Geschichte der DDR: Von einem, der zwei Gesichter hatte…

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…eine Kleinstadt in der DDR

Gerade mal zehn Jahre waren seit der Zerschlagung des Hitlerfaschismus vergangen.  Für die Völker Europas und für Millionen Deutsche war es eine Befreiung gewesen, eine riesige Erleichterung ging durch Europa, denn nichts hatten sie sich sehnlicher gewünscht, als daß endlich Friede werde. Mit ihrem unendlich opferreichen und doch so grandiosen Sieg hatte die Sowjetunion den Menschen Mut gemacht, hatte ihnen den Weg in eine helle Zukunft gewiesen. Es wurde Licht am Ende des Tunnels! Nun konnten die Menschen endlich wieder aufatmen, konnten offen ihre Meinung sagen. Sie begannen, die Trümmer beiseite zu räumen und sie packten mit an, als es darum ging, den Sozialismus aufzubauen. Doch schwierig war der Anfang. Es gab auch Menschen mit zwei Gesichtern, Menschen die diese Freiheit mißbrauchten, um gegen den Willen des Volkes zum Sturz der gewählten Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) aufzuhetzen…

In der DDR hatte die Arbeiterklasse die Macht ergiffen. Die Nazi-Bonzen, die Kriegsverbrecher, die Fürsten und Industriebarone, die Großgrundbesitzer und anderes Gesindel waren enteignet worden.  Das Privateigentum an den Produktionsmitteln wurde zu Volkseigentum. Endlich war die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt. Einerseits gab es nun einen großen Enthusiasmus, millionenfache Zustimmung zur Politik der Partei der Arbeiterklasse, andererseits aber gab es auch Zögernde, Zweifler, Unehrliche und Menschen mit zweierlei Gesichtern. Noch immer spukte der braune Ungeist in einigen Köpfen herum. Heuchelei und übertriebener Eifer zeigte sich bei denen, die etwas zu verbergen hatten. Nicht immer war es einfach, einen Menschen zu durchschauen, der sich nach außen hin loyal zu unserem sozialistischen Staat verhielt, in Wirklichkeit aber zu dessen erbitterten Feinden gehörte. In einem Gerichtsbericht einer Zeitung aus dem Jahre 1955 war folgendes zu lesen:

(Vw) Erich Grüner aus Kunsdorf bei Schleiz, war seit 1933 NSDAP-Mitglied und strammer SA-Mann. Etwas zu lernen, daran lag ihm weniger. Er mußte deshalb 1930 sein kleines Malergeschäft aufgeben, weil er keine Meisterprüfung abgelegt hatte; er ar­beitete dann bis zum Kriege als Gehilfe.

Als er 1948 aus englischer Gefangenschaft zurückkam, machte ihm niemand einen Vorwurf wegen seiner faschistischen Vergangenheit. Ohne jede Schwierigkeit durfte er wieder ein Malergeschäft eröffnen, erhielt wieder Aufträge von der Gemeinde, und sein Geschäft ging so gut, daß er neue Arbeitskräfte einstellen konnte, sein Monatseinkommen betrug ca.600 DM. Er konnte also mit seiner Frau Anita behaglich und ohne Sorgen leben.

Ein fortschrittlicher Mensch?

Man sollte glauben, daß er mit diesem Leben zufrieden und unserem Arbeiter- und-Bauern-Staat dankbar gewesen wäre, der ihm trotz seiner Vergangenheit so gute Lebensbedingungen bot. Auf den ersten Blick erschien es auch so. Meister Grüner machte seine Arbeit, führte Aufträge ordentlich aus, gab sich auch als fortschrittlicher Mensch, indem er jeden Monat einen kleinen Betrag für die Volkssolidarität spendete, gab auch mal ein paar Mark für eine Kinderkrippe oder zu anderen nützlichen Zwecken. Zur Volksbefragung oder zu den Volkswahlen stellte er der Gemeinde sogar kostenlos, Transpa­rente und Losungen zur Verfügung.

Eine braune Gesinnung

Im Herzen war er aber der alte Faschist geblieben, der er schon immer war, und damit ein Feind unserer de­mokratischen Entwicklung. Sein fort­schrittliches Gehabe war nichts als Tarnung, um seinen Haß, seine Feind­schaft gegen die Deutsche Demokra­tische Republik zu verbergen. An­fangs getraute er sich allerdings nur in Kreisen gleichgesinnter oder solcher Menschen, die er dafür hielt, sei­nem Naziherzen Luft zu machen. Da schimpfte und hetzte er in wüsten Ausdrücken gegen unseren Staat und unsere Regierung, verleumdete in ge­hässigster Weise führende Funktio­näre, auch der Sowjetunion und der Volksdemokratien, durch erfundene und erlogene Behauptungen.

Horrorgeschichten über die DDR

Klar, daß er eifrig die Hetzsendun­gen des RIAS abhörte und die Lügen dieser Amizentrale fleißig weiterver­breitete. Klar, daß er auch in Briefen an seinen Bruder in Westdeutschland und bei einem Besuch im „goldenen Westen“ über sein trauriges Leben bei uns jammerte, völlig entstellte und verlogene Schilderungeu über die Lebensverhältnisse in der DDR, über die Tätigkeit der demokratischen Par­teien und über manches andere gab. In englischer Gefangenschaft hätte er es angeblich viel besser gehabt als jetzt zu Hause in Kunsdorf.

Aufruf zum Sturz der Regierung

Als am 11. Juni 1953 faschistische Provokateure zu putschen versuchten, glaubte er seine Z.eit gekommen. Er stellte sich voll und ganz auf die Seite der faschistischen Rowdys. „Jetzt wird die Regierung gestürzt, jetzt haben ‚wir‘ wieder etwas zu sagen“, das waren seine Worte und er be­teiligte sich aktiv an den verbreche­rischen Machenscheften, fertigte Hetz­flugblätter an und befestigte sie an den Ortsausgängen. Darin forderte er zum Sturz der Regierung und zur Be­seitigung der bestehenden Ordnung auf. Ende 1953 beschaffte er sich Flugblätter des Ostbüros der SPD. Auch diese Schmierblätter enthielten Hetzereden gegen die DDR. Die Bauern wurden darin aufgefordert, nicht in die LPG einzutreten, son­dern die LPG-Bildung zu bekämpfen. Grüner legte diese Hetzblätter im Dorf aus, so daß sie von den Bauem gefunden werden mußten.

Staatsfeindliche Hetze

Wir sprachen schon davon, daß er zur Volksbefragung und zu den Volkswahlen kostenlos Transparente und Losungen herstellte. Als er aber zu einem Aussprecheabend über die Volksbefragung aufgefordert wurde, ging er nicht hin, sondern ließ bei offenem Fenster den RlAS seine Hetz­parolen mit größter Lautstärke ins Dorf posaunen, um den Aussprache­abend zu stören und dle Bevölkerung davon abzuhalten, Ihre Stimme Iür den Frieden zu geben. Vor den Wah­len im Jahre 1954 fing er in den Wirtshäusern politische Diskussionen an, schimpfte auf die Regierung und forderte die Anwesenden auf, nicht zur Wahl zu gehen. Mitglieder der Regierung nannte er Verbrecher und Gauner, die versehwinden müßten.

Sklavenhaltermentalität und Haß auf den Staat

Am wenigsten paßte es ihm, daß er in unserem Staate mit seinen Arbei­tern nicht umgehen konnte, wie er wollte. Sein Lehrling sollte nach Feierabend noch die Werkstatt sau­bermachen. Als er das ablehnte, wollte er ihn verprügeln. Der Lehr­ling beschwerte sich bei seiner Gewerkschaft und Meister Grüner erhielt eine Verwarnung. Darüber geriet er so in Wut, daß er einem Gewerk­schaftsfunktionär zuschrie: „Warte nur, wenn es andersrum kommt, bist du der erste, der aufgehängt wird!“ Auf das „Andersrumkommen“ wartete er anscheinend jeden Tag, denn auch auf einen Gemeindevertreter, der aus einer Sitzung kam, fuhr er los mit der Drohung: „Du Lump, du Strolch, du machst die Gesetze, du wirst aufgehängt, wenn es andersrum kommt! Es ist bald soweit!“

Die gerechte Strafe

Anders ist es allerdings gekommen, anders jedenfalls als er dachte: Er landete vor den Schranken des Ge­richts, um sich für fortgesetzte Mord­- und Boykotthetze, Propaganda für Faschismus und Militarismus zu ver­antworten, durch die er den Frieden des deutschen Volkes und der Welt gefährdet hat. Er erhielt seine ge­rechte Strafe, 4½ Jahre Zuchthaus, und hat so Gelegenheit, seine über­schüssige Kraft zu nützlicher Arbeit zu verwenden, die er bisher so sinn­los zu Hetze und Pöpeleien verschwendet hat. Jeder aber, der so wie Grüner da­von träumt, daß unser Arbeiter- und­ Bauernstaat auf schwachen Füßen steht und daß man ungestraft an sei­nem Sturz arbeiten kann, den werden unsere Staatsorgane mit Hilfe der Bevölkerung zu einem ebensolchen Erwachen verhelfen, wie dem Meister Grüner.

Quelle: Volkswacht, Freitag, den 16. September 1955 /Nr.217. (Zwischenüberschriften eingefügt, N.G.) … und wer den Originaltext haben will, hier ist eine Kopie: Volkswacht

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9 Antworten zu Geschichte der DDR: Von einem, der zwei Gesichter hatte…

  1. prkreuznach schreibt:

    Jetzt ist es andersherum gekommen. Es hat nur etwas länger gedauert. Nun geben sich diese Typen als „Opfer“ aus und sind nun die Sieger der Geschichte.

    • sascha313 schreibt:

      Petra, sie sind nicht die „Sieger der Geschichte“, sie sind die Banditen, denen es gelungen ist, das Rad der Geschichte für eine Weile aufzuhalten. Aber Du siehst, wohin das führt. Kleine Betrüger erfinden Opferstories über ihr achso trauriges Leben in der DDR, über ihre angeblich so „dunkle Zeit“ (wo sie doch ein „so helles, fröhliches Herz bewahrt“ haben). Und große Betrüger machen Milliardenprofite, indem sie die Umwelt vergiften, ganze Völker terrorisieren, abschlachten und aus ihrer Heimat vertreiben. Das ist kein Sieg – das sind Verbrechen an der Menschheit. Und das ist nicht (nur) deren kleine, schmutzige Schuld, sondern ein historisch-gesetzmäßiger Prozeß, in dessen Ergebis die Geschichte eines Tages ihr Urteil fällen wird. Mögen sie heute noch davonkommen, künftige Generationen werden härter urteilen! Der Sozialismus wird kommen!

      • prkreuznach schreibt:

        Sascha, ich bin nun mal pessimistisch eingestellt. In unserem Leben wird sich ohnehin nichts ändern. Ich denke, dass es eher schlechter wird und rechte Kräfte die Oberhand gewinnen. Erst wenn diese irgendwann scheitern, ist die Chance für einen neuen Sozialismus in Europa gekommen. Andererseits kann die Barbarei für immer siegen und die Menschheit löscht sich selbst aus. Doch es ist müßig darüber zu spekulieren.

      • sascha313 schreibt:

        Da bist Du nicht die einzige. Doch wenn Du (oder wer auch immer) überhaupt etwas in Deinem Leben ändern willst, mußt Du an die Zukunft glauben. Das Fatale am Kapitalismus ist ja gerade, daß er den Menschen zuerst die Zuversicht raubt, und sie dann dadurch auch wehrlos und willenlos macht! Alleine schafft man das nie. Da hätte Lenin die Flinte gleich ins Korn schmeißen können; Stalin auch, als er sah, daß die Nazis überall eindrangen…

      • prkreuznach schreibt:

        Sascha, du hast ja recht. Wehren tue ich mich schon, soweit es im heutigen Rahmen möglich ist. Ich nehme auch an Aktionen teil, was aktuelle Probleme betrifft. So dass man zumindest zur Linderung des derzeitigen Systems beiträgt. Viele der an solchen Aktionen Beteiligten wollen aber keine wirkliche Änderung. Sie glauben, es genügt, wenn der Kapitalismus gelindert wird.

        Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, in meinem bescheidenen Rahmen, etwas gegen die Geschichtsfälschung zu tun. Mit meiner Website „Die Trommler“ http://www.die-trommler.net erkläre ich der jungen Generation die DDR. In meinem Blog „Die Trommler-Archiv“ werden alle Beiträge aus den vergangenen Ausgaben „Die Trommler“ gesammelt und können dort auch kommentiert werden.https://dietrommlerarchiv.wordpress.com

        Außerdem betreibe ich die Website „Wir wollen die DDR2.0“, welche ich gemeinsam mit einem Facebook-Freund gegründet habe. http://www.wirwollendieddr2-0.net und auch zu einem unerfreulichen Kapitel der DDR-Geschichte, dass ich nicht den antikommunistischen Hetzern überlassen will, dem Aufnahmeheim Röntgental, betreibe ich eine Website. http://www.aufnahmeheimroentgental.net. Sascha, Du hast mal auf der alten Website zu Röntgental einen Kommentar hinterlassen. Da ich den Webseiten-Anbieter gewechselt habe, ist diese Seite neu gestaltet worden. Ebenso die Website „Wir wollen die DDR 2.0“.

        Das ist das, was ich in meinem bescheidenen Rahmen tun kann.

  2. rheinlander schreibt:

    Sehr guter Beitrag in Form eines spannenden, nachvollziehbaren Beispiels. Der sollte unbedingt bei youtube oder anderen Blogs verlinkt werden. Einzelbeispiele wirken zwar oft wie exotische AUSNAHMEFÄLLE oder auch zu platt, um Zusammenhänge zu erklären. Aber an diesem Beitrag wird klar, dass die DDR-Justiz sehr milde mit gewalttätigen Umstürzler verfahren ist. Ganz im Gegensatz dazu, was uns die USA / NATO-Presse in der BRD immer wieder eintrichtert. Und zum Gesamtzusammenhang: Gab es wirklich unschuldige Opfer oder „Menschenrechtsverletzungen“ in der DDR? Eher nicht, wenn man sich die Einzelbeispiele mal näher ansieht.

    Viele sogenannte Flüchtlinge waren Träumer, Asoziale, nette Individualisten, die schon nach kurzem BRD-Aufenthalt an Alkohol und Obdachlosigkeit verreckt sind. Andere hatten in der BRD gute Arbeitsplätze bekommen, weil sie Arbeiterverräter waren. Eine sehr jämmerliche Qualifikation. Viele DDR Gegner erzählten: Ich durfte in der DDR nicht studieren. Als ob in der restlichen Welt, ALLE studieren und KEINER arbeiten braucht. Andere DDR Gegner erzählten: Ich war ja Kommunist, aber für viel mehr Freiheit und Menschenrechte. Diese Leute sind heute beim rechten Rand der CDU, mögen den Polizeistaat, gehen zu Pegida, finden die Todesstrafe und die Knastdichte in USA toll.

    Wo sind überhaupt die angeblichen demokratischen, humanen Kommunisten der damaligen Konterrevolution? Die hatten doch sicher Biographien?

    Kurz: Du könntest doch sicher 1) Beispiele wie diesen Artikel unter einem Stichwort / tag „Unrecht DDR“ bringen. 2) Übrigens: Fast alle der klagenden Ossis – bis auf einen – haben mir gegenüber zugegeben, dass sie in der DDR in böser Absicht Mist gebaut haben. 3) Ergebnis wäre, das Horrormärchen über den Unrechtsstaat zu widerlegen

    • sascha313 schreibt:

      DDR-Journalisten waren eben noch echte Wahrheitsberichterstatter, keine so zynischen Lügner, wie das Pack der bürgerlichen Zeitungsschmierfinken…

      Man ist geneigt, den Lügen dieser DDR-Feinde zu glauben. Warum? Weil sie eine riesige Medien-Aufmerksamkeit erfahren, weil ihre weinerlich-rührenden Geschichten so traurig klingen. Schamlos lügen sie das Blaue vom Himmel herunter, Goebbels würde vor Neid erblassen. Der Ober-Lügner Solzhenizyn hat es vorgemacht…

      • Harry 56 schreibt:

        Ich, meine Wenigkeit ist der festen Überzeugung, dass wir uns nicht ewig und 3 Tage wie alte Tattergreise in der Vergangenheit verlieren, dort weinerlich Trost suchen sollten.
        Wir sollten uns auch nicht ewig und 3 Tage mit dem schier unendlichen Lügenmüll, all den endlosen Verdrehungen und Verschweigens aller dieser schon nach Legionen zählenden Medienbüttel, Medienhuren, Verbildungs-Profis, psychologischen Kriegsführern des Imperialismus völlig sinnlos, letzlich keinesfalls zielführend, auseinandersetzen.
        Dies gilt auch für das von „interssierten“ Kreisen immer wieder aufgeworfene, mal immer wieder hoch- und aufgekochte „Faschismus“ – Geschwafel.

        Bei allem Geschwätz über die Vergangenheit geht es meistens, im Grundew überhaupt nicht um die wirkliche Wahrheit, um wirkliches Wissen um diese, sondern einzig und allein darum, eine entsprechend je nach „Konjunktur“ so oder auch mal so „aufgearbeitete“ Vergangenheit als Legitimation für die heutigen Herrschafts- und Machtverhältnisse auszunutzen.

        Wie sagte schon der Aufklärer VOLTAIRE so schön im 18.Jahrhundert?
        Auf die Frage, was Geschichte ist/sei, antwortete er: GESCHICHTE IST DIE ÜBEREINKUNFT ZU EINER LÜGE !

        Wir müssen uns daher immer wieder darüber klar sein, dass alle Hetzerei, alle Lügen über den zunächst verratenen, niedergerungenen Sozialismus IMMER die jetzige kapitalistische Ausbeuterei, alle damit begangenen HEUTIGEN imperialistischen Verbrechen beschönigen, irgendwie rechtfertigen soll.
        Nur ein einziges Beispiel: Die von Berufshetzern aller Grade und Bezeichnungen, aller möglicher „akademischer“Titel – oder völlig Verblödeten (also deren zumeist völlig unbedarften Opfern!) – oftmals aufgeworfene „Frage“ etwa, ob Hitler „schlimmer“ als Stalin war, oder umgekehrt Stalin doch „noch viel schlimmer“ („Millionenopfer“ des „Tyrannen“…)als Hitler war, ist in Wahrheit überhaupt keine ernstgemeinte Frage, sondern eine geschickt verborgene stille heuchlerische Affirmation aller HEUTIGEN Politik, aller HEUTIGEN Politik-Darsteller.

        DAS muss man meines Erachtens bei jedem Gespräch, bei jeder Diskussion über die Vergangenheit gleich zu Beginn ohne Wenns und Abers unmißverständlich klarstellen.
        Und dies gilt nicht nur für den Sozialismus, sondern auch für die Zeit davor, die verschiedensten faschistischen Regime in vielen europäischen Ländern, deren damalige Politik, die damaligen Herrschafts- und Machtinteressen der damaligen und bis heute eigentlich weitgehend kontinuierlichen Eliten. (Zur Abwechselung, aktuell bedingt, mal wieder unter „demokratischen“ Fähnchen)

        Ganz kurz gesagt, wer immer schreit, permanent verlogen „beweisen“ will, dass die UDSSR,
        die DDR „böse“ waren, sagte im Grunde immer nur, dass die USA, die BRD eben (doch!) „gut“, zumindest aber
        „besser“ seien, selbst wenn diese Länder, deren aktuelle Politik, deren Politikdarsteller oftmals nur rein heuchlerisch „kritisiert“ werden: „Merkel muss weg!“, „Merkels Flüchtlingspolitik ist…. „…… , „Wir müssen alle auf die Strasse gehen!“……
        Reines Kindergartengeschwätz, alle derartige „Forderungen“!

        Mein Rezept lautet nach all dem Gesagten, dass wir uns nur auf die wesentlichsten FAKTEN über den vormaligen Sozialismus konzentrieren sollten, und uns dann sehr schnell schnurstracks und fest entschlossen der HEUTIGEN realen Welt zuwenden sollten.

        Es gilt vor allem das HEUTE und MORGEN, es geht schließlich um UNSER aller Leben !

        In diesem Geiste beste soz. Grüße 🙂

  3. rheinlaender schreibt:

    Hallo und Danke Harry,
    1) ich finde das Beispiel in diesem Beitrag super, weil es für fast alle LÜGEN gegen die DDR steht. Das Konzept des Buches von Ralph Hartmann – Die DDR unterm Lügenberg – finde ich klasse, obwohl es inhaltlich eher zu sanft war und nicht viel neues brachte. Auf jeden Fall konnte ich so in persönlichen Gesprächen viele Lügen blosstellen. Und fast alle der Gesprächspartner sagen: Die DDR war ja gar nicht so schlecht.
    2) Es ist erwiesen, wenn Du sagst die Hetze gegen Stalin, Sozialismus oder DDR soll NUR sagen, wie toll doch der „demokratische“ Imperialismus / Kapitalismus ist.
    3) Wir haben bei einem Marx orientierten Soziologie- und Philosophie Lehrer gelernt, dass Kampfbegriffe wie Totalitarismus, Diktator nach dem zweiten Weltkrieg von USA und etablierten BRD Faschos extra geschaffen wurden, um die DDR schlecht zu machen und die abenteuerliche Unverschämtheit ROT=BRAUN in der BRD zu verbreiten. In allen anderen Länder – selbst in Israel – stieß dieser Schwachsinn auf totale Ablehnung.
    Heute werden diese unwissenschaftlichen Kampfbegriffe benutzt um Kriegspropaganda gegen gegen den „totalitären“ Staat XYZ zu verbreiten, damit man endlich den bösen „Diktator“ ZYX beseitigen kann, auch wenn es Millionen Tote gibt.
    Klar ist, dass nach dieser Gehirnwäsche viele Leute sagen: In Deutschland geht es uns ja echt gut.

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