Der schwere Weg der Erkenntnis

Liberte

Die französische bürgerliche Revolution (1789-1794)

Nicht immer gelingt es, historische Tatsachen richtig einzuordnen, und nicht immer ist es so einfach, die Zusamenhänge der gesellschaftlichen Entwicklung zu begreifen. Die Gesetzmäßigkeiten halten sich versteckt. Und das führt nicht selten zu Verwirrung. Das gilt vor allem da, wo elementare Grundkenntnisse nicht vorausgesetzt werden können. Da reimt sich einer zusammen, was er nicht versteht. Und die Argumente kommen nicht selten aus den Medien (s.Meinungsmanipulation). Das führt zu widerstreitenden Auffassungen, Meinung steht gegen Meinung, und die Befürworter und Gegner liefern sich heftige Gefechte. Und das wiederum führt zu Kompromissen, die eigentlich keine sind, denn die herrschende Klasse diktiert am Ende das Ergebnis. Schon 1908 schrieb Lenin:

„Ein bekannter Ausspruch lautet: Würden geometrische Axiome an menschliche Interessen rühren, so würde man sicherlich versuchen, sie zu widerlegen.“ (1)

Natürlich lassen sich mathematische Axiome nicht widerlegen. Doch ganz so einfach ist es mit den Gesellschaftswissenschaften nicht. Der dialektische und historische Materialismus zeichnet sich dadurch aus, daß er auf strengen wissenschaftlichen Grundsätzen beruht. Er läßt keinerlei Raum für Spekulationen, den Glauben an Gott oder ein höheres Wesen. Er verbindet den Marxismus-Leninismus mit der politischen Ökonomie und legt damit den Grundstein für eine wissenschaftliche Auffassung vom Kommunismus. Eine „Freiheit“, unabhängig von diesen Gesetzmäßigkeiten, kann es nicht geben.

Marx zeigte: nur bewußtes und organisiertes Handeln verändert die Welt
Lenin schreibt weiter:

„Naturgeschichtliche Theorien, die an alte theologische Vorurteile rührten, wurden und werden bis zum heutigen Tage aufs schärfste bekämpft. Kein Wunder, daß die Lehre von Marx, die unmittelbar der Aufklärung und Organisierung der fortgeschrittensten Klasse der modernen Gesellschaft dient, die die Aufgaben dieser Klasse zeigt und die infolge der ökonomischen Entwicklung unausbleibliche Ablösung der heutigen Ordnung durch eine neue nachweist, kein Wunder, daß diese Lehre sich jeden Schritt auf ihrem Lebensweg erst erkämpfen mußte.“ (2)

Woher kommt dieses Bewußtsein?

Ganz allgemein gesagt, kommt bewußtes und organisertes Handeln daher, daß Menschen sich über die Ziele ihres Handeln im klaren sind, die herrschenden Gesetzmäßigkeiten erkannt haben und sie gemeinsam eine Veränderung anstreben, wenn also die objektiven gesellschaftlichen Gesetze erkannt und so beherrscht werden, daß die Ziele, die sich die Gesellschaft stellt, mit den Ergebnissen ihres Handelns übereinstimmen. Das ist jedoch unter kapitalistischen Verhältnissen nicht möglich. Hier herrscht immer die Anarchie der Produktion und die Ungerechtigkeit in der Verteilung der Ergebnise der produktiven Arbeit. Voraussetzung für einen Übergang zu einer neuen, sozialistischen Gesellschaftsordnung ist daher immer das gesellschaftliche Eigentum an Produktionsmitteln sowie ein hoher Vergesellschaftungsgrad der Arbeit und der Sieg der sozialistischen Revolution.

Friedrich Engels sagte:

„Die objektiven fremden Mächte, die bisher die Geschichte beherrschten, treten unter die Kontrolle der Menschen selbst. Erst von da an werden die Menschen ihre Geschichte mit vollem Bewußtsein selbst machen, erst von da an werden die von ihnen in Bewegung gesetzten gesellschaftlichen Ursachen vorwiegend und in stets steigendem Maße auch die von ihnen gewollten Wirkungen haben.“

Quellen:
1) W.I. Lenin, Marxismus und Revisionismus, In: Werke, Berlin 1962, Bd. 15, S.17
(2) W.I. Lenin, ebd. S.17.
(3) Friedrich Engels, Herr Eugen Dühring’s…, In: AW 6 Bd., Bd.V, S.311

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