Ein Gespenst geht um…

k manifestoWer vertritt die Interessen der werktätigen Menschen? Die marxistisch-leninistische Partei. Sie ist der bewußte, fortgeschrittenste und organisierte Vortrupp der Arbeiterklasse und des werktätigen Volkes. Ihre theoretische Grundlage ist der Marxismus-Leninismus. Ihrem Wesen nach ist sie Klassenpartei und internationalistisch. Die marxistisch-leninistische Partei hat die Aufgabe, die Arbeiterklasse und ihre Verbündeten entsprechend den Erfordernissen der objektiven Entwicklungsgesetze der menschlichen Gesellschaft zum Kampf für die Beseitigung des Kapitalismus, zum Aufbau des Sozialismus und Kommunismus zu befähigen und zu führen.

Wozu braucht die Arbeiterklasse eigentlich eine Partei?

Die Arbeiterklasse braucht eine selbständige politische Partei, und zwar auf marxistisch-leninistischer Grundlage, weil sie der organisierten Macht der Bourgeoisie nur dann erfolgreich begegnen kann, wenn sie selbst ihre Kräfte auf diesen Kampf allseitig vorbereitet, zweckmäßige Organisationsformen schafft und je nach den herrschenden Bedingungen und Erfordernissen die vielfältigen Kampfmittel und Kampfmethoden der Arbeiterklasse anwendet. Unter der Führung der Partei, der Organisation des fortgeschrittensten Teils der Arbeiterklasse, gewinnt die Arbeiterklasse breiteste Schichten von Werktätigen im Kampf gegen den Kapitalismus und für den Aufbau des Sozialismus und Kommunismus. Die Partei leitet auf der Grundlage ihres wissenschaftlich begründeten Programms die revolutionäre Machtergreifung des Proletariats. Ihre führende Rolle als Vortrupp der Arbeiterklasse und des werktätigen Volkes erhält nach der Machtergreifung, mit dem Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus, eine neue, höhere Qualität.

Wer waren die Gründer der Kommunistischen Partei?

Karl Marx und Friedrich Engels haben den wissenschaftlichen Kommunismus mit der Arbeiterbewegung vereint und die erste proletarische Partei, den Bund der Kommunisten geschaffen. Im Manifest der Kommunistischen Partei sind die Grundsätze und Ziele der kommunistischen Gesellschaft und der marxistischen Partei wissenschaftlich formuliert. Karl Marx und Friedrich Engels beschäftigten sich zeitlebens damit, die revolutionäre Theorie auszuarbeiten, revolutionäre Arbeiterparteien zu schaffen und zu festigen. Sie führten einen energischen Kampf gegen jegliche opportunistischen und revisionistischen Abweichungen.

Gilt das heute im 21. Jahrhundert immer noch?

Mit dem Entstehen des Imperialismus war es notwendig, die Lehre von der sozialistischen Revolution entsprechend den neuen Bedingungen schöpferisch weiterzuentwickeln und eine revolutionäre Partei neuen. Typus zu schaffen, die fähig und willens war, diese revolutionäre Lehre zu verwirklichen. Beides leistete W. I. Lenin. Im Kampf mit den verschiedenen opportunistischen Strömungen arbeitete er besonders in seinen Werken „Was tun?“, „Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück“, „Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution“ und „Der linke Radikalismus, die Kinderkrankheit des Kommunismus“ die wissenschaftlichen Grundlagen der marxistisch-leninistischen Partei (Partei neuen Typus) sowie die Normen aus, die das innerparteiliche Leben der Partei regeln und die Einheit und Geschlossenheit der Partei sichern.

Was gehört zu einer marxistisch-leninistischen Partei?

Dazu gehören: demokratischer Zentralismus, innerparteiliche Demokratie, Kollektivität der Leitung, Kritik und Selbstkritik, Parteimitgliedschaft. Diese Normen sind im Statut der Partei verankert und werden ständig vervollkommnet. Sie sind für alle Parteiorganisationen und Parteimitglieder verbindlich. Die Partei läßt sich vom proletarischen Internationalismus leiten, kämpft für den Zusammenschluß des proletarischen Befreiungskampfes mit dem nationalen Befreiungskampf.

Was geschah bis zum Ende des 20. Jahrhunderts?

Die kommunistischen Parteien haben Mitte des 19. Jh. eine gewaltige Entwicklung durchgemacht. Die internationale kommunistische Bewegung wurde zur einflußreichsten politischen Kraft des 20.Jahrhunderts. In den 60er Jahren vereinigten 88 kommunistische und Arbeiterparteien in der Mehrzahl der Länder der Erde nahezu 50 Mill. Mitglieder. Nach der Lehre des Marxismus-Leninismus wurde in mehreren Ländern erfolgreich der Sozialismus aufgebaut. In der DDR war die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands die höchste Form der politischen Organisation und zugleich die stärkste und erfolgreichste Partei in der deutschen Geschichte und die führende Partei. Sie verkörperte die besten Traditionen der deutschen Arbeiterbewegung. Ihr größtes Verdienst bestand darin, im östlichen Teil Deutschlands den ersten Arbeiter-und-Bauern-Staat in der deutschen Geschichte geschaffen und sozialistische Produktionsverhältnisse eingeführt zu haben. Das war nur möglich durch den opferreichen und heldenmütigen Sieg der sozialistischen Sowjetunion über den Hitlerfaschismus. Mit tatkräftiger Unterstützung der Sowjetunion wurde in der DDR eine antifaschistisch-demokratische Ordnung errichtet. Erstmals in der Geschichte vereinigten sich zwei große Parteien, die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und die Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD). Damit entstand eine starke führende Partei, die den Aufbau des Sozialismus in der DDR erst ermöglichte. Doch der Klassengegner war damit noch nicht überwunden. Nach dem berüchtigten XX. Parteitag der KPdSU 1956 begannen in der Sowjetunion tragische Zerfallserscheinungen. Nach mehrmaligen vergeblichen Versuchen, den Sozialismus zu stürzen, gelang es schließlich Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts der Konterrevolution, in den sozialistischen Ländern und den kommunistischen Parteien Fuß zu fassen und die Macht der Arbeiterklasse zu untergraben.

Und was ereignete sich im Jahre 1989?

Mit dem Sieg der Konterrevolution im Jahre 1989 wurde in der DDR die SED zerschlagen, die sozialistische Industrie zerstört und das Volkseigentum wieder völlig in Privateigentum überführt. Doch damit konnten die wachsenden Probleme in den Ländern des Kapitalismus nicht gelöst werden. Im Gegenteil: nach einer kurzen Stabilisierungsphase traten sie erneut, verschärft und in zunehmend globalen Erscheinungsformen auf. Nach wie vor löst allein die Erwähnung des Wortes „Kommunismus“ bei den bürgerlichen Parteien blankes Entsetzen aus. Nahezu hysterisch reagieren die im Bundestag der BRD vertretenen Parteien mit einer Hetzkampagne gegen jede nur mögliche Alternative zum derzeit herrschenden Kapitalismus – erneut ist festzustellen:

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.


Quelle: Der Text basiert auf Auszügen aus dem Kleinen Politischen Wörterbuch, Dietz Verlag, Berlin (DDR) 1967, S.397f.

Warum das alles? Es gibt eine Alternative!
Siehe auch: Unter dem Banner des KOMMUNISMUS

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