Vom Kapp-Putsch bis zur Dollarsonne. Die Vorgeschichte der Nazis (1919-1932).

geschichte-klasse-9-lehrbuch-ddrEs gibt besseres kein Buch, das anschaulicher, einprägsamer und zugleich mit höchster wissenschaftlicher Genauigkeit die historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts darzustellen vermag, als ein Lehrbuch für den Geschichtsunterricht, das vom Ministerium für Volksbildung der DDR herausgegeben wurde. Warum ist das so? Sämtliche DDR-Lehrbücher wurden auf der wissenschaftlichen Grundlage des dialektischen und historischen Materialismus geschrieben. Sie waren frei von idealistischen und subjektiven Anschauungen, wie sie beispielsweise heute von der herrschenden Klasse der Monopolbourgeoisie verbreitet werden, um die Verbrechen des Kapitalismus zu kaschieren, um Zusammenhänger zu verschleiern oder um einseitig die Rolle des Adels und der bürgerlichen Politiker herauszustreichen. In den heutigen geschichtlichen Märchenbüchern findet die Lage der arbeitenden Klassen so gut wie keine Erwähnung; und daß auch gesellschaftliche Prozesse bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterliegen, wird verschwiegen. 

Nehmen wir beispielsweise das Lehrbuch Geschichte für Klasse 9. Der Zeitabschnitt reicht von der Februarrevolution 1917 bis zum Nürnberger Kriegsverbrecher-Tribunal 1945. Wir wollen uns hier beschränken auf die Zeit vom Ende des ersten Weltkriegs bis zum Wiedererstarken des deutschen Imperialismus, weil diese Zeit sehr anschaulich verdeutlicht, wie es in Deutschland zum Faschismus kam.

Der Kapp-Putsch war gescheitert…

Nach dem Scheitern des Versuchs der Kapp-Putschisten, eine offene Militärdiktatur der aggressivsten Kreise des Imperialismus zu errichten, konzentrierten sich alle führenden Gruppen der Monopolbourgeoisie ganz auf den schrittwelsen Abbau der sozialen und demokratischen Rechte der Werktätigen. Vor allem wälzten die Monopolherren mit Hilfe der beschleunigten Geldentwertung die Folgen des imperialistischen Krieges rücksichtslos auf die Werktätigen ab. Die Reichsbank ließ unaufhörlich zusätzliches Papiergeld drucken und in Umlauf bringen. Diese ständige Vermehrung des Papiergeldes bei gleichzeitig, verringertem Warenangebot bewirkte eine unerhörte Entwertung der Mark, das heißt, eine rasch fortschreitende Inflation.

Wie kam es zum enormen Wachstum der Konzerne?

Den Konzernherren brachte die Inflation überdurchschnittliche Profite, weil die Löhne der Arbeiter bei der raschen Geldentwertung immer weit hinter den emporschnellenden Preisen zurückblieben. Setzten die Werktätigen Lohnerhöhungen durch, waren diese innerhalb weniger Tage durch die unaufhörlich steigenden Preise entwertet. Eben ausgezahlte Löhne schrumpften im Sommer 1923 im Verlauf von einigen Tagen und im Herbst 1923 in wenigen Stunden auf einen Bruchteil der ursprünglichen Kaufkraft zusammen. Die Inflation drückte den Reallohn der deutschen Arbeiter in der zweiten Hälfte des Jahres 1923 auf ein bis zwei Drittel unter den Vorkriegsstand. Gleichzeitig gewährte die Reichsbank den einflußreichen Konzernherren Kredite. Sie kauften damit sofort Devisen, Betriebe oder Sachwerte und zahlten den Kredit nach einiger Zeit mit inzwischen weitgehend entwertetem Papiergeld zurück. Die Macht der Monopolkapitalisten wuchs. Allein der „König der Inflation“, Hugo Stinnes, raffte bis 1923 nicht weniger als 1664 Unternehmungen mit 2890 Betrieben zusammen.

Wer bezahlte die Kosten? Wer trug die Lasten?

Für die Volksmassen aber beschwor die Geldentwertung Elend und Not herauf. Für Millionen Werktätige begannen furchtbare Hungerjahre.  Schwer litten auch die Mittelschichten. Ihre Sparguthaben, die sie in Jahrzehnten mühsam zusammengetragen hatten, verwandelten sich im Zuge der Inflation in fast wertloses Papiergeld. Auch die Wertpapiere, die Werktätige nach 1914 als Kriegsanleihen erworben hatten, verwandelten sich in wertlose Papierstücke. Denn die Regierung zahlte nur in entwertetem Papiergeld zurück. So machte sich der imperialistische Staat weitgehend auf Kosten des städtischen und ländlichen Kleinbürgertums schuldenfrei.

So stießen die monopolkapitalistischen Förderer und Nutznießer der Inflation breite Schichten des deutschen Volkes in ein Elend, wie es mancher Werktätige selbst in den schlimmsten Zeiten des Krieges nicht gekannt hatte.


  • Wie versuchten die Imperialisten nach dem Kapp­ Putsch die sozialen und demokratischen Errungenschaften der Novemberrevolution zu beseitigen?
  • Erläutern Sie, wie die Inflation der Monopolbourgeoisie diente!

Die Klassenkämpfe 1921 bis 1923

Die KPD vertrat die Interessen der Werktätigen

Nach der Niederschlagung des Kapp-Putsches führte die zunehmende Verschärfung der Klassengegensätze und die Politik der KPD zu einem Ruck nach links in der Arbeiterklasse und zu einem neuen Aufschwung der Klassenkämpfe in Deutschland. Erbittert über das Paktieren der rechten SPD-Führer mit den Imperialisten und Militaristen, wandten sich nach dem März 1920 viele Anhänger der Sozialdemokratie der USPD zu. Innerhalb dieser Partei entstand wiederum ein starker linker Flügel, der von Ernst Thälmann (Hamburg) , Wilhelm Florin und Walter Stoecker (Ruhrgebiet), Wilhelm Koenen (Mitteldeutschland) und anderen geführt wurde. Viele Mitglieder der USPD hatten im März 1920 die Erfahrung gemacht, daß nur die KPD konsequent die Lebensinteressen der Werktätigen vertrat. Deshalb setzte sich der linke Flügel der USPD für den Anschluß an die Kommunistische Internationale und für die Vereinigung mit der Kommunistischen Partei Deutschlands ein.

Wie wurde KPD zur revolutionären Massenpartei?

Im Oktober 1920 tagte in Halle ein außerordentlicher Parteitag der USPD. Er beschloß mit 237 gegen 156 Stimmen den· Anschluß an die Kommunistische Internationale. Die rechte Minderheit spaltete darauf die Partei. Die linke Mehrheit bildete gemeinsam mit der KPD eine provisorische Zentrale zur Vorbereitung des Zusammenschlusses. Anfang Dezember 1920 fand in Berlin der Parteitag statt, auf dem die Vereinigung des revolutionären Flügels der USPD mit der KPD vollzogen wurde. Somit schlossen sich in Deutschland die revolutionären proletarischen Kräfte zu einer einheitlichen Partei zusammen. Die KPD war zur revolutionären Massenpartei der deutschen Arbeiterklasse geworden.

Die Monopolbourgeoisie schickt schwerbewaffnete Einheiten

Den wachsenden Einfluß der KPD auf die Werktätigen versuchte die Monopolbourgeoisie durch eine Provokation aufzuhalten. In Mitteldeutschland, wo die KPD besonders stark war, wurde auf Befehl des sozialdemokratischen Oberpräsidenten der Provinz Sachsen „eine Polizeiaktion zur Herstellung der Staatsautorität“ im mitteldeutschen Industrierevier eingeleitet. Am 19. März 1921 besetzten schwerbewaffnete Verbände der Schutzpolizei Ammendorf, Eisleben, Hettstedt. Merseburg und andere Orte.

Dadurch sollte das mitteldeutsche Industrieproletariat niedergeschlagen und kampfunfähig gemacht werden, um dann einen allgemeinen Angriff auf die sozialen und politischen Rechte der Arbeiter einleiten. zu können. Die Arbeiter des Mansfelder Gebietes und des Leunawerkes antworteten mit Generalstreik und bewaffneten Abwehraktionen. Jedoch das heroisch kämpfende Proletariat erlitt eine Niederlage, weil die Voraussetzungen für einen bewaffneten Kampf der Arbeiterklasse in Deutschland fehlten.


Die Bourgeoisie versucht, die Arbeiterklasse zu spalten

Die Provokationen der Bourgeoisie

Im Sommer 1922 löste ein politischer Mord der Militaristen einen gewaltigen Proteststurm der Werktätigen ganz Deutschlands aus. Am 24. Juni hatten Angehörige einer militaristischen Geheimorganisation den deutschen Außenminister und Unterzeichner des Rapallovertrages, Rathenau, auf offener Straße niedergeschossen. Daraufhin forderten Arbeiter und Angestellte, Angehörige der Intelligenz und des demokratisch gesinnten Bürgertums energische Maßnahmen gegen die von Konzernherren mitfinanzierten militaristischen Mordorganisationen.

Reformismus spaltet die Arbeiterbewegung

Die Mehrheit des werktätigen Volkes war bereit, den Kampf gegen die konterrevolutionären Kräfte aufzunehmen. Auf Drängen der Kommunisten kam es am 27. Juni 1922 zum Abschluß eines Abkommens der drei Arbeiterparteien und der Gewerkschaften zur Verteidigung der Grundrechte der Arbeiter. Jedoch die reformistischen Arbeiterführer sprengten schon Anfang Juli die einheitliche Kampffront, als ganz Deutschland erneut riesige Demonstrationen und Warnstreiks aufflammten. Wieder wurden die Mitglieder und Anhänger der Sozialdemokratie mit Versprechungen von entschiedenen außerparlamentarischen Aktionen abgehalten. Die KPD allein war nicht in der Lage diese Kämpfe zum Erfolg zu führen.


Der imperialistische Ruhrkonflikt

1923 kam es zu einem neuen großen Aufschwung des Klassenkampfes in Deutschland, als das Ringen deutscher und französischer Imperialisten um die Ökonomische Vorherrschaft in Europa den Ruhrkonflikt auslöste. Die französischen Schwerindustriellen forderten die Bildung eines lothringisch-rheinisch-westfälischen Berg- und Hüttenwerkstrusts, in dem die französisch Konzernherren über 60 Prozent, die deutschen lediglich über 40 Prozent des Aktienkapitals verfügen sollten. Für den Fall der Ablehnung dieser Forderung wurde den Ruhrindustriellen die Anwendung militärischer Gewalt angedroht. Die deutschen Schwerindustriellen verlangten aber mindestens eine Beteiligung von 50 Prozent. Der Kampf um den Macht- und Profitanteile an dem geplanten Riesentrust wurde zum Kernpunkt des Ruhrkonflikts im Jahre 1923.

Die deutschen Monopolherren fühlten sich bereits wieder stark genug, den Kampf mit dem französischen Imperialismus aufzunehmen. Sie rechneten damit, die Macht der französischen Rivalen durch eine Unterbrechung der Kohlenlieferungen und durch Ausnutzung der Widersprüche zwischen den Siegermächten zurückzudrängen.  Die deutsche Regierung, mit dem Monopolkapitalisten Cuno als Reichskanzler verzögerte die Lieferung fälliger Reparationsleistungen und gab damit den französischen Imperialisten einen willkommenen Vorwand zum Einmarsch in das Ruhrrevier. Mitte Januar 1923 besetzten französische und belgisehe Truppen zwei Drittel des rheinisch-westfälischen Industriereviers. Das steigerte die Zerrüttung der Wirtschaft Deutschlands außerordentlich. Denn auf das besetzte Gebiet entfielen 72 Prozent der deutschen Steinkohlenförderung, 54 Prozent der Roheisen- und 53 Prozent der Stahlgewinnung. Die Regierung Cuno verpflichtete alle Deutschen, den Anordnungen der Besatzungsbehörden keine Folge zu leisten. Gleichzeitig förderte sie insgeheim Terror- und Sabotageakte gegen die Besatzer. Diese Politik zielte darauf, den Ruhrkonflikt schnell zuzuspitzen, um England und die USA – die beide nicht am französischen Vormachtstreben interessiert waren – zu raschem Eingreifen zugunsten Deutschlands zu veranlassen.

Die reformistische SPD verhindert den Generalstreik

Die Auswirkungen der abenteuerlichen Außenpolitik und der Inflation riefen in breiten Schichten des werktätigen Volkes tiefen Haß gegen das menschenfeindliche System des Kapitalismus hervor. Es entwickelte sich eine starke Massenbewegung. Organisiert und zusammengefaßt von der KPD, richtete sich diese Bewegung der Volksmassen im Sommer 1923 immer stärker gegen die imperialistische Cuno-Regierung. Am 11. August 1923 beschlossen Berliner Betriebsräte auf einer Massenversammlung den politischen Generalstreik gegen die Cuno-Regierung.

Die KPD rief zur Ausdehnung dieses Generalstreiks auf ganz Deutschland auf. Die einheitlich handelnde Arbeiterklasse stürzte durch diesen Streik im August 1923 die Cuno-Regierung. In dieser Situation, in der die deutschen Imperialisten um den Bestand ihrer Herrschaft bangten, sprangen ihnen wiederum die rechten Führer der SPD als Nothelfer zur Seite. Stresemann – ein politischer Vertreter des Monopolkapitals – bildete mit ihnen eine Regierung der Großen Koalition. Diese beschwichtigte zeitweilig große Teile der Arbeiterklasse.


Die Reichswehr beseitigt die Arbeiterregierungen

Doch die Krise des imperialistischen Herrschaftssystems wuchs, als sich im Oktober 1923 in Sachsen und Thüringen rechtmäßig sozialdemokratisch-kommunistische Koalitionsregierungen bildeten, die Arbeiterregierungen genannt wurden. Die Reichsregierung setzte daraufhin widerrechtlich Reichswehr in Marsch, um die Arbeiterregierungen zu beseitigen. Die Zentrale der KPD beschloß am 20. Okto6er, diesem Akt reaktionärer bewaffneter Gewalt mit Generalstreik und bewaffnetem Aufstand zu begegnen. Aber auf der darauffolgenden Konferenz der sächsischen Arbeiterregierung mit Vertretern der Betriebsräte und Gewerkschaften in Chemnitz (heute Karl-Marx-Stadt), wo nach dem Plan der Zentrale der KPD der Generalstreik ausgerufen werden sollte, wurde unter dem Einfluß zaudernder linker sozialdemokratischer Führer diese Entscheidung hinausgeschoben. Deshalb war die Zentrale der KPD gezwungen, ihren Beschluß vom 20. Oktober über den Generalstreik und den bewaffneten Aufstand kurzfristig aufzuheben.

Der Arbeiteraufstand wird abgebrochen

In Unkenntnis dieser Sachlage löste die Hamburger Parteiorganisation am 23. Oktober 1923 gemäß den zuvor gefaßten Parteibeschlüssen in Harnburg den bewaffneten Aufstand aus, um Teile der Reichswehr vom Einmarsch in Sachsen und Thüringen abzulenken und um die deutsche Arbeiterklasse mit beispielgebender Tat zu einer allgemeinen Erhebung anzuspornen. Eine hervorragende Rolle spielte hier Ernst Thälmann. Als sich herausstellte, daß der Aufstand von den Arbeitern anderer Teile Deutschlands nicht unterstützt wurde, traten die Hamburger Oktoberkämpfer den geordneten Rückzug an.

Am 29. Oktober 1923 besetzte Reichswehr die Ministerien in Dresden. Reichspräsident Ebert setzte die sächsische sozialdemokratisch-kommunistische Koalitionsregierung ab. Die Arbeiterregierung in Thüringen wurde gleichfalls zerschlagen. Der Chef der Reichswehr verbot die KPD. Es herrschten Ausnahmezustand und Terror.


Die Klassenkämpfe der Periode der revolutionären Nachkriegskrise endeten mit einer Niederlage der deutschen Arbeiterklasse. Sie vermochte ihr Ziel, die Einschränkung und Brechung der Macht der Monopole und den Ausbau der sozialen und politischen Errungenschaften der Werktätigen, trotz heldenhafter Anstrengungen nicht zu verwirklichen. Der deutschen Monopolbourgeoisie gelang es, sich mit Hilfe der rechten Sozialdemokratie einen Ausweg aus der tiefen Krise der imperialistischen Staatsmacht zu bahnen. Dennoch waren die großen Klassenkämpfe des Proletariats nicht vergeblich gewesen. Sie hatten es den aggressivsten Kräften des deutschen Imperialismus unmöglich gemacht, die von Cuno, Stinnes und anderen angestrebte offene Diktatur des Monopolkapitals zu errichten. 


Wie retteten die USA den deutschen Imperialismus vor dessen Beseitigung?

Im Jahre 1924 berieten Sachverständigenausschüsse, die unter amerikanischem Druck von der Reparationskommission eingesetzt worden waren, wie Deutschland seine im Versailler Vertrag festgelegte Verpflichtung, den Siegermachten Reparationen zu zahlen, in.den kommenden Jahren erfüllen sollte. Der Dawesplan verpflichtete Deutschland, 1924/25 1 Milliarde Goldmark als Reparationszahlung auf zuringen, in den folgenden Jahren gestaffelt steigende Raten und von 1928/29 an bis auf eine noch unbestimmte Zeit jährlich mindestens 2,5 Milliarden Mark zu zahlen. Diese Summen ollten hauptsächlich aus den Mitteln des Staatshaushalts (unter anderem aus Zöllen und Steuern auf Lebens- und Genußmittel) aufgebracht werden.

Die Siegermächte kontrollieren die Reichsbank

Zur Gewährleistung dieser Zahlungen errichteten die Siegermächte eine Kontrolle über die Reichsbank, die Reichsbahn und über einen oedeurenden Teil. des Staatshaushaltes. Somit oeschnitten sie die Souveränität Deutschlands äber das im Versailler Vertrag vorgesehene Maß hinaus. Deutschland erhielt zur Stabilisierung seiner Währung eine Anleihe von 800 Millionen Goldmark, hauptsächlich von amerikanischen und englischen Banken. Mit dem Dawes-Plan verwirklichte das amerikanische Finanzkapital seinen Anspruch auf die führende Rolle in Europa.

Die „aufgehende Dollarsonne“ über Deutschland

Führende Gruppen der deutschen Monopole und rechte Führer der Sozialdemokratie und Gewerkschaften priesen diesen Vorstoß des amerikanischen Imperialismus als „aufgehende Dollarsonne“, deren „Strahlen die deutsche Wirtschaft dauerhaft beleben“ werden. Grundlegend anders verhielt sich die KPD zu diesem imperialistischen Plan. Sie bekämpfte ihn konsequent, weil sie erkannte, daß der Dawesplan die Grundlage war, auf der sich die ausländischen Imperialisten mit dem deutschen Imperialismus auf Kosten der deutschen Werktätigen verständigten.

Dollarsonne.jpg

Zeichnung aus dem sozialdemokratischen „Vorwärts“: „Die aufgehende Dollarsonne“

Wer bezahlte die Rechnung?

Während die Hauptlast der Reparationen mit Hilfe von Steuern und Zöllen den Volksmassen aufgebürdet wurde, gewährten die staatlichen Behörden den Monopolherren etwa 1 Milliarde Steuererleichterungen. Von den mehr als 31 Milliarden Mark ausländischer Anleihen, die nach Annahme des Dawesplanes bis 1932 nach Deutschland flossen, wanderte der größte Teil in jene Konzerne, die für die Rüstung von entscheidender Bedeutung waren.  Mit Hilfe der ausländischen Anleihen und der Inflationsgewinne und Profite wurden die wichtigsten Industriezweige rasch rationalisiert. Damit beschleunigte sich auch die Konzentration der Produktion und des Kapitals in Deutschland.

Quelle:
Prof.Dr. Walter Nimtz (et.al.): Geschichte Klasse 9, Volk und Wissen Volkeigener Verlag Berlin, 1978, S.108-116.


Einer der Hauptkriegsverbrecher (er wurde nie verurteilt!) sagt aus:

Krupp

Quelle:
Der Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg14. November 1945 bis 1.Oktober 1946, Bd.XXXV, Nürnberg 1949, S.68.

Dieser Beitrag wurde unter Arbeiterklasse, Geschichte, Verbrechen des Kapitalismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s