W.Ulbricht: Warum Marxismus-Leninismus?

WeltzeituhrNur die wissenschaftliche Weltanschauung von Marx, Engels und Lenin ermöglicht es der Arbeiterklasse, den Kapitalismus zu überwinden. Anläßlich des 153. Geburtstages von Karl Marx am 5. Mai 1953 hielt Walter Ulbricht eine Rede, in der er begründete, warum die Arbeiterklasse aus dem Studium des Marxismus-Leninismus neue Kraft zur Überwindung der kapitalistischen Ausbeutergesellschaft schöpfen kann.

Eine neue Weltanschauung

Karl Marx vollbrachte die größte Tat der Geschichte. Er schuf eine neue Weltanschauung, die Weltanschauung der Arbeiterklasse, den wissenschaftlichen Sozialismus. Vor Marx gab es keine konsequente wissenschaftliche Ansicht von der Welt im ganzen, besonders aber von der Entwicklung der Gesellschaft. Vor Marx drückten die philosophischen, ökonomischen und geschichtlichen Lehren die Ansichten einzelner Gelehrter und eines kleinen Kreises ihrer Schüler aus. Die Lehre von Marx ist nicht die Doktrin eines einzelnen Gelehrten, sondern die Weltanschauung der fortschrittlichsten Klasse der modernen Gesellschaft, des Proletariats. Der Marxismus, das ist die Ideologie von vierhundert Millionen Werktätigen in allen Ländern der Welt. „Die Lehre von Marx“, sagte Lenin, „ist allmächtig, weil sie richtig ist.“ [1]

Einheit von Theorie und Praxis

Niemals gab es vor Marx eine so streng wissenschaftlich begründete Philosophie, politische Ökonomie und Geschichtswissenschaft. Die Theorie des Marxismus im ganzen und jeder Bestandteil dieser Theorie im einzelnen sind allseitig wissenschaftlich begründet und durch die Erfahrung der geschichtlichen Entwicklung geprüft. Im Verlauf von mehr als einem Jahrhundert hat sich der Marxismus stetig weiterentwickelt, sich immer weiter bereichert. Alle grundlegenden Thesen des Marxismus haben sich in der Erfahrung eines ganzen Jahrhunderts der geschichtlichen Entwicklung bewahrheitet.

Marx entdeckte die objektiven Gesetzmäßigkeiten

Marx schuf die Wissenschaft von der Gesellschaft, er entdeckte die objektiven Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung. Er untersuchte allseitig die Entwicklung des Kapitalismus, deckte die Widersprüche auf, die in dieser Produktionsweise selbst enthalten sind, und zeigte, daß kraft dieser Widersprüche der Kapitalismus unweigerlich seinem Untergang entgegengeht. Diese geniale Voraussicht von Marx ist heute durch die Erfahrung der UdSSR, der Länder der Volksdemokratie, durch die Erfahrung des großen Chinas, durch die Erfahrung der Deutschen Demokratischen Republik bekräftigt worden.

Die Arbeiterklasse als Totengräber des Kapitalismus

Marx deckte nicht nur die Widersprüche des Kapitalismus auf und zeigte nicht nur die Unvermeidlichkeit seines Untergangs kraft objektiver ökonomischer Gesetze, sondern er entdeckte auch die Kraft, welche den. Untergang des Kapitalismus herbeiführen wird, die Arbeiterklasse. Nach einer treffenden Bemerkung von Marx ist die Arbeiterklasse der Totengräber des Kapitalismus. [2] Die Arbeiterklasse ist jedoch, nach der Lehre von Marx, nicht nur der Totengräber des Kapitalismus, sondern sie ist auch die fortschrittlichste Klasse der modernen Gesellschaft, und nur die Arbeiterklasse ist imstande, eine Weiterentwicklung der Produktivkräfte zu gewährleisten und die Gesellschaft insgesamt fortzuentwickeln.

Sozialismus bedeutet Befreiung von Ausbeutung

Karl Marx hat genial vorausgesehen, daß die Arbeiterklasse nach Eroberung der Staatsmacht das wirtschaftliche Lehen, mit einer höheren Meisterschaft als die Bourgeoisie organisieren kann, daß sie sparsamer wirtschaften wird als die Ausbeuter, daß sie in der kürzesten Geschichtsperiode Millionen Werktätige von Ausbeutung und Elend befreien und die sozialistische Gesellschaft aufbauen wird, in der die Werktätigen wirklich frei, das heißt Beherrscher ihres ökonomischen und politischen Lebens, sein werden. Auch diese große Voraussicht von Marx hat sich in vollem Umfang bewahrheitet.

Den Marxismus kann man nicht vernichten!

Der Marxismus ist seit seinen ersten Tagen als kämpferische Weltanschauung aufgetreten. Alle Winkelzüge der Bourgeoisie und ihrer gelehrten Lakaien wurden und werden von ihm unbarmherzig entlarvt. Die herrschenden Klassen und ihre Diener aus den Kreisen der rechten Sozialdemokraten versuchen unermüdlich, den Marxismus zu entstellen und zu vernichten. Doch alle ihre Versuche brechen unweigerlich zusammen. Den Marxismus kann man nicht vernichten, weil man das Proletariat nicht vernichten kann, dessen Ideologie er ist; den Marxismus kann man nicht vernichten, weil er die fortschrittlichste Wissenschaft ist und den objektiven Bedingungen der geschichtlichen Entwicklung entspricht.

Eine mächtige Waffe im Klassenkampf

Der Marxismus wird von allen Ausbeuterklassen und ihren Lakaien gehaßt. Das ist durchaus verständlich, denn der Marxismus ist eine revolutionäre Waffe in den Händen der Arbeiterklasse gegen den Kapitalismus, gegen alle Kräfte und Traditionen der bürgerlichen Gesellschaft. Der Marxismus ist eine mächtige geistige Waffe des Proletariats, mit deren Hilfe die Werktätigen nun bereits ein Jahrhundert lang einen hartnäckigen Kampf gegen die Ausbeuter führen, der ‚Bourgeoisie Schritt für Schritt eine Stellung nach der anderen abtrotzen. …

Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln

Marx hebt hervor, daß es sich bei der Entwicklung der kapitalistischen Produktion und der Zentralisation des Kapitals in wenigen Händen um die Enteignung und Ausbeutung der Volksmassen handelt. … Indem die Arbeiterklasse durch die Eroberung der politischen Macht das kapitalistische Eigentum in die Hände des Volkes übernimmt, vollzieht sie nur die Enteignung weniger, die sich unrechtmäßig fremdes Arbeitsprodukt angeeignet haben, durch die Volksmassen und zugunsten dieser Volksmassen. (…)

Auch in Deutschland wird die Zeit kommen, da sich die Menschen rückblickend darüber wundern, daß eine kleine Gruppe von Konzern- und Bankherren … die Bevölkerung ausbeuten und knechten konnte und das Volk so lange zugelassen hat, daß diese kleine Gruppe alle Mittel der öffentlichen Beeinflussung in den Händen hielt, um das Volk zu terrorisieren.

Zitate:
[1] W. J. Lenin: Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus. In: Ausgewählte Werte in zwei Bänden, Bd.1, Dietz Verlag, Berlin 1960, S.7.
[2] Karl Marx/Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei. In: Werke, Bd.4, S.474.

Quelle:
Walter Ulbricht: Der dialektische Materialismus – die Weltanschauung des Sozialismus, in: derselbe, Reden und Aufsätze, Bd.IV, Dietz Verlag, Berlin, 1958, S.554-571. (Zwischenüberschriften von mir, N.G.)

Siehe auch:
Walter Ulbricht: Was man lernen muß…
Michail Kalinin: Der Marxismus-Leninismus, eine interessante Wissenschaft mit revolutionärer Perspektive
Der Sozialismus war und ist lebensfähig!
Der Sozialismus unmd die SED

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