Wie entstehen Meinungen? Und brauchen wir einen Pluralismus?

MeinungMeinungen gibt es verschiedene, doch nicht jede Meinung ist richtig, einige sind auch falsch. Bekanntlich sind wir vielen Verführungen ausgesetzt, die unsere Meinungen beeinflussen. Das Bestimmende in unserer kapitalistischen Gesellschaft sind dabei die Interessen der herrschenden Klasse, einer ihrer Anzahl nach absoluten Minderheit. Es sind diejenigen, denen die Produktionsmittel gehören, und die die Macht im Staate haben. Doch wie verhält es sich nun mit der Pluralität der Meinungen? Gibt es einen Pluralismus? Und brauchen wir überhaupt eine solche Pluralität? Darüber sollten wir reden und uns eine Meinung bilden…

Über die Meinungsfreiheit

Im Grundgesetz für die BRD heißt es: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“ [1] Das ist natürlich sehr schön. Hoffen wir, daß das auch so bleibt. Zum Vergleich: In der Verfassung der DDR stand etwas Ähnliches „Jeder Bürger der Deutschen Demokratischen Republik hat das Recht, den Grundsätzen dieser Verfassung gemäß seine Meinung frei und öffentlich zu äußern.“ [2] Und das war auch so! Wobei die Einschränkung „…dieser Verfassung gemäß“ sich insbesondere gegen jene richtete, denen ihre Rechte wohl, die Pflichten aber weit weniger wichtig waren. Das nur nebenbei: Es gab das Recht auf Arbeit und auf Bildung, auf Mitgestaltung der Gesellschaft, auf Freizeit und Erholung. Es gab das Recht auf den Schutz der Gesundheit und auf staatliche Fürsorge im Alter – um hier nur einiges zu nennen. Und es gab beispielsweise die Pflicht zur Verteidigung der DDR. Doch kehren wir zurück zur Meinungsbildung!

Was versteht man unter öffentlicher Meinung?

Die öffentliche Meinung ist eine spezielle Seite des gesellschaftlichen Bewußtseins, die im Unterschied zur individuellen Meinung ein kollektives Urteil zum Ausdruck bringt. In der öffentlichen Meinung kommt also stets ein bestimmtes Verhältnis von Klassen oder Gruppen zur gesellschaftlichen Umwelt zum Ausdruck. Sie widerspiegelt das Allgemeine, das Wesentliche jener Klassen- und Gruppeninteressen, die die öffentliche Meinung formen.

Wie entsteht die öffentliche Meinung?

Eine öffentliche Meinung bildet sich dann heraus, wenn der Gegenstand, das Problem oder das Ereignis, über das man sich eine Meinung bilden kann, ins Bewußtsein gerückt wird. Der Ausgangspunkt der Meinungsbildung ist immer eine Information, durch die das Interesse geweckt wird. Da die ökonomisch herrschende Klasse auch über alle Mittel verfügt, ihre Ideen und Meinungen durchzusetzen, entspricht die unter den Bedingungen der kapitalistischen Klassengesellschaft vorherrschende öffentliche Meinung auch den Auffassungen der herrschenden Klasse und vertritt deren Ziele. Trotzdem wir heute, im Zeitalter des Internets, viele Möglichkeiten haben, uns zu informieren, verfügt die Bourgeoisie über ein ausgeklügeltes System der Meinungsmanipulation.

vgl. Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Soziologie, Dietz Verlag Berlin, 1969, S.276f.

siehe: Noam Chomsky: Geheimnisse der Massenbeeinflussung


Das ferngesteuerte Bewußtsein

1411e2cb-67ae-492f-af3b-c1f368eb27bfDer amerikanische Schriftsteller Vance Packard äußerte schon vor einigen Jahren in seinem Buch „Die geheimen Verführer. Der Griff nach dem Unbewußten in jedermann“ die Befürchtung , man werde im Jahre 2000 den Menschen elektronisch gesteuert beliebig manipulieren können. [3] Der amerikanische Psychiater und Psychologe James Miller charakterisierte die ferngelenkten Gehirne, die zu ihrer Steuerung keine Massenmedien mehr benötigen, sondern höchstens Elektroden oder Chemie, als „Atomwaffen des geistigen Angriffs“. Eine von ihm zusammengerufene Gruppe von sechzehn Wissenschaftlern stellte fest:

„Wir müssen aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem entscheidenden Fortschritt in der Steuerung der Verhaltensweise und der Meinungen der Menschen durch außergewöhnlich wirkungsvolle Ausbildungstechniken, Drogen, unterschwellige Reize, durch Manipulation von Motiven oder anderen, uns heute noch unbekannten Mitteln rechnen. Die Wissenschaftler deuteten an, daß diese Wissenschaft von der Steuerung der menschlichen Seele größere Wirkungen hervorrufen würde als die Wasserstoffbombe.“ [4]

Als eine der fünfzehn revolutionierendsten Erfindungen, mit denen in naher Zukunft zu rechnen sei, nannte der Vorsitzende der Atomkommission der USA, Seaborg, „Pharmazeutika, die die menschliche Persönlichkeit auf jeder gewünschten Ebene zu verändern und zu erhalten, vermögen“.

Quelle: Bergner/ Haak/Hamann (Autorenkoll.): Manipulation. Dietz Verlag Berlin, 1968, S.45f.

siehe: Der Imperialismus und die Drogen


Was ist Pluralismus?

PluralismusPluralismus: bürgerlich-revisionistische Konzeption zur Verschleierung der unversöhnlichen Klassengegensätze zwischen Bourgeoisie und Proletariat und zur ideologischen Diversion gegen den realen Sozialismus. Die Verfechter dieser jeder Realität widersprechenden Konzeption behaupten: Die Entwicklung der »modernen Industriegesellschaft« habe an die Stelle der Klassenspaltung eine bunte Vielfalt von »lnteressengruppen« der Bevölkerung gesetzt, die über verschiedenste Organisationsformen (Parteien, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen u.a.) nach den Spielregeln der bürgerlichen Demokratie die gleichen Chancen und Möglichkeiten hätten, ihre Ideen und Interessen politisch durchzusetzen.

Man redet in der BRD viel vom Pluralismus…

Tatsache ist jedoch, daß z.B. in der BRD die Monopole auf Grund ihrer ökonomischen Macht (1,7% der Bevölkerung besitzen rd. 70% des Betriebs- und des Anlagenkapitals) auch die politische Herrschaft ausüben. Sie haben ihre Vertreter in Regierung und Parlament, sie finanzieren Wahlkämpfe und politische Parteien, sie verweigern den Arbeitenden echte Mitbestimmungsrechte. Fünf-Prozent-Wahlklausel, Bespitzelung und Berufsverbote verwehren bzw. erschweren den wahren Interessenvertretern der Werktätigen, den Kommunisten, den Zugang zu den Parlamenten und gesellschaftlichen Institutionen. Es werden nur solche Ideen, Meinungen und Standpunkte geduldet bzw. gefördert, die der Herrschaft der Monopole nützlich sind oder diese Herrschaft nicht gefährden.

Das von antisozialistischen Kräften gepriesene »Modell« des pluralistischen Sozialismus bezweckt, die politisch-moralische Einheit der sozialistischen Gesellschaft zu untergraben und dort Raum für Aktivitäten konterrevolutionärer Kräfte und deren Organisationen zu schaffen. Das Wesen dieser Konzeption wurde besonders im Wirken der Feinde des Sozialismus zu Beginn der 80er Jahre in der VR Polen deutlich.

Quelle: Taschenlexikon für den Zeitungsleser.Dietz Verlag Berlin, 1988, S.194f.

Siehe: Wohin mit all den Miesmachern?


Zitate:
[1] Deutscher Bundestag (Hrsg.): Grundgesetz für die Bundesrepubklik Deutschland, Textausgabe, Stand: Oktober 1990, S.13.
[2] Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, Staatsverlag der DDR, Berlin, 1969, S.31f.
[3] V.Packard: Die geheimen Verführer, Düsseldorf 1958, S.285.
[4] V.Packard: Die wehrlose Gesellschaft, Düsseldorf 1964, S.343/344.

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16 Antworten zu Wie entstehen Meinungen? Und brauchen wir einen Pluralismus?

  1. Achim Kessel schreibt:

    Guten Mittag Sascha,

    die Frage, wie entstehen Meinungen,warum werden Meinungen gebildet und was für Instrumente werden benutzt um Ziele durch Manipulationen zu verschleiern. Wenn man dem folgt, taucht man in eine Welt ein, die logische Schlussfolgerungen erzeugt. Da nimmt, nach meiner Meinung, das System der Bildung einen wesentlichen Platz ein.
    Nur ganz grob, ein absolut veraltetes, dreigliedriges System für die Allgemeinheit und Elite – Schulen eben für den elitären Nachwuchs. Daraus folgt die Schlussfolgerung, was hat Absolventen der renommiertesten Bildungseinrichtungen der DDR bewogen zu “ Bürgerrechtlern “ zu werden oder sprichwörtlich, in die Hand zu beissen, die sie genährt und gefördert hat.
    Daraus ergeben sich weitere Fragen, um deren Beantwortung es sicherlich noch Zeit braucht.

    • Harry 56 schreibt:

      Bildung allein, auch keine marxistische Bildung, erschafft quasi von allein einen „Neuen Menschen“, schafft neue gesellschaftliche Verhältnisse.
      Typen wie ein Karl Kautsky & viele andere Konsorten sind hier hinreichende Beispiele. So zu argumentieren bedeutet letztlich, ideologisch, dh. im Klartext, bürgerlich zu argumentieren, bürgerlichen geistigen Nebel zu verbreiten.

      Jede Bildung, welche auch immer, benötigt sowohl Absender als auch Adessaten, Sender und Empfänger. Doch wer sind nun Absender und Adressaten, Sender und Empfänger von Bildung? Welche Motive, welche Interessen verbergen sich hinter aller „Bildungsmacherei“? Wer benötigt und gebraucht die Instrumente der Bildung zu welchen ganz konkreten, oftmals bloß rein persönlichen Interessen, selbst dann, wenn diese rein persönlichen Interessen sich hinter vermeintlichen gesellschaftlichen versuchen zu verstecken? Das alle abgehobene Bildungsbürgerei nur der Beweihräucherung, der Beschönigung, wenigstens aber dem Verdrängen, vorsätzlichen Ignorieren aller ganz profanen kapitalistischen Ausbeuterei dient und zu sonst gar nichts, dürfte sich zumindest unter uns hier von selbst verstehen.

      Wie konnte es nun sein, dass auch Absolventen guter demokratischer Bildungseinrichtungen der DDR in den späteren Jahren dieses Staates sich zunehmend dem Kapitalismus zuwandten? Hätten zumindest diese Leute nicht genug über die ganz normale und triviale kapitalistische Ausbeuterei, allen mit dieser ganz natürlich einhergehenden Verbrechen und Kriegen wissen müssen? Waren sie vielleicht doch nicht „genug“ gebildet? War einfach nur der böse Revisionismus von Chrustschow & Co. daran „schuld? Wieder wären, sind das rein ideologische Fragestellungen! Die Antwort auf diese Fragen kann man weder „frei“ aus dem eigenen Kopf, noch aus den Köpfen aller dieser System-Überläufer herausziehen. Sie liegt in den ganz allgemeinen weltpolitischen und weltökomischen Verhältnissen, realen Machtverhältnissen jener Epoche begründet. Und diese allein haben wir zu erforschen, zu beleuchten.

      So lange in einem Teil der Welt eine ungeheurer reiche und mächtige (Welt)Elite die totale gesellschaftliche Kontrolle über alle Nichtbesitzenden, mehr oder weniger Mittellosen dieses Teils der noch- kapitalistischen Welt ausübt, aufgrund ihres ungeheueren Reichtums in der Lage ist, sich rund um die Uhr Legionen von gutbestallten Paladinen, Lakaien, Speichelleckern, Schönrednern, Ideologen aller Art zur allgegenwärtigen Verfügung zu halten, diese gekauften Systemdiener, Systemlinge sogar mit „Nobelpreisen“ gelegentlich „ehren“ lassen kann, so lange wird es auch immer wieder in sozialistischen Ländern Leute geben, welche trotz aller „marxistischen Bildung“ aller vorangegangenen „marxistischen“ Sprücheklopferei in die Dienste jener Eliten aus ganz trivialsten Gründen zu treten bereit sind.

      Bert Brecht: Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral!

      Renegaten, sich ideologisch als „Kritiker“ tarnend, ausgebend, auch gern als „Opfer“ aufspielnd, Revisionisten und Opportunisten werden erst von dem Augenblick an allmählich – ALLMÄHLICH ! – aus der Welt verschwinden, wenn alle Ausbeuterei, Plusmacherei, alle damit verbundenen ungeheuerlichen gesellschaftlichen Privilegien und Macht weltweit verschwunden sind. Erst dann, ab diesem Augenblick, könnte wirklich und ernsthaft von einem Übergang vom Sozialismus zum Kommunismus gesprochern werden.

      Doch der Sozialismus ist aller und allerwichtigster Anfang. Und wahrscheinlich auch wieder zunächst nur in einer Reihe von Staaten, nicht weltweit zugleich. Ich vermute, dass sich alle vergangenen Kämpfe zwischen Sozialismus und Kapitalismus/Imperialimus wiederholen werden, wenn auch unter völlig anderen historischen Bedingungen.

      Beste soz. Grüße

      • Harry 56 schreibt:

        Hier noch ein kleiner Nachtrag, wer warum aus welchen Gründen unter Umständen in einer in Kapitalismus und Sozialismus geteilten Welt zum „Dissidenten“, „Kritiker“, kurzum Verräter am sozialistischen Aufbau werden kann.

        Aber auch noch einige andere historische FAKTEN sind in diesem Beitrag nicht ganz „Ohne“….. 🙂

        Beste soz.Grüße

  2. Inson schreibt:

    Die neue Gesellschaft wird auf und aus den Trümmern der Alten gebaut. Mit den Menschen die in der alten Gesellschaft gelebt haben und von ihr geprägt wurden. Der Aufbau der neuen Gesellschaft wird sich über viele Generationen erstrecken.
    Was kann man in 40 Jahren erreichen?
    Sicherlich zu wenig. Und wahrscheinlich spielt auch das von Peter Hacks sogenannte „Gossweilersche Gesetz“ eine nicht unbedeutende Rolle:
    „Jede kommunistische Bewegung zu jeder Zeit seit 1848 ist zu einem etwa konstanten Anteil mit Kräften durchsetzt, denen die ganze Sache zu anstrengend ist und die potentiell bereit sind, die Friedensangebote, die die Bourgeoisie ihnen macht, wohlwollend zu prüfen. Wie hoch dieser Anteil jeweils ist, ist kaum eine Frage der Gunst oder Ungunst der gesellschaftlichen Stunde. Das Vorhandensein großartiger Führer, Lenins, Stalins, Ulbrichts, hingegen kann die Quote der Revisionisten entmutigen und für eine gewisse Weile senken.“

    • sascha313 schreibt:

      Danke, Inson! Auch wenn der Untergang der stinkenden, verfaulten, spätkapitalistischen Ordnung für viele Menschen schmerzlich sein mag und für einen großen Teil sogar tödlich verläuft, so gibt es doch Grund zum Optimismus:
      1. Der Betrug und die Verbrechen der Bourgeoisie kommen früher oder später ans Licht. Das hat sich 1945 in Nürnberg gezeigt.
      2. Der Mensch ist ein soziales Wesen. Es gibt immer und überall (auch in der bürgerlichen Gesellschaft) moralisch anständige Menschen, die Unrecht auch beim Namen nennen und bereit sind, es zu beseitigen. Und im Grunde wollen doch alle Menschen friedlich leben.
      3. Es gibt eine allgemeine Gesetzmäßigkeit, die besagt, daß Natur und Gesellschaft sich immer von Niederen zum Höheren entwickeln. Für den Menschen, als das höchstentwickelte Wesen, bedeutet das auch, daß er in der Lage sein wird nicht nur die Natur, sondern auch die menschliche Gesellschaft nach vernünftigen Grundsätzen zu gestalten. 4. Es wird immer Phasen mit unterschiedlichem Entwicklungstempo geben, schnelle Fortschritte wie auch Rückschläge, Siege und Niederlagen.
      5. Der Stand der Erkenntnis wird sich weiterentwickeln – daran haben die Kommunisten entscheidenden Anteil (und große Verantwortung!). Es gibt eine wissenschaftliche Weltanschauung: den Marxismus!
      6. Hacks hatte recht! Gossweiler natürlich auch.

  3. Achim Kessel schreibt:

    Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse

    Kurt Gossweiler: „Keine Fessel der Produktivkraft?!“
    Zitat: „Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarktes die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. … An die Stelle der  alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. … Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich“

    …das ist m.E. nichts anderes als die Globalisierung und der hegemonistische Anspruch einer Nation als Weltmacht. Oder?

  4. Achim Kessel schreibt:

    … ja, es ist ein Zitat aus:

    PRODUKTIVKRÄFTE UND PRODUKTIONSVERHÄLTNISSE

    Kurt Gossweiler: Kapitalismus keine Fessel der Produktivkraft?!

    Zur Kritik an Herbert Meißner: „Konflikt auf höherer Ebene“

  5. sascha313 schreibt:

    Hier die Quelle:
    http://www.offen-siv.net/2009/09-01_Januar-Februar.shtml#i20
    Gossweiler zitierte hier aus dem „Manifest“. Man kann sich davon überzeugen, daß Gossweiler den Meißnerschen Revisionismus glänzend widerlegt hat! (Meißner gehört, wie übrigens auch Steigerwald, Lieberam, Münchow, Wagner und Roß zu einer Revisionisten-Clique, die seit Jahren in sogenannten linken Medien ihr Unwesen treiben!) Es empfiehlt sich, dazu den Artikel von L.Pribytkowa über den Eurokomunismus zu lesen.

    Sehr deutlich weist die Autorin auf Lenin hin, der schrieb: „Die Bourgeoisie ist (in der ganzen Welt) noch stärker als wir, und zwar um ein vielfaches. Ihr noch eine solche Waffe zu geben wie die Freiheit der politischen Organisation … hieße dem Feind die Sache erleichtern, hieße dem Klassenfeind helfen.“ (W.I.Lenin: Brief an G.Mjasnikow. In: Lenin, Werke, Dietz Verlag, Berlin 1982, Bd.32, S.529.) …… und genau das tut Meißner indem er alles ingoriert, was Lenin zur Marxschen Revolutionstheorie beigetragen hat. Meißner hilft dem Klassenfeind! Und er ist schlimmer als der Klassenfeind, weil er das nicht offen zugibt!

    Solche „Meinungen“ (wie die des Meißner) sind also vergiftet.
    Siehe: Marxfälscher und andere Revisioniosten unserer Zeit.

  6. Harry 56 schreibt:

    Zu meinen letzten Beitrag hier der oben fehlende Link: …

    (Kommentar: Harry, ich habe diesen Link gelöscht! Denn Fursow ist ein antikommunistischer Demagoge und der Film ist eine Fälschung. Beispielsweise betrifft die Hinrichtung am Anfang des Films nicht, wie Fursow behauptet, die angebliche „Nomenklatura“, sondern der Ausschnitt zeigt, wie in Kiew einige Bandera-Faschisten öffentlich hingerichtet wurden – usw., N.G.)

    • Achim Kessel schreibt:

      … mein Gedanke; “ …das ist m.E. nichts anderes als die Globalisierung und der hegemonistische Anspruch einer Nation als Weltmacht. Oder? “ ging doch in die richtige Richtung. Ich hätte das internationale Finanzkapital und die Rolle Großbritanniens und der USA, sprich, die Angelsachsen, hinzu fügen müssen.

    • Rheinlaender schreibt:

      Ein sehr intelligentes, knappes und vor allem logisches Video. Logik ist gut, weil sie ohne überflüssige – meist nur verfälschende – historische Details auskommt. Auch Nikolai Starikov ist ein Meister der Logik und benutzt nur so wenige historische Details wie unbedingt nötig.So hat er sehr kurz – logisch – bewiesen, dass die ganze Stalin Hetze nur dazu führen kann, alle Erfolge der UdSSR / Russlands KAPUTTZUREDEN.

      Übrigens scheint das Fach „Geschichte“ oft eine Disziplin von Lernbehinderten und Faschos zu sein, um von den wichtigen / wesentlichen Dingen abzulenken. Diese Rechten klammern sich dann an irgendwelchen unbedeutenden Blödsinn, um heute dies und morgen jenes zu behaupten. Die streiten sich also um die „echte Haarfarbe“ von Hitler und der angeblichen Unterstützung Stalins durch die USA.

      ABER: Wir sollten das Internet – besonders Youtube nutzen, um dagegen zu halten. Weil: Diese „Historiker“ sind oft gutgläubig von den unwichtigen Kleinkram überzeugt. Der Kanal von the finish bolshevik ist ganz gut, zur Gegenaufklärung. Viele „Wahrheitssucher“ finden Stalin gut und glauben den Blödsinn über Terror nicht mehr so richtig. Aber die Kapitalisten verbreiten über ihre RECHTEN jetzt immer mehr die Lüge, dass der „WELT Kommunismus“ vom angelsächsischen Kapital finanziert wird / wurde.

      Kleine wahre Anekdote: Als unser Geschichtslehrer uns das Märchen von den 20-30 Millionen Opfern des „Stalinismus“ erzählt hatte, sagte ich folgende : „Bei einer Revolution ist es doch ok. wenn mindestens 20-30 Prozent Anhänger der alten Ausbeuter liquidiert werden. Also hat „Stalin“ viel zu wenig getan. Warum ließ Stalin so viele Verbrecher am Lebe ? Auf jeden Fall hat mir der eigentlich konservative Geschichtslehrer eine gute Note gegeben. Der Grund: „Historiker“ freuen sich schon mal, wenn jemand auch mal LOGISCH argumentiert.

      • sascha313 schreibt:

        Starikow ist ein klar denkender und klug formulierender Publizist. Er argumentiert vor allem in der Öffentlichkeit sehr überzeugend, auch durch seine gute Geschichtskenntnis. Nicht immer sind seine Schlußfolgerungen richtig, manchmal weicht er auch in Regionen ab, die Marxisten als unwissenschaftlich bezeichnen würden. Dennoch trägt er viel zur Aufklärung über die historische Wahrheit (insbesondere über die Stalinzeit) bei.

  7. Rheinlaender schreibt:

    Vielen Dank für die schnelle Antwort Sascha. Ich kenne Starikow nicht von seinen Inhalten. Aber mir gefällt die Methode. Beispiel : Der hat – fast ohne Faktennennung – den False Flag Charlie Hebdo in Paris erklärt. Auf der anderen Seite, hat er auch mal böswillig, die schädlicher Rolle der Russischen Zentralbank schön geredet. Mir geht es, um die Methode, wie der Mann also arbeitet.
    Was hältst Du von dem „finnishbolshevik“?
    Liebe Grüsse Manni

    • sascha313 schreibt:

      Keine Ahnung – davon hab ich mir noch nichts angesehen. Lies mal den Beitrag über den „Eurokommunismus“ – es geistern viele herum, die sich „kommunistisch“ nennen und alles andere sind als Kommunisten, z.B. auch WSWS, T&P und Bland usw. … auch im RotFuchs gab es ja schon solche Sachen.

      (Der Stil von Starikow ist klasse! Er hat mal eine Interviewerin zurechtgewiesen, weil sie im Zusammenhang mit der Ukraine eine „politisierte“, sprachlich falsche Formulierung gebraucht hat, die ihn sofort disqualifiziert hätte, wenn er darauf nicht reagiert hätte. Er hat sich von antikommunistischen Provokateuren noch nie beirren lassen.)

  8. Pingback: Gab es in der Sowjetunion unter Stalin eine Meinungsfreiheit? | Sascha's Welt

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