Die Kunst der politischen Führung

Der Kapitalismus führt Kriege und beutet die Arbeiterklasse, die Bauernschaft, die Intelligenz und die Mittelschichten rücksichtslos aus, er plündert die Naturressourcen und unterdrückt die Völker. Diese Ausbeutung und Unterdrückung nimmt im gegenwärtigen Stadium der historischen Entwicklung spürbar an Schärfe zu. Es gibt nur eine Klasse, die das ändern kann: das Proletariat. Und wie kann diese Klasse das ändern? Antwort: Indem sie sich vereinigt. Karl Marx und Friedrich Engels riefen im Manifest der Kommunistischen Partei dazu auf: Proletarier aller Länder vereinigt euch! Das ist das Entscheidende, denn keine Bewegung führt zu irgendeinem Ziel, wenn sie nicht geführt und angeleitet wird. Dazu bedarf es einer sachkundigen Führung und einer wissenschaftlichen Grundlage. Diese wissenschaftliche Grundlage ist der Marxismus-Leninismus. Er ist in der Praxis erprobt und hat sich im Leben millionenfach bewährt.  Das einzige, was man dabei nicht vergessen darf, ist das ständige Lernen und die Bereitschaft, das bisher Erreichte zu verteidigen…

Dafür gibt es nur eine Erklärung: Es existiert ein antagonistischer Widerspruch, welcher im Rahmen der kapitalistischen Produktionsverhältnisse nicht lösbar ist. Es ist der Grundwiderspruch des Kapitalismus, nämlich der Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Charakter der Produktion und der privatkapitalistischen Aneigung ihrer Ergebnisse. Kurz: der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit.

Um diesen Widerspruch aufzulösen, ist es unumgänglich, die kapitalistische Ordnung gewaltsam zu beseitigen und eine neue sozialistische Ordnung zu errichten. Genau darin besteht auch die historische Mission der Arbeiterklasse. Eine führende Rolle dabei spielt die marxistisch-leninstische Partei. Im dem DDR-Schulbuch „Staatsbürgerkunde“ gibt es eine einfache Beschreibung der Kunst der poltischen Führung durch die marxistisch-leninistische Partei:

Stabü10

Quelle:
Staatsbürgerkunde, Lehrbuch für die 10.Klasse, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1980, S.9.


Stalin über die Kunst der Führung:
Die Kunst der Führung ist eine ernste Sache. Man darf nicht hinter der Bewegung zurückbleiben, denn zurückbleiben heißt sich von den Massen loslösen. Man darf aber auch nicht vorauseilen, denn vorauseilen heißt die Massen verlieren und sich isolieren. Wer die Bewegung führen und zu gleicher Zeit die Verbindung mit den Millionenmassen bewahren will, der muß den Kampf an zwei Fronten führen – sowohl gegen die Zurückbleibenden als auch gegen die Vorauseilenden.

(J.Stalin: Vor Erfolgen von Schwindel befallen. In: J.Stalin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1954, Bd.12, S.105.)

Stalin Kunst der Führung

Источник цитаты: „Головокружение от успехов“ т.12 стр.199.


Siehe auch:
Über die Kunst der Gesprächsführung

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2 Antworten zu Die Kunst der politischen Führung

  1. luckyhans schreibt:

    Die Berechtigung einer marxistisch-leninistischen Partei zur Führung erscheint mir sehr zweifelhaft. Solange sich diese nicht mit den „blinden Flecken“ ihrer eigenen Theorie auseinandersetzen mag, bleiben die „Gesetzmäßigkeiten und Klassenkräfte“ nur Wortgeklingel. Was meine ich damit?

    Zum Beispiel die Frage, warum der Karl Marx aus seiner Lehre ganz akkurat die Rolle des Geldes, seine Entstehung und seine Wirkungen einfach weggelassen hat. Daran daß er es nicht gewußt haben könnte, dürfen wir berechtigte Zweifel hegen: ein Jude, der nicht weiß, was das Geld bedeutet und was es bewirkt… wie wir heute sehen, ist genau dies der Pferdefuß auch des „modernden“ Kapitalismus…😉

    Genauso sind die Fragen der natürlichen Rolle der Frau oder die Natur als Subjekt der Ökonomie leider aus seiner Lehre draußen geblieben – und auch von WIU oder JWD nicht nachträglich eingebracht worden. Damit fehlen dem M/L drei extrem wichtige Bestandteile einer zukunftsgerichteten und gerechten Wirtschafts- und Gesellschaftslehre – von deren „Rückwirkungen“ auf die anderen thematischen Bestandteile derselben ganz abgesehen. Und ich habe noch keine sich „m/l“ nennende Organisation gefunden, die sich mit diesen Themen kritisch auseinandersetzt… Schlußfolgerungen darf jeder selbst ziehen.

    P.S. Ausführliche Darstellung im Buch „Die blinden Flecken der Ökonomie“ von Bernd Senf.

  2. sascha313 schreibt:

    So ist das, wenn man sich nur den bürgerlichen Senf zu Gemüte führt … 😉
    Aber mal im Ernst: Wenn Sie wissen wollen, was Karl Marx gesagt oder geschrieben hat, dann sollten Sie ihn selber lesen, und nicht irgendwelche „Marxologen“ studieren, die ohnehin nichts anderes im Schilde führen, als den Marxismus für „überholt“ zu erklären, indem sie vermeintliche „blinde Flecken“ herauszufinden trachten.

    Auch scheint mir Ihre Bemerkung von „Juden“ und „Geld“ etwas chauvinistisch zu sein. Können Sie denn sicher sein, daß Christen „menschlicher“ oder – sagen wir mal: „weniger eigennützig“ – mit Geld umgehen, als man das den Juden gern unterstellt? Über Geld hat Marx (und haben die Marxisten) mehr nachgedacht, als Sie vielleicht vermuten. So zum Beispiel: „Was ich qua Mensch nicht vermag, was also alle meine individuellen Wesenskräfte nicht vermögen, das vermag ich durch das Geld.“ K.Marx: Ökonomisch-philosophische Manuskripte, MEW, Bd.40, S.565)

    Und eigentlich ist es völliger Quatsch, solche „blinden Flecken“ zu suchen. Man könnte hier tausend Stellen zitieren, wo sich kommunistische Wissenschaftler, Politiker oder Künstler zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen geäußert haben. Außerdem ist der Marxismus kein Dogma, sondern eine Wissenschaft. Sie wurde nicht von irgendjemandem „erfunden“, sondern hat sich mit fortschreitender Erkenntnis der Gesetzmäßigkeiten der Gesellschaft weiterentwickelt (wie das in den Naturwissenschaften auch der Fall ist).

    Marx allerdings gebührt das Verdienst, den „Mehrwert“ als ökonomische Kategorie entdeckt zu haben. Mit der Mehrwerttheorie schuf er den Grundpfeiler der politischen Ökonomie und begründete wissenschaftlich das Mehrwertgesetzals Bewegungsgesetz und ökonomisches Grundgesetz des Kapitalismus. Und wie kann man beliebige Ereignisse besser beherrschen als mit wissenschaftlichen Kenntnissen? Wenn man die Gesetze mißachtet, geht’s irgendwann schief…

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