Wenn Renegaten die Linkspartei beraten…

PamphletMan braucht nicht lange zu suchen, dann findet man auch bei der bürgerlichen Partei „Die Linke“ eine einflußreiche Quelle für die DDR-Verleumdungskampagne der letzten Jahre. Das schlägt sich dann beispielsweise in Empfehlungen der „linken“ Thüringer Landesregierung nieder, die (wie es im Amtsdeutsch heißt) zu einer „gezielten Verankerung anschaulicher Lehrplaninhalte zur SED-Diktatur in Unterrichtsmaterialien“ aufruft. Die Vorarbeit dazu leisteten eine Handvoll DDR-Professoren, die sich bei ihrer „linken“ Partei nicht nur mit der angeblichen „SED-Diktatur“ (es gab in der DDR niemals eine „SED-Diktatur“, es war immer eine Diktatur des Proletariats, die Herrschaft der Arbeiterklasse!), sondern vor allem auch mit dem Einfluß des „Stalinismus“ auf die SED befassen.  Wollte man diese ehemaligen SED-Genossen als Fürsprecher für einen künftigen Sozialismus nehmen,  so könnte man ebensogut die Feuerwehr mit Benzin zum Löschen schicken. Doch die deutsche Arbeiterklasse wird sich von solchen Verrätern künftig nicht mehr beirren lassen. 

„Und wie die Bourgeois sangen, so pfiffen die Professoren.“ [1]

Wie zutreffend ist doch dieses Wort von Friedrich Engels auf diese DDR-Professoren, um die es hier geht, und die zu Renegaten wurden. Sie sind namentlich bekannt. Und ihr einziges Lebenselixier scheint nur noch darin zu bestehen, ihre eigene schmähliche Rolle beim Untergang der DDR zu bemänteln, indem sie die Lügen des XX. Parteitages der KPdSU mit ihren eigenen scheinmarxistischen Erklärungen zu „adeln“ versuchen. Hier nun ein Beispiel einer solchen Beschimpfung durch einen dieser Renegaten [2]:

professor karl

Schon Friedrich Engels hatte 1874-78 das zweifelhafte Vergnügen sich mit einem dieser geistigen Pygmäen auseinanderzusetzen, die den Marxismus zu verfälschen suchten, indem sie glaubten, die Geschichte nach eigenem Gutdünken umzuinterpretieren und demnach die marxistische Wissenschaft korrigieren zu müssen. Glänzend gelang es Engels seinerzeit, die unwissenschaftlichen Darlegungen des Herrn Professor Dühring zu entlarven und gründlich zu widerlegen. Doch wie sagte schon Stalin [3]:

Ich weiß, daß man nach meinem Tod über mein Grab einen ganzen Haufen Schmutz ausschütten wird. Doch der Wind der Geschichte wird ihn erbarmungslos beiseite fegen. (J.W.Stalin)


Der folgende kritische Kommentar von „N.N.“ ist es wert, veröffentlicht zu werden… 

Über die stalinfeindlichen Professoren

Ach, diese Herren Professoren! Wieso haben wir die, als wir noch den Staat dafür noch hatten, nicht (wenigstens) eingesperrt?!!! Dieses Grüppchen, die das Proletariat und die Kommunisten für dumm verkaufen wollen. Das ist doch nichts weiter als Wiederkäuerei alter Lügen und billiger Antikommunismus. Immer wieder kommen sie mit diesen muffigen alten Hüten voller Hokuspokus daher! Das sagt schon viel über diese Gestalten. Mir scheint, diese Anti-Stalin-Hetze wird nur deshalb veranstaltet, um die eigenen Lebenslügen zu decken, und damit diejenigen, die man in der DDR jahrelang mit solchem revisionistischem Müll indoktriniert hat, nicht auch noch von der Stange fallen.

Diese Herren Professoren haben niemals wirklich zu uns gehört, sie verzehrten nur schmarotzend bei uns ihr Brot und schadeten uns damals wie heute. Doch bis zum Proletariat dringen diese akademisch-verbrämten Kleingeister wohl kaum vor. Dafür ist ihr Einfluß zu gering. So dient es wenigstens als Leistungsnachweis für die Geldgeber und als Ruhekissen für die eigenen Lebenslügen. Sie keifen und zanken wohl nur deshalb, weil Stalin eben doch nicht tot ist, sondern im kommunistischen Bewußtsein weiterlebt!

Lügen werden mehr und mehr entlarvt, und Stalins Stern strahlt heller. Der Wind wird eines Tages diesen geistigen Unrat und diese Mumien mit ihrem Hirnbrei, die sich heute noch des Raubtitels eines Marxisten bedienen, beiseitefegen. Auch sie werden hinwegsterben und zu Staub zerfallen. Zwar stinken sie noch eine Weile vor sich hin, doch weitestgehend für sich selber. Man wird die Klassiker des Marxismus dennoch lesen und von ihnen lernen.

Über die Partei DIE LINKE in Thüringen

Erheblicher ist dagegen schon das politische Vorgehen in Thüringen. Auch weil da ja die Frage steht, welche Haltung DIE LINKE dazu hat. Wir wissen, daß diese Partei eine opportunistische Haltung einnimmt und dem Klassenkampf abgeschworen hat. Bürgerliche Gesetze greifen eben doch tiefer, als der Verrat und die Dummheit irgendwelcher Professoren, die die Menschen davon abhalten wollen, sich auf Klassenkampf  zu besinnen, indem sie sich die Lehren Stalins zu eigen machen.

Zu diesem Zeug aus Thüringen paßt, was ein Herr Gysi aktuell (und das ist gar nicht mal so neu bei ihm, weil der schon immer ein Handlanger der Konterrevolution war) über sein Zusammenspiel mit der CDU so von sich gibt. Neu ist jedoch, daß er bei solchem (gesteigerten) Verrat nicht aus seiner Partei herausgeschmissen wird. Da aber DIE LINKE ihre Wähler ohnehin schon seit der Konterrevolution zum Stillhalten gedrängt hat, wird das die bestehenden Verhältnisse in dieser Partei auch nicht erschüttern.

Über die deutschen Protestwähler

Solche pseudomarxistischen Pamphlete wie die dieser Professoren sind eklig. Und sie sind gefährlich für alle, die sich darauf einlassen. Es gab in der letzten Zeit ja schon einige, die in die PdL eintraten, von dort in die DKP wechselten und kurz darauf wieder austraten. Was für ein Durchblick! Das zeigt, wie kapitalistische Verhältnisse alles durcheinanderwirbeln.

Angeblich protestieren die Menschen in der BRD, indem sie AfD wählen. Ich habe aber noch nicht erlebt, daß Millionen Menschen aus Protest gegen Angriffskriege und gegen den zerstörerischen Kapitalismus für den Kommunismus gestimmt hätten. Spätestens nach dem Angriffskrieg gegen Jugoslawien hätte das der Fall sein müssen – wenigstens, um zu protestieren. Sind die Rassisten und Faschisten im Volk etwa besser, oder will man die nur nicht vor den Kopf stoßen? Bei welchen Krieg und bei welchen Stand der kapitalistischen Barbarei wollen wir eigentlich anfangen, diejenigen vor den Kopf zu stoßen, die solche Menschenfeinde gewähren lassen?

Über die kapitalistische Verblödung

Die Konterrevolution hat den Weg für die Verblödung wieder frei gemacht. Zustimmung zu Rassismus und Faschismus gibt es nur bei einem entsprechenden Maß an Verblödung im Volke. Durch die Verblödung wird die Verführung erst  möglich. Die Widersprüche werden sich durch Aufruhr in den Straßen noch mehr zuspitzen. Und das soll auch so sein, denn damit haben die kapitalistischen Barbaren einen Vorwand, um zu offener Gewalt überzugehen. Das ist nicht schwer vorherzusehen, auch wenn (oder gerade weil!) sich jetzt, wie eh und je, beim Sonnenschein die Biergärten wieder füllen werden. Der Knall ist nicht mehr abzuwenden. Schlimmstenfalls wird es viele sinnlose Tote geben. Die Kommunisten aber haben keine Partei, sie haben nicht mal ihren Schutz organisiert.

Ab und zu treffe ich Genossen aus Brandenburg (überwiegend DKP, ein paar Müde aus der KPD auch). Die kleben immer nur an Lenin fest. Und in Veranstaltungen reden sie nur noch von Lenin. Lenin ist für sie wie eine Hecke, hinter der sie sich verstecken können. Kommt man denen konkret auch mal mit Stalin, werden sie blaß und mahnen: „Wir wollen keinen vor den Kopf schlagen.“ – Na klar, 26 Jahre Konterrevolution, da muß man die Menschen schonen, sonst erschrecken sie … Ja, ein paar wachen dennoch auf.

Was aber können und sollten wir tun?

Das einzig Wirkungsvolle wäre, sich unter Stalins Fahne und Lehre zu versammeln und zu agieren. Doch diese Einsicht ist bei weitem noch nicht überall vorhanden (siehe diese Professoren, den Verrat, die Spaltung; siehe die Genossen neben uns; siehe den „Demokratischer Sozialismus“, die „dritten Wege“, den „Eurokommunismus“, den Trotzkismus, solche Organisationen wie die KI, solche Spieler wie Varoufakis etc.). Sie alle haben den Brand der Barbarei nicht verhindert – im Gegenteil! Der antifaschistische Widerstand wie z.B. im Donbass steht immer noch viel zu allein.

Wir hatten 25 Jahre Zeit, um die Sozialdemokraten, die Revisionisten, die Grünen, die Alternativen usw.  zu überzeugen. Doch was ist geschehen? Die Bourgeoisie und ihre Kriege hat das nicht aufgehalten. Zwar ist Rußland nun wieder stark; und das ist besser, als wäre Rußland schwächer als die USA und die NATO. Aber diesmal wird uns keine Rote Armee vom Faschismus befreien. Das hätten wir auch nicht noch einmal verdient. Warum sollten sich auch Millionen Antifaschisten und Kommunisten opfern, damit das KdW hier stehen bleibt? Nee! Im Grunde kann man sich nur mit allen zusammenschließen, die Stalins Lehre achten und anwenden. Damit sich unsere Kinder ihrer Eltern nicht zu schämen brauchen. Alles andere lenkt nur ab vom Klassenkampf und führt in die Irre…

images Wenn Renegaten die Linkspartei beraten

Zitate:
[1] Friedrich Engels: Über die Gewalttheorie. Gewalt und Ökonomie bei der Herstellung des Neuen Reiches, Berlin 1946,S.29.
[2] GeschichtsKorrespondenz, Marxistischer Arbeitskreis zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung bei der Partei DIE LINKE. Nr. 2/22. Jg. Mitteilungsblatt, März 2016.
[3] Und immer wieder über Stalin…

Anmerkung: Auch wenn im Endeffekt die Anklagequote für „Straftaten“ des angeblichen „Unrechtsstaates“ DDR mit 1,6% aller Fälle lächerlich gering ist (nur 103 Fälle von insgesamt 6.417 führten zur Anklage oder auch nur zur Beantragung eines Strafbefehls!), auch wenn man in den Lehrplänen wohlweislich auf Begriffe wie „DDR-Unrecht“, „Unrechtsstaat“ und „Opfer des DDR-Unrechts“ verzichtet (denn all das ist juristisch nicht verifizierbar), und auch wenn selbst die Lehrer zumeist auf solche sinnlosen und verlogenen Exkursionen in Pseudogedenkstätten wie nach Hohenschönhausen* verzichten, so bleibt doch ein übler Nachgeschmack: nämlich der einer riesengroß aufgeblasenen Geschichtsfälschung. Davon zehren ganze Heerscharen bürgerlicher Lakaien in diversen Stiftungen, an Universitäten und Einrichtungen, und Dutzende unbedarfter Studenten basteln daraus ihre Doktorarbeiten zusammen. Schlimm genug, wenn ehemalige DDR-Professoren dem auch noch Wasser auf die Mühlen gießen…


*Buchtip:

Horst Schneider: Das Gruselkabinett des Dr. Knabe(lari)


Siehe auch:
L.Pribytkowa: …und mal wieder über Stalin
Sinowjew: „Stalin ist die größte Persönlichkeit dieses Jahrhunderts gewesen, das größte politische Genie.”
Ludo Martens: War Stalin ein Massenmörder?
Prof. Juri Shukow: Man muß nicht alle Hunde auf Stalin hetzen
Mario Sousa: Die Lüge von den Stalinschen Massenmorden
Andrea Schön:Geschichtslügen – Fundamente das Anti-Stalinismus
Der lange Schatten des Joseph Goebbels
Kurt Gossweiler: Der Anti-Stalinsmus – Haupthindernis für die Einheit aller Kommunisten
Grover Furr: Chruschtschows Lügen über Stalin
Die Renegaten und der Kommunismus

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30 Antworten zu Wenn Renegaten die Linkspartei beraten…

  1. Vorfinder schreibt:

    Hätten wir jemals gedacht, dass wir uns mit dem Gift aus einer Partei, die sich DIE LINKE nennt (was man üblicherweise unter „Links“ versteht, wenn diese Partei sich ja nicht der SED bemächtigt hätte), ebenso rumplagen müssen, wie mit der Bourgeoisie selbst? Das hätte uns die Konterrevolution doch eigentlich lehren müssen…

    Erst wenn wir uns durchringen, die Feinde aus den eigenen Reihen zu entfernen, werden wir für das Proletariat wieder glaubwürdig.
    Danke für diesen Beitrag! Aus dem Klarwerden gewinnen wir Kraft.

  2. Harry 56 schreibt:

    Diese angebliche „Linkspartei“ ist doch ideologisch wie politisch nichts anderes als der Wurmfortsatz der BRD/Staats- SPD!
    Was soll man also von diesem bürgerlich/kleinbürgerlichen Karrieristenverein noch erwarten?
    Dieser Verein ist in etwa so „links“ wie diese verlogene „linke“ Syriza mit dem „Genossen“ Herrn Tzirpas in GR u.ä. Parteien anderswo.
    Ich persönlich war mit dieser „Die Linke“ sehr schnell fertig, als einmal ein führender Mann dieses Haufens vor einigen Jahren meinte, gesellschaftliche Veränderungen wären nur zusammen(!) mit der SPD möglich. Unglaublich, aber wahr!
    Da hörte ich gleich die Glocken läuten, erinnerte mich an die Redereien früherer ALT-BRD- „Linker“ mit ihrem „Marsch durch die Insttutionen“., natürlich hin zu fetten Staatspöstchen!
    Nun ja, ein gewisser Herr Ramelow hat es ziemlich schnell geschafft, nun marschiert der Sozialismus in Thüringen mächtig voran, oder nicht?
    Wann werden Washington und Berlin dort einmarschieren, um das Volk Thüringens von diesem Herrn „Kommunisten“ oder „Linken“ Ramelow, diesem deutschen „Castro“, zu befreien? Wie denkt man HIER darüber?🙂

    Beste heitere echt-soz. Grüße!

  3. Harry 56 schreibt:

    Hier noch ein kleiner Nachtrag zu meinem obigen Kommentar, um nochmals zu zeigen, was für einen absoluten bürgerlichen ideologischen MÜLL heutige „Linke“ noch immer verbreiten:

    (Link gelöscht, Admin.)

    Ich persönlich mache überhaupt keinen Hehl daraus, dass ich Lenins Nationalitätenpolitik zur damaligen Zeit unter den damaligen realen Machtverhältnissen keinesfalls für völlig richtíg halte,
    Eine ganz klare Aussage meinerseits!
    Rosa Luxemburgs Einwände dagegen sind da auch heute noch keinesfalls „falsch“, sie roch die Fallen dieses bürgerlichen „Wilson´schen“ Bratens einer angeblichen „Freiheit aller Nationen“ beinahe wie ein polizeilicher Drogenhund schon früh sehr genau.

    Die Genossin Rosa Luxemburg als auch der Genosse Stalin lagen da seltsamerweise viel näher beieinander als viele heutige blödschwätzende „libertäre Linke“ und Trotzki-Fans wahrhaben wollen.

    Stalins angebliche „gewaltsame Sowjetisierung Georgiens“….., da kann man heute, im März 2016, nach Anblick aller heutigen „unabhängigen“ Staaten Europas nur noch müde lächeln, eigentlich besser: KOTZEN!

    Pardon!😦

    • sascha313 schreibt:

      Den Link habe ich gelöscht. Wir machen keine Reklame für antikommunistische Artikel. Offenbar scheint man bei denen an diesem trotzkistischen Dreck festzuhalten und ebenso an dieser bescheuerten „Genderpraxis“ (Äff*innenliebe) – das zeugt nur von mangelnder Reife.

      • Vorfinder schreibt:

        Völlige Zustimmung, Sascha! Wäre statt all dem trotzkistischen Dreck und all den anderen Ablenkungen von Sorte wie „demokratischer Sozialismus“, und all der Aussöhnungsbemühungen mit der Bourgeoisie, Stalins Werk studiert worden, hätten wir längst eine wahre kommunistische Partei. Und unsere Themen wären Themen des Sieges.

  4. Achim Kessel schreibt:

    Ich denke, lieber Harry, die „Taubenfuß-Chronik oder die Chruschtschowiade“, Band I, gibt Antworten darauf, weil sich bestimmte Tendenzen immer wiederholen. Es ist ein Nachschlagwerk, das mit entsprechenden Links (siehe oben) die historischen Begebenheiten im Detail untermauert. Ich freue mich schon auf Band II.

  5. Harry 56 schreibt:

    sascha313 schreibt:
    21. März 2016 um 16:43
    „….dieser bescheuerten “Genderpraxis” (Äff*innenliebe) – das zeugt nur von mangelnder Reife….“

    Sehr gut erkannt, klargestellt, allen diesen bescheuerten bürgerlichen pseudo-linken ideologischen Mist/Müll!

  6. Pingback: Demokratie in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) | Sascha's Welt

  7. Achim Kessel schreibt:

    Man soll sich bei einem Staatsbesuch nicht von höflichen Floskeln täuschen lassen. Wenn ein amerikanischer Präsident über Menschenrechte reden will, in einem Land welches über Jahrzehnte diffamiert, durch Wirtschaftsblockaden fast vom internationalen Handel ausgeschlossen wurde, ist die Ankündigung, über Menschenrechte in Cuba reden zu wollen, der blanke Hohn.

    Wenn ein Außenpolitiker der „Linken”, ein Atlantikbrücken Mitglied, unkommentiert den folgenden Satz von sich gibt, da weiß man, wo diese Partei, zu mindest ein großer Teil, hin will:

    „Für Kuba ist die Geste der ausgestreckten Hand aus dem Norden ein großer Erfolg, er sollte nicht durch wachsende Repressionen gegen politisch Andersdenkende im eigenen Land geschmälert werden.”

    So der „Linke”-Außenpolitiker ­Stefan Liebich am Montag in einer Pressemitteilung zum Besuch von US-Präsident Barack Obama auf Kuba. Den würde ich nicht einmal als Renegaten einordnen, er ist ein Nachbeter jener kruden Vorstellung von einer fortschrittlichen Gesellschaftsordnung.
    (Übrigens, Harry, eine deftige Aussprache erhöht nicht unbedingt den Wert einer Aussage.)

    • sascha313 schreibt:

      Wernn dieser Herr Liebich das gesagt hat, so ist er ein Feind des Sozialismus, und damit ein Feind des kubanischen Volkes. Dann steht er auf der Seite des Klassenfeinds, nämlich auf der Seite des USA-Imperialismus! Das kubanische Volk braucht (ebensowenig wie das Volk der KVDR) keine Ratschläge von einem Verbrecherstaat wie der USA, die bis heute auf eine schier endlose Liste an Kriegsverbrechen zurückblicken können.

  8. Doed schreibt:

    Ich denke nicht, dass es der richtige Weg ist, die Partei zu verlassen. Nach dem Unrechtsstaat-Eingeständnis des Herrn Ramelow (das muss ja gerade auch von einem Westdeutschen kommen), hat auch hier ein Genosse das Handtuch geworfen. Mit solchen Aktionen überlässt man aber das Feld den SPD-Anbiederern. Ich habe mich damals übrigens über ein paar Sätze über Stalin von ihm gewundert. Das war wohl auch ein Grund, warum ich auf deinem Blog länger hängengeblieben bin.

    • sascha313 schreibt:

      Doed, das ist natürlich berechtigt (auch bei den DKP-Genossen gibt es eine solche Meinung), doch wie und mit wem kann man diesen Zustand ändern? Schon zu Lenin’s Zeiten gab es die Frage „Bleiben oder gehen?“ – „Mitmischen oder sich von dieser Partei trennen?“ Auf diese völlig erklärlichen Schwankungen gab Lenin die folgende Antwort:

      „Hieraus ergibt sich ganz von selbst die Aufgabe..: sozialistische Ideen und politisches Bewußtsein in die Massen des Proletariats zu tragen und eine revolutionäre Partei zu organisieren, die mit der spontanen Arbeiterbewegung unauflöslich verbunden ist.“ (LW, Bd.4, S.368.)

      Und noch deutlicher: „Jeder der diese Aufgabe in den Hintergrund schiebt, der ihr nicht alle Teilaufgaben und einzelnen Kampfmethoden unterordnet, beschreitet einen falschen Weg und fügt der Bewegung ernsten Schaden zu.“ (ebd,)

      Verstehst Du, wie ich das meine? Einen Liebich z.B. wird man nicht ändern, und einen Modrow auch nicht…

      • Doed schreibt:

        Ich möchte mich nun nicht als Kommunist bezeichnen, allerdings bin ich an einer gerechten Gesellschaft interessiert. Von der Theorie habe ich auf jeden Fall noch viel zu lernen. Und gerade von der Machbarkeit bzw. der Effizienz der Organisationsstruktur einer kommunistischen Gesellschaft muss ich noch überzeugt werden. Wenn ich die Grundlagen verstanden habe, kann ich auch argumentativ schlagfertiger agieren und den Rechten den Wind aus den Segeln nehmen. Der Sozialismus darf dem Kapitalismus wirtschaftlich nicht hinterherhinken. Warum es früher so war, muss mittels Ursachen erklärt werden und nicht mit Phrasen.

        Liebich ist mir ein Begriff und steht bei mir auch auf dem Radar. Genau vor solchen Leuten habe ich Angst. Aber die Linke hat ebenso nicht genug getan um die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus dem Volk nahezubringen, damit diese ihm kritisch gegenüberstehen. Vor einfachen Slogans die den Kapitalismus schönreden, sind sie nicht gefeit. Die Menschen müssen befähigt werden, die Vorgänge in ihrer Umwelt und Gesellschaft einzuordnen. Erst mit der Massenbasis wird auch eine Änderung zustande gebracht. Kommunismus macht man nicht über die Köpfe der Menschen hinweg. Wie lange sollen die überhaupt an den Kommunismus glauben, wenn sie ihn nicht verstehen? Jede kleine Krise würde die Bewegung ins Wanken bringen. Kapitalismuskritik fehlt auch zunehmend. Das Prinzip der „Sozialen Marktwirtschaft“ wird dank INSM und Konsorten dazu genutzt, um marktradikale Gedanken unters Volk zu mischen.

        Es gibt genügend Menschen denen ist Politik zu schwer. Die haben aufgegeben, sich überhaupt damit zu befassen. Ich wette das sind diejenigen, an die appeliert wird, dass bei einer „rechten Gefahr“ alle zur Wahlurne rennen, um den status quo zu wahren. Wie überzeugt man denn noch RTL-verblödete Menschen?

      • sascha313 schreibt:

        Doed, Du hast völlig recht. Es kommt noch die Schwierigkeit hinzu: Wie kann man so eine strukturierte und verzweigte, kapitalistische Staatsmaschine zerschlagen? Und wie baut man dann einen neuen Staat auf? Das wird nicht mehr so einfach gehen, wie 1917. Denn es gibt eine Menge Lakaien, die alles andere wollen, als ihren angewärmten Nischenplatz im Kapitalismus aufzugeben. Die Zahl der Feinde des Sozialismus ist also keinesfalls geringer geworden. Und das Bewußtsein der Arbeiter hinkt weit hinterher.

        Eine gerechte Gesellschaft wird es nur geben, wenn der Kapitalismus mitsamt seinem Privateigentum an Produktionsmitteln abgeschafft ist. Daß aber der Sozialismus machbar ist, weitaus effektiver und viel weniger verschwenderisch, hat sich schon in der Anfangsphase gezeigt. Die heutigen Bedingungen erfordern einen radikalen Bruch mit bürgerlichen Denkmustern. Viele Wege führen nach „Rom“…

  9. Tobi schreibt:

    Die Partei „Die Linke“ träumt doch auch ständig von einer rot-rot-grünen Bundesregierung. Es müsste so eine pseudolinke Koalition mit SPD und den (Gift-)Grünen mal zustande kommen. Da wachen die Wähler der PdL vielleicht mal auf und wählen in Zukunft die Kommunisten. Aber es liegt ja auch an den Führungen der KPD und DKP. Die DKP macht übrigens Fortschritte habe ich in einem Bericht gelesen: http://parteiderarbeit.at/?p=3134
    Wenn die Revisionisten in der DKP vollständig beseitigt sind durch einen besseren Parteivorsitzenden, könnte sich die DKP mit der KPD (Ost) vereinigen zu einer stärkeren marxistisch-leninistischen Partei. Behaupte ich jetzt mal.

    • sascha313 schreibt:

      Das wäre eine Chance! (Aber nicht ohne Stalin!) Doch leider…

      • Harry 56 schreibt:

        Na ja, man darf ja noch wohl träumen, nicht wahr? :-)………, etc……..

    • Hanna Fleiss schreibt:

      Nein, die KPD ist es auch nicht, Tobi. Die träumt nur von der DDR, ohne dass sie wirkliche Fehler, vor allem den Revisionismus innerhalb der SED, benennt und analysiert. Das aber wäre die Voraussetzung. Und was die DKP angeht, so gibt es da eine „linke Strömung“, aber inwieweit es sich um wirkliche Kommunisten handelt, ist noch die Frage. Wenn sie nämlich Kommunisten wären, dann wären sie nicht in der DKP. Ein anderer Parteivorsitzender allein ist es nicht. Es ist schon so, wie Stalin schrieb: Eine kommunistische Partei entsteht im Kampf, und sie entsteht vor allem in der Auseinandersetzung mit jeder Spielart des Revisionismus, und am Ende muss die Trennung stehen. Ich empfehle dir mal Kommunisten-online, die ganze Auseinandersetzung mit der Kommunistischen Initiative zu lesen, dort findest du auch einen Beitrag von Stalin zum Zentrismus. Übrigens, Gysi hatte mehrmals von sich gesagt, er sei Zentrist.

  10. Vorfinder schreibt:

    Gäbe es eine Vereinigung von KPD (Ost) und DKP, ohne dass das Bekenntnis zu Werk und Lehre von Stalin eingeschlossen ist, wäre es gar ein Schritt hinter die jetzige Lage. Ich sehe nicht, dass die parteiorganisierten Kommunisten da vor einem Durchbruch stehen.

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  14. Hanna Fleiss schreibt:

    Dass die Linkspartei, damals unter dem Namen Partei des Demokratischen Sozialismus – SED, seit ihrer Gründung im Dezember 1989 eine konterrevolutionäre, antimarxistische Partei ist, scheint vielen auch heute noch gar nicht bewusst geworden zu sein. Einfach feststellbar schon am Parteinamen. Wer wollte das aber glauben? Sogar Gossweiler blieb noch ein bisschen dabei, vielleicht aus Neugier, wer weiß. Es hätten viel mehr Leute austreten müssen, die der Ansicht waren, dass diese „neue“ Partei nicht mehr ihre Partei sein kann, dann hätte dieser Bourgeois-Homunkulus nicht entstehen können. Es waren eben nicht nur Karrieristen ausgetreten, wie Gysi damals tönte. Heute ist eine Sahra Wagenknecht noch die „Linkeste“ in der Linkspartei, die sehr geschickt antimarxistische Bausteine in eine Protestpose einhüllt und die Öffentlichkeit damit täuscht und auf Wählerhasch aus ist.

    Erfrischend, den Beitrag des ungenannten Genossen zu lesen. Zumindest hat er versucht, einiges zu erhellen. Für den Abdruck, Sascha, herzlichen Dank.

  15. Pingback: Die „Arbeiterfrage“ vor einem Jahrhundert | Sascha's Welt

  16. shapajew schreibt:

    Lieber Genosse Sascha,
    als ich aus der PDS ausgetreten bin, habe ich mit Kurt Gossweiler darüber unterhalten. Er sagte mir, er trage sich auch mit dem Gedanken. Bisher hatten ihn nur die guten persönlichen Beziehungen zu einigen Genossinnen und Genossen in seinem Wohngebiet davon abgehalten. Kurze Zeit später hat er diesen Schritt dann auch vollzogen.

    Die Genossin Hanna Fleiss schreibt in ihrem Beitrag: „Heute ist eine Sahra Wagenknecht noch die ‚Linkeste‘ in der Linkspartei, die sehr geschickt antimarxistische Bausteine in eine Protestpose einhüllt und die Öffentlichkeit damit täuscht und auf Wählerhasch aus ist.“ Heute habe ich vernommen, Wagenknecht tritt für Rot, Rot, Grün auch im Bund ein. Was unterscheidet sie eigentlich noch von Gysi? Dass sie intelligenter auftritt als dieser?

    • sascha313 schreibt:

      Auf Wagenknecht und diese „linke“ Truppe trifft zu, was Batja sagte: „Die Leute, die sich in diesen Partisanenverbänden [von Brest] zusammengefunden hatten, waren unterschiedlich. Viele waren willens und fähig zu kämpfen. Einige wollten nur ihre Haut retten, und was andere vorhatten, das mochte der Teufel wissen.“ Doch will diese Frau Wagenknecht kämpfen? Nein, und wenn – dann nur um die eigenen Abgeordneten-Diäten… Und Batja resümiert: „Das Beispiel dieser Partisaneneinheiten zeigte mir deutlich, wie negativ sich der Selbstlauf in einer Massenbewegung auswirkt, wenn die führende Rolle der Partei der Bolschewiki fehlt.“ (S.518)

  17. Inson schreibt:

    In der Ausgabe 4/1992 der „Weissenseer Blätter“ veröffentlichte die damals 22 jährige Sarah Wagenknecht ein Essay mit dem Titel „Marxismus und Opportunismus“. In diesem Essay über die Gründe des Untergangs der DDR gibt es eine Passage in der Stalins Politik als Fortsetzung der Leninschen bezeichnet wird und in der sie zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Politik Stalins aufrief. Seitdem ist viel Zeit vergangen und der „Weg durch die Institutionen“ bringt offenbar die wirkliche Überzeugung der Menschen hervor.

    • sascha313 schreibt:

      …allgemein gilt zwar: die Umwelt formt den Menschen.
      Doch B.M. Teplow schreibt: „Menschen ohne feste Überzeugungen können auch niemals einen festen Charakter haben, ihr Verhalten wird hauptsächlich durch äußere Umstände und zufällige Einflüsse bestimmt werden.“ (Teplow, Psychologie, S.231) und Stalin sagte: „Es gibt Menschen von denen man nicht sagen kann, wer sie sind, ob sie gut oder schlecht, ob sie tapfer oder feige, ob sie bis zum letzten für das Volk oder für die Feinde des Volkes sind…“ (Stalin, Werke, Bd.14. Rede v. 11. Dezember 1937). Das sind eben solche Leute wie Chruschtschow, „Glasschüssel“ oder wie Wagenknecht

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