Blutige Dollars – finstere Geschäfte

Aus einem Brief Lenins an die amerikanischen Arbeiter:

blutige DollarsMan kann wohl sagen, die amerikanischen Milliardäre waren reicher als alle anderen und befanden sich geographisch in der sichersten Lage. Sie haben sich am meisten bereichert. Sie haben sich alle, selbst die reichsten Länder, tributpflichtig gemacht. Sie haben Hunderte Milliarden Dollar zusammengeraubt. Und an jedem Dollar haften die Spuren der schmutzigen Geheimverträge zwischen England und seinen „Alliierten“, zwischen Deutschland und seinen Vasallen, der Verträge über die Verteilung der zusammengeraubten Beute, der Verträge über gegenseitige „Hilfe“ bei der Unterdrückung der Arbeiter und der Verfolgung der auf den Positionen des Internationalismus stehenden Sozialisten.

An jedem Dollar klebt ein Klumpen Schmutz von den „profitablen“ Kriegslieferungen, an denen in jedem Lande die Reichen sich bereicherten und die Armen zugrunde gingen. Jeder Dollar trägt Blutspuren – aus jenem Meer von Blut, das die 10 Millionen Gefallenen und 20 Millionen Verstümmelten vergossen haben in dem hehren, edlen, geheiligten Befreiungskampf, in dem es darum geht, ob dem englischen oder dem deutschen Räuber die größere Beute zufallen wird, ob dem englischen oder dem deutschen Henker der Vorrang beim Erwürgen der schwachen Völker der Erde gebührt.

Leninbrief

Wenn die deutschen Räuber in der Bestialität ihrer militärischen Massaker den Rekord geschlagen haben, so schlugen die Engländer den Rekord nicht nur in bezug auf die Menge der zusammengeraubten Kolonien, sondern auch hinsichtlich ihrer raffinierten widerwärtigen Heuchelei. Gerade jetzt verbreiten die englischen, französischen und amerikanischen bürgerlichen Zeitungen in Millionen und aber Millionen Exemplaren Lügen und Verleumdungen über Rußland, um ihren Raubzug gegen Rußland heuchlerisch damit zu rechtfertigen, daß man es gegen die Deutschen „schützen“ wolle. Man braucht nicht viel Worte zu verlieren, um diese gemeine und niederträchtige Lüge zu widerlegen: es genügt, auf eine allgemein bekannte Tatsache hinzuweisen.

Als im Oktober 1917 die Arbeiter Rußlands ihre imperialistische Regierung gestürzt hatten, bot die Sowjetmacht, die Macht der revolutionären Arbeiter und Bauern, offen einen gerechten Frieden an, einen Frieden ohne Annexionen und Kontributionen, einen Frieden unter völliger Wahrung der Gleichberechtigung aller Nationen und wandte sich mit diesem Friedensangebot an alle kriegführenden Länder. Aber gerade die englische, französische und amerikanische Bourgeoisie hat unser Angebot nicht angenommen; gerade sie weigerte sich, mit uns über den allgemeinen Frieden auch nur zu reden! Sie war es, die Verrat an den Interessen aller Völker übte, die das imperialistische Gemetzel in die Länge zog!

Quelle:
W.I.Lenin, Brief an die amerikanischen Arbeiter. In: W.I.Lenin, Ausgewählte Werke in sechs Bänden, Dietz Verlag Berlin, 1971, Bd.IV, S.476ff.

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