Das faschistische KZ Buchenwald. So war es wirklich.

Bild (6)Die Geschichte wird gefälscht. So auch die des berüchtigten KZ Buchenwald. Als der damalige Ministerpräsident Vogel 1992 in Weimar die ehemaligen KZ-Häftlinge anläßlich des Jahrestages der Selbstbefreiung begrüßte, sprach er davon, daß es „den Amerikanern“ zu verdanken sei, daß die Häftlinge ihre Freiheit wiedererlangt hätten. In diesem Moment erhob der jüdische Kommunist Emil Carlebach (1914-2001) lautstark seine Stimme und rief: „SIE LÜGEN, HERR MINISTERPRÄSIDENT.“ Denn dieser Vogel hatte gelogen, es war bekannt: Die Häftlinge hatten sich selber befreit. Es ist nicht das einzige Mal, bei dem gelogen wurde. Hier nun die wahre Geschichte des faschistischen KZ Buchenwald…

Die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Die Häftlinge hatten sich auf Beschluß des illegalen Leitung der KPD Waffen beschafft und selbst hergestellt. Und am 11. April 1945 um 14.50 Uhr begann unter Führung der militärischen Organisation der bewaffnete Aufstand. Um 15.15 Uhr wehte die weiße Fahne auf dem Turm des Torgebäudes. Der Lagerälteste Hans Eiden rief 21.000 befreite Häftlinge auf: „Kameraden! Die Faschisten sind geflohen! Ein internationales Lagerkomitee hat die Macht übernommen! Wir fordern euch auf, Ruhe und Ordnung zu bewahren. Das Lager wird gesichert. Bleibt, soweit ihr nicht eingeteilt seid, in euren Blocks.“ Zwei Tage nach der Selbstbefreiung übernahmen die amerikanische Truppen das Lager, ihre Anordnungen beschränkten erneut die schwer erkämpfte Freiheit.

Die seltsame Beseitigung wichtiger Exponate

Die Mahn- und Gedenkstätte für den antifaschistischen Widerstand wurde nach der Annexion der DDR durch die westdeutsche Bundesrepublik deutlich verändert. Die Ausstellung wurde nach den Ansichten der neuen Herren neu gestaltet. So  verschwanden beispielsweise auch einige Exponate, die deutlich die Grausamkeit der faschistischen Schergen belegte, (Schrumpfköpfe und aus Menschenhaut gefertigte Lampenschirme), ebenso wurde der entscheidende Beitrag der Kommunisten und der sowjetischen Häftlinge geleugnet. Man hat also versucht, die Geschichte umzuschreiben.

Wieso gab es eigentlich diese Konzentrationslager?

Die Konzentrationslager wurden vom Nazi-Regime errichtet, um den Widerstand des deutschen Volkes gegen die faschistische Diktatur und die Kriegsvorbereitungen zu brechen. Die ersten Gefangenen waren deutsche Antifaschisten. Unbeugsam, von der Gerechtigkeit ihrer Sache überzeugt und des Sieges gewiß, gaben sie ihren Kampf nicht auf. Sie verkörperten das bessere Deutschland und retteten die Ehre der deutschen Nation. Nach dem Beginn des II. Weltkrieges verschleppten die Hitlerfaschisten Patrioten aus allen überfallenen Ländern in Konzentrationslager. Dem Terror der SS wurde der internationale Widerstand entgegengesetzt. Die Kommunisten standen dabei an der Spitze. Die Antifaschisten in diesem Lager leisteten ihren Beitrag zum Triumph der Menschlichkeit gegen die Barbarei.

Hier nun ein Katalog aus dem Jahre 1968, so wie die Gedenkstätte bis zu ihrer Auflösung und Neueinrichtung nach 1989 bestand:

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Quelle: Besucherkatalog des KZ Buchenwald von 1968 (DDR)  

(Hinweis: Dieser Katalog ist ein seltenes Dokument. Bitte den Beitrag nicht nur verlinken, sondern die Bilder einzeln herauskopieren und in den eigenen Beitrag einfügen!)

Siehe auch:
Lebensbedingungen im KZ Buchenwald
Das faschistische Konzentrationslager Buchenwald
Die KZ der deutschen Faschisten
Das Frauen-KZ in Ravensbrück
Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen (die wahre Geschichte)
Osaritschi – ein deutsches Wehrmachts-KZ in Weißrußland

Der Kommunist Walter Barthel war der Vorsitzende des illegalen, internationalen Lagerkomittees im KZ Buchenwald. Er schreibt über die Selbstbefreiung der Häftlinge am 11. April 1945:

„Der SS-Befehl wird nicht ausgeführt.“

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72 Antworten zu Das faschistische KZ Buchenwald. So war es wirklich.

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