Geschichte einer sowjetischen Tapferkeitsmedaille. Dank Euch Ihr Sowjetsoldaten für die Befreiung vom Faschismus!

TapferkeitsmedailleDie folgende bewegende Geschichte hat sich zugetragen in unseren Tagen. Die Sowjetunion hatte nach dem Sieg über das faschistische Deutschland auch die Völker Europas von der braunen Pest befreit. Millionenfach haben  die tapferen Helden der Sowjetunion nicht nur ihre Heimat verteidigt, sondern auch selbstlos und unerschrocken für unsere Zukunft gekämpft.  Dank Euch Ihr Sowjetsoldaten! Wir werden niemals vergessen, was wir, die Bürger der DDR, Euch zu verdanken haben. Wir durften 44 Jahre in einem sozialistischen Land aufwachsen, die sozialistische Schule besuchen, studieren und in Glück und Frieden leben. Im folgenden lesen Sie nun die interessante Geschichte, wie eine von Kindern gefundene Tapferkeitsmedaille «За отвагу» eines sowjetischen Soldaten der Tochter ihres rechtmäßigen Besitzer übergeben werden konnte.

Diese Geschichte begann im Jahre 1945 und es dauerte bis 1990. Da fanden Schüler der Grundschule im Dorf Jazkowitschi im Bezirk Brest (heute Belorußland) beim Spielen auf der Straße an der Stelle des ehemaligen Wohnhauses eines Kriegsteilnehmers eine Tapferkeitsmedaille und nahmen sie mit in die Schule. Das Ordensband war nicht mehr erhalten geblieben, doch auf der Rückseite der Medaille konnte man deutlich die Nummer erkennen, die etwas über den Besitzer der Medaille aussagte.

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Die Suche nach dem Besitzer zog sich hin – auch die Gespräche mit den Einwohnern des Ortes, denen das Schicksal des Helden keinesfalls gleichgültig war, führten zu keinem Ergebnis. Die Zeit verging und eines Tages fiel die Medaille dem Schulleiter Alexander Kirikowitsch in die Hände. Da sich der Fundort auf dem Grundstück der Grenzwache „Ogorodniki“ befand, nahmen auch die Brester Grenzsoldaten an den Sucharbeiten teil. Man entschied sich schließlich, eine Anfrage an das Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation zu richten.

Von dort kam die folgende Antwort:

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Leider war Fjodor Jakowlewitsch Doroschuk zu dieser Zeit schon verstorben. Die Medaille wurde von den Militärangehörigen der Brester Grenztruppen restauriert und sie konnten sie der Tochter des Sowjetsoldaten Jewgenija Fedorowna überreichen, die im Stolinsker Bezirk im Gebietes Brest wohnt. Neben der Medaille wurde der Tocher auch eine Kopie des Befehls vom 14. Mai 1945 über die Auszeichnung des Rotarmisten Doroschuk, der Anfragebrief ans Zentralarchiv und das Original der Antwort übergeben.

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Nach dem Ende des Großen Vaterländischen Krieges konnten etwa drei Millionen Auszeichnungen nicht mehr übergeben werden. Der Grund dafür war, neben der Wechsel der Verantwortlichen, auch schlicht ein Mangel an Orden und Medaillen. Man kam nicht mehr dazu, sie auszugeben. Unmittelbar nach dem Krieg hatte die Hauptverwaltung des Verteidigungsministeriums, die Archivdienste und die Kriegskommissariate mit der Suche nach den Ausgezeichneten begonnen. Bis 1956 konnten dann noch etwa eine Million Auszeichnungen übergeben worden. Nach dem XX.Parteitag wurde die Suche eingestellt. Und nur auf Nachfrage wurden Orden und Medaillen an die Bürger weitergegeben. In den folgenden Jahrzehnte wurden dennoch etwa eine halbe Million Orden und Medaillen überreicht. Doch noch 400.000 Auszeichnungen blieben übrig, und es besteht kaum noch eine Hoffnung, deren Besitzer zu finden.

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https://people.onliner.by/2016/05/05/war-2/


Zur Geschichte des Sieges der Sowjetunion

Der Krieg des faschistischen Deutschlands und seiner Spießgesellen gegen die UdSSR bedrohte die Existenz des Sowjetstaates. Die Imperialisten Englands und der Vereinigten Staaten von Amerika zögerten absichtlieh die Errichtung einer zweiten Front in Europa hinaus – in der Hoffnung, der Krieg Deutschlands gegen die UdSSR werde das Land des Sozialismus schwächen. Die bolschewistische Partei mobilisierte unter der genialen Leitung des Genossen Stalin das gesamte Sowjetvolk für die Zerschmetterung des Feindes. Die Werktätigen des sowjetischen Hinterlandes arbeiteten selbstlos für die Unterstützung der Front. Die Sowjetarmee verteidigte jeden Fußbreit des heimatlichen Bodens und brachte dem Feind unzählige Verluste bei.

Ende 1941 wurden die deutschen Truppen bei Moskau zerschlagen. Ende 1942 und Anfang 1943 vernichteten die Sowjettruppen die deutsche Armee bei Stalingrad. Der Sieg der Sowjetarmee bei Stalingrad führte zu einem grundlegenden Umschwung im Verlauf des Krieges. Im Sommer 1943 zerschlugen die Sowjettruppen die deutsche Armee bei Kursk und trieben sie nach Westen. Im Herbst 1944 war das gesamte Sowjetland von den faschistisehen deutschen Eindringlingen gesäubert. Die Sowjetarmee befreite die Völker Europas vom faschistischen Joch. Im Mai 1945 vollendeten die Sowjettruppen die Zerschlagung des faschistischen Deutschlands.

Nach der Zerschlagung Hitlerdeutschlands trat die Sowjetunion in den Krieg gegen das imperialistische Japan ein. In kurzer Zeit wurde die japanische Armee zerschmettert; japan kapitulierte. Durch den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg hat das Sowjetvolk die Freiheit und Unabhängigkeit seiner Heimat behauptet, die sozialistische Ordnung gerettet und den Frieden und die Sicherheit der Sowjetunion gefestigt.

(Quelle: Lehrbuch für die Politischen Grundschulen, Dietz verlag Berlin, 1951, S.245.)

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  1. Pingback: Wie werden die Deutschen gegen andere Völker aufgehetzt… (Soldatenbriefe von Stalingrad 1943) | Sascha's Welt

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