Eine trotzkistische Brecht-Interpretation

trockImmer mehr machen sich, gestützt und finanziert durch den Imperialismus, trotzkistische Fälschungen breit, die nicht nur bedeutende kommunistische Persönlichkeiten  in den Dreck zu ziehen versuchen, sondern auch zahlreiche Vorgänge der Gegenwart falsch darstellen, um so die wahren Klassenverhältnisse zu vertuschen, das Proletariat vom Klassenkampf abzuhalten und in unsinnige Abenteuer zu leiten. Das war schon immer typisch für trotzkistische Intrigen. Bediente sich doch schon Trotzki dieser Methode. Verleumdungen, Fälschungen, Halbwahrheiten und ein Mischmasch aus rrrrevolutionären Parolen, Verdrehungen des Marxismus und Irreführung der Arbeiterklasse gehörten schon damals zum Arsenal dieses Demagogen. Nicht ohne Grund kämpften schon Lenin und Stalin entschieden gegen diesen Volksverführer. Und nun wuchs aus diesem Sumpf eine neue „Blüte“ hervor – ein Buch, bei dem man sich schon ekelt, es überhaupt in die Hand zu nehmen – die neuerliche Brecht-„Biografie“ eines US-Amerikaners. Vielleicht sollte man aber auch gleich sagen: eine Brecht-Fälschung! 

Es handelt sich um das 2014 erschienene Machwerk eines gewissen Stephen Parker „Bertolt Brecht – A Literary Life“ Daß man uns diesen Dreck erst heute anpreist, hat seinen Grund, den 60.Todestag des kommunistischen Dramatikers. Brecht starb am 14. August 1956. Dazu werden nun sämtliche Register der kapitalistischen Werbeindustrie gezogen, um ein Buch unter die Massen zu bringen, das man nicht anders bezeichnen kann, als ein antikommunistisches Phantasieprodukt.

Was geschah nach Brechts Tod?

Es ist bekannt, daß das Jahr 1956 ein einschneidendes Ereignis für die kommunistische Weltbewegung mit sich brachte, den verräterischen XX. Parteitag der KPdSU, der in der Folgezeit zu heftigen Kämpfen zwischen Kommunisten und ihren Gegnern führte, und der letztlich den Sturz des sozialistischen Weltsystem einleitete. Wenn es nach Trotzki gegangen wäre, hätte dies schon viel eher passieren müssen, denn – so schreibt die trotzkistische Rezensentin dieses Machwerks: „gesamte Geschichte der KPD in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre zeigt, daß es Stalin und seinen Anhängern nicht leicht fiel, die Stalinisierung der KP und die Inthronisierung seiner Gewährsmänner um Ernst Thälmann durchzusetzen“. Lächerlich – und eine Verleumdung Stalins und Thälmanns!

Daß Brecht die politische Lage nach der lügenhaften Rede Chruschtschows falsch einschätzte, sei ihm verziehen. Denn er wußte damals nicht, was wir heute wissen: Mit Chruschtschow war ein Antikommunist in die Reihen der Partei eingedrungen, der – angefangen von seinem verbrecherischen Wirken als Scharfrichter in der Ukraine, seinem militärischen Verrat in Charkow, der Unterstützung des faschistoiden Titoismus bis hin reaktionären Maiskampagne und den ungeeigneten Rinderoffenställen – alles nur mögliche tat, um den Sozialismus zu sabotieren. Einen klaren Blick indes bewahrte sich glücklicherweise Walter Ulbricht, der seinerseits alles nun vermied, was geeignet war, Stalin zu schmähen und das Ansehen Thälmanns zu verschmutzen.

Lügen und Verleumdungen

So behauptet die trotzkistische Rezensentin beispielsweise.  „Für die vielen katastrophalen Niederlagen und vor allem den Sieg Hitlers waren die Kommunistische Internationale und die verschiedenen stalinistischen Parteien Ende der 1920er und in den 30er Jahren verantwortlich.“  (Ganz ähnliche Positionen vertreten übrigens auch solche „linken“ Antikommunisten wie Lieberam, Meißner, Wagner und Modrow. & Co.) Doch nichts ist bösartiger, lächerlicher und falscher als das! Gerade die kluge und vorausschauende Politik Stalins, der mehrfach vor der Aggressivität des deutschen und internationalen Imperialismus gewarnt hatte und der in der Vorkriegszeit konsequent am sozialistischen Aufbaut festhielt, war es, die letztlich mit der „Vereinbarung über den Nichtangriff“ (Nichtangriffsvertrag) ganz im Leninschen Sinne der Sowjetunion einen notwendigen Aufschub und eine Atempause vor dem feindlichen Angriff Nazideutschlands auf die Sowjetunion verschaffte. Und da von einem „Sieg Hitlers“ zu reden ist ganz und gar irrsinnig. Bezeichnend ist übrigens auch, daß Trotzki, indem er sich den Weisungen Lenin widersetzte, versucht hatte, den Friedensvertrag von Brest-Litowsk zu Fall zu bringen, was ihm jedoch mißlang.

Was wollen die Trotzkisten?

Den Trotzkisten geht es darum, den Marxismus für sich zu vereinnahmen, die Rolle Lenins und Stalins für den erfolgreichen sozialistischen Aufbau zu negieren und die demagogischen Schriften Trotzkis zum Mittelpunkt des antiimperialistischen Kampfes zu machen. Damit berauben sie den Marxismus-Leninismus seines revolutionären Inhalt, nehmen der Arbeiterklasse ihre Vorbilder und verunsichern alle diejenigen, die bei der Suche nach einer sozialen Alternative zum Kapitalismus Fragen an die Geschichte stellen. Wenn der sozialistische Aufbau, wie die Trotzkisten behaupten, angeblich nur deshalb  zum Scheitern verurteilt gewesen sei, weil „die revolutionäre Welle abgeebbt“ sei und die Sowjetunion nur deshalb den deutschen Faschismus besiegt habe, weil „skrupellose Gegner Trotzkis“ die Macht ergriffen hätten, so zeigt diese verquere „Logik“ doch nichts anderes, als daß im Trotzkismus eine der letzten ideologischen Stützen des kapitalistischen Systems zu suchen sind. Die Heilslehre des Trotzkismus ist also nichts anderes als eine bürgerliche Variante des Antikommunismus, und deshalb wird sie von der Bourgeioisie unterstützt.

Brauchen wir wirklich eine neue Sicht auf Brecht?

Nein, natürlich nicht. Auch Brecht machte Fehler, auch er unterlag Irrtümern. Er war wie jeder andere ein Kind seiner Zeit. Doch Brecht vermittelte Einsichten und Ansichten, die marxistisch waren. Und er tat das in erster Linie für sein Publikum – für die Arbeiterklasse, der in unserer Republik, der DDR, erstmals in der Geschichte der Menschheit die besseren Plätze eingeräumt worden waren. Und das nicht nur im Theater. Brecht war Dialektiker. Er hatte Marx studiert, er kannte das „Manifest der Kommunistischen Partei“ sehr genau. Ihm lag es daran, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Denken anzuregen. Das ist sein großes Verdienst! Denn Brecht war Kommunist. Er war ein Veränderer, ein Agitator, ein Kämpfer für Frieden und Sozialismus. Das wollen seine Neu-Interpreten heute gerne vergessen machen…

Brecht war ein Aufklärer über den Sozialismus

Die Aufklärung über den Sozialismus war nicht immer leicht. Der Theaterkritiker Ernst Schumacher, ein Zeitgenosse Brechts, schrieb darüber: „Die Schwierigkeiten, die sich dabei ergaben, sind bekannt. Der Faschismus hatte nicht nur die Massen der Arbeiter desorientiert, er hatte auch eine Verspießerung des ästhetischen Gefühls und Bewußtseins, soweit von einem solchen gesprochen werden kann, zur Folge.“ (E.Schumacher: Schriften zur darstellenden Kunst, Berlin, 1978, S.190.) Das ist heute nichts anderes. Kommt noch hinzu, daß die Dummheit, Stalin mit Hitler gleichzusetzen, nicht nur das Ansehen Stalins beschädigt, sondern auch das des realen Sozialismus, was zu einer weiteren, verschärften Desorientierung der Massen führt. Vor allem aber bei jüngeren Generationen, die den Sozialismus nur noch vom Hörensagen her kennen oder eben zu kennen glauben. Doch es bleibt dabei: „…die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.“ (K.Marx: Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. MEW 1, S. 385.“ Der Sozialismus wird kommen! Und zwar ohne Trotzki!

„Mögen die herrschenden Klassen vor der kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten.Sie haben eine Welt zu gewinnen.“ (Manifest der Kommunistischen Partei)


Doch lassen wir Bertolt Brecht selbst zu Wort kommen…

Der Kommunismus ist das Mittlere

Zum Umsturz aller bestehenden Ordnung aufzurufen
Scheint furchtbar.
Aber das Bestehende ist keine Ordnung.

Zur Gewalt seine Zuflucht nehmen
Scheint böse.
Aber da, was ständig geübt wird, Gewalt ist
Ist es nichts Besonderes.

Der Kommunismus ist nicht das Äußerste
Was nur zu einem kleinen Teil verwirklicht werden kann, sondern
Vor er nicht ganz und gar verwirklicht ist
Gibt es keinen Zustand, der
Selbst von einem Unempfindlichen ertragbar wäre.

Der Kommunismus ist wirklich die geringste Forderung
Das Allernächstliegende, Mittlere, Vernünftige.

Wer sich gegen ihn stellt, ist nicht ein Andersdenkender
Sondern ein Nichtdenker oder ein nur Ansichdenkender
Ein Feind des Menschengeschlechtes

Furchtbar
Böse
Unempfindlich

Besonders
Das Äußerste wollend, was selbst zum kleinsten Teil verwirklicht
Die ganze Menschheit ins Verderben stürzte.

(Quelle: Neue Rheinische Zeitung)


„Die Unterdrückten von fünf Erdteilen, denen die sich schon befreit haben, und allen, die für den Weltfrieden kämpfen, muß der Herzschlag gestockt haben, als sie hörten, Stalin ist tot. Er war die Verkörperung ihrer Hoffnung. Aber die geistigen und materiellen Waffen, die er herstellte, sind da, und da ist die Lehre, neue herzustellen.“

(Quelle: Bertolt Brecht: Gesammelte Werke in 20 Bänden, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1967, Bd.20, S.325.)


Eine Frage:

Wollt ihr wirklich behaupten, daß es mehr Leute gibt, die ihr Geld erarbeitet haben? Oder daß es für die Söhne der Mittellosen nicht schwieriger ist, verkaufbare Bildung einzukaufen? (Brecht, ebd. S.315)


Siehe auch:
Eine verbrecherische Rede…
L.Pribytkowa: Wie die KPdSU den Sozialismus in der Sowjetunion zerstörte
Marxfälscher und andere Revisionisten unserer Zeit
Ein Gespräch im Hause Chruschtschow nach der erfolgreichen Beseitigung des Genossen Stalin
Trotzki verrät die junge Sowjetmacht
Wer war Lew Trotzki und welchen Nutzen bringt der Trotzkismus den kapitalistischen Eliten?
Warum und von wem wurde Kirow ermordet?
Die Renegaten und der Kommunismus

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