Das geheime Tagebuch des Mister Grow

Richard-Squires+Auf-dem-KriegspfadEines Tages im August 1951 gelangte überraschend das geheime Tagebuch eines US-amerikanischen Diplomaten in fremde Hände. Und was darin zu lesen war, übertraf alle menschlichen Vorstellungen. Dieses Dokument zeugt auch heute noch von einer unglaublichen Menschenverachtung, von einem Zynismus, einer antikommunistschen Hysterie, wie sie wohl nur das Hirn eines psychisch unheilbar kranken Individuums hervorzubringen vermag… Doch der Verfasser dieses Tagebuchs war keineswegs ein namenloser Irrer! Dieser Kriegswahnsinnige namens Robert Grow war zu jener Zeit Generalmajor der US-Army und Militärattaché in der Sowjetunion. Ein britischer Offizier (im Zivilberuf Journalist), Richard Squires, brachte dieses Tagebuch an die Öffentlichkeit. Was darin zu lesen war, ist erschütternd! Diese Denkweise ist nach wie vor auch heute noch kennzeichnend für viele USA-Militärs. So dachten bspw. auch Himmler, Heß und Göring! 

Wie war die Situation damals? Und warum ist dieses Tagebuch auch für uns heute noch von Interesse?

Der zweite Weltkrieg war der bisher verheerendste Krieg in der Menschheitsgeschichte. Über 55 Millionen Tote, mehr als 35 Millionen Verwundete und 20 Millionen verwaiste Kinder kamen auf des Schuldkonto des deutschen Imperialismus. 11 Millionen Menschen waren in den faschistischen Konzentrationslagern ermordet worden. Seit dem heimtückischen Überfall der deutschen Wehrmacht am 22. Juni 1941 kämpfte die Sowjetunion allein gegen den faschistischen Aggressor. Erst nach langen, zähen Verhandlungen waren die Westmächte in ein alliiertes Bündnis gegen Nazi-Deutschland eingetreten. Und erst nachdem sich abzeichnete, daß der Ausgang des Krieges entschieden war, begannen sie mit der Eröffnung einer zweiten Front. Viel zu spät! So hatte die Sowjetunion die Hauptlast dieses Krieges zu tragen. Und das nicht nur in militärischer Hinsicht. Mit über 20 Millionen Toten zahlte die Sowjetunion auch den höchsten Blutzoll dieses Krieges. 25 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die faschistischen Horden vernichteten in der Sowjetunion 1.700 Städte und 32.000 Industriebetriebe, 65.000 Kilometer Eisenbahnlinie, 4.000 Eisenbahnstationen, 7.000 Dörfer, 98.000 Kolchosen, 1.876 Sowchosen, 2.890 MTS, 127.000 Schulen, Universitäten, Bibliotheken, 6 Millionen Wohnhäuser. 61 Großkraftwerke wurden zerstört. (nach E.Hanke).

Doch kaum war der Krieg beendet, rüsteten die Militärs der USA erneut zum Krieg. Nicht zum ersten Mal saßen die Kriegstreiber in den Aufsichträten der Konzerne und Banken. Es waren Generäle und Politiker der USA und der anderen Westmächte, die nunmehr glaubten, gegen die Sowjetunion zu Felde ziehen zu müssen, um ihre Herrschafts- und Eroberungsinteressen zu verwirklichen.

Wer war Richard Squires?

Der Autor des im folgenden zitierten Buches, Richard Squires, war ein englischer Offizier. Im Zivilberuf Journalist –– ein „durchschnittlicher Engländer“, wie er selbst von sich sagt. Sehr eindringlich beschreibt er die hintergründigen Machenschaften der Westmächte gegen die Sowjetunion, die unsauberen Geschäfte mit den ehemaligen Nazis, wie man das Volk betrog und die Sowjetunion in einen neuen Krieg zu ziehen suchte. Als im Jahre 1951 in der DDR seine „Aufzeichnungen eines englischen Offiziers“ erschienen, war die Gefahr eines dritten Weltkriegs so groß wie nie zu vor. Daß es nicht dazu kam, war einzig und allein der besonnenen Haltung Stalins, der UdSSR und der anderen sozialistischen Staaten zu verdanken. Das Buch von Richard Squires zeigt uns, mit welchen abgefeimten Methoden die westlichen Geheimdienste operieren, und welche Denkmuster dem auch heute noch zugrunde liegen. Richard Squires schreibt:


AUS DEM GEHEIMEN TAGEBUCH DES Mr.GROW

Als ich nach Hause ankam, las ich das Tagebuch von Anfang bis Ende durch; bis zu meinem Lebensende werde ich den Eindruck nicht vergessen, den es auf mich machte. Ich dachte mit Entsetzen, daß das Schicksal eines großen Landes und eines großen Volkes, Amerikas und der Amerikaner, heute in den Händen brutaler Unmenschen liegt, wie des Mannes, der dieses Tagebuch schrieb. Und diese Leute haben Atombomben, Giftgas, Napalm, bakteriologische und andere Waffen zur Verfügung, mit denen sie sich anschicken, Europas alte Städte in Schutt und Asche zu verwandeln und unsere Zivilisation vom Antlitz der Erde hinwegzufegen. Niemand, der den Krieg zutiefst haßt, kann Zeilen wie diese ohne Erregung lesen: „Unser Angriff müßte sich gegen die schwachen Stellen des Feindes richten. Obgleich der Militärdienst sich in erster Linie mit militärischen Waffen und Methoden befaßt, müssen wir verstehen, daß dieser Krieg ein totaler Krieg ist und mit allen Waffen geführt wird. Wir müssen lernen, daß in diesem Krieg auch Tiefschläge fair sind.“
Text Grow1
(Diese und die folgenden Faksimile-Wiedergaben sind nach Fotokopien aus Grows Tagebuch reproduziert.)

WER WAR DIESER MISTER GROW ?

Der Mann, der diese Zeilen schrieb, ist Generalmajor Grow von der USA-Armee. Sein Tagebuch teilt uns mit, daß er amerikanischer Militärattache in Moskau ist und eine führende Position im Nachrichtendienst der USA-Armee hat. Nicht Zufall brachte Grow und sein schmutziges Tagebuch nach Frankfurt am Main. Wie seine Aufzeichnungen enthüllen, ging er dorthin, weil die Leiter des U.S. Secret Service, des amerikanischen Geheimdienstes in Europa, im Juni 1951 in dieser Stadt zu Besprechungen zusammenkamen. Auf dieser Konferenz beabsichtigte Generalmajor Grow die im oben angeführten Zitat ausgedrückten Ansichten zu erläutern. Unter dem 26. Februar 1951 machte Grow die folgende Eintragung: „Erhielt einen Brief von. Geo King, der meine Briefe Smith zeigte, der sehr interessiert ist. Ich befürworte Aktion zur Vorbereitung für die Zeit nach dem nächsten Krieg… Er sagt, Smith ist interessiert… Er meint ebenfalls, daß dies ein sehr kritisches Jahr ist.“
Text Grow2

IM AUFTRAG DES PRÄSIDENTEN

General Grows Tagebuch sind keineswegs unverantwortliche Notizen irgendeines hergelaufenen Burschen. Es ist das Tagebuch eines offiziellen Vertreters des Weißen Hauses. Aus der eben zitierten Notiz geht klar hervor, daß dieses Tagebuch die unverhüllten Ansichten eines Mannes enthält, der von Washington nach Moskau geschickt wurde, und daß diese Ansichten von Smith geteilt werden, dem Leiter des amerikanischen Geheimdienstes, der früher amerikanischer Botschafter in Moskau war. Einige Seiten vorher lesen wir in dem Tagebuch: „Dienstag, 23. Februar. Brief von Bolling macht klar, daß meine Briefe an alle leitenden Abteilungen gehen, auch zum Präsidenten.“ Grows Tagebuch ist für die Öffentlichkeit von großer Wichtigkeit; man kann nicht leicht darüber hinweggehen, denn es enthüllt die leitenden Prinzipien und Absichten der heutigen Herrscher unserer „westlichen Welt“. Die hier zitierten Auszüge werden dem Leser Gelegenheit geben, zu sehen, was in einer amerikanischen Botschaft in Europa vor sich geht, und zu erfahren, was für Menschen eigentlich die Leute sind, die so denken und handeln wie Grow. Das Tagebuch bekräftigte meine Überzeugung, daß man, wie ich bereits sagte, Kriegsbazillen nicht erlauben darf, in ihrem natürlichen Nährboden zu reifen, das heißt sie geheim und ungestraft zu lassen. Deshalb habe ich mich entschlossen, Grows Notizen sowie einzelne Fotokopien zu veröffentlichen, um so, was ich selbst lesen konnte, der ganzen Welt zur Kenntnis zu bringen. (Währenddessen geht Grow quer durch die Sowjetunion auf Spionagetour und notiert alle strategisch wichtigen Ziele: Brücken, militärische Objekte, Verkehrswege, Wohnsiedlungen, Angriffsziele…)

DIE PLÄNE AMERIKANISCHER GENERÄLE

Krieg ist Grows Herzenswunsch. Sein Tagebuch überzeugt den Leser, daß er und die kriegsbesessenen Irren seines Schlages über alles betrübt und niedergeschlagen sind, was dazu beiträgt, den Krieg zu verhüten, und sich über jedes Anzeichen, daß ein Krieg vorbereitet wird, gewaltig freuen und entzückt sind. Grows Tagebuch liest sich wie ein Krankheitsbericht. Die Krankheit, an der er leidet, fordert die Wachsamkeit aller gesunden Menschen. Seine Krankheit ist der Blutdurst. Wie alle gefährlichen Infektionen muß er studiert werden, und Mittel zur Neutralisierung der Keimträger müssen gefunden werden. Einer der Hauptleitsätze dieses Kriegswahnsinnigen, in dem die Krankheit ihr akutes Stadium erreicht hat, ist in seinen eigenen Worten: „Krieg! So schnell wie möglich!! Jetzt!!“ Immer wieder kommt Grow auf seine Idee von der Eröffnung des Krieges im Jahre 1951 zurück. „„Meine Schlußfolgerungen“““, schreibt er am 8. Januar 1951, „„laufen auf etwa folgendes hinaus: Dies ist das Jahr.“““ Mit dem Jahr meint Grow das Jahr, in dem der von ihm ersehnte Krieg ausbrechen wird. „„Dies ist das Jahr!“““ wiederholt er am 9. Januar und wieder am 29. März: „„Mir scheint die Zeit reif zu sein für einen Schlag in diesem Jahr.““

IM AUFTRAG DES AMERIKANISCHEN GEHEIMDIENSTES

Aber Grow will diese Ansichten keineswegs nur seinem Tagebuch anvertrauen. Im Juni 1951 fand in Frankfurt am Main eine Konferenz der Chefs des amerikanischen Geheimdienstes in Europa statt. Grow selbst erklärt, daß er mehr als einen Monat, bevor er zu dieser Konferenz ging, seinen Bericht sorgfältig erwogen und vorbereitet habe. Er arbeitete immer wieder verschiedene Alternativen aus und entwarf und verbesserte ständig seine Reden. Fotokopien einiger der Entwürfe seiner Reden in Frankfurt waren unter den Papieren, die ich von meinem Freund erhielt. Grow hatte vorher schon seine innersten Gedanken in einer Notiz zum Ausdruck gebracht, die er in seinem Tagebuch am 5. Februar machte: „Wir brauchen eine Stimme, die klar die Führung ergreift: Der Kommunismus muß zerstört werden!“ Er wiederholte denselben Gedanken indem Entwurf einer Rede, die er für die Konferenz vorbereitete: „„Ich glaube, es kann nicht einfacher ausgedrückt werden, als: Der Kommunismus muß zerstört werden! Diesen allgemeinen Aufruf zur Zerstörung des Kommunismus will Grow offensichtlich, außer an Deutschland, an alle Länder richten, die sich dem amerikanischen Diktat widersetzen, das aus England, Frankreich und den anderen Ländern Europas, die bereits in der Schlinge des Marshallplanes und des Nordatlantikpaktes gefangen sind, Kolonien machen will.

DER KÜNFTIGE KRIEGSSCHAUPLATZ

Wie wir in seiner Notiz vom 27. März 1951 gelesen haben, besteht Grow auf dem „Losschlagen in diesem Jahr mit allen Formen der Kriegsführung“. Die Pläne in seinem Bericht gehen sehr weit: „„Wir müssen uns doch einmal auf den Hauptkriegs-Schauplatz konzentrieren und den Stillen Ozean zurücksetzen, uns dort also auf Angriffe zu Wasser und aus der Luft beschränken, um nur die Positionen zu halten.““ Grows Tagebuch enthält Bemerkungen über die Vorschläge und Anregungen, die von anderen Vertretern des amerikanischen Geheimdienstes bei der Frankfurter Konferenz gemacht wurden: „Das Wesentliche an ihnen war: die Notwendigkeit besserer Arbeit in Washington und eine große Erweiterung in der CIA-Spionage.“ Es ist kein Wunder, daß Grow zum Leiter des „„Komitees für kritische Punkte“ auf der Frankfurter Konferenz ernannt wurde. Was die Organisatoren der Konferenz mit „„Kritischen Punkten“ meinten, wird aus dem von Grow gegebenen Umriß klar. Einer der Ausschüsse dieses Komitees befaßte sich zum Beispiel mit der Anwendung von Atomwaffen und chemischer und bakteriologischer Kriegsführung. Ein anderer Ausschuß hatte den vielsagenden Namen „„Verwundbarkeit“, seine Aufgabe war die Auswahl von Objekten für Schädlingsarbeit. Das Tagebuch zeigt uns, was für ein Mensch dieser Grow ist und wessen Befehle Pope, unser Vertreter in Moskau, ausführt.

ZIEL IST DIE ZERSTÖRUNG DER SOWJETUNION

Fahren wir mit Grows Notizen fort und sehen wir, welche weiteren Pläne er hat. Er formuliert sie so: „„Um die Frage anders zu stellen: Was sollten wir tun, um das Vakuum auszufüllen, nachdem das Sowjetregime zerstört ist? Die neue Führung kann nicht in aller Eile improvisiert werden. Sie sollte im voraus propagiert werden.““ Was also Grow und seine Chefs wünschen, ist eine Marionettenregierung, die aus Männern gebildet ist, die völlig von ihnen abhängen und dem Sowjetvolk verhaßt sind. Wie soll dieser unglaubliche Plan, alle demokratischen Regimes zu stürzen und eine Diktatur der Wallstreet über die gesamte Welt zu errichten, verwirklicht werden? „Mit allen Waffen“, meint Grow. „„Wir müssen mit Tiefschlägen loshauen. Dieser Krieg kann nicht nach den Regeln des Marquis von Queensbury geführt werden.““ Eine wichtige Rolle in den amerikanischen Plänen, einen neuen Krieg vom Zaun zu brechen, um die demokratischen Regimes zu stürzen, wird dem amerikanischen Geheimdienst zugewiesen: „Unsere Nachrichtenagenturen müssen unablässig danach streben, starke sowie schwache Punkte herauszufinden und zu berichten. Wir müssen jedes Mittel der Zersetzung benutzen, um das Vertrauen und die Loyalität der Sowjetbürger zu ihrem Regime zu untergraben. Wir müssen sie dazu bringen, ihr Vertrauen in die kommunistische Führung zu verlieren.“
Text Grow3

DAS DENKEN DES VOLKES VERGIFTEN

Grow schlägt sogar vor, wie das getan werden soll: „„Alles, Wahrheit oder Lüge, um das Denken des Volkes zu vergiften.““ Solche Stellen brauchen meiner Meinung nach keinen Kommentar. In einer gewöhnlichen, vernünftigen Gesellschaft würde jeder Mensch mit solchen Ansichten in eine Zwangsjacke gesteckt und irgendwo eingeschlossen werden, wo er der Gesellschaft nicht schaden kann. Aber in der Welt der Trumans und Achesons, der Churchills und Morrisons, der Eisenhowers und Montgomerys erhalten Menschen wie Grow verantwortliche Staatsstellungen, in denen sie sich sämtlicher Mittel bedienen können, um die Menschheit in einen dritten Weltkrieg zu stürzen.

Ich möchte, daß meine englischen Leser ernsthaft über die oben zitierten Bemerkungen nachdenken, von denen viele öffentlich auf einer amtlichen Konferenz von einem Mann, der einen Staatsposten innehat, formuliert wurden. Kann man denn in Frieden schlafen, wenn man weiß, daß ein oder zwei Häuser weiter ein Raubmörder sein Messer bereithält, um den eigenen Nachbarn umzubringen. Ist das der richtige Moment, um zu denken: Das geht mich nichts an? Wäre es nicht sicherer, anzunehmen, daß der Räuber, seinem Instinkt entsprechend, versuchen wird, auch einen selbst „kaltzumachen“, um mit einer reicheren Beute davonzukommen? Haben wir denn den Frieden so mühelos erfochten, daß wir es uns leisten können, diesen Frieden und unser Schicksal in die Hände von Abenteurern wie Churchill oder dem verstorbenen Forrestal zu legen? Doch wohl kaum. Die Völker der Welt werden sich täglich mehr bewußt über die Tatsache, daß es ihre eigene Aufgabe ist den Frieden zu verteidigen.

Quelle:
Richard Squires: Auf dem Kriegspfad, Aufzeichnungen eines englischen Offiziers,
Rütten & Loening, Berlin, 1951, S.211-232 (Zwischenüberschriften von mir, N.G.).

Siehe auch:
Der antikommunistische Feldzug der USA nach 1945
Die unwandelbare antideutsche Politk des USA-Imperialismus
Blickpunkt die USA-Militärstrategie

NEU: Die Lügenwelt der CIA (Geopolitiker)

Nachbemerkung: Das Ministerium für Staatssicherheit der UdSSR war natürlich über diesen Fall informiert. Der General Robert Walker Grow war kein Neuling in der Spionage. Er hatte zuvor schon Iran bei der Reorganisation des Militärs gegen die Sowjetunion geholfen. Und er stand schon bei seiner Ankunft in Moskau im August 1950 unter Beobachtung. Die zahlreichen Reisen des Generals waren beizeiten aufgefallen. Die Mitarbeiter der Staatssicherheit waren schon etwas verwundert über die unerschöpfliche Energie und knabenhaften Übermut des 55jährigen Generals. Mit Hilfe einiger unkomplizierter Kombinationen gelang es den Mitarbeitern der Lubjanka, die Aufzeichnungen des Generals und seine geheimen Fotos in die Hand zu bekommen. Der Minister für Staatssicherheit Abakumow informierte Stalin darüber. Und am 15. November 1951 übergab Ignatjew ihm eine Kopie des Tagebuchs, die Stalin mit Interesse las. Als dann im Dezember 1951 in der DDR das Buch eines gewissen Richard Squires erschien, gab es einen Riesenskandal. Grow wurde degradiert und versetzt, und wie durch einen dummen Zufall kam am 12. August 1953 auch noch der Sohn des Generals durch eine Rauchvergiftung ums Leben. Das Tagebuch des Generals war natürlich keine Fälschung, sondern ein Original. Seine Äußerungen entsprachen exakt seiner rücksichtslosen und menschenverachtenden Denkweise, die ist bei einer solchen (nazistischen) Herrenrasse normal. Nicht deswegen wurde also der General degradiert, sondern weil er so dumm war, sein Tagebuch auf dem Tisch liegenzulassen….
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