Nach der Atomkatastrophe Fukushima

FukuschimakatastropheAls sich in Japan die bisher größte atomare Katastrophe ereignete, wurde in den Blogs und den Medien über alles mögliche geschrieben, meist über Belangloses. Der Schaden dieses Atomunfalls hat indes apokalyptische Ausmaße angenommen. In den vier betroffenen Reaktoren lagerte, verglichen zum Tschernobyl-Reaktor, der vor fast 30 Jahren in der Ukraine explodierte, mindestens die 120-fache Menge an radioaktivem Material. Dazu kommt noch die dreifache Menge der ausgedienten Brennelemente in den jeweiligen Abklingbecken, die ebenfalls ständig gekühlt werden müssen. Ohne Kühlung kommt es auch hier zu Bränden und zur Schmelze.

Die gewaltige Menge an Radioaktivität, die in den folgenden Stunden, Tagen und Wochen austrat, führte zu einer unvorstellbaren Verseuchung und hat Teile Japans auf Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte unbewohnbar gemacht.

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Siehe auch: http://umweltinstitut.org/

Man wird die Gründe für diese atomare Katastrophe im AKW Fukushima nicht verstehen, wenn man die Zusammenhänge nicht kennt. Dieses Atomkraftwerk war mit 4,5 Gigawatt elektrischer Nettoleistung eines der leistungsstärksten japanischen Atomkraftwerke! Die Energiekonzerne fürchteten hier um ihre Milliardengewinne. Und genauso ist es auch in der BRD. Allein mit einem dieser abgeschriebenen Atomkraftwerke läßt sich etwa eine Million Euro täglich verdienen. (siehe: Süddeutsche Zeitung, 15.03.2011) Genau das ist auch der Grund, warum die deutsche Bundesregierung im Jahre 2010 die Laufzeiten der AKW verlängern ließ, und warum sie sich heute einer sofortigen Abschaltung sämtlicher Kernkraftwerke entzieht. Es ist klar: der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse, und das ist die Monopolbourgeoisie (wozu auch die Atomlobby gehört!).

Die Atomlobby führt inzwischen unzählige unhaltbare „Argumente“ auf, um dies zu verhindern. Hier sind ein paar dieser Lügen:

falsch ist: beim Abschalten der Atomkraftwerke gehen die Lichter aus,
falsch ist: die deutschen Atomkraftwerke sind die sichersten der Welt,
falsch ist: der Anteil des Atomstroms beträgt ein Viertel,
falsch ist: „erbitterter Widerstand“ der Opposition gegen die Abschaltung,
falsch ist: Atomstrom ist umweltfreundlich, weil CO2-frei
falsch ist: Atomenergie ist eine „Brückentechnologie“
falsch ist: Der Verzicht auf Atomenergie führt zu einer „Verspargelung der Landschaft“ durch Windkraftanlagen,
falsch ist: mit der Abschaltung der Atomkraftwerke sind die Gefahren durch Atomenergie beseitigt…


Und zwei Jahre später ergab sich folgendes Bild:
noaawater
Quelle: beforeitsnews.com

Mehr dazu siehe:
* Die Atomloby lügt!
* Argumente gegen Atomenergie
* Lügen und Beschwichtigungen
* Imperialistische Profitgier

Falsch ist außerdem: „die Sowjetunion (1986) war ein rückständiges Land“, und der „Kernreaktor Tschernobyl war ein Schrottreaktor“. Warum? Die Sowjetunion befand sich bekanntlich nicht erst seit dem Regierungsantritt des Volksfeindes und Antikommunisten Gorbatschow in zunehmender Auflösung. Karrieristen waren an die Macht gelangt. Sie belogen und unterdrückten das sowjetische Volk, und sie begannen bereits, Teile des Volkseigentums zu verschachtern. Doch die Sowjetunion war bis dahin eines der fortgeschrittensten Länder der Welt. Der Atomunfall von Tschernobyl 1986 war eine Sabotage! (siehe:N.Krawtschuk: Die Tragödie von Tschernobyl war geplant!)

Der Weg der Sowjetunion zum Sieg des Sozialismus
Erich Hanke: Die Schwierigkeiten der Sowjetunion)

Erinnert sei hier wiederum an das Zitat von Karl Marx im „Kapital“ Bd.I, S.788. Wer es noch nicht kennt – bitte, hier ist es:

Dunnings

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4 Antworten zu Nach der Atomkatastrophe Fukushima

  1. gunst01 schreibt:

    künstliche Erregung, wo doch längst klar ist, dass es hier nicht mit rechten Dingen zuging. Das Risiko der Kernkraft ist nur für die unwissenschaftlich denkenden, grünreligiösen Menschen ein Problem.

    • sascha313 schreibt:

      Man soll das nicht herunterspielen: Das Risiko der Atomkraft ist im Kapitalismus ein Problem!

      • tommmm schreibt:

        Du hast es auf den Punkt gebracht. Solange es um Profit geht, wird natürlich an der Wartung (Sicherheit) gespart. Ein gutes Beispiel war doch die Privatisierung der britischen Eisenbahn. Nur das Atomkraftwerke ein viel größeres Gefahrenpotiental in sich tragen.
        Ansonsten ist dieser Artikel nicht so besonders sachkundig.
        Aber warum soll es nicht auch eine Solar- und eine Windkraftlobby geben? Denen ist die Umwelt auch egal. Hauptsache Profit. Und wer die Verspargelung unserer Landschaften nicht sieht, der sieht auch ein Brett vorm Kopf nicht.

  2. Pingback: Über die Radioaktivität | Sascha's Welt

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