichtnormen erlangen.

6. Sozialistischer Wettbewerb. Dadurch, daß die sozialistische Gesellschaft diese Maßnahmen mit der Entfaltung des sozialistischen Wettbewerbs, mit der Hebung der Arbeitsfreudigkeit der Besten auf materiellem und ideellem Wege sowie mit der Erziehung der Massen verbindet und gleichzeitig das persönliche Interesse der Arbeiter an der Erreichung der höchsten Normen weckt, erzielt sie, gestützt auf das neue, bewußte Verhältnis zur Arbeit, einen allgemeinen Aufschwung.


II. DIE ÜBERWINDUNG DER UNTERSCHIEDE ZWISCHEN STADT UND LAND

Eine wichtige Besonderheit der Arbeit im Sozialismus besteht in der Überwindung der antagonistischen Gegensätze zwischen Stadt und Land, zwischen industrieller und landwirtsehaftlicher Arbeit. Im Sozialismus wird der frühere Gegensatz zwischen Stadt und Land von Grund aus beseitigt. Die Stadt ist in den Augen der Bauern nicht mehr ein Zentrum ihrer Ausbeutung; im Gegenteil, die sozialistische Stadt erweist dem Dorfe gewaltige wirtschaftliche und kulturelle Hilfe. Die kulturelle Kluft zwischen Stadt und Land schwindet.

1. Das sowjetische Dorf. Die sozialistische Vergesellschaftung der landwirtschaftlichen Arbeit und ihre weitgehende technische Modernisierung ändern die Lage des Dorfes von Grund aus. Im Sozialismus verwandelt sich die Landarbeit in eine Abart der Industriearbeit. An Stelle der technisch rückständigen, zersplitterten Arbeit der kleinen privaten Warenproduzenten tritt die vergesellschaftete Arbeit der großen, fortschrittlichen, technisch modernisierten Kolchosproduktion. Der Sieg der kollektivwirtschaftlichen Ordnung ist mit einer starken Erhöhung des materiellen Lebensniveaus der Bauern und mit einem entschiedenen Aufschwung der Kultur der Landbevölkerung verbunden. Auf dem Dorfe wurden auf breitester Basis die erforderlichen technischen Fachkräfte – Millionen von Pionieren der landwirtschaftlichen Produktion und Spezialisten der Agrotechnik – herangebildet. Im sowjetischen Dorf sind unzählige Kräfte einer neuen Intelligenz herangewachsen.

2. Moderne Lebensweise in Stadt und Land. Die Elektrizität hat auf dem Lande weitgehend Eingang gefunden, eine Vielzahl neuer Straßen, Rundfunk und Telefon verbinden das Dorf mit der Stadt. Tausende von Lesestuben, Klubs, Lichtspielhäusern, Bibliotheken, Laboratorien, Schulen, Krankenhäusern und Kinderheimen haben das Antlitz des Dorfes von Grund aus umgestaltet. All das führt zur Überwindung des früheren Gegensatzes zwischen Stadt und Land und schafft die notwendigen Voraussetzungen für die weitere und endgültige Beseitigung der noch vorhandenen Unterschiede zwischen Stadt und Land, zwischen den Kolchosbauern und den Arbeitern.


III. DER KULTURELLE AUFSCHWUNG

Ohne den Sieg des Sozialismus wäre es auch nicht möglich, den früheren Gegensatz zwischen geistiger und körperlicher Arbeit allmählich zu beseitigen. Die Heranziehung der werktätigen Massen zum aktiven politischen Leben, zur Staatsverwaltung war der erste bedeutsame Schritt auf dem Weg zur Beseitigung des Gegensatzes zwischen geistiger und körperlicher Arbeit. Die Verkürzung der für die materielle Produktion aufzuwendenden Arbeitszeit schuf die Voraussetzung für die weitgehende Einschaltung von Millionen Menschen in das kulturelle, technische und wirtschaftliche Leben. Die kulturelle Revolution, die sich in der Sowjetunion vollzogen hat, bedeutete einen neuen entscheidenden Schritt in gleicher Richtung. Die Entwicklung des sozialistischen Wettbewerbs und besonders sein Aufschwung auf die höchste Stufe die Stachanow-Bewegung – sind bezeichnend für die hier eingetretenen Erfolge.


IV. DIE BESEITIGUNG DES GEGENSATZES ZWISCHEN GEISTIGER UND KÖRPERLICHER ARBEIT

Das politische Bewußtsein, die technische Qualifikation und die Kultur der Werkt tigen sind in ständigem Steigen begriffen. Hinzu kommen die großen Erfolge in der Aneignung der modernen Technik. Alles das schuf eine breite Basis für die allmähliche Hebung des kulturellen und technischen Niveaus des führenden Teils der Arbeiterklasse und der Kolchosbauern auf das Niveau der Arbeit von Ingenieuren und Technikern. Die Entwicklung des Sozialismus führt somit dazu, daß die Grenzen zwischen den Arbeitern, Kolchosbauern und der sowjetischen Intelligenz allmählich verschwinden. Die völlige Beseitigung des Gegensatzes zwischen geistiger und körperlicher Arbeit wird erst in der höchsten Phase des Kommunismus erreicht werden, jedoch bahnt sich bereits im Sozialismus eine Entwicklung in dieser Richtung an.


V. DIE VERWIRKLICHUNG DER ÖKONOMIE DES SOZIALISMUS

Mit dem Siege des Sozialismus über den Kapitalismus übernimmt der Sozialismus vom Kapitalismus einen bestimmten Entwicklungsstand der materiellen Produktivkräfte. Im Verlaufe seiner weiteren Entwicklung erfährt dieses übernommene Erbe eine starke Wandlung. Es darf niemals übersehen werden, daß der übernommene Stand der Produktivkräfte von außerordentlich großer Bedeutung ist. Er bildet den Ausgangspunkt für die Entwicklung und gibt noch für geraume Zeit der gesellschaftlichen Arbeitsteilung sowie den Produktionsverhältnissen in der neuen sozialökonomischen Formation sein Gepräge.

1. Die Arbeitsteilung im Sozialismus. Das übernommene Niveau der Produktivkräfte bestimmt somit im Sozialismus die zwangsläufige Beibehaltung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung zwischen Stadt und Land, das Vorhandensein zweier Eigentumsformen wie auch das Bestehen zweier befreundeter Hauptklassen in der Sowjetgesellschaft, nämlich der Arbeiterklasse und der Kolchosbauern. Der übernommene Entwicklungsstand der Produktivkräfte macht es auch von vornherein unmöglich, die Unterschiede zwischen geistiger und körperlicher Arbeit bereits auf der ersten Stufe des Kommunismus zu beseitigen. Das bedingt auch das Vorhandensein einer besonderen Zwischenschicht, nämlich der Intelligenz.

2. Die schrittweise Überwindung der Muttermale der alten Gesellschaft. Die auf der Entwicklung der Produktivkräfte beruhende ökonomische Ungleichartigkeit der verschiedenen Arbeiten und die unbedingte Notwendigkeit eines Äquivalentenaustausches bestimmen im voraus auch die unumgängliche Wirksamkeit des Wertgesetzes im Sozialismus in umgewandelter Form, die notwendige Ausnutzung der Ware-Geldform. Die sozialistische Gesellschaft – die erste Stufe des Kommunismus – ist „in jeder Beziehung ökonomisch, sittlich, geistig noch behaftet mit den Muttermalen der alten Gesellschaft, aus deren Schoß sie herkommt“ [4] (Marx).

3. Arbeitsdisziplin und Kontrolle. Im Sozialismus, in dem die Produktionsmittel Eigentum der Gesellschaft sind, ist die Ausbeutung der Arbeit bereits beseitigt. Die Arbeit wurde aber noch nicht zum ersten Lebensbedürfnis. sondern bleibt ein Mittel zum Leben, die einzige Quelle für den Erwerb des Lebensunterhaltes. Hieraus rührt auch die Notwendigkeit für eine strenge Normung der Arbeit, für die Durchführung der Arbeitsdisziplin unter Anwendung von Gegenmaßnahmen gegen diejenigen, die sich der Arbeit entziehen. Die sozialistische Gesellschaft führt die allgemeine Berechnung und Kontrolle über das Maß der Arbeit und des Verbrauchs durch. Quantität und Qualität der sozialistischen Arbeit sind der Maßstab, welcher den Umfang des individuellen Konsums eines jeden Werktätigen bestimmt.

4. Beseitigung der Ungleichheit. Im Sozialismus haben wir es noch mit verschiedenen Arten der Arbeit zu tun, es verbleibt noch bei dem Unterschied zwischen industrieller und landwirtschaftlicher sowie zwischen geistiger und körperlicher Arbeit; der gelernte Arbeiter schafft in der Zeiteinheit einen größeren Wert als der ungelernte Arbeiter. Das Arbeitsergebnis verschiedener Arbeiter ist nicht gleichwertig, und das bedeutet, daß im Sozialismus die Beibehaltung der ökonomischen Unterschiede zwischen komplizierter und einfacher, zwischen gelernter und ungelernter Arbeit unbedingt notwendig ist. Dadurch, daß die Arbeit im Sozialismus noch ihre Bedeutung als Maßstab behält, ergibt sich auch die Notwendigkeit, die planmäßige, unmittelbar gesellschaftliche Arbeit in der Produktion mit Hilfe der Ware-Geldform auszudrücken. Die sozialökonomische Ungleichartigkeit der verschiedenen Arbeiten, die unzertrennlich mit der Entwicklung der Produktivkräfte im Sozialismus verbunden ist, schließt die Möglichkeit einer unmittelbaren Berechnung der gesellschaftlichen Arbeit in gleichen Arbeitszeiteinheiten aus. Die Berechnung der gesellschaftlichen Arbeit im Sozialismus ist nur in Geldform, in Wertform möglich.

5. Das Wertgesetz. Das Wertgesetz ist im Sozialismus dem ökonomischen Gesetz der planmäßigen Leitung der Wirtschaft unterworfen. Es nimmt im Sozialismus einen untergeordneten Platz ein und wirkt bereits nicht mehr spontan, nicht als blind waltende, zerstörende Kraft, sondern als ein vom Staat bewußt eingesetztes Instrument der planmäßigen Wirtschaftsführung. Im Kapitalismus verwirklicht sich das Wertgesetz durch das Gesetz von der durchschnittlichen Profitrate und bestimmt in spontaner Weise die Verteilung des Kapitals und der Arbeitskraft auf die Zweige der Produktion. Im Sozialismus ist das Gesetz von der durchschnittlichen Profitrate aufgehoben, die Proportionen zwischen den einzelnen Produktionszweigen werden vom Staat gemäß den ökonomischen und politischen Hauptaufgaben einer jeden Periode bewußt festgelegt; sowohl die Verteilung der Grund- und Umlauffonds als auch die Verteilung der Arbeitskräfte werden hierbei nach dem Plan bestimmt. Das wichtigste Kennzeichen für die Umgestaltung des Wertgesetzes besteht darin, daß die Arbeitskraft in der sozialistischen Gesellschaft aufgehört hat, eine Ware zu sein, und daher nicht Wert verkörpert.


VI. EINE LEISTUNGSGERECHTE ENTLOHNUNG

Das Entgelt für die Arbeit – der Arbeitslohn als der Anteil am gesellschaftlichen Produkt, der in den individuellen Konsum der Arbeiter und Angestellten eingeht – findet seinen Ausdruck in einer bestimmten Summe von Werten. Aber der Inhalt dieser Summe und ihre Bewegung werden im Sozialismus nicht in Abhängigkeit vom Wert einer begrenzten Menge an Produkten und Diensten festgelegt, die für die Reproduktion der Arbeitskraft notwendig sind. Der Lohnfonds ist von folgenden Faktoren abhängig:

a) vom erreichten Entwicklungsstand der Produktivkräfte,
b) von dem durch die Gesellschaft festzulegenden Größenverhältnis zwischen der Akkumulation und der Konsumtion,
c) vom Verhältnis des Anteils der verschiedenen Klassen und Gruppen der Werktätigen am Verbrauch.

Innerhalb des Gesamtverbrauchs hängt das individuelle Verbrauchsvolumen voll und ganz von der Quantität und der Qualität der Arbeit des einzelnen ab. Alle diese Momente werden im Plan festgelegt.

1. Hebung des gesamten Volkswohlstandes. Je reicher die sozialistische Gesellschaft, je höher das Volkseinkommen, um so höher ist auch unter sonst gleichen Bedingungen das Niveau des persönlichen Verbrauchs der Werktätigen. Der Sozialismus kennt weder die privatkapitalistische Aneignung noch den unproduktiven Verbrauch parasitärer Klassen. Nach Abzug des Teils, der für Akkumulation und Reserven bestimmt ist, wird der gesamte Rest des Volkseinkommens für die Befriedigung persönlicher und allgemeiner Bedürfnisse der Werktätigen eingesetzt. Die Hebung des Wohlstandes der Massen, des Lebensstandards der Mitglieder der sozialistischen Gesellschaft läuft parallel mit dem Ansteigen des Volkseinkommens.

2. Die erweiterte sozialistische Reproduktion. Das Wertgesetz als Instrument der planmäßigen Wirtschaftslenkung, als Werkzeug für die Sicherung der erweiterten sozialistischen Reproduktion dient der Sowjetgesellschaft:

  1. zur Berechnung der gesellschaftlich notwendigen Arbeit, als Kontrollmittel über das Maß der Arbeit und des Konsums jedes einzelnen Bürgers;
  2. als Maßstab für den Aufwand an menschlicher und vergegenständlichter Arbeit in den verschiedenen Betrieben und in ganzen Wirtschaftszweigen ;
  3. zum Vergleich der faktischen individuellen Arbeitsaufwendungen mit den planmäßigen, gesellschaftlich notwendigen Aufwendungen;
  4. dient das Wertgesetz der sozialistischen Gesellschaft zur Festlegung der Preise, und mittels der Preisbildung für Gegenstände des persönlichen Verbrauchs sowie für Dienstleistungen wird das Wertgesetz zugleich zu einem Instrument der planmäßigen Regulierung des Lebensstandards der Werktätigen verwendet; hierbei muß unbedingt auch mit den spontanen Erscheinungsformen des Wertgesetzes auf dem unorganisierten Markt gerechnet werden.

Der Staat bedient sich des Wertgesetzes bei der planmäßigen Verteilung des Volkseinkommens, um den Zuzug von Arbeitskräften aus dem Dorf in die Stadt anzuregen, um die Arbeitskräfte in die entscheidenden Wirtschaftszweige zu lenken, in abgelegene, dünn besiedelte Gebiete, in Berufe, die schwere körperliche Anstrengungen erfordern usw.


VII. DAS RECHT AUF ARBEIT

In den staatlichen Betrieben und Dienststellen erfolgt die Einstellung von Arbeitern und Angestellten auf Grund mündlicher oder schriftlicher Arbeitsverträge (Abmachungen) mit jedem einzelnen Werktätigen. Der Inhalt dieser persönlichen Arbeitsverträge, welche die Arbeitsbedingungen, Art und Ausmaß der Arbeit sowie die Lohnbedingungen festlegen, wird entscheidend durch die zwischen den staatlichen Betrieben und den Gewerkschaften, als Vertretern der allgemeinen Interessen der Arbeiterschaft des jeweiligen Wirtschaftszweigs abgeschlossenen Kollektivverträge bestimmt.

1. Arbeitsverträge. Im Kapitalismus stellt sich der Abschluß eines Arbeitsvertrages wirtschaftlich gesehen als der eines Kaufvertrages dar, und zwar insofern, als hier die Arbeitskraft als Ware veräußert wird. Im Sozialismus ist die Arbeitskraft keine Ware. Hier ist der Arbeitsvertrag der rechtliche Ausdruck für die ökonomischen Beziehungen zwischen dem nach dem Prinzip der wirtschaftlichen Rechnungsführung verfahrenden einzelnen staatlichen Betrieb als dem Vertreter der Produktionsinteressen des gesamten Arbeiter- und Bauernstaates und dem Arbelter bzw. Angestellten, der sich infolge seines Rechts auf Arbeit auf freiwilliger Grundlage und entsprechend seinen Fähigkeiten, Neigungen, Fertigkeiten, Kenntnissen, seinem gesundheitlichen Zustand usw. seinen Arbeitsplatz auswählt.

2. Die materielle Interessiertheit der Werktätigen. Die Gesamtheit der den gesellschaftlichen Charakter der Arbeit im Sozialismus kennzeichnenden Grundzüge löst auch neue Antriebsmomente zur Arbeit in der UdSSR aus, und zwar insofern, als hier überall das persönliche Interesse der Werktätigen angesprochen wird, unter Wahrung der Interessen der gesamten gesellschaftlichen Wirtschaft. Die richtig verstandenen persönlichen Interessen der Werktätigen sind im Sozialismus in zweifacher Weise mit den Erfolgen der gesamten Gesellschaft verknüpft.

  • Erstens ist jeder Werktätige als Teilnehmer am kollektiven Produktionsprozeß, dessen Grundlage das sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln bildet, an der Vermehrung des gesellschaftlichen Eigentums, an der Akkumulation des gesellschaftlichen Reichtums und an der Steigerung des Volkseinkommens interessiert. Jegliche Vergrößerung des gesellschaftlichen Reichtums erfolgt zum Nutzen aller Werktätigen und demnach direkt oder indirekt auch zum Nutzen jedes einzelnen Teilnehmers am Produktionsprozeß.
  • Zweitens ist jeder Werktätige als einzelner Produzent, dessen persönlicher Verbrauch von der Qualität und Quantität seiner Arbeit unmittelbar abhängt, an der Erhöhung der Arbeitsergebnisse, an der Steigerung seiner individuellen Qualifikation und Leistung interessiert. „Das Bewußtsein, daß die Arbeiter nicht für den Kapitalisten, sondern für ihren eigenen Staat, für die eigene Klasse arbeiten – dieses Bewußtsein ist eine gewaltige Triebkraft für die Entwicklung und für die Vervollkommnung unserer Industrie“ [5], sagte J.W. Stalin in der Unterredung mit der ersten amerikanischen Arbeiterdelegation im J ahre 1927.

3. Die persönlichen Initiativen Ohne die allseitige Ausnutzung der persönlichen Impulse, ohne sie den Belangen der Gesellschaft anzupassen und unterzuordnen, sind die Erfolge des Sozialismus undenkbar. Das persönliche Interesse der Werktätigen an ihren Arbeitsergebnissen läßt die Menschen vorwärts streben, veranlaßt sie, ihre berufliche Qualifikation zu erhöhen und besser zu arbeiten. Lenin sagte, daß „man jeden großen Zweig der Volkswirtschaft auf der persönlichen Interessiertheit aufbauen muß“ [6]. Eine jede persönliche Initiative erstickende Gleichmacherei ist mit den Grundsätzen des Sozialismus nicht zu vereinbaren.

„Der Sozialismus ist auf Arbeit begründet. Sozialismus und Arbeit sind voneinander untrennbar“, sagt J.W. Stalin [7]. Die sozialistische Organisation der Arbeit stellt einen der wichtigsten Grundpfeiler der neuen in der UdSSR errichteten Gesellschaftsordnung dar. Die Stalinsche Verfassung widmet den Fragen der sozialistischen Arbeit dadurch besondere Aufmerksamkeit, daß sie die wichtigsten Prinzipien und Hauptgrundlagen des in der UdSSR errichteten Sozialismus aufgenommen

Quelle: Große Sowjet-Enzyklopädie, Verlag Kultur und Fortschritt Berlin, 1952, S.1129-1136. (gekürzt; Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.)

Zitate:
[1] Friedrich Engels: Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affens. In: Karl Marx/Friedrich Engels, Dietz Verlag, Berlin, 1975, Bd. 20, S.444.
[2] W.I. Lenin, Ausgew. Werke in 2 Bdn., Bd.II, Berlin 1952, S.796.
[3] J.W. Stalin: Rede auf der ersten Unionsberatung der Stachanowleute. In: J.W. Stalin, Werke, Dortmund, 1976, Bd.14, S.28.
[4] Karl Marx: Kritik des Gothaer Programms. In: Karl Marx/Friedrich Engels, Werke, Dietz Verlag, Berlin, 1987, Bd.19, S.20.
[5] J.W. Stalin: Unterredung mit der ersten amerikanischen Arbeiterdelegation. In: J.W. Stalin, Dietz Verlag Berlin, 1953, Werke Bd.10, S.104.
[6] W.I. Lenin: Die NÖP und die Aufgaben der Ausschüsse für politisch-kulturelle Aufklärung 17. Okt. 1921. In: W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag, Berlin, 1977, Bd.33, S.50.
[7] J.W. Stalin: Fragen des Leninismus. Dietz Verlag, Berlin, 1951, S.506.

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20 Antworten zu Einige Besonderheiten des Charakters der Arbeit im Sozialismus am Beispiel der UdSSR

  1. „Wertgesetz“ (was ist das überhaupt, wenn nicht ein philosophischer Humbug?) Es ist unwissenschaftlich und „rechtfertigt“ den Betrug, freilich so, dass er fast nie bemerkt wird.

    Lässt sich der Kommunismus/Sozialismus darauf ein, bedingt dies schleichend den Untergang der Volkswirtschaft, vor allem, wenn es sich um eine sozialistische Gesellschaftsordnung handelt!!!

    • sascha313 schreibt:

      Das Wertgesetz ist ein ökonomisches Gesetz der Warenproduktion. Es besagt, daß sich die Waren entsprechend der zu ihrer Produktion notwendigen Menge gesellschaftlicher Arbeit, also entsprechend ihren Wertgrößen, austauschen.

      „Der Wert einer Ware verhält sich zum Wert jeder andren Ware wie die zur Produktion der einen notwendigen Arbeitszeit zu der für die Produktion der andren notwendigen Arbeitszeit.“ (Karl Marx: Das Kapital Bd.I. MEW, Bd.23, S.54) – siehe auch:

      „Es ist in der Tat das Gesetz des Werts, wie es sich geltend macht, nicht in bezug auf die einzelnen Waren oder Artikel, sondern auf die jedesmaligen Gesamtprodukte der besondren, durch die Teilung der Arbeit verselbständigten gesellschaftlichen Produktionssphären; so daß nicht nur auf jede einzelne Ware nur die notwendige Arbeitszeit verwandt ist, sondern daß von der gesellschaftlichen Gesamtarbeitszeit nur das nötige proportionelle Quantum in den verschiednen Gruppen verwandt ist.“ (Karl Marx: ebd. Verwandlung von Surplusprofit in Grundrente. MEW, Bd.25, S.648)

      Das Wertgesetz ist auch ein ökonomisches Gesetz der sozialistischen Produktionsweise. Es drückt die Notwendigkeit der sozialistischen Warenproduktion aus.

      • NEIN! sascha313, bei so etwas mache ich nicht mit, sondern da mache ich dicht, weil das unwissenschaftlich ist! Es gibt diesen UNSINN „Wert“ nicht!

        Ein derartiges Geschwafel hat mich schon bei den Kapitalisten aufgeregt: Das Wertgesetz ist ein ökonomisches Gesetz der Warenproduktion. Es besagt, daß sich die Waren entsprechend der zu ihrer Produktion notwendigen Menge gesellschaftlicher Arbeit, also entsprechend ihren Wertgrößen, austauschen.

        Das ist Phantasterei! „ökonomisches Gesetz der Warenproduktion“ — also wirklich!

        Als ob die „Menge gesellschaftlicher Arbeit“ einen „Wert“ hätte. Das ist eine mathematische „Größe“ — und nichts weiter! Mann, Mann, Mann!

      • Harry 56 schreibt:

        sascha313 schreibt: 26. Juni 2015 um 15:27

        „Das Wertgesetz ist auch ein ökonomisches Gesetz der sozialistischen Produktionsweise. Es drückt die Notwendigkeit der sozialistischen Warenproduktion aus.“ – Hierbei müssen wir beachten und ganz sauber klarstellen, dass die Notwendigkeit einer sozialistischen Warenproduktion noch keine kommunistische Produktionsweise ist, sondern dazu dient dieser späteren und höheren Phase die hierfür notwendigen ökonomischen Grundlagen PLANMÄßIG zu verschaffen.

        Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass es in der ersten Phase des Kommunismus, gemeinhin als Sozialismus bezeichnet, noch eine Menge kleinerer Produktionsmittel in privaten Händen gibt, welche man keinesfalls alle auf einen Schlag enteignen kann. Wie können ein sozialistischer Staat, bereits sozialisierte, d.h. sozialistische Betriebe vernünftig mit diesen noch immer vorhandenen kleineren Unternehmen wirtschaften ohne ein auch noch im Sozialismus mit gewissen Einschränkungen geltendes Wertgesetz?

        Sozialistische Warenproduktion gilt vielen „kommunistischen“ Schwätzern und Scharlatanen meist als ein „Unding“, soll gar Beleg“ für die weitere Ausbeutung der Werktätigen nun durch den sozialistischen Staat sein, da ja dieser zunächst „wie im Kapitalismus“ die Privatunternehmer den Mehrwert abschöpft, seine vermeintlichen „Partei- und Staatsbonzen“ ihn hinterher einfach verfressen……

        Diese Leute „vergessen“, „übersehen“ einfach, dass ein sozialistischer Staat, eine sozialistische Volkswirtschaft, also überhaupt in einer sozialistischen Gesellschaftsordnung aller zunäcchst akkumulierte Mehrwert in der Regel einerseits planmäßig eingesetzt wird zur immer bessereren Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedüfnisse ALLER (!!) Menschen, andererseits zur weiteren Steigerung der allgemeinen gesellschaftlichen ARBEITSPRODUKTIVITÄT. In welchen Proportionen dies dann geschieht, wird in einer wirklichen sozialistischen Demokratie auf den verschiedensten Ebenen ausdikutiert und dann entschieden und muss danach auch konsequent umgesetzt werden.

        In gewissen Maßen hat es auch eine ganze Zeit lang in allen sozialistischen Ländern nach 1945 zunächst funktioniert. Als man allerdings in den späteren Jahren zunehmend auf die absurde Idee kam, insbesondere die Ökonomie des Sozialismus in eine Art „kapitalistischen Sozialismus“ umzuwandeln, ab da begann der allmähliche allgemeine Niedergang in fast allen sozialistischen Ländern.

        Sollte Georg nur diese allerletzte Phase der sozialistischen Länder im Auge gehabt haben, dann (aber nur dann!) hätte er mit seiner Kritik am Wertgesetz im Sozialismus nicht völlig unrecht. Dies wollte ich hiermit nochmals für jederman hoffentlich verständlich klarstellen!

        Beste soz. Grüße! 🙂

      • Lieber — darf ich das überhaupt noch sagen: „lieber“??? — also lieber Genosse Harry 56

        ich bin in einer vollkommen totalen anderen „Welt“ aufgewachsen als etwa sascha313 oder du — verstehst du eigentlich, was das für einen Menschen bedeutet??? Da war niemand, der mich über Religion, Kultur, Intrigen, Dummheit, WEISHEIT, über Dr. Marx‘ und Friedrich Engels‘ WAHRHEITEN aufgeklärt hat => alle haben nur immerzu immerzu blödes, dummes Zeugs geschwatzt — ob in der Kirche [in der ich nun einmal groß geworden bin – war das denn etwa meine Entscheidung, MEIN Wille???] oder der Partei oder der Gewerkschaft, bei der ich engagiert war „mit Leib und Seele“ => alle meinten, sie könnten mich blöde und arm halten, mich für ihr idiotisches Zeugs benutzen oder einspannen.

        Weißt du denn überhaupt, welche Dankbarkeit ich gegenüber dem Menschen empfinde, der diese Seite der echten Aufklärung betreibt??? Dass, seit dem ich hier die Artikel und Aufsätze, die er hier einstellt, lese, eine „innere“ GEDANKLICHE Befreiung erfahre??? Dass ich geradezu „aus dem Nichts“ begriffen habe, was der Herr Marx und der Herr Engels und der Herr Lenin gesagt, geschrieben und wofür sie gekämpft haben? —

        Nein, das kannst du nicht, weil du in einer „anderen Welt“ groß geworden bist — einer Welt, die viel gesünder und heiler war, als die „meine“!!! — aber du verneinst das Wissen, welches ich mir dennoch (oder trotzdem) erworben habe und machst es lächerlich, womit du mich frontal ALS menschliches Lebewesen, der ich nun einmal bin! emotional verletzt. — so mal ganz menschlich: was habe ich dir denn getan, dass du mir begegnest, als wäre ich ein Vollidiot und deppen blöder Dummbatzen? WAS?

        … weil ich die „Kirche“ von Innen her kenne? weil ich nicht nur weiß, sondern buchstäblich hautnah erfahren habe, wie pervers, korrupt und widerlich DASS, was als „heilig“ und edel und wahr und ehrlich und gut wahrgenommen wird, in Wirklichkeit ist???

        Du schreibst einfach so daher, dass ich keine Ahnung von politischer Ökonomie oder Ökononomie hätte, und das, obwohl du mich weder kennst, noch irgendeiner meiner Aufsätze gelesen hast, für die ich selbst von „meinen“ Lehrern, die mich nun gar nicht leiden konnten, die besten Noten erhalten habe, die „man“ sich wünschen kann, weil sie „einfach“ nicht drum herum kamen, meine „gedanklichen“ Leistungen „anerkennen“ zu müssen! ?

        … und dann forderst du mich auch noch auf, ich täte besser das Maul zu halten, weil ich keine Ahnung hätte —> wo ich doch sogar fähig bin [und es praktisch getan habe] mehrere Firmen mit vielen Mitarbeitern zu führen, die sich um das Wohl von alten, behinderten und kranken Menschen Tag ein Tag aus kümmerten — und ich behaupte das jetzt mal so: deren Kacke du nicht mal riechen kannst, ohne dass dir schlecht wird und du in Ohnmacht fallen würdest, wenn du auch nur einen Blick auf die verrottenden menschlichen Körper werfen würdest, die ICH gereinigt habe, damit sie nicht an ihrem eigenen Siechtum voller Gestank verrotten mussten.

        … weißt du, es ist wunderschön über den Kommunismus zu fachsimpeln — es ist etwas total anderes, wenn ein Mensch, wie ich, diese guten Kommunisten, die im KZ als Kinder und Jugendliche TOT GEMACHT wurden — in den Irrtümern und Leiden, die diese Menschen erfahren haben, dennoch annehmen und pflegen kann und sogar lieb hat …. nö, Harry, die haben mir nichts vom Kommunismus erzählt … die haben trotz allem, was ihnen angetan wurde, daran festgehalten, dass sie einer großen Wahrheit folgten … vor allem haben alle diese Menschen mich nie verurteilt oder mir das Gefühl geben „wie bescheuert und blöde ich doch sein muss“, dass ich sie auch noch körperpflegend und Nahrung bereitend gefüttert habe.

        … vielleicht damit bei mir auch mal der Groschen fällt.

        So, und dazu stehe ich: ich weiß mehr von „Wirtschaft“ und Ökonomie und habe darüber auch mehr Ahnung als dein Eisverkäufer und stecke nicht nur dich oder sascha313, sondern jeden Professor für Volkswirtschaft in meine linke Jackentasche. Ist so. … und ich weiß sogar, dass mir das nicht geglaubt wird, denn schließlich habe ich keinen Phd. oder „Professor“ von den Kapitalisten für meine wissenschaftlichen Leistungen erhalten, gelle? … er hat halt nur überlebende Kommis und Juden aus dem KZ und andere an ihrem eigenen Körper verrottende Menschen bis zu ihrem letzen Atemzug gepflegt — der Georg kann doch gar keine Ahnung haben. Richtig! Habe ich auch nicht. Dafür VOM Leben der Menschen um so mehr.

        Sollte Georg nur diese allerletzte Phase der sozialistischen Länder im Auge gehabt haben, dann, aber nur dann, hätte er mit seiner Kritik am Wertgesetz im Sozialismus nicht völlig unrecht. Interessant, dass du ÜBER mich redest, STATT MIT mir! … den Schmackes vom „Wert“ hat gerade der gute Stalin aller Welt WIDERLEGT! Lese mal, was er zur Selbstkritik geschrieben und vorgetragen hat – wurde bereits hier im Blog von sascha313 veröffentlicht!!!

        Hab dich wohl, Genosse Harry!

  2. sascha313 schreibt:

    Einem halbwegs gebildeten Menschen wäre da jetzt aufgefallen, daß er darüber nichts weiß. Aber wenn man schon von der Politischen Ökonomie (MARX), keine Ahnung hat, sollte man lieber schweigen, anstatt überall seinen Senf dazuzugeben. Ein Blick ins „Kapital“ von Marx hätte da schon sehr geholfen.

  3. Harry 56 schreibt:

    Ja Sascha, so isses……

    Wenn man von Politischer Ökonomie weder des Kapitalismus und noch mehr von der des Sozialismus ABSOLUT keine Ahnung hat, sollte man in der Tat seine Klappe halten und erst mal —-LERNEN, LERNEN und NOCHMALS LERNEN—- (LENIN)!!!!!!

    Wenn es kein objektives Wertgesetz der früheren einfachen (antiken/mittelalterlichen) als auch der jetzigen KAPITALISTISCHEN Warenproduktion gäbe, also das alles seit schon mehr als 3000 Jahren eine „Phantasterie“ sein soll, dann täte ich mich selbst als ökonomischer Laie doch mal einfach fragen, WARUM ein Daimler, BMW oder Porsche trotz aller Konjunkturschwankungen und/oder Wirtschaftskrisen IMMER (!!!) wesentlich mehr kostet als etwa durchaus praktikable Fahrzeuge von Toyota, Renault, FIAT etc….?

    Warum besteht jeder Unternehmer beim Verkauf seines Produktes, seiner Dienstleistungen, also seiner WAREN (!!!) — Pass auf, konzentriere dich, verehrter Georg! — auf einem absolut nicht zu unterschreitenden Verkaufspreis, Verkaufserlös, ohne den sich sein Geschäft nicht mehr lohnt?
    ICH habe dies schon in meiner kaufmännischen Ausbildung vor langer, langer Zeit völlig einleuchtend lernen können. Jeder kleine Eisverkäufer lernt und begreift sehr schnell, wie viele Kugeln EIS er verkaufen MUSS, um wenigstens seine Kosten reinzuholen, ganz zu schweigen von Gewinnen….

    Lieber Georg, lass es einfach, halte dich zurück von Dingen zu reden, wovon du wirklich nicht die geringste Ahnung hast. Bleibe doch lieber bei deinen mittelalterlichen Päpsten, dem Vatikan und allen seinen „dunklen Mächten“, den Jesuiten und Freimaurern, Teufelsanbetern etc…., etc…., denn dort, so bildest du dir ja offensichtlich ein, dich „voll auszukennen“!

    Des Menschen Glaube ist sein Himmelreich, so eine alte Volksweisheit……, auch für dich?

    Nix für ungut, sorry….. ! 🙂

    • Guten Tag Harry,

      ich kann nichts dafür, dass Menschen den Unterschied zwischen „Geld“ und „Währung“, „Preisen“, „Kosten“, „Wert“ und dem Maßstab, der sich auf ein Bezugssystem bezieht und angewendet wird, um Menschen zu betrügen und hinter das Licht zu führen, nicht kennen. Und ich kann selbstverständlich auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass du an die „Dogmen“ des Kapitalismus glaubst und diese dann versuchst in den Marxismus hinüber zu retten.

      Weshalb begegnest du mir mit einem derartigen kapitalistischen Gefasel: „Jeder kleine Eisverkäufer lernt und begreift sehr schnell, wie viele Kugeln EIS er verkaufen MUSS, um wenigstens seine Kosten reinzuholen, ganz zu schweigen von Gewinnen…. ??? Ich ging bisher davon aus, dass hier der Marxismus „gelehrt“ und nicht kapitalistische Propaganda betrieben wird.

      Lieber Harry, lass es einfach, halte dich zurück von Dingen zu reden, wovon du wirklich nicht die geringste Ahnung hast.

      Und wie kommst du dazu, mir einen derartigen UNSINN zu empfehlen und von „meinen mittelalterlichen Päpsten, dem Vatikan und allen seinen “dunklen Mächten”, den Jesuiten und Freimaurern, Teufelsanbetern etc…., etc….,“ zu quatschen und mich als DOOF zu diffamieren und zu unterstellen, dass „ich mir einbilden würde, dass ich mich dort offensichtlich voll auskenne“ Tickst du noch ganz richtig im Kopf? Oder hast du sonst keine Probleme, dass du meinst, mich für blöde verkaufen zu können?

      Du empfiehlst mir das Lernen? Lerne du erst einmal, dass Lenin ein großartiger Logiker gewesen ist und mir sicher nicht mit derartig vielen blöden „hoc ergo hoc“-Beispielen begegnet wäre!

      • Harry 56 schreibt:

        Lieber Georg, nun komm mal wieder runter!

        Kapitalisten oder deren Bevollmächtigten, ob Geschäftsführer von GmbH’s oder Vorstandsvorsitzende großer Aktiengesellschaften, ob kleine Eisverkäufer oder sonstige Kleingewerbetreibenden, sie alle folgen keinen „Dogmen des Kapitalismus“, sondern sie praktizieren ihn, den Kapitalismus, tagtäglich, dabei, wenn auch oft nur unbewusst, sich allen ökonomischen OBJEKTIVEN Gesetzmäßigkeiten dieser kapitalistischen Produktionsweise zum eigenen Besten und Nutzen „freiwillig“ unterwerfend.

        Was du als „Dogmen des Kapitalismus“ zu bezeichnen pflegst, ist vor allem das Werk der bürgerlichen Ökonomen und IDEOLOGEN. Diese Leute erstellen ihre Theorien manchmal mehr, manchmal weniger Praxxis bezogen aufgrund der tatächlichen Geschäfstätigkeiten kapitalistischer Unternehmen.
        Das objektive Wertgesetz der einfachen als auch der kapitalistischen Warenproduktion existierte schon ewig lange, bevor überhaupt auch nur ein Mensch auf diesen Planeten Begriffe wie Wert, Wertgesetz buchstabieren und aussprechen konnte – wurde doch stets in allen Warengeschäften scheinbar völlig „spontan“ befolgt.

        Doch erst im 19. Jahrhundert begannen die Kapitalisten in der Masse den Wert der Zeit, insbesondere den der bezahlten Arbeitszeit zu verstehen und ihn immer mehr in Rechnung zu stellen. „Time ist money“, dieser bekannte Kapitalisten-Ausspruch ist keinesfalls zufällig zuerst in England entstanden. Das Geld, welche konkreten Erscheinungsformen es auch immer annehmen kann, stellt in seiner Substanz den materialisierten Tauschwert der Waren dar, ist seine sichtbare Erscheinungsform. Daher kann Geld sowohl die Erscheinungsform von Vogelfedern, Ochsen oder Kamelen – immer in bestimmten Mengen(!) – haben als eben auch als als Metallmünzen oder bedruckten kleinen Zettelchen bis hin zu reinem „Buchungsgeld“. Auf alle Fälle stellt Geld immer eine „Anweisung“, ein „Recht“ auf ein bestimmtes Quantum GESELLSCHAFTLICH NOTWENDIGER Arbeit dar.

        Falls du dich tiefer mit Ursprüngen und Funktion des Geldes befassen möchtest, empfehle ich dir dringend: Karl Marx: „Zur Kritik der politischen Ökonomie“, die in der Tat wirklich ERSTE wisssenschaftliche Theorie des Geldes!

        Du sagst mir weiter, ich solle doch zuerst lernen Lenin als großen Logiker zu verstehen. War Lenin wirklich ‚bloß‘ ein großer Logiker? Ja, dies war er in gewisser Hinsicht wirklich, G.W.F. Hegel’s LOGIK DER WISSENSCHAFTEN war Lenin gut bekannt, er fertigte zu dieser eine Menge Konspekte an. Doch vor allem war Lenin aber ein herausragender sozialistischer Theoretiker, welcher sich u.a. auch mit den ökonomischen Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus in seinem imperialistischen Stadium ausführlich beschäftgte. Er wies bis heute unwiderleglich nach, wie die ökonomischen Gesetze des vor-imperialistischen, vor monopolistischen Kapitalismus, also Wert und Wertgesetz etc…., den heutigen modernen Imperialismus hervorbringen MUSSTEN, und zwar unter BEIBEHALTUNG der grundlegenden ökonomischen Gesetze kapitalistischer Warenproduktion.

        Auch in der heutigen Zeit wird der Wert, der Tauschwert aller Waren gemessen in der hierfür gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit, und diese wird eben dann in einer bestimmten Proportion duch das jeweilige Geld ausgedrückt, ob nun Dollar, EUR, YEN, Sfr Pfund etc…..

        Nun werden aber die einzelnen Waren in der Tat nicht immer zu ihrem „wirklichen“ Wert bzw. Tauschwert losgeschlagen, sondern können in einzelnen Fällen erheblich von diesen abweichen. Betrug, Gaunerei? Nein!

        Denn: gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit impiziert keinesfalls immer nur die tatsächlich aufgewendete gesellschaftlich durchschnittliche Arbeitszeit zur Herstellung einer bestimmten Ware, sondern auch gleich immer mit die letztlich entscheidende gesellschaftliche zahlungsfäfige oder zahlungswillige Nachfrage nach diesen Waren. Fällt diese weg, aus was für Gründen auch immer, findet eine gesellschaftliche Entwertung des Tauschwertes dieser Waren statt, müssen sie, um überhaupt logeschlagen werden zu können, deutlich unter ihrem in ihnen steckenden tatsächlichen Tauschwert verhökert werden.

        Und wie reagieren die Unternehmen auf derartige Unannehmlichkeiten? Pfeifen sie etwa auf das „Dogma“ vom Wertgesetz und verkaufen munter weiter zu den dann eben niedrigeren Preisen, zu deutlich niedrigeren Erlösen? Nein! (kurzfristig nur zwecks Lagerräumung) Sie versuchen, entweder, die notwendige Arbeitszeit zur Herstellung dieser Waren zu minimieren, also ihren tatsächlichen einzelnen Tauschwert herabzusetzen… – oder stellen ganz einfach die Produktion ein und wenden sich profitableren Geschäftsfeldern zu.

        Wären die objektiven ökonomischen Gesetzmäßigkeiten einer auf Warenproduktion basierenden Gesellschaft bloße „Dogmen“, so glaube mir, unsere Unternehmer oder deren Bevollmächtigten wären wirlich die ERSTEN, welche diese schnellstens bei jeder Unpässlichkeit bzw. „Krisen“ über Bord werfen würden. Warum? Weil alle diese Typen in dieser Gesellschaft durchaus vernünftige, kalt rechnende Menschen sind, verpflichtend dem Erfolg, dem Profit ihrer Unternehmen.

        Erst in einer kommunistischen Ökonomie wird das Wertgesetz des Kapitalismus mit Lohnarbeit und Kapital, Geld und Waren endgültig verschwinden, ebenso die zunächst darauf folgende vorübergehende sozialistische Warenproduktion, wird sich alle Ökonomie auflösen in eine einfache und reine ÖKONOMIE DER ZEIT, so Marx schon in seinen „Grundrissen“.

  4. sascha313 schreibt:

    Letzte Verwarnung an „jauhuchanam“ – noch eine solche Beleidigung und jeder weitere Kommentar wird gesperrt!!!!

    Mal als Beispiel: (Zitat) „Weißt du sascha313 — pfurz erst mal dahin, wohin meine Mutter geschissen hat…“ (gelöscht) oder „Tickst du noch ganz richtig im Kopf?“ – das müssen wir hier nicht haben!

    Wo Differenzen sind, aufgrund unterschiedlicher Begriffe oder Erfahrungen, sollte man immer zuerst versuchen, sich in die Denkweise des anderen hineinzuversetzen, anstatt in Beschimpfungen zu verfallen. Es ist nicht überraschend, daß bürgerliche Ideologen wissenschaftliche Begriffe und Zusammenhänge ganz bewußt verdrehen oder verfälschen. Das ist ein beliebtes Mittel der Bourgeoisie, um Erkenntnisse zu blockieren und Menschen irrezumachen. Wer nicht spurt, landet in der Psychiatrie! Klar, daß nur Erkenntnisse zu richtigem Handeln führen. Eine wissenschaftliche Weltanschauung kann Irrtümer und Fehler freilich nicht verhindern, wohl aber Verdrehungen und Verfälschungen, Lügen und Irreführungen aufdecken. Und darum bemühen wir uns hier. Die Grausamkeiten der kapitalistischen Herrschaft sind uns nicht verborgen geblieben! Und noch eins: … wer über Marx urteilen will, der sollte seine Werke zumindest gelesen haben, anstatt dies als „Geschwafel“, als „unwissenschaftlich“ oder als „Phantasterei“ abzutun.

    • Hallo Sascha,

      ja, das kann ich nachvollziehen, dass das nicht hier her gehört und als Beleidigung empfunden wird.

      Mir aber einen derartigen Unsinn zu empfehlen und von “meinen mittelalterlichen Päpsten, dem Vatikan und allen seinen “dunklen Mächten”, den Jesuiten und Freimaurern, Teufelsanbetern etc…., etc….,” zu quatschen und mich als doof zu diffamieren und zu unterstellen, dass “ich mir einbilden würde, dass ich mich dort offensichtlich voll auskenne” ist schon mehr als eine Beleidigung. Das ist für mich nur noch boshaft und gehässig.

      Nun, dass Wenige, das ich von Marx gelesen haben, hat für mich vollkommen ausgereicht, über ihn positiv zu urteilen. Ich habe seine Werke nicht als “Geschwafel”, als “unwissenschaftlich” oder als “Phantasterei” abgetan.

      Mein Kommentar „“Wertgesetz” (was ist das überhaupt, wenn nicht ein philosophischer Humbug?) Es ist unwissenschaftlich und “rechtfertigt” den Betrug, freilich so, dass er fast nie bemerkt wird.“ BEZOG sich auf den hier eingestellten Artikel und nicht auf die Arbeiten und Werke von Karl Marx.

      Im übrigen ist der Begriff „Wertgesetz“ durch Mises und Heyek und ihren Jüngern in Beschlag genommen worden, die ganz sicher etwas anderes darunter verstanden wissen wollen, als ihn Marx verwendet haben dürfte, denn schließlich wussten ja Marx und Engels, dass keinem Ding ein Wert zu Grunde liegt.

      • sascha313 schreibt:

        Mises und Hayek sind nicht maßgebend. Ebensowenig alle anderen späteren, bürgerlichen „Marxinterpreten“, die ohnehin nichts weiter zustande bringen, als Marx zu mißdeuten. Aber wie wäre es denn mal mit dem Vorschlag von Harry?
        Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie.
        http://www.mlwerke.de/me/me13/me13_003.htm
        oder auch Stalin: „Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ vom 1. Februar 1952.
        http://www.mlwerke.de/st/st_285.htm
        Siehe auch: J.W Stalin, Werke, Dortmund, 1979, Bd.15, insbesondere S.195-206
        http://www.stalinwerke.de/band15/band15.pdf

        (N.B. Ich schließe hier mal Harry’s Kommentar mit ein, den ich aber nicht veröffentliche. Einfach deswegen, weil weitere personenbezogene Kommentare zu nichts führen. Ich gehe aber davon aus, daß Georg die Hinweise verstanden hat, um „qualifiziert mitreden zu können“. Beleidigungen werden wir auch künftig nicht dulden, das sind sozusagen die „Spielregeln“ dieses Blogs, um beim Thema zu bleiben.)

      • Sagte ich ja bereits Marx und Engels messen den Dingen keinen Wert bei. Hätte mich aber nun auch gewundert, dass ich mich in ihnen so getäuscht hätte, aber der „1. Maß der Werte“ beweist es eindeutig:

        1. Maß der Werte

        Der erste Prozeß der Zirkulation ist sozusagen theoretischer, vorbereitender Prozeß für die wirkliche Zirkulation. Die Waren, die als Gebrauchswert existieren, schaffen sich zunächst die Form, worin sie einander ideell als Tauschwert erscheinen, als bestimmte Quanta vergegenständlichter allgemeiner Arbeitszeit. Der erste notwendige Akt dieses Prozesses ist, wie wir sahen, daß die Waren eine spezifische Ware, sage Geld, als unmittelbare Materiatur der allgemeinen Arbeitszeit oder allgemeines Äquivalent ausschließen. Kehren wir einen Augenblick zurück zur Form, in welcher die Waren Gold in Geld verwandeln.

        1 Tonne Eisen = 2 Unzen Gold, 1 Quarter Weizen = 1 Unze Gold, Zentner Moccakaffee = 1/4 Unze Gold, 1 Zentner Pottasche = 1/2 Unze Gold, 1 Tonne brasilisches Holz = 11/2 Unzen Gold,

        Y Ware = X Unze Gold.

        In dieser Reihe von Gleichungen erscheinen Eisen, Weizen, Kaffee, Pottasche usw. einander als Materiatur gleichförmiger Arbeit, nämlich in Gold materialisierter Arbeit, worin alle Besonderheit der in ihren verschiedenen Gebrauchswerten dargestellten wirklichen Arbeiten völlig ausgelöscht ist. Als Wert sind sie identisch, Materiatur derselben Arbeit oder dieselbe Materiatur der Arbeit, Gold. Als gleichförmige Materiatur derselben Arbeit zeigen sie nur einen Unterschied, quantitativen, oder erscheinen als verschiedene Wertgrößen, weil in ihren Gebrauchswerten ungleiche Arbeitszeit enthalten ist. Als diese einzelnen Waren verhalten sie sich zugleich als Vergegenständlichung der allgemeinen Arbeitszeit zueinander, indem sie sich zu der allgemeinen Arbeitszeit selbst als einer ausgeschlossenen Ware, Gold, verhalten.

        Dieselbe prozessierende Beziehung, wodurch sie sich füreinander als Tauschwerte darstellen, stellt die im Gold enthaltene Arbeitszeit als die allgemeine Arbeitszeit dar, wovon ein gegebenes Quantum sich in verschiedenen Quantis Eisen, Weizen, Kaffee etc., kurz in den Gebrauchswerten aller Waren ausdrückt oder sich unmittelbar in der unendlichen Reihe der Warenäquivalente entfaltet. Indem die Waren allseitig ihre Tauschwerte in Gold ausdrücken, drückt Gold unmittelbar seinen Tauschwert in allen Waren aus. Indem die Waren sich selbst füreinander die Form des Tauschwerts geben, geben sie dem Gold die Form des allgemeinen Äquivalents oder Geldes.

        Weil alle Waren ihre Tauschwerte in Gold messen, in dem Verhältnis, worin bestimmte Quantität Gold und bestimmte Quantität Ware gleich viel Arbeitszeit enthalten, wird das Gold zum Maß der Werte, und zunächst ist es nur durch diese Bestimmung als Maß der Werte, als welches sein eigener Wert sich unmittelbar in dem Gesamtumkreis der Warenäquivalente mißt, daß es allgemeines Äquivalent oder Geld wird. Andrerseits drückt sich nun der Tauschwert aller Waren in Gold aus. Ein qualitatives und ein quantitatives Moment sind in diesem Ausdruck zu unterscheiden. Der Tauschwert der Ware ist vorhanden als Materiatur derselben gleichförmigen Arbeitszeit; die Wertgröße der Ware ist erschöpfend dargestellt, denn in dem Verhältnis, worin die Waren dem Gold gleichgesetzt sind, sind sie einander gleichgesetzt. Einerseits erscheint der allgemeine Charakter der in ihnen enthaltenen Arbeitszeit, andererseits die Quantität derselben in ihrem goldenen Äquivalent. Der Tauschwert der Waren, so als allgemeine Äquivalenz und zugleich als Grad dieser Äquivalenz in einer spezifischen Ware, oder in einer einzigen Gleichung der Waren mit einer spezifischen Ware ausgedrückt, ist Preis. Der Preis ist die verwandelte Form, worin der Tauschwert der Waren innerhalb des Zirkulationsprozesses erscheint.
        #
        Und schon damit zeigt Marx den Betrug an, der „im Denken in Werten gelegt ist und wie es sich in den Kapiteln „Die Münze. Die Werzeichen“ und „Weltgeld“ weiter zeigt, dieser Betrug enthüllt wird, der zunächst nur angedeutet wurde. Er zeigt auf, wie der Betrug funktioniert und vonstatten geht — ohne daraus ein „so-IST-das“ zu machen, dem ein Mensch qua „Wertgesetz“ unterworfen wäre und es somit wegen „eines Gesetzes“ kein Entrinnen für ihn gäbe, sondern es als Illusion entlarvt!

        Das „Wertgesetz“ bezieht sich somit also klar auf die Illusion selbst, die eben irreligöse Ideale widerspiegelt und deren Scheinwelt sich im Kapitalismus materialisiert hat und deshalb auch tatsächlich in der realen Welt der Menschen wirklich wirkt.

        Ich konnte mir nicht mal vorstellen, dass Marx auf der einen Seite schreibt :“weil der Mensch keine wahre Wirklichkeit besitzt“ und auf der anderen Seite „Dingen irgendeinen Wert beimessen würde“, was er dann auch noch qua „Wertgesetz“ beweist!

  5. rheinlaender schreibt:

    Bitte nicht böse streiten. Impulsiver Georg und super Beispiele bringender Harry reden aneinander vorbei. Für tiefe ökonomische Diskussionen über die volkswirtschaftliche Arbeitswerttheorie gegenüber der begrenzten bürgerlichen – nur betriebswirtschaftliche / Hausfrauen mikroökonomische – „subjektive Wertelehre / Grenznutzentheorie“ gibt es ja das sog. überparteiliche Marx-Forum. Meiner Meinung lässt sich VWL besser mit Waren / Dienstleistungen erklären als mit Geld. Frage an Georg: Wodurch, meinst Du, entsteht volkswirtschaftlicher Wohlstand?

  6. Harry 56 schreibt:

    Friedrich Engels in seinem „Anti-Dühring“, Dritter Abschnitt, IV.Verteilung:

    „Der Wertbegriff ist der allgemeinste und daher umfassenste Ausdruck der ökonomischen Bedingungen der Warenproduktion. Im Wertbegriff ist daher der Keim enthalten, nicht nur des Geldes, sondern auch aller weiter entwickelten Formen der Warenproduktion und des Warenaustausches. Darin dass der Wert der Ausdruck der in den Privatprodukten enthaltenen gesellschaftlichen Arbeit ist, liegt schon die Möglichkeit der Differenz zwischen dieser und der im selben Produkt enthaltenen Privatarbeit. Produziert also ein Privatproduzent nach alter Weise weiter, während die gesellschaftliche Produktionsweise fortschreitet, so wird ihm diese Differenz empfindlich spürbar……..“ Und etwas weiter: “ Darin, dass der Wert einer Ware nur in einer anderen Ware ausgedrückt und nur im Austausch gegen sie realisiert werden kann, liegt die Möglichkeit, dass der Austausch überhaupt nicht zustande kommt oder doch nicht den richtigen Wert realisiert.“

    Das Wertgesetz ist also ein objektives Gesetz jeglicher Warenproduktion, es realisiert sich nur in und durch diese, jedoch immer hinter dem Rücken der einzelnen Privatproduzenten.
    Deshalb ist es aber noch lange keine Illusion, Betrug etc….., auch wenn es den einzelnen Privatproduzenten mitunter durchaus hautnah so zumindest „gefühlt“ vorkommen kann ! (siehe Engels…)

    Gibt es tatsächlich kein Entrinnen von diesem Gesetz? Doch!
    Ganz einfach, in dem die Warenproduktion zunächst von Privatproduzenten und schließlich ganz abgeschaft wird.
    In einer kommunistischen Produktionsweise bliebe dann vom Wertgesetz der Warenproduktion nur noch ein dürftiger Rest übrig, nämlich der auch dann noch zu berechnende gesellschaftliche Zeitaufwand zur Produktion der benötigten Gebrauchsgüter.
    In diesen wäre dann auch ihr „Wert“, d.h. ihr Tauschwert endgültig verschwunden.

    Dagegen bleibt in einer sozialistischen Ökonomie, wo es eben noch eine Menge Warenproduktion gibt und über einen gewissen Zeitraum auch geben muss, auch noch das Wertgesetz in Kraft, allerdings eben mit erheblichen Einschränkungen durch die bewusste staatlich/gesellschaftliche Planung der materiellen Produktion.

    Das Wertgesetz ist also mit dem Entstehen der Warenproduktion in die Welt gekommen und wird mit dem Verschwinden dieser ebenfalls mitverschwinden.

  7. Duden:
    Wert
    einer Sache innewohnende Qualität, aufgrund deren sie in einem gewissen Maße begehrenswert ist [und sich verkaufen, vermarkten lässt]
    (marxistisch) in einer Ware vergegenständlichte, als Tauschwert erscheinende gesellschaftliche Arbeit, deren Maß die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist

    Wikipedia:
    Werte bezeichnen im allgemeinen Sprachgebrauch als erstrebenswert oder moralisch gut betrachtete Eigenschaften bzw. Qualitäten, die Objekten, Ideen, praktischen bzw. sittlichen Idealen, Sachverhalten, Handlungsmustern, Charaktereigenschaften beigelegt werden.
    „Der Wert eines Gutes ist eine ökonomische Kategorie, welche die Grundlage dafür bildet, dass völlig verschiedene Lieferungen und Dienstleistungen in einem bestimmten quantitativen Verhältnis gegeneinander verrechnet werden können. Im wirtschaftlichen Verkehr wird er in Geld ausgedrückt, dem Preis. Der geschätzte Wert eines Gutes – beispielsweise durch Orientierung an Vergleichsobjekten – bleibt abstrakt. Der Begriff Preis jedoch ist objektiv und konkret und manifestiert sich erst beim tatsächlichen Verkauf.“

    „Die Werttheorie von Karl Marx stellt einen von dieser Einteilung abweichenden Sonderfall dar. Einerseits wird auch nach Marx der „Wert eines Produkts“ durch die in ihm vergegenständlichte (abstrakte) Arbeit bestimmt. Andererseits sei der so bestimmte Wert eine „bloße gespenstische Abstraktion“,

    die nur für allgemeinwarenproduzierende Gesellschaften gelte und nur in diesen einen Sinn habe,

    weil die Produkte der getrennt voneinander produzierenden Warenhersteller schließlich doch gesellschaftlich verteilt werden müssten.

    Anders als die Vertreter der klassischen Arbeitswertlehre behaupten, sei der „Wert“ keine den Produkten objektiv zukommende Eigenschaft – diese Auffassung kritisiert Marx als Warenfetisch.

    Aber die Abstraktion „Wert“ stelle [!!!] in einer kapitalistischen Wirtschaft [!!!] eine Realität dar (Realabstraktion), die das gesellschaftliche Handeln der Menschen strukturiere und dominiere.

    Der Wert stellt damit nach Marx die Basiskategorie kapitalistischer Gesellschaften dar, aus welcher sich die weiteren Kategorien wie Geld, Profit, Privateigentum, Klassen, Staat usw. ableiten.

    Der „Wert“ IST keine den Produkten objektiv zukommende Eigenschaft – diese Auffassung kritisiert Marx als Warenfetisch

    Somit handelt es sich „beim Wertgesetz also KEINESFALLS um ein „objektives Gesetz jeglicher Warenproduktion“, sondern um eine „Bezeichnung“ einer ideellen Vorstellung, die den kapitalistischen Gesellschaften abstrakt „innerlich“ zugrunde liegt.

    Harry, du schreibst: „Gibt es tatsächlich kein Entrinnen von diesem Gesetz? Doch! Ganz einfach, in dem die Warenproduktion zunächst von Privatproduzenten und schließlich ganz abgeschaft wird. In einer kommunistischen Produktionsweise bliebe dann vom Wertgesetz der Warenproduktion nur noch ein dürftiger Rest übrig, nämlich der auch dann noch zu berechnende gesellschaftliche Zeitaufwand zur Produktion der benötigten Gebrauchsgüter. In diesen wäre dann auch ihr “Wert”, d.h. ihr Tauschwert endgültig verschwunden.“

    Da steckt doch ein Widerspruch in sich drin. Handelt es sich denn bei den „benötigten Gebrauchsgütern“ etwa nicht mehr um Waren, die — wie auch immer — produziert werden müssen?

    http://www.mlwerke.de/st/st_285.htm Stalin:
    „Man sagt, das Wertgesetz sei ein ständiges, für alle historischen Entwicklungsperioden unerläßliches Gesetz, und wenn das Wertgesetz in der Periode der zweiten Phase der kommunistischen Gesellschaft auch als Regulator der Tauschbeziehungen außer Kraft trete, so werde es in dieser Entwicklungsphase als Regulator der Beziehungen zwischen den verschiedenen Produktionszweigen, als Regulator für die Verteilung der Arbeit zwischen den Produktionszweigen in Kraft bleiben.

    Das ist absolut falsch.

    Wenn das aber falsch ist, so ist eben das Wertgesetz KEIN unerläßliches und damit „objektives“ Gesetz!

    „Der Wert ist ebenso wie das Wertgesetz eine historische Kategorie, die mit dem Bestehen der Warenproduktion zusammenhängt. Verschwindet die Warenproduktion, so verschwinden auch der Wert mit seinen Formen und das Wertgesetz.

    In der zweiten Phase der kommunistischen Gesellschaft wird die für die Herstellung der Erzeugnisse aufgewandte Arbeit nicht auf Umwegen, nicht vermittels des Werts und seiner Formen gemessen werden, wie es bei der Warenproduktion der Fall ist,

    sondern direkt und unmittelbar, durch die Menge der Zeit, durch die Zahl der Stunden, die die Herstellung der Erzeugnisse in Anspruch genommen hat.

    Was die Verteilung der Arbeit angeht, so wird die Verteilung der Arbeit zwischen den Produktionszweigen nicht durch das Wertgesetz reguliert werden, das zu jener Zeit nicht mehr in Kraft sein wird, sondern durch den wachsenden Bedarf der Gesellschaft an Erzeugnissen. Das wird eine Gesellschaft sein, wo die Produktion durch den Bedarf der Gesellschaft reguliert werden wird und wo die Erfassung des Bedarfs der Gesellschaft für die Planungsorgane erstrangige Bedeutung gewinnen wird.“

    [Da ich nicht weiß, ob es sich bei „Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR (Auszüge)“ um einen allgemein verständlichen Vortrag handelte — so liest sich der Text jedenfalls — war das sicher nicht als eine wissenschaftliche Abhandlung über Ökonomie gedacht. Ansonsten gilt ja: „hergestellte Erzeugnisse“ = „produzierte Waren“, weshalb ich aus dem Text ableite, dass Stalin damit auf den fundamentalen Unterschied „kapitalistischer“ Denke („produzieren, um des Produzierens willen“) und sozialistischer Denkweise (herstellen aufgrund gesellschaftlichen Bedarfs und Notwendigkeit, wie er es an dem Beispiel „Leichtindustrie“ versus „Schwerindustrie“ verdeutlicht hatte:

    Völlig falsch ist auch die Behauptung, daß das Wertgesetz bei unserem heutigen ökonomischen System, in der ersten Entwicklungsphase der kommunistischen Gesellschaft, die „Proportionen“ reguliert, in denen sich die Arbeit auf die verschiedenen Produktionszweige verteilt. Würde das stimmen, so wäre es unbegreiflich, warum man bei uns die Leichtindustrie als rentabelste Industrie nicht mit aller Macht entwickelt, warum man sie nicht vor der Schwerindustrie bevorzugt, die häufig weniger rentabel und manchmal auch völlig unrentabel ist.

    Würde das stimmen, so wäre es unbegreiflich, warum man bei uns eine Reihe vorläufig noch unrentabler Betriebe der Schwerindustrie, wo die Arbeit der Arbeiter nicht den „gebührenden Nutzeffekt“ zeitigt, nicht schließt und nicht neue Betriebe der unbedingt rentablen Leichtindustrie eröffnet, wo die Arbeit der Arbeiter einen „größeren Nutzeffekt“ zeitigen könnte.

    Würde das stimmen, so wäre es unbegreiflich, warum man bei uns die Arbeiter aus wenig rentablen, wenn auch volkswirtschaftlich sehr notwendigen Betrieben nicht in rentablere Betriebe versetzt, laut dem Wertgesetz, das angeblich die „Proportionen reguliert“, in denen sich die Arbeit auf die Produktionszweige verteilt.

    ===> Mit meinen Worten, es besteht zwar kein (gesellschaftlicher) Bedarf an Schwerindustrie, die auch noch unrentabel ist und Ressourcen verschlingt, die besser anders einzusetzen wären, aber es besteht halt die (tragische) Notwendigkeit, diese Schwerindustrie (immer noch) haben zu müssen (… denn der Kapitalist nutzt diese, um Panzer gegen uns herzustellen und uns damit militärisch zu unterwerfen).]

    • sascha313 schreibt:

      Wikipedia und der bundesdeutsche Duden sind in ökonomischen Dingen u.a. keine seriösen Nachschlagewerke. Das brauchen wir hier nicht. Und wenn das Wertgesetz eben kein „ständiges, für alle historischen Entwicklungsperioden unerläßliches Gesetz“ ist, dann ist es – völlig logisch – überhaupt kein Gesetz, sondern nur eine „Kategorie“, wie etwa die Typklassen der Automobile, also ein Fetisch, weil ja das Auto auch ein Fetisch ist. Und damit ist es wiederum logisch (Stalin hat es ja gesagt), daß auch die ganze Schwerindustrie unnötig ist, weil sie Ressourcen verschlingt. Schluß damit! Auf diesem Niveau diskutieren wir hier nicht weiter!

  8. Harry 56 schreibt:

    Hi Georg, nochmals, aber nun zum letzten Male: Wann wird ein von Menschen hergestellter Gebrauchsgegenstand zu einer Ware? Was ist überhaupt eine Ware? Habe ich, wenn ich mir von einem Baum meines Gartens einen Spazierstock schnitze zum eigenen Gebrauch, oder diesen, nicht selbst verwendet, einem Nachbarn schenke, also einen Gebrauchsgegenstand mit einem bestimmten Gebrauchswert hergestellt habe, habe ich dann eine Ware hergestellt? Nein!

    Gebrauchgegenstände aller Art werden nicht automatisch von selbst zu Waren. Gebrauchsgegenstände werden erst zu Waren, wenn sie von einem Privatproduzenten auf eigene Rechnung für einen anderen potentiellen Nutzer, für einen bestimmten, konkreten gesellschaftlich Bedarf (manchmal aber nur für einen angenommenen, vermuteten Bedarf!) hergestellt werden. Wie kommt der mögliche Nutzer meines Gebrauchsgegenstandes mit einem bestimmten Gebrauchswert aber nun zu diesem zunächst doch ganz klar MIR GEHÖRENDEN Produkt, Gebrauchsgegenstand? Schenke ich es ihm wegen seiner schönen Augen oder warmen herzlichen Worte, gebe ich es ihm umsonst her? Natürlich nicht! Schließlich arbeite ich nicht umsonst, ich will ja auch leben! Alles klar soweit?

    Der mögliche Nutzer muss mir also im Tausch für mein Produkt, meinen Gebrauchswert etwa geben, und zwar mindestens soviel, dass sowohl meine Herstellungskosten als auch mein übriger Lebensunterhalt wenigstens gesichert sind. Was möchte ich also für mein Produkt, meinen Gebrauchsgegenstand von meinem Tauschpartner bzw. Käufer haben? Doch zumindest „ETWAS“, soviel, wie ich an Zeit und Geld, Aufwendungen in dieses reingesteckt habe. Diese Aufwendungen – Zeit, Geld, Material etc…. geben also meinem Produkt, meinem Gebrauchsgegenstand einen Gewissen WERT, TAUSCHWERT, welchen ich beim Austausch möglichst zu realisieren habe, wenn ich nicht bald wirtschaftlich untergehen möchte.

    Mein hübscher schöner, vielleicht auch sehr nützlicher Gebrauchsgegenstand hat also durch aus einen REALEN WERT, doch realisiert, zum Erscheinen kommt dieser sein realer Wert aber erst durch den realen Austausch mit einem „Produkt“, einem „Gegenstand“, in welkchen ein möglichst ebenbürderdiger Wert vorhanden ist. Tausche ich nun meinen Gebrauchsgegenstand mit einem anderen Gebrauchsgegenstand – oder GELD! – von weniger Wert, so wird der in meinem Gebrauchsgegenstand steckende WERT nicht voll realisiert, wird dieser entwertet. Hier kann man schon sehen, dass realer Wert und schließlich realisierter Wert von Gebrauchsgegenständen keinesfalls immer übereinstimmen müssen. Es kann gelegentlich mal so sein, i.d.R. aber werden Produkte eher mal über oder unter ihrem Wert ausgetauscht.

    Der Wert ist daher keinesfalls eine bloße Abstraktion, keine bloße Kategorie, kein „Fetisch“, sondern der hinter dem Rücken der Privatproduzenten tätige große, „Regulator“ aller „Bedürfnisbefriedigung“ – häufig aber eben nicht! – in einer kapitalistischen Ökonomie.

    Der Genosse Stalin diskutiert dagegen über das Wertgesetz in einer sozialistischen Gesellschaft mit einer sozialistischen Warenproduktion, wo also Gebrauchsgegenstände immer noch als Waren mit einem bestimmten Tauschwert, doch im großen Umfang bereits nicht mehr auf Privatrechnung von Privatproduzenten hergestellt werden, sondern teilweise schon auf gesamtgesellschaftliche Rechnung, teilweise auf genossenschaftliche (Genossenschaften = Sonderform des Privateigentums!), teilweise sogar noch in geringem Umfang auf privatwirtschaftliche – also unter verschiednen noch bestehenden EIGENTUMSFORMEN!

    Es sollte doch jedermann klar sein, dass das Wertgesetz im Soszialismus zwar immer noch wirkt und in gewissen Fällen auch noch „reguliert“, aber eben unter sehr starken Einschränkungen durch die planmäßige Tätigkeit eines sozialistischen Staates!

    Diese beiden Dinge einfach durcheinanderzuwürfeln ist entweder absolutes Nichtwissen, Unverständnis, oder aber wissenschaftliche, beinahe schon „Troll-mäßige“ Falschmünzerei!

    Sascha hat vollkommen recht, auf diesem „Niveau“ sollten wir nicht weiter dikutieren, denn es führt zu keinerlei Erkenntnissen!
    Reine Zeitverschwendung…….

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