Der Sieg der Sowjetunion im Mai 1945. Zum Jahrestag der BEFREIUNG vom Faschismus!

Tag des Sieges01Über den heldenhaften Sieg der Sowjetunion ist viel geschrieben worden. Das Jahr 1945 bedeutete für die Sowjetunion noch einmal ein Jahr schwerer und opferreicher Kämpfe. Nachdem US-amerikanische, britische und andere alliierte Truppen Anfang März 1945 den Rhein überquert hatten, stießen sie kaum noch auf einen nennenswerten Widerstand. Die Wehrmacht zog sich vor den vorrückenden Truppen der Westallierten häufig kampflos zurück. Die UdSSR hatte dagegen auch in der letzten Phase dieses Krieges die Hauptlast zu tragen, denn die faschistische Führung hatte bedeutende Teile der ihr verbliebenen Truppen im Raum Berlin konzentriert. [1]

Kräfteverhältnis

Prof.J.Streisand schreibt:

„Das ist die entsetzliche Bilanz des zweiten Weltkrieges: Krieg und Barbarei des deutschen Faschismus kosteten 20 Millionen Bürgern der Sowjetunion das Leben. Polen verlor 6 Millionen, Jugoslawien 1,7 Millionen Menschen, Frankreich 600.000, die USA etwa 405.000, Großbritannien 375.000 Menschen. Im zweiten Weltkrieg verloren 6 Millionen Deutsche das Leben. Davon sind weit über 4 Millionen gefallen, 410.000 wurden Opfer des Luftkrieges, etwa 200.000 fielen dem faschistischen Terror zum Opfer. In den Zuchthäusern und Konzentrationslagern, in den Gaskammern und den Vernichtungslagern sind etwa 11 Millionen Menschen verschiedener Nationalitäten ermordet worden.

‚Niemals wurde die Ehre einer Nation in schändlicherer Weise mit Schmutz und Blut besudelt, niemals wurde eine Nation von ihrer herrschenden Klasse in eine größere Katastrophe geführt als die deutsche Nation durch die Herrschaft der deutschen Großbourgeoisie‘ – das sind ebenso bittere wie wahre Worte aus dem programmatischen Dokument des Nationalrats der Nationalen Front des demokratischen Deutschland aus dem Jahre 1962.“ [2]

PanzerBerlin
Sowjetische Soldaten auf einem Т-34-85 vor dem Hintergrund des Brandenburger Tores in Berlin. Der Panzer ist mit einem Fanggitter vor Brandflaschen geschützt.

In einem Lehrbuch aus dem Jahre 1951 lesen wir:

„Der Vaterländische Krieg der Sowjetunion gegen die faschistischen deutschen Okkupanten hat gezeigt, wozu ein Volk fähig ist, das seine Freiheit und Unabhängigkeit, seine großen sozialistischen Errungenschaften verteidigt. Wieder, wie schon in den Jahren des Bürgerkrieges (1918 bis 1920), haben sich die Worte des großen Lenin von der Unbesiegbarkeit eines Volkes, das die Macht in seine eigenen Hände genommen hat, bewahrheitet.

‚Niemals wird man jenes Volk besiegen‘, sagte Lenin, ‚in dem die Arbeiter und Bauern in ihrer Mehrheit erkannt haben, fühlen und sehen, daß sie ihre eigene Macht, die Sowjetmacht, die Macht der Werktätigen, verteidigen, daß sie jene Sache verteidigen, deren Sieg ihnen und ihren Kindern die Möglichkeit sichern wird, am Genuß aller Güter der Kultur, aller Schöpfungen der menschlichen Arbeit teilzuhaben.‘ (W.I.Lenin, Werke, 4.Ausgabe, Bd.29, S.292, russ.)

Die Partei der Bolschewiki schmiedete den großen Sieg des Sowjetvolkes im Vaterländischen Krieg gegen die faschistischen deutschen Okkupanten. Die Partei Lenins und Stalins inspirierte und organisierte alle Sowjetmenschen zum Kampf gegen den Feind. Die Liebe zur sozialistischen Heimat, der Sowjetpatriotismus, die Treue zur Sache Lenins und Stalins bildeten jene große Kraft, die die Kämpfer der Sowjetarmee und der Sowjetflotte, die Werktätigen im Hinterland, die Partisanen und Partisaninnen zu heroischen Großtaten begeisterte. Diese Eigenschaften wurden von der bolschewistischen Partei im Sowjetmenschen geweckt.“ [3]

Kitschigin am Grab
Iwan Aleksandrowitsch Kitschigin vor dem Grab seines Freundes
Grigori Afanasjewitsch Koslow in Berlin Anfang Mai 1945.

In diesem Lehrbuch lesen wir weiter:

„Die hervorragenden Eigenschaften der Bolschewiki – Mut, Kühnheit, Furchtlosigkeit im Kampf und die Bereitschaft, gemeinsam mit dem ganzen Volk gegen die Feinde der Sowjetheimat zu kämpfen – wurden Gemeingut des gesamten Sowjetvolkes. Die bolschewistische Partei bildete den leitenden Kern der Front und des Hinterlandes. Sie stand an der Spitze der gewaltigen Arbeit zur Umstellung der Sowjetwirtschaft auf die Bedürfnisse des Krieges und an der Spitze der mächtigen Volksbewegung zur Unterstützung der Front. Die Parteiorganisationen festigten die Reihen der Armee und stärkten die Moral der Sowjetkämpfer, ihre Standhaftigkeit und ihren Angriffsschwung. Durch ihre ganze Arbeit sicherten sie die Erfüllung der Befehle der sowjetischen Heeresführung.“ [4]

pobeda_09
Rückkehr des Fliegers und zweimaligen Helden der Sowjetunion, Nikolai Michailowitsch Skomorochows (1920-1994), von der Front. Er flog 605 Kampfeinsätze, führte mehr als 130 Luftkämpfe durch, bei denen er persönlich 46 feindliche Flugzeuge und 8 in der Gruppe vernichtete. In der Liste der besten sowjetischen Jagdflieger nimmt damit den 7.Platz ein. Skomorochow wurde während des ganzen Krieges nicht ein einziges Mal verwundet oder abgeschossen.

Quellen:
[1] vgl.: Geschichte, Lehrbuch für Klasse 9, Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin, 1988, S.197.
[2] Joachim Streisand, Deutsche Geschichte in einem Band, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin, 1979, S.338.
[3] Lehrbuch für die Politischen Grundschulen, Erster Teil, Dietz Verlag, Berlin, 1951, S.242.
[4] Lehrbuch für die Politischen Grundschulen, a.a.O. S.243.
(Die Bilder stammen aus sowjetischen Archiven.)

Siehe auch:
Wofür führte Hitler Krieg?
Dank Euch Ihr Sowjetsoldaten
Der Nürnberger Prozeß: Epilog
Der Verbrecherstaat USA: Über 1,5 Millionen Opfer des Terrors der USA seit 1945
Geschichtsfälscher: Die Lüge von der angeblichen „verdienstvollen Befreiung“ Europas durch die USA

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6 Antworten zu Der Sieg der Sowjetunion im Mai 1945. Zum Jahrestag der BEFREIUNG vom Faschismus!

  1. Pingback: Warum hat die Sowjetunion den deutschen Faschismus besiegt? | Sascha's Welt

  2. S. Erfurt schreibt:

    In jW hieß es gestern: „Das russische Staatsoberhaupt Putin verschickte mehrere Glückwunschschreiben an Staats- und Regierungschefs. Der Sieg sei damals gemeinsam errungen worden, hieß es mit Blick auf die früheren Sowjetrepubliken.“

    Wer lügt hier, die jW oder Putin!?

    • sascha313 schreibt:

      Putin hat recht. Aber: die zweite Front wurde von den Westmächten erst gegen Ende des 2. Weltkriegs eröffnet, als die Niederlage des faschistischen deutschland schon absehbar war, also nach dem großen Sieg in Stalingrad. Aber das sollte doch bekannt sein, odr? Viel auffälliger als diese wenig bemerkenswerte Notiz ist doch: In den minimalistischen „Feierlichkeiten wurde „der Toten des 2. Weltkriegs gedacht“ und mit keinem Wort wurde die Befreiung vom Faschismus erwähnt, allerfalls die Kapitulation (und da gibt es nichts zu feiern). Das war auch der Sinn der Coronamaßnahmen!

      • S. Erfurt schreibt:

        Natürlich ist das bekannt, daß die 2. Front in keinster Weise zum Sieg beigetragen hat. Die westlichen Alliierten haben sogar das Ende des 2. Weltkrieges hinausgezögert um sich einen möglichst großen Teil von Deutschland für ihr zukünftiges Wirtschaftsgebiet zu sichern (Abusch). Die ganze westliche Allianz hat gemeinsam gegen Russland gekämpft! Insofern verstehe ich die Aussage „der Sieg wurde gemeinsam errungen“ als eine Lüge.

        Ansonsten: Die „Feierlichkeiten“ der heutigen EU-Staatenoberhäupter sind an Zynismus nicht mehr zu überbieten.

      • sascha313 schreibt:

        …danke, so ist es!

  3. Johann Weber schreibt:

    Zum 75. Jahrestag der Befreiung sollten wir auch nicht vergessen, was diese Befreiung für die Berliner Bevölkerung bedeutete, mit den Befreiern kam das Brot. Wie war die Lage der Berliner Bevölkerung Anfang April 1945? Josef Orlopp (SPD) beschreibt in seinem Buch „Zusammenbruch und Aufbau Berlins 1945/46“ deren Situation so:

    „Eine Hungersnot sei unabwendbar, wenn nicht schnellste Hilfe durch, die russische Besatzungsmacht erfolge. Ein russischer Offizier erklärte, daß die Besatzungsmacht Ihren gesamten Wagenpark für die Heranschaffung von Lebensmitteln zur Verfügung stelle, um die Berliner vor dem Verhungern zu schützen. Die für die nächsten acht Wochen notwendigen Lebensmittel seien ihrerseits schon bereitgestellt. Am 6. Mai 1945 wurden die Berliner Geschäfte in den Arbeiterbezirken Wedding und Reinickendorf zum ersten Male durch die Truppen der sowjetischen Armee beliefert.

    Hungernde Menschen durchwühlten die Müllhaufen oder krochen in die Keller der zerstörten Wohnhäuser auf der Suche nach Resten von Lebensmitteln. Kartoffelschalen wurden zur menschlichen Ernährung verwendet, und die Schleichhandelspreise erreichten eine nie gekannte Höhe. Meiner Auffassung nach hätte die russische Besatzungsmacht Berlin nur wenige Tage seinem Schicksal zu überlassen brauchen, und die Bevölkerung wäre vor Hunger umgekommen. In dieser größten Not halfen uns die Vertreter des Sowjetvolkes, das von Hitler im Jahre 1941 hinterhältig überfallen wurde.

    Sie übten keine Rache, sondern halfen mit allen Mitteln, die Ihnen selbst zur Verfügung standen. Am Abend des 6.Mai 1945 rollten die Militärautos durch die Straßen Berlins, und die Besatzungstruppen selbst belieferten die Lebensmittelgeschäfte.”

    Und was hinterließen Hitlers Armee und seine Gefolgsleute mit ihrem Vernichtungskrieg in der Sowjetunion?

    Mehr als 27 Millionen Tote und Verwundete, 25 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause, 1710 Städte, 32.000 Industriebetriebe, 98 000 Kolchosen, 70.000 Dörfer, 65 000 km Eisenbahnstrecke und 1876 Sowchosen waren zerstört worden.

    Die Sowjetunion hat einen Großteil der Menschen in ganz Berlin – die Stadt wurde erst im Juli 1945 in vier Sektoren geteilt – vor dem sicheren Hungertod gerettet.

    „Doch von hungernden und frierenden Menschen, denen es an allen Bedarfsgütern des täglichen Lebens fehlt, kann ein objektives Urteil über die geleistete Aufbauarbeit nicht erwartet werden. Der Deutsche vergißts so schnell“, schreibt Josef Orlopp weiter.

    Zu bedenken ist dabei auch, daß dieses Vergessen in Westberlin und Westdeutschland massiv befördert wurde durch das Wiederaufgreifen und Weiterbetreiben antisowjetischer und antikommunistischer Hetze, von der Nachkriegszeit an bis heute.

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