Der 9. Mai ist der Tag des Sieges der Sowjetunion über den deutschen Faschismus – Unsterbliches Regiment in Berlin

Mai 2016Für alle, die daran teilnahmen, wurde dieser Tag am Treptower Ehrenmal  in Berlin zu einem unvergeßlichen Ereignis.  In den letzten Jahren ist aus dem 9. Mai, dem Tag des Sieges, aus einer Aktion, der Vorfahren zu gedenken, die zum Sieg über Nazi-Deutschland beigetragen haben, eine Tradition geworden. Das Gedenken an die sowjetischen Partisanen, Soldaten und Offiziere trägt den Namen „Unsterbliches Regiment“. Aber nicht nur Angehörige des Militärs, sondern auch einfache Menschen, die im Hinterland durch ihre Arbeit zum Sieg über den Faschismus beigetragen haben, zählen ebenso zu diesem ganz heldenhaften Regiment.

Der Tag der Befreiung vom Faschismus

In der DDR wurde dieser Tag regelmäßig mit großer Freude begangen, nicht nur, weil die Kinder schulfrei hatten, sondern, weil die Überlebenden des 2. Weltkriegs noch sehr genau vor Augen hatten, welche verheerenden Folgen dieser Krieg für Deutschland und Europa hatte. Europa lag in Schutt und Asche, und in fast jeder Familie hatte es Tote gegeben, waren Familienangehörige im Krieg gefallen oder von den Faschisten umgebracht worden. Wir wußten schon als Kinder sehr genau, daß wir die Befreiung vom Faschismus den Helden der Sowjetunion zu verdanken hatten.

Putin Befreiung

9. Mai 2016. Das „Unsterbliches Regiment“ hat die Liebe der Menschen gewonnen, so daß von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen nicht nur in Rußland (s.Bild), sondern auch in anderen Ländern der Welt daran teilnehmen. Wie Medien berichten, wurde auf diese Weise in 39 Staaten der sowjetischen Helden gedacht. In diesem Jahr fand auch in Berlin der Gedenkmarsch statt, an dem wir teilgenommen haben. Zwischen 10:30 Uhr und 11:30 Uhr versammelten sich alle Teilnehmer am Brandenburger Tor. Von dort aus ging es zum Sowjetischen Ehrenmal, das sich im Tiergarten befindet. An dieser Aktion nahmen etwa 1500 Menschen teil. Viele trugen Bilder ihrer Angehörigen. Auf dem Weg zum Sowjetischen Ehrenmal entlang der „Straße des 17. Juni“ (Welch ein Hohn ist doch dieser Name!)  haben viele Menschen angehalten, um die Kolonne zu fotografieren oder um ein Video aufzunehmen. Das „Unsterbliche Regiment“ wurde mit Anerkennung, Freude und Beifall empfangen. Am Ehrenmal wurden Blumen niedergelegt, der Helden gedacht und der Sieg über den Faschismus gefeiert. Es wurden auch Lieder gesungen, Gedichte vorgetragen und Geschichten erzählt. Später haben sich die Nachtwölfe dem „Unsterblichen Regiment“ angeschlossen. Sie wurden wie schon zuvor in Tschechien begeistert empfangen. Viele dankten ihnen für ihren Einsatz, die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Georgi SukmanowAm sowjetischen Ehrenmal legten zahlreiche Gäste ihre Blumen nieder. Unter ihnen auch der 91jährige Georgi Saweljewitsch Sukmanow aus Kaliningrad, der selbst an der Befreiung Europas teilgenommen hatte und in diesem Jahr erstmals nach Berlin gekommen war. Während des Großen Vaterländischen Krieges diente Georgi Saweljewitsch bei den Landungskräften der Zweiten Ukrainischen Front. Er nahm an den Schlachten am Balaton in Ungarn teil, war mit dabei als Wien und Prag befreit wurden und erlebte den großen Sieg über den deutschen Faschismus in Prag. Für seinen Heldenmut erhielt er zahlreiche Orden und Auszeichnungen, darunter den „Orden des Großen Vaterländischen Krieges II. Stufe, die Medaillen „Für Tapferkeit“, „Für Kampfverdienste“, und „Für den Sieg über Deutschland“. Mehr als 16 Jahre arbeitete Georgij Saweljewitsch dann im Stahlwerk von Kurgan («Курганстальмост») als Maschinist für Kompressoranlagen in der Abteilung № 16. Georgi Saweljewitsch ist nicht nur ein mutiger, sondern auch ein fröhlicher Mensch, er singt und musiziert gern. In all den Jahren hat er sich nicht von seiner Harmonika getrennt. Er kam in diesem Jahr gemeinsam mit seiner Schwester zum Tag des Sieges nach Berlin… («Наше время»)

 
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2 Antworten zu Der 9. Mai ist der Tag des Sieges der Sowjetunion über den deutschen Faschismus – Unsterbliches Regiment in Berlin

  1. grfinx schreibt:

    Ich bin sehr froh, dass ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit unzähligen Jahren wieder in Treptow war, um Blumen in Gedenken an die Opfer dieses unsäglichen Teils deutscher Geschichte nieder zu legen. Ich traf dort sehr viele Menschen, die – in Sorge um den Frieden in Europa – ähnlich denken. Und wenn ich sehe, wie im unsterblichen Regiment voller Stolz der Veteranen gedacht wird, die seinerzeit den Faschismus so siegreich bekämpft haben, dann sehe ich bei den meisten auch die Sorge um den Frieden heute – das macht Hoffnung. Denn auch ich bin überzeugt, dass das Gedenken an die Opfer dieser Zeit die beste Voraussetzung ist, dem Treiben für einen weiteren großen Krieg entgegen zu treten.

  2. Günter Hering schreibt:

    Hat dies auf versprengte Linke rebloggt und kommentierte:
    Man darf es nie vergessen!

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