Der Feind ist zynisch und schlau…

Wer aber ist der Feind? Und wo finden wir ihn? Woran kann man ihn erkennen?
Zugegeben, wir hätten uns gerne mit freundlicheren Themen befaßt, denn wir wissen:
„Auch der Haß gegen die Niedrigkeit verzerrt die Züge“ (Brecht). Doch wir haben die Gegensätzlichkeiten nicht gemacht. Wir haben die Feindschaft nicht herausgefordert, wir haben sie nicht hervorgebracht. Sie ist einfach da, und das nicht erst seit gestern. Diese Feindschaft hat tiefere Wurzeln.

Analysiert man die Struktur der bürgerlichen Gesellschaft, so wird man feststellen, daß diese Gesellschaft bis ins Mark gespalten ist. Das grundlegende Produktionsverhältnis dieser Gesellschaftsordnung besteht in der Ausbeutung des Proletariats durch eine Handvoll superreicher Imperialisten, in deren Händen sich die Produktionsmittel, die Maschinen und Betriebe, die Wälder und der Grundbesitz, die Aktien und die Immoblien befinden. Sie haben die Macht. Die Arbeiter hingegen besitzen nicht viel mehr als ihre Arbeitskraft, und die müssen sie verkaufen, um einigermaßen leben zu können. Obwohl sie die Majorität bilden, haben sie sich ihre Rechte auf ein menschenwürdiges Dasein stets hart erkämpfen müssen. Zwischen ihnen, also zwischen dem Proletariat und der Bourgeoisie, besteht ein tiefer, unversöhnlicher Gegensatz. Die Kommunisten sind „praktisch der entschiedenste, immer weitertreibende Teil der Arbeiterparteien aller Länder“ (Manifest der Kommunistischen Partei). Sie vertreten die Interessen des Proletariats. Der schlimmste Feind der Menschheit, sagte Walter Ulbricht im Jahre 1951, das ist der Imperialismus. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Der lebendige Kontakt zum Volke

Bereits im Jahre 1924 mahnte Stalin die Delegierten aus den Parteiorganisationen, nicht zu vergessen, daß die Kraft der Kommunisten, die Kraft unserer Partei darin besteht, den lebendigen Kontakt zwischen der Partei und den Millionenmassen der Parteilosen zu wahren. Denn je lebendiger dieser Kontakt ist, so sagte er, desto dauerhafter werden unsere Erfolge sein. Und noch einmal wiederholte er die unsterblichen Worte Lenins: „In der Volksmasse sind wir (die Kommunisten. J.St.) doch nur ein Tropfen im Meer, und wir können nur dann regieren, wenn wir das Bewußtsein des Volkes richtig zum Ausdruck bringen. Andernfalls wird die Kommunistische Partei nicht das Proletariat führen und das Proletariat nicht die Massen führen und die ganze Maschinerie wird zerfallen.“ [1]

Die Kommunisten im Visier der Bourgeoisie

Grenzer

Der Soldat einer Armee, die niemals einen Krieg führte…

So gesagt hatte es Lenin – und geschehen war es im Jahre 1989. Die DDR zerfiel und ihre Feinde triumphierten. Doch nicht nur wegen des fehlenden lebendigen Kontakts der Parteiführung zu den Volksmassen zerbrach die Deutsche Demokratische Republik, sondern auch und vor allem durch die ununterbrochene subversive oder öffentliche Einmischung der Feinde unserer Republik in unsere staatlichen Angelegenheiten. Es ist unmöglich, dies alles aufzuzählen. Auch die Massenmedien der BRD hatten auf die Konterrevolution in der DDR einen großen Einfluß. Mit allen Mitteln versuchen sie, die Menschen zu beeinflussen und die Geschichte zu verfälschen. Und immer befand sich die Kommunistische Partei im feindlichen Visier. Heute trifft wieder zu, was Karl Liebknecht einmal sagte: „Der Feind steht im eigenen Land!“

Wer ist der Feind, der uns bedroht?

Diese Frage stellten Offiziere der Nationalen Volksarmee (NVA) den jungen Wehrpflichtigen der DDR. Auch heute ist diese Frage aktuell. Der Feind ist nicht der „weltweite „Terrorismus“ oder „der Islam“, nicht die Piraterie an der ostafrikanischen Küste, nicht Ghaddafi, nicht Assad. Es sind nicht die „Schurkenstaaten“, die angeblich unsere „Freiheit“ bedrohen, wie lügnerische Freiheitsprediger verkündigen. Nein! „Es sind die gleichen Kräfte, die schon zweimal von deutschem Boden aus das Feuer eines Weltkrieges gelegt haben. Sie haben ihre Niederlagen nicht verwinden können, und sie versuchen seit Jahren, die Flammen eines neuen Krieges anzublasen. Es sind die aggressivsten und reaktionärsten Kreise des westdeutschen Monopolkapitals. Von ihnen geht die Hauptgefahr für den Frieden in Europa aus.“ Sie konnten und wollten sich um keinen Preis mit der Existenz des sozialistischen deutschen Staates abfinden. Sie wollten endlich die Deutsche Demokratische Republik unter ihr staatsmonopolistisches Herrschaftssystem zwingen, um sich an unseres Volkes Eigentum gesundzustoßen“ und „um von hier aus weiter gen Osten marschieren zu können. … Deshalb sind sie überall in der Welt mit von der Partie, wo die amerikanischen Globalstrategen Kriegsbrände legen.“ [2] Soweit das Zitat aus einem Büchlein für Soldaten der NVA! Und nun noch ein paar Tatsachen, die das noch unterstreichen:

Bewachte Staatsgrenzen

„Überall in der Welt werden Landesgrenzen bewacht und zweifellos dort um so gewissenhafter, wo Nachbarschaft nicht mit Freundschaft gleichgesetzt werden kann. Aber selbst zwischen zwei immerhin relativ befreundeten Staaten wie den USA und Mexiko gilt der Grenzsicherung beträchtliche Aufmerksamkeit, die mit viel Aufwand verbunden ist. So wußte die in der BRD erscheinende Illustrierte »Stern« am 11. April 1979 zu berichten: »Überall dort im Gelände hat die Border-Patrol hochempfindliche Sensoren in der Erde vergraben, die bei geringster Erschütterung Meldung an den Stützpunkt geben. Über Funk wurde ‚Foxtrott’, einer der beiden Hubschrauber, die hier nachts Patrouille fliegen, zum Planquadrat ‚East 11’ beordert. Und über Funk rief ‚Foxtrott’ dann die Kollegen in den Jeeps herbei, nachdem er die Gruppe unten im Spring Canyon gefunden hatte… Abend für Abend, kaum daß es dunkel ist, beginnt in Chula Vista der Menschenfang.«

Schleuserbanden in Berlin

Tatort

Skizze vom Tatort des Verbrechens

Die Herausforderung an den Grenzen der DDR zu Westberlin und zur BRD wurde auf vielfache Weise betrieben und forciert. Im Juli 1964 suchten für solche Herausforderung angeworbene Westberliner Studenten zusätzliche Geldgeber für einen »Tunnelbau«, mit dem die Grenze zur DDR untergraben werden und nach ihrer Sicherung am 13.August 1961 wieder durchlässig gemacht werden sollte. Der Zeitpunkt des Vorhabens ist von Belang, weil er in die Periode der ersten Verhandlungen zwischen dem Senat von Westberlin und der Regierung der DDR über ein Passierscheinabkommen fällt. Die Studenten fanden nicht nur Finanziers, ihnen wurde auch versichert: Die Rückendeckung, die jede Gefahr ausschließt, wird von »höchsten Stellen« garantiert. Im Oktober wußte die »Frankfurter Rundschau« zu vermelden: »Das Polizeipräsidium teilte mit, daß es zwar alle Einzelheiten des Unternehmens kenne, sie aber aus politischen Gründen« nicht mitteilen dürfe.«

DDR-Grenzsoldaten heimtückisch ermordet

Das »Unternehmen« wurde zum Mord! Am 5. Oktober 1964 — 48 Stunden vor den Feiern zum 15. Jahrestag der Gründung der DDR — hatte der Unteroffizier Egon Schultz in der Strelitzer Straße der Hauptstadt der DDR den gegrabenen Tunnel entdeckt. Sekunden später wurde er erschossen. Am Tatort fand man eine Pistole und Gasmasken aus Westberliner Beständen. Und das Polizeipräsidium bestätigte, informiert gewesen zu sein. Egon Schultz hatte das Lehrerbildungsinstitut in Putbus besucht und dann als Unterstufenlehrer an der 2. Oberschule in Rostock gearbeitet. Während seiner Dienstzeit bei den Grenztruppen der DDR besuchte er im Urlaub oft seine in Rostock lebenden Eltern und erschien dann meist auch in der Schule. »Kann ich mal eine Stunde geben?« pflegte er dann die Studienrätin Martha Kröplin, die seine Klasse übernommen hatte, zu fragen. Am Morgen nach seiner Ermordung hielten seine Schüler Ehrenwache vor seinem mit vielen Blumen geschmückten Bild in der Halle der Schule.

ermordet

»Neues Deutschland« vom 4.Dezember 1976

Bereits zwei Jahre zuvor war der 20jährige Reinhold Huhn im Grenzabschnitt Jerusalemer Straße – zu Füßen des Hochhauses, das der Springer-Konzern hart an der Grenze hatte errichten lassen – ums Leben gekommen. Am 18. Juni 1962 hatte er gegen 18.50 Uhr einen Tunnelschacht entdeckt. Als er gemeinsam mit Genossen seines Kommandos den Stollen untersuchen wollte, wurden sie überfallen und aus kürzester Entfernung mit Kugeln überschüttet. Reinhold Huhn starb im Feuerhagel. Er hatte im vogtländischen Syrau Rinderzüchter gelernt, dann als Schweizer auf dem volkseigenen Gut gearbeitet und wollte nach seinem Ehrendienst das Meisterstudium der Rinderzucht beginnen. Ein Leben voller Pläne und Hoffnungen. In seinem Schrank fand man das Buch, in dem er gelesen hatte, bevor er zu seinem Wachdienst aufgebrochen war – »Olga Benario«, das Schicksal einer tapferen Frau, die dem Faschismus bis zur letzten Stunde getrotzt hatte. Viele Jahre ihrer schweren Haft hatte sie im braunen Berlin verbracht.

Westberliner Polizisten als Mordschützen

Am Morgen seines letzten Tages hatte man Reinhold Huhn und seine Genossen ausgezeichnet: »Beste Gruppe im Peter-Göring-Aufgebot.« (»Neues Deutschland«, 20. Juni 1962.) Peter Göring war 26 Tage vor dem Mord an Reinhold Huhn umgebracht worden. Am Morgen nach der Bluttat an Peter Göring hatte der Innenminister der DDR einen Brief an den Bürgermeister von Berlin-West gerichtet, in dem es hieß:

»Ein außerordentlich ernstes Vorkommnis gibt mir erneut Veranlassung, mich an Sie – den Verantwortlichen für die Westberliner Polizei – zu wenden. Am 23. Mai 1962, gegen 17 Uhr, wurden im Raum Scharnhorststraße Grenzpolizisten der Deutschen Demokratischen Republik von Westberliner Seite aus beschossen. Dabei wurden in Ausübung ihres Dienstes… ein Angehöriger der Grenzsicherungsorgane ermordet und ein weiterer schwer verletzt. Es ist einwandfrei erwiesen, daß es sich bei den Mordschützen um Westberliner Polizisten handelt, die zur Deckung einer gewaltamen Verletzung der Staatsgrenze der Deutschen Demokratischen Republik einen Feuerüberfall auf die dortigen Grenzpolizisten verübten.« (»Neues Deutschland«, 26.Mai 1962)“ [3]


grenzsoldaten(Daran will sich in den Massenmedien der BRD heute keiner mehr erinnern. Stattdessen finanziert die BRD-Regierung mit 500.000 Euro ein „Forschungsvorhaben“ über die „Mauertoten“. Was soll dabei herauskommen? Es war bekannt, daß die Staatsgrenze der DDR bewacht wurde und ein illegales Überschreiten der Grenze verboten war. Die Motive der Grenzverletzer waren unterschiedlich. Neben den typischen Provokationen von westlicher Seite, waren es meist Straftäter, die sich ihrer Verfolgung durch die DDR-Justiz entziehen wollten. Aber es gab auch andere. Der Weserkurier schrieb beispielsweise am 25.5.1962 unter der Überschrift „Fliehender Zonen-Grenzpolizist erschoß seinen Kameraden“: „Der 18-jährige … benutzte die Gelegenheit, seinem ahnungslosen Begleiter von hinten eine Geschoßgarbe aus der Maschinenpistole in den Rücken zu feuern. Als Motiv für seine Tat gab er an, daß ihm der Dienst bei seiner Einheit zu langweilig und das Essen zu schlecht gewesen sei.“ Dieser Mörder aus dem Jahre 1962 ist damals ebensowenig an die DDR ausgeliefert worden, wie der Doppelmörder Weinhold aus dem Jahre 1975. Bei Weinholds erstem Freispruch vor einem westdeutschen Gericht wurde johlend applaudiert…)

Aus dem Arsenal der Fälscher

brieffälschung

Gefälschtes Schreiben an dänische Handelspartner, mit dem ein Vertrag „aufgeschoben“ werden sollte

„Am Morgen des 28. Januar 1955 ging im schwedischen Außenhandelsministerium ein Brief ein, der als Absender den Minister für Außenhandel und innerdeutschen Handel der Deutschen Demokratischen Republik auswies. Der Brief wurde dem zuständigen Referat zugeleitet, dort geöffnet und mit einigem Erstaunen gelesen. Danach wurde der Minister der Regierung des Königreichs Schweden davon in Kenntnis gesetzt, daß die DDR ihr Außenhandelsabkommen mit Schweden, das erst am 11. Dezember 1954 nach längeren Verhandlungen unterzeichnet worden war, bereits wieder gekündigt hatte.“ [4]

Eine oberfaule Fluchtgeschichte

In den fast vier Jahrzehnten DDR verging buchstäblich nicht ein einziger Tag ohne eine Fälschung oder Lügengeschichte, eine Provokation oder einen Betrug zum Nachteil des Volkseigentums, eine Spionageaffäre oder einen Mord an DDR-Grenzsoldaten, der nicht vom Westen organisiert worden war. Eberhard Heinrich und Klaus Ullrich beschreiben das folgende westliche Lügenmärchen: „Im Juli 1959 meldete das in Hamburg erscheinende Magazin »Der Spiegel« die Geschichte eines DDR-Offiziers, der nach dramatischer Flucht »schweißtriefend Westberlin erreicht habe. Nicht einmal die simpelste Fachtermini der Nationalen Volksarmee beherrschte der »Flüchtling« — so beschrieb er ein nicht existierendes »Generalhauptquartier der NVA«, zitierte einen »Oberkommandierenden der Volksarmee«, und schließlich hatte der geheimnisvolle Offizier auch das Bild eines Generals mitgebracht. Allerdings stimmte der Name nicht. Einziges Anliegen dieser Story: die NVA als eine »Angriffsarmee« zu deklarieren.“

Die „wahnsinnigen“ Bauern in der DDR (vulgo: Ostzone)

Bekanntlich haben Lügen kurze Beine, das Gedächtnis der Menschen aber auch. Hier nun eine weitere westliche Erfindung: „1960 widmete man sich wieder mit besonderer Aufmerksamkeit der Landwirtschaft. Im »Tag« war am 20. März zu lesen: »In dem Ort Domsdorf bei Forst verübte eine Bäuerin Selbstmord. Aus Noßdorf… mußte ein Bauer mit einem Nervenzusammenbruch ins Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Bauer kam in eine Nervenheilanstalt. In Noßdorf wurden die Bauern mit Vorliebe in den späten Abendstunden in das Gemeindebüro bestellt.« Fakt war: Kein Selbstmord in Domsdorf, kein Nervenzusammenbruch in Noßdorf, keine am Abend ins Gemeindebüro bestellten Bauern, dieweil Noßdorf als Ortsteil der Stadt Forst über kein Gemeindebüro verfügte.“

Alles ist grau in grau…

Weiter: „Inzwischen hatte die DDR am 13. August ihre Grenzen gesichert, und am 26. September gab ein Matthias Waiden im Fernsehen die Losung aus: »Geistige Aggression!« Im »Tagesspiegel« konnte man folgenden Bericht aus Gotha lesen: »Der Verkehr tropft nur spärlich durch die dünnen Adern der Landstraßen. Aber auf dem Pflaster drinnen in den Städten machen altmodische Autos einen Höllenspektakel. Doch in den Wohnstraßen, wo der Regen den Asphalt längst ausgewaschen hat, in Gassen mit rostigen Gaslaternenstümpfen ist es ruhig. Dort fährt kein Auto und – gottlob – parkt auch keines. Keine Petunien biühen mehr von den Fensterstöcken, wie es früher war.« …“

Magdeburg straße
Karl-Marx-Straße in Magdeburg – Alltag in der DDR

Faustdicke Lügen — schlimmer als bei Goebbels…

Auch bekannte DDR-Schriftsteller blieben von Verleumdungen nicht verschont: „Im September 1967 meldete das ebenfalls inzwischen auf dem Zeitungsfriedhof gelandete Westberliner Boulevardblatt »nacht-depesche«: »Dem Schriftsteller Arnold Zweig wurde von den DDR-Behörden die Pension gestrichen. Das wurde jetzt durch einen Brief Zweigs bekannt, den er an ein befreundetes Ehepaar in Israel gerichtet hat. Der Schriftsteller teilte darin mit, der Grund liege in seiner Weigerung, dem Ansuchen der Ostberliner Kommunisten nachzukommen, seinen Namen für eine ideologische Kampagne gegen Israel herzugeben.« Zwei Tage später hatte sich der Zeitungscäsar Axel Springer des »Falles« angenommen. Seine »Morgenpost« schrieb: »Arnold Zweig, der international renommierteste Schriftsteller der Zone, hat sich jetzt auf dramatische Weise vom SED-Regime losgesagt. In einem leidenschaftlichen Brief an den israelischen Schriftstellerverband schrieb Arnold Zweig: ‚Das Leben in der Deutschen Demokratischen Republik ist die Hölle…, sollen sie mich erschießen, wenn sie es wagen.‘ Der konsequente und mutige Ausbruch des 8Ojährigen Bruders von Stefan Zweig aus der Literaturfront Ulbrichts bedeutet nach Ansicht politischer Beobachter eine beispiellose Blamage des SED-Regimes vor der internationalen Kulturwelt.«

arnold zweigDazu Arnold Zweig – übrigens kein Bruder Stefan Zweigs, was in halbwegs gebildeten Kreisen bekannt ist – in einer Erklärung: »Noch niemals, selbst nicht im braunen Reich des Herrn Goebbels sind derart faustdicke Lügen über mich verbreitet worden. Jedes Wort, selbst die Interpunktionszeichen sind erfunden. Seit Jahren habe ich erklärt, daß ich mich nirgendwo so heimisch fühle wie in der Deutschen Demokratischen Republik.« 24 Stunden später focht die »Morgenpost« im Rückwärtsgang: »In unserer gestrigen Ausgabe ist uns ein bedauerlicher Fehler unterlaufen. Selbstverständlich sind Arnold Zweig und Stefan Zweig keine Brüder… Der israelische Botschafter in Deutschland äußerte sich zu der Vorgängen um Arnold Zweig zurückhaltend.« Es gab keinen Anlaß, sich anders zu äußern.“ [5]

Quellen:
[1] W.I. Lenin: Politischer Bericht des ZK der KPR( B ) 27.3.1922, Ausgew. Werke in sechs Bänden, Bd.VI, S.561 (zitiert nach J. Stalin, Werke, Bd.6, S.279).
[2] Autorenkollektiv: Vom Sinn des Soldatseins, Deutscher Militärverlag, DDR, S.43.
[3] E.Heinrich/K.Ullrich: Befehdet seit dem ersten Tag, Dietz Verlag Berlin, 1981, S.49-56
[4] ebd., S.150f.
[5] ebd., S.164-167.
Zeichnung: Kurt Zimmermann (NPT)

Siehe auch:
Erfahrungen an der Grenze
13. August 1961 – Sicherung der Staatsgrenze der DDR
Unschuldig verurteilt: Ein politischer Prozeß der BRD gegen einen DDR-General

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