Der Krieg und die Lügen von Demokratie und Freiheit

Als Hitler am 18. Dezember 1940 mit der Weisung Nr.21 den »Fall Barbarossa« unterzeichnete, waren die Würfel für einen Zweifrontenkrieg gefallen. Das Menetekel eines solchen Krieges stand durch die Erfahrung des ersten Welt­krieges drohend über den deutschen Machthabern. … Der »russische Raum« berge »unermeßliche Reichtümer«, meinte Hitler im Januar 1941. Seien sie erst in deutscher Gewalt, so verfüge Deutschland »über alle Möglichkeiten, in Zukunft auch den Kampf gegen Kontinente zu führen«, es könne dann »von niemand mehr geschlagen werden. [1] – Die deutschen Monopole trafen ihre Vorbereitungen zum Krieg gegen die Sowjetunion mit der Unverfrorenheit von Gangstern, die sich ihres Erfolges sicher glaubten.

Inzwischen hat sich das internationale Kräfteverhältnis zum Nachteil der friedliebenden Staaten gewandelt. Was taugt nun das verlogene Gerede der Bourgeoisie von Demokratie und Freiheit? Wir sehen es am Beispiel der vom USA-Imperialismus angezettelten Kriege in Libyen, im Irak, in Syrien und in der Ukraine [2]. Gibt es heute dort eine Demokratie? Nein, es gibt sie nicht. Gibt es dort eine Freiheit? Nein, es gibt nur noch Chaos, Krieg und Zerstörung. Es ist dieselbe Unverfrorenheit der USA-Kriegsverbrecher, wie wir sie von Nazi-Banditen und vom deutschen Imperialismus her kennen…

[1] Dietrich Eichholtz: Das deutsche Monopolkapital. Eskalation der Kriegsziele. In: Krieg oder Frieden im Wandel der Geschichte, Dietz Verlag Berlin 1989, S.413f.
[2] Video auf Klagemauer.tv ansehen: http://www.kla.tv/7046


Die Lüge von der Demokratie und der Freiheit

Die modernen „Demokratisierungs“-Kriege durchschaut – „Nie wieder Krieg!“
Seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute fanden und finden unzählige Kriege und Kriegsverbrechen statt. Die meisten davon wurden von der US-amerikanischen Regierung sowie der NATO eingeleitet und angeführt. Der Vorwand für eine militärische Intervention war immer derselbe: Das Volk eines Landes mußte von einem „brutalen Diktator“ oder „undemokratischen Herrschaftssystem“ befreit werden. Angebliche Demokratie und Freiheit, vom Volk ausgehend und zum Wohle des Volkes – wie vorgetäuscht wurde – mußte eingeführt werden. So wurden im Namen der Demokratie und der Freiheit Kriege angezettelt und Länder zerbombt. Dabei gibt es ein einfaches Mittel, um festzustellen, ob auch nur einer dieser Kriege, die unter dem Deckmantel der Demokratisierung geführt wurden, gerechtfertigt war: Man vergleiche die Situation, wie sie im Kriegsland vor bzw. nach dem Krieg aussah.

Wie war es vor dem Krieg und was war danach?

Wenn der Krieg und die sogenannte Demokratisierung wirklich zum Wohle des Volkes gewesen wäre, dann hätten die Lebensbedingungen im Land nach dem Krieg weit besser sein müssen, als vor dem Krieg. Mit anderen Worten, die Lebensbedingungen im Land dürfen NACH dem Krieg nicht schlimmer sein, als sie VOR dem Krieg unter dem angeblichen Diktator waren – ansonsten ist ein Krieg als völkerrechtswidrig zu verurteilen. Doch beurteilen Sie selbst anhand folgender vier Beispiele, welche stellvertretend für alle anderen sogenannten Demokratisierungs-Kriege stehen:

1.Beispiel: Der imperialistische Krieg in Libyen 2011

VORHER – Libyen unter Gaddafi:

  • Libyen hatte eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen des afrikanischen Kontinents. Ein Teil des libyschen Ölverkaufs wurde direkt den Konten der libyschen Bürger gutgeschrieben.
  • Es gab kaum Steuern, selbst Unternehmen wurden nur minimal besteuert. Ein Heim bzw. Zuhause zu haben, galt als ein Menschenrecht, alle Frischvermählten erhielten umgerechnet 45.000 € vom libyschen Staat.
  • Strom, medizinische Behandlungen und Bildung waren kostenlos. Vor Gaddafi konnten nur 25 Prozent der Libyer lesen, nach ihm 83 Prozent.
  • Den Frauen ermöglichte Gaddafi in den 1970er Jahren die Emanzipation. Es war keine spezielle Kleidung vorgeschrieben und allen Frauen standen hochwertige Ausbildungswege zur Verfügung, wenn sie das wollten. Es gab Ärztinnen, Anwältinnen, Ministerinnen, Geschäftsfrauen oder auch normale Hausfrauen, was immer sie werden wollten.
  • Gaddafi plante die Errichtung einer Bank und die Einführung einer goldgestützten Währung für Afrika, mit deren Gründung Libyen ganz Afrika in die Freiheit geführt hätte – in die Freiheit von den Finanzeliten und Imperialisten, die die armen Länder und deren Besitz kontrollieren.
  • Weiter stand Gaddafi kurz vor der Vollendung des weltweit größten Trinkwasser-Pipeline-Projekts durch die Sahara – dem sogenannten “Great-Man-Made-River-Projekt” – für eine bessere Wasserversorgung von Bevölkerung und Landwirtschaft. Libyen war ein unabhängiges und blühendes Land.
  • Zudem half Gaddafi bei der Kontrolle der Flüchtlingsströme aus den afrikanischen Ländern. Für deren Aufnahme wandte er europäische Standards an, um den Zustrom nach Europa in Grenzen zu halten.

NACHHER – nach der brutalen Ermordung Gaddafis:

  • Unter dem Vorwand, das libysche Volk vor ihrem Machthaber Muammar al-Gaddafi beschützen zu müssen, wurde Libyen während 7 Monaten unter US-Führung von den NATO-Streitkräften bombardiert. Der Krieg kostete ca. 50.000 libyschen Zivilisten das Leben, mindestens ebenso viele wurden verletzt.
  • Die Wirtschaftsinfrastruktur des Staates wurde durch die NATO-Bombardierung zerstört. Einrichtungen des großen Wassernetzwerks wurden von der NATO angegriffen und zerbombt, wie verschiedene YouTube-Videos belegen.
  • Laut „Global Research“, einem Zentrum für globale Forschung mit Sitz in Kanada, habe der NATO-Krieg gegen Libyen die Zukunft des Trinkwasserprojekts in Gefahr gebracht – und damit den Wohlstand des libyschen Volkes.
  • Libyens Geldreserven in Höhe von 150.000.000.000 $ sind jetzt weltweit eingefroren und wohl für immer verloren.
  • Das Land wurde weiter von Kämpfen rivalisierender Milizen erschüttert; Angriffe auf die Regierung und die Ermordung von Regierungsbeamten sind an der Tagesordnung. Seit 2014 herrscht ein erbitterter Bürgerkrieg.
  • Nach Gaddafi ist Libyen ein Paradies für Schlepperbanden geworden, die Flüchtlinge von dort ungehindert nach Europa bringen.

2.Beispiel: Die verheerenden Kriege im Irak

Der 1. Irakkrieg (2. Golfkrieg) 1990/91

VORHER :

  • 1972 gelang es dem Irak, die nationale Kontrolle über seine Ölvorräte zu bekommen, die zuvor von internationalen Firmen ausgebeutet worden waren.
  • Die Wirtschaft boomte, wovon auch das Volk profitierte. 1979 besaß der Irak Geldreserven im Wert von 35 Milliarden US-Dollar und stand an der Schwelle zum Industrieland.
  • Saddam Hussein förderte aktiv die Modernisierung von Wirtschaft, Industrie, Verwaltung, Polizei, Landwirtschaft sowie auch die Volksbildung.
  • Vor 1990 stieg die Alphabetisierungsrate bei Mädchen auf über 90 Prozent.
  • Durch die Exporterlöse aus dem Erdölverkauf wurde u.a. ein umfassendes irakisches Gesundheitssystem aufgebaut, das bis zu Beginn der 1990er Jahre als das beste der arabischen Welt galt.
  • Der Irak war ein aufstrebendes Land.

NACHHER :

  • Nachdem Saddam Hussein wegen eines Konflikts um Ölfelder Kuwait besetzen ließ, wurde die irakische Armee durch eine von den USA geführte Koalition fast vollständig geschlagen.
  • Zur Rechtfertigung des Krieges wurden zuvor einige – später als Fälschungen entlarvte – Gräuelberichte über die Massenmedien in die Welt gesetzt. Darunter die sogenannte Brutkastenlüge.
  • Mindestens 120.000 irakische Soldaten und bis zu 55.000 Zivilisten kamen ums Leben. Langzeitschäden durch Geschosse aus abgereichertem Uran waren verheerend.
  • Seit 1991 sind rund 1,5 Millionen Iraker, darunter über 550.000 Kinder unter fünf Jahren, an den Folgen der über den Irak verhängten Wirtschaftssanktionen gestorben.
  • Der Fluss Tigris war durch die Zerstörung der Kläranlagen zu einer offenen Kloake geworden;
  • von 1990 – 2003 verhinderten die USA den Import von Pumpen und Chlor zur Aufbereitung des Wassers;
  • in der Folge stieg die Säuglingssterblichkeit 1990 bis 1997 von 3,3 auf 12,5 Prozent.

Der 2. Irakkrieg (3. Golfkrieg) 2003

  • Mit der Begründung, Saddam Hussein würde Massenvernichtungswaffen besitzen und mit al-Qaida zusammenarbeiten, marschierten Truppen der Vereinigten Staaten und deren Verbündete am 20. März 2003 in den Irak ein. Beide Vorwürfe wurden nachträglich durch den Geheimdienstausschuss des US-Senats widerlegt.
  • Bis 2006 starben – gemäß der unabhängigen „Lancet-Studie“ – 600.000 Zivilisten, das sind 90% aller Opfer. Alleine während eines dreiwöchigen Einsatzes 2003 wurden von den USA zwischen 1.000 und 2.000 Tonnen Uranmunition eingesetzt.
  • In Falludscha, einer Stadt 70 Kilometer von Bagdad entfernt, sei die radioaktive Verstrahlung zigmal höher als nach der Hiroshima-Bombe.
  • Seither wird eine zunehmende Anzahl schrecklich deformierter Babys geboren, ohne Köpfe, mit zwei Köpfen oder fehlenden Gliedern.
  • Unzählige grausame Kriegsverbrechen seitens der US-amerikanischen Truppen sind publik und z.T. durch WikiLeaks veröffentlicht worden.
  • Seit dem Abzug der letzten US-Truppen aus dem Irak im Jahr 2011 herrschen im Irak bürgerkriegsähnliche Zustände.

3. Beispiel: Der Syrienkrieg seit 2011

VORHER

  • Die syrische Zentralbank befindet sich im Besitz und unter Kontrolle des Staates und hat keine Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF).
  • Baschar al-Assad, der syrische Präsident, leitete einige Jahre vor dem Krieg die Demokratie ein.
  • Syrien war noch vor 2007 ein so reiches und aufstrebendes Land, daß es zwei Millionen irakische Flüchtlinge aufnehmen konnte.
  • Das Gesundheitssystem war kostenlos. Genmanipulierte Saat (GMO) ist nicht zugelassen, um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Schäden zu schützen.
  • Syrien besitzt gewaltige Öl- und Gasreserven unter seiner Erde und ist am Bau einer Pipeline zusammen mit dem Iran beteiligt, ohne Beteiligung westlicher Ölgiganten.
  • Syriens Bevölkerung ist über die NEUE WELTORDNUNG sehr gut informiert.
  • In den Medien und an den Universitäten wird über den Einfluß der globalen Machtelite debattiert.
  • Syrien schützt seine politische, kulturelle und nationale Identität.

NACHHER :

  • Im Zuge des „Arabischen Frühlings“ vom März 2011 kam es zu einem Konflikt zwischen der Regierung Baschar al-Assads und verschiedenen sogenannten „Oppositionsgruppen“.
  • Kurz darauf kamen schwer bewaffnete Gruppen ins Land und griffen in den Bürgerkrieg gegen Assad ein.
  • Gemäß neusten Zahlen der Vereinten Nationen wurden bisher mehr als 250.000 Menschen getötet – ohne Dunkelziffer. Ein Drittel davon seien zivile Opfer.
  • Mehr als 3,8 Millionen Syrer flohen bisher ins Ausland, über die Hälfte davon Kinder. Die höchste Anzahl von Flüchtlingen in Europa kommt derzeit aus Syrien.
  • Jede Einkommensquelle wurde durch westliche Wirtschaftssanktionen genommen. Exporte von Treibstoff, Erdöl und Technik wurden verboten. Importgüter wie Weizen werden knapp und damit mangelt es an Brot. Lebensmittel sind doppelt so teuer, wie vor dem Krieg. Dies sei laut Joshua Landis, Professor an der Universität von Oklahoma, u.a. die Strategie der USA, um die Syrer zu schwächen und zur Kapitulation zu zwingen.
  • Mittels der Behauptung, Syrien hätte Chemiewaffen eingesetzt, versuchten die USA mit den NATO-Staaten in den Krieg einzutreten. Jedoch konnte Assad der Einsatz von Chemiewaffen nie nachgewiesen werden. Er ließ diese im Gegenteil sogar vernichten.

4. Beispiel: Der Krieg in der Ukraine seit 2014

VORHER :

  • Vor dem Krieg war die Ukraine als ein neutrales Land im Ost-West-Konflikt eine Brücke zwischen Rußland und der EU. Eine NATO-Mitgliedschaft war nicht geplant.
  • Durch das Abkommen von Charkow im April 2010, welches die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim bis mindestens 2042 erlaubte, bekam die Ukraine russisches Erdgas zu Rabattpreisen.
  • Zbigniew Brzezinski, ehemaliger Sicherheitsberater von Jimmy Carter, beschreibt die Ukraine als das Herzland der Weltinsel – das meint Eurasien. Wer die Ukraine beherrscht, herrscht über die Weltinsel und somit über die Welt.

NACHHER :

  • Nach der verfassungswidrigen Entmachtung von Präsident Viktor Janukowitsch am 22.2.2014 in Kiew schickte die neue Regierung Truppen gegen die östlichen Gebiete Donezk und Lugansk. Diese hatten den Machtwechsel nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen.
  • Victoria Nuland, Stellvertreterin des US-Außenministers, bezeugte ungewollt in einem abgehörten Telefongespräch, daß die USA fünf Milliarden Dollar investiert haben, um in der Ukraine eine neue Regierung unter US-amerikanischer Führung an die Macht zu bringen.
  • Rund 6.000 Menschen wurden bisher getötet – ohne Dunkelziffer; 15.000 verletzt, fast drei Millionen Menschen sind aus ihrer Heimat geflüchtet. Mehr als 150.000 haben laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Russland Schutz gesucht.
  • In der Ostukraine wird täglich geschossen, Häuser werden zerbombt, die technische Infrastruktur ist stark in Mitleidenschaft gezogen: In vielen Städten gibt es nur noch stundenweise Wasser und Strom, in manchen Städten nicht einmal mehr das.
  • In der Ukraine hat sich der Lebensstandard seit der Absetzung Janukowitschs drastisch verschlechtert: Fast 80 % der ukrainischen Bevölkerung lebt an der Armutsgrenze.
  • Vor der Absetzung Janukowitschs betrug die Mindestrente umgerechnet um die 120 Euro im Monat, jetzt 40 Euro, der Mindestlohn um die 90 Euro im Monat, jetzt 50 Euro. Der heutige Durchschnittslohn beträgt um die 120 Euro im Monat.
  • Die Inflationsrate von 2010-2013 betrug 3,5 % – 2015 ist sie bereits 40 %.
  • Die Teuerungsrate der letzten zwei Jahre beträgt: auf Verkehrsmittel 30 %; auf Kraftstoff 200 %. Lebensmittel sind um das Mehrfache teurer geworden, die Grundnahrungsmittel – Brot, Grütze, Fleisch, Milch – um 40 %. Strom- und Gaspreise sind um 110 % angestiegen; ein weiterer Preisanstieg ist im Halbjahrestakt geplant.
  • Ausländische Unternehmen weiten ihren Einfluß auf den ukrainischen Agrarsektor aus, so u.a. Biotechnologie-Unternehmen wie Monsanto, Cargill und DuPont.
  • Laut ukrainischen Parlamentsmitgliedern steht die Regierung in Kiew unter vollständiger Kontrolle der US-Regierung.
  • Nun soll der Westen durch den Gesetzentwurf 2953 vom Mai 2015 in der Ukraine Atomwaffen stationieren dürfen.
  • Die US-Regierung ist bereit, einen Krieg in Europa zu riskieren, um ihre militärische Präsenz und Vorherrschaft aufrecht zu erhalten.

Die Schlußfolgerung aus den USA-Kriegsverbrechen

[Moderatorin:] Laut diesen Fakten – VORHER / NACHHER – läßt sich nur eine Schlußfolgerung ziehen:

  • Kriege lassen sich kaum rechtfertigen – und schon gar nicht unter dem Vorwand von Demokratie und Freiheit.
  • All diese Kriege und weitere – wie die Jugoslawienkriege, Afghanistan seit 2001, der somalische Bürgerkrieg oder die Militärintervention im Jemen 2015 – waren nur durch bewußt gestreute Lügen zur Diffamierung des Ziellandes möglich.
  • Auch weitere sogenannte Demokratisierungen und Regimewechsel – in Ländern wie dem ehemaligen Jugoslawien, der Slowakei, Georgien oder des „Arabischen Frühlings“, sowie alle zukünftigen – müssen unter diesem Blickwinkel betrachtet werden.
  • Die Frage ist nun, wenn – im Namen der Demokratie – wiederum ein Krieg oder ein militärisches Eingreifen von Politikern und Medien gerechtfertigt werden sollte, ob das Volk bei dieser Argumentation aufhorcht oder doch allfälliger Lügen- und Kriegspropaganda erneut Glauben schenken wird?

Helfen Sie mittels breitflächiger Aufklärung mit, daß wir alle lernen, Lügen und Propaganda rechtzeitig zu durchschauen und einhellig zu sagen.

„Nie wieder Krieg! – da machen wir nicht mit!“

(Danke für die Textfassung an: Der unbekannte Gesichtspunkt)


Nachbemerkung: Über eine ganz wesentliche Frage wurde hier jedoch nicht gesprochen, das ist die Frage nach den Ursachen von Krieg und Gewalt. Kriege sind, das wissen wir seit Carl von CLAUSEWITZ, stets die Fortsetzung der Politik mit anderen (gewaltsamen) Mitteln. Sie sind heute, und das wiederum wissen wir von LENIN, stets eine Folge der Entwicklung des Kapitalismus hin zum seinem imperialistischen Stadium. Man kann die Geschichte nicht verstehen, ohne deren sozial-ökonomischen Bedingungen zu kennen. Im Kapitalismus sind die Produktionsmittel Privateigentum. Das Kapital, welches erst durch Ausbeutung der Lohnarbeit entstanden ist, hat stets die Eigenschaft, sich zu vermehren. Das können wir bei Karl MARX und Friedrich ENGELS nachlesen. So wie die Lohnarbeiter ökonomisch gezwungen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, ist auch Bourgeoisie als ausbeutende Klasse daran interessiert,  mit dem vorhandenen Kapital möglichst hohe Profite zu erwirtschaften. Das führt zu immer brutaleren Ausbeutungsmethoden, je schwieriger die Verwertungsbedingungen des Kapitals werden. Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit nimmt extrem zu. Damit wächst auch die Kriegsgefahr. Erst der SOZIALISMUS beseitigt jegliche Ursache für Krieg und Gewalt. Warum? Weil im Sozialisus die Produktionsmittel Volkseigentum sind und nicht der Ausbeutung fremder Arbeitskraft zur Verfügung stehen. Sie sind nicht mehr die Quelle von Profit. Das ist, kurz gesagt, eine marxistische Sicht auf die Problematik von Krieg und Gewalt. NIE WIEDER KRIEG, das kann nur heißen:

WEG MIT DEM KAPITALISMUS !


DOWNLOAD: Lüge von Demokratie und Freiheit

P.S. Die Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ (französisch: Liberté, Égalité, Fraternité) war der Wahlspruch der Pariser Kommune von 1871, der ersten proletarischen Machtergreifung in der Weltgeschichte. Wenn heute staatliche Pfaffen, diese Losung für sich mißbrauchen, so verfolgen sie damit demagogische Zwecke. Das gilt auch für den Begriff der Demokratie. Das System der bürgerlichen Demokratie gewährleistet nichts anderes als die politische Herrschaft der ausbeutenden Minderheit über die ausgebeutete Mehrheit. Es ist lediglich eine formale Demokratie, und keine Volksherrschaft, wie vielleicht der Name suggeriert. Der formale Charakter der bürgerlichen Demokratie äußert sich im Imperialismus (also heute in der BRD) besonders darin, daß alle wichtigen politischen Fragen wie z.B. TTIP, Glyphosat („Unkraut-Ex“), der Ölpreis oder die Nachfolgekosten der Atomkraftwerke nicht von den Parlamenten, sondern in den Leitungen und Organisationen der Monopole entschieden werden. Die Werktätigen dagegen sind weitgehend der Möglichkeit beraubt, von den verfassungsmäßig festgelegten bürgerlich-demokratischen Rechten und Freiheiten, wie z.B. Wahlrecht, Rede- und Versammlungsfreiheit, Koalitionsrecht, Pressefreiheit u.a., tatsächlich in vollem Maße Gebrauch zu machen. 

Siehe auch:
Walter Ulbricht: Über die Ursachen der Kriege

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5 Antworten zu Der Krieg und die Lügen von Demokratie und Freiheit

  1. Vorfinder schreibt:

    Danke für diese hervorragende Zusammenstellung der Fakten. Der Artikel wird ausgedruckt und geht unterwegs in die Verteilung.

    Wäre auch Lesestoff für den am Wochenende bevorstehenden 21. PT der DKP. Vielleicht kriegen die Genossen dort damit noch die Kurve.

  2. Pingback: Gedenken für die Opfer | giskoes gedanken

  3. Pingback: Was ist eigentlich Demokratie? | Sascha's Welt

  4. hussit schreibt:

    Nun ich halte nichts von irgendwelchen Gesinnungen. Fuer mich gilt das Recht auf Leben in Freiheit unter den Gesichtspunkten, dass ein Staat die dafuer notwendigen Regeln bereitstellen muss! Als Grundlage gelten schlicht die Menschenrechte von 1948 unter Zuhilfenahme christlicher Masstaebe. Da fuer mich inzwischen absolut klar wurde, dass die EU unmenschliche regeln verfasst und anwendet!

    So muss ich bereits ueber 9 Jahre in einem Land der EU leben, wobei ca. 8 Jahre einer Sklaverei gleichen, da man unter ganz bestimmten Vorrausetzungen in ein Paradoxum geraet. Man wird ohne notwendige Dokumente allein gelassen und in eine Grauzone abgeschoben. Das kann nur gewollt sein, da es kein Einzefall darstellt.

    Unter den gegebene Umstaenden ist es demnach nicht mehr moeglich aus einem Teufelskreis von Regelungen herauszukommen, was unweigerlich zu einem „Sterbedasein“ fuehrt. Man wird abhaengig gemacht vom einzelnen Gutduenken von Menschen, was einer verdeckten Sklaverei gleich kommt. Je nachdem welchem Peiniger sich unterwerfen muss, geht es einem besser oder schlechter.

    Es kommt einem Wunder gleich, dass mir durch einen vernuenftig denkenden Menschen der Weg in die Freiheit geoeffnet wurde. Alles nur wegen eines Stuecks Pappe mit Bild. Viele werden sicher denken „wie das?“, nun es gibt den lebenden Beweis! Als Rueckschluss ist anzufuegen, dass rational denkende Menschen zur Seltenheit wurden, sonst waere soetwas nicht moeglich. Regeln, die dazu fuehren, dass man alles verliert und eigentlich keine Zukunft mehr hat, sind barbarisch.
    Guten Tag

  5. sascha313 schreibt:

    Danke für den Kommentar. Ja, der Kapitalismus ist barbarisch. Ich kann nur von meiner Erfahrung reden: Ich bin in einem Staat aufgewachsen (der DDR), wo es so etwas nicht gab! Absolut nicht! Das lag daran, daß sich sämtliche Produktionsmittel (die Fabriken, Maschinen, Anlagen, Großgrundbesitz usw.) in den Händen des Volkes befanden. Sie waren also kein Privateigentum einiger weniger Menschen waren, die damit die Möglichkeit haben, andere auszubeuten.

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