Was ist der Zweck der kommunistischen Erziehung?

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Sowjetische Dorfschule (um 1930)

Der rasche Aufschwung des Volksbildungswesens in der Sowjetunion war für die deutschen Sozialisten und Kommunisten stets ein Ansporn im schulpolitischen Kampf. Die deutsche Bourgeoisie hätte gern die gewaltigen Ergebnisse der Kulturrevolution in der Sowjetunion totgeschwiegen. Die kommunistischen Lehrer und vor allem Clara Zetkin ließen aber keine Gelegenheit außer acht, um die kulturellen Erfolge in der Sowjetunion den deutschen Arbeitern bekannt zu machen.

Das fortschrittliche Bildungssystem der Welt

Clara Zetkin legte als erste Sprecherin der Kommunistischen Partei im Deutschen Reichstag im Jahre 1920 ein glühendes Bekenntnis zur proletarischen Revolution ab und versicherte dem kämpfenden russischen Proletariat die Solidarität der fortschrittlichen deutschen Arbeiter. 1922 erklärte sie im Deutschen Reichstag, daß die Sowjetunion auf dem Gebiet des Volksschulwesens „eine Titanenarbeit“ geleistet hat, „deren Spuren nicht wieder untergehen können“ [1]. 1927 betonte sie in einer Reichstagsrede, daß die Entwicklung des Volksschulwesens in der Sowjetunion „eines der glänzendsten Ruhmesblätter in der zehnjährigen Geschichte dieses einzigen, jungen Proletarierstaates ist, mehr noch: eines der glänzendsten Ruhmesblätter in der Menschheitsgeschichte überhaupt“ [2].

Kampf um die Befreiung der Arbeiterklasse

Bei der Erörterung des Ziels der Erziehung gab es große Differenzen zwischen den reformistischen und den revolutionären Pädagogen. Unter den Bedingungen einer klassengespaltenen Gesellschaftsordnung, so erklärten die kommunistischen Pädagogen übereinstimmend, kann sich das Proletariat nur die Vorbereitung auf den Befreiungskampf der Arbeiterklasse als Ziel ihrer Erziehungsarbeit stellen:

„Der Zweck der kommunistischen Jugenderziehung innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft ist klar und eindeutig gegeben: Klassenkämpfer, Kämpfer für den internationalen Kommunismus heranzubilden.“ [3]

Zitate:
[1] „Das proletarische Kind“, 2.Jg., Nr.2, Februar 1922, S.8.
[2] Verhandlungen des Reichstages, III.Wahlperiode. Bd.394, Ber1in 1928, Sp.11549.
[3] „Die Arbeit“, Zeitschrift für Theorie und Praxis der kommunistischen Jugendbewegung. 1.Jg., Berlin, März 1921, Nr.2, S.24.

Quelle:
Geschichte der Erziehung, Volk und Wissen Volkseigener Verlag Berlin, 1957, S.407-410 (Auszüge).


Siehe auch:
Was ist ein Kommunist?
Stalin: Was ist besser Kapitalismus oder Sozialismus?
Warum ist der Kommunismus gut für die Menschen?
Putlitz: Der Weg eines Adligen zum Kommunismus
Die DDR in der deutschen Geschichte

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