Mörder in deutscher Uniform…

kz„Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht. Ob beim Bau eines Panzergrabens 10.000 russische Weiber an Entkräftung umfallen oder nicht, interessiert mich nur insoweit, als der Panzergraben in Deutschland fertig wird….“ [1] sagte einst der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, und daran hielt sich dann auch die ganze Mörderbande von SS bis Wehrmacht (einschließlich ihrer Auftraggeber im Monopolkapital), indem sie kaltblütig Tausende Menschen ins Jenseits beförderte. Die Rede ist von Sachsenhausen und vom Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen…

Die Erschießung der sowjetischen Kriegsgefangenen – Soldaten und Offiziere

Bereits bei der Planung und unmittelbaren Vorbereitung des Überfalls der faschistischen deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wurden neben den militärischen und wirtschaftlichen Aktionen auch Maßnahmen und Befehle ausgearbeitet, die das Vorgehen und die Behandlungsweise gegenüber sowjetischen Kriegsgefangenen sowie der Zivilbevölkerung bestimmten. So hieß es zum Beispiel in dem sogenannten Kommissarbefehl des Oberkommandos der faschistischen Wehrmacht vom 6. Juni 1941, daß „im Kampf gegen den Bolschewismus Schonung und völkerrechtliche Rücksichtnahme falsch sind und daher befohlen wird, die politischen Kommissare der Sowjetarmee sofort mit der Waffe zu erledigen“.

Die Wehrmacht: Mörder in Uniform

Dieser Kommissarbefehl wurde durch weitergehende Einsatzbefehle präzisiert. [2] Sie bestimmten u.a. den Gefangenenmord. Es hieß, daß „die Wehrmacht sich von allen denjenigen Elementen und den Kriegsgefangenen befreien muß, die als bolschewistische Triebkräfte anzusehen sind“. – „…die besondere Lage des Ostfeldzuges verlangt daher besondere Maßnahmen, die frei von bürokratischen und verwaltungsmäßigen Einflüssen verantwortungsfreudig durchgeführt werden“, so lautete es in dem Mordbefehl.

Massenmord im KZ Sachsenhausen

In Durchführung dieser „besonderen Maßnahmen“ wurde angeordnet, daß die Exekutionen (Mord!) der Zivilisten und Kriegsgefangenen unauffällig in einem der nächstgelegenen Konzentrationslager durchzuführen seien. Entsprechend dieser Gefangenenmord-Befehle wurde ab Mitte 1941 im KZ Sachsenhausen auf dem „Industriehof“ nach genauen Plänen eine Genickschußanlage für sowjetische Kriegsgefangene in einer Baracke mit mehreren Räumen errichtet. Alles war so angelegt, um den Eindruck entstehen zu lassen, in diesen Räumen würde die Registrierung und ärztliche Untersuchung der Gefangenen erfolgen. Kriegsgefangene, die Zahnersatz trugen, wurden mit Farbe am Oberkörper gezeicbnet. Dies sollte die Entfernung des Zahnersatzes nach der Erschießung erleichtern, um den wertvollen Rohstoff verarbeiten zu können. An der Wand eines Raumes war eine Meßlatte eingelassen, die einen Längsschlitz zum Nebenraum aufwies. Durch diesen töteten die SS-Henker den mit dem Rücken zur Meßlatte stehenden Gefangenen mit einem Genickschuß. Laute Musik über eine Lautsprecheranlage sollte die Schüsse im Auskleideraum übertönen. Für das Fortschaffen der Leichen waren ausgesuchte Häftlinge vorgesehen. Alles andere sollte von den SS-Henkern ausgeführt werden. Da Massenerschießungen beabsichtigt waren, wurden zusätzlich vier fahrbare Verbrennungsöfen aufgestellt.

18.000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet

Ende August/Anfang September 1941 unterrichtete der Lager­kommandant des KZ Sachsenhausen Loritz die SS-Angehörigen im Kommandanturstab dieses Konzentrationslagers über die in einer Besprechung mit hohen SS-Führern durch den SS-Obergruppenführer Eicke befohlene Erschießung von 18.000 sowjetisehen Kriegsgefangenen. Er gab die Anweisung, daß die demnächst eintreffenden Gefangenen in der dafür eingerichteten Genickschußanlage sofort zu erschießen sind; dabei erläuterte er, wie der Ablauf dieser Aktion geplant ist. Damit waren alle Einzelheiten des teuflischen Planes zur industriemäßigen Vernichtung der sowjetischen Kriegsgefangenen im KZ Sachsenhausen festgelegt. Bald trafen die ersten Transporte der von den Sonderkommandos des faschistischen Sicherheitsdienstes aus den Kriegsgefangenenlagern ausgesonderten sowjetischen Soldaten und Offiziere ein, und das Massenmorden nach dem festgelegten Plan der faschistischen Henker begann. In knapp drei Monaten wurden 18.000 sowjetische Kriegsgefangene – Soldaten und Offiziere – umgebracht.

…nichtverbrannte Knochen glimmten weiter

Der ehemalige Häftling und 1. Lagerälteste des KZ Sachsenhausen, Harry Naujoks, bat laut Zeugenaussage im Prozeß gegen den SS-Oberscharführer Kaiser und andere Naziverbrecher (Urteil des Schwurgerichts in Köln (BRD) vom 20. April 1970 in der Strafsache Otto Kaiser und andere KZ-Bewacher) allein aus den Kleidern der Erschossenen und der auf andere Weise umgebrachten sowjetischen Kriegsgefangenen über zehntausend Erkennungsmarken gesammelt. Tag und Nacht, ohne Pause, brannten seit der Ankunft dieses Transportes die Öfen in den Krematorien, nichtverbrannte Knochen glimmten weiter und verbreiteten einen bestialischen Geruch über das Lager sowie über die ganze Ortschaft Oranienburg. Alle Raume der „Entlausungsbaracke“ waren mit den Kleidern der Erschossenen bis zur Decke vollgestopft. Zur Beschleunigung des Tötungsverfahrens wurde ein Spezialwagen konstruiert und erprobt, der die Vernichtung mit Kraftwagenabgasen gewährleistete; die verwendeten Wagen und das erforderliche Öl wurden von der faschistischen Wehrmacht gestellt. Die Erprobung wurde jedoch nach kurzer Zeit eingestellt weil diese Methode nicht effektiv genug war. Dafür verstärkte die SS die Erschießungsaktionen und perfektionierte sie so, daß nach der Stoppuhr gearbeitet werden konnte. Während ein SS-Henker schoß, lud ein anderer die Pistole.

Mit „Nahkampf-Orden“ zur Erholung nach Italien

MoerderbandeDie SS-Blockführer drängten sich förmlich nach dieser Arbeit sie führten dieses Massenmorden mit dem ihnen eigene Zynismus und mit unbeschreiblicher Brutalität und Grausamkeit mit einem alles übersteigenden Sadismus durch. Nach einer solchen Erschießungsaktion waren die SS-Mörder meist sinnlos betrunken; die Lautsprecher und das Johlen der Mörder waren die ganze Nacht hindurch im Häftlingslager zu hören. Für das Massenmorden wurden die SS-Henker mit dem „Kriegsverdienstkreuz II. Klasse“ dekoriert und zur „Erholung“ nach Italien geschickt: sie selbst titulierten die erhaltene Auszeichnung als „Nahkampf-Orden“.

Die für den Massenmord von der SS ausgesuchten meist moralisch heruntergekommenen Häftlinge muß;en bei den Erschießungsaktionen im Laufschritt arbeiten, damit die Leichen so schnell wie möglich von der Erschießungsstelle entfernt und in die Leichenbaracke geschleppt werden konnten; sie bekamen besonderes Essen, Tabakwaren und auch Alkohol, dessen Genuß ansonsten für die Häftlinge strengstens verboten war. Von den Wertsachen, die sie den Gefangenen Zu entfernen hatten, behielten sie einen Teil und verschoben ihn an die SS-Leute oder an Zivilisten, mit denen sie in Berührung kamen.

Sowjetische Kriegsgefangene zur Exekution

Baracken mit Stacheldrahtumzäunung und gesonderte SS-Bewachung sicherten die völlige Isolierung der sowjetischen Kriegsgefangenen von den übrigen Häftlingen; es war streng untersagt, Kontakt zu den sowjetischen Kriegsgefangenen aufzunehmen. Wenn die Transporte der sowjetischen Kriegsgefangenen im Lager eintrafen oder diese auf Lastwagen zur Erschießung auf den „Industriehof“ gefahren wurden, mußten die übrigen Häftlinge in Ihren Baracken bleiben und Türen und Fenster geschlossen werden. Dennoch blieb den Häftlingen nicht verborgen, daß sich die sowjetischen Kameraden in einem erbarmungswürdigen Zustand  befanden.

Sowj Kriegsef SachshsnSpäter konnten die Häftlinge in Erfahrung bringen, daß sie in Erdlöchern hausen mußten und kaum zu essen bekamen. Der erste Transport von 1.000 sowjetischen Kriegsgefangenen bekam erst nach drei oder vier Tagen Essen; bei der ersten Essenausgabe sowie häufig in den Abendstunden schossen die SS-Posten ‚in die überfüllten Baracken und töteten dabei bereits viele Gefangene.

An einem Abend erwartete die SS einen Transport von 2.000 sowjetischen Kriegsgefangenen; der zuständige Blockführer war schon betrunken und der diensttuende Rapportführer Nowacki befahl den Häftlingern die Baracken nicht zu verlassen. Es war stockfinster, ein furchtbarer Schneesturm hatte eingesetzt. Außerhalb des Lagers leuchteten Scheinwerfer auf, und man hörte das Johlen der betrunkenen SS-Bestien. Immer wieder fielen Schüsse; nach längerer Zeit erreichte der Gefangenenzug das Lager. Fast 2.000 völlig entkräftete und erschöpfte Gefangene wankten durch das Lagertor; der Schnee- und Regensturm peitschte die Menschen nieder, und die meisten von ihnen trugen zudem keine Schuhe und wateten mit nackten Füßen durch den knöcheltiefen Schneematsch.

Sonderlager für gefangene Sowjetsoldaten

Die betrunkenen SS-Leute, bewaffnet mit Knüppeln, Pistolen und Karabinern, umkreisten den Gefangenenzug; sie schlugen und traten wahllos in die Menschenmenge; allein auf dem kurzen Weg vom Bahnhof bis ins Lager waren, wie sich später herausstellte, 160 Kriegsgefangene erschossen worden. Am Schluß des Gefangenenzuges fuhren die Lastwagen mit den Kranken. Mit ihnen wurde kurzer Prozeß gemacht; man kippte die Menschen über die Bordwand der Lastautos auf die Erde. Lange noch war das Toben der betrunkenen SS-Bestien im Sonderlager der sowjetischen Kriegsgefangenen zu hören. Mit diesem Transport wurde der Flecktyphus ins Lager gebracht; in den folgenden zwei Wochen traten die ersten Fleckfieberfälle auf, etwa 250 Häftlinge erkrankten, und 48 von ihnen starben.

Flecktyphus

Es war das große Verdienst der mit viel Umsicht arbeitenden Kommunisten und anderen Antifaschisten in den verschiedensten Arbeitsbereichen, besonders der Blockältesten, daß sich die gefährliche Krankheit nicht zur Epidemie ausbreiten konnte. Die Erkrankungen und die Zahl der Toten im Sonderlager der sowjetischen Kriegsgefangenen war weit höher, weil wegen der strengen Isolierung nicht in dem Maße Hilfeleistungen organisiert werden konnten. Da auch mehrere SS-Leute erkrankten, wurde für einige Zeit Quarantäne über das Lager verhängt und auch keine neuen Gefangenentransporte überführt.

Sachsenhsn Flaschenpost

Nebenstehender Text wurde als Flaschenpost heimlich aus dem KZ Sachsenhausen geschmuggelt:

Heute ist der 19. September 1941. Eben erfahren wir  dahs ins grohse Lager wieder 400 Rotgardisten zur Ermordung eingeliefert wurden. Wir stehen alle unte dem erschütterten Eindruck dieser Massenmorde die die Zahl eintausend bereits überschritten hat. Wir sind vorläufig auhserstande ihnen zu helfen! (unleserlich)

Siehe auch:
Das faschistische KZ Buchenwald
Das faschistische KZ Dachau
Die KZ der deutschen Faschisten

Solidarität der Häftlinge

Trotz der strengen Isolierung der sowjetischen Kriegsgefangenen gelang es den übrigen Häftlingen auf der Grundlage organisierter Aktionen, Solidarität mit ihnen zu üben und unter größten Gefahren Brot und andere Lebensmittel sowie Medikamente in das Sonderlager zu schmuggeln. Da denjenigen sowjetischen Kriegsgefangenen, die Brillen trugen, diese weggenommen worden waren, wurden die benötigten Brillen – im Verlauf der Zeit hatten sich von den umgebrachten Häftlingen große Mengen an Brillen angesammelt – auf Umwegen in das Sonderlager gebracht und damit die von der SS beabsichtigte Hilflosigkeit die­ ser Gefangenen zum Teil überwunden.

Auch ersannen beherzte Kommunisten wie der 1.Lagerälteste Harry Naujoks, Rudolf Grosse und viele andere immer neue Methoden, um die sowjetischen Kameraden zu warnen; es wurden zum Beispiel alte Hemden organisiert, die man in Streifen zerriß, um sie mit Warnparolen in russischer Sprache zu beschriften. Diese Warnschriften wurden unmittelbar vor der Belegung der Baracken unter den größten Gefahren dort eingeschmuggelt.

Der heldenhafte Kampf der Sowjetarmee gab den Häftlingen Mut

Die faschistischen Henker glaubten, den Lebensmut der politischen Häftlinge, der von der Überzeugung der vernichtenden Niederlage des deutschen Faschismus durch die Sowjetarmee getragen war, zerstören zu können. Der heldenhafte Kampf der Sowjetarmee und ihrer Partisanenverbände gab den politischen Gefangenen immer wieder neuen Mut. Sie erkannten, daß die Grausamkeiten an den sowjetischen Kriegsgefangenen, die die faschistischen Mörder verübten, Ausdruck des Hasses gegenüber dem ersten sozialistischen Land und der dahinschwindenden Hoffnung auf den „Blitzsieg“ waren.

Die politischen Häftlinge waren fest überzeugt von dem Sieg der Sowjetunion über den faschistischen Aggressor und von ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager durch die ruhmreiche Sowjetarmee.

Quelle:
Sachsenhausen. Dokumente, Aussagen, Forschungsergebnisse und Erlebnisberichte über das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen. VEB Verlag Deutscher Wissenschaften, Berlin 1986, S.61-68. (Bilder: ebd.)

Zitate:
[1] Der Nürnberger Prozeß. Aus den Protokollen, Dokumenten und Materialien des Perozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen MIlitärgerichtshof. Rütten & Loening, Berlin 1957, Bd. II, S.382.
[2] Zentrales Staatsarchiv der DDR, Potsdam, so.Kommissarbefehl.

Siehe auch:
Der Nürnberger Prozeß: Die Fiktion von einer “sauberen Wehrmacht” – oder: Warum die Sowjetunion da völlig zurecht anderer Ansicht war…
Was ist Bolschewismus?

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8 Antworten zu Mörder in deutscher Uniform…

  1. Achim Kessel schreibt:

    Moin, nach dem Blick auf die Schlagzeilen des heutigen Tages stechen drei davon heraus;
    – vor 70 Jahren wurde die Sozialistische Einheitspartei gegründet (junge Welt)
    – der erste Einsatz einer Spezialeinheit der Bundeswehr im Inneren (junge Welt)
    – Die Kirche im linken Dorf (soz. Tageszeitung zur Steigerung des Adrenalinspiegels)
    – Im Thüringer Landtag wird mit nur einer Gegenstimme beschlossen, dem „Volksaufstand“ am 17. Juni zu gedenken (dito)
    Ich muss mal ganz emotional sagen, wenn Thüringen und Thüringer nicht solche herausragenden Leistungen für die fortschrittliche Arbeiterbewegung geleistet hätten, könnte man, als gebürtiger Thüringer, wehmütig werden.

    • Harry 56 schreibt:

      Hey, Achim, sei kein Grieskram! Herr „Genosse“ Ramelow und seine „linken“ und sonstigen Mamelucken im Landtag von Thüringen sorgen doch nur für die richtige politische Hygiene in dieser Hartz- 4/NATO-BRD!
      Natürlich sind (bürgerliche) „Linke“ immer und überall für „Volksaufstände“ – natürlich nur gegen wirkliche Kommunisten – wie etwa Lenin (Kronstadt), oder Ulbricht wie 1953…..
      Ein Volksaufstand etwa gegen Adolf Hitler oder das heutige bürgerlich-imperialistische BRD/NATO-Regime scheint dagegen wegen …. wohl schlechten Wetters oder so…? —- nicht angesagt zu sein.

      Nun, also, dann lassen wir diesen Ramelow & alle seine schrägen Konsorten aus dem „Lager der Demokratie“ des „17.Juni 1953“ gedenken, hoffentlich mit viel Koks, Ectasy, Alkohol, Bier aus den nahen Pilsen in Strömen…

      Vielleicht könnte VW zu diesem „Gedenken“ wie einst in Wolfsburg wieder mal gar ein paar „Liebesdienerinnen“ aus Brasilien oder von sonstwoher beisteuern, bezahlt sozusagen aus der (Porto)Konzernkasse? Betriebsräte und IGM wären sicher wieder voll mit bei der „Party“, dürfen wir wohl mal annehmen. Gönnen wir diesem Pack doch dieses billige schäbige Vergnügen, oder?
      Feierliche Grüße an jene „Linken“ & Co.Herrschaften, echt!!! 🙂

      Noch ganz aktuell: Herr „Genosse“ Ramelow will sogar eine “ Brücke“ zu Russland schlagen! Ob er für dieses löbliche Vorhaben für alle Fälle bezüglich seiner weiteren politischen Karriere – sprich: fettester bürgerlicher Staatsversorgung ! – schon mal ein politisches SPD/GRÜNE/ CDU-Rettungsschlauchboot in petto hat?

      Nun aber schnell tschüssi…., soz. Gruß!

      • Achim Kessel schreibt:

        …nein Harry, ein Griesgram bin ich bestimmt nicht. Aber die drei Schlagzeilen, die ich nannte, sind es wert über ihre Hintergründe zu diskutieren.
        An Sascha habe ich die Bitte, was ist neben Wikilügika oder Google über den „Verein zur Förderung der Wissenschaftlichen Weltanschauung“ bekannt?

        (der gen.Verein hat namens seines Verlegers Stephan Eggerdinger die Taubenfußchronik herausgebracht. N.G.)

    • Mariano Karbe schreibt:

      @ Achim Kessel,…erster Einsatz der Bundesw. im Inneren… Das braucht eigentlich niemanden zu wundern, Soldknechte verdienen überall. Auch im Inneren, das hätte man mit dem „Bürger in Uniform“ nur schwerlich machen können. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht war diese Zukunft vorgegeben.

      • Achim Kessel schreibt:

        … ja Mariano, es ist ein Beispiel für die Methode, wie der bürgerliche, parlamentaristische, demokratische Staat sukzessive aus den Angeln gehoben wird um das Machtgefüge zu sichern. Und zwar dann, wenn sich Gruppen bilden, die tatsächlich eine Gefahr darstellen. Die Geschichte mit Böhmermann hat zwar wieder das lakaienhafte Verhalten der Kanzlerin bestätigt, aber solange nur getrötet wird, ist es für die Vertreter des Kapitals uninteressant.

        Kurz: an der Masse der eigentlichen Kräfte den Polizisten an der Ecke einsparen und bestausgerüstete, schlagkräftige und vor allem sehr gut bezahlte „Spezialkräfte“ aufbauen. Wo du die in der Hierarchie ansiedelst, ist eigentlich vollkommen gleichgültig. Eigentliche polizeiliche Aufgaben werden ausgesiedelt, privatisiert. Was dabei am Rande festgestellt wird, macht dann groooße Augen, wenn Neonazis von privaten Wachutzunternehmen rekrutiert werden und für die Bewachung von Flüchtlings-Unterkünften eingesetzt werden.
        Man sollte jedoch nicht glauben, dass die entsprechenden Leute aus der NSU Affäre nicht gelernt haben.

  2. Achim Kessel schreibt:

    Hallo Sascha, Hallo Freunde,

    als erstes vielen Dank für Deinen Artikel. Er ist eine Ergänzung für mein Mini-Archiv. Ich habe ein Buch von Hans Bentzien: „Was geschah am 17.Juni?“ edition ost. Zur Erinnerung, Hans Bentzien war Kulturminister bei Walter Ulbricht und in der „Wendezeit“ Intendant des Fernsehfunks.

    Vorgestern habe ich den zweiten Band Kurt Gossweilers „Taubenfußchronik“ bekommen und gleich angefangen zu lesen. Durch Saschas Artikel inspiriert, geht man grob die einzelnen Abschnitte durch und stolpert gleich auf eine Aussage, die tiefer betrachtet werden muss.

    Hier ein Zitat von Hans Bentzien: „Der Wortführer in Moskau, der für eine Aufgabe der DDR als direktes Einflussgebiet der Sowjetunion plädierte, war der Geheimdienstchef Beria. Er war ein besonders grausamer Verfolger aller wirklichen und oder vermeintlichen Feinde und schickte sie erbarmungslos in den Gulag…“

    Wenn ich dieses Zitat mit Kurt Gossweilers Taubenfußchronik-Augen lese, komme ich nur zu einem Ergebnis, Hans Bentzien war ein früher Antistalinist, ein Reformer und Chruschtschow Anhänger. Ich würde mich freuen wenn meine Meinung widerlegt werden kann…

    • sascha313 schreibt:

      Man kann ihn nun leider nicht mehr fragen; offenbar war Bentzien ein Stalinfeind. Es ist traurig, daß einige (ansonsten wohl recht ordentliche Genossen) immer wieder nachquatschen, was von den Banditen der Chruschtschow-Clique und deren Nachfolgern in die Welt gesetzt wurde. Und das ohne es tatsächlich geprüft zu haben. Ein schändliches Verhalten, das uns in den letzten Jahren der DDR immensen Schaden zugefügt hat… Kurt Gossweiler hat sehr klar und behutsam geurteilt, Verhaltensweisen offengelegt. Ein Nachschlagewerk!

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