Syrischer Erzbischof: Gemäßigte Rebellen gibt es nicht und wenn Assad geht, endet Syrien wie Libyen

syrien4Es zeigt sich, daß man wie zu Hitlers Zeiten den ausländischen Sendern eher vertrauen kann als den eigenen, deutschen. Es gibt mehr und mehr Informationen, die ganz bewußt den deutschen Hörern, Lesern oder Fernsehzuschauern vorenthalten werden, gefälscht werden oder nach Gutdünken des westlichen Imperialismus umgedeutet werden. Das haben inzwischen viele Menschen in der BRD begriffen. Natürlich nicht alle; einige wollen es auch nicht begreifen. Aus RT Deutsch stammt die folgende Meldung: Erzbischof Jacques Behnan Hindo, einer der wichtigsten Vertreter der über zwei Millionen Christen in Syrien, hat sich gegenüber Agenzia Fides, der Nachrichtenagentur der katholischen Kirche, äußerst kritisch gegenüber der Rolle der USA und insbesondere der CIA in Syrien geäußert. Zudem hinterfragte er die Kritik der USA an den russischen Luftschlägen mit den Worten: „Die USA protestieren 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Glauben sie wirklich, daß wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?“

USA-Senator McCain als Kriegsverbrecher

„Der US-amerikanische Senator John McCain beklagt, daß die russische Luftwaffe nicht die Stellungen des Islamischen Staates, sondern die von der CIA ausgebildeten Rebellen angreift. Dies finde ich äußerst beunruhigend“, so Erzbischof Jacques Behnan Hindo von Hassakè-Nisibi, „denn damit gesteht er ein, daß sich hinter dem Krieg gegen Assad auch die CIA verbirgt und es sich um einen Stellvertreterkrieg von Mächten, die zusammen mit ihren Verbündeten in der Region gegen Syrien kämpfen.“

Es gibt keine „gemäßigten Rebellen”

Weiter führt der syrisch-katholische Erzbischof aus: „Die westliche Propaganda redet weiterhin von gemäßigten Rebellen, doch die gibt es nicht. In der Galaxie der bewaffneten Gruppen sind die Soldaten der Syrischen Befreiungsarmee nur mit einer Lupe zu finden. Alle anderen, abgesehen vom IS, haben sich in der Al-Nusra-Front zusammengeschlossen, ein Ableger der Al Kaida in Syrien. Dies alles ist sehr beunruhigend. Diese Supermacht protestiert 14 Jahre nach dem 11. September, weil die Russen die Milizen der Al Kaida in Syrien bombardieren. Was bedeutet das? Daß Al-Kaida sich nun mit den USA verbündet hat, nur weil sie in Syrien anders heißt? Glauben sie wirklich, daß wir so wenig Intelligenz und Erinnerungsvermögen besitzen?“

Wenn Assad geht, endet Syrien so wie Libyen!

„Wir werden selbst darüber entscheiden, wann Assad gehen muß und nicht der IS oder der Westen“, so Erzbischof Hindo im Gespräch mit Agenzia Fides und schließt mit den Worten: „Und eines ist gewiß: Wenn Assad jetzt geht, dann endet Syrien wie Libyen.“

Quelle: RT Deutsch

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5 Antworten zu Syrischer Erzbischof: Gemäßigte Rebellen gibt es nicht und wenn Assad geht, endet Syrien wie Libyen

  1. Pingback: Was sind die Gründe des Krieges gegen Syrien? | Sascha's Welt

  2. Harry 56 schreibt:

    Bin einfach begeistert!

    Nun werden ganz gewiß alle Hohenwürdenträger der einstigen WILHELM zwo/Hitler- und heutigen BRD- „Staatskirchen“ und Kapitalismus-Hofschranzen in mittelalterlichen Kostümen sich blutige Knie holen bei ihren Gebeten für die Errettung Assads, der syrischen Christen, oder irre ich da?

    Aus diesem Anlaß mal beste mittelalterlich-christliche Grüße an alle „toleranten“ Staatskirchler hier… 🙂

    • sascha313 schreibt:

      Na na na! Warum so sarkastisch, Harry? Der Erzbischof befindet sich in sehr ehrenwerter und aufrichtiger Gesellschaft: Pater Pawel, Metropolit Gregorius, der Karpatenbischof Theophan und schließlich irgendwie auch Pastor Niemöller

      • Harry 56 schreibt:

        Christen sind nicht immer gleich Christen, so wie Kommunisten nicht immer gleich Christen sind.
        Dieser syrische Bischoff weiß natürlich sehr wohl, wovon er spricht.
        Seit auswärtige Imperialisten mit Unterstützung arabischer Vasallen und Henker den „Islamistischen Terrorismus“ zwecks Durchsetzung imperialistischer Ziele ins Leben gerufen haben, haben zahllose Menschen christlichen Glaubens ein neues Martyrium erleben müssen.
        Manche dieser alten christlichen Gemeinden hatten eine fast 2000 jährige Geschichte, bis sie imperialistischen und oft auch nur rein geschäftlichen Interessen unter einem verlogenen „Islam“-Wimpel geopfert wurden.

        Wo blieben nun die Stiimen der fürstlich indirekt staatlich best-bestallten BRD-Staatschristen zu dieser mörderischen Verfolgung ihrer nahöstlichen Glaubensgenossen?
        Auf einem Kirchentag in Westberlin, noch vor Schließung der Staatsgrenze der DDR trompeteten BRD- Staatspriester, dass im Angesichts des angeblich unmenschlichen atheistischen „Ulbricht-Regime“ „Kirche den Mund auttun“ müsse. (Siehe: DDR-Doku „Schaut auf diese Stadt!“)
        Das war damals 1961 in Westberlin, hinaus- und rübergeschrien in die Hauptstadt der DDR, wo es keinerlei Verfolgungen, Drangsalierungen, Ermordungen von Christen gab.
        Und wo heute bitteschön „tut Kirche den Mund auf“?
        Wer oder was hat diesen Christen heute den Mund verschlagen angesichts so vieler Greueln? Übrigens nicht nur allen diesen BRD-Staatskirchler, Gottes-Beamten, im Prinzip überall im kapitalistischen NATO/EU-Europa.

        Wie kann man daher solche schäbigen einstigen „Reichsbischöfe“ und heutigen NATO-Bischöfe (Siehe nochmals: „Schaut auf dieses Stadt!“) in ihren mittelalterlichen Karnevalskostümen überhaupt noch ernst nehmen?
        Mit guten und wahren, aufrichtigen Christen hat dieses Staatsgesindel der BRD und anderer europäischer „Großkirchen“, allesamt Hohenpriester der NATO, jedenfalls nichts am Hut.

        Gegen wirkliche überzeugte Christen würde mir jedenfalls kein despektierliches Wort über die Lippen kommen!

        Dennoch rein persönlich lieber beste soz. Grüße!

  3. Harry 56 schreibt:

    Harry 56 schreibt:
    2. Februar 2016 um 22:27

    „Christen sind nicht immer gleich Christen, so wie Kommunisten nicht immer gleich Christen sind.“

    Pardon, sollte natürlich heißen: „Christen“ sind nicht immer gleich Christen, so wie „Kommunisten“ nicht immer gleich KOMMUNISTEN sind!

    Nicht selbstfabrizierte und zugleich marktschreierisch auch noch gleich selbstumgehangene Namensschildchen zählen, sondern nur die tatsächliche gesellschaftliche und politische Haltung von Menschen, welche sich in der Öffentlichkeit positionieren.

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