Beweis für die Verblödung im Kapitalismus…

Schüler

Ein Unterrichtstag im Gymnasium

Was hier zu sehen ist, das ist ganz gewiß kein typisch russisches Phänomen. Der Kapitalismus legt keinen Wert auf Bildung. Menschen sind austauschbar. Der Kapitalismus (ganz egal, in welchem Land der Erde) braucht keine gebildeten Persönlichkeiten, sondern nur arbeitswillige und gefügige Arbeitssklaven, allenfalls mit Spezialkenntnissen. Mehr nicht. Und je billiger eine Arbeitskraft zu haben ist, desto besser. Die im folgenden gezeigten Prüfungsaufgaben einer russischen Schule beziehen sich beide gleichermaßen auf das 11. Schuljahr, mit dem einzigen Unterschied, daß das erste Aufgabenbeispiel aus dem Jahre 1991 stammt, als noch das sowjetische Schulsystem vorhanden war, und das zweite Beispiel aus dem Jahre 2015. …

Man muß das sicherlich nicht übersetzen. Während im ersten Fall mathematische Kenntnisse verlangt wurden, reicht es heute völlig aus, wenn der Schüler die „richtige“ Antwort einfach ankreuzt. Mehr nicht.

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Es herrscht permanenter Lehrermangel. Unterirchtsstunden fallen aus. Es ist zwecklos gegen schlechte Disziplin anzukämpfen, die Schüler wissen sehr genau, was ihnen bevorsteht: Perspektivlosigkeit, Lehrstellenmangel, Jugendarbeitslosigkeit, Arbeitshetze … und dennoch später Altersarmut.

Schulen1991-2910

Die Grafik muß man nicht weiter erklären. Die blaue Kurve zeigt die Zahhl der Schulen in Rußland, die rote Kurve, die Anzahl der Lehrer. Und hier ist einer, der es wissen muß: Prof. Kapitza.

Land der Dummköpfe

Rußland wird verwandelt in ein Land der Dummköpfe. Der russische Wissenschaftler Prof. Sergej Kapitza sagt:

„Die Angaben des Gesamtrussischen Meinungsforschungsinstituts deuten darauf hin, daß wir endlich dahin gekommen sind, wonach wir seit 15 Jahren streben: wir haben Dummköpfe herangebildet. Wenn sich Rußland weiterhin in dieser Richtung bewegt, dann wird es keine zehn Jahre mehr dauern und von denen, die heute nur noch selten ein Buch in die Hand nehmen, bleibt keiner mehr übrig. Und wir erhalten ein Land, das man leichter regieren kann und dem man die natürlichen Reichtümer leichter entwenden kann. Doch eine Zukunft hat dieses Land nicht! Davon sprach ich bereits vor fünf Jahren im Beisein der Regierung. Die Zeit vergeht, doch die Prozesse die zur Degradierung des Volkes führen, versucht nicht einmal jemand zu verstehen, geschweige denn aufzuhalten.“ (2009)

Eine bittere Erkenntnis. Bekanntlich war die Sowjetunion das Land (vielleicht bis zu Beginn der 1960er Jahre!) mit dem höchstentwickeltsten Bildungssystem der Welt, mit den besten Wissenschaftlern und dem gebildetsten Volk. Denn im Sozialismus war alles grundlegend anders: Die Bildung war hervorragend, die Verbindung von Theorie und Praxis war lobenswert. Der spätere Arbeitsplatz war gesichert. Und alle Kinder hatten im Sozialismus eine Perspektive. (Hervorh. von mir N.G.)

Siehe:
Das beste Bildungssystem der Welt
Mr. Kerry und das „Recht auf Dummheit“
Das einheitliche sozialistische Bildungssystem

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7 Antworten zu Beweis für die Verblödung im Kapitalismus…

  1. gunst01 schreibt:

    Im Bereich der Bildung findet bei uns haargenau die gleiche Entwicklung statt. Insofern können wir uns auch hier die Hand schütteln.

  2. Dietmar Braune schreibt:

    Lieber Sascha, hier unterliegst Du einem fundamentalen (ideologisch begründeten) Irrtum! Der Kapitalismus erzwingt geradezu durch seinen gnadenlosen Wettbewerb intellektuelle Spitzenleistungen. Allerdings nur für seine Eliten.

    • sascha313 schreibt:

      Ganz richtig. Doch von den kapitalistischen „Eliten“ reden wir hier nicht. Deren Überlegenheitstaumel führte auch schon 1941 zu dem Glauben, man könne Moskau in 4 Wochen erobern…

  3. Dietmar Braune schreibt:

    Nein, das Land mit dem höchstentwickelten Bildungssystem war es nicht! Aus eigener Erfahrung (habe 1 jahr in Moskau studiert) weiß ich, das der sowjetische Ingenieur bestenfalls dem Techniker im DDR-Bildungssystem entsprochen hat! Also: Kirche im Dorf lassen und keine Wunschträume erzählen, das schwächt die Kampfkraft!

    • sascha313 schreibt:

      Nunja, es ist ja bekannt, daß die Lage in der Sowjetunion nach 1956 eine dramatische Wendung genommen hat – insofern: ja und nein! Was die Volksbildung (aber auch die Kultur!) betraf, so trifft das ohne Einschränkung zu. Das merkt man sogar heute noch. Die entscheidende Frage ist aber doch: Warum war das das so!

  4. Harry 56 schreibt:

    Über die ganz bewusst und gezielte Verblödung der breiten Volksmassen im Kapitalismus durch die herrschenden Klassen und deren Agenten auf allen gesellschaftlichen Ebenen könnte man nun wirklich ganze Romane verfassen.
    Der Kabarettist und Psychologe Georg Schramm sagte ja mal richtig in der „Anstalt“, dass man im Kapitalismus nur bewusst gezüchteten Idioten auch Gammelfleisch andrehen kann.
    Dabei spielt die Höhe jeweiliger Bildungsabschlüsse sehr trotz allen widerwärtigen bürgerlichen „Bildungs“_Dünkels häufig kaum ein Rolle.
    Vom vielgeschmähten „Hauptschüler“ über Abiturienten bis hin zu Studenten und selbst Professoren, mit ehrlichen oder nur gekauften oder erschlichenen „Doktors“, die gesellschaftliche Unwissenheit, ebenso der so häufige Mangel an wirklichen , zusammenhängenden wissenschaftlichen Denken, klaren Verstand, offenen Augen ist oft atemberaubend Ich möchte es manchmal einfach nicht glauben, doch es bestätigt sich immer wieder.
    Und wenn sich bestimmte Erscheinungen, Phänomene immer wieder und praktisch überall wiederholen, kann man da noch, bei nüchternen Verstand, von „Zufällen“ sprechen?
    Wissenschaftliches Denken darf aber auch niemals zu einer IDEOLOGIE gemacht werden, egal unter welchen adjektivistischen politischen Vorzeichen.
    Wir haben uns immer den Tatsachen zustellen, egal, ob sie uns angenehm sind oder nicht.
    Gute Bildung ist vor allem ein mächtiges geistiges Werkzeug zum Erkennen und bewussten Gestalten unserer Welt.
    Jeder wahre sozialistische Staat, ganz zu schweigen von einer höheren, kommunistischen Gesellschaft, muss daher immer allergrößten Wert auf die Bildung seiner Menschen, ganz besonders aber seiner Heranwachsenden, legen.
    Und in der Tat, dafür wurde in allen ehemaligen sozialistischen Ländern eine Menge getan.
    Ob es nun immer schon genug war, lässt sich nicht allgemein, sondern nur im jeweiligen konkreten Fall im Einzelnen feststellen.
    Man kann selbst heute noch oftmals merken bei Gesprächen mit älteren Menschen, meist schon Rentnern, welche in sozialistischen Ländern Schule und Ausbildung erhalten haben, dort ihr Arbeitsleben verbrachten, wie vernünftig und klar diese meist schon betagten Menschen noch über viele Dinge reden können, und zwar in einem häufig sehr großen Gegensatz zu ihren proletarischen „Klassenbrüdern“ aus den „Demokratien des Westens“.
    Der Unterschied ist manchmal wirklich mit den Händen zu greifen zwischen ehemaligen Werktätigen sozialistischer Ländern und den oftmals ein Leben lang nur in Unwissenheit und Verdummung gehalteten (typischen)“West“- Proletariern.
    Sie haben eben doch teilweise recht unterschiedliche Leben geführt.
    Jeder kann es bei etwas gezielter Suche und Zeitaufwand selbst feststellen.

    Beste Adventsgrüße an alle hier.

  5. Gman schreibt:

    Im Schnitt hat der Techniker mehr drauf als ein Ingenieur (Maschinenbau). Der Ingenieur ist ein Meister im Auswendiglernen, tut sich aber schwer, ihm noch nicht bekannte Probleme zu lösen. Ich weiß, wovon ich rede!

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