The demonisation of Bashar al Assad / Oder: War Jesus Christus der „Schlächter von Damaskus“?

Palmyra Barbara McKenzie wrote: „Face it, NATO and its allies would have labelled Jesus Christ the Butcher of Damascus if this had suited their agenda of forced regime change in Syria. 

Anyone who saw the vilification of Alex Salmond during the run-up to the referendum on Scottish Independence, or of Corbyn during the British Labour leadership campaign, by ‘responsible organs of the Press’, must have come to full realisation of how totally unbridled, how totally unprincipled, the Establishment and its mouthpieces can be once they declare war…“

Wer zerstörte Palmyra, Aleppo und Maloula? Wer okkupierte das friedliche Syrien? Wer schickte die ISIS-, al-Nusra- oder al-Kaida-Banditen in das Land von Euphrat und Tigris? Wer bildete sie aus und wer bewaffnete sie? Wer besetzte die syrischen Golan-Höhen?

The Demonisation of Bashar al Assad

The Establishment has been demonising popular leaders who threaten its hegemony for centuries.  If you believe Bashar al Assad evil, purely on the claims of the Establishment and its press, then you probably accept that Joan of Arc was a witch, Bonny Dundee was depraved, Napoleon ate babies, Ares Velouchiotis was a sick sadist, Arthur Scargill was corrupt, Alex Salmond is the new Ghengis Khan, and Jeremy Corbyn everything thrown at him last year.  (I’m guessing the traditional view of Richard III is suspect as well…)

In the case of Bashar al Assad, the accusations range from gassing his own people (long disproved), to the frankly batty one of being responsible for 90% of the deaths in Syria (even though almost half of all deaths have been soldiers from the Syrian Arab Army – presumably Assad has been killing his own soldiers …).  The hollowness of the accusations has been well documented.

The attack on al Assad is reinforced by creating an equivalence between all secular leaders in the Middle East – they are, or were, defined without exception as evil dictators.  George Galloway jubilantly declared his support for the Arab Spring in a strongly worded critique of Gaddafi in a radio broadcast in February 2011. ‘I have been waiting for these Arab dictatorships to fall, and it appears that one after the other they are falling, Tunisia, Egypt, Libya’ – Galloway clearly does not see Iraq as part of the pattern. …

bashar-hafez-al-assad-2014-2021-230x400If Bashar al Assad were a war criminal he would not have the support of his people, and Syria would not have been able to hold off against externally funded forces as it has done for five years. Before the Syrian war Bashar al Assad was the most popular leader in the Arab world. Polls show that Bashar al Assad still has the support of the majority of Syrians.

Al Assad’s position within Syria is now stronger than ever.  Syrians view with horror the thought that extremist takfiris who have collaborated with the West might have a permanent role in Syria’s future, and are more than ever determined to resist sectarianism.  The al Assads are seen as representing the tolerant, multi-confessional country they are so proud of: Bashar is an Alawite, his wife Asma is Sunni, and they make a point of showing solidarity with Syria’s Christian community, exemplified by the couple’s surprise attendance at choir practice at the Church of Our Lady of Damascus last Christmas, a few days after the church suffered a mortar attack. If Bashar al Assad is deposed, it will not be by the will of the Syrian people. Read more

Source: The demonisation of Bashar al Assad


Die Dämonisierung von Bashar al-Assad

Nun muß man wahrscheinlich nicht erst die Bibel zu Hilfe nehmen, um zu beweisen, daß der syrische Präsident, der beliebte Augenarzt Dr. med. Bashar al-Assad, kein Massenmörder ist. So sehr, wie sich die Rechtsextremisten in den USA auf die Bibel berufen, so wenig christlich handeln sie in Wirklichkeit. Sie handeln wie Faschisten. Und sie stehen damit den in Nürnberg 1946 verurteiletn Nazi- und Kriegsverbrechern in keiner Weise nach. Wer fremde Staaten zum Zwecke des Machterhalts des eigenen imperialistischen Regimes bombardiert, wer fremde Regierungen stürzt oder durch gedungenen Banditen stürzen läßt, wer Staatspräsidenten ermorden läßt, der Raketen an der Grenze zu fremden Ländern stationiert und dabei (wie Putin schon sagte) nicht einmal den eigenen „Verbündeten“ traut, der befindet sich adäqauter Position wie eben schon die deutschen Nazis, oder wie die ukrainischen usw. – Doch warum ist das so? Der Faschismus ist in jedem kapitalistischen Land die extremste Fortsetzung der Macht des Monopolkapitals.

„Der Faschismus an der Macht, Genossen, ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.“ (Georgi Dimitroff)


 Barbara McKenzie schreibt:

Jeder, der die Verleumdungen von Alex Salmond während seiner Einlassungen zum Referendum über eine schottische Unabhängigkeit, oder die von Corbyn während der britischen Führungskampagne der Labour Party, durch „verantwortliche Presseorgane“ erlebt hat, muß zur vollen Überzeugung darüber gekommen sein, wie völlig ungezähmt, wie völlig charakterlos das Establishment und dessen Sprachrohre sein können, sobald sie den Krieg erklären.

Das USA-Regime hat den populären Führer des syrischen Volkes dämonisiert, weil dieser es gewagt hat, der seit Jahrhunderten bestehenden Hegemonie der USA zu widerstehen. Und wenn Sie nun glauben, daß Bashar al-Assad ein Übeltäter ist, und sich allein auf die Äußerungen des USA-Regimes und dessen Presse stützen, dann akzeptieren Sie wahrscheinlich auch, daß Jeanne d’Arc eine Hexe war, daß Bonny Dundee demoralisiert war, Napoleon Babys gefressen hat, Ares Velouchiotis ein kranker Sadist war, Arthur Scargill korrupt war, Alex Salmond der neue Dshingis Khan ist und Jeremy Corbyn im letzten Jahr alles hingeschmissen hat. (Ich glaube sogar, daß aus dieser traditionellen Sicht Richard III. ebenso ein Verdächtiger ist.)

Im Fall von Bashar al-Assad reichen die Beschuldigungen von der Vergasung seiner eigenen Leute (was längst widerlegt ist) bis zur offenen Verrücktheit, daß Assad für alle Todesfälle in Syrien verantwortlich sei (wobei gerade fast Hälfte aller Todesfälle Soldaten der Syrischen Arabischen Armee betrifft), daß er vermutlich seine eigenen Soldaten getötet habe. Die Haltlosigkeit dieser Beschuldigungen ist inzwischen gut dokumentiert worden.

Der Angriff auf al-Assad wird zudem durch eine Gleichsetzung aller weltlichen Führer im Nahen Osten verstärkt – sie sind oder waren ohne Ausnahme schlechte Diktatoren. George Galloway hat in einer Radiosendung vom Februar 2011 seine Unterstützung für den arabischen Frühling jubelnd in einer stark formulierten Kritik an Ghaddafi erklärt: „Ich habe darauf gewartet, daß diese arabischen Zwangsherrschaften fallen, und es scheint so, daß sie nacheinander fallen: Tunesien, Ägypten, Libyen.“ – und da sieht Galloway den Irak eben nicht als ein Teil eines solchen Musters. …

Wenn Bashar al-Assad ein Kriegsverbrecher wäre, würde er nicht die Unterstützung seiner Landsleute haben, und Syrien wäre nicht im Stande gewesen, sich gegen die von außen unterstützten feindlichen Kräfte zu widersetzen, wie es das seit fünf Jahren tut. Vor dem syrischen Krieg war Bashar al-Assad der populärste Führer in der arabischen Welt. Und die Wahlen haben gezeigt, daß Bashar al-Assad immer noch die Unterstützung der Mehrheit der Syrier hat.

Die Position von al-Assad innerhalb Syriens ist jetzt stärker als jemals zuvor. Die Syrier sehen mit Entsetzen den Gedanken, daß extremistische Takfiristen, die mit dem Westen kooperieren, eine dauerhafte Rolle in Syriens Zukunft haben könnten, und sie haben mehr als je zuvor beschlossen, dieser Sektiererei zu widerstehen. Bashar al-Assad wird als Vertreter ihres toleranten, mehrkonfessionellen Landes angesehen, auf das sie so stolz sind. Bashar ist Alawite, seine Frau Asma ist Sunnitin, und sie legen Wert darauf, Solidarität mit Syriens christlicher Gemeinschaft zu bezeigen, wie sie durch die überraschenden Besuch des Paares in der Frauen-Kirche in Damaskus letztes Jahr zu Weihnachten deutlich wurde, nachdem die Kirche einem feindlichen Mörser-Angriff ausgesetzt war. Wenn Bashar al-Assad abgesetzt werden sollte, wird das nicht dem Willen des syrischen Volkes entsprechen.

basharalassadchristmas

Die NATO und ihre Verbündeten hätten Jesus Christus heute als den „Schlächter von Damaskus“ bezeichnet, wenn er sich dem auf ihrer Tagesordnung stehenden „regime change“ in Syrien nicht gebeugt hätte.

(Übersetzung: Martina Riedel)

Quelle: The demonisation of Bashar al Assad


Siehe auch:
Baschar al-Assad: „Es geht um den Frieden! Es geht um unser syrisches Vaterland!“
Der Verbrecherstaat USA: Über 1,5 Millionen Opfer des Terrors der USA in Lateinamerika seit 1945.

Dieser Beitrag wurde unter Internationale Solidarität, Verbrechen des Kapitalismus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu The demonisation of Bashar al Assad / Oder: War Jesus Christus der „Schlächter von Damaskus“?

  1. gunst01 schreibt:

    Jesaja Kapitel 17, Vers 1 : Dies ist die Last über Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener Steinhaufe. 2Die Städte Aroer werden verlassen sein, daß Herden daselbst weiden, die niemand scheuche.… Vielleicht wird hier doch das Programm der Bibel abgearbeitet.

    • sascha313 schreibt:

      Geisterglaube, Religion und „schwarze Kunst“ waren schon immer ein einträgliches Geschäft zum Nachteil und auf Kosten der Dummheit der Menschen.

      • GreenHope schreibt:

        Die Religion wird wahrscheinlich immer Illusionen unter den Menschen erzeugen und von den Herrschenden zur Machterhaltung missbraucht werden, solange es sie gibt. Allerdings sollten wir nicht vergessen, dass es auch fortschrittliche Kräfte gab und gibt, welche ihre politischen Überzeugungen aus der Religion heraus begründen und begründeten. Denken wir nur an die sozialistischen Sandinisten in Nicaragua, welche tatkräftig von befreiungstheologisch orientierten Christen unterstützt wurden oder an die von Muammar Gaddafi angeführte libysche Revolution.

  2. Harry 56 schreibt:

    Green Hope, es sind niemals die Religionen allein oder andere IDEOLOGIEN , welche das Handeln der Menschen in der berühmten aristotelischen „Quintessenz“ bestimmen, sondern immer das reale menschliche gesellschaftliche SEIN in allen seinen FACETTEN.

    Daher kann es auch gute fortschrittliche Christen, gute fortschrittliche Muslime, selbst gute fortschrittliche „Faschisten“ (als Mitläufer, Verführte ! ) geben, welche tatsächlich GLAUBEN, für eine gute Sache einzutreten.

    Und unter bestimmten, neuen gesellschaftlichen Bedingungen, besser: Machtverhältnissen!, können auch solche Menschen zu einem neuen sinnvollen, nützlichen Leben „erwachen“.
    Dafür hat gerade die zwischen 1917 – 1989/90 existierende Welt des beginnenden(!) Sozialismus eine Menge positiver Beispiele, Beweise geliefert.

    I

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